Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1919-05-27 · Heft 128 (27.5.1919) · p. Seite 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 128 (27.5.1919)
Date
1919-05-27
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
83% known words query
IRI
…/2979076-2979077-2979205--01136-2986505
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Nr. 128 Wien, Dienstag Wiener Morgenzettung 27. Mai 1919 r6etteY . kam 1849 in Wien jmr AuMrun'g und wurde von Direktor Jahn auch in das Mpertarre des neuen Opernhauses imfgenotnmen. In der Pariser Akademie gab BenlS in seiner WedächrmsredeanfHaftvv folgende CbarakteristikderOver: ..Welches ist das besondere Verdienst dieses Werkes? Ist es dcis Komische, das der Titel anznküudigrn scheint? Nem, denn man findet hier weder die lebhafte noch die etms boshafte FM'kWt. welche dem sramtziischen Gerste eigen ist, nach das »nnlchöpsl'che. hem Gezwnlcher der Waes gleichend? Lachen, das eine italienische Partim vMüt. Nur Porve der Darstellung. Gang der Landluna, interessanter Aufputz nnd eine gewisse Komch die sich aus dm mit WPrprtzentl!cher GeschMchkeit aeschqstmm milMnchM mndungrn ngcht, solle« Amaß znm Lachen bieten. Das lsraelsttsche Volk sacht wenig» es ist ebenso ernst wie bte anderen semitischen Rassen. Dw an den Weiden von Babylon anfgehängtcn Harfen sind das Sinnbild aller Mnstk des Orients, die klagend und irstumertsch ist. So jst im Grunde Melancholie die herrschende Stimmung >m ..Blitzt; darin besteht eigentlich seine dramatische Einheit. In Wien gelangten außer dem „Blitz" noch die Opern „Guido nnd Gmetzra und „Die Königin von Cypern" zur Ausführung, Beide ohne besondere Wirkung zu üben. „Noab", ein nachgelaffcnes Werk George Bizct, Haftvvs berühmter Schwiegersohn, vollendete sie — wurde durch Felix Vkottl in Deutschland bekannt, ohne eine französische Aufführung zu erleben. An äußeren Ehren war dqS Leben des Komponisten reich. Seine literarische Bildung, die aus zahlreichen schriftstellerischen Arbeiten spricht, verschaffte ihm die Stellung eines KiorMir yernstuel der Akademie, ferne gründliche theoretische Schulung das Amt eines Professors der Komposition am Pariser Konservatorium. An gehässigen Angriffen fehlte es attch im damaligen Frankreich Nicht. Aber seine durchaus ehrenhafte und geachtete Persönlichkeit war über alle Mißgunst erhaben und sein Tod ttsülltr Wisst eichs - Wt anfrichtigkk allgemeiner Träger. M. Gporl. Airs den Theatern, Die R e u e W j l n e r B ü h ri e bringt Dienstag dm 87. d. M. die Erstaussuhrung von Goethes „Clavigy" in folgender Besetzung: Uaviao — Alexander Morssi; Carlos — Emil Geyer; Beaumarchais — Lothar Menses; Marie — Cäcilie Lwowkky; Sophie — Alice Lach; Gu lbert -- Karl Mlk'ch: Bnenco — Leopold Iwald; Saim George Ernst Josef Äebergcker. Spielleitung: Emil Geyer. In der Volksoper findet am 4. Juni die Urans-' führung der einliktigert. komischen Oper „Die drei Freier" von M. Schurz, Musik von Oskar Stalla, statt. Vorher geht dre Oper »Der Streik der Schmiede" von Viktor Leon, Musis von Jßses Beer, zum erstenmal m Szene. Im C a r l? T h e g t e r findet Samstag den 8l. d. M. die Etstauftühruna der Operette „Die drei Kavaliere", Text von Lothar Sachs und E. v. G a l 1 i, Musik von Hemrich Berts, in nachstehender