Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 124 (23.5.1919)
- Date
- 1919-05-23
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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1 -■! O . W£. 1-1 (' Der Volkswirt. Die Sachdemobilisierrmg. Bon maßgebender Seite wivd uns mitgrteilt: Unsere „entgülerde" Volkswirtschaft braucht zum Wiederaufbau Sachgüter, das heißt Waren. Sie braucht sie zur unmittelbaren Konsumtion und zur Produktion. Woher soll sich aber unsere Volkswirtschaft die Waren beschaffen? Im eigenen Lande sind sie nicht zu haben oder wenigstens nicht in ausreichendem Maße vorhanden. Noch mehr als unter den Lebewesen hat der zerstörende Krieg unter den Sachgütern gewütet. Dort, wo im Frieden Ueberfluß und Ueberprodullion geherrscht haben, ist jetzt Mangel und es fehlt an Rohstoffen, um die Erzeugung überhaupt vornehmen zu können. Statt der Sachgüter ist unsere Wirtschaft erfüllt vom dem, was an Stelle der Waren getreten ist, mit den Tauschmitteln, mit Papierwerten in jeder Form, mit Papiergeld, mit Wertpapieren, Kriegsanleihen und dergleichen, mit Forderungen an Kreditinstituten usw. Der Besitz an solchen Tauschmitteln setzt aber unsere Wirtschaft keineswegs in die Lage, wie ehedem unS auch ein entsprechendes Aequivalent an Tauschgütern, insbesondere an Waren zu verschaffen; denn der heimische Markt ist, wie bereits erwähnt, ausverlauft und die fremden Märkte haben zu unseren Tauschmitteln, zu unserem Geide, nur wenig Vertrauen und geben ihm daher nur einen lächerlich geringen Wert, so daß die Preise des Auslandes für uns unerschwinglich zu nennen sind. Woher soll also unsere Volkswirtschaft die zum Wiederaufbau unbedingt notwendigen Rohstoffe und Waren nehmen? Um diese immer stürmischer auftretende Frage irgendwie zu beantworten, verweisen unsere offiziellen und nichtoffiziellen- Ratgeber auf die Sachdemckbilisierung. Es beweist eine vollständige Unorientiertheit über den wirklichen Stand der Dinge, vielleicht eine absichtliche Irreführung der Bevölkerung, wenn ernstlich der Meinung Ausdruck verliehen wird, daß durch die Güter, welche beim Umsturz sich im Besitze der Heeresverwaltung befanden, unser Warenhunger gestillt werden könnte. Eingeweihte schätzen den Wert der auf deutschösterreichischem Boden zur Zeit des Zusammenbruches befindlich gewesenen Sachgüter zum heutigen „Marktpreis" (?). berechnet, aus 600 bis 700 Millionen Kronen. In dieser Ziffer sind eingeschlossen alle jene Güter, welche die beutschösterreichische Heeresverwaltung zur Deckung des Tagesbedarfes und zur Ausrüstung ihrer zukünftigen, allerdings voraussichtlich besch-eidsnen Armee in Anspruch nimmt. Hierzu gehören alleWaffen, Munition, Pferde, Beschienungen, Monturen usw. Man wird nicht fehlgehen, wenn man den Wert dieses unbedingt für die Ausrüstung und Mobilmachung der Armee zurückgehaltenen Vorrates mit 200 bis 300 Millionen Kronen einschätzt. Viele Güter, welche die ehemalige Heeresverwaltung angeschafft hat, sind für den Zivilbedarf unverwendbar; das liegt nicht nur an der besonderen Bestimmung dieser Güter (man denke nur an Gasmasken, Fahrküchen usw.), sondern auch an dem Material, aus welchem namentlich in den letzten Jahren diese Waren erzeugt worden sind, zum Beispiel Holzschuh«, Papieranzüge. Bekannt ist ja auch, in welch unrationeller Weise die ehemalige Heeresverwaltung