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Wiener Morgenzeitung · 1919-05-16 · Heft 117 (16.5.1919) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 117 (16.5.1919)
Date
1919-05-16
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Sötte 4' Men, Freitag IU1 •-1 —-----——- Telegramme. Rach dem Pogrom in Rzeszow. - Krakau, 15. Mai. (Tel. der „Wr. Morgenztg.*) ^Gelegentlich der Konstituierung eines jüdischen Komitees 'in Rzeszow, das die Gewährung von myteriellem und Rechtlichem Beistand an die Pogromopfer bezweckt, swmde festgestellt, daß während der Pogrome mehr als J200 Personen verwundet, zirka 200 »Wohnungen ausgeraubt und 50 Gesfchäfte ausgeplündert wurden. Der ^Schade betragt ungefähr 20 Millionen Kro nen. 16 Th orarollen wurden g eif ch än d e f, die beiden jüdischen Friedhöfe;ä e r stört. In der letzten Sitzung des Rzeszower G em einderates brachte der Dizebürgermeister Dr. H d ch f e l d die letzten Vorfälle zur Sprache und wies auf die passive Haltungdes Milid ä r s, insbesondere des Obersten Z a w a d y hin, der iden Räubereien ruhig zugesehen hatte. Der Antrag des Dr. H o ch f e l d, der Gememderat möge über diese Vorfälle sowie über die .Haltung der Rzeszower Garnison sein tiefes Bedauern aussprechen, wurde mir ckn seiner ersten Hälfte zum Beschluß erhoben. Dr. Wacht e l geißelte das Verhalten der städtischen Polizei während des Pogroms und richtete ^an den Bürgermeister Krogulski die Anftage, iuwie- .ferit die Gerüchte, die ihm, dem Bürgermeister, die ganze'Schuld an dem Pogrom -zuschreibers» den Tatsachen entsprechen. Der Bürgermeister bezeichnte natürlich diese Gerüchte als böswillige Ausstreuungen. Dos Mandat Prilnekis vor dem Obersten Gerichtshof. : Warschau» 15. Mai. (Tel. der „Wr. Morgenztg.^) In der Angelegenheit des Mandates des jüdischen Abgeordneten P r i luck i. die. wie bereits berichtet, vom polnischen Landtage dem Obersten Gerichtshöfe zur Entscheidung abgetreten wurde, »fand am 10. d. M. die Verhandlung statt. Nach NrkapitulierunK -der diesbeMlrcheu Debatte im Landtage und Verlesung, der -'Dokumente. entkräftete Abgeordneter Prilucki den bezüglich seines Mandates Erhobenen Einwand der Nichtzuständigkeit'nach Polen mit dem Hinweis, daß fern Geburtsort Derdyczew innerhalb der historischen Grenze des früheren Polen liege und daß Leute, die eben dort geboren wurden, in Warschau zum Militärdienst hrran» gezogen worden seien. Der S t cr a t s an w a l t b eantragte dr iA u n u llierung des Mandates. Das Urteil wird erst am 2L. d. M. verkündet werden. Der Kampf irr GaUzren. Thyrow mit ArtiLerie beschaffen. .Warschau, 15. Mai. (Polnische Telegraphen-Ageritur.) Heeresbericht vom 14. d. M. Galizische Front: Auf dem Abschnitte U st rz y k i versuchten starke ukrainische Banden die Elsenbahnstrecke Mischen K r o S z i e n k o und S t a r z a w a zu beschädigen. Unsere Posten haben dies vereitelt. Bei Ehyrow und N o w e Mia st o rege Tätigkeit der ukrainischen Aufklärungs- Patrouillen. Ukrainische Artillerie beschoß im Lause des Tages wiederholt Chyrow und die nahe gelegenen Ortschaften. Eine weftttkrarmsche Gesandtschaft in Budapest. Stattsslarr» 15. Mai. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") In Budapest wurde soeben eine westickrainische Gesandtschaft etabliert. Als Gesandter ftmgiert ein ehemaliger Beamter der Finanzdirekt ron in Kolouira namens Lutasiewicz. Lenins Hoffnungen. Berlin, 15. Mai. (Tel. der ..Wr. Morgerrzig.") Aus Mo.sk a u . wird gemeldet, daß der Rat d e r S o w i e t s unter dem Vorsitz LeninS den Versailler Friedensvertrag besprochen hat. Lenin erklärte, daß nun Deutschland bol.schewi lisch werden müsse. Er berichtete auch, daß große Ereignisse im Osten und in Indien bevorstehen. Der Voischewisinus in Bulgarien. - London, 15. Mai. (Tcl.-Komp.) Der Berner Korrespondent der „Times" berichtet, auf Grund eines aus Sofia eivgelangten Telegramms von Sonntag, daß die b o l s ch e w i k i s ch e B eweg n n g in Bulgarien an Boden gewinnt. Trotz aller getroffenen Maßnahmen der neuen liberalen Regierung hätten sich die Truppen bei verschiedenen Gelegenheiten geweigert, auf die Bolschewiken zu sMeßrn. Der Revolutionär vor dem Standgericht. ' . München, 15. Mai. Nissen-LevinS erklärte sich oei seiner Vernehmung im standgcrichtlichen Bernehmungsbureau As n i ch t s ch uld i g. Er beruft sich darauf, daß die Räterepublik schon vor seinem Eingreifen ausgerufen worden fei und daß die Regierung Hoffmanu und der Landtag damals' bereits durch die Räterevubük außer Macht gesetzt waren. Nissen' leugnet auch, beim Geiselmord im Luitpold- GymnasiüiN irgendwie beteiligt gewesen zu sein. Heute wurde hier die Geliebte Dr. § e w i n s, Luise sch § ller, verhaftet. Sie behauptet, den Aufenthalt LewrnS nicht, zu kennen. _ Die Nepomukfeier In Prag. Antiklerikale Demonstrationen. Prag, 15. Mai. (Tel. der „Wiener Morgenzeilung".) Der heutige Vorabend des Johann issest es, das zur Erinnerung an den Tod des Landespatrons Nepomuk alljährlich! .festlich dupch Volksfeite und Feuerwerk begangen wird, ist infolge der starken.antiklerikalen Agit a t i o n. stü rmis ch verlaufen. Uns dem Allstädter Ring fand ein von 3000 Menschen besuchtes Meeting statt, bei welchem Abg. Bechyue gegen die Feier sprach: Er ermahnte die Menge, die geplante Zerstörung der Nepomukstatüe auf der Kärlsbrücke zu unterlassen. Während seiner Rede ertönte baS Abendläuten von der Teinkirche. Die Menge faßte dies als Provokation auf, drang in die Kirche rin und, ohrfeigte den Meßner. Hierauf zogen die Demonstranten zur Kärlsbrücke und schickten sich an, die Rep omuckstatue in die Moldau zu stürzen. Ein ermerikamscher Legionär Oerutjigtc die Leute und schaffte Ruhe. /Morgen erscheint mit Ausnahme des -sozialoemdkratischen tz,Prävo Lidn" kr: n?>>>,.? ,!'-?>, sV:r:I-id^ken »wird nicht Svieyer MorgettzMuttK . 16. Mar 191^ fit'. .- - " ' -.-W--- .. .... ---1 M WJ^ Die Gegenrevolution in Ungarn. Eine neue Regierung in Arav. — Ministerpräsident Graf Julius Karolyi, Das Regierungsmanifest. Wie man erst jetzt erfährt, hat sich am 5. Mai in Arad eine neue Regierung gebildet, die den Sturz des Rätesystems in Budapest anstrebt. Die Regierung steht unter der Leitung des Bruders des letzten Präsidenten Michael Karolyi und umfaßt die Führer der alten Parlamentsparteien. In ihrem ersten Manifest ruft sie alle Bürger auf, an der Vernichtung des Bolschewismus mitzuarbeiten und ein freundschaftliches Verhältnis zu den Nachbarstaaten herzustellen. Die neue Regierung, von der man noch nicht weiß, ob sie irgendwie im Volk verankert ist, tritt sehr selbstbewußt