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Wiener Morgenzeitung · 1919-05-17 · Heft 118 (17.5.1919) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 118 (17.5.1919)
Date
1919-05-17
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Wien. Samstag Nr. 118 Wiener Älorgenzeitung 17. 2Kar IMS ' Seite 7 Der VEswirt. Die ZnmngsliHuidierrmg in Angoslawien. Die Enknte hat mit den Deutschland auferlegten Friedensbedingungen Schule gemacht: Jugoslawien ahmt sie jetzt unter Anwendung auf uns nach, wobei es sich jedoch m:r keinen Friedensvertrag, sondern um Gewa'.ti.:af>.r..vor Friedensschluß handelt. Der Minister für Handel und Industrie Dr. V elkobic gab über die Sequestrierung und Liquidierung deutschöfter reichischer Vermögen und Unternehmungen in Jugoslawien folgenden Erlaß heraus: s Mit Rüchicht auf dir Interessen des heimischen Erwerbes und d?r Produttion. zu dere»„ Schutz ich berufen bi», und im Hinblicke aus Verpflichtungen, bie;>bec Staat fcinc.t Verbündeten und Freunden gegenüber aus sich genominen hat, und mit asm Zwecke der Schadlosrmltrrng sin.- i;i: bcin Staate und seine» Untertanen zugesügten Kriegs sch äderi, wofür mir die Fürsorge obliegt, uu) aus Grund der Artikel 4, 5, 14 und 24 des Gesetzes über die Behandlung des Vermögens der Untertanen von Staaten, die mit Serbien in Feinds ch a s t sich befinden, und beS Punktes 2 unter Artikel 1 bes Gesetzes über die Keuntnisnayme und Gutheißung des Beschlusses der Pariser Wirtschaftskonferenz, ferner der Ents^eioung des Ä^iilisterrates vom 6. Februar 1919 betresfeno die Erstreckung der Wirksamkeit dieses Gesetzes auf das gesamte Territorium des Königreiches, schließlich auf Grund der Entscheidung des Ministerrates vom 28. b. M., und zwar im Zusammenhänge der früheren Verordnung vom 7. Februar d. I., Zalfl 927, entscheide ich: 1. Daß alle Unternehmungen (Fabriken, Banken, Handels-, Industrie- und gewerblich« Betriebe und Werkstätten usw.) sowie Vernrögensobsekte verschiedener Art (Bargeld, Wertpapiere, diverse Geldforderungen und Immobilien).auf dein Territorium des ganzen Königreiches, welche Untertanen oder Gesellschaften oder Unternehmungen feindlicher Staaten gehören, ferner auch Unternehmungen und Termögensobjekte gemischten Charakters unter besondere Aufsicht und Sequester gestellt und der Liquidation unterzogen werben; 2. daß alle Handelsfirmen, welche Eigentum feindlicher Untertanen sind oder von solchen exploidieri werden, aus dem Territorium des Königreiches sowie auch die Waren, die deren Eigentum biloen, unter besondere Aufsicht und Sequester gestellt und der Liquidation unterzogen werden. Die Gelder, welche durch die Realisierung . zufolge der Liquidation unter Punkt 1. und 2 eingehen, werden ebenfalls unter Sequester gestellt. Z. Es erlöschen sämtlich ePrivilegien und Konzessionen, basierend auf speziellen Gesetzen, Verordnungen, Dekreten oder auf andere Art, erworben vom Staate, Provinzen (Behörden) und juristischen, administrativen Körperschaften (Kreisen, Bezirken, Gemeinden) bezüglich verschiedener Erwerbs- und Jndustcieunternebmungen, beziehungsweise Explolta-tonen, wenn diese Unter- , rrehmungen zur Gänze oder teilweise