Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 124 (23.5.1919)
- Date
- 1919-05-23
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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.. -***,9** , LÄücm poNtischen Urnftucj muß aber die soziale älzung folgen. Der schweren Vemntwvrtung, die wir tragen, bewußt, wollen wir daö große Werk be« ginnen, das die Genwinde zur Herrin von Grund und Boden mache, allen Bewohnern ein entsprechendes Heim schaffen, den Verkehr ausgestalten und der Stadt den entscheidenden Einfluß auf die Versorgung der Bevölkcrirng mit den wichtigsten A'bcrtZniitteln bringen soll. Die Schule, die Kindermund Jugendfürsorgen in rich Lungen bedürfen eines großzügigen Anfonues. Aber auch den Alten und Schwachen, den Siechen und Kranken soll unsere Sorge gelten, Die ganze Verwaltung ist um des Volkes willen da. Wien die zweite Hauptstadt der deutschen Republik. Noch ist ungewiß, waZ uns der heißer sch ute Friede bringe» wird, mag sein, daß das Diktat der Sieger uns psrwchrt, unser Schicksal nach 'eigenem Millen?u gestalten. Wir wollen die zweite Hauptstadt der deutschen Republik werden. (Demonstrativer Beifall.) Wir wollen unseren alten Rang als großer Mittelpunkt deutscher Wissenschaft und Kunst behaupten, die sich um so reicher entfalten werden, alsnach unserem festen Willen künftig da? ganze Volk daran Anteil haben soll. Unser Wien wird seine Lebenskraft betveisen und eine Stadt der Schaffensfreude und der Arbeit sein, die alten ihren Bewohnern ein lebenswertes Dasein ermöglicht. Bürgermeister Reumann übernimmt nun den Vorsitz und leistet das Gelöbnis. Hierauf wird zur Wahl der Vizebttrgermeisder geschritten. Es würden 160 Stimmzettel abgegeben, 6 waren leer. TS erhielten U 155 Stimmen Georg Emmerling, Franz Hoß und Max Winter. Die Gewählten halten kurze Ansprachen; alle drei versprechen, objektiv ihre Funktionen auszuüben und mit aller Kraft die Interessen Wiens zu wahren. Hierauf finden die Wahlen für die Schriftführer und den Stadtrat statt. Nach einer Lobrede des GR. Kunschal auf die Leistungen der verflossenen Gemeinderatsmajorität gibt GR. Dr. Ehrlich folgende Erklärung der jüdischnationalen Partei ab: (GR. Dr. Schwarz-Hiller verläßt den Saal und betritt ihn erst, nachdem Dr. Ehrlich geschlossen.) Namens der jüdifchnationalen Gemeindsräte gestatte ich nur folgende Erklärung abzugeben: Wir find als Angehörige des jüdischen Volkes in den Gemeinderat gewählt worden. Wir legen Wert darauf, zu betonen, daß unserem Nationalismus kbcr aggressive und chauvinistische Charakter fehlt,"nd daß er nicht beabsichtigt und-auch.nicht geeignet ist, den deutschsn Charakter dieser Stadt?,n beeinträchtigen (Beifall), ebensowenig wie er in anderen Nationalstaaten eine Aenderung an deren Charakter herbeizuführen anstrebt. Wir «vollen lediglich als treue Söhne des jüdischen Volkes in unseren Bemühungen um die Erhaltung und Pflege unseres Volkstums und dessen kultureller Güter nicht behindert werden. Wir wollen die uneingeschränkte und tatsächliche Gleichberechtigung genießen und als Juden ohne jede Zurücksetzung vollgültige Bürger der deutschosterrsichischeir Republik und der Stadt Wien sein. Wir verweisen auf die Beschlüsse der sozialistischen Internationale in Stockholm, Bern und Amsterdam, wo unsere nationalen Forderungen namens des Proletariats der ganzen Welt anerkannt wurden. W Mitglieder dieses Gerne irrüerates wollen wir dahin wirken, daß Wie n gro ß und angesehen, eine Stätte fruchtbarer Arbeit, deS GewerbefleißeS cknd Handels, ein Sammelpunkt künstlerischen und wissenschaftlichen Schaffens bleibe, sich durch gute