Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 121 (20.5.1919)
- Date
- 1919-05-20
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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I rf w! iKTßf" ’ , ’ , ' -rM'.'M-nsiass' ‘ Y r ■-■-•"■■*-- ' Die Wahlreformdebatte In der Kultusgemeinde.!* Die . Vertreter eines ab gewirtfch'afteöen Systems in dev 'Kultusgemeinde liefern dem Ansturm eines neuen Geistes mit großer Hartnäckigkeit Rückzugsgefechte. In der gestrigen Sitzung debattierte man hauptsächlich Mer die Frage der Wahlen ins Vertreterkollegium. Der reaktionäre Geist, zeigte sich in dem von der Opposition bekämpften Antrag des Neunerkomitees, den für die Borstandswahlen eingeführten Proporze wenigstens bei den Wahlen ins Vertreterkollegium auszuschälten, um so eine verläßliche Mehrheit fürs Vertreterkollegium retten zu können, auch wenn diese dem Stimmenverhältnis bei den Wahlen keineswegs entsprechen sollte. Zum Schlüsse entfesselte eine Bitte Dr. Pollaks an einige Krrltusräte, ihy nicht durch ihre Unterhaltung zu stören, die zurückgehaltene Erregung etlicher Herren, die ihrem Unmut durch — Weggehen Luft machten, so Laß die Sitzung beschlußunfähig wurde und geschlossen tverden. mußte. Es wird den würdigen Kultusvätern nichts helfen — sie werden daran glauben müssen, daß das KultuZgemeindeMittelaltev aufgehört hat. Nachstehend der Sitzungsbericht: Vorsitzender Hofrat Rappaport eröffnet um 6 Uhr die Sitzung. Auf i>et Tagesordnung steht die Ae n d e rnn g der Wahlordnung in die Kultirsgemeinde. Das Rekkamatioasversahren. Der Obntaim des Neunerkomitees Simon schlägt die R e assümie rung des ß 10 ’ Mellamationen) vor._ die angenommen wird. Der Vorschlag der Zionisten zn diesem Punkte geht dahin, daß jede in den Wahlkampf eintretende Partei Delegierte in den Wahlausschuß zu entsenden habe, der im Reklamationsverfahren die zweite Instanz bilden soll. Das Neünerkomitee spricht sich gegen den Vorschlag aus und tritt dafür ein, oaß die zweite Reklamationsinstanz aus Vertrauensmännern zusammengesetzt werde, die aus Juristen, womöglich Richtern bestehen soll. Der VorschlagTdes Nellnerkomitees wurde zum Beschluß erhoben. Hierauf wurden einige Punkte des Wahlördnungs-- cntwurfes nach den Vorschlägen des Neunerkomitees angenommen. Das Bertretervollegium. Eine lebhafte Debatte entspann sich um die Frage der Waht des Präsidiums und des Vertreterkolle- 5 in ms.' 'Nachdem für die Wahl des Kultusvorstandes das System des Proporzes angenommen worden ist, verlangen die?)ionisten die'Mlvendung 'des gleichen Grundsatzes für die Wahl des Vertreterkollegiums. Düs Neunerkomitee weigert sich, diese selbstverständliche Bestimmung in den Vorschlag eufzunehmen, erklärt es jedoch als selbstverständlich, daß bei der Wahl des Vertreterkollegiums die Parteien berücksichtigt werden , sollen, Dr. P laschkes tritt für den Proporz bei der Wahl ins Vertreterkollegiums ein. Gärtner unterstützt den Vorschlag Plaschkes. Das Vertreterkollegium habe immer die Majorität im Plenum gehabt. Das sei ein unhaltbarer Zustand. Es seien Vorstandsmitglieder jahrelang nicht^zur Sitzung erschienen, so tonnte „immer majorisiert und nichts durchgesetzt werden. Stricker: Bis jetzt hat das Vertreterkollegium einen $Hub gebildet sogar ptit Mubzwang. Der verstorbene Präsident, M>- -Mü e r-N; habe^- einem Herrri einmal Illoyalität vorgeworfen, weil er .mit der Opposition gestimmt habe. (Gerade die Herren, die die „Kontinuität" nicht unterbrochen sehen wollten, stimmen heute fürs Hazardieren:^ Die Absicht, sich jene heranszusuchen, die der Majorität paßten, Wäre korrurnpierend. Jeder Majorität, die nicht nach dem Proporz vorgehe, sei zn mißtrauen. Es sei kein vernünftiger Grund vorhanden, den Proporz abznlehnen, die in allen Körperschaften eingeführt sei. ' Dr? P ollak macht der. Mehrheit den Vorwurf, daß sie ihr versprechen der Demokratisierung nicht gehalten und Nur fm Proporz nachgegeberi habe. Es werde nicht gehen, sich krampfhaft an der Macht zu halten^ Vizepräsident Dr. Pappen heim meint, die Aufgabe t!c3 künftigen Vorstandes werde sein, das Vertreterkollegium so znsammenznsetz'en, daß Herren hineinkommen, mit denen inan verhandeln könne. (!) Dr. Schreiber erklärt, es wäre logisch, den Proporz iivcrall dnrchznsetzen, nachdem man damit begonnen habe. Er sei überhaupt dagegen gewesen und sei auch jetzt dagegen. Hofrat-L öw ner erklärt, daß der Proporz auch fürs Vertreterkotteginrns"' gelten müsse, damit der Grundsatz, daß «mch der Andere gehört Werden .könne, erhalten bleibe. Auch der Minorität fei daran g'eligen, daß die Verwaltung nicht leide. Durch Zusammenarbeit werden sich die Gegensätze mildern, nicht verschärfen. Es wäre ein Unrecht, de» Proporz einseitig anznwenden. Auch Prof. E y r m a n u ist der Meinung, daß jede Partei den ihr gebührenden Anteil an der Verantwortung tragen müsse. Dr. Plaschkes: Es handelt sich eben darum, daß Herrn Dr. Pappenheim nicht Gelegenheit gegeben werden tonne, sich anSzuwählen, mit wein man verhandeln könne. ES werde' zn keinem System der Barricrestöcke kommen. Gerade die Begründung des Herrn Dr. Pappenheim zeigt die Absicht, tvelche die Herren hier leitet. Wir sollen als freie Männer im Vertreterkollegium debattieren.' aber die Meinung des Herrn Dr. Pappenheim soll nicht immer richtunggebend bleiben dürfest. Mit dem Prinzip, Pappenheim muß gebrochen werden! - Dr. P ollak beginnt gleichfalls mit eurer Polemik gegen Dr. Pappenheim. Als er eine Gruppe, die sich im Winkel als Debattierklub etabliert hat, bittet, mit der störenden Unterkstltmrg aufhüren, remonstriert Dr. Monat in lauter Weise. Ans Dr. Pollaks Erwiderung, steigert sich .der. Lärm, was einige Vorstandsmitglieder veranlaßt, die Sitzung zu verlassen. Unter diesem befindet sich natürlich der urwüchsige Herr Kan de rs, der aus seiner Absicht, die Verhandlungen zu verschleppen, nicht den geringsten Hehl macht. Die Sitzung wurde um 7 Uhr wegen Beschlußunfähigkeit geschlossen. suchen Sie am erfolgreichsten im Wege des „Kleinen Anzeigers" der „Wiener Morgenzeitung"'. Luinnui memmmmuamt»--- » - ' —...- ■ »*m Tagesbericht. Kunst und chauvinistische Beschränktheit Der Wiener Stadtrat hat für die Veranstaltung baukünstlerischer Wettbewerbe 150.000 Kronen ausgesetzt. In der Verlautbarung heißt es: „Die , Zuerkennung von Preisen bei diesen Wettbewerben kcnm nur an in Wien wohnhafte Baukiinstler deutschösterreichischer und deutscher Staatsbürgerschaft und. deutscher Volkszugehörigkeit, soserne sie nicht im Verwaltungsdienste des Staates, Landes ober der Gemeinden als Beamte tätig sind, erfolgen." Dieser Erlaß kennzeichnet wieder einmal den Geist unserer Stadtverwaltung, die aus > allen Schicksalsschlagen und Ereignissen nicht lernt. Deutschöfterreich blamiert sich täglich vor der Welt. Erst versuchte man die nichtdeutschen Studenten von den Hochschulen auszuschließen, veranstaltet Hetzen gegen die Ausländer Und Razzien gegen Fremde, will Wien zur Weltstadt machen und sperrt sich dabei in einen Krähwinkel, will Wiederanknüpfung an die