Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 121 (20.5.1919)
- Date
- 1919-05-20
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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/ Nr. 121 Wien, Dienstag Inland. r Pretzgefetzenquste. Die Verhandlungen der Prchgn'etzenquete wurden am Sonntag fortgesetzt. In der Debatte Über die eigentlich vrestcrechtlchen Bestimmungen stellt Vorsitzender Staatssekretär Dr. B r a t u s ch die Fragen der polizeilichen Beschlagnahme «nd des objektiven Verfahrens zur Diskussion, an der sich Dr. O f n e rund Z a p p I e r beteiligten. Emr längere Debatte entspann sich Über die Verantwortlichkeit der an der Herstellung einer Druckschrift beteiligten Personen. In der Debatte über Bestimmungen betreffend bte Berichtigung wendet sich Dr. W e n g r a f dagegen, daß die Ausnahme einer Bcrichtegung durch Einstellung einer Zeituna erzwungen werden soll. Die Verhängung einer stets steigenden Geldstrafe bet fortgesetzter Weigerung sei ein genügend starkes Zwangsmittel. Dr. O f n e r betont demgegenüber, daß die Einstellung des Blatteö in einem -solchen Falle ein ganz entsprechendes Zwangsmitrel sei, namentlich dann, wenn es sich um den Schutz der persönlichen Ehre handelt. M a n d k bittet, daß den Berichterstattern ausländischer Zeitungen im neuen Freistaate, insbesondere in Wien, dieselbe Bewegungsfreiheit gegeben, wird, welcher sie sich m früherer Zeit erfreuen konnten. Hierauf wurde die Enquete geschlossen. Die neue niederösterreichische Landesregierung. Heute mittags findet die Konstituierende Sitzung des niederösterreichischen Landtages statt. Zum Landes» Slütiptmonn wird Abgeordneter Sever ernannt. Zu einen Stellvertreter sind der bisherige Landeshauptmann Steiner und Landtagsabgeoroneter Mayer in Aussicht genommen. Eine Länderkonferenz in Wie«. gttt heute wurde nach Wien eine Konferenz der Landesregierungen mit der Fentralregierung einberufen, in der Vizekanzler Fink versuchen wird, eine Einigung bezüglich der Einreisedifferenzen herbeizuführen. Chriftlichsoziale Mehrheit im oberösterreichischen Landtag. Linz» IS. Mai. (Korr.-Bur.) Das offizielle Ergebnis der Landtagswahlen bestätigt die schon veröffentlichten Daten. Im oberösterreichischen Landtag werden die Christlichsozialen. welche von, 73 Landtagsmandaten 88 errungen haben, gegenüber den Sozialdemokraten mit 23 Mandaten und der deutschen FreiheitSnnd Ordnungspartei mit 13 Mandaten die absolute Mehrheit bilden. In der Linzer Gemeindestube werden von 60 Mandaten bte Sozialdemokraten 35 gegen bisher 19, die Christlichsozialen 17 gegen bisher 7 und die deutsche FreiheitS- und Ordnungspartei 8 gegen bisher 31 Mandate mnehabrn. Die Gemeindewahlen in Vorarlberg. Bürgerliche Mehrheit. Bregenz» 19. Mai. (Korr.