Besetzung statt; PlomveldHans Hvmma vom Deutschen Bolfstheater als Gast; Tilly - Susanne Bachrich; Herta ---7 Aca de Barbn: Rudolf 7- Viktor Rfl'-bert; Baron Viktor — Franz Felix; Gras Gesrg — Eugen Fischer; Charlotte --- Esti Hügel: Back --- Ernst Ralls; Max v. Ketkoven — Leo Wan aus. Dre Inszenierung dieses Werkes leitet Ober» regisseur Hans Steinhoff, die musikalische Leitung Kapellmeister Josef Holzer. Die neuen Dekorationen find aus dem Atelier Wdingnd Moker. Mittwoch den 88. Mai. lJ2B Uhr nachmittags, gastiert im Wiener Komödienhans Frau Mini I w e r e n z als Hanui m „Frühlingsluft". Das Stück findet als WohlfiftiMtsvorstelluug statt. Interessant erscheint diese Vorstellung dadurch, daß dev Oflhn der Frau Zwerenz. Kapellmeister Fritz Zwerenz, am Dirigentenpult erscheint, eine Sensation, Mutter und Sohr» in einer Borstellung wirken zu sehen. Am breiten Schichten daß mit großem Erfolg aufgenommene jüdisch? Arbe terdrama Etsik Scheitel von D a v i d P i n s k t zugänglich zu machen, wird dasselbe Sonntag d e n l. I u n i um 3 Uhr nachmittags im Wiener Komödienhaus btt ermäßigtenPretsen wiederholt. Karlen im Vorverkaiff an dm Tageskaffen lNußdorserstraße 4, und Basar, 1* Roftuftmustraße) und bet der Filiale des Jüdischen Natwnalfynds, ll., Schmelzgasse 7. Donnerstag den 29. d. M. 6 Uhr findet auf der B ü h n e d e S D e u t s ch e n K n n st b u n d e s. Xll., Sch önbrunnerstraße 807 durch das Ensemble der „G r i l l p a r z e r b ü h n e" die Uranfführnug des Schauspiels „Das Vogelhaus" von Kars E d e l m a n n im Nahmen des 5. Wiener Autorenabends statt. Samstag den 31. d. M. werden Schilleis „Räuber" mssgkslihrt. Preis? von kl 1.— bis st 8.f>0, Sonntag den 1. Juni werden „D>e Räuber" wiederholt. Anfang 6 Uhr. Vorverkauf täglich in den Theaterkartenbureaus, XU., Schönbiuunerstraße 99. und Xll, Schönbrunnerstraße 287, sowie am Vorstellnngstag im Meatergeliiinbe. Im Garl"Dheater findet Freitag dm 80. d, M, die letzte Aufführung m dieser Saison, das Singspiel „Johann N estro y" mit Willy Thaller, Rosy Wcrginz, Fcrd. Mcucr? Hofer und dex übrigen ersten Besetzung stgtt. Samstag den 31. d. M, wird die Oommrrspielzrit mit der Operetlen-Novität »Dt?d?eiKavaliere eröffnet. Fvaee Ada Roland wurde für das Deutsche BaWhegter und pik stammerspttle vervstrchtet und wird am 1. September iy den Verband dieser Bühnen treten. «Der Geist detz Ostens". Das intereffante Programm dieser Veranstaltung hat eine weiter? Bereicherung dadurch erfahren, daß wei'ers Herr Raons Aslan vom Deutschen Volks? theater seine M,rw,rsnna zugesagt hat. Infolge dienstlicher Verhmderuna des Herrn Aslan wich der Abend aus M 0 u t g a d e n 2. I N n i. '/-? llbr abends, verschoben. Einigt Karten noch bei R. Lmisi tm It'geudheim und bemi Portier, Eschenbgchgasse N. »stkufschwlnrg^. Diele Zeitschrift veranstaltet hegte im Festsgäle des kaiismkinn,scheu Pereines, l., Jvbaniiesgaffe 4 einen Abend der Jüngsten". Programm: Kammermnsit, Tanz« Theater. Eine hochinteresiante WohltätigkeitsAvrstellung findet Mittwoch deit 4. Jurtl, nachtniitags um V,3 uhr, izfi Theater an der Wien statt. Die herpyrragendsten Wfte des B n r 6 t b e a t e r s und her Oper haben ihre Mltwirkrmg zu gesagt. Zur Aufführung gelangt „A u fe r st e h u n 'g* von Felix Salten nnd