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Wiener Morgenzeitung · 1919-05-17 · Heft 118 (17.5.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 118 (17.5.1919)
Date
1919-05-17
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Mn-'! I "KfM&VhSImm Wien, Samstag m»M«i imn»i>i8ii»iflWihliiifrfl SBitnt* MorgenZertrrrrg n. M-r 19» etVfi’l nrininruM'» i ■. ii tüM Keine Munitionstteferungen an das Ansland. Das Staatsamt für Heerwesen teilt; mit: Die Meldung eines Wiener Mittagblattes, daß, von der deutschösterreichischen Heeresverwaltung Muni- Lionsliefemngen an den südslawischen Staat oder eines seiner Organe erfolgt seien, i st a b s o l u t unzutreffend. Solche Lieferungen haben niemals, daher auch nicht im Austausch gegen Lebensmittel stattgesunden. Gegen die Beschlagnahme österreichische« Vermögens in Jugoslawien.; Das Staatsamt für Aeußeres hat im Hinblicke auf die jüngsten Verfügungen der südf! Livischen Regierung gegen die oeutschö sterr eich isch en U.nt ern eh m ungen ündVermögenSobjeKtedie deutschösterreichische Friedensdelegation in Saint-Germain .mit den erforderlichen Instruktionen versehen. . # Aushebung der 0 Uhr-Haustorsperre. Wie miteteilt wird, sott in den nächsten Togen die Aushebung der biserigen Hauslorsperre erfolgen und auf 10 Uhr abends verlegt werden. * Wieder eine falsche Kommission. Gestern kam in die Wohnung der Frau Rosa Grün bäum, II., Obere Donaustraße 61, ein ungefähr 25jähriger Mann in militärischer Uniform, begleitet von einem Zivilisten. Die Beiden gaben sich als Komimssion aus, nahmen eme Haussuchung vor und beschlagrrcchmten eme goldene Panzerkette, eme goldene Damenuhr. einen goldenen Ehering nnt Diamanten besetzt, einen gold.enm Ring mit nierecklgcm Diamant, eine goldene Armbandpanzerkette und ein paar.goldeiren. Ohrgehänge im Gesamtwerte von mehr als K 3000.—. Mit der Beute entfernten sich die Gauner. Der Brresverkehr mit dem Ausland. Mit dem esamten Königreich S. H. S.. (Jugoslawien S. H.- S. Lmach, Dalniatieri, Kroatien-Slawomen,' Bosnren-Herzegow na, Serbien und Montenegro) ist der Bnesposiverkchr wieder?ugelaffen, jedoch, vorläufig auf gewöhnliche offene Briefe und Postkarten beschränkt. — Bon nun an sind gewöhn!'che Vrikssendnngm nach den Vereinigten Staaten von Amerika zulässig. — Nach den überseeischen Landen: ist nunmehr der Privattelegiammverkehr wieder zulässig. * Lichtbildervortrag „Bilder vom Wiener Glend". Zu dem Lichthildervortrag, den Frau Ani'ta Müller und Schriftsteller Bruno F r e: am 22. d. M. um halb 7 Uhr im mittleren Konzerthaussaal Hallen werden, gibt sich ein überaus reges JMeresse kund. Karten sind noch zu haben bei Hugo Heller, I., Bauernmarkt 3, und in der Sozialen Hilfsgemeinschaft Anitta Müller, II. Bez., Praterstraße 17. * Wiener Vergnügungspark. Morgen Sonntag den 18. d. M. findet bie feierliche Eröffnung der Frisur- und Kopfmodeausftcllung Wien 1910 statt. Außerordentlichen Anklang finden die erstklasfigen Konzerte des Wacck-Orchesters sowie die Vorstellungen Carmcllnus in seinem Zauherrhcater. .Das unter der Leitung der Brüder Diglas stehende Parkrestaurant bretet seinen Gästen nebst erner ausgezeichneten Küche und dem Ausschank. vorzüglicher heimischer Werne noch die beliebte Kapelle Herlinger. * Eine Million Krone« (1,000.000.—) kann bei der allgemein bekannten und beliebten Geschäftsstelle der Klaff enlotterj.