-Bur.) Gestern wurden in 102 Gemeinden, darunter in 35 Bei hällnrswahlgemeinden, die G «- meinde Wahlen durchgeführt. Im ganzen Lande ist ein starker Rückgang d er s ozialdemo kratifchen Stimmen zu verzeichnen. In allen Gemeinden haben dir bürgerlichen Parteien die Mehrheit erlangt. Die Christlichsoziale Volrspartei hat in vielen Orten die absolute und m den meisten übrigen Gemeinden die relative Mehrheit. In der Landeshauptstadt Bregenz haben die Demschfmheitllchen die bisherige absolute Mehrheit verloren. Die Einreiseverbote. Bekanntlich hat sich die Regierung veranlaßt gesehen, die Erlöste der einzelnen Landesregierungen, mit welchen E > nreiseverböte verfügt worden sind, durch einen Erlaß auszuheben. Dadurch, daß die Landesregierungen sich diesem Erlaß der Zentralregierung u t ch t f ü g e n w o l l e n und die Einreiseverbote a u s r e ch t h a l t e n. ist ein unerträglicher Zustand geschaffen worden, zumal die Reisebeschränkungen nicht allein gegen „Hamsterer", sondern auch gegen Vertreter des Handelsverkehrs rücksichtslos gehandhabt werden. Um ihn zu beseitigen, wurde für heute nach Wen eme Konferenz der Landesregierungen mit der Zentralregierung emberuseu, in der Vizekanzler Fink versuchen tvird, eine Einigung zwischen der Zentralregienmg und den Landrsverwaliungen herbeizusühren. Worden ist, vermag d«n menschlichen Bekenntniswert dieses Buches nur zu steigern, das ein Manu geschrieben, der, geschmäht und verlästert, in mutiger Unentwegthrit seinen einsamen Weg durch das blutige Wirrsal wandelte. Ein Leitgedanke zieht sich durch das ganze Buch, der, daß es vhne vorangehende moralische Verständigung der Völker überhaupt. leinen Frieden gibt. Immer wieder wird bas, was Förster den Machiavellismus nennt, als gemeinsame Sünde des neuerest Europa und tiefste Kriegsursache erwiesen, immer wieder den deutschen Machtaposteln die weltpolitische Bedeutung des N e ch t s gedankens vor Augen geführt und in klassischer Weise der Nachweis erbracht, daß die Aufrichtung der Herrschaft der individuellen Ethik im Bereiche des Staates und der Völkepbeziehungen -nicht nur eine sittliche Forderung und Pflicht bedeutet, sondern daß diese vielmehr eine höchst realpvlitische Macht darstellt. Die Auseinandersetzung über Politik und Moral, die Zurückweisung des Militarismus, der M schnitt über den Bankerott des deutschen Jntellekturlismus, die psychologische Erklärung des feindlichen Kriegstvillerrs, hinter dem eine sittliche Idee aufgezeigt wird, all diese Kapitel sind der Ausfluß einer unerschütterlichen sittlichen Neberzeugung, Hie Gemeingut einer künftigen wahreren Kulturmenschheit werden muß. Försters Ideen sind auf dem Boden der christlichen Ueberzeugung erwachsen. Aber die Folgerungen, zu denen sein undogmatisches Christentum führt und die ypfervolle Hingale an sittliche Ziele bedeuten, sind nichts, das bloß für Christen Geltung hätte. Seine Anklage gegen das ganz« offiziell-kirchliche Christentum, das sich, wie sein Verhalten während des Krieges bewiesen hat, von -seinen eigensten Grundlagen entfernt hat, und daS Förster geradezu als Heidentum kmspricht. wird der Jude mit innerster Zustimmung Wien, dt: Jude, dessen ganzem Fühlen jener christliche ani'ismnö unbegreiflich ist, der die echMLN Tendenzen Wiener MorgenZeitung Das ostgaNzische Petroleumgebiet von den Polen erobert. Marschau, 19. Mai. (Poln. Tel.