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Wiener Morgenzeitung · 1919-05-17 · Heft 118 (17.5.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 118 (17.5.1919)
Date
1919-05-17
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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SeKeS Wrm, Samstag Me«er Morgenzettrmg 17. Mai 1919 Nr. 119 Bühne Md Kunst. Ans den Theatern. rI« Dnrgtbeater kommen in der Zeit vom 18. b.iö 23. Mai folgende Vorstellungen zur Aufflihrnng: Sonntag, 3 Uhr nachmütngs, „Goldfische": xj{l Uhr abrndö, „(5m dunkler Ehrenmann". Montag, V-7 Uhr abends, „Was ihr wollt". Dienstag, 6 Uhr abends, „Die Fahrt ins Blaue". Mittwoch. ty7 Uhr abends, „Ern dunkler Ehrenmann". Donnerstag, 6 Uhr abends, „Pvgmalion". Freitag,!/97 Uhr abends, „Die verlorene Tochter". Samstag, Uhr abends, «Othello, der Mohr oün Venedig". SonntöW */,7 Uhr abends, „Erde" „Karnerleut". -! ' Die gestrige Ankündigung, wonach Herr Dr. Strauß die „Salome"-Vorstellrmg heute Samstag dirigiert, beruht »auf ein Mißverständnis. Herr Dr. Strauß wird, wie ursprünglich angezeigt, zmn erstenmal am Sonntag bei „Fidelio" am Dirigentenpult des Operntheaters erscheineil. Sodann wird Dr. Strauß am Montag „Ariadne", am Donnerstag Tristan vnd Isolde^ und am Samstag den 24. b. M. den „Rosen Kavalier dirigieren. . » Kammersängerin Elise Elizza und Kammersänger Ulfred Piecaver v-eranstalten am 2. Juni im großen iKonzerthaussaale, abends, zugunsten des „Elisabeth.Heimes" für Kriegswaisen, Arbeiterinnen und Lehrrnädchen ein Kontzert unter Mitwirkung des. Tonkünstlerorchesters mit Karl Nuz« am Dirigcntenpult. Operrttheater. „D i e E n t f ü h r u n g aus dem Serail." Nach der starren Feiellichkeit der »Älteste", mit der die Reibe der Festspiele im Opernhaus eröffnet wurde, folgte die heitere Lebendigkeit der ewig jungen Mozartschen Spicloper. Die Aufführung zeigte frische Politur, am Grundgesüge war wenig zu ändern. Das Sängerpaar Kurz-Piccaver glänzte durch bewahrte Schaustellung feiner, kostbaren Stimmittel, fein Gegenspiel, Ader-Gallos, hatte nebstdem für Heiterkeit und lebensvolle Darstellung zu sorgen. Fräulein Ader, der neue Liebling des Publikums, wurde diesen Anforderungen voll gerecht Der Osmin de§ Herrn Z e c ist kimstlich zu größerem Vokinnen des Leibes wie der Stimme emporgeschraubt, aber er stattet den drolligen Bvsewicht mit wirksamer Bühnrnkvmik aus. Direktor Schalk war für diesmal noch selbst am Pulte tätig und fand den iiblichM Applaus als Dank für seine vorbereitende Arbeit. Dr. 8. dl. Die Liechtensteinsche Gemäldegalerie. Don Montag den {19. b. M. an, ist die Liechtensteinsche Gemäldegalerie, 9. Bez., Mtrstengasse bis Ende Oktober für den Besuch des Publikums geöffnet. Besuchszeit ist an Wochentagen von 10 Uhr vormittags bis 3 Uhr nachmittags und an .Sonn- und Feiertagen von 2 bis 4 Uhr nachmittags. An Samstagen »leibt die Galerie wegen Reinigimg immer geschlossen, s Ei» itnieuisHer Mns'umfk' ndal. Dem „Tor, iere d'Jta'ia" tzttfolge sind im kunstgewerblichen Museum von Neapel große Betrügereien vorgekommen. Eine. Reihe wertvoller Objekte soll durch Museumsbeamte verkauft und durch Nachahmungen ersetzt worben sein. Minister Cruffelli hat eine Strenge Untersuchung eingeleitet, deren Ergebnis vorläufig geheim geh alten wird. Viele hochgestellte Persönlichkeiten sollen in dieser Angelegenheit kompromittiert sein. > Selbftnrord einer