Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 114 (13.5.1919)
- Date
- 1919-05-13
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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&. Wien, Dienstag Wiener MorgenzeitnnK 13. Mai 1919 Nr. 114 «fette* Der Abfall Vorarlbergs. Aur sonntägigen Abstimmung. DaS Vorarlberger Volk hat am Sonntag mit einer Kngehsuren Mehrheit in Urabstimmung entschieden, die ÄmdeSregirrung fei berechtigt, mit der Eidgenossenschaft in Verhandlungen über den Anschluß eittzutrttEn. Damit spricht das Volk den Gilten auS, seine genau hundertjährige Zusammc -^'tHit DrMreich zu lösen und in dieser schwersten Zeit der Geschichte htp Staates seine eigenen Wege zu gehen. Es bekundet diese Absicht wenige Tage nach einem gleichgesinnten Beschluß der Tiroler Landäsversammlung, und es ist kein Zufall, daß diese beiden Nachbarländer über eine christlichsoziale Mehrheit verfügen und in der Gtaatsregierung durch den Vizekanzler Fink vertreten sind. Von dstftt Seite aus wurde Stoß UM Stoß gegen die Koalitisn geführt und der letzte Schlag kommt an dem Tage, an welchem Dr. Nenner mit seiner Delegation nach Saint- Germam veist. Die Urabstimmung vom Sonntag ist äüf Grund der im März beschlossenen Verfassung erfolg^ welche besagt: „Da- Land ist selbständig, soüwirseine Selbständigkeit nicht durch die Verfassung des VuirdesflLatss beschränkt ist; es übt als selbständiges Lüüd älk Äechte äüS, die Nicht ausdrücklich der Gewalt des Bundesstaates Vorbehalten sind. Die gesetzgebende Gewalt und die VollzugSgewatt des Landes stehen der Gesamtheit des Vorarlberger Volkes zu. Oie wird ausgeübt teils unmittelbar durch Abstimmung des Lottes, teils msttelhär durch Landtag, .Lärtdestat tttto Landesregierung. Älst Gesetz-, 8itz nicht dringlicher Mtitr sind, Unterliegen det Mstimwung bßS Volkes, tventt hinnen 21 Sätzen nach dein Erlassen des Gesetzes 10. Y60 Wähler, deren Stimmberechtigung beglaubigt ist. unierschriftttch die Abstinnnnng verlangen. Der Landtag ist befugt, übep die Aufnahme einzelner Grundsätze in ein zü erlassendes Gesetz eine Volksabstimmung ergehen zu lassen. Das Recht des Volksbegehrens umfaßt das Verlangen aus Ersatz oder Ans Hebung vH er Abänderung eines Gesetzes oder auf Abänderung einzelner Teile der BerfafsUNg öder der ganzen Verfassung. Ein Volksbegehren muß zur Abstimmung gebracht werden, wenn es von mindestens 15.600 Wählern unterschriftlich gestellt wird. Dem Landtag steht das Recht zu, neben dem auS der Mitte des Volkes i gestellten Aufträge gleichzeitig eigene Anträge auf Verwerfung des Vorschlages oder auf Hessen abgeänderte Fassung zu stellen. Pie Wahl und die VolksabstimmuNgeti sind allgemein, geheim oder direkt. Bst altsü Völksabstmtmungen entscheidet die absolute Mehrheit." Auf Grund des Abstimmungsresultates wird die WndesreDrllrM MNMehk die DertzüNblltUgen Mit dr« Eidßrnssftttschast beginnen und bas Wsuttöt banst über« Müls drm Volke zur UtabstiMMuntz Unterbreiten. Dis Agitation für die vorgestrige Abstimmung war außer-- vrdentlich lebhaft. Es stand der großen Partei, diS best Anschluß an die Schweiz wünscht, eine kleinere, das sogenannte SchwaLenkchittt, gegenüber, die die Äti- Gliederung an Württemberg wünscht. Für Deutsch-- Österreich sprach sich keine einzige Gruppe