aus und teilt mit, daß sie sich rntt Wissen der Entente gebildet, habe. Man muß allen solchen Versicherungen der ungarischen Aristokraten, die sich an die Spitze der Gegenrevolution stellen und sich zur „wahren Demokratie" bekennen, nicht allzusehr trauen. Es ist die Vermutung nicht von der Hand zu weisen, - daß hier ein Zusammenhang mit dem Putsch auf die Wiener Gesandtschaft besteht und daß bei der Bildung der neuen Regierung auch die bisher noch immer nicht ausgefundenen 150 Millionen eine Rolle gespielt haben. Andererseits aber hat Pela Kun so viele Sünden auf sein Haupt gehäuft, daß man annehmen kann, daß das Maß voll ist. Nachstehend die uns zugehenden Meldungen: Gegen den Bolschewismus. Da unsere Regierung es als ihr einziges, Ziel betrachtet/ Bildung einer konstitutionellen ungarischen Negierung! zu ermöglichen, sind unsere Funktionen rein temporäre«! und provisorischer Art und wir haben bloß de». Zweck, die Ordnung aufrechtzuerhaltrn. Wir «erden uns dabei von folgenden Grundsätzen leiten lassen: 1. Vernichtung des Bolschewismus, Wiederherstellung der Ordnung, Wiederherstellung der persönlichen Freiheit, de§ Eigentums und de§ Rechtes auf Arbeit. Zw diesem Zwecke sofortige Organisierung einer diszipll* n irrten bewaffneten Macht (Gendarmerie) mit der! ausschließlichen Bestimmung, dir Ordnung im Landen auftechtzuerhalteu. S. Wirwerden trachten, freundschaftliche Beziehungen mit allen Entente» . staate« anznkmrpfen nnb alle Differenzen auS dem Wege zu röiimtu,!, welche das gut e Einvernehmen zwischen u. n,S. und den N a ch b a r st a a t e n stören könnten. Er werden trachten, sobald wie möglich zu Hand e 'l $* abmachunge n zu gelangen, um die Ernährung des Landes' und die Kontinuität der Produktiv n sicher^ Anstelle». .ij 3. Wir wollen die von dm Kommunisten v e r r a t-e-N v nativnaleJdee wieder Ausrichten. In Arad hat sich am 5. d. M. unter dem Präsidium deS Grafen JuliuS Karölhi eine Regierung gebildet, welche eS sich zum Ziele gesetzt hat, die b o l s ch e w i k i s ch e Regierung in Budapest zu beseitigen und in Ungarn wieder nonnale Zustände herzustellen. Das Ministerium besteht ans folgenden Mitgliedern: Präsidium: Graf Julius Karolyi, A e u-ß e r e s: Baron ° Julius Bornem i s z a, Krieg: General Zoltan S z a b o, Inneres: Abel Barth a, Kultus wld Unterricht: Belcr B a r a b a S, Justiz: Ludwig P a l m a h, Finanzen: Baron Ludwig Svly m off h, Handel: Ludwig V a r g a f f y (Sozialdemokrat), Ackerbau: Johann Kintzig, Eisenbahn: Bela Fülop, Volks- Wohlfahrt: Elemer Barsony, Bolksernährung: Dhnis B a l o s s y, Minister fiir die schwäbische Bevölkerung Ungarns: Johann Nemzen. Ein Minister für Dentschwestüngarnsoll noch ernannt werde«. Die Regierung hat das folgende Manifest abgegeben: „Die kommunistischePartei und ihre Führer habm in unserem ohnehin so grausam geprüften Lande die Anarchie entfesselt und den vollständigen Zusammenbruch heraufbeschworen. Wir erleben jetzt die kritischesten Momente unserer nationalen Geschichte. Internationale Briganten haben sich — die Kraft der nationalen Ideen mißbrauchend — der Regierung bemächtigt. Das 4. Wir wollen drigend - die Herrschaft der Gesetze tvieder Herstellen und alle Institutionen o d e rf'. D e kr et e d er r ev o luti v n ä r e n R e g i e r ungnt- . außer