Pariser Schauspielerin. Die belichte Pariser Schauspielerin Madame Blanche D ns r ö n e vom Sarah Bernhardt-Theater hat in ihrer Garderobe im Theatergebciude Selbstmord begangen. Die Schauspielerin Nahm am Nachm'Ntag an der Probe zu einem neuen Stück von Zamacois teil, dann begab sie sich in ihre Garderobe, aus der sie ihre Garderobiere bald wegschickte. Als diese knapp vor der Abendvorstellung wieder erschien, um Madame Dulröue beim Ankleiden für die Rolle der „Kameliendame" behMrch zu sein, fand sie. die Türe zur Garderobe versperrt. Sie verschaffte sich mit Gewalt, Eingang. Am Fensterkreuz erblickte sie die Schauspielerm, die sich erhängt hatte. Der Tod war bereits emgetreten. Die Abendvorstellung wurde vor Beginn des ersten Aktes abgesagt. Man konnte bisher 'keine Anhaltspunkte für dre Ursache des Selbstmordes gewinnen, doch glaubt man. daß die Schauspielerin die Tat infolge ihrer durch Ueberarbeitung gesteigerten Nervosität begangen hatte. Madame Duiröne, die Tochter des MalerS Grolleron, stand im 44. Lebensjahre und hinterließ zwei Tochter rm Alter von 18 und 20 Jahren. Sie begann ihre Laufbahn im Odeonthrater und spielte zuletzt die von Sarah Bernhardt kreierten Rollen. { -! # Der Jude schließt mit dem soeben erschienenen Heft XII ferne« 3. Jahrgang. Aus dem reichen Inhalt heben wir hervor: Martin Buber: Vor der Entscheidung. Felix Welt sch: Organische Wlllmsbildung im öffentlichen Leben. HadassahbathMordechairJn Sased. Arnold Zweig: Ruf zur rechten Zeit. W l a d. W. Kaplun- K v g a n. Die Mische Auswanderung aus den Vereinigten Staaten von Amerika. — Das Heft ist zirm Etnzelpreis von X 4.40 zu beziehen durch dre Buchhandlung R. Löwrl, Wen, K Rvtenturmsiraße 22, woselbst auch Abonnements für den nearn Jahrgang entgegengenommen werden. Juden und Jüdinnen Deutschöfterreichs! Sport. Mtttelschulensp ortfest. .Me bereits gemeldet, findet heute auf der '«Hohen Warte* ein Mittelschulensportfest statt, das einen recht interessanten Verlauf zu nehmen verspricht. Auf dem Progamm stehen zwei Fußballwettspiele — Neue Wiener Handelsakademie gegen Schüttelrealschule und Karl Ludwig-Gymnasium gegen Me. Handelsakademie — sowie leichtathletische Wettbewerbe. Insbesondere dem erstgenannten Fusid allivettspiel steht man mit besonderem Interesse entgegen, da die besten Mittelschulmannschaften aufeinandertreffen. Der Beginn des Spottfestes ist mit 3 Ahr festgesetzt. ' ttttftas schlägt Phönix 6 : 4 (3 : 3). Sicherer Sieg "der mit «nlgen Ersatzleuten spielenden UnitaS. Anfangoffenes Spiel, bis es in der 16. Mmute Phönix durch einen Freistoß gelingt, den ersten Treffer zu erzielen. UmtoS kann jedoch durch „Maxl" in der 82. Minute schön auSgleichen. Kurz darauf ist Phönix »um zweiten und dritten Male erfolgreich, doch gelingt rS lluiws durch „Dolfi" in der 81. Minute und M-lz in der 48. Minute auszugleichen. Nach der Paule fit UnttaS glatt überlegen. In der 12. M nute fit es wieder Milz, der seinen Farben die Führung verschaffe Durch eine Ecke gelingt rS jedoch Phönix auSzugleichen. Vom Abstoß weg bedrängt jetzt UnttaS fortwährend und kann auch noch durch „Maxi" und Fuchs zwei schöne Treffer erzielen. Bei Unitas „Maxl" und „Roben", bei Phönix brr TorjMann sehr gut. ' Phönix Il—Nu'.tas tt, 8: 0. Umtas Hl—Phönix lll, 2:0. In den Tagen des großen Umsturzes hat sich zum Schutz der Interesse» der jüdischen Bevölkerung auS den Vertretern der nationaljüdischen