Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 126 (25.5.1919)
- Date
- 1919-05-25
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Ne. IM Wien, @ot!ntü<t Eme Kommission z«v Aittepsuchrtng dev Posvoms. Kraka«- 24. Mai. (Tel. der „Wr. Morgenzig.") Me berichtet. wählte der p o l n i s ch e L a n d 1 a g in seiner letzten Sitzung eine Ko mm iss io n, die an Ort und Stelle die A rsad) c d e t l e tz t en Pogromein Mittelgalizien seststellen soll.. Inter-> essant war, daß die Abgeordneten der polnischen Volkspartei ihren Antrag auf Entsendung der Untersuchungs- Kommission damit begründeten, daß die Ausschreitungen durch die Juden «provozier t" wurden und daß viele B auern unschuldig ersch oss.en worden feien, was eine Kluft zwischen dem polnischen Landvolke und dem polnischen Militär geschaffen habe. Die Kommission ist bereits nach Mittelgalizien abgereist. Der Landtag hatte es nicht für notwendig erachtet, der Kommission einen jüdischen Abgeordneten beizugeben. Den Bemühungen des Abgeordneten Dr. Thon ist es gelungen, diese gerechte. Forderung der jüdischen Bevölkerung bei den polnischen Abgeordneten durchzusetzen, und so wird Dr. Schipper das jüdische Interesse bei dieser Kommission zu wahren. haben. Vor Abreise derKommission fand beim Generaldelegierten der polnischen Regierung in Krakau, Dr. G a l e e k i, in Anwesenheit des Bezirkshauptmannes Biedermann und der Kommissionsmitglieder' eine Beratung über die Aktion zur Eindämmung der antijüdischen Exzesse statt. Abgeordneter Dr. Thon, der an der Beratung teilnahm, legte einen genauen Plan der ganzen Aktion vor. Beratung der KultnsgemeLn-eu MittetzaSL- Zieus über die Pogrome. Krakau, 24. Mai. Am 21. d. M. tagte in Krakaü unter dem Vorsitze des Dr. Rafael Landau eine Konferenz der Vertreter der Kultusgemeinden in den von den letzten Pogromen betroffenen Orten. Es beteiligten sich an dieser Konferenz 15 Delegierte der Kullusgemeinden in Rzeszow, Mielec, Czudec, Frysztak, RoZwadow, Rymanow, Grybow, Strzyzow, Nrebyk, Brzozow und Krosno. Als den Hweck der Tagung bezeichnete der Vorsitzende die Erörterung der Frage einer raschen Rettungsaktion für die so hart betroffene jüdische Bevölkerung Mittelgaliziens. Die Delegierten erstatteten ausführliche Berichte über den Umfang der Pogrome und die geradezu ungeheuren Schäden, die den Juden zugefügt wurden. Sie betonten zugleich den schädlichen Einfluß eines Telles der. polnischen Presse, die d te chrl [Üich e Bevölkerung gegen die I u d e n a u f h e tz t und P o g r o m e h e r v o rr ust. Eine traurige Tatsache ist ebenfalls der von der christlichen Bevölkerung den Juden gegenüber geübte Boykott» indem diese sich w e i g e r t, den Juden Lebensmittel z u v e r kaufen und sie dadurch in große Not versetzt. Namentlich ist die L a ge der Juden in den Dörfern k ritisch. Die Dorfgemeinden schicken den jüdischen Einwohnern Aufforderungen zum Verlastsen der Dörfer bis zu e i n e m b e st i m m t e n T e r m i n e z u. In der hierauf beschlossenen Resolution wird die Regierung aufgefordert: 1. Die anttjüdischen Exzesse anss energischeste zu bekämpfen und die pogromschiirende polnische Preffe zur Einstellung ihrer Kampagne zn veranlassen 2. den Pogrombeschädigten eine Entschädigun g zu zahlen und 3. den Pogromflüchtlingen eine Unterst ü tz u n g von K 3.