Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 126 (25.5.1919)
- Date
- 1919-05-25
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2979076-2979077-2979203--01114-2986481- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Ar. 126 ^Wien, Sonntag Wiener Morgerrzettrmg 25. Mar 1919 ' Seite K H» I ■"■IM..... ■ . ■ .—..I... . I~. .11 ■! .1 . ■■■ I — ......... .—-------.. «.111 lljt.l.. .1 . . -~— ■ ■ - J- ■ - | - ' - - 1^1 Die österreichische Frage. Ans den Berichten der . ltnb des ..Corriere Kella. Sera erfährt man »vlaende EiuzeUjerien über die Verband-. luüg«n betreffend die Zollgememsrbaft in den ehemals öftere.-' Ungar. Staaten:. ImSachverstäudtgeumnoschuß waren gegen die Stimme Italiens di-' Besttmttunlgctr angenommen worden, aus deren Grundlage diese ssollgeuumscbiitt gebildet werden sollte. An der Verhandlung tu der Komtnission. welche unter dem Vorsitz C l ö w e n t.e l s tnßte^ betcll-gteu sich Minister E y (i » i und T;\ f} r n m o' r i-ir'i & eii.it betonte, es bandle sich eine prt-ü'ch-' Wi'i'c'w^ücbe Frage rmd es fei Unrecht, Ocnct reich noch BorzugSrcch.e ci:itkänmen. Der ttaUatndic Siauduniilt wurde von dm Polen und RunlttNen unteiftützt. dagegen non reu Engländern und Amcrikairern bekämpft', ebenso von den Tschechen, welche ihre Stellung ntr Lollumon durch die besonderen Grenzen ihres Staates und dm Wunsch nach freiem Handel und der Schaffung.möglichst werter Grenzen für den Export ertlnrtm. Dre Stellung der Franzosen ist nicht ganz klar. Schließlich wurde, da eine Eungung nicht erzielt werdet: tonnte und wegen der politischen .Bedeutung dieser Fragen dir Entscheidung dem Vütcrrat überlasset:. Keine Auslieferung von Kunstwerken als Vertragsbestimmung. : „Corriere della Sera" .erzählt, daß die Konrutisfion für Schadensgutmachmrg eiustitumig das Prinzip der Gürmuchung der Kunstschäden in einer Klausel festgelegt hatte, welche lautet: Deutschland verpflichtet sich, mit gleichwertigen Kunstwerken ans eigenen Sammlungen, die in drn alliierten Ländern an Knnst-- wrrken zngesügtcn Schäden gnt;uinache'n, Diese Klausel wurde vom Rat der Vier während der Abwesenheit der italienischen Delegation unterdrückt. Lloyd George war e3, der dies Vorschlags damit dre Empfiildungm der deutschen Kuustkreise nicht übermäßig verletzt würden, imd nach etner Aussprache von wenigen Minuten wurde sein Antrag angenommen. Der „Corner« dellakSera" befürchtet nun, das; auch um Vertrag mit Deutsch- Asterreich auf die Auslieferung von Kunstwerken verzichtet werden könne, was er in heftiger Weise bekämpft. England für den Schutz der Juden in Pole«. > Cs hat den Anschein, als ab.die Wejttnächte turd insbe» saubere England nunmehr doch endlich zur Erkenntnis kommen wollten, daß das Verhalten der Polen den Juden gegenüber Sine unzweideutige Intervention erforderlich in acht. .Es. wurde bereits darüber berichtet, daß. dev Wortlaut, des ..Friederrsbertcages einen Passus enthält,, tu welchem die Sicherung der nationalen Minoritäten in Polen, unter dem Schutz des Völkerbundes vorgesehen wird. Es ist charakteristisch, .für die öffentliche Stimmung in England, Laß zum Beispiel die ..Times" in weitgehend cm M a ße f.ri t die j'ii!>t- sch e Autonomie .e i n t r i t t.. Sie veröffentlichte am 2$. Mai einen qusführlichen .Artikel von Jsrgel.H aste n, welcher, wie erinnerlich, inr Auftrag«! der englischen Dom schen Organisation und mit Vollmachten her englrschen Ne-- gierung sich mehrere Wochen in Postn aufgeh alten zhat/u m authentisches Material über die Pogrome zusamWln..