dre Over „Susannens G e h e i m n l s" von WoifFerrarts. Der Kartenverkauf beginnt in den nächsten Tagen an den Kaffen des Theaters an der Wien. Vormerkungen werden schon jetzt in der Kanzlei der Allgemeinen KtlnslfÜriorge, VI, Mariahilserslrasie 19, Telephon Rr. 9080, in dev Pormittagsstundm von 9 bis 1 Uhr entgegengenommm. Rtztsttion jüdischen Biblioihkst. Anfangs Juni findet in> Dv'oll,cum di, erste Anklivn der ArbkiisgemeinikWt für jttdiicke Kunst nnd Kultur „Di- Arche" statt. Es gelgngl e,ne grSllcre Bibliothek ans dm; Nachlaße eine- Wiener Juden zur Versteigerung, darunter wertvolle aste Drucke. Vrstausgqhtn JndaiM, Hebraica. Orientalin und Anrisemiliea. Der ARtionS« katalog erschenit m den nächsten Tagen nnd wnd von der „Arche", Wien, 1, Fleischiiiarlr 1, an Jnteresienten kostenfrei versendet. -* Aufträge sind zu richten au die Bitchhandlung HL Löivit. Jüdischer Sport in Graz. Hftstoah, Graz, geyon Deutschen Sportstlub 4; 8 (2:0), HaLoah mit drei Ersatzleuten, unter anderen für den famosen Tomann, konnte in üherlegenex Weise den Deutschen Sportklub, welcher die Hakoah herautzgefordert hatte, abfertigen. Der Deutsche Sportklub» der komplett antrat, ver-> suchte durch rohes Spiel seine ..technische Unartigkeit wettzumachen. Jemanden von den Grazer Hakoahnern hervorzuheben, wäre ungerecht, dg die Mannschaft wie aus einem Guß spielte. Die Goals K: Ächtenstein, Kaufmann, Adler und Neumann. ast wirkte', bet der Grazer Hakoah Präger (Men) mit. . Unitas—Fwvoriitne? Vorwärts 1:1 (0:0). Aeitsiexst sauer Komps gleichwertiger Gegner, wgtz auch im. Resultat zum Ausdruck kommt, stuims mit der Sonne im Nucken kam durch das Fehlen geeigneter Außenstürmer dielen Vorteil nicht ailsuützcn. Nackt Halbzeit schöne Angriffe der Favoritner, doch Roltmann im Tor meistert..alle Bälle, auch einen Elfer hält er bravourös. Füv die Favvtilner der Hikiterstüitner, für UnstaS „Maxl" erfolgreich. Bei stn>ie>s „Robert und Tychp" sehr gut Favor»tuer Vorwärts U—UnstaS ll S ky, Favorituer wärts lll-UnitaS lll 4:1. or- Länborwetlspiel Deuischböhmvn gegen Miihren- Schlesten. Am Sonntag fand dieses Ausmahlspiel in Trovvau statt und endete mit einem 2 : V-S»rge der Gastmanuschast. Die Wettspiele des Fereetages. Am Donnerstag finden, soweit eS jetzt bekannt ist, folgende Wettspiele statt 1 Rapid—Wacker (Metsterschait, Hütteldorf), W. A. F.—Rudolsshügel (Hütteldorf), Vienna—Sportklub (Hohe Warte), Sumnering —F. A. C. (Simmering). Der Prager Deutsche Futzballklub, der in der Vorwoche durch den Brünner Sportklub eine Niederlage in Kauf nehmen mußte, schlug Sonntag den Dresdener Sportklubs:^ Die Grazer Hakoah spielt Sonytgg mit 2 Mannschaften gegen den Sportklub Nordstern. -Inilas. Heute Dtenßtag, präzise Vs7 Uhr, Plenarversammlung int Klitbeasä Prückl, I. Erich cm en ist Pflicht! Daselbst findet auch die SplklervcrsammlWfl und Mannschaftsaufstellung für das am 2V. d- M. fiattfinvende Wteistexschgstsspiel gegen „Hiberras" statt. Vutsrennei, im Meirr? VerKMg«n§spark. Di; originelle Idee nnes Wiener JngenienrS ein Anloinobilrenueu nn geschlossenen Raum dem Publikum Wänglich zu machen, ist seit e nigen Tagen verwirklicht worden. Mechs Automobile lansev aus einer großen, kreisrunden Bahn nnd werden durch emeu ganz ngenartlgen Mechanismus in Bewegung