— täglich zuzuerkennen. Diese Forderungen wurden der Regierung rn Warschau durch eine an den Generalbevollmächtigten für Galizien Dr. G a l e c k i entsandte Abordnung übermittelt. Abgeordneter Prllneki bei General Haller. Warschau, S4.Mar.lTcl. der „Wr. Morgrnztü.") Abgeordneter Prllucn benützte die Anwesenheit des Generals Haller m Lublin, um der dem Genannten über das schändliche Verhalten der Hall^rschm Armee gegen die Inden Klage 5« führen. Der Abgeordnete, der auf seiner Fahrt von Warschau nach Lublin Zeuge der wilden und barbarische« Ausschreitungen der polnischen Soldateska gegen die Inden war, schilderte dem General ausführlich die „Heldentaten" seiner Soldaten in den Zügen und ans den Bahnhöfen., Die Inden wurden aus den Zügen heransgeschleppt, mit K » üpv el n und Gewehrkolben blutig geschla gen, Barthaar rmd Schläfenlocken werdenchnm ausgerissen und alles dies geschieht, wo sich eine Abteilung der Haller' schen Armer aufhalt. Der General erklärte, er habe von verschiedenen Gewalttätiaketten gehört, jedoch n i ch t gewußt, das; solche-Dinge geschehen. Cr sicherte dem Abgeordneten Prilucki zu, daß er mit größter Strenge gegen Soldatei» Vorgehen werde, welche sich rn so krasser Weise gegen die Disziplin vergehmr er werde alles tun, um die Ruhe und O r bnnno hnzustellen. Er werde dafür Sorge tragen, daß M t1«t H r 1 r a » S U o r t e von höherer» Offizieren bcgleittt »verden, welche für ern entspreche «des Verhalte» der Soldaten Sorge tragen werden. Der „Attentäter" auf PadererVskt. Warschau. 24. Mörz. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Ans Intervention des jüdischen Raiioualrates wrnde der Schneider Heilbl « m, der von der polnischen Presst beschuldigt wurde, ei« A t i c« t a t <nrf PaderewSk» versucht zu habe«. öwS der Haft entlassen. Jüdische Prefsevertreter bksuchteu H e i! b ll» « sofort »rach seiner Enthaft»»-. Heilblu« war betNSgeri- und erzjidlte. daß er «r «iresilokale von Soldat« blutig geschlagen wurde. Mit vorgehaltenem Revolver wollte inan »hn z« dem GestcmdM« zwingen, daß er em Attentat Ms PaderesM grMtt hflbe. doch J»m Mec Bsrsnch ochslßloS. Wrett-sr Mvrgeuzeitung 25. Mal 191S ' Seite WA PLÄckeMMW iK Pmg. / der. MMLHsste. Präg» 24. Mai? (Tell der „Wr. Msrgeriztg.") Heute herrschte in Prag R »»h e. Die G e s chäfte .sind meistens g e s p e r r t. M i l r t a r p a t r D it t llen durchstreifen die Hauptstraßen. In der Präger Markthalle wiederholten sich heute frUö dre S z e tt e n v o n g e ft e r n; Noch vor der Eröffnung der Halle hatte sich auk' der Straße eine zahlreiche Menschenmenge angesamruelt. Die Menge, vottviegend Fra ü e n, drang m die Halle ein und st ü r z t e s i ch o «f d »e Verkaufsstellen. Die Verkäufer wurden gezwungen, nach einem Tarife, den sich die Menge selbst ciufstellte. zu verkaufen. Butter kosteie darnach 36 Kronen per Kilogramm, anstatt wie bisher 70 Kronen. Gänse per Stück 40 Kronen, bisher 36 Kronen .per Kilogramm. Hühner per Stück 8 Kronen, bisher 80 Kronen per Stück. Eier 5r> Heller, bisher 90. Heller. Die Menge wuchs von Minute zu Minute und dos Gedränge wurde so arg, daß Militär und f r a n z äffische L e g i on ä r e z»»r Austechterhaltung der Ordnung herangezogen werden mußten. Das Militär schasste im Innern der Halleen erg sich Ordnung. Der Verkauf ging dann m, aller Ruhe vor sich. Kurze Zeit darauf war die Halle vollständig ausverkauft. Die Markthalle in W e»n b e r g e war seit den ftühesten Morgen stund cn innen und außen von Militär beseht. Szenen wie in der Prager Markthalle ereigneten sich hier nicht. Nach dem heutigen Pol^eirapport wurden im Laufe des gestrigen Vormittags Plümd e r u n g e n vorgenommen und dadurch 'bedeutender Schaven angerichtet. Danach erlitten die Firmen Payer in der Zeltnergasse einen Schade»» von 800.000 K, Nevikluv in der Gerstengafs« 800.000 K, dir Münch eng rü der Schuhfabrik 250.000 S t r a n s k y in der Hybcrnergaffe 500.000 8. Bei zahlreichen anderen Firmen wurde auch sebr arg geplündert. 