Partei.ru der Jüdische Nationalrat konstituiert, der bis zur . Einsetzung einer gewählten Vertretung provisorisch die Führung der jüdischen Angelegenheiten übernommen hat. Der Nationalrat hat bei der Liguidierrlng de§ alten Staates entschlossen und nachdrücklich die . gerechten Ansprüche der Jude» wahrgenoinmen und hat darüber gewacht, daß jüdische Interessen nicht verletzt werden. -Bei dev. Auflösung der Armee und" der Mubildung. nationaler Formationen haben sich die jüdischest Soldaten dem Nationalrat zur Verfügung gestellt, der dadurch'die Möglichkeit-hatte, eine bewaffnete, Wehr zum. Schutze der jüdischen Bevölkerung in der bewegten ersten Zeit des chaotischen Durcheinanders bereit zu haben. Diese im Einvernehmen mit den Behörden gebildete Gruppe wurden dann als Jüdische Gruppe der Wiener Stadtschutzwache organisiert und hak sich wiederholt durch besonnenes , und pflichtgctreües Verhalten die besondere Anerkennung der Behörden, insbesondere auch anläßlich der jüngsten Demonstrationen in der Taborstraße, erworben. Zahlreiche Kategorien jüdischer Menschen sind durch den Zusammenbruch des alten Staates deS Schutzes und der Hilfe bedürftig geworden. Soldaten, Beamte, Demobilisierte, Flüchtlinge, Arbeitslose usw. Der Nationalrat mußte sich ihrer annehmen und hat ihnen wirksame Hilfe geleistet. Die wichtigste Aufgabe war, den Staat, die Oeffentlichkeit und die Behörden über die exzeptionelle Stellung des jüdischen Volkes aufzuklären und darüber zu wachen, daß keinem jüdischen Dolkszugehörigen unter dem Vorwand, daß in den neuen Nationalstaaten nur die herrschende Nation vollberechtigt sei, ihr staatsbürgerliches Recht beeinträchtigt werde. Der Nationalrar hat in unzähligen Fällen, bei den obersten Regierungsstellen des neuen Staates Deutschösterreich in diesem Sinne interveniert, anfangs wenig Verständnis gefunden, aber durch zähe Aufklärungsarbeit vieles erreicht. Der Nationalrat hat dem'provisorischen'Staatsrar Deutschösterreichs eine Denkschrift überreicht, worin er die Postulat« der jüdischen Nation darlegte und sich zu Vorschlägen, beziehungsweise Ve. Handlungen über deren Durchführung erbot'. Das Ziel war dabei, einen rechtlichen. Zustand zu schaffen, der einerseits die Möglichkeit einer Döltentfattung des jüdischen kulturellen Eigenlebens und einer Gesundung des jüdischen Volksorganismus bietet, andererseits die Basis für ein geordnetes, auf gegenseitiger Achtung und Verständnis beruhendes'Zusammenleben mit der nichtjüdischen Bevölkerung darstellt. Ein solcher Zustand ist nur dann zu erreichen, wenn von der jüdischen Würbe nichts preisgegeben wird. "Nur so kann wahre Gleichberechtigung erzielt werden. Der Nationalrat hat sofort Beziehungen zu den gleichartigen jüdischen Körperschaften der anderen Länder hergestellt. Die Anerkennung des jüdischen Volles durch alle Großmächte und durch die internationale Sozialdemokratie hat dem Nationalrat die Möglichkeit geboten, auch als Vertretung des deutschösterveichischeu Teiles des jüdischen 14 Millionsuvolkes politisch in Aktion zu treten. Er hat durch ins Ausland entsendete Delegationen die Beziehungen mit unseren Brüdern in den anderen Ländern hergestellt. Eine traurige Pflicht ist ihm erwachsen, als er gezwungen war, die Sachwalterschaft für die gemordeten und verfolgten Brüder in Galizien und Polen zu übernehmen, da die dortigen Körperschaften keine Möglichkeit