gesetzt. Jedermann kann an dm Rennen teilnehmrn und es hängt von der Geschicklichkeit des Betreffenden ab, dw Antriebskinbel sooft,cb mäßig zu drehen, da8 er als Sieger ins Ziel emfährt. Die Prämie des Sikgers besteht entweder aus erklasstoen Fabrikaten der Parfümerie? fabrik Nleva oder ans anderen hübschen Geschenken. Dte elegante Ausstaltimg des Gebäudes, m welchem die,Rennen statlstnden, »st dem Arch. Georg Gv'elmann zu verdanken, den Rennapvarat selbst hat die Firma Auromat-Jndustrw Ges. m. b. H., Wlkki, V/öö# gebaut. . Der Volkswirt. Die Vorlage Hher die VermSgensabgabe. Eine parlamentarische Korrespondenz meldet: Bon informierter Sette wird mttgetcilt, daß die verschiedenen Meldungen über die Skala der Vermögensabgabe unziitresfend sind. Die Hohe und die Abftusuirg der Sätze ist derzeit noch nicht festgesetzt, doch find die Arbeiten gegenwärtig im Gange und beschäftigen alle Fachgbteilunaen^ des Staatsamtes ür Finanzen ants intensivste. Bet dm bisher veräffentlichten Vorschlägen ist mehr oder weniger der Wunsch der Vater des Gedankens des ritten oder anderen Sleneriachmannes Derlei Vorschläge langten im Staatsamte Ar Finanzen zahlreich ein und wmdrn ernstlich geprtzst. doch wurde eme Auskunft vermieden, um nichj durch Bskanntgabe bloß einzelner Details lallche MeifliMgeu in Umlauf zu bringen und Verwirrung anzmtisten. Bei dem außerordentlichen Umiang der zu bearbeitenden Materim wird die Vorlage sicher noch ein tts zwri W 0 ch e n bis zu ihrer Fertigstellung und Einbringung m der Nationalversammlung in Anspruch nehmen. * Aus der obigen Meldung geht hervor, daß die Meinungen Lher die Vermögensabgabe mnerbalb der Finanzverwaltung sehr geteilt sind. Die dort herrschende Verwirrung hat die Verzögerung Und Derschlepvung zur Folge, die tmser ganzes Wirtschaftsleben, wenn von einem solchen überhaupt noch die Rede sem kann, hemmt und stört. Unter solchen Umständen kann die Vermögensabgabe unmöglich ihren Zweck erfüllen. Verftot des Handels in ausländischen Rots« an der Fvankfnrter Börse. Fnstnkfuvt a. M., M, Mai. Eine Kundgebung de- Börlevarstandes macht daraus aufmerksam, daß der Handel in ausländischen Raten an der Börse verboten ist. Dsr Kompensationsvertrag mit Polen. W>r haben brrcits berichttt. daß am 21. d. M, in Wart ch a u der erste -ivtschenstaatlich; Kommlationsvertrag mit Polen zmn Abschluß kam. Besondere Schwierigketten machte die Atnng der Verkebtsftagen. Am?. d, M. begab sich eine Koinntisfion nach Wat'schfllt unter Beteiligung der interessterlen stagtlichen Mn^chastsorganifationen. die von Direktor Eugen K 0 p p st e t n vom Dcnt'chösterreichischen Warrnperkebt'sbnreau geleitn wurden. Ebenso hegab sich StäarSsekretär Z e r d i k nach Hauspersonlil finden Tie mittels Inserat im „Kleinen Anzeigerder „Wiener Morgenzeituny^ Warschau Es tst ein B e rck e h r s a b k 0 m m e n tmtil worden, welcher Vertrag im Einverständnis mit der Tschechy- Slowakei, Deutschland tmh den übrigen Staaten geschloffen wurdederen Gebiet die Eisenbahnlinien zu uns durchziehen. Di« 0 n 1 r 0 l l e für die ErhalMitg her Parität der gegenseitigen ^efertmgsveiPNlchttmM wird in Wien das Deutsch-, ö st e r r e i ch t s ch e W g x «r, v e r k e h r s b «r e a v, m Warschau die Handelssektion des Mlnistertnms für Handel nnd