auä.!Es fragt sich, ob sticht bei einer einigermaßen vernünftigen Wiener Pvfitik dvch WenißstkstS etwas Sympathie tzättä gefunden werdest könneit. Der Abfall Vorarlbergs ist wirtschaftspy Misch für das arme Deutschösterreich von sehr schmerzlicher Wirkung. Das Land hat eine reiche BaumwoNrndustrie wnb namentlich eiste hochentwickelte Moschinsticketei, welche stach dM GißhzrgerjühsteN an Stelle der früher weitverbreiteten Handweberei getreten war. Dkö Haupt» sitz aller gewerblichen Tätigkeit ist das Jlltbl UW besonders das Rheintal von Feldkirch bis Bregenz. Auch die Hausindustrie hat zahlreiche SisbluNgen, Namentlich dis YStisttiSiiftriM KöktzaNgstickeräi im BrtzgenM Wald ustd tili Möntafvn, BöWbirst H8k gräßM EisSsttzteßsrSisn ittld Maschinenfabriken, Bludenz erzeugt weitbekannte Emailöfen. Ferner bestehen im Lande 45 Änl^en zur Erzeugung von Dampfkesseln, Motoren und Maschinen; in MtzMz ist IM vWöMM LttzrrNfstzkÜ, in Altenstädt eins große Nrgttfabrik. Die Vorarlberger TeMMndusttitz hat g-ßen 8096 Betriebe, vorwiegend SpistntzKisn für Seide Und Halbseide, Schüfwvll- und Baumwollspinnereien und Webereien, welche gegen 260.000 Feinspindeln und 80.000 Webftühl« beschäftigt und ihre Fabrikate nach den SudeLenländeru üstd ms «Ach Ungätzn und best südlichen Ländern verkauft höben. Die Strick- und Wirkwareninduftrie umfaßte 80 UnternehMuügsii, darunter mehrsrä großtz Fabriken. Dis Mrätlbergtzr Stickerei war vor dem Kriege ln 868b gSiverblichsts ItstterstehMÜstgett vereinigt. Dis größten davon silib in Lüsstnau, Höchst, Dvrnsirn, Hohenems, Vülz MS Neuzrng. Die Hälfst de« Probuktiött wurde füber die Schweiz nach Amst'.ka, eist DMtkl nach England Mb Kanada verlauft. Bis Kettenstichstickerei hätte gegen [4000 Maschinen beschäftigt. Das Land zählt auf Ms LusbMUMiem eine Mstwöhnerfchaft bvst 146.60V Ketten, zum größten Mi röinisch-ckathvlisch. Außen gibt es im ganM IN in tzöhsmws, dem Gstzuktßvtt des berühmten sübischM StzstagvgätmusiksrS Sülzet. Den Habbdärgern am härte ÄtzMMrg, das alte Kästen, seit 1400. gm i?88 Würde es unter Hösts 11. mit Titvl vereinigt «üb kam 1814 tm Oesterreich. b-bttt CtnT«t«tt!*n dtt ifoww MKÄft Wejrr|*fijrH|j!fl', P» f iTfötcn: Lehrer, Wohnungen, Käufer, Perstna!. Ein Versuch stellt auch Sir zUsrttde«. Politische Rundschau. Die iveftungarrsche Frage. Eine Note Angarns. Der Wiener Gesandte der ungarischen Ntittztöpubttk,Dr. Bvkzar, übsrrttchta am OonnLag nam-ns seiner Kegieeung Ms Note Beta K uns an Dr. Ottb Sauer, in der gegen die seitens KeutschSsterrerchs in bezug auf Ms st Ungarn den amMchen Organen betriebene-Agitation in schärfsterWeise protestiert und gegen die NominierustgBeers als Vertreter West Ungarns bei der Versailler Konferenz und gegen den Empfang von westungarifchen Deputationen seitens des Präsidenten Seih und des StaStsküNzlerS Dr .Renner sehr energisch Stellung genommen wird. Dia Note bezeichnet es als Unwahrheit, daß rtt WestUngarn gro ße B a n d e n m o r d e n und plündern. Niemandem sei ein Haar gekrümmt worden. Die Note macht darauf aufmerksam, daß die ungarische Nätetegierung Mit dem letzten Blutstropfen dag-t'g2n kämpfen werde, daß die schwer erkämpfte Freiheit gegen den öftSrreichischen Kapitalismus ausgetauscht wird, und sie rvsrds es zu verhindern wissen, daß