hatten, eine Verbindung mit dem Ausland herzustellen. Der Nationalrat hat bis zur Etablierung dev Delegation des ostjüdischen Nationakrates in Wien diese Aktion, die einerseits politische Interventionen und Informationsdienst großen Stiles erforderte, andererseits direkte Hilfe für Pogromopfer und nach Wien oder durch Wien strömende Pogromflüchtlinge war, in unermüdlicher, aufreibender Arbeit durchgeführt. Angesichts des völligen Versagens der Wiener Kultusgemeinbe hat der Jüdische Nationalrat sofort in den Tagen des Umsturzes dem Vorstand der israelitischen Kultus gem einde ein Ultimatum gestellt. Seine Forderungen: Rücktritt des Präsidenten Doktor Stern und Schaffung einer Permanenzkommission, in welcher drei Vertreter der Kultusgemeinde mit drei Vertretern des Mi,chen Naiionalrates ein neues Wahlstatut auf Grund des allgemeinen Wahlrechtes mit Proporz und Frauenstimmrecht ausarbeiten sollte, wurde akzeptiert. Der Vorstand hat dann entgegen der Vereinbarung die Beschlußfassung über das neue Statut, das er durch reaktionäre Bestimmungen zu verschlechtern suchte, fortwährend verschleppt und den Nationalrat zu scharfen Kampf gezwungen. Militärische Länderwettspiele fanden vor kurzem in London statt. SS standen sich die Mannschaften von England, Frankreich und Belgien aeaenüber. Von den Resultaten sind bisher folgende bekannt: Belgien— England 2 :1 und Belgien- Frankreich 6:0. Der Mittelschüler-Sportverband hat vom Fußball» verband eme Subvention von K 160.— erhalten. Eine RadfernfahelWrerr—Preßbrrry-Wien schreibt der Wiener Nadwhrklub Landstraße 1894 fiir den 8. Juni aus. Es ist mehr als fraglich, ob die Fahrt über die LaudrSgrenzc nnrd ausgedehnt werden können. Ericket—Wiener SporrNlub «. H. 4 :0. Da die Kultusgemeinbe bsirch ihre Mißwirtschaft irr allen Zweigen der Verwaltfing die Verwahrlosung des jüdischen Lebens in katastrvphaler' Weise gefördert hat, war der Nationalrat gezfi»ungen, sofort an die .Schaffung von Institutionen zü schreiten,- welche' geeignet find, das jüdische Leben zu sanieren und dem' dringendsten ' Forderungen und Lebens Notwendigkeiten' unseres Volkes gerecht zu werden- Abgesehen von dem- Amt für Demobilisiertensürsorge, das aus der jMschen ‘ Gruppe der Stadtschutzwache herdorgegangen, von einem Zentralhilfskomttee übernömmeü wurde und seineni Wesen nach nicht' für dauernde Aufgaben bestimmt war, wurden folgende Aemter geschaffen: Ein Organisationsamt für soziale Arbeit, das unter der Leitung der Frau, Anitta Msiller, zunächst umfangreiche Erhebungen über das jüpstchr Elend Wiens einreitcte, um das Material für systematische soziale Fürsorge zu gewinnen; selbstverstän-dlich wird mit der Fürsorgetätigkeit Nicht gewartet, sondern sie wurde sofort in Angriff genominen. Das Unterrichts amt unter der Leitung des Herrn Privatdozenten Dr. Berfihard Geiger und einem aus FaSleuten bestehenden Beirat, welches die Fragen des, jüdischen Schul- und Unterrichtswesens studieren und praktisch bearbeiten soll, uM die Voraussetzung für ein wahrhaft jüdisches Erziehungswesen zu schaffen; ein Amt für Gewerbefördetung, welches die wichtige Aufgabe hat, die Juden fius parasitären Berufen durch Errichtung von Werkstätten. Produktivgenossenschaften usw. überzuleiten. Diesem Amt wird eine Berufsberatungsstelle angegliedert. Auch,im P a l ä st i n a a m t der zionistischen Organisatton, welches die planmäßige Emigration der jüdischen