47 Personen »vurden der Polizei wegen Plünderungen und Diebstählen übergeben. Sperrung Mer Geschäfte. Prag, 24. Mai. iTschecho-slow. Preßbu^) Durch eine Kundmachung des Polizeipräsidiums wird zum Zwecke einer präzisen Feststellung sämtlicher Vorräte von Gegenständen des täglichen Bedarfes die Sperre sämtlicher Geschäfte angeordnet und jede Verfügung über Waren verboten, welche zu amtlich festgesetzten Preisen zum Verkause gelangen. Eine Bürgern,ache. Prag, 24. Mai. lTll. der „Wr. Morgenztg.^) In mier gmieinsarnen Beratung der Borstandschaften der Sokoln und Ärbeitmurnerschaft wurde beschlossen, daß von heute ab beide Körperschafrm gemeinsam eine Bür-gerwache in den Straßen bilden, welche mit Abzeichen versehen, den Straßendienst besorgen. Seit 9 Uhr früh patrouillieren solche viergliedrige Bürgerwachen in dm Straßen, welche die Ausgabe haben, die Straßm- Mlsftcht darüber zn fiteren; daß bie von der Regierungm n t e t Sperre g e l e g t e n W a r eu des BolksbedarfeS nicht aufSchleichweg en beseitigt werden. Die o r g a n »s i e r t e n H a n d e lSa ngestellt en veröffentlichen eine Kmidgcbnng. m welcher sie erklären, sie wlliden nicht dulden, daß d?e Gegenstände deS täglichen Bedarfes in irgendeiner Weist dem öffentlichen Konsum entzogen werden. Bei den scstrigen AuSschrettmigen wurden a»»ch zwei Amerikaner insultier^ einer sogar verletzt. Die RegieLUng verät mit der ÄrTeiterfchnft. Maßnahmen zur Bekämpfung des Wucher». — Verurteilung der Plünderungen. Prag» 84. Mai. <Tschecho-slow. Preßbur.) Gestern fand im Gemrmdchaus in Prag eine Versammlung von Vertr et ern der Regierung und Vertrauensmännern der Arbeiterschaft der Prager Fabriken statt. Die B«« Handlungen leitete der ©xfrctSc des Verbandes der Metallarbeiter Stastlch. - 'Postminister S't r ibrnh erstattete einü» Bericht üller' die Stellungnahme -der Regierung zu der Aktion^ die -gegen die' Teuerung gerichtet »st sowre über die letzten Ere»gniff« »n>Prag.- Die Textrlw^ren werden b e s ch l a g n a h m k und -zir' Preisen abgesetzt werden, die von Fachmännern m NeberciU- ' stimmnitg mit den Konsumenten festgesetzt werden. > •' - ' Abgeordneter B e ch y n e betont, vaß die BevtrMnsmänuerder Arbeiterschaft selbst Maßnahmm gegen die AusschrettrurgeN inden Prager Straßen gefordert haben. Es sei aber .uonseNdig,'daßdie Negierung die V,e r t r a u e,»» § m ä n n c t a u er tenart' und sich mit ihnen nicht bloß in kritischen AngeMicken, wie beute, - berät, sondern ihre Stinnne auch in ruhigen Zeiten HLrt.? Diese' Mitarbeit »werbe ganz besonders notwendig fern bei der bevor--, stehenden Regelung^ der gr'oßen Fragzn der Sozialis i e r u n g u n d E » t e i s nun g. ApvrovisionierimgKminister Dr. Vrben § k h teilt. Nii.t>. daß bereits eine Wucherabteilung errichtet wnrde. Minister Soukup hebt den »vürdigm Charakter der. gestrigen Demonstrationen hervor, denen gegenüber die heutigen ‘ Ereignisse betr übend wirken. Die gegen die Teuenmg gerichteten Demonstrationen haben verschied me Me- > mente mißbraucht, um sich aus den Geschsiften im er dein, Druck der Straße Waren zu verschaffen »md mit ihnen K e t t e n - . Handel zu treiben. Die Regierung werde rinen Gesetzentwurf vorlegen,' womit die Straffätze für Wucher, erhöht werden. >' Minister Klofae sagte, daß das organisierte Proletariat die e i n z i g e S t ü tz e d e r R e p u b l»k sei. Wenn heute die Soldaten ausgerückt sind, so ist das