©, Zoscsi Sie tt, Wien, I., Wipplingerstraße 214cm der „Ho^en Brücke") gewonnen werden, die bereits fast Il Mlliouen Kronen gn Gewinnen an ihre glücklichen Kunden ausbezahlt hat, so daß sie im Äolksmnndc nur mehr als „Glücksstclle bekannt ist. Wir verweisen auf die heutige Beilage mid benütze nmn die derselben angcfügte Vcstellkarte zur sofortigen Bestellung, da der Vorrat der Lose bald erschöpft ist. Vorträge und Versammlungen. Verband jüdischer Hand e l s an gest e llter n u d P r i v a t b e a m t e r, II., Obere Donaustraße 6». Am Mittwoch den 21. d. M. findet um lL7 Uhr abends, im Saale deS Hotel „Post". I., Fleischmarkt, ein Vortrag deS Abgeordneten Ing. Robert Stricker: „Die Sozialisierungsgesetze in der Nationalversammlung" statt. Eintritt frei. -7 Heute NM 3 Uhr nachmittags findet im kleinen Festsaale der Universität eine Versa m m l u n g der Juristen und aller rechtskundigen Bcrufsanwärter statt, die über die dringende Frage der Zrvnngsorganisationaller Juristen entscheiden'wird. EtnzcleiiiUidnngen ergehen nicht. Erscheinen ist unbedingt notwendig. VereinsnachrichLen, Z! o tt. b v! k s f o z l a l i st i s che B e re. i n i ft tt n ü »H a p o e 1 H a z a i r". Anläßlich deS Lag B'omer.verunstaltet der „Hapoel Hazarr" Sonntag den 18. d. Mi einen'g.effüe i nfam e u Ausflug seiner Mitglieder nach G r o ße n z e r s d o r f (Chaluzimgruppe. Hans Nr. 65). Treffpunkt: Praterstern, HaltestcUe deS 25er Wagens, von wo die Abfahrt nach Kagran püuksiich V,S Uhr uachünttags rrfölgti.? (Die Reise Kägran-Großeu.ffrSdors erfolgt mit'der Dampstramtvaff. — Lese- und R e d e h a l l e j ü' d i s ch e r H o ch s ch ii t e r in Wien, 'IX., Tlft'kcnstraße u. Am Samstag den 17. d. M., 6-.Uhr abends., spricht Herr Dr. .S. B ern f t l d.' aber „Der jüdische Student und die Wissenschaft." — Zent t al--Ax bei tskreis sür S P r a ch e ' n n d Kult n, r. Anläßlich Lag B'omer veranstaltet der Arbeitskreis Sonntag den' 16. d. M. »nu 3 Uhr nachmittags einen gemeinsamen Ausflug semer Mitglieder. nach Salinannhdorf. Treffpunkt:PLtzleinsdorf,'Endstation der 41er-Llnre. — F r.a u e n g r u p p c..B e r e i :v Z t v N", Wien. Anläßlich Lag B'omer veeapstallet.bie FrauengrDvr eirim gemeinsamen Ausstng . ihrer Mitglieder / nach Salmannsdvrs. Treffpunkt:.. Dndstatron der Iler-Linie mit 3 Ubr rrachniütags. i— I u g. e n b g.r n b. v e' „B e r e ist: Z iw AnlM'ch'.' Lag B'omer veranstaltet der Verein einen gerneinsamen Ancfüig seiner Mltglicdcr nach Salinannsdorf. Treffpunkt: Endstation der Aler- Linie »m 3 Uhr nnchnuttags. Sattistag der: 17. d. M. nn: 4 Uhr nachrinkwgs . wird stim ^Beremslotäl Herr Dr. Eft mm Sonnenschein über „Die,polnischen Ereigmffe der Sephiratage" sprechen. Derer n : g u u g jU d i sch e r E r v a v> a f a dem: ker. Sonntag den -18. d. M. findet anläßlich des LagB'ömek-Fesies ein Ausflug..nach Rodaun-Kalimlentgeben statt. T r e i s v u n.k t: elektrischeUlhr bei dev Oper um V-9 Uhr vormittags. Mundvonat für - dm ganzen Tag entnehmen! '— F r a u e« g r u p p e „Verein Z i oAnlaAich Lag B'omer veranstaltet die.Fraueugruppe Sonntag den 18'. d. M. um 3 Uhr nachmittags emen gemeinsamen'Ausstng ihrer Mitglieder nach Salmannsdorf. Treffvunkt: Pötzlrinsdors, Endstation i der 41e:-Llnie. — A. H. - V e r e i n.d e r L esr-nndRedeh a l l e j ü d. H o ch s ch ü l e r. .Samstagdm 17. d. M. findet um ^Z.