Massen nach Palästina vorbereiten und organisieren soll, ist der Nationalrat vertreten und ist im Begriffe, mit diesem gemeinsam ein Emigrationsamt zu schaffen. Alle diese Aemter müsse» angesichts des völligen Mangels an jeder Vorarbeit zunächst vorbereitende Tätigkeit entwickeln und ihr Ausbau wird eine dringende Notwendigkeit der nächsten Zeit sein. Juden und Jüdinnen! M Jüdische Nationalrat. der zunächst provisorisch eingesetzt war, muß nunmchr durch eine Körperschaft ersetzt werden, welche, - aus freien demokratischenWahlen hervorgegangen, die unbestrittene Legitimation besitzt, im Namen der Juden Deutschöst^reichs zu sprechen und zn wirken. Die nächste Zeit tzereits wird das gesamte jüdische Volk vor enorme Ausgaben stellen, die größer sind als alles, was wir während der 2000 Jahre der Galuth zu leisten hatten. Nur eine Gesamtrepräsentanz des jüdischen Volkes, welche sich aus den in, den einzelnen Ländern demokratisch konstituierten Vertrelungen zusammensetzt, kann diese Mfgaben ersMon. Auch innerhalb Deutschösterreichs brauchen wir die Konzentration aller Kräfte, um das jüdische Leben aus seinen heutigen unzu.'änglich fi Formen zu freier Entfaltung zu bringen, wir brauche» die Zusammenarbeit aller Juden, die noch Gefühl und Interesse für die Sache ihres Volkes haben. Gemäß dem vom provisorischen Nationalvat sestgesetzten Wahlstatut, drS gleichzeitig der Oeffentlichkeit bekanntgegeben wird, ist jeder Jude und jede Jüdin, die das zwanzigste Lebenswahr erreicht haben und sich zur jüdischen Nation bekennefi, berech igt, an der Wahl teilzunehmen. Hierzu gehören alle Mitglieder von Vereinen oder Organisation^, welche auf nationaljüdischem Boden stehen', ferne« alle jene, welche durch einfache schriftliche Erklärung den An-' sprach erheben, in die Wählerliste aufgo-' nommen zu werden. Wählerliste wird zunächst im Bureau des Nationalrates, 2. Bezirk, Taba«- straße 20 a, bis Sv. Jfini 1919 fcrtiggvstellt und sodann an Mehreren Stellen zur Ein- ■ sichtnahme und Reklamation aufgelegt. Juden und Jüdinnen! Wir fordern euch ans, euch in die Wählerliste zum Jüdischen,Nationalrat eintragen zu lassen. Zkeiner begebe sich dieses wichtigsteu " jüdischen Rechtes, an der Gestaltung der jüdischen Berhältnisse in Deutschösterreich und an der Gesamtarbcit für das jüdische Volk aktiv teilzunehmen. Nur wenn die Massen des jüdischen Vostes geschlossen ihrenWillen kundgeben, wird die gewählte Vertretung das Ansehen ' und die Macht haben, auch wirklich die von den Wählern aufgestellten Forderungen zfi verwirklichen. Juden und Jüdinnen! ES ergeht hiermit an euch der Ruf, an den Wahlen zum Jüdisch^ * Nationalrat teilzunehmen! Das PrSstdiuB des provisorischen Jüdischen NationalrtltcS in Deutschösterreich. Die Schwimmabende per Haüoah finden nunmchr für Herren am Minworh und SamSlag, sür Damm Montag und Donnerstag immer in der Ze» von 7 WS 9 Uhr abmdS statt. An den Herren-2chwimmabrnden wird auch Waffcrball bctrleben werden. Die Train>ngleitung bähen du Herren Merfl und Kauf, jwm bekannte erstklassige Säuvmfiuer. übernommen. Hakoah. Heute finden iolgende Sitzungen, beuehungSweise Versammlungen statt: '/,7 Mr abends: Srtzung.des Fußdaller-DiSziplinarauSschuffeS; 7 Uhr abends: Versammlung der Spieler der ersten Mannschaft;'/, 8Ulir abendö: Bollverfammlm'g. Morgen spielen sechs FußballmaMschasten.

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