-Agent.) Bericht des pölnifchen Generalstabes vom IS. Mai r Galizifche Front r Zn der Nacht auf den IS. d. M. haben unsere Truppen Bort-statt» und Drohobhez erobert. Borhslaw ist unbeschädigt. Andere Abteilungen ünserer operierenden Truppen eroberten gestern Mikolajew und haben den Durchgang über die D n ji e st e r- Brücke hei Roztvadotv erzwungen. Die Chaussee sowie die Eisenbahnlinie L"tirber§—Mikolaferv ist aänzlich in unserem Besitz. Die riesige Beute an Kriegsmaterial sowie die Gefangenen sind noch nicht gezählt. Der Feind stieht in Aeberstürzung. Die Begeisterung der Bevölkerung in den von uns besetzten Städten laßt sich nicht beschreiben. Zn Sambor haben sich schon am ersten Tag mehrere hundert Freiwillige zum Militärdienst gemeldet. j Wolhhnische Front: Ans der ganzen Front von der galizifche« Grenze bis zunz Priyfet stehen wir am Sthr-Fluß. Unsere vorgeschobenen Patrouillen find an mehreren Punkten mit den bolschemitischen Truppen in Berührung gekommen. Litauisch - weißrusfische Front: Anderändert. Das Fürstentum Liechtenstein ist neutral. Wie wir erfahren, hat der regierende Fürst Liechtenstein eine diplomatische Vertretung hei der deutschösterreichischen Republik errichtet. Das deutschösterrerchische Staatsamt für Aeußeres hat die diesbezügliche Mitteilung mit besonderer Genugtuung mit Rücksicht auf die zahlreich bestehenden Beziehungen h i si o r ischer, politischer und wirtschaftlicher Natur zwischen Oesterreich und dem souveränen Fürstentum zur Kenntnis genommen. Das Fürstentum, welches sich bei Kriegsbeginn neutral erklärte und dessen Neutralität von Eduard G r e y im englischen Parlament sowie bei verschiedenen konkreten Anlässen von anderen Ententestaaten wiederholt anerkannt wurde, hegt den Wunsch, gleich den übrigen neutralen Staaten auch b ei der Pariser Friedenskonferenz vertreten zu sein und Mitglied des Völkerbundes zu werden, Als Vertreter des Fürstentums ist die Entsendung eines Liechtensteinschen Staatsbürgers, Dr. Emil Beck, Privatdozent des Völkerrechtes an der Universität in B e r n, in Aussicht genommen. Der Ueberfeeflug. Ein Flugzeug verloren gegangen. Paris, 18. Mai. (Funffpr.des Korr.-Bur.) Zum Ueberseeflua wird gemeldet: Das amerikanische Wasserflugzeug „N. C. 4“ ist Samstag 11 Uhr 35 Minuten vormittags bei sonnigem Wetter nach einer Fahrt von 13 Stunden 19 Minuten auf den Azoren emgetroffen. Das Flugzeug „N. 6.1" hatNo 1 signal gegeben. Es ist im Nebel verlyren gegangen. Zwei Torpedozerstörer find ausgefahren, um es zu suchen. Vom „N. G. 3" lst man seit gestern früh ohne Nachrichten. Um diese Zeit rst eS außerhalb der Fluglinie geflogen. auf den Himmel verweist und den sehr irdischen ihr irdisches Recht läßt. In diesem Buche ist genügend von realen Dingen die Rede: von Handel, Kolonisation und Weltpolitik, aber stets wird , die Bedeutung, der Imponderabilien betont und das Primat des Geistig-Sittlichen als Grund forderung für die künftigen Beziehungen der Völker aufgestellt. Nicht brutaler Staatsegoismus noch wirtschaftliche Reformen allein können die Neugestaltung bringen, nur aus sittlicher Erneuerung kann die entgötterte Welt erlöst werhen — dies ist die Grund fornvel, auf die sich die klaren Gedanken des Försterschen Buches bringen lassen. Seine Tragik ist, daß seine Stimme die des Rufers in der Wüste war. Nun, da es zu spät ist, melden sich andere. Die Berliner deutsche Gesellschaft für staatsbürgerliche