Ühr.abwds in: Restaurant „Rledbof", VUl., Wickenburgnasse 15, eme intime Zusammenkunft mit Vorträgen anläßlich des Wahlsieges statt. Turch geladene, alte Herren- und SmdententorvoraftonkN eingesührte Gäste hexzlichst. willkommen. Kommunales. Eine bewegte Stadtratssitzung. Hundertprozentige Erhöhung des Stvahenbahntariss. — Eine Ueberrnmpelnng der Sozkaldemokraten durch die Ehristlichsozialen. — 36.000 Kronen Pension für Dr. Weiskirchner. Die gestrige Stadtratssitzung verlief im Zeichen großer Erregung. Auf der Tagesordnung stand die Vorlage der Strahenbahndlrektion, den Strasienbahntarif um 100 Prozent zu erhö hen. Seit >Wochen schon ging das Bestreben der Christlich sozialen dahin, den alten, provisorischen Gemeinderat' nicht mit dieser neuen Steuer zu belasten, sodnern da? Oidium auf die neue sozialdemokratische Mehrheit zu überwälzen. Allgemein war aber der Glaube, daß diese Tariferhöhung, unter dem Zwange der Verhältnisse entstanden, in der gestrigen Stadtratssitzung beschlossen und in der a»n Dienstag stattfindenden letzten Sitzung des alten Sitzung wird aber nicht stattsinden, weil die Christlichsozialen provisorischen Gemeinderates erledigt, werden wird. Diese Sitzung wird aber N'.cht statifinden, weil die CbrWchsoz'alen in letzter Stunde die Sozialdemokraten durch einen politischen Schachzng überrumpelt haben, demzufolge der neue G em ein berat mit der sozialdemokratischen Mehrheit die Tariferhöhung der Straßenbahn beschließen muß. Der Wortfüb'er der Christlichsozialen Dr. Kienbock, hatte nämlick» heransgefnnden, daß der alte Gcme nderm nach dem 8 23 des Neuen Gemeinbestatuts nicht mehr berechtigt sei, den Besrblust über die Tarckerböbung zu kaffen. Dieie Erklärung der Cbristlichsoftalm hatte bei den Sozialdemokraten die größte Erregung ansgelöst irnd dies umso mehr, als gerade aesiern die E'nbenffung deS Landtages, deffen Mitglieder bekanntlich zu gleicher Zeit mit jenen des Gemeinderates gewählt wurden, für diese Anschauung eine gesetzliche Unterlage bietet. Die Sozialdemok aten mußten erkennen, daß sie das Op fer einer U eber rumpelung drrrch die Christlichsozialen genwiden waren. Die Vorlage über die Erhöhung der S t r a ß e n b a h n t a r i fe wurde mit den Stimmen der Sozialdemokraten angenommen. Die Christlichsozialen hatten sich derAbstimmung enthalten In ihrem Namen gab Dr. K i e n b ö ck die Erklärung ab, datz sie, da seinerzeit der Kollektivvertrag mit den Straßenbahnern einseitig von den Sozialdemokraten vereinbart worden war, nicht in der Lage seien, für die Bedeckung der Mehrauslagen zu st i m m e«. Zn Beginn der Sitzung gönnte sich die abtretende chrisilichsoziale Stadtvevtrctung noch,das Vergnügen, ihrem zmücktretenden Bürgermeister Dr. Weiskirchner eine Pension von — 3 6.6 0 0 Kronen zu bewilli gen. Gleichzeitig wurden auch anderen Funktionären. Beamten und Angestellten der Gemeinde — darunter dem Vizebürgermeister Rain und dem Ratsdiener Pumera, dem bekannten Faktotum LuegerZ — Pensionen und Auszeichnungen bewilligt. Die Zusammensetzung des neuen Städtrates. Auf Gmnd der Wahlziffer hätten auf die Sozialdemokraten 19, auf die Chnstllchsozialen 9 und auf die Tschechen 1 Stadtratsmandat zu entwllrn, während das 30. Stadtratsmandat zwischen Sozialdemokraten und Christlichsozialen durch das Los zu entscheiden war. Das Los hat nun gestern zugunsten der Christlichsozialen entschieden, so daß der neue Stadtrat in seiner endgültigen Zusammensetzung aus 19 Sozialdemokraten, 10 Christlichsozialen und 1 Tschechen bestehen wird. Die Ernährung. Gin erfolgreicher Schritt auf dem Gebiete -er Approvisionierung. Beteiligung der Gemeinde Wie« an dev Zuckerfabrik Bruck a. d. L. In der gestrigen Stadtratssitzung berichtete Bizebürgermeister Reumann über die Beteiligung der Gemeinde Wien an derZuckers a b r i k der Oesterrerchischen Zuckerindustne-Akttengesellschast in Bruck a. d. L. Die letzten großen Pachtungen setzen die Gemeinde Wien in die Lage, in die Zuckerversorgung Wiens, eine seit längerer Zeit bestehende Kalamität