auf die Forderung der Arbeiterschaft selbst geschehen, und sie werden m, lieberem- ' stimnrung mit den VertraueuZmännen» der Arbeiterschaft vor-, gehen. •.? Die Berichte der Vertreter der Regierungwurden einmütig. von allen anwesenden Vertranensmännern zur Kenntnis genommen. ES »vurde ihnen bekanntgegeben, daß sie mtt besonderen Abzeichen für den Dienst zur Erhaltung der Ordnung in den Straßen versehen werden. KrawaLe Ln der Provinz. Prag, 24. Mai. (Tel. der ^Wr. Morgenztg?) In den großen Provinzstädtm fanden gestern gleichfalls Terterungsk r a w a l l e statt, bei denen die Menge mit Galgen aufzog, so in Pilsen, Budwris, Kladno, Jungbunzlau," N i m b u r g und Schladen. In Kladno wurde vor dem Rat- - Hause ern Galgen ausgrrichtet. Es wurden einzelne K l a d- ' noer Ketten Händler vorgeführt, Jeder mußte ein.' Stück ,Weges ein Beil auf dem Rücken tragen, auf dem zu lesen war: „F o r t m i t d e m W u ch e r!" Dann mußten, sich - die Keitenhändler einer Erprobungdes Strickes unter-, ziehen. In Jungbnnzlau kam es zu Ausschreitung e n, denen schließlich durch Jutrrvrntiou der Arbeiterführer Ewhall. getan wurde. In einem Gasthause, in dem eine agrarische Versammlung abgehalten wmde, kam es zu einem Konflikt zwisch en^ Arbeitern und Bauern, der in eine Schlägern aus-' artete. , , Zu ernsten Ausschreitungen kam es m L annwo uach ' einem Berichte des „Pravo Lidu" nur die Geistesgegurwart des Bezirkshauptmannes verhütete, daß daS Militär von der Schnßivaffe Gebrauch machte. In dem Augenblick nämlich, als eine Milftärassistenz herankam. tritt) die Menge einen Leutnant und mehrere Soldaten vor sich her, worauf die Militär- . abteiluug sich s ch u ß f e r t i g machte. Der BezrrkShaiwtmmm ' trat ihr init arrsaebreiteten Häiidcn entgegen, so daß bic An- , Wendung der Schußwaffe verhindert wurde. Wucherer vvr deyr G«rge«. Prag» 24.. Mai. (Tel.-Komp.f Zu dm Kladuoer Borgangen meldet daS Abendblatt des ,Hravo Lidn": ^Em Ketten- : Händler nach dem andern wurde vor de» G al gen aeführt, wo er angesichts der Arbeiterschaft einen feierlichen Eid . folgenden Inhaltes leisten mrchle: »Ich schwöre, daß ich niemals mehr Wucher treibe «nd mich von zeder Art Kettenhandel fernhalten,werde". Wmn erner nicht schwörm wollte, wurde ihm der Strick um den Hals gelegt und die Schlinge solange zugezogen gehalten. .bis er dm Eid leistete. Der Galgm wmde sodann unter den Schutz des Stadtrates gestellt und an Stelle der bisherigen Frrrheitslinde am Marktplätze ausgestellt. Zur Stunde herrscht Ruhr. ZynLsche MLerrgnAng der Pogrome. Lyon, 24, Mai. lFunkspr. des Korr.-Bur.) Aus Baris wird gemeldet: Die polnischen Delegierten bei der Friroenskonferenz stellen die Judenpogrome i« A b r e d e «nd behaupten, die Juden beabsichtigen, eine K o n t r o l l e ü b e r Bolen zu erhalten, statt sich mn die Erwerbung von Palästina zu kümmern. Besondere LeSensmiftMarten für die Juden in W ursch an. Marschau, 98. Mai. Die jüdische Bevölkerrmg Warschaus erhielt für die lausende Faffunsspcciode Lebensmittelkarten, die sich in der Farbe von den Karten der übrigen Bevölkerung unterscheiden. Der «onistsiche RatSman» Ing. Körner machte diese AusnahmSvchandlmig der jüdischen Bevölkerung zum Gegenstand einer Interpellation an, den Magistralsrat B o rtra. Letzterer berirs sich aus den Papiermangel und versprach, Liesbe-üglich Rcmedur zu schaffen. Der polnische Vormarsch. Wauschau» 24. Mai. Bericht des polnischm GeneralstiibcS vom 33. d. M.r Galizische Front: In der Richmng östlich und nordöstlich von Stt»)j rückeir Misere Truppe» weiter vorwärts. Ueberall, wo