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Wiener Morgenzeitung · 1919-05-20 · Heft 121 (20.5.1919) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 121 (20.5.1919)
Date
1919-05-20
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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dW, i fi>iiiTrrJ'TinBfFlerTil,g>'" Wren. HMskE ■SdUUSHUBMBflSSBBfe« WkM»^MVM«zem«U -r^htr^j «dumm. 20; MB 'kSM «rffl"' Der neue Fahrplan in Tschechien. Pvag, 19. M-ai. (Tschecho-slowakisches Preßbureau.) Düs Eisenbahnministerium verlautbart: Der nette Fahr hi an, der nur einen Grundriß darstellt, der einen tveiteren Ausbau erheischt, wird tnii 1. Juni 1919 eingeführt. Die Eisenbahnlinien der Ost-Slowakei, vie erst vor kurzem besetzt wurden, konnten noch» nicht in den' Neuen Fahrplan anfgenvnmreu werden. Die GrundKee der neuen Fahrordnung ist, zunächst den Bedürfnisfen der Bevölkerung in unserem Gebiete zu entsprechen: Es wird deshalb der Landbevölkerung die Fahrt mach Prag, Brünn^ Preßburg und anderen Zentren sowie zurück in einem Tage möglich sein. Wegen Mangels an Maschinen, Wagen und Kohlö uerden zunächst nicht alle Züge verkehren, die im Fahrolan verzeichnet sind. i Im Bereiche der tschecho-flowakischen Republik wird namentlich eine Berbiirdung zwischen d'em Westen und dem Osten über Prag mittels direkter und durchlaufender Züge bestehen. Go verehrt zum Beispiel Vm Zugspaar Fürth—Kafchau über Pilsen, Prag, 8öhmisch-Trübau, Olmütz, Prerau, Oderberg, Teschen, durchlaufende Wagen zwischen Pilsen und Preßburg über Prag, Brünn, Kutti mit einer Abzweigung von Brünn'nach Luhatschowitz, Teple, Trentschin-Teplitzund Pistyan.' Außerdem werden durchlaufende Wägen verkehren-zwischen Karlsbad und Kaschau über Marienbad, Pilsen, Prag, Olmütz, Oderberg und zwischen Prag und Tatra-Lomnitz über Oderberg. Schlafwagen merden gehen zwischen Prag und Preßburg. Die jetzige Schue l lzug§ Verb induug Prag—Wien dreimal wöchentlich über Tabor bleibt weiterhin bestehen. Nizx die Abfahrts- und Ankunftszeiten werden oerbessert 'werden. Weiters wird an eine Schnellzugs- Verbindung . Wien—Karlsbad — Marienbao—Franzensbad über Büdweis dom 1. Juli 1919 gedacht. Die Fahrardnürrg der EntentefchnellZüge Paris—Prag rmd Paris —Warschau bleibt unverändert. Antideutsche Demonstrationen in Pilsen. Pilsen, 19. Mai. (Del. der „Wiener Morgen- Leitung.") Beim Besuch des Präsidenten Masaryk am SamsiäWereignete sich ein Zwischenfall, der;u großen . Ausschreitungen Anlaß gab. Kurz vor Ankunft dos Präsidenten am Ringplatz ließ die Be- . sitzerin der Apotheke „Zum weißen Einhorn", Frau Panlino Kalz-er, zum Schutz gegen die Mvrgensonne ue Rvuleaux in ihrer Wohnung herab. Die. auf dem Freiheitsring . wartende Menge erblickte darin eine Provokation und erging sich in Drohungen. Am Nachmittag fammelte sich eine große Menge vor dem Hause der Frau Kalzer an, drang in die Wohnung ün und mißhandelte die Frau, die krank im Bette lag'. Auch die Familienmitglieder wurden mißhandelt, die Wohnungseinrichtung zer- - r üinrn.e'r t, Bilder zerstört und Schmucksachen geraubt.