der Approvisionierung, helfend und sördemd einzugreifen. Durch die Pachtungen der Fondsgüter Orth a. d. D. und Mannersdorf und der Dreh ersehen Güter hat die Gemeinde Wien erstklassigen Zuckerrübenboden und damit eine Rübenbasis für die Zuckerproduktion in die Hände bekommen. Unter der Zugrundelegung der Bebauung von 26 Prozent der Ackerfläche mit Zuckerrübe besitzt nunmehr die G e m e i n d e W i e n in ihren sämtlichen Eigenwirtschaften bereits eine Rübenanbaufläche von zirka 5000 Joch und eine voraussichtliche Zuckerrübenproduktion von über 700.000 Meterzentner. Es ist eine bekannte und seit langem drückende Tatsache, daß die Zuckerversorgung Deutschöstecreichs, insbesondere jetzt nach dem politischen Umstürze eine geradezu trostlose genannt werden muß. 2lus dieser Zwangslage will nun die Gemeindeverwaltung unter Zuhilfenahme der Möglichkeit eigenen Zuckerrübenbaues einen Ausweg öffnen. Sie wird sich an der Zuckerfabrik Bruck a. d. L.» die bisher nur Roh- und Kristall- sowie PUszucker erzeugte, mit 40V^beteüigen. Die Fabrik wird für die Erzeugung von Rafinade ausgebaut, wodurch Wien schon ün nächsten Jahre aus einem inländischen Industrieunternehmen die hier gangbaren Zuckersorten, insbesondere Würfelzucker, Staubzucker usw., beziehen wird. Diese Lösung ist insofern eine glückliche zu nennen, weil die sinanziell ohnehin schwer belastete Gemeindeverwaltung außer der Einlage Leinen großen Geldaufwand benötigt und weil der Zweck—Freimachung von dem Drucke der Außenwelt durch Eigenproduktton — in denlckar kürzester Zeit emrcht ijt. V Diese Unternehmung der Gemeinde hat auch »och andere ganz kolossale.Vortelle im Gefolge. Die gro« zügigen landwirtschaftlichen Unternehmungen der Gemeinde Wien ermöglichen nunmehr die Haltung eines großen Milchvieh st ander wch die Selb st erzeug un g möglichst gro stell Milch mengen.; Wenn hierzu noch gerechnet wird» daß die Gemeinde Wien sich alle 100 Prozent des aus! der Brücker Produktion entstammenden Zucke« für ihre.Approvisionierung vertraglich gesichert hat,' ist es wohl am Platze, von einem glücklichen un» erfolgreichen Schritte auf dem Gebiete der Approvisionierung Wiens zu sprechen. Der Marktbericht. Der Fleisch verkauf ist jetzt wohl an allen Wochentagen gestattet, aber die Bevölkerung, die ohnehin nur, einmal in der Woche in der Lage ist, Fleisch zu beziehen. hält sich an die früheren Verkaufstage. In der Fleisch ab teilung der Großmarkthalle gab es gestern Freitag fast keinen Verkehr, die meisten Verkäufer hatten überhaupt nicht ausgeräumt. Das rahonierte; Schweinefleisch war nur äußerst wenig gefragt, und die wenigen Kitze und Ziegen, die für den gestrigen' Verkauf vorbereitet waren, blieben nahezu gänzlich unverkauft. Heute Samstag gibt es in der Großmark t h a l l e außer den rayonierten Mengen an Schweinefleisch und Rindfleisch noch Schweinefleisch gegen den Abschnitt 9 und 13 des Einkaufsscheines, ferner Schaf-, Ziegen-, Kitz- und Lammfleisch. Rindfleisch und Schweinefleisch gegen den Abschnitt 9 und 13 des Einkaufscheines, ftrner Schaf-, Ziegen-," Kitz- und Lammfleisch. Die Fischmärkte wie'en gestern gleichfalls nur sehr schwachen Besuch auf. Vorrättg waren nur gewä-jerte Stockfische und gesalzene Schellfische, die Händler haben die gesalzenen Schellfische durch Waschen von der Salzkruste befreit, doch vollzog sich der Absätze trotzdem äußerst schleppend, da der Preis für diese ganz kleinen Fische mit K. 8.70 viel zu hoch' bemessen ist. In der Großmarkthalle versuchten Heutes zwei Selcher, Wurst, die aus dem amerikanischen Pökelfleisch erzeugt war, zum Preise von K. 70.