sich auf dem Territorium des Königreiches, der Kroaten, Serben und Slowenen befinden und wenn das Kapital des Unternebmens (sei es Aktienkapital oder nickt) ganz oder teilweise Untertanen oder Unternehmungen Fabriken, Banken usw.) feindlicher Staaten gehört. Ich beauftrage alle Kreisvorstände und die Verwaltung dev Stadt Belgrad sowie die Abteilung für das Banat, die Bacska und B arania, und fordere alle Provinzregierungen auf, sofort alle nötigen Maßnahmen nach dem Gesetze zu treffen und diese Entscheidung zu vollziehen, und fordere alle Behörden auf, ihnen in Dieser Hinsicht behilflich zu sein. Damit wird der .Krieg nach dem Krieg" erklärt, wie die Pariser Wirtschaftskonferenz bereits anfangs 1916 beschlossen hat. Der bevorstehende Friedensschluß verliert angesichts dieser Tatsache Jugoslawien gegenüber wirtschaftlich jede Bedeutung, falls Serbien die Sequestrierung und Liquidierung auch wirklich durchführt. Aufgabe unserer Regierung wird es sein, allen durch diese unerwarteten Maßnahmen betroffenen Deutschösterreichern Schadloshaltung zu sichern. Jedenfalls wird sie die Angelegenheit in Paris zur Sprache bringen müssen. So viel Einsicht ist von der Entente zu erwarten, daH sie einen derartigen Rückfall in die dunkelsten Kriegszeiten unmittelbar vor Friedensschluß nicht dulden wird. Die Sperrvorsrstriften für den Börseverkehr teilweise erleichtert. Laut Verordnungsblatt der Wiener Börsrkammer wird verfiigt, daß bei einer inländischen Niederlassung eines inländischen oder ausländischen Kreditinstituts, oder bei Personen, fcic gewerbsmäßig Bankgeschäfte betreiben, bestehende Barguthaben, insoweit sie nachweislich zur b ar en B eza h lu n g der am 23.d.M. im Verrechnungsverkehr an der Wiener Börse zu vez'ehenden Effekten benötigt werden, argen gleichzeitige Urbernähme dieserEnekteu iusDepotauckzur Gänze frergegebrn werden können. In der glichen Weise kann die Frr gäbe von Guthabunym auch zur Ausgleichung von an der WrenerBörseentstandenenbarenVerrechnungSdrfferenzen, die am 23. d.M. zu begleichen sind, brs zur Höhe dieser Differenzen erfolgen. Wenn ein Kontrahent Effekte« zur Erfsilllma einer am Kassmtap. 28. Mm 1619 abzuwickrlnen LieserunaSveipmchmng benötigt, sich jedoch diese Effekten m einem gemäß tz IS der Vollzügsanweisung vom IS. März gesperrten offmen b a u km 8 6 i g e n D e p o t befinden, kann die F r e i g a b e der lüc bte Einreichung beim Wiener Giro- und Kasscnverem benötigten Effekten nntcr her Voraussetzung erfolgen, daß die Depolstelle dem Wiener Giro« und Kafsenverem die irrmegebenrn Effekten, nach Gattung und Stückzahl. deffehungSweise Nennwert gleichzeitig de» ranntgibt. Wenn ein Kontrahent Effekten zur Erfüllung einer amKasiemage, 23. Mm 1919, abzuwtckelnden LttferungSverpflichiung benötigt, sich diese Effekten jedoch m seiner eigene» Verwahrung, befinden, so können diese Effekten, soweit sie vom Verwahrer zur Einreichung dum Wiener Giro- und Kasienvrrem nachweislich benötigt werden» zwecks AbHeftrmtq m® Depot r.b*niontm?u werden. Die am Shihtirtp, 28.M.ii Pi0, -I! nderittl'inrndenEffklreiimüsiniim Depot des Ilcl'krnchmcrs lenn Wu'ncr Giro- und Äastrnvrrew unbelastet u»!cr Sperre ^^idru. IrrLernatlonalisierrrng unserer Eisenbatznen- Prag» 16. Mai. (Tel. der «Wr. Moraenztg/) Eme t s ch e ch o - s l o w a k i s rh e Erseniiahnk o mmiss i o n tiat sich zur Teiluahnre an den Friedens» erhandlrnrgeu nach Baris begeben, um zu cimtrl'iit, daß die Eisenb.rtin1rili.rn nach T r i e st und F i n in c einem internationale n Regi m c unterstellt werden. Die Polen wollen, daß bie Linie W i e n—K r a k a u i n t e r n a t i o n q t i }* i 11 t wird. Zur ATÜrrftedlung de «tschösterreichischer G2seSschaften in die Tschecho-Slowakei. Aus dem Haag wird uns gemeldet: ..Hnndelsbladet* schreibt über die Prälinruarbespieckungm: DeiNichösterreich hätte nach den Ptännr der Entente 4 Millionen Emwvhmr, davon 2 Millionen Wiener. Es wäre also ohne Hinterland i n d n st r i e l l unmöglich. Bereits hundert g r v ß e u n d kleinere Gesellschaften haben sich entschlossen, ihren Sitz n.n§ Wien z n verlegen, g'.ösrleritrils in die ffchccho-slowakrsche Republik. D:e dcntichöfterrcichrschc Regienmg vertritt den Ctandpnntt, daß d:eS einer Liquidation und der Begrmidung eines neuen Unteni'-hniens nn 'Zluslande g'.r.chkamüit. Sie verlangt daher eine i Anteil an dem Ueberschuß, welcher das Aktienkapital und die effektiven Reserven übersteigt. Berücksichtigt man die Labl der Gesellschaften, welche während der erzwungenen Ruhe in den letzten Jahren Reserven angchälfft haben, ko würbe der Staat große Vorteile haben, wenn die deutschösierrerchischen finanziellen Forderungen erfüllt würden. Andererseits würden die Steuereinnahmen aus diesen Unternehmungen im verneinenden Fall aus Null sinken. In der Tschecho-Slowakei wird gegen diese Wiener Ansicht protestiert. Es ist aber sicher, daß die T'chcchcn, welche so int,m mrt der Entente befreundet sind, erreichen werden, daß Deuffchösterreich nn Friedensvertrage geznilmgen wird, von dielen Steuer» a b z u s e h e n. Dann allerdings würde es f a st 0 h n e E l n n a h m e n bleiben und außerdem kann es noch erwarten, daß die ©n;ente eine bedeutende Kriegsentschädigung verlangen wird. Revision Ä VtRoflA von Geschäftsbücle'R nach IH bewährten Systemen. Eigene Abfe’lixng fön Fabniksopganisation. 81 Internationale Treuharnl-Ces. m b. H. Wien, X., SohottDnrinar 21. Telephon 12.009,10.218, l&IN. . Broschüren über Treuhand-Buehhalfung geffcn K 5 «Nechtuhma. Das Vermöge« der polnischen Staatsangehörigen in Deutschösterreich. Der Krakauer „Czrs" meldet: In Wien weilten bie Direktoren der LandcSt'ank, um sich über den Standpunkt zu informieren, welches die dnltscköster.e chische Regierung und de Wiener Banken »n der Fiage des Vermögens der. polnischen Staatsangehörigen m Wien rinnrhmcn. Auf Grund der Konferenz mit dem FinanzmlNlÜer Dr. S ch u m p e t er und mit den Wiener Bankdnektotcn kam die Abordnung?ur lleberzeugung, daß die Herausgabe der polnischen Depositen von dem günstigen Ergebnis der zwischen der Wiener Vertretung Polens wtb der deutschösterreichischen Regierung geführt« Verhandlungen abhängig ist. Die Notwendigkeit dieler Verhandlungen wurde durch die Sequestriemng der Filiaken der Oesterreichifch-ungarifchen Bank hervoraerulen. Die Folge derselben war die Anwendung von Repressivmaßregeln von seilen der Wiener Regierung m der Form der Beschlagnahme der polnischen Guthaben »n Wen. Deutsche Induftrieanleihe. Berlin, 16. Mai. lTcl. der „Wr.Morgenzta.