-. Das Zureden einzelner besonnener Leute war vergeblich und schließlich entwickelte sich zwischen den Ängedrnngenen ein regelrechter Streit, ob man Frau Kalzer gleich an die Laterne hängen oder damit bis zur« Fällung eines Urteilsspruches warten solle. Erst iü später Nachtstunde gelang es, die Menge zum Verlässen der Wohnung zu bewegen. Am Svnntllgmorgen sammeltetr sich abermals Menschenmengen vor der Wohnung au, die wiederum in die'Wohnung einvrangen, Frau Kalzer an den Füßen aus dem Bett rissen und sie so auf die Straße schleiften^. Halb nackt und aus mehreren Wunden blutend wurde )ie Frau auf die Polizeiwachstnbe gebracht und dort, nachdem man ihre Wunden verbunden hatte, in S chutzhaft genommen. Heute vormittags sammelten sich neuerdings Leute vor der Apotheke an. Der deutsche ^olksrat beschloß, den Vorfall zur Kenntnis der'maßgebenden Behörden zu bringen. Blut und Tränen in Wilna. Warschau, 19. Mai. (Tel. der „Wiener'Morgenztg.") Am 6. Mat ist nach längerer Unterbrechung die jüdische ^ütnsgemeinde in.Wilna znsainmengetreten. Die linken Parteien (Bund- Poale Zion) beteiligten sich an der Sitzung nicht. Vorsitzender Dr. Jakob Wigodocki eröffnete die Sitzung and schilderte die traurigen Ereignisse der letzten Zeit. Die letzten Wochen, sagte der Redner, waren für uns v o l l Slnt und X rüttelt. Das Aergste ist die Schande, die man imferem Volke antut. (Die Versammlung erhob sich zum »Zeichen der Trauer.) Der Vorsitzende fordert die ganze Gemeinde aus, in Eintracht und Einigkeit am Wiederaufbau des zerstörten Lebens in Wilna mitznarbeiteit. Es wurde sodann eine P r o t e st r e s o l.tt tion beschlossen, in welcher die antijüdischen Exzesse, Plünderungen und Verhaftungen unschuldiger Juden genau geschildert wirb >md nachstehende Forderungen gestellt werden: 1. daß den Sers olgungen der Juden ein Ende gesetzt werde, 2. daß sämtliche Juden, welche ohne klaren Schuldbeweis »oeooeschleppt wurden, sofort enthaftet werden, 3.daß gesetzliche Garantien gegen die Wiederholung willkürlicher Arretierungen geschaffen und endlich 4.' daß den Beschädigten die ihnen geraubten Gegenstände zurückgestellt und die Räubei bestraft werben. Die jüdische Gemeinde in Wilna, heißt es dann in der Resolution, ist sicher, daß das jüdische Volk in Litauen im Kampfe uni die bürgerlichen, politischen und nationalen Rechte, für die national Existenz und die Ehre de? jüdischen Volkes 'nicht erlahmen wird. Nach lLugerer Pause erscheinen in Wilna wieder zwei jüdische Zeitungen, „Der Tag", ein unparteiisches demokralisches Organ, und die „Jüdische Zeitung", herausgegeberr von ven zionistischen Organisationen in Wilna. M allen Prriswtien. Reparaturen wuttr Garantie. Farbbänder für alle Systeme, erstklassige» Material. t'eop. Kurzer, Wien, W., Wcsibichnßmße 23. Tüetzhon i-ldsr. As Die Gegenrevolution in Ungarn. Die militärische Aktion gegen die Note Armee. — Freiwillige für KarolM-i Erklärnngen Bornemiszas. ,ß;-,f wl strniereu tritt. Tatsächlich' haben Wir'in Arckd M Die Delegraphek-KrmPvHnie meldet aus Sze gebt ur In den der neuen ungarischer Regierung nahestehenden Kreisen wird die Ankunft des 'Generats Franchet dsEspereybei den derzeit in Ungarn befindlichen französischen Trttppen sowie auch die Nachricht über eine erhöht^ ArtrNerietätigkeiL längs der ganzen Theißfrout und der Vorbereitungen zur Uebersetzung der Theiß durch rumänische