— und' K. 42.— zu verkaufen. Die Marktamtskimmissäre^ Fortin und Rhpka beanständeten den Verkauf und ordneten an, daß der Verkauf der Wurst zum Preise von K. 46.— und K. 28.— stattzufinöen hat. Die Grünwarenmärkte waren sowohl mit Frühgemüse als auch mit Rüben ausreichend versehen. Die Zwiebelzuführen lassen bedeutend nach. Die hier noch lagernden Zwiebeln sind bereits stark ausgewachsen, kosten aber trotzdem K. 1.40 pro Kilogramm. Der Höchstpreis für Zwiebel wurde auf K- 2.10 erhöht. De« Getreide- und Mehleinlaus. Vom denffchösterreichischen Staatsamt für Volksernährmr» wird verlautbari: An Getreide und Mehl sind mit Ententesendmrgeu m Deutschosierreich eingelangt: Am 15. Mat . 1944 Tennen Getreide'----1750 Tonnen Mehl ferner .. zusammen 2725 Tonnen Mehl Einlauf seit 1. Mar (in 15 Tagen) ziffammen 26.274 Tonnen Mehl. Dei^eckger Tagesbedarf 1418 Tonnen Mehl. Maismehl zur Broterzeugung. , Vom dentfchäsierreichischen Staatsamte für Volksernührung! wird mitgetcilt: In den letzten Wochen enthalten die Enteutezuschnbe Maismehl in größerem ürrrfange. Dieses Maismehl wird dem Feinmehl bei der Broterzeugung beigemengdDaS Brot weist daher eine Maismehlmisckft^.g auf. Da die Mm'Smehllendunaen andauern, wird auch in der kommenden Woch«. den Brotfavrürn und Bäckern 25 -Prozent Maismehl zur menguftg zugewiesen werden. „Ausländische" Wurst. Vom dentschöfterreichischen Staatsamte für Bolksernahrmtg wird nntgeteilt: In letzter Zeit sind auf dem Wiener Markte W u r st w a r c n in größerer Menge aufgetaucht, die - angeblich ausländische Provenienzen zu übermäßig hohen Preisen abgesetzt werden.! Da begründeter Verdacht besteht, daß diese Wnrstwaren aus amerikanischem Schwemerlrisch hergestellt sind, das entweder der rayonierten Flcischansgabe entzogen oder bei dieser erübrigt worden ist. wird in Ermnenmg gebracht, daß daS zngcwiesem amerikanische Schweinefleisch von den Abgabestellen a u 8s ch l i e ß l r ch nur zum rayonierten Berkanse an die zuständigen Kunden in der jeweils verlautbarten Quote verwendet wrrdeNz darf. Allenfalls erübrigte Mengen gelten als Vorliesemng für dir' nächste Zuweisung. Die Polizeidircktion (Kriegswucheramt) in' Wien ist beauftragt,, Wurstwaren angeblich ausländischer Pro" venjenz, so so me sie nicht durch die amtliche Uebcruahmsstelle für, Vieh und Fleisch in Wien. St. Marx, zugewiesen oder durch diese Zum Verkaufe srcigegeben sind, nach den bestehenden Vonchrifte' <• zu beschlagnahmen. Mitteilungen der „Rohö". - Heute Samstag: Zentralmagazin. Vllr, Bezirks Maristeligalse 19: Eisig. Salz. Kartoffclwalzgrieß, Zitrontm' Sardellen in Oel, Thunffsche in Dosen; Pari von 8 bis Ühr. Um dieselbe Zeit: l. Bezirk, Rrbebmaengafte 7: Tolletteseise,! Fränckkaffee, Zwirn, Krachmandeln nnv Supvemuafie. In der rahomerlerr Abteilung. VIII. Bezirk. Strozzigasse 27, und in tämt-- lichen Abgabestellen ist morgen die Abgabe von akitrrüannchem Schweinefleisch an die rayomerten Knuden. — 11, M., XI.. XVII.' und XVIII. Bezirk: Masol, Toiletteieise, K.-B.-Seiie. ^utoffel-; waligrieß. svranckkaffee, Salz von 9 bis i2 Uhr. -- IV. uub V. Bezirk: K.-V.-Seife, Kartoffelwalzgricsi. Franckkr.ifee, Toiletteseife, Salz, Dörraemüie, Paprika von 9 bis 12 Uhr. — XX. Bezirk: Wafchvulver. Toiletteserfe, K.-B.-Seise, Kattoffe!-- walzgrreß. Franckkaffee, Salz von 9 bis 12 Uhr. — X'., Xlst imd - XM. Bezirk: Waschpulver. Stürkm, Kümmtl m-ttll pH-' 12 Uhr. —■ XIX. Bezirk: Malzkaffer. Frmlckfaffee. K.-V.-^reiü. * Toihttttseise, Paprita, .rnüfiit non p biv Ii! IUjv.

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