Westuügarn in den Besitz der Christlichsözialtzn gelange. Zum Schluß behauptet die -Note, daß Staatssekretär Dr. Bauer auch nicht davor MküSscheue, u ngSkischen Kapitakiststt unb Ägöartsrtt im Kümpfe gegen die Prvlstarisr Wsstungürus Unterstützung zu gewähren. Wir haben schon hervorgehoben, daß die HilfsrUfo der ungarischen Grenzbevölkerung aufsälligerweise aus jeNen Gegenden kommen, in die sich dis aus Budapest davongelaufenen Aristokraten geflüchtet haben. Bei den starken Zusammenhängen zwischen dies-en Elementen und den Wiener Klerikalen kann man nicht scharf genug auf die neue Agitation für „ein größeres Vaterland" achten. Wr einen deutsch-tschechlschstt Ausgleich. Das Prager „Pravo Lidu" bringt an leitender Stelle einen Artikel über die Pflicht der tschechischen Politik, Regierung Und der Parteien, den Deutschen in Böhmen die Wege zur Aktivität zu erleichtern. Es heißt darin uriter andtteMi Heute, WS wir unsere Grenzen haben, dürfen wir die Deutschen in der Republik nicht als Feinde öder Wsstgte beträchten, söiidern als Mitbürger mit gleichen Rechten und gleichen Interessen. Fetzt ist die Reihe an uns, uns SN unsere beUtschSN Mitdürtzw zu tvendtztt. Üüf«r Spräche ihnen gegSnÜder MUß aufrichtig, offen, bestimmt und klar sein. Nehmeri wir uns oft Oesterreich ein warnendes Beispiel dafür, wie ein nationales Problem nicht gelöst werden soll. Ermannen wir uys zu einer großen Tat. Bieten wir bim Deutschen , auf einmal alles das, was sie, wenn sie sich tM PtittM üüf den Boden Unseres Staates stellen, mit Recht fordern iSnnen. Bieten wir ihnen dolle Gerschtigwit, Bereitwilligkeit zu einem freundschaftlichen Zusammenleben in gegenseititztt Arbeit und Liebe. Wir rmSN als ersten Akt der Cöuktotsw den Deükschen gegenüber, die EMstellung der deutschen ZeitttngöU zu widertuferi. Eine mti Kv. Kt-ledVich AltzMS. Bei dst gestrigen Mässenvevsammlung btt SozialdSmöträtStt vor dem Rathaus, die für den Anschluß aN Deutschländ demonstrierte, hielt Dr. Friedrich Adler eine Ansprache, in der er nach einem Bericht der ,,Arbeiter-ZSitung"' unter anderem sagte: Fn den Stunden der Gefahr lassen wir unsere Prinzipien nicht im Stiche, Heut« sehen wir, daß die bürgerlichd Presst das alpt Spiel aus der Kriegszeit wiederholt. Damals wst heute häbtzn die „Neue Freie Presse" und alle ähnlichen mtm christlichst Und jtzdMr Couleur nichts Besstrs zu tun gewußt, als alles zu decken, Mas der, ImperiäNSNüS M deNtschrn MV drt schwarp«tt^m Macht» mw mtediffi hst. Sst Hatzen sich bums« freudig der Macht gebeugt, aber heut« sehen wir diejenige tbst ivah« rend vier MW tmAtt Mit ßkzähtten, alle Mgttck sti bei un» und alle Laster bei der iLntente, elr «stthafi« Spei hellecket vor den Siegern von heut«. Voßausgestht, küß der Bericht des ^Arbeiter- ZLtw«^ m Wahrheit entspttcht, sei ftstgrflettt, büß dis Rebe Di.