Weltkultur und ist beschränkt genug, bei Aufgaben, die von geistigen Gesichtspunkten beurteilt werden sollten, engherzige Verklausulierungen vorzuschreiben. Wer Entwürfe für einen Dolkspark, eine Dolksbibliothek, ein Kinderheim usw. vorlegen will, muß zunächst ein politisches Bekenntnis ablegen! Ms ob dies die Garantie dafür wäre, daß die Bauten auch wirklich! gut werden. Die Sache hat' aber noch eine andere Seite. Wien hat eine ganze Anzahl Bürger, die altansässig und heimatberechtigt hier sind, und die doch nicht Deutscher Volkszugehörigkeit sind. Diese Staatsbürger werden vor den Kopf gestoßen und systematisch entrechtet. Es ist nicht anznnchmen, baß sie sich das gefallen lassen werden. Es wird Sache der neugewählten Gemeinderäte jüdischer Nationalität sein, dem Stadtrat, der allerdings im Status der Verabschiedung ist, diesen Standpunkt klarzumachen und für die wirklichst Gleichberechtigung aller Bürger einzutreten. ( »Ein Linkstanznm den Blaufuchs für die Kriegsblinden." Wir haben auf das empörende, barbarische Plakat hingewiesen, welches ein „schneidiges" tanzendes Paar darstellt, zu einer Wohltätigkeitstanzkonkurrenz einladet und die Ueberschrift trägt: Für die Kriegsblinden. Wir haben die Wiener Juden Mfgefordert, an diesem Tanzfeste, welches die Unglücklichsten aller Kriegsopfer friM^als Aushängeschild benützt, nicht teilzunehmen, sondern'statt des Besuches dieser Festivität dem Verbände der Kriegsblinden eine Spende zukommen zu lassen. Das „veranstaltende Komitee sendet uns mm folgendes Schreiben mit dem Ersuchen um Veröffentlichung: „Das Exekutivkomitee der am 27. b. M. im Vergnügungspark staltfindenden Veranstaltung hielt im Cafö Tuchlauienhof eine Sitzung ab, in der gegen die in den letzten Tagen erhobenen Angriffe gegen die Veranstaltung Stellung genommen wurde. Gemeinderat Stein begrüßte die Anwesenden und führte aus, daß in der heute so schweren Zeit diese Veranstaltung umso gerechtfertigter erscheint, als das gesamte Nemerträgnts des Festes dem Verband der Kriegsblinden zufließt. Es waren m der Sitzung Präsident des Verbandes oer Kriegsblinden, Herr LeuMant Hirsch, sowie der Vizepräsident Drö Holitscher, anwesend, welch letzterer dem Komitee für ihre Bemühungen den wärmsten Dank im Namen aller seiner blinden Kameraden aussprach. Dann wurde auf seinem Vorschlag der Kassier des Kriegsblindenverbandes, Hauptmann Krantz als Kontrollorgan der Kassengebarung in das Komitee gewählt." Nun mag jeder besser Empfindende sein Urteil über diese Wohltat igkeitsmeier selbst bilden. Die Entrüstung über das aufreizende, freche Plakat, das die Blinden gottlob nicht kennen, teilen weite Kreise. Die Herren G'schaftelhuber und ihre geschäftstüchtigen Mithelfer bangten um das Gelingen der Linkstanzerei, die sie aus lauterem Mitleid für die Kriegsblinden veranstalten. Sie gingen also hin, holten sich erblindete.Soldaten zu ihrer Kaffeehaussitzung Und ließen sich von ihnen legitimieren . . . Wie drücken den Herren Veranstaltern unser Bedauern ans und wiederholen: Nicht hingehen! Eine Geldspende für die Kriegsblinden au Stelle dFs Liykstanzes um den Blaufuchst Jüdische Kinder aufs Land. Ein Leser sendet uns nachstehende Mitteilung mit der Bitte um Veröffentlichung: . „Es ist ein großes Unrecht an vrelen armen, lüdnchen Kmdern begangen worden, das vielleicht nach gmgemacht werden könnte. Bekanntlich wurde eine Aktton inS Leben aeruien, welche sich zm Pflicht machte, bedürftigen jüdischen Schulkindern den Landaufenthalt während der Sommermonate zu