Truppen als ein Zeichen dafür angesehen, daß die vor etwa zwei Wochen-zum Stillstand gekommene militärische Aktion gegen die Regierü'ng B'e la Kun wieder aufgenowitnen werden -wird- Man nimmt an, daß der Vormarsch der Ententetruppen nun glatt von statten gehen wird, da die Rote Armee auch jetzt kaum einen stärkeren Widerstand leisten dürfte als im Laufe der Operationen, welche zur Erreichung der herttigen Front nötig waren. Es verlautet, daß an den Aktionen gegen die B'udapester Willkürherrschaft sich auch jene ungar i.s ch e n T ru p p e n beteiligen werden, welche dem 'Ministerium Julius Karo ly i zur Verfügung stehen und zu welchen die in Ara b und Szeged in Angeworbenen Freiwilligen sowie der größere Teil der schon vor einigen Monaten in der Gegend von Sza tmar gesammelten sogenannten Szekler Armee gehören. Man ist in den hiesigen Kreisen davon unterrichtet, baß die neue Regierung Bürgschaften erhalten habe, daß die Aktion der Ententetruppen nicht zur Folge haben werde, die Grenzen, welche die. Pariser Konferenz für Ungarn schon vor längerer Zeit festgesetzt hat, zum Nachteil Ungarns zu verschieben. Es handelt sich somit ausschließlich' darum, an die Stelle der Herrschaft einer kleinen Minorität in Ungarn eine Regierung zu ermöglichen, welche dem Bolkswillen entspricht. Baron Julius Bornemis'ga/. der Minister des Aeußern der SzegÄnner ungarischen Regierung, der von Wienwo er einige Tage zubrachte, nach Sz'egedin zurückgereist ist, gab während seines Wiener Aufenthaltes einem Vertreter der Telegraphen-Kompagnie folgende Erklärungen: ,Ks ist unrichtig, wenn man zwischen gewissen Vorgängen, die sich Anfang Mai in Wien abgespielt haben, und der Bildung der Araber Regierung einen Zusammenhang konvon diesen Vorfällen Kenntnis gehabt, noch sind WÄ in irgendeiner Verbindung mit den in Wien wellen^ den ung arischen Politikern - gestanden, so wie »auch dieße, von der Bildung der Arader Regierung erst durch «M in Kenntnis gesetzt wurden. I Die Regierung I u li u s Karolyi wird verzüglich an die Durchführung der Aufgabe schreiten^ die sie sich'gesteckt hat und die einzig und allein dariw besteht, im Laude g e o r d n e t e D e r h 5 l t n i s s e wiede» herzustellen. Alle anderen großen, für die Zukunsti des Landes entscheidende Fragen bilden heute eine Sorget zweiten Ranges. In diesen Fragen wollen wir dem uiwgarischeu Volk selbst die Möglichkeit geben, seinen Willen? frei zu äußern und so sein Schicksal selbst git. bestimmest ein Recht, das ihm das von den heutigen U s u r - ' patoren der Negiernngsgewalt in Budapest ausgestellte Regierungssystem vorenthält. Wir ztveistlui nicht, daß wir unser Ziel erreichen werden und dies Tage der bvlschewikischeu MiNkürhere^. schüft gezählt sind." Verhaftungen in Budapest. Budapest, 19. Mar. (Ung. Tel.--Korr.