Äbrers Acht d«e Wahrheit entspricht. Dis Blätter „jüdischer fomteut", an die er denkt, haben Mit dem Judentum fö viel zu ttm, wie etwa die Mbeim-Kttung", die das Mldenkum täglich verhöhnt („Waütz ich, är Schleich!" siehe letzte SonützLgSäuSßabe) und älst jüdischen HfotderüntzSü nach Selbstbestimmung tvtfchiveigt. Die wirkliche« BlättSr jüdischer Cvuleüt lshm« dcks MibSN des vvn GeMuftt« fabrizstrttn SeNsatioiiSMsse UNböbingt SS, köttntztt dbtt in bSt Aüschlüßftage stine Pärteiü«gekegenh«lt der Sozial» deMöktaten erb licken, söndem mt tief in das politisch« und wirtschaftliche Leben m ganzen Volkes ei«, schneidende Mgs. Warum me findet De. Adler kein Wort über bst BorarVergek und Arostis, dst die Poltttk feiner chrlftttchen KoäMstnSftsunde silS Deutschösterretch hinaussührt? Der Röchenstünstter Beechi-rst. Man hat im Kriege oft von der beispiellosen PrSziston gesprochen» mit welcher aus deutscher Sette die Müschine des HensrülstaLes arbtttete. ^Journal des Debüts" veröffentttcht einige Depeschen» welche zeigen, daß die Kunst des Berechnen» von der Wiener Diplomatte in nicht gerinaerem Maße ar- Ä wurde. Sv erhielt ver österreichische Beg« Gießl in Belgrvd am SS. Juli 1914 von Bmhtvld die telegraphische Anweisung, mit seiner Aktion unter keinen Umständen vor 4 Uhr nachmittags einzusetzen, sondem einige Minuten vor 6 Uhr oder, wenn es möglich wäre, erst gegen 6 Uhr. Der Grund war klar: noch weilte nämlich Poincarü beim Zaren und es mußte verhindert werden, daß die Nachricht von den in Belgrad unternommenen Schritten vor. seiner Abreise nach Kronstadt gelangte» damit nicht zwischen den beiden NegierUttgshäuptern noch eine gemeinsame Besprechung und Beschlußfassung stattfinden Konnte. Derchtüld hat sich nicht verrechnet: als am nächsten Morgen die Nachricht nach Kronstadt gelangst, befand sich Pvinearv bereits auf hoher See. mm KirtckgeSurtg Mischer Sozialisten. Der „Vorwärts^ berichtet: Eine Versammlung der Berliner Gruppe der jüdisch-sv^aliernokratischen Partei, die am Mittwoch abend im Klindworth Scharwenkü-Süal stattfand und von über 1200 Personen besucht war, ivurde mit flammendem Protest gegen die neuen ftrrchtbaren polnischen Pogrome in Litauen von Alfred Berger eröffnet und erhob sich zu Ehren der Pogromopfer von den Plätzen. Nach den Reden von Salman Rubaschow, Eduard Bernstein, Oskar C-ohn, des ehemaligen Ministers der Ukrainischen sozialistischen Negierung Abraham Rewutzky (im Jargon) und Leon Chasanvwitsch wurde folgende Resolution angenommen: „Die Versammlung beglückwünscht das Verbandsbureau zu dem schönen Erfolge in Amsterdam nnd begrüßt die sozialistische Internationale zur Erfüllung der berechttgten Wünsch« des jüdischen Proletariats. Sie erklärt, den Kamps für bst Wipderauflebung des jüdische« Volkes und für bst Durchführung seiner berechtigten Forderungen in Palästina und in der Diaspora auf den Grundsätzen der Internationale mit aller Kraft weiterführeN zu wollen." - politische He« bSMpft fLr Freiheit u«d Zivilisation. Di« polnische Presse berichtet von einem Testgiamm, welches der polnische Weüeral Haller von Foch erhalten haben nnd oessen Schluß folgendermaßen lauten. soll: „Morgen wird Deine Armee, erftcmden unter dem Schutze der französischen Standarte, auf dem befreiten polUischktt Böden stshen, vereMtgt mit dem Polenheer, das schon lange für die Rechte her Freiheit und Zivilisation kämpft. Ich zweifle lernen Augenblick daran, daß diese Tapferen, jetzt unter dem Banner des weihen Adlers vereinigt, mit goldenen Lettern der erhabenen polnischen Geschichte ein neue- Blött htnznfügen werden. Mein« herzlichsten Wünsche Legleitzn Euch.". Der rege LelegpMiNwechse! zwischen Foch und seinem polnischen ProtemonskluS ist nichts Neues mehr. Mer