ermöglichen. Nim gibt es aber auch solche Kinder, btc das Unglück haben, zwer bks wer Monate älter zu sein. Obwohl viele von ihnen sehr bedürftig sind so wird ihnen bei der Untersuchung in der Kleeblaktgasse erklärt, sie seren schon zn alt. Meine Ansicht geht aber dahin, daß es doch den maßgebenden Stellen nicht schwer fallen dürste, auch diesen „Unyliickskindern" den so nötigen Sommeraufenthalt zu gewähren. Hoffentlich wird mit diesen Zerlen ein Unrecht wieder gutgemacht, wozu es noch Zeit wäre." Kurse zur Heranbildung von Kochschnllehrerinnen. An der vom deutschösterreichischen Staatsamt für Handel und Gewerbe, Industrie und Bauten suvventwnrerten Beldungsanstaltfür Koch" undHausbaltungsschull e h r e r i n »e n in Wien beginnen die nächsten Kurse zm Heranbildung vonÄochschullebrerinnen am 18. September 1919. Dauer der Ausbildung zwei Schul- IÖ**re Der Lehrplänen Anstalt umfaßt die vollständige Ihroretrsche und praktische Ausbildung im Kochen, in der Nahrung und Geuußmittelklmde, Haushaltungskunde, in der HmrSwirlschaft--- und Schulimchfichlnug/ Schulasrnniiftiiuion, Methodik des Unterrichtes» Bürgerkmide, Volkswirts chrsisteb'". G ftnndbeitslehre usw. Der Bildnngsanstalt ist em Fnternnt .n-.e'-ül nt. T r Unterricht wird von staatlich ösp.-ith-at Fach', in^atu» c .ult. Die Unter-... i ruMpraAe ist die deutsche. W. MB MS^ nrTjtff’il ‘IW >Tlj8Ti1IBftgrg6ilW<W leamcs I »IUI Naher^Ausküufte über die Ausnahmsbedmgungen^Staats stipendien, Schulgeld anstatt für Koch t, Kurrentgasse 5. usw. erteilt die Direktion der Bivmnl und HaushMmgsschullih.^xjnne«. in.H8 » Professor Dr. Alexander Marmorett ist krankt. Der für heute abends angrsetzte Vortragsabend akademischen Verbindung „Kadi m a" mußte deshalb auf bestimmte Zeit verschoben werden. Die gelösten Kartm beyrtten ihre Gütigkeit. Neue Briefmarken in Ungarn. Die ungarisch Postverwaltung wird in den nächsten Tagen u e u e B r i e' marken in den Berkehr bringen. Die Markenbilder stellt symbolisierte Verherrlichungen deri Revolutiou, des Sozialismus und A r b c itdar. Vorläufig gelangen f-ü it f neue Typen Ausgabe. w, Die neue Kel-rordnrmg, nach der die Etttlohnung füri die Herdkehrungen durch dm Rauchfangkehrer mcht mehr feitmÄ der Parteien, sondem durch den Hausbesitzer zu erfolgen hat. trstn am., 1. Inn,i in Kraft. Bis dabin habm die die Ärbeiv veirirhtenden Gehilfen die bisherigen Gebühren bei dm Pacteim einzuheben. 1 Kohlen für Deutschösterreich. Wie mitgetettt jvird^ haben die Ententeregierungen in Paris beschlossen, aus dem Saarrevier eine tägliche Sendung von 300 Tonne« Kohlen nach Deutschösterreich gehen zu lassen.! Angesichts des monatlichen .Gesamtbedarfes von Deutschöster^ reich, der ungefähr eine Million Tonnen umfaßt, diese 9000 Tonnen im Monat allerdings kaum ins Gewichtobwohl ja die Srarkohle bekanntlich von der allerbester« Qualität und sowohl für Jnbustriezwecke wie auch für dm Erzeugung von Gas verwendbar ist. Es wird aber versichert^ baß dieser Zuschub sofort gesteigert würbe, sobald sich dies europäischen Verkehrsverhältnisse wieder gebessert haben, fiM bald insbesondere durch -eine Regelung der Ernährung^! Verhältnisse wieder mehr Mllendes. Material steigewqrdewj sein. wird. Vereinsnachrichten. . Hmte Dienstag, Vs? -Uhr abends, im KlubcM Pruckl, I., gemütliche Zusammenkunst nnt Borträgen imd Tanz. — Die Jnteresienten für dm vom Verein „Jischuw Erez Israel* zu errichtenden Kurs für Obst- und Geflügelzucht werden ersucht^ Mittwoch den 21. d. M. um 6 Uhr abmds zu einer Besprechung im Bereinslokale, ll., Praterstraße 9, vollzäblig zu erscheinen. -H Mitglieder der akademischen Verbindung „Makkabäa Lemberg r« Wien" treffen sich jedm Dienstag um 7 Uhr abends im Casb Central, I., Herrengasse. — Am 25. d. M. um 10 Uhr vormittags sindet im Baumgartner Kasion, XM., Linzerstraße 297,1 bie Generalversammlung des Vereines zur Fürsorge für Bünde, statt. — Die Znsammmkimit des Vereines der StaalZbeamtew und Staatslehrperionen des Ruhestandes. 