die feindlichen Nachhii' « Widerstand zn leisten versiichten, wurde er nach ^kurzen Känrpftn gebrochen. In dieser Richttliig haben unsere Truppen die Linie D ereznrea — Zhdaczow — Brzozdowee — Suchodol—' T o l e z e w erreicht; sie erzwangen sich den ll e b e r g a n g über den D n i e st e r und den S t r ij - Fl u ß. Südöstlich don Kamiovka Strnmilowa besetzten wir Grabow a. Toporow und Trojee. Wolbynische Front: Die Lage »st überall »mverändert. Während der letzten Kämpfe wurden von rms 460 Offizicre gefangen genommen, btmmtet zwei Generale und 16 Stabsoffiziere. _ . . _ Litauisch-weißrrGsche Front: Außer Ausfallen gegm die bolschewittschen Postm, wobei wir Gefangene machten und Maschingewehre erbnrtetm, nichts zu nnkden. Die Lage ist l»n° verändert. Bericht vom 34. Mai. Gatlzische Fronti Ja der Verfolgung des Feindes haben »insere Truppen die Linie B s l e ch o w-C h o d o r o w—B s b r k a—V «Sk errckcht. Die Eisenbahnlinie 8 e m b e r g—C hodorow ist gävzlich m « « s e r e r H a n d. Wolhvuische Front: Die Tage ist nnv-räudert. Titamsch«Mihr»ttstsch«Frvnr:G üd ö stli ch von PiuSk wurde« die bolschrwillsche« Trnppm «ach hartem Kampfe hinter dknPripMnß z»wückgedräng», wobei Äe Ukimu «Ärttctt. PaderewsLis „Berfprechert".! P«vr», 24. Mai. (Tel.-Komv.) Man erwartet mit^ Unge- , d»^ dre Rückreise PiderewSkts nach Polen, der den AÜi'.erteu - dersprochen hat, dm K r i e g a e g e n. d i e U k r a i-n e r : e i n z u st e l l e n. Dies ist ihm bisher nicht g e l n n,g e n. i Eine tschechische Stimme für eine Wirtschafts- Union. Prag, 24. Ma» (Tel.-Komp.') „CeSka Svoboda*. das Organ der tschechischen Mittelstandspartri, beschäftigt sich rn 1 feint cm Leitartikel mit der Nachricht von einem bevorstehender» Wirtschaftsvertrag zwischendenStaaten' der ehemalige »Monarchie imd schreibt unter anderem: Die tschechische Politik ka«n sich heute bestimmt und entschieden weder für noch gegen diesetz Entente-- Projekt aussprechen, weck wir die Fricdensbedmgungen weder - von der polnischen noch von der wirtschaftlichen Seite aus in vollm» U»«fange kennm. Jedenfalls erwächst unseren Fr»ede»»Sdelegietten die schwerste Ausgabe. Teschett unddas Verhälttns z« Pole»» sowie das Berhältms z»» Dentschosterreich »md zu .den Magyaren zu lösen. Es wird dies eine Prüfung; unserer politischen Reife sein. Dafür wagen wir srhon yeute zn , sage«, daß unser DerhaltnrS zu Deutschösterreich, Pole» und zu den Maavaren anders sein wird, als es vom Volk angeschen wird. Keine Politik bet nattonolen @ t* fühlstradition t n, sonder« d i e w i r t schaf V liche Politik wird unS a»»f bestimmte, Jahrhunderte alte; Wege führen, die unser Volk mit dc« angeftihrttn Nütioneü in' seinen wirtschaftlichen Inter essen z u s a m m e»»z» g e h e r» veranlasie»» wrrd. Streiks in Nsrdböhmen. ' » Prag, 24. Mai. (Tel. der Mr. Morgenzta.") Dcr Streik in cknzclnm Änd»rstrie«nteri»elMnngen in R o r dböhmen, der gestern begönne« hätte, hat sich heute welteranSgedehut. Es feiem nicht nur die R c ich enberger Textilarbeiter, sondem auch die im Gvoitauer »md Zwickaner Bezirke. Allem Anschein nach dürften sich die Ausstände» « k u r z e r Z e i t auf g a»»z? Nord-undOstböh men ansdehuen. Die Ssziattsierung irr Tschechien. « Pr«g» 94. Mai. (TA. der „Wr. Morgrnztg.") Gestern wurde d»e E n q « e»e betreffend dw S o z» a l i s i t r u t» fl’ d e r Berg- und Hütte »»werke emgeleitet. Nach einer Ansprache M Ministers Stanek wurde die Sitzung unteri brochm. um den Intcreffentengrnppe« Gelegercheit zu gehen über ihre progrmnmcrtifchen Ertlärunsen zu beraten.