städtische Einrichtungen auszeichne und den Ruf der Gastfreundschaft wieder erwerbe. Ms Angehörige eines Volkes, daö feine nationale Gemeinschaft auszugestalten erst im Begriffe ist und deshalb alle sozialen Schichten in seinem Lager sammeln muß, werden wir im Geiste der oieltausendjührigen sozialen Tradition unseres Volkes für jeden sozialen Fortschritt eintrcten, die Ungerechtigkeiten der gegenwärtigen Wirtschaftsordnung bekämpfen und unsere Kräfte für eine wahrhaft soziale Verwaltung dieser Stadt Einsetzen. (Lebhafter Beifall.) ' Nachdem der Deutschnationale Ern tu er eina Erklärung zur Wahrung des deutschen Charakters Wienabgegeben hatte, brachte der Tscheche Machat l die tschechischen Fordernin Wien in einer Erklärung zur Sprache, was wieder da.- Signal zu einem argen Tumult gab. Der Redner verlangte und forderte im Namen der Tschecho-Slowaken nichts weniger als Errichtung von tschechischen Volks-, Bürger- und Mittelschulen, Handelshochschulen und Geioerbvschulen und einer Universität. Schließlich verlangte er Abschaffung de- Gesetzes über die deutsche Verhandlungssprache in den Oerhoetvna-körpeen. Dis Erklärung gvoße Entrüstung yenvr, welche ichiffn Höhepunkt erreichte, als GR. Machai seine Forderung mit einigen tschechischen Worten schloß, worauf ihm von» Vorsitzenden das Wort entzogen wurde. - Die Sitzung würde hierauf geschlossen. Nächste ßiftutiÖ tyvivir. __ M6tt§p Morgeirzetturtg Die GrnShrMg. Dex Marktbericht. Die schwächere Kan!kraft m Monatsendemacht, sich auf dm Märkten deutlich' fühlbar. Heute blich nickt nur die Hälfte drs iür den Monierten Bedarf vorbereiteten Fleisches sondern auch der größte Te>l desAnneboies auf den Pschmmlten mwcrlamt. In der GrosnnarEthaNc war armer denr rayonierten Schweinerrnd Rindfteisch imr eine ganz geringe Menge Schaffleisch und etwaö Wlirste su haben. Die Würste gingen restlos ab. . Die Griluwarknnrärkte wären mit Salat und Spinat ausreichend versorgt. Rüben sind gestern nicht zugesülwt worden, doch find die auben Ankünften der Vortage noch hier lagernden Reste nahem unverkäuflich, da dir Verbraucher den billigen Gmudlalgt vorziehen. Llus Nikdctöstrcre'ch und aus der Tfchccho- Slowakei sind wieder größere Mengen Zwiebeln, au welchen schon Mangel herrschte, üngelanat. Dev Naschmarkt verfligte gestern über 180 Kisten ’ von welchen ein Teil mich heute zum Verkaufe gelangt. Auf dem Obsimavkie waren nur Karoben erhältlich. Eier sehlteil auf allen Märkten und dürften auch im Lause dieser Woche nicht mehr zu haben sein. Kondensmilch für Kinder bis zum sechsten Zähre. . Von: deutschösterrrichischm Staatöamte für VolkSernährnng wird verlautbart: In Fortsetzung der Aktion zur Verbesserung der WÜlchversorgung Wiens nnrd aus den von der Entente zur Verfügung gestellten Milebkonservenvorrätkn vom 25. Mai vis 7. Juni!. I. an Kinder vom vollcndrtm 1. bis zUnr vollendeten 6. Lebensjahre gezuckerte Kondensmilch abgegeben. Jedes Kind vom vollendeten 1. brS zum vollendeten 3. Lebensjahre hat Anspruch auf sc 8, jedes Kmd vom vollenderrn 2. bis zum vollendeten 6. Lebensjahre auf je 1 Dose Kondensmilch. Die 3 Dolen können auf einmal oder in Teilmengen bezogen werden. Die Abgabe erfolgt wir bisher gegen Vorweisung der entsprechenden Mrlchkarte. Der Preis Ar eine Dose wird vom StaatSamt für VolksrrnLhrung mit K 5.