-Nach einer ausführlichen Schitdcruttg' dqc zahllosen UnWdMllüntzen und Ungerechtigkeiten, dgnchr.' Hst- .jüdische .VevöMruü'g ahf Schritt und Tritt stasgesetztststs-jetzt, Cohen aüseinanüer, auf welche Punkte sich die jüdischen Forderungen 'erstrecken. Die Juden verlangen nicht die politische Autononrie im volleir Umfange, aber sie beanspruchen dcM Recht, ihrä ölge'nerr Angelegenheiten als Mitgliedes der jüdrschett Nation, selbst zu verwalten, ohNLLbr einen Konflikt'mit den Pflichten dem Staate gegenüber zu' geratenuni» ohste dj,e Staatsinteressrn zu schädigen. Diese Forderungen ^deKn sich also,'vollskänoig mit denjenigen, welche die'Polen fürs sich in der .Ukraine bei** langen. Cohen weist darauf Hut, daß die Selbstverwaltung sich insbesondere aus alle Fragen der Religion, decCrzrebung, der kulturellen Agenden, der Wohltätigkeit und dem'ö'sscrcklrchen Gesundheitswesen zu erstrecken hat. Von den kommunalen Staatseinkünften muß ein bestimmter Prozentsatz für die Erhaltung der Mischen Institutionen abgezweigt werden, im Parlament, in der Negierung und im Munizipaldienst bin Inden eine proportionale Vertretung cingerärustt- und überdies ein Staatssekretariat für jüdische Angelegenheiten überlassen werden. —. Die „Times" nimmt zu, diesen-Forderungen im Leitartikel Stellung. Sie gibt zu,' d'aß -ie Jtzlden in dev letzten Zeit, von den. Holen abscheulich behandelt wurden. Polen, heißt es dort, verdankt seine. Wiedergeburt den liberalen Ideen und es würde sich das Vaterrirordes schuldig machen, wenn es sich weigern wollte/ diesich lachend mit jedem das ist der Moment, wo alle in sie dringen, sie solle doch den „Zigeunerischen" tanzen. V / ' ' ' ''' ' Und Basche Lea läßt sich nicht lange bitfeiu ' . , „Still! Macht einen Durchgang!"" ruft "sie.' Die Gäste machen ihr Platz und sie stellt sich in eine Ecke der Stube, hebt mit der Linken ein wenig ihr Kleid, hält mit der Rechten ein Tuch'.Wer den Kopf. gibt sich plötzlich einen Ruck, schwenkt das'.Tuch... und tanzt . . . und singt dazu. Wild ist ihre Zigeune^veise wie'der Wind, der über die Steppen jagt, doch noch wilder ihr Zigeunertanz: als jagte und wirbelte ein Sturm,. he? .Berge Sand vor sich hertreibt, der in der endlosen Steppe der Läng« und Breite nach nichts findet, .was ihn anfhalten könnte. ' ' Wunderbar tanzt. Basch? Le.i. Die Gäste können den Blick nicht lass-eu von ihren Füßen. Sie können beinahe ihren blitzschnellen Bewegungen nicht folgen und, schütteln den Kopf vor eHanntem Entzücken.; '„Ah. uh! Kobolde, 'sttzen in ihren Füßen st" ' „Ah, oh!" rufen sie enthusiastisch ausund, schütteln immer von neuem die Köpfe. ' - -r. Und nun hat sie geendigt. Sic wirft sich wn einen Stuhl und alles klatscht begeistert in , die. Hände: „Was sagt Ihr zu meiner Alten?" ruft..Büsche Leas Mann von der Ofeilbank her, indem er'fie . mit einem glücklichen Lächeln anblickt. '< f l - Bei Anbruch der Nacht hört dann das Tanzen^aüf. Die Gäste setzen sich auf dir verschiedenen , improvisierten Sitzplätze —- alles bereitet sich auf etwas/ vor: Baschc Lea wird ein „Konzert" geben. ' Aller Ang^n sind auf sie gerichtet. Von allen Seiten wird sie bestürmt, sie soll dies vd-er jenes sizi'gen. Baschc Leas Augen beginnen aufs neue zu leuchten, ihre Wangen glühen. Aber sie sieht jetzt ernst, drein, wie Der Friede. . - Die deutschen GegerworschLäge fertig. Berlin, 24. Mai. (Tel.-Komp.)'- Die deutschen Minister fitib aus Epaa heute früh nach BorLin zurückge^ehrt. Die GeAHnvorschlLge der deutschen ReMerung sind bersLLs' vollständig f s r t i s t f£ c 11 i. Es bedarf nur t.och ihrer Nevifion, die he'.