die Anschaffungen vorgenommen hat. Unfähigkeit und Korruption, ein trauriges Geschwisterpaar, hatten sich an manchen Stellen des KriegsministeriumS Eingang zu verschaffen gewußt. Viel Kriegsmaterial ist aus dem Grunde für denZivtlbedarf unverwendbar, weil es unökouomisch bestellt und gewählt worden ist. Mit vollen Händen hat die Heeresverwaltung aus den unerschöpflichen Papiergeldvorräten geschöpft, unbekünrme.'t um die Vorstellungen des Finanzressorts, .welches man mit dem Hinweis, daß man sonst den Erfolg des Krieges gefährde, ohne viel Mühe zum Schweigen bringen konnte. Daß damit Raubbau mit dem Volksvermögen getrieben wurde, ist den wenigsten Verantwortlichen zum Bewußtsein gekommen. Der Endsieg und das Durchhalten bis dahin hatte in einer Zeit unsere ehemalige Heeresverwaltung fasziniert, da der Krieg tatsächlich schon verloren war und wo es nur noch galt, die Volkswirtschaft vor dem politischen und militärischen Zusammenbruch zu bewahren. Aber nicht nur die Ansprüche des StaatsambeS für Heerwesen reduzieren den Vorrat an Kriegsgütern bedeutend zu Ungunsten der Notwendigkeiten des Wiederaufbaues. Deutschösterreich war in den ersten Wochen seines Bestandes allen wirtschaftlichen Pressionen der tschechischen Republik preisgegeben. Mit Kohle und Zucker lockten die Tschecho-Slowaben; und wer friert und hungert, ist nicht tviderstanOfähig. Die deutschösterreichische Regierung hat mit den Tschecho-Slo- Waken im Dezember ein Uebereinkommen geschlossen, welches die deutschösterreichische Republik verpflichtet, 20 Prozent aller Kriegsgüter m natura vorbehaltlich der Verrechnung an die Tschecho-Slowaken abzugeben. Ein ähnliches Ucbereinkommen wurde später scheinbar ohne zwingenden Grund mit der ungarischen Regierung abgeschlossen. Die Verträge setzen vollständige Reziprozität voraus, tatsächlich soll aber nur Dsutschösterreich nach der Tschecho Slowakei und Ungarn geliefert haben, während wir, wie so oft in der Vergangenheit, das leere Nachsehen haben. Was unter solchen Umständen an Sachgütern der heimischen Volkswirtschaft verbleibt, ist unschrver zu errechnen. _ D'e deuLschöftsreLLchrschen Fmmrzdelegrerten. Bon informierter Seite wird uns imtgeteilt: Die Namen unserer Firninzdeleciierten, die von Professor Landesberger iür die Pariser Berhandlunpen erbeten wurden, stehen noch N'cht fest. Die Entscheidung dürfte m allernächster Zeit fallen. Die bisher m der Oeffenilrchkelt genannten Namen beruhen auf Kombinatron en. DeuLschSfterrelchs Ausfuhr nach Amerika. Zürich, 31. Mai. Schweizerischen Blättern infolge, beabsichtigt A m e r i t a, den Vertrieb der non Drntschösterreich zu rrporlierrriden Waren selbst zu übernehmen. Diese Waren können m, Augenblick der Verschiffung bis z u r H a l i tle v o r ausbezahlt werden. Von Amerika wrrd vorgeschlagen, daß die deiltschösterrcichischeRegierung eine einheitlicheÄktion im Einvernehmen mit den amerikanrschen Organismwnm durchführe. Zunächst sind für den Export nach Amerika folgende Artikel vorgesehen: Svezialsiahl, Magnesit, Lederwaren, Bliinttenrn. Erzeugnisse des Kunsthandwerkes und Erzeugnisse der Neuer Eisenindustrie. Darunter sind auch die Erzeugnisse gewisser Wiener Modellhäuser, der Wiener Werkstatt e und so weiter verstanden. Donarr-Dampfschlffahrt-Gssellfchaft. An der gestrigen Börse waren Gerüchte im Umlauf, daß bei der