— festgesetzt. Die Inhaber und Leiter sämtlichen Milckabgabestellm stnd verpflichtet. bei jeder Abgabe von Kondensmilch eine der Zahl der verkauften Dosen entsvreclrende Anzahl der Tagksabschnitte der 119., beziehungsweise 120. Woche ~ beginnend ittil dem Montagabschmlt der 119. Woche — von der Milchkarte abzutrrnnm. Die vorhandene Frischmilch bleibt den Kindern bis zum vollendeten 1. Lebensjahr und den Schwerkranken Vorbehalten. Kinder vom 6.,bis zum 14. Lebensjahre können während der vorangefllhrten Zeitperiode mangels genügender Vorräte nickt mit Kondensmilch Beteilt werden. Maisgrietz für Mindsstbemittelte. Mir Genehmigung deS Dolksernahrungsamtes wird an all« Besitzer der rofafarvraen Einkaufscheine für Wohlfabrtsleisch gegen Abtrennung deS Abschnittes 18. fiit jeden Kopf des Haushalte- V* Kilogramm MaiSgrieß zum ermäßigten Preis von K 1.— in den bekannten Stünden und Geschäften der Großschlächterei an folgenden Tagen abgegeben werden: Mittwoch den 88. d. M. A bis F; Amtag bat 30. d. M. G biö K: Samstag den 61. d. M. L bis R und Montag den 3. Juni 8 brs Z; den unentgeltlichen Speisestellcn. offenen KriegSkuchm und Woblfahttrnstituten wird ebenfalls für jeden Kopf 7« Kliogramm Maisgrieß durch dir Großschl achte rer zur Verfügung gestellt. Höchstpreise für Kunsthonig und ZueLerstrup. In: Kteinvet schleiß wurde der Preis für Kunsthonig beim losen Verkauf, mit K 8.20 fiir dos Kilogramm, beim Verkauf in GlaSgesasien und Paketen mit K 8.00 für das Kilogramm, der Preis für Zuckersirup wurde mit K 7.00 für das Kilogramm festgesetzt. Besser«-»« in der MUchversorgung« Wie mitgeteilt wird, :ft der Milcheinlauf seit Beginn dieser Woche ein etwas besserer. Bei Besserung der Fütteruugsbedingungeu dürsten sich die Llefrrungen noch wesentlich günstiger gestalten. Mitteilmigon der „Nohö". Heute Freitag: Nur für Mitglieder des X!V„ XV. und XVI. Bezirkes: K.-B.-Seife, Walzgrieß, Essig, Sardellen, Thunfische, Toilettelcife von 6 bis 12 Uhr und von 3 bis 5 Uhr. — l. Bezirk : Diverse Kleinigkeiten von 9 bis 13 Uhr und von 8 bis 8 Uhr. ~ II., IV., IX., X., XII., XIII., XV».. XVJIl. und XIX. Bezirk; Rahonierte Waren von 8 bis 12 Uhr. — lll. Bezirk: Geschloffen. --- XXl. Bezirk: Rayouierte Waren vort 2 bis l Uhr. — Du Abgabe der Waren für den Ul. Bezirk ist Montag den §6. d, M. Die Anqestellteu der Rohö veranstalten am 34. d. M. in der Ottakringer BrauhanSrestauration. X!H., Hietzmger Hauptstraße gl», ein Maifest, wozu alle freundlichen Gönner rmd Gäste herzlich willkommen sind. Attfang 5 Uhr. Karten sind in sämtlichen Nvhöaktionen zu haben. ' Bühne und Kunst. Oprrnfestsptelr. („Der Aing des Polykrates" „Biolonta",) Erich Wolfgarrg Korngold hat die Diskussionen Über die frühe Eirlwtcklung seiner alle Welt in Erstaunen sehenden Begabung lairgst zu unfruchtbaren Betrachtungen gestempelt. Die Frage, ob sein rasch erworbene» Ruhm der eigenen Fähigkeit oder der Förderung durch den weitreichenoen Mnfluß seines Vaters zuzufchrciben war, erübrigt fick angesichts der Stellung, die seine Werke nunmehr unvestrirten etnnehmen. Ee gehört zu den bedeutendsten und erfolgreichstetk Komponisten ber Gegenwart. Seine beiden Opern, „Biola'.rta", dar glutvolle venezianische Drama, mrd „Der Ring deS Polykrateö", das feilte musikalische Kiistspiel, sind in ihrer Art vollendete, nicht zu überweffenbe Gcnvpftmgen. Nur wenn man an den Impuls des Schaffens selbst bj« Bonhe anlegen, wenn man imberechtigterweisa gegenüber dem Jttgyndlichen den Pädagogen spielen wollte, könnte mail sich verleiten lassen, mit bebeutsam erbobenenr Zeigefinger «uf höhere Ideale Hinzuwelsen, al» oke Besch tistigung init der zugkräftigen Publikumsoper unb dem seichten deutschen Lustspiel.