*) Unter Vorbehalt der Grnchmigung der Negierung nahm die Aktiengesellschaft Sremens & Halste bei ihrem Bankkonsort'um eine prvzentiae Anleihe von 20 ÜMionm Mark zum Kurse von 98'/, auf. Die Anleihe dient der Verstärkung der Betriebsmittel. Deutsche Bank. Berlin» 16.' Mai. Der Abschluß der Deutschen Bank weist für daS Rechnungsjahr 1918 einen Bruttogewinn von 180,572.679 gegen 112,818.911 Mark im Vorjahre aus. Dieser setzt sich zusammen aus Einnahmen aus Zinsen und Wechseln in Höhe von 88,411.624 gegen 72.224.088 Mark, Sorten und Zmsscheinen von 1,463.514 gegen 955.677, Wertpapiere» nichts gegen 2,511.977. Gebühren 87,659.908 gegen 63,538.940 und dem Ertrage der dauernd« Beteiligungen kür 1917 von 3.037.608 gkgcn 8.088.228 Mark rm Vorjahre.» Dagegen erforderten Gehälter, Tantremen, KnegSfüriorge und Wohlfahrternrichtungen für Beamte 69.068.648 gegen 52,816.738 Mark und Abschreibungen aus Einrichtung und Bankgebäude sowie Steuern und Abgaben 18,351.867 gegen 9,494 936 Mark im Vorjahre, io daß einschließlich des Vortrages vom Jahre 1917 im Betrage von 6.483.570 gegen 19,272.747 inr Vorjahre ein Reingewinn von 49,576.184 gegen 6S.Sib.989 Mark rm Vorjahre verbleibt. Hieraus werden 13°5 geeen 6*9 Millionen Mark der Beamtenschalt in Form von Abschlußzuwendnngen und Be'hrlfen zugewendet. 18 gegen 14% Dividende im Vorjahre verteilt und 1,937.683 gegen 6,423.570 Mark im Vorjahre aus neue Rechnung vorgetraaen. Zuwendungen zur freien Rücklage, der rm Vorjahre 5 Aiillionm Mark zuflvffen. und eine Sondtrabschrerbung aus Bankgebäude, die ,m Vorjahre 4 Millionen Mark betrug, entfallen dieses Jahr. Für dre Beamte« sind über die festen Gehälter hinaus, und ohne bte Wcihnachtsznwendungen insgesamt 84,471.983 Mark aufgewendet worden, das Hecht, mehr als die Dividende, dre bei 12% 98 Millionen Mack erfordert. DaS eigene Vermögen der Aktionä'-e an Kapital und Rücklagen beträgt unveründert 605 M lsivnen Mack. D>e GriamtrrmsLve steigerten sich ukn 54 auf 248 Milliarden Mark. Als lür Rechnung des Reiches und der ReickSbank eingeaangrne Bervstichtungen sind 482,820.234 Mack auf beiden Seiten der Bilanz erkenndar eingestellt. Die Verwaltung betont, daß der gegenwärtigen politischen und wir tschaftlichen Lage durch vorsich ige Bewertung oller Aktiven Rechnung getragen wurde. Dies gilt besonders auch stir btt ausländischen Filraltn sowie für die Autzenstönde in Rußland. Dre NaLionierung der amcrrnanlfchen Baumwollausfvhr. %\d.) b au Plane des Gouverneurs Hardmg vom Federal Heserve Hank Poard soll eine Baumwollcxportgrsellsckast gegründet rverden, dre große Quantitäten Rohbaumwolle aufturaufen, d,e>e bar zu bezahlen und sodann den Export auf die emMen Veibranchrrstaaten in der Werse auszulerlcn hätte, daß ihnen bto , Schaffung größerer Lager unmöglich yenracht werde. Der Gesell- ' schaff müßten sehr grotze, first unbeschränkte Mrnck zurVersüguny > sieden und man hofft, daß die War Fmwwcg Corporation, dir tatsächlich in ein: Ban? zur FinaNzrerrnig des Außerrhandels