1. Srilergasie 14,1 findet Dienstag den 20. d. M. mn 5 Uhr nachmittags im Cafs-j Restaurant „Türkenschanzpark" statt. Vorträge und Versammlungen. J«t Zyllus der von der Lese- und Redehalle jüdischer Hoch-> schüler veranstalteten Vortrage hält Herr Oberravomeri Dr. C h a j e s seinm XI. Vortrag. Zeit und Ort: Donnerstag.' dm 22. d. M., V-7 Uhr abmds, im Festsaale deö Gewerbe-! Vereines, l., Eschenbachgaffe 11. Kartm bei Löwit, I., Rotm-ft turmstraße 22, Schlesinger, Raben steig 5, Nattonalforidsstelle? Schmelzgasse 7 und im Lokale der Halle, IX., Türkmstraße 9.! — Der x. DiskMonsabend des Palästinaamtes sindet DonnerS-! tag den 22. d.' M. mn 6 Uhr abends im Eafs City, IX.,/ Porzellangasse 1, I. Stock, statt. Referieren wird Dr. Armand! Kn minka über „Kulturelle und religiöse Probleme beim Aufbach Palästinas". — Schutzbund der Bukowmaer m Dmtschösterreich»; Sitz Wim, II., Taborstraße 36/25. Mittwoch dm 21. d. M. um- 5 Uhr nachmittags^ findet eine Versammlung der M i t--: gl i e d e r im Kaffeehaus P r ü ck l, 1, Stubeming 24 (Ecke- Wvllzeile), Souterramlokal, statt, zu welcher auch Neueintretende; höflichst eingeladen werden. Das provisorische Exekutivkomitee — Der für Mittwoch den 21. d. M. anberaumte Vortrag des? Abg. Stricker im Saale des „Hotel Post" über „D i Sozialisirrungsges etze inderNativu a P» Versammlung" findet au diesem Tag.e^ n i ch t st a t t. . W Briefkaste» der Redaktion. P. S. Gr. Pfarrgasse. Sie muffen anmelden unter genauer Angabe der näheren Umstände zwecks Vermeidung ein« doppelten Besteuerung. Letzte Nachrichten. Die Lösung der türkischen Frage. SaLnt-Germain-en-Laye, 19. Mai. Eine Blattmeldung besagt: Obgleich noch Kerne Entscheidung getroffen ist, hat es den Anschein, als wollte man sich in der türkischen Frage einer Lösung zuwenden, die die Integrität der eigentlichen Türkei allerdings mit Ausschluß der arabischen Länder wahrt. In diesem Falle würde der Sultan in Konstantinopel b l e i b«e n. Das Mandat» der Türkei beiKuftehen, würde auf die alliierten Mächte aufgeteilt, so daß jede eine Mission in einem bestimmten geographischen Abschnitt erhalten würde: Amerika in Konstantinopel, Griechenland an der Westküste Kleina sie ns, Italien im südlichen und Frankreich im nördlichen Anatolien. Forderungen der Kladnoer Bergarbeiter. s Kladno, is. Mai. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Iü' einer Delegiertenkonferenz derBergarb e i t er s chafi wurde einmütig beschlosten, die eheste Sozialisierung mergisch zu verlangen. Die Arbesiersckjast wird noch bis zum 24. Mar a b w a r t e n, fordert aber dre sofortige Se q » e st x i e-r n n-q der Gruben. Der Aufstand bei Afghanen. Berlin, 19. Mai. Die „Times" vom 13. d. Bi. berichtet amtlich, daß die Afghanen Lei Kayber große Berstärsimgen erhalten haben «itfc btS Land: Aotal vorgedmngen sind. Sie gerieten am 9. d.M. mit engsiichen Tntppm m em Gefecht; sie winden zurüchgeschlagen und haben Stellungen^in der Mhebezogen. Auch cmö P e s ch a w a wv'den Imruyen gemeldet 1 Mer Prschawa ist der Belagerung L^nO.arv.b verhängt worden.