Grwerbej üben. Bei der finanztellen Abwicklung wird der Bargeldverkchv ausgeschaltet sem. Om GntorgvMg dex Bergwerkin Tschechien Prag, 25. Mgi, Die Enauete betreffend die R »t i 0n a l 1 [ 1 e v u n q der Gruben MHütten setzte heute unter pem Präsidium des Ministers für öffentliche Arbeiten Staue k ihre Verhandlimam fort, wobei die Generaldebatte abgewickelt wurde. Nach Kunögedungen der Vertreter der Bergarbeiter konstatierten die Vertreten der Grubenbesitzer Dc.Pospischik und für hie Deutschen Dr, Günther, daß es Pflicht der Grubenbesitzer sei, sich dem Geist der W unftMvrdnen und gnzuerkenncn,, daß den %\ beflern nnb Beamten durch die Institution von Betriebsräten das Recht erteilt werden sollte, bei der Verwaltung sfimilicher humanitärer Einrichtungen und Lotznfraaen M i t z u e n t s ch e i y e n, in die Lohnberechnungen und Lyhnstattstiken Einblick zu nehmen, Anträge aus Verbefferung in den Betrieben und ttt allen Fragen, die das soziale Wohl der Angestellten und Arbeiter betreffen, zu stelle^ schließlich in die, Bilanzen und d»e gesamten Verrechnungen Einblick zu nehmen: Minister Stanek schlug vor, daß am 4. Juni eine Kommission zusammentreten söffe, die eine yorläusige Entschließuna auszuarberten hätte, die den Interessen der Arbeiter- und Beamtenschaft entsprechend den Ergebnissen d'w gestrigen und heutigen Hnqueje entspräche- Die definitive Annabme des Elaborats dieser Kymmlsffon würde auf einer großen Enquete erfolgen, die am t7, und 18. Juni statt finden soll. Denn die Kommission, die ans sechs Vertretern der Bergarbeiter, sechs Beamten, sechs Grubenbesitzern und drei M>nisterialbeamten zusammengesetzt ist, zu keiner Einigung kommen sollte, dann würde der Wm>ster noch zwischen dem 14. und 17. Juni eine engere Enquete emberufen. Wirtschaftliche Nachrichten aus Polen. Krakau, 26. Mai. (Poln. Preßagcntnr.) Krakauer Blätter melden aus Warschau: Im Handelsministerium fand eine Konferenz betreffend die Vereinheitlichung der Z 0 l l v e r h 8 l 1 n i s s e in Polen statt, an welcher auch Vertreter der Bielitzev Industriellen teilnahmen. Der Regierungsvertreter schlug vor, den russischen autonomen Zolltarif als Grundlage des provisorischen handelspolitischen Stzstems in Polen zu akzeptieren. Die Vertreter Galiziens und Posens befürworteten den österreichisch-ungarischen, respettiv« den deutschen Zolltarif. Schließlich wurden, die Anträge des R e f e r e n t e n angenommen. Die wirtschaftlichen Verbände w-rden demnächst Anträge zur Abänderung des russischeu Zolltarifes vorlegen. Der provisorische Zolltarif wird vm 1. Juli 1919 in Kraft treten. Gegenwärtig bestehen in Polen mer verschiedene Zollsysteme. „Monitor Polski" veröffenilicht hie Bedingungen hes Kredits vyn 20 Millionen Pfund Sterling iür die polnische T e x t i l l n d u st r i e zwecks Ankaufes von Rohstoffen und, technischen Einrichtungen.; 1 Die fra n z M ische Regierung hat Pole« einev Kredit von 59 Millionen Franks aus Rcchnung der a u Lwärtigen Anleihe gewährt, wodurch die Anbahnung der palnisch-sranzösischm Handelsbeztehungen ermöglicht werden wird« Eine besondere interalliierte Kommission in D a n z t g wird hie ,,rbemvhme der für Polen bestimmten Wann nnd die Wgeluug b er finanziellen Bestehungen überwachen. Vorsichernngsaesellschersten