Donini'Dampsichiffabrl-Gcsellschaft die Absicht bestehe, infolge der unsicheren Verhältnisse die Dividende beträchtlich zu kürzen. Z«r Vermözensabrabe. Es verlautet, daß eine neue Vollmgsanweisung deS Staatsamtes für Finanzen bevorsteht, welche Aender ungen hinsichtlich der Auskunftspslicht der Bankiers über bei ihnen erliegende Depotverfügt. Die wirtschaftlichen Abmachungen mit Angarn. Amtlich dementiert. Die Staatskorrcsvondmz meldet: Die in den Morgenblättern veröffentlichte Meldung der Telegraphen-Komvagme über angebliche wmschasillche Berendarungen mit Ungarn bezüglich der Wertpapierdepots und des Warenverkehres rst, wie von gut unterrichteter Sette versichert wird, vollständig haltlos. Die Kommission, die nach Ungarn fuhr, besteht lediglich aus Interessenten und es gehört ihr niemand an. b r ermächtigt wäre, rm Namen der Regierung zu frechen. Es ist ganz selbstverständlich, daß das. was als vorlöusiges Vcrembaruugsergebn s dargestrllt ist, von unserem Standpunkt ans n i ch t akzeptabel wäre, da unsere Intereffen in ganz anderer Weisegeschützt werden wüsten. Die Regelung der Valutafrage in Iugoflarvie«. Agram, 22. Mai. (Korr.-Bur.) In der Nationalversammlung in Belgrad hat Finauzminister Doktor N i n c i c folgende Erklärung über die Valuta frage abgegeben: Es nähert sich der Augenblick, da wir an , die Lösung der Valutafrage herantreten müssen. Die Pläne der Klischees und Banknoten, in Paris ausgearbeitet, sind fertiggestellt und mit dem Drucke unserer neuen Dinarnoten wird in den nächsten Tagen begonnen. Sobald wir über eine genügend« Menge verfügen werden, was nicht allzulange dauern wird, werden wir mit der Einlösung und dem Umtausch der Kronennoten beginnen. Wir beraten jetzt die technischen Details des Umwechselns nud die Festsetzung einer Kursrelation zwischen Dinar ntld Krone. Der Ministerrat hat außerdem bestimmt, daß den Besitzern von Dons unserer Staatsanleihe, sofern diese bis zum 1. Juni d. I. gezeichnet ist, bei dem Umwechseln auf je 100 Kronen 5 Dinar mehr gegeben wird, als den anderen. Auch eine zweite vorläufige Begünstigung unserer Balutarejorm soll bald verwirklicht werden. Es ist die Errichtung einer Notenbank, die mit der jetzigen privilegierten „Nationalbank" Serbiens verschmolzen werden soll. Wir haben die Absicht, für unser ganzes Territorium eine privilegierte Emissionsbank auf Aktiengrundlage, also keine Staatsbank, zu gründen, die die Ausgabe der neuen Banknoten durchführen und die Kronen aus dem Verkehr ziehen soll. Die Gesetzesvorlage über die Gründung dieser Bank wird anfangs Juni der Nationalversammlung vorgelegt werden. Ich führe gegenwärtig Unterhandlungen zur Schaffung einer Grundlage in Gold und fremder Valuta für unsere neuen Dinarnoten. Die Basis dazu ist bereits sichergestellt. Die Werte unserer Staatsdomänen bieten einen hinreichenden Schutz. Die Regelung der Valutafrage wird in dem Momente erfolgen, da unsere wirtschaftlichen, Verkehrs¬ und anderen Verhältnisse geregelt und gebessert sind, so daß die unausbleibliche Stockung im Wirtschaftsleben nicht allzu groß ist. Die BaumWoAsyndikate in Tschechien. Prag, 81. Mai. (Meldung des Tschecho-slowakischen PreßbureauS.) Die Verordnung betreffend die Syndikate vom 25. Februar ISIS läßt die Möglichkeit zu, daß sich in manchen Industriegebieten Syndikate bilden, welche nicht Handel treiben, sondern