umgewandelt ist, und dre über einen Fonds von 1 Milliarde Dollar verfügen wird, hierarrs dre erforderlichen Geld» mittel berertstellen rverde. Die ganze Aktion bezweckt die H e b u n p des Preisniveaus kirr Barnnwolle und wird im . Wesen auf einen Ausbau der bisherigen Rationierung währmd des Krieges hinanslauffn. Tatsächlich haben sich die ProduktronS-. kosten bedeutend erhöht, bte billigen Arbeitskräfte auf den Plantagen sind während des Krieges zum Teil an die Städte abgewavdert, haben dort viel höhere Löhne erhalten und werden ' nicht mehr geneigt sein, zu den ehemaligen Preisen zu arbeiten. Außerdem sind die Preise der Lebensmittel bedeutend gefficgen, so. daß die Arbeitskraft, die einen wesentlichen Teil der Produktionskosten der Baumwolle ausmackt. bedcutrud teurer zu stehen ' kommen wird. UeberdirZ sind Düngemittel und andere Hiltsproduttc teurer geworden. Dir Pflanzer des Südens haben daher auch eine Kürzung der Produktion in Aussicht genommen, da die Eckahrrmg lehrt, daß ne lavächlrck bei eurer Ernte von lO.Milli» ' üiicn Ballen mehr verdienen als bei einer solcherr von 15 Wrll:- viren Ballen. In Somh Carol'na hofft nrari, inr nächsten Jahre' 2ö Cents pro Pfund Baumwolle zu erzielen. ' Das ttette englische Budget sicht BorzugSrölle. auf ' heimische Produkte vor. erhöht die Branntwein- und Liersteuer, vermindert die Kriegsgewivnsteuer um die Hälffe und erhöht du; Ablebensgebühren auf Grrrndstiicke rm Werte über 15.000 Pfund Sterling; die Einkommensteuern bleiben unverändert. — Die Wiedereinführung von Vorzugszöllen wird, wie die ^Times* meldet, lrbbaff besprochen und an die seinerzeitigen Plane deS alten Chamberlain erinnert; man erblickt darin dre Möglichkeit einer zwischenstaatlichen Handelsausdehnung. Dir Rcdnktron der. Kriegsgewinnstener von 80 ans 40 Prozent rst ein Vorläufer chrer gänzlrchen Abschaffung. Die Totalcinnahmen betragen 1'2, die ' Ausgaben 1‘43 Milli arderr Pfund Sterling und das Defizit von 233*81 Millionen ist viel geringer als erwartet; die englische Sckuld wird auf 7*68 Milliarden gegen 7'98 im Vorjahre geschätzt. * Wienerberger Ziegelfabriks- und Baugesellschaft. Der Verwaltnngsrat der Wrenerdergcr Ziegelfabrsts- Md Bau- 1 geselltchaft bat beschlossen, der am 27. Mar 1919 stattfindendeu 50. ordentlichen Generalversammlung die, Verteilung eurer Dividende von 6%, das ^K 12.-# pro Aktie« für das Geschäftsjahr ISIS vorzufchlagen. Couponabschkäge. An der gestr'gen Börse wurden nachstehende Efieffengattungen ex Coupon mit einem rechnMgs-- müß'gm Abschlag gehandelt: Berg-und Hüttenwerke K 56.—, Po! dihütteL 48.«- und Aussig chemische K 40.-. Von den GetreidemärKten. (Orrgrnalbericht.) Der Frühjabrsanbau nimmt die Landwirte zurzeit vollständig in Anspruch. so daß selbst dre gerinien Zufuhren aussetzen. Infolgedessen , stockt der Verkehr auf den hrim'schen Getreidemärstm fast vollständig und nur die geringen Bestände, welche sich hier noch vorfinden, ermöglichen ein Geschäft. Es sind vorwiegend Futterersatz- Ntittel. welche hierbei in Betracht kommen. Jntereffe beanspruchen die Meldungen von den amerikanischen Getreidemärkten, auf welchen infolge der ungünstigen Marsernte rn