^Aber da er eö besser trifft, als jeder andere, liegt zu solchen Ausstellungen kein Anlaß vor und das Atter hat Privatsache des Koniponisten zu bleiben. Die Neueinstudierung der beiden Opern zwang zur «uöfülluilg ber Lücken, die durch den Tod Weidemanns und HaydtarS iu der eirrstigen Besetzung entstanden. Fleischer und Wiedenrann treten für jene ein. Die Rolle der Frau Üurz ging an Lotte Lehman«! über, der bezaubernde HauSfraulichstit besser liegt als ber mondänen Diva. Rose Ader war die neckische Lustspielzofe, in diesem Fall« bamenhafter als ihre Gebieterin. Herr Rittmann, der überall und «ins wirklich« mit «e-Stzlichm Aftatn aüSgestatttte Figur verkörpert, ein nauc BrwÄS dafür, tote »jä«- besser mn könnte, wrrm mem die Trägheit de? Betriebes zil übeEnoen bestrebt wüce. Iu der „^iolnnla" gab Lev Glekak deu Partner zur unvergleichlichen Darstellung der TitelroUe dirrch Frau Isritza ab. Die beiden Glimmen vereinigten sich im glanzl'olleu LieheLbUlt mff dein Misterhaft betzandclien OMelttv V 23. Mai 1919 Nr. 124 51t betörender Klangwirkung.. Artur Fleischer war an richtiger Stelle für stimmliche Darstellung wilder, rächender Energie. ... Der jnirge Korngvld dirigierte. Mit dem Ungestüm der Bewegurlgen, die den, eigenen Werk restlose Tlusdeutuug zu geben bestrebt ist- 2lber auch mit gutem Bedacht auf alle nclnfjcUen der musikalischen Linie, au denen seine Partituren überreich sind. Das Orchester sprühte und leuchtete Glanz und Farbe. Man ruhte in stürmischen Beifallskundgebungen nicht eher, als bis der junge Ktinstlor irnter derr Darstellern erschien unb immer wiedev hervorgerufen, den Dank persönlich quittierte. ■ , Dr. A. M Vorlesung Rudolf und Josef Schrldkraut. Rudolf Schildkraut las gestern im großen MusikveremSsaal Stellen aus den Propheten. Keine mpsirsche Verzückung, keine asketische tzieberglnt. Brest, urwüchsig, knorrig, stand dieser Prophet vor der Menge, sprach ans sie ein mit wuchtiger Kraft, wie ein Bauernpredigcr, mit herzerquickender Einfachheit, grundglitjg, 'wenn er dem Volke das Sündenregister vorhält und cs mit denr Strafgericht bedroht. So hat uns die Persönlichkeit des Volljndcn Schildkrant die Bibel auch nett erleben lasten, als wir von ihm die prachtvoll .uappe, dramatisch bewegte Erzählung aus den Tlpokrypheu von Schuschana und Daniel hörtcri. Die Skizze „Der kr'anke Kuabe" von I. L. Perez hingegen, diese Schilderung der Sehnsüchte eines nlimofenhast zarten, ftührcisen, nervenkranken^Kmdes, sollte dee xenlgrsunde Rudolf Schildkraul in sein Repertoire nicht aufuehmen. Zluch der Bösewickt Alba wollte ihm nicht recht gelingend Eine köstliche Gabe war die Itzigszrne aus Beer HofmaünS „Der Graf von CharolaiS-". Schrldkraut verbessert aufs glücklichste den Jargon, welchen der Dichter der Charaktergestalt in den Mund legt, meidet die Äusdruckswcise vom Salzgries und weiß doch den roten Jtzig hinzustellen, wie keiner vor ihm. Josef Schildkraut, der hochbegabte Sohn des brrlihmten Vaters ist heute schon ein hervorragender darstellender Künstler, der seine eigenen Wege geht. Am Vorlesetisch jedoch ist er vorläufig nicht eindrucksvoll und nicht persönlich genug. Auch verführt ihn die Begeisterung der weiblichen Jugend fiir sein einnrhmttldcö Amßere zu bedcnll'chen Maniiertheiten. Er brachte in etlvas bunter Zusammenstellung Goethe und Stucken, Heine und Tagore, Baudelaire, Turgenjeff und Volkslieder aus „Des Knaben Wunderhom". In den Szenen, die er mit dem Vater las, gelang ihm die Schülerszene auS dem „Faust", freilich wurde die ganze Aufmerksamkeit auf den eigenartigen, vollsastigur aller hämischen Schärfe benommenen Mephisto Rudolf SchildkrautS gelenkt. Vater und Sohn wurden überaus gefeiert. 0. A. Aus den Theatern. ImBurg 1 he a t e r gelangt heute den 28,Jb. M. das Lustspiel „Die verlorene Tochter von Ludwig Fulda zur Aufftthwma. Anfang */,7 Uhr.