Kraft setzen. Wir wollen dem Land eme Regicrnngsform geben, die zu gleicher Zeit unsereu nationalen Traditionen und bctit demokratischen Geist der großen Mächte Westeuropas entspricht.! Es ist die letzte Stunde, der entscheidende Angenblick, welchem wir diese schwere Anfgche übernehmen. Wir fühlen u«^ verpflichtet, unsere bescheidenen Kräfte in den Dienst der großen! Sache zu stellm, weil unseren g r o ß e« p o l i 1 i s ch eftr! F ü h r e r n die Möglichkeit zu handeln genommen ist. Sie sind entweder eingekerkert oder im Exil. Wir bittm um die volle Unterstützung der ganzen Ration bei der Erfüllung unserer schweren Mission.. Vergessen wir in diesen traurigen Tagen deS nationalen Unglücks jeden Partei-,^ Glaubens- oder Klassenunterschied und ver-i einigm wir alle unsere Kräfte, um im letzten Angenblick eine»' endgültigen Zusammenbruch zu verhindern. Wir haben die Entente sowohl über die Kolifli-' tuierung unserer Regierung als auch über die vorbereitenden Arbeiten, die zu ihrer Bildung führten, ans dem Lausenden er-' > halten. A r a d, 5. Mai 1919.* Folgen die Unterschriften aller Minister Bürgertum und die wirklichen Arbeiter sind von der äußersten Gefahr bedroht. Die Mittel der Produktion sind z e r st ö r t, die F r e i h e i t d e r Arbeit v e r n i ch t e t, wir sehen überall bloß ein Plündern, «in R a « b e n und ein Morden unschuldiger Menschen. Die Kommunisten habm sich die vollständige Vernichtung des Landes zum Endziel gesteckt. Nirgends ein ernster Versuch, die öffentliche Ordnung wieder herzustellen, die wirtschaflliche Tätigkeit und produktive Arbeit wieder in Gang zu bringen. Wir, die wir unter dem S ch u tz e d e r fremden. O k k u p a t i o n § t r u p Pen in Ruhe und Ordnung gelebt habm und im Besitze unserer Aktlonssreiheit sind, betrachten es als unsere Pflicht, , diese unsere exzeptionelle Lage zu bmützen, um die Herrschaft von Ordnung und Recht wiederherzustellen. Durchdrungen von diesem Pflichtgefühl und voll Vertrauen auf dm Erfolg rmserer Aktion, haben wir am 6. Ma 1919 das Banner der Ordnu n g, d e r E h r e und des nationalen Bewußtseins aufgerollt und in Arad die N e g i e r n n g der O r d n u n g § p a r t e i e n gegründet, die sich auS allen zu einem heiligm Bunde vereinigten ungarischen politischen Parteien znsammenseht. Die Telegraphen - Ko mpagnre erhalt hierzu, von. im Ausland weilenden s,ü li r ende n ungarischen Politikern folgende Mitteilungen : , Die Mitglieder der ■ politischen Parteien Ungarns sind ein«! mutig der Ansicht, daß die in Arad grblldete ungarische Rrgierungi in ihrem Bestreben, die Ordnung in Ungarn wieder herzustellen/ von allen ungarischen Patrioten unterstützt werden nmß. Die Ziele, welche das Kabinett in seinem. Manifest darlegt, decken sich vollständig mit denen, welche den aus U n g a t u ««flüchteten politischen P e r s ö n.l i ch k e i t e n vor - Angen schweben. Ebenso stimmen die Ansichten dieser Politiker mit drc von der neuen Regrernng auch in rhrem Mamfest getüußerten Auffassung überein, daß das jetzt, naturgenraß zum Teil aus lokalen Politikern gebildete provisorische M i n isterinm, sobald die Ordnmig wmigstens in einem Teile dch . Landes wieder hergrstellt ist, durch eine aus dem Vertraueü aller — auch der im letzten Parlament nicht vertretenen -r-, < Landesparteien hervorgegangenen R egierung ersetzt werden, soll. Die führenden politischem Personttchketten, die sich derzeit im besetzten Gebiet oder im Ä u S l a n d b e f r n d e n, werden ihre volle Uebereinstnnmung mit den Zielen der neuen Regierung auch dadurch amtr Ausdruck bringen, daß sich mehrere von ihnen auch ihrerseits nach Arad begeben und von dorr aus die gesamte Bevölkerung Ungarns auffordern werden, die Regierung in ihren - auf di« Wiederherstellung geordneter Vcrhältniffe und eines wahr h a f 1 demokratischennndsortschrittl i ch « n R e g i e r u n g s s y st e m s gerichteten Bestrebungen mit aller Hingebung zu unterstützen. Der Streik in Ostrau. Mährisch-Ostrau» 15. Mai. Neben die Skeiksttuation im Ostrau-Karwiner Revier wird demTschecho-slowakischenPreßbureau in den Vormittagsstunden gemeldet: Heute wird in folgenden Gruben überhauptnicht gearbeitet: ^Fortschritt^, ^Albrecht", „Ludwig", „Salm" Mld ,^Salm" (Lsterreichlsche Berg- und Hütten-Äktiengesellschast m Peterswaldh „Hermenegild" und „Zwerma" in Polmsch-Ostrau und „Michael" und „Emma" in Polnisch-Ostran. Teilweise wird gearbeitet in den Gruden „Michael" in Michelkwice (Nordbahn), „Jan", „Marie" und „Trojice" in Polliisch-Ostrau, „Jan Josef" in Polnisch-Ostrau ('Nordbahn). Sonst wird in den Ostrau-Karwiner u n d Orlaner Betrieben g a n z n o r m a l gearbeitet. Tschechische Kohle für die Wiener Gaswerke. Prag» 15. Mai. (Korr.-Dur.) Ueber Auftrag des Staatssekretärs Zerdik ' intervenierte der deutschösterreichische Bevollmächtigte m Prag bei den hiesigen zuständigen Zollbehörden in Cachen der Kohlenversoraung der Wiener Gaswerke. Die Ischecho-slowabsche Regmung ist dahin «ntgcgengekovmcn, daß s o f o r t, e l n g r ö ß e r e r Kohlentransport zugeschobm wird. Außerdem ist die Zusage gegeben worden, daß fernerhin auf erne r e g e l m ä ß r g e und ausreichende Belieferung der Wreuer Gakrverle aus?o:;: r!)v.rlK\- »i!U« c r e ch n e t'w e r d e n! .i n. Abg. Dr. Thon über den Stand der jüdischen Sache in Paris. Knaknu, 15. Mai. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Abgeordneter Dr. T h o n, der dem Pariser Komüee der Delegationen der ftidischen Nationalräte angehört, hat seinen Aufenthalt in . ParrS für kurze Zeit unterbrochen und ist nach Krakau zurückgekehrt. Abgeordneter Dr. Thon gab der K o n f c r e n z der Zionisten W e st g a l i z i e n s (Klein-Polens welche vom 11. bis 18. Mar hier stattfand, sowie gegenüber Prrssevcrtretmr . Aufklärungen über den Stand und die Aussichten der jüdischen Sache in Paris. . Aus den Jusormatloncu des Abgeordneten ist folgendes . hcrvorznheben: Bezüglich Palästinas» erklärte Dr. T h o rt; können wir berechtigte H o f f- nungen hegen. Die Palästmafraye befindet sich in: Stadiup» der letzten Entscheidungen. Es wird letzt ein j u r i st i f ch e r ' B e r t r a g s a k t Über die jüdifchnatlonale Hennstättc in Palästina ansgcarbeitet. Es soll ein ö f f e n t l l ch - r e ch t l i ch e s Dokument, znstandekommen, in welchem die Rechte «nb Pflichten der dreiBerträgstene, nämlich des V ö l k e r b n n d es, der England das Mandat für Paläftmci erteilt, Englands als Mandatartnacht und der z i o n i ft i ich c ri O r a a n i s n t i o u. 'genmi stst-" »

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