es wäre wünschenswert, deß stch die BeziehuugW zwifchM Kr«tkreich, defsen Heerführer sich darauf Lernst, daß die pomische Armee unter dem Schutz« bet französischen Standarte e». standen sei, nicht Ms mm bloßen Austausch schwülstiger telegraphischer Hsfltchßeistk» beschränkte. Bon emem Kümpfe, des Polenheeres für die Rechte der Freiheit und Zivilissttvn hat die Welt bisher verdammt wenig gemerkt. Es ist vielmehr höchst zweifelhaft, t» die Taten der polnischen Soldateska der polnischen Gelchtchtt „mit aöldenen Lettern ein neues Blatt hinMfüaen^ werbet. Die Behauptung ist m ihmn Anhalt so absurd, wie ihr sprachliches Md ad^ gegriffen. Nach allem, was man aus Polen hört» tverden unter den polnischen Soldaterr di« schlummernden brutalen Instinkte geweckt, die sich daun m . unschulbiM -und hilflosen Auben schrankenlos austoben. Marschalk Fach muß sich gegenwärtig auf dem Höhepunkt ftittes militärischen Macht» rapsches ^finden. In der ihm ergedenen französischen Presst läßt er verlautbOren, daß et die den Deutschen bestellten BedingüngeN zu milde findet. Wie wenig Gutes davel für bst; Beruhigung Und den Frieden de« Welt heraußkömmt, wewt sich siegreiche General« in Fragen der Politik mengen, hat dst deutsche Geschichte zur Genüge bewiesen und der ftanzö« suche Militarismus könnte auf dl« Dauer für die heuttge Weit, die in ita täglich wachsenden fs'rWschtttrrmn Teile militärischen Müchtimswnchstn immer ablehnender gegenübersteht, eine Nicht mtubere Gefahr bedeuten, als «s dev pi und vttfützt LLMvkiMch noch üssr tim Eiidlrche MachtM. ES ist klar, daß Frankreich Polen zu fördern sucht Mb es möglichst ausgedehnt sehen mychst» um auf Liest Weist Deutschland bauernd »n Mwschen. Wenn aber Frankreich sich damit begnügt, die Mfstelmng polnrscher Armsen zu sökdKp, dst dst LslschewtkiM Gbfahk vanmg sotten, ohne wirksam« Mtzmtzm« zu ttefstn, welch« dst Schaffung gevrvnem And mrmschMer Znftsuist verbürgen, so lädt v» ein« überaus schwere NerantworMNg aus sich. Eine Annee von ExzedtNstn und PogröMhttden rann kein gcetgilßtrS' WstruMni zur SMfWa üettgttter um» srievlicher m* hältntsst VN europäischen OM bilden. MarschM Fvch, der den pvimschm General aufs hohe Rotz gesetzt hat. müßte auch die moralische Berpfllchmng Hasen, besten R kontrollieren. zu Ms mmm Vte litauische YWerUirg hat ttne Uttteryattdlüngs- LückmWvn nach WMchüU geschickt, än deken Spitze dektzmitterGesandte Saulys jtkht. DerpanzSstschö MWönschef, Obeck Aedoul. befindet fich in seiner BegleituNtz. Dee i^Üfident Smrtöna ist zurücktzetretm und durch den Wheren Präsidenten dev litauischen NütivNa Mer in RMüttd, Barvtt Silingas, tt^etzt morden. Dev foziattsttsch« Grad«tzffe» in Pütziv. Unter bet LinmitLuns der bluttaen Maifeier in Paris ist die Auflage der ^tzumanUs" von istf.ööö am 20. April auf jetzt 210.00V tzesttetzen. Deutlicher als alles andere zei-t diese steil üuswSrtssteiüendv AdonnmiMurve, wie e« um bst Stimmung m Paris bestellt ist. «Ine adess-nischr D-savdtschast. Marsaille, 12. Mai. (Fundspr. des Del.-Kork.» Bur) ßrettag ist bim eine ad rssynische Kent- Mission eingetkvfsen, die vom französischen Gesandten inAbessynten, Lappet, beMtet ist. Dst Kommission dearb sich sofort nach Paris. Ihr Zweck ist, da« stanDsche Protektorat über Messymm -u erbitten. . 3554