sich bloß auf eine Kontrolle beschränken werben. Don dieser Bestimmung wurde in der Baumwollindustrle Gebrauch gemacht. Das Handelsministerium beschloß uach umfangreichen Beratungen mit Vertretern der Interessen der einzelnen Fächer, ihrem Vorschlag gemäß ein Kontrottsyndikat der Baumwollinbustrie zu errichten, dessen Aufgabe «S sein wird, die Gin- und Ausfuhr von Baumwolle, Geschiistsvirdindulig mit den Nattorralstaate« und den» neutralen Ausland erzielen Sie durch ein Inserat in der »Wiener Morgenzeitung". Offerte durch die Administration. Vanmwollabfällen, allen halb- und fertigen Banmwottprodukten zu kontrollieren, entsprechende Ein- und Ausfuhrbewilligungen zu erteilen und für eine gerechte Verteilung der Rohstoffe und eine gleichmäßige Belieferung der Industrie zu sorgen. An der Spitze des Syndikats, welches selbst keine! Geschäfte treiben, sondern nur eine Kontroll- und ReguliorungstLtigkeit versehen wird, steht ein Präsidium, ln welchem mit dem Recht des Vetos ein RegierungSkommissLr sitzt. Für einzelne Sektionen, für .Spinuereibesitz«, GarnverVrauchert (das sind Weber, Flechter, Strumpfwirker, Zwirner ustv.si werden, um die Industrie und die Konfektton zu heben, Fachausschüsse errichtet werben. Das Syndikat wirb seine. Tätigkeit in kürzester Zeit beginnen. Eine Getreidebörse in Esseg. Agram» 21. Mai. InEsseg wird eine Getreidebörse errichtet, die schon im S o m m e r ihre Tätigkeit beginnen soll. Die Ausbeutung Deutschlands durch die Entente. Genf» 22. Mm. Das Bureau »Europa Preß" meldet aus Mailand: Der Pariser Korrespondent des „Corriere d e l l a Sera" weist aus die umfassenden Vorbereitungen der Alliierten zur wirtschaftliche» Eroberung derdeutschen Gebiete hin. So sei die Gründung einer Filiale derNationalCith Bank in Berlin gesichert. Im Norden suche England durch Einfuhr englischer Kohle und Ausfuhr von Holz ein Monopol zu erlangen. Im Westen würden alle Gebiete handelspolitische Ausfallstore der Alliierten gegen Deutschland. Die Waren würden zu Tausenden von Tonnen ausgestapelt, damit sie fofoit nach Friedensschluß eingeführt werden können. Im Maß würden französische Textilwaren, Gewebe und Garne ausgestapelt, um als esiäffische Ware zollfrei nach Deutschland emäcführt zu werden. Mainz und Wiesbaden für die Franzosen, Trier für Amerika und Köln für England sind als ausgedehnte Stapelplätze für den Handel mit Deutschland ansersehen und dementsprechend sollen sie ausgebaut werden. Der Korrespondent bedauert lebhaft, daß, Italien bei all diesen Transaktione« unbeteiligt sei. Deutsche Reichsbank. Berlin, 22. Mai. (Korr.-Bur.) Der Ausweis der Deut'chen Reichsbank läßt auch für bic zweite Maiwoche auf dm Anlagekonten eine weitere Entlastung erkennen. Die gesamte Kapitalsanlage ermäßigte sich um 520'3 Millionm Mark, während andererseits auch die fremden Gelder eine neuerliche Berm nderrmg erfuhren, die mit 965*5 Millionen Mark diejenige der Anlagekonten noch wesentl ch übersteigt. Am 15. Mai bestes sich der Bestand an öffentlichen und p'ivateu Geldern auf insgesamt 11.290'ü Millionen Mark. Der Neubedarf an Banknoten und Darlehenskaffenscheinen war auch diesmal mit 130*1 Millionen Mark wiederum verhältnismäßig stark. An Banknotm mußtm 235*9 gegenüber 15 Millionen Mark in der entsprechenden Woche LeS Vorjahres neu m dm Verkehr gegeben werden, sodatz. sich der gesamte