-Bur.) Wie „BöröÄ llsiag" meldet, gelang es. eine Gesellschaft von G e g t ne revolutionären dingfest z u machen, welche durch bewaffneten Ansstand die Reaieruna stürzen wollten. Freitaa nachts wurde in einem Hause in Rakos-Palota eine aus a ch t Personen bestehende Gesellschaft veÄ haftet, welche sich in .einem abgelegenen Raum versteckt breltew In diesem Hause sowie in mehreren anderen Hausern in RakvK.. Valota wurden großeMengenvon Waffen nutz' Munition gefundetr. Unter den Verhafteten befindet sich dep ■ gewesene Stadthanptmann von N e m Pest, N o w o s e l e s k i, die ehemaligetr Budapest«: Polrzeibeatvten O l a ß, E g x t und Jenes, drei wohlhabende Bauern, ein Kauftnann und zwei frühere Wachlmtv Aus dem Verhör ergab sich, daß Nowoseleski in Rakospalota" eine Weiße G ar d e bilden wollte. Die Verhafteten gestandest weiters, daß,ste mit den gewesenen Leitern der Budapester Polizei,' damnter m rtdem g ewesenen Oberstadthanvt-- mannin Verbindung standen, welche in Budapest, eme ähnliche Bewegung organisierten. Dietz wurde gesterst v e r h a f t e t und legte nach längerem Leugnen ein Geständnis ab. Aus Grund desselben wurden im Laust der Nacht der ge?'- wesene Oberstadthauptmann Szentkira.l h der gewesene Oberpolizeirat Schreiber und die. gewesene» P o l i z e i r ä t c Koos und Hrabowski verhaftet. Man vermutet, daß die Verhafteten auch mit den Arad« rmd Wiener Gegenrevolutionären in Derbindnng - standen. >t ■ 56 Ermordete in Wilna. , s Warschau, 19. Mai. (Tel. der „2Br. Morgrnztg.*) Hier ist eine Delegation der jüdischen Bevölkerung in W i l n a eingetroffen, um bei der Regierung bezüglich der Befreiung der im* schuldig, in Litauen verhafteten Juden zu intervenieren. Die Delegation wurde vom ZivtlkommiMr für Lüauen O s n ot o w s k i, empfangen, der der Delegation einen Offizier beigab. Die Delegation soll Litauen bereisen und'die unschuldig Arretierten befreien. Die Kommission ist bereits nach B/i a l h st o k abvereist, wo sich die Mehrzhal der Verhafteten — ungefähr 400 Personen befinden. Die Delegation stellte fest, daß bei den Ausschreitungen in Wtlna 58 Juden ermordet wurden. Das Attentat gegen Paderetvski erlogen. g Warschau» 19. Mai. (Tel. der ^Wr. Morgenzeitung".) Die hiesige polnische Presse hat sich wieder eine unglaubliche Hetze gegen die Juden geleistet. Der „Kuryer Lwowski" und der „Kuryer Warszawski" haben in Extraausgaben aus einem Attentat auf PaderewsLi Kapital für einen Pogrom zu schlagen versucht. Der Sachverhalt war folgender: Als P a d e r e w s k i nach seiner Rückkehr aus Paris vom Bahnhof im Automobil wegfuhr, hörte man aus der Menge vereinzelte Rufe: ^Nieder milPaderewsKi!" Bald hatte die darüber aufgeregte Menge einen Juden namens Eisig Heilblum und einen Christen namens Z a l e w s k i gepackt und beschuldigte sie, sie seien mit Revolvern gegen PcLerewski losgegangen. Die ganze Geschichte ist erlogen und stellt sich als eine joumalistische Sensation heraus, das Attentat wurde künstlich fabriziert. Der ^RobotniL" hat von einem Augenzeugen den Sachverhalt erfahren. Damack war Eisig H e L b l u m (ein Schneider, 51 Jahre alt) vor einem Lebensmittelgeschäft angestellt und gab seiner Anzufriedenheit' darüber Ausdmck. Daraufhin wurde er von Vorübergehenden mißhandelt. Gerade zu dieser Zeit passierte das Automobil, in dem Paderewski saß, die Stelle- und es verbreitete sich die Nachricht, daß Inden „Nieder Mit Paderewski" gerufen und ein Attentat auf den Präsidenten versucht hätten. Der unschuldige Heiblum wurde auch verhaftet und es ist bisher, trotz energischer Intervention jüdischer Abgeordneter, nicht gelungen, seine' Freilassung zu erwirken. Der Pogrom in Kolduszorva. Mährrfch-Ostrau, IS. Mai. (C.P.