Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 112 (11.5.1919)
- Date
- 1919-05-11
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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veat*v /Wien/Sowttags MLever Morgettzettmtg^ ,11. Mai ISIS Nr. 112 .Raterepttkürk übernimmt die Verwaltung von Budapest. .u*« Vvdaprst» 10. Mai. (Tel.der *2Br.Morgmztg.^ Nach tx Erklärung des mit der Leitung deS Budapest«: Arbeiter-und , rldatenrates betrauten Volkskommissars Agoeton hat die Räte- «gimmg die Deckrmg sämtlicher Ausgaben der Hauptstadt Übernommen. Der Geldbedarf der B nda- . ester Verwaltung betragt monatlich 40 bis 50 Milli» ivnen Kronen. Künftighin wird für die Erhaltung der Schulen, jBüder rmd Sanitätsanstalten der Staat allem auftukommen Haben. Das Direktorium der Hauptstadt bereitet die Aufstellung pn Volksküchen und die Bebauung aller fteiliegenden Vrüude mitHülsenfrüchtcu vor. MDas ausländische Eigentum in Ungarn. r \ Budapest, 10. Mai. Hier fand in Anwesenheit der be-- Ueiüaten amtlichen Stellen und der Vertreter aller ausländischen 'Konsulate eine Enquete über die Kommunisierung der Ausländern e h v r e n d e n W o h n h ä u s e r statt. Es wmde beschlossen, sdie Verwaltung den Bewohnern des Hauses gegen seine entsprechende Vergütung an die ausländsschen Besitzer zu Äbergeben. Die Budapester Wohnungsnot. H Budapest, io. Mai. (Tel. der «Wr. Morgenztg."). tlm der hier herrschenden riesigen Wohnungsnot einigermaßen abzuhrlfeu, hat.das Direktorium der Hauptstadt Notbauten -errichten tassm, durch welche innerhalb von zwei Wochen den Proletariern »00 Wohamgen iibnlassen werden können. Außerdem werden innerhalb kurzer Zeit mit einem Kostenaufwande von 20 Millionen Kronen vier Studentenheime erbaut und eingerichtet werden. Für den Herbst wird die Herstellung wellerc^ g'.oßer Woh nungsb aut rn geplant. ' ' , „Die Reoolutiou reist auch in Polen." Warschau» 10. Mai. Die vereinigte polnische sozialdemvlr.rtische Partei (P. P. S.) erläßt m ihrem Parteiorgan ..Robotnik" einen Aufruf, der die Schaffung einer n«abhängigen polnischen Volksrepublik fordert. Die Regierung Paderewskis wird auf das heftigste an gegriffe n. Das Proletariat müsse sich Mammenschließen, um dem System der Ausbeutung und des Elends ein Ende zu macht«. Der Krieg müsse sosort beendet werden. «Wir fordern einen Frieden, der sich auf das Selbstbestimmung srechrdes Volkes stützt. Die Revolution reift auch in Polen heran! Fort mit der Bmgeoisieegitrung!" schließt