Argentinien eine Maishauffe rrnsetzte, gegenwärtig aber wieder im Abstaum begriffen ist. Aus dem Berkmer Markte mag sich wegen schwacher' Zufuhren ebenfalls kem bemerkenswerter Verkehr zu entwickeln. Ausgleich. Vom LandeSgerrchte Wien wurde das Ausgleichsverfahren Über daS Vermögen des Adolf und der Fanny: Geller, XX.. Wallensteinstraße 17, eingeleitet. Ansgleichskommiffär Dr. Ludwig Laub, Ausgleichsverwalter Otto Fuchs, . Sekretär, H., Große SÄMgafse 22, Anmeldefrist 12. Juni, Alch? glerchstagsatzung 18. Jmn, 11 Uhr. Wiener Börse. Günstigen Einfluß auf die Tendenz der gestrigen Börse übten die Berichte über dm freundlichen Empfang» der deutschösterreichischen Delegation in Paris sowie die Bildung einer Gegenregierung in Ungarn, welche sich die Wiederherstellung der Ordnung zur Aufgabe gemacht hat. Besonders angeregt war der Verkehr nicht. Von den Kulissewerten standen Alpine- Aktien im Vordergründe des Interesses. Sie avancierten nach Erledigung des Bezugsrechtes um lr33.—. Türkische Werte dagegen erlitten einen Rückschlag von K 46.— bis ll.69.—. Für das Sinken dieser Papiere wurde die Besserung des Kronenkurses im neutralen^ Ausland ins Treffen geführt. Von den Schrankenwerten brachten Schiffahrt-Aktien einen Teil der letztgemeldeten Einbußen wieder hereiy. Petroleum- und Montan-Aktien erzielten neuerdings Besserungen. Die sonstigen in den Verkehr gezogenen Papiere wiesen nur geringe Verschiebungen auf. Der Rentenmarkt lag still. Im übrigen verweisen wir auf nachstehende Schlußkurfe: Industrie-Unternehmungen. Allgem. Baugesellschaft (— —Umonba» —(— —Wienei: Ballgesellschaft —.— (-.—), Wienerberger Ziegel —, l— —Lrrfinger s-.—), Saraiewo Aft.-Brauerer —(-.—), Aussig Cüem. 1185.— (-.—)"), Brosche Spiritus —(-Karborundum —(-.—), HolzhandelSgefMchaft 695.— (ff- 10.—), A. E. G. Union Glektt'. —(-.—), Siemens Schuckett (— —Alpine 578.— (4* 98.«-), Austria Email 975.— (ff- 10.—), Berg v. Litten 1644.- (ff- 40.—)«X Pold,Hütte 655.- (ff. 33.—)«), Prager sen 2580.— (ff- 80.—), Riniamurany 800.50 (-.—), Skodawrcke 690.— (ff- 2.—), Wasienfabrik —(-.—), Salgo Tarjanrr —(-.—), Trifarler Kohlen 598.— (- ~ — (-.—), Uritatt«—.— (- (—■ —-.—), Brunner Maschinen —.— (-Zokomottv Sigl —(-I (-—Elbemühl —(-.—j, Tv-*-), Karpathen 2025.— (ff- 25.—), ), Fezsabrikm —Schocker Üng. Allgem. Kohlen Westböhm. 1010.- Heidt—.- Simmeringer — Leykam 552.— (ff- Gallzra 1400.-(ff-6. ckrr —(-\ esterr. Eisenbahnverkehr *) es Coupon. 456. nt, Zucker — (- Türk. Tabak- Ungarische Kommerz-Diskonto Bank A. G, Filiale: WIEN, I., Wipplingerstrasse 24-26 SI‘ä?ä (fftnCbKiertlBg ^ffimertriMlör uto'd IndaBtriaUer Onlernehnrntigeti, Bmffslon von Anleihen UeWrtShine roh VermSRensVet’üfaUtinjhn, AtxIbe'Wihrtiiig und Belehcang von Ws»tpftpier*nr Eskonaptierans kanfottnofenher Wechsel, Expert* and tmpertfOrdeffthg. Einladen ln laufend«;' ' Iteehnung tu sünetlgeten Qedingnngen. Aaigrabo vo» ItombiBletton Xünl&gebftohern, auf wololie «oxxrohl Bargelder als Nnost Btaatsaulelheix etnxvlvxt werde« können. Ztua späteren Ankaut ton d.-v. Staatnanteihe bestimmte Einlesen werden um ein halbes Prozent Mknr verzinnt. «

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