-B.) Die Krakauer Blätter melden, daß fünfzehn Plünderer, die sich an den Unruhen in Kolbuszowa beteiligten, nach Rzeszow gebracht und v o r e i n S t a n d g e r i ch t g e st e l l t wurden. Fünfzig Personen befinden sich in Untersuchungshaft. 660 jüdische Eisenbahner entlassen. Warschau, 19. Mai. (Telber „Wr. Morstmzig."), Nack) iH": Bcsetzmil; Wüuas durch dir Potrn wurden siitntliche jüdische 'iiienbabtm', etwa aw au bu-Ät entlassen. Der Austausch der Vollmachte». , Fünf Minuten Zeremonie. 4. Saint-Germain-en-Laye, 19. Mai. Heute nachmittags um 3 Uhr 15 Minuten vollzog sich im Pavillon Henry IV. der A u s t a u s d) der B o l lmachten als erster offizieller Akt der Friedenskonferenz. [• Im Gartensaal des im Frieden als Hotel dienend en Pavillons erwarteten die fünf Vertreter der Großmächte, C a m b o n für Frankreich als Vorsitzender/ Lord H a r d i n g e für Großbritannien, White für die Vereinigten Staaten, de M e r t i n o für Italien und Baron M a t f u i für Japan die deutschösterreichischen Vertreter, die in Automobilen von der nahegelegenen Villa, in der Staatskanzler Doktor Renner wohn^ abgeholt wurden. Von deutschösterreichischer Seite nahmen unter Führung des Staatskanzlers Dr. Renner die Generalbevollmächtigten Minister a. D. Dr. Franz Klein, Sektionschef Peter, Sektionschef Eich ho ff und Seküonschef Dr. Schüller an der Zeremonie teil. . Die deutschösterreichischen Delegierten wurden vom Kommandanten Bourgeois, dem Chef der fran^' zöfifchen Militännifsion, eingeführt. C a m b o n leitete. die Ueb ergäbe der Vollmachten mit einigen verbindlichen Worten ein, die vom Staats»' Kanzler mit einer kmzen, in französischer Sprache beginnenden und deutsch fortgesetzten Ansprache beantwortet wurden. Hierauf erfolgte gegenseitig die, Ueb ergäbe der Vollmachten. ’ Es" wurden Vollmachten von folgenden Staaten zur Prüfung übergeben: Vereinigtes Staaten von Amerika, Großbritannien (das ist auch; Kanada, Australien, Neuseeland, Südafrika und Indien), Frankreich, Italien, Japan, Belgien. China, Kuba, Griechenland, Nikaragua. Panama, Polem Portugal, Rumänien, Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, Siam, tschecho-slowakischc Republik. Die diplomatische Zeremonie dauerte nicht mehr als fünf Minuten. Nach Va4 Uhr fuhren die Ententevertreter im Automobil nach Paris zurück.; Die deutschösterreichischen Delegierten begaben sich in ihre Quartiere. _ Der Sultan bleibt in Konstantinopel? Amsterdam» 19. Mai. (Tel.-Komv.) Das „Hattdelsblad"'. bestätigt du Nachricht, daß der Plan vezügltch der I n t c f Nationalisierung K o n st a n t i n o v e l s a u f-, gegeben wurde. Der S u! t a n werde wahrscheinlich i.p K o n st a n t i n i) v e l bleiben,, in diesem Falle wiirhr jedoch Amerika die türkische Regierung bei der Verwaltung des europäischen Türkei beraten. Dieser Beschlich sei auf Vorschlag der mohammedanischen Delegation gefaßt worden, die mtS Furcht vor Unruhen in Britisch- Indien wünsche, daß der Sultan nicht zu sehr erniedrig:, werde und weitechin da§ r e l i g i o s e O b e r h a n p t d e r M v h a nr w d a n e r Ueibe. >>> m ...

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