Erziehung veröffentlicht soeben eine Denkschrift an Wilson. Sie ist von Trägern klangvoller Namen unterzeichnet: von Deussen, dem Vorsitzenden der Schopenhauer-Gefellschaft, * Eucken, dem Vorsitzenden der LulherchGesellschaft, Meyer-Halle, dem Vorsitzenden der Kant-Gesellschaft, Baihinger, dem Schöpfer der „Als—ob"-Philosophie, und Ostwald, dem Präsidenten des Monistenbundes. Die Schrift ist in mehreren Sprachen erschienen und man hat dafür gesorgt, daß sie Wilson übermittelt werde. Es^ ist ein Mahnruf an den Präsidenten, mutvoll an seinen Grmrdsätzen des Völkerbundes sestzuhalten, hinter denen bereits die ineisten Kulturvölker der Erde ständen. Der Mahnruf mag gut gemeint sein. Aber wenn sich die deutsche Wissenschaft rechtzeitig pon der Anerkennung der Methoden des herrschenden Machtwahnes freigehalten hätte statt ihm Weihrauch zu streuen, ihn wissenschaftlich zu stützen, ihre Methoden der verlogenen Verarbeitung fragwürdiger Dokumente zu leihen und die Alleinberechtigung einestaatlichen Mach'avelliSmuS zu predigen, so wäre vielleicht dieser verspätete Mahnruf überflüssig geivorben. A- F. 20. Mai 1919 Sette S -:-—-:-----—i Telegramme. Die deutsche Regierung vor dem Rücktritt? Angebliche Abficht, die Unterschrift zu verrveigery^ kl Budapest» 19. Mai. (Tel. der „Wr. Morgenzeitung".) Ein Funkspruch aus New-Pork meldet: Der „St e n? H) ork World" wird aus Paris gemeldet: Die aus Deutschland eüüreffenden zuverlässigen Mitteilungen geben der Aufnahme Raum/ daß unerwartete Ereignisse einiretejt werden, wenn die jetzt, in Versailles befindlichen deutschen Friedensbevollmächtigten den Friedensvertrag unterschreiben- Von Berlizr zurückkehrende offizielle amerikanische Persönlichkeiten teilen mit, daß die Reg i e r u n g Scheidemann sich moralisch verpflichtet habe, den Friedensvertrag nicht z u u n t e rschreiben und man infolgedessen mit dem Sturze dieser Regierung rechne. In diesem Falle oder viel?" leicht schon früher werde Graf Brockdorff- Rantzau die Unterfertigung verweigern und Versailles verlassen. Wenn dann die deutsche Regierung dennoch geneigt wäre, den Vertrag zu unterfertigen, wurden neue Bevollmächtigte entsendet werden, welche erklären werden, daß fix unter dem Zwange der Alliierten unterschreiben. — Dem „Ewening News" wird aus Paris gemeldet: Die deutschen Bevollmächtigten halten standhaft daran fest, den Vertrag n i ch t zu unterzeichnen, wenn man sich nicht in münd, jiche Verhandlungen mit ihnen einläßt und die Bedingungen nicht mildert. Es wird sich in Kufze zeigen, ob dies nur ein Bluff oder ein ernster Entschluß ist: Nach einer aus zuverlässiger Quelle stammenden Ini formatton ist Brockdorf-Rantzaus Standpunkt folgender: Die Deutschen werden gegen drei Verfügungen bis zum letzten Blutstropfen Kämpfen.' Diese sind: Das Schicksal des Saarbeckens, die Abtrennung West preußens und die k o m m e r z i e l le Isolierung Deutschlands. Brockdorff-Rantzau befriedigen die Antwoiten der Alliierten nicht, weil die Ententemächte nach feiner Meinung auf feine eine ehrliche Verständigung bezweckenden Fragen ausweichend erwiderten. Der Wiederaufbau von Reims. Paris, 19. Mai. (Funkspr. des Korr.