der Entente in der Tschecho-Slowakei. Saint-Germain, 25. Mai. „Journal des Dubais" meldet: Die ffchechischen Unternehmer, namentlich jene des Trans» vortgewerbes. haben, um sich von dem tatsächlichen Monopol der deutschen Bersichcrung'gesellschasten zu befreien, eine Anzahl von Vertretern nach den Ententeländern geschickt, die nach einem Besuche Englands jetzt in Frankreich angekommen sino. Dir Engländer bieten sehr gute Bedingungen, aber dte Tschechen würden aus nationaler Sympathie Frankreich vorziehen. „Journal des Dsbats" erklärt es im nationalen Jntereffr als wünschenswert, daß die französischen Gesellschaften diesen Wünschen nach Mögl'chkeit entgegenkommm. da sich daraus eir> bedeutender Einfluß auf die ökonomische Orirntierung ifts neuen Mitttleuropas ergeben müßte. JfatwHui fopdtzpt y«n England» dem „Daily Telearavh zufolge, für seine 'Warenlieferungen 35, England von Amerika für T r a n s p 0 r t v 0 n T r u p p e v undderenBerpflegung 70 Millionen Dollar. Bas starke Jntereffr amerikanischer Banken für Uebernabme -er s kt damerikanischen Wertpapiere Englands und Frankreichs zwecks Tilgung der Schulden dieser Länder würde ein Desinteressement Europas an Südamerika und dte Stärkung der Monroedoktrin bewirken. Für Wiederherstellung dertranssjbirischerrBahn bewilligten angeblich 37 große amerikgnische Bgnken 20 Millionen Dollar Vorschuß an China. Enteignung dop Privatwaldungen in Bayer«. Aus München wird tclearaphrert: Di? „Münchner Post" meldet aus Bamberg: Die Negiemng hat ein sofort in Kraft tretendes Gesetz.erlassen, wonach das Holz in Gemeindevexwaltungen, Stiftungs-l, Privat- und Lehcnswaldungeu gegen Entschädigung ohne besonderesVerfahren enteignet werden kann, ebenso Tors. Dies sei der Anfang der Sozialtsierung der Privatwaldungey. Kanadische, warenftredit fijp SÜdslawie«, Aus Belgrad wird telegraphiert: Die kanadische Regierung bot dem südslawischen Staat einen W a r e p k r«d i t nn Betrage von 500 Millionen Franken an. Eine Sondermiffion des südslawischen Staates soll selbst in Kanada Eisenmaterial, Maschine», Wvll?, Eisenmd Ledererzeugniffe. Nahrungsmittel und Saatgut answählen. Waren bezahlt den kanadischen Verkäufern die kavadl'che Regwrmig und erhält hierfür bV-Prozenttge, in fünj Jahreu rückzahlbare Bong. Ein ähnliches Angebot würbe von der kanadischen Regierung Griechenland gemacht, ste Errichtung ein^r anglo-finnischen Bank mit 2 Millionen Pfund Kapital zur Förderung des anglo-finnischen Handels wird, wie die Londoner „Financial Times" berichtet, in der britischen Hauptstadt geplant, Gviechrnland» wirtschaftliche Fuknnft. An-Paris wird tcftgraphmt: Minister Mtchalalapulos, griechischer Wntschaftskommiffär bei den Alliierte», hat über die w t r t s ch a s t l i ch t nnd sinangiellf Zn k n n f t Griechenlands m der „Agenee Economic,ue" bemerftnswerte AnS-' fllhiMgen verösftntllcht. Der Minister stellte f'st, daß der Frieden-Vertrag bm griechische» Staat an AuSdr^ .ng gcge>t- Über 1914 verdreisgchen werde. Die unter der Rcg'errpg von Bemzelos erworbenen Gebiete weiden uack! den von der Natur voran-rikhueftu Limen entwickelt werl-en. <1 besn-he keinesvv'.'gv.He Absicht, Industrien mit Proteltionssystr-t »üvsrtsam ins Lebe« zu

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.