} — Montag dm 28. d. M. wird die Komödie „Der h ä ß l i ck e F e r a n t <r von Sabalino Lopez ansgrsührt. Anfang '/,7 Uhr.? JmOperntheater kömmt h e u t e dm 23. d..M. „Die K ö n i g i u vvnSa da" mit den Damen Brägel« menrn, Kiueina, Paalen sowie den Herren Slezak, Frscher, Madur, Markhysf zur Aufführung. Anfang 6 Uhr..;; In der B o lkSh A h.n e findet Dienstag dm 37. d. M. die Erstaufführung von ,.D e r N e d o l u t i o tt H r", Drama in drei Aufzügen von Wilhelm Speyer, statt. SamStag den 2t. d. M. um S Uhr nachmcktagß findet tut. Wiener Komödien hau 8 eine Wiederholung des jüdischen ArberterdramaS „E i s r k S ch e f t e l" von David P r n S k i statt. DaS Werk, welches bisher für Sondervorstellungen reserviert war, soll, nun auch den breiten Masten zugänglich gemacht werden. . ä t Im Carl-T bester findet Samstag dm 31, b. M. btt Erstaufführung der Operette „Die d,r e i K a v a 11 c t‘ e", Text von Lothar Sachs und E. v. Gatti, Musik von Heinrich Berts jn nachstehender Besetzung statt: Plomveld — Hans Homma vom Deutschen Bolkstheater als Gast; Trllv — Susanne Bachrich; Hertha — A c a d e Bar b v; Rudolf — E i k t o r R« r b e r t; Baron Viktor ^-Franz Felix; Graf Georg — E u g e n F i s ch e r; Chackotte — Esti Hügel; Bock - Ern st No llö; Max v. Kerkovm — 8 e o W a n a u s. Die Inszenierung, dieses Werkes leitet Oberregisseur H a n s S t e i n h o f s; die musikalische Leitmg hat Kapellmeister 9 o f e f H o l z e r. Verstaatlichung des Mozarteums. Der von der Nationalversammlung eingesehle Schulausschuß befaßte sich gestern mst der Verstaatlichung des Mozarteums in Salzburg. Nach längerer Debatte brachte der Abgeordnete L e u t h n e x einen Antrag ein, wonach der Unterstaals' fefrethv für Unterricht beauftragt wird, Verhandlungen m führen und den Bericht dem Ausschuß noch' vor Schluß der Sommersesston vorzulegen. . -lusstellung des Defterreichifchett Künftlcrbundcs. Am 1. Juni findet bei Wawra. Ul.. Lothrmgerstraße Nr. 11, die Eröffnung der dieSjährrgen Ausstellung des Oesterreichischen. KUnstlerbuNdeS statt. Die Ausftevtmg ist sehr reich beschickt. Dio Liste der Aussteller weist Namen wie dm des Präfidenim Konstantin Stoihner. Bildhauer Ambrosi, Maler Tom. Dregcr, Hansa. Pögl, Schmidt, Weiß u. a. ans. Künftlergruppe „Freie Bvwe-ttnü". Samstag deit LL. d. M., 7 Uhr, Vorlesung Anna Hollering aus Dichtungen v o n E. A. N e i n h a r d tj Gedichte und kleine Prosa. Drei Gesäuge eines posttischen EppS. (Manuskript.) Kürten lm Sekretariat. Kärntnerstraße i, in der Buchhandlung Lanhi, l., Kärnthnerstraße il und Buchhandlung Perle-, l, Setlrrgafse 4. Konzertakademie. Mittwoch den 28. Mai findet int großen MufikvereinSsaal eine Komertakademie zugunsten der Jugcndheimaktion der akadernrschen Mirtelschiilrcsckajt statt. W wirken unter auberen ntttj Frau Erika Wagner (Deutsches Bolksthcater), Gertrude tzörfil, du Tänzerin Fräulein Mp Weiib Pianist Oskar Sachs, Cellovirtuosv Fnedcich Buchsbaum und Blktorv Heim (Gesang). Karten bei Kehlmdorfer und an der Musikveremskaffe. Beginu xJ%t Uhr abends. Konstantin Brnnners Buch „Der Jitdcnhafi nnr-' Juden", das lange Zeit auf Lager gefehlt hat. ist mm wieder m - fleti'pffc«. IUI die yellung »ineS Denker! seltenen Grade- und »>n»S nicht grrtugcrm dprßchschöpstvS wtrd dal Buch zu enm großanigm und olvibendsn -chüpfun^. Hier ist m grundlegendes Werk über die Fudenfrasr, über Judenhaß und Mmschenhaß ans den Markt gekommen, daS von unbegrenzter Zeitlichkeit und leider von bleibender Aktualität ist. Broschiert Li Sv.-', m Leinwand gebunden K iw.- . - - Zu beziehen durch Vbum, iV’icii, b, Rotentnni,straffe m