-Bur.) Der Stadt* rat von Reims hat den Man ütnn Wiederaufbau der, Stadl angenommen. Die Stadt soll im allgemeinen den An» blick behalten, den sie ihren künstlerischen Bauten verdankt, dochist die Schaffung breiter Straßmzüge. von Stadtgärten und Arbeitervorstädten sowie eines Gürtels von äußeren Anlage» geplant, die sich weit über das jetzige Weichbild der Stadt er-' strecken werden. Die Oftgrenze Deutschlands. Warschau» 19. Mai. (Tel. der „Wr. Müraenzlg.") „Kurier Warszawsst" meldet, daß auf der dem F r i e d e n vertrage beigelegten Landkarte die Ost grenze, Deutschlands in zwei verschiedenen Farben verzeichnet ist. Die violette Grenze wird als definitiv betrachtet und wrrd keiner nachträglichen Entscheidung der sogenannten Grenzkommissionen unterliegen. Die rote Grenze ist weniger genau, geführt. Jche endgültige Festsetzung wird von den Kommissionen, an Ort und Stelle vollzogen werden, wobei die Abweichungrnj keine zwei Kilometer überschreiten werden. Drei Viertel der, deutsch-polnischen Grenze sind in violetter Farbe eingezeichnet. Der Papst für Milderung der Friedensbedingungen. Berlin, 19. Mai. (Trl.-Komp.) Nach Meldung der! »Schlesischen Volkszcitung" hat der F ü r st b i s ch o f von Breslau auf seine B:tte an den Papst, wegen Milderung der Friedensbedingungen zu intervenieren, die o ffi» zielleMitteilung erhalten, daß der Papst bereits hti dieser R i ch t u n g t 8 t i g ist. Der Mörder Rosa Luxemburgs geflüchtet. Berlin, 19. Mai. (Korr.-Bur.) Der wegen Ermordung der Frau Rosa Luxemburg in Untersuchung befindliche Oberleutnant Kurt Vogel wurde Samstag nachmittags durch dma unbekannten Infanterieoffizier auf Grund eines gefälschten Ausweises aus dem Untersuchimgsgefängnls abgeholt und ist seitdem flüchtig. | Berlin, IS. Mai. Zur Flucht des Oberleutnants Vogel' v:röffenllickt das Gericht des Gardrkavallerie-SchützenkorpK folgende Bekanntmachung: Am 17. Mai, nachmittags 3 Uhr 48 Mmuten, ist em In f a n 1 erie o ffizi er in einem geschlossenen Privatkraftwagen vor dem Zellengefängnis in Moabit vvrgefahren. Der Offizier hat auf Grund emes gefälschten Auswerses den nn ZellengesängniS wegen des Mordes an Frau Rosa Luxemburg in Untersuchungshaft befindlichen Oberleutnant Kurt Vogel avgeholt und ist mit ihm um 4 Uhr 1b Minuten in dem Kpaftrvagen vom ZellengesängniS abgefahren. Für die Ermittlu»rg des feltbem flüchtigen Oberleutnants Vogel und des begleitenden-InsanterieoffizierS oder für sachdienliche Angaben wird eine B e l o h n u n'g v o n 3000 Mark ausgeseyt. ' v Prozeß gegen Ledebour und Düumig. s Berlin, 19. Mai. (Korr.-Bur.) Heute hat der Prozeß gegen Ledebour und Ernst D 8 u m i g begonnen. Ledebour wird wegen der Borgänae am 6. Jänner beschuldigt, eme» bewaifnetenHansen gebildet oder Mannschaft, von der er wn!>>«, daß sie ohne gesetzliche Bcsugms.gt' sammelt war, mit Waffen oder Kriegsbedarf versehen zu haben Dernburg berichtet. Berlin» IS. Mai. (Tel.-Komv.) Heute abends findet eü^ Sitzung deS FriedensauSschuffes der Nationalversammlung statthie wahffcheinlich vertraulichen Charakter tragen wird. Die» Minister Dernburg und Wistel werderr voraussichtlich Mittcllmlgm über ihre Unterredungen Mit dem Grcchy Brockdorff-Rantzau machen.