-Lr in Versailles erfolg. die' Fmauzdelegiertett/ die bereits in Spas anwesend1 waren oder von Berlin dorthin gefahren sind, werden unter Vorsitz des Reichssinanzminisrers Dernburg noch einige Taae dortbleiben. Man rechnet damit, dLsz dis Aebergabe der. deutschen Antwort in L:n ersten Tagen der n 8 ch st e rr Woche, vielleicht schön Montag, erfolgen kann. Gleichzeitig mit der Aebergabe wird auch die Ver'äffsntl^chnn erfolgen. Andere Fraaeu als die dslreffend der deutschen Gegenvorschläge sind in Spaa nicht besprochen worden^ Insbesondere ist die Frage der A n L e r z e i ch n u n g und die einer eventuellen Volksabstimmung nicht erörtert worden. Eutfcheidmrg Mitte Juui. . . . Paris, 24^ Mar. (Tel.-Komp.) Man erwartet, da^ entweder die A n t e r z e i ch n n n g oder der Abbruch des Waffenstillstand es in der Zei^ vom 1v. his 15. Juni Tatsache werd-n wird, -^ beabsichtigt ist, der Prüfung der deutschen Gegenvorschläge 4 bis 5 Ta-e zu widmen und den Deutschen einen ungefähr gleich langen Termin zur Entscheidpng der Frage zu lassen, ob sie u n t e r z e i ch n e n w o l l e n oder nicht. Der Ausbruch des Stromboli. R o m, 24. Mai. (Agenzia Stefani.) Der 5 t r o m b o L i ist am 18. Mai wieder in Tätigkeit getreten. Er warf ^^Äheude Massen, aus, die Feuersbrünfts verursachten. GleichzerLig meldet , man eine Spring s l u L von 10 Minuten Dauer. Es gab zahlreiche Opfer. Bon Mesftna würde Hilfe geschikt. Der Ausbruch hält mi t Heftigkeit an. selben Fd een in seinem Verhalten zn änderet: Böllern. zn verwirklichen. „Die Juden"- fährt die „Times" fort, „sollten bei der Forderung von nationalen Rechten in anderen Ländern als in. Palästitra vorsichtig sein, die j ü d rs che Selbstverwaltung im religiöse n, kulturellen und ökonomischen Leben mutz-ab er, soweit es sich-um P o leit h ap beit, befLrpo^rtet, werden. Der Völkerbund trägt sdie VetantwMung chasür, ^datz Üie> Judeir in PylÄ'^c gerecht, behandelt werden. 'Erw, V ert're t er d eZ V ölker»' bundes müßte d ah e r in P o.leu seinen Sitz' nehmen, um über die politische und.soziale Wohlfahrt der Miyoritätsvö lke.rzu beri.chten und Maßnahmen zur Abstellung von Misjbrauchen v o r z u s ch l a g e n." Auch. das System der Minori lätsvertretung- - im Parlament wird Von der „Tirnes^. mit dem - darauf befürwortet,, daß die .Mächde. das Recht und die Pflicht.haben,'auf Gerechtigkeit in Theorie.U:.d PrariS zu bcsteyen. ./ - f - . Auch, „Daily News" nimmt ausführlich zu den Vorgängen Stellung. Sie empsiehlt - dem ÜnterstaatssekreKr L-armsworth ein eingehendes ^tnoium des Cohenschen Berichtes. Am 2 t. Mai wurde Harmsworth neuerlich von Lord Henry Ben Li n ck über'die Massakers in Pinsk uut» Wilna interpelliert. ' ' verkläet und fast traurig. Sie steht in der Mitbe des Zimmers, ein sanfleZ Lächeln auf den Lippen, und blickt auf die Gäste. Aber sie denkt jetzt nicht an sie und sieht sie wie durch einen Nebel. „Nun still-e doch,'Ihr Klatschbasen!" sagt sie endlich weich und milde, während ihre Seele ganz attderswo ist. Ihre Lchpeu öffnen sich zu einem tiefen, vollen Ton und das Konzert beginnt. Sie singt gewöhnlich traurige Stücke. Ein „Fröhliches", sagt sie, will ihr nicht gelingen. Ihr Gesicht wird immer ernster, trauriger, versonnener. Das Lächeln verschwindet von ihren Lippen, nur die Wangen glühen und die Augen leuchten seltsam milde und weich Sie vergißt alles und alle. Sie hält es nicht mehr auf einem Platze aus und fängt <rn, durchs Zimmer zu gehen wie verträumt. Und der Gesang-.inird immervoller und voller und stärker hebt und senkt sich ihre Brust und schneller klopft ihr Herz. Es ist ihr so seit- - sam schwer und es drängt sie, immer , höher, immer stärker zu singen; es ist ihy, als müßte sie. irgend etwas aus sich heraussingen und estvird ihr so leicht, so wohl dabei .'