Notenumlauf der Reichsdank tnS zum 16. Mül auf 26 957'9 Millionm Mark erhöhte. Auf der anderen Seite stoß aber der Rnchsbank in der Berichtswoche auS dem Verkehre ein erheblicher Betrag an Darlehenskaffenscheinen, nämlich 105*8 gegen 4*7 Millionen Mark in der 'zweiten Maiwoche dB Jahres 1919 zu. Dre Gesamtsumme der im Verkehre befindlichen Darlebenskasseuschüne stellte sich am 15. Mai ans 11.004*9 Millionen Mark. Der Goldvorrat: zeigt einen weiteren Rückgang um 25*3 auf 1725*1 Millionen Mark, der im wesentlichen durch Goldabgabm an das neutrale Ausland, zum geringen Teil auch durch Golhabgaben an die inländische Industrie, zu erklären ist. Bec den Darlehenskassen erfuhr der gesamte Darlehensbestaud durch Neuausleihungen eine geringfügige Zunahme, und zwar um 0*9 auf 18.535*9 Millionen Mark. Der Ausweis der Reichsbank. Berlin. (ReichSbankansweiS vom 15. Mai 1819.) (In Tausenden von Mark.) Aktiva: Metallbestand an kursfähigem deutschen Gelbe, au Gold in Barren oder ausländischen Münzen, das Kilogramm fein zu 2784 Mark berechnet. darunter Gold. Reichs- und Darlehenskasienscheins. andere Danknoten . . . Wechsel, Scheck und . diskontierte Schatzanweisungen . Lombard-Forderungen . Effekten....... sonstige Aktiva Passiva: Grundkapital. Reservefonds ...... Notenumlauf. vvIUUlUilQ|inivU t sonstige Passiva . . sonstige täglich fällige Verbindlichkeiten . Diese Woche Letzte Woche " Stand Stand Differenz 1.746,190 1.770,847 - 24,657 1.725,056 1.750,253 - 25,18? 7,481,689 7,818,900 + 117,789 5,868 4,892 + 476 28.627,131 29.144.650 — 517,519 8,074 9,455 — 1,381 123,774 125,239 — 1,465 2,118,909 2.164,826 - 45,917 180,000 180,000 unverändert 99,496 99,496 unverändert 26,957,864 26.722.009 + 235,855 11.290,454 12.255,907 — 965,453 1.538,321 1.276,362 + 256,959 Die Vertretung der deutschösterreichischen Industrie bei« Friedenskongreß. Im Hause der JndlMe fand gestern eine Vollversammlung der Sektion Wim der deutschösterreichischen Veremigung (Metaugruppe), der Vereinigung der Mrtallrvarenerzeuger und deS Wiener IndustriellenverbandeS unter Vorsitz des Präsidenten Ludwig Urban statt. Vor Emgana in die Beratungm machte der Vorsitzende, die Mitteilung, daß er seitens der deutschöfterreichischen Vereinigung der Industrie als lndustrieller Delegierter für die Pariser Friedenskonferenz nominiert worden sei und besprach in großen ZÜgm daSArbeitSprogramm, daS dort der Bewältigung harrt, lieber Antrag des Präsidenten Reiner der Bereinigung der Metallwarenerzeuger erklärte die Versammlung unter lebhaftem Beifall ihr volles Emverstäridms mit dieser Delegierung. Der Bericht,der Banque de l'Union Paristenne e.klärt, wie auS Zürich gemeldet wird, die Banque Francs- Serbe eröffnte nach Abzug deS Feindes ihre Filialen wieder „nd dürfte sich nunmehr günstig entwickeln. Die Banque Commerciale Roumaine etablierte sich wieder in Bukarest und konnte der Schwierigkeiten Herr werden. Dst Banque B a l c a n i q u e litt ,m Kruge Nicht, entwickelt« sich w Gegenteil mächtig, erhöhte da» Kapital von 6 aus 20 Millionen, die Dividende von 5 auf 8*/<>. Dagegen mußte die DanquedAthdneS zur Reorganisation schreiten. Derzeit sei der Stand der Wechselkurse am Balkan ecu Hindernis M Wiederaufnahme normaler Beziehungen, doch beffere sich die Lag« besonders in Rumänien, das die P e t r o l e u me r p o r t e wieder ausnchm«.