. . Alle sind wie bezaubert, wie im Bann. Keiner rührt sich, keiner .spricht, ein.Mort.. •. Das siebenjährige Töchterchen legt sein Köpfchen, in den Schoß eines Mädchens, stützt es in beide Händchen und läßt feinen Blick von der Mutter. Das GesichtchLN flamrnt, die Augen leuchten, das kleine' Herz klopft stärker. Im Sommer, wenn die Fenster offen sind, klingt Basche Leas Ge'ang weit hinaus über das arrne Gäßchen. Bei den Türen und Toren der verfallenen Häuschen sitzen t)fe armen Einwohner mit vorgeneigten Köpfen und fingen leise mit 'zu Basche Leas Weisen, und 'es wird ihnen alfesanit'so wehmütig-wohl, daß. sie nicht Inland. NaLionalversammLung. Jtn Tnu-lotneitt ruhte gestern jede politische Tätigkeit, da die Abgeordtietetl Wien w schleunig verlteßeti, daß es nicht zur voüett Etledjgmtp der Tagcsordtttmg der gestrigen Vollsitzung kam. Das Jincrcye für die Borlaaen der Nationalversammlung ist r^n sehr nmitft. Iu ntberhafrrr Spannung wartet alles aus dte!)t'.chrichi-!n aus S a in t-G e rm ai n und Vers a i l l e s. Es sollen vorläufig keine größer-tt Fragen erörtert werden, nickst cntilwl die Ftnünz-.itnd Süztrck-sicruttgsvorlagen sollen behandelt werden, so lange man nicht die Frirdensbestimmungen brr Entente kennt. ZwetfclloS gibt cs in Paris tiefgehende Meinungsverschiedenheiten, die möglicherweise zur Notwendigkeit einer v o f f* ,ft ändige n N e ic o c i e n t i e r u n g in den auswärtigm Fragen führen, wonach denn auch die innere Situation.neuzugestalten sein wird. Ob in der nächsten Woche eine Plenarsitzung nattsindct, ist noch nicht entschieden, doch ist eine solche für Freitag in Aussicht genommen. Im übrigen werden m der kommende» Woche die Äusschüsie arbetten. Dtenstag den 27. d. M. soll dev Aitsschuß für s o z i a l e B e r w a l 1 u n g das, S ch l 5 f f e H g e s c tz/tocitrrberatcn. Die Verh-.mdlungen über dienoch^strittige» Memuugsverschiedenheiten ruhen vorläusig ganz und dürstm erst am Montag nachmittags oder Dienstag früh wieder ausgenommen werde».. Der Sozial i f i e r u n g s a u S s ch u ß wird die« En t e i g n u n g d e r w i r t s ch a f t l i. ch e n B e t r i e b v i u z w e i t e 8 e s n n g n e h m e n und seine Beratungen übev die gemeinwirtschaftlichen Anstalten fortsetzen. -j Der Finanz- und B u d g e t a u s s ch n ß, teq gleichfalls für Dtenstag einberufen wurde, hat über den Antra» wegen' B «Hebung des S u p l e n t e n e l e rr d s uns über die Zuschrift des Staatsamtes für Finanzen wegest Kreditoperaltonrn zn verhandeln. \ Im landwirtschaftlichen Ausschuss^ komuit das von der Nationalversammlung riickverwlescu^ W.i e d e r b e s i e d e l u n g s g e s e y zur nochmaltgen Be-s ratung. Diese Vorlage dürste in einigen Punkten abgeäudttt werden^ i . Ueber das weitere Arbeitsprogramm drZ Hauses liegen uoÄ keinerlei Beschlüsse vor. Ein Programm wird, erst dann entworfen! werden tonnen, wenn die Entwicklung der FriedensverhandlMgevj klar zutage liegen wird.. ___ ' Neue GeseHe. Die ..Wiener Zeitung" veröffentlicht die neuen Gesetze über! die Nachtarbeit derFraucuund Jugendl i ch e n, M r n d e st r u h e z e i t, 8 a d e n s ch l n V n n di Sonntagsruhe, die voty der Nationalversammlung an-°i genommen worden sind. Danach dürfen von «tut an in allen! Veirrcben, die der Gewerbeordnung mrtcrlicgeu, weibliche Hilfs» arhei'cr, ohne Unterschrcd des Alters und männliche Hilfsarbeiters bis zum vollendeten 18. Jahre in den Stunden zwischen 8 Uhr; abends und 5 Uhr morgens n r ch t, b e s ch ä s tig t werden.; Bei Bctricbsslörungerr und sonsirgen Ausnäbmsfälleri kann bis« zur Höchstdauer von acht Tagen hiervon Abstand genommen; werden. . ' j - Di« M i n d c ft r u h e z e r t für alle in Handelsgewerben,! tut Warenverschleiß, der Erzeugungsgewerbe und rn den Kontorew und Magazinen des Speditivnsgcwerbes.Angestellten beträgt M'ndeffeus u n u u 1 e r b r o.ch e n z wL l f S t ü n d e n, iM Klctnhandel mir 8ebcirsmittrln mindestens, elf Stunden. Innerhalb der Ar bettsrett ist eine Mntagsp.aufe .'von zwei Stunden, m, gewissen Fällen von einer Stunde zu' gewahr'en. ,L v,- Bctrn Kleinhandel mit anderen Waren als Lebensmittelm srnd.'^Lüden-und Kontore von^> Uhr u 'l) « n d s b i s 5 U h ,rs M-o-r^sgXn 's. gelchlössest%“halten.' Ü?ür.beim Mernhandel mrtt LcheNsitrOeln!;daü chis 8 'sthr abends'-.vffe'ngehalten werden. Trittf in. getvlsietr. ■ erlaubten Fäkfeik eine Mir zhng dev Mindestruhezech etn-. sd ist dies doiher der.Gewerbebehörde anzuzeigen. , ' In Handelsgewerben, die Waren unmittelbar an Verbrauche« nicht abwälzen, ferner in Fabrikskonwren sowie in Bermittlungs-^ und Komnrrisionsgeschäiten begtnnt die Sonntagsrube am Sam8-z tag um 2 Uhr. Eine Reihe Wn Paragraphen dekretiert Aus--! nahmsiälle auch für die Sonntagsruhe. ... 1 Ferner veröffentlicht das- Amtsblatt das umfangreiche Gesetz! über 8re Errichtung 'von B e tr r e b s r ä t e n, me es von dev Nattonalvcri'ammlnng angenommen,wurde. Darnach werden ttt; allen'fäbrtksmäßtgen Betrieben sowie m allen anderen Betriebest mrt mindestens 20 Arbeitern oder Angestellten Betriebsräte der, Arbeiter und Angestellten zu errichten sein. Lust .noch Kraft haben, sich los zureißen, von Baschtzt Leas-Gesang. - Arld gegerrüber in der Schneiderbetstube stehen die! Leute gerade beim" Aberrdgebet. In der Stube ist'ss finstermrd man betetandächtig und, hingegeben. Da, plötzlich zieht durch die alten, zerbrochenen Fenstest Basthe Leas Gesang.herein, die Gedanken werden abge-; lenkt' und schwächer wird das Murmeln und dass Schaufeln der Beter. Nur ihr Nabbi, der „Gestrenge",« hält;sich, reibt die Stirn rmd beginnt noch stärker seinerrs Leib.-zu schaufeln, noch lauter zu murmeln. Die Betepj reihen sich empor 'wie aus dem Schlafe, murmeln aufs? ,meist stnd schaufeln wieder vor und zurück, aber in den Herzest, da zieht etwas ganz seltsam und läßt nichts nach'-.... ■ ■}; '; - Damit-einem Male ergießt sich übers Gäßchew ein langer, hoher Don — Basche Lea hat geendigfe Die Gäste atmen auf. Alle sprechen auf einmal,.' jeder lobt auf seine Art ihren Gescurg. ■ :!; „Verbrannt mag sie werden, welch ein Gesang!"^/ ' sis.„Verstummen soll sie! So eure süße Stimmet!^! :/! .„Ein Hals wie von einem guten Schleni'mer!" ' Doch das kleine Töchterchcn läuft auf,seine-Mutfer.! -zp, faßt sie um den Hals und' preßt sie stärk/ starkl an sich. , ' ' v" / , „O Muttchen, Muttchen, Hab' ich" dich lieb st'' rHtl das Kind entzückt. . ' L Und der Färber kriecht von der Ofenbank und's fragt'gerührt: „Nun, was sagt Ihr zu meiner Alten/' ha?" . . " Basche Lea aber lächelt wieder ... - *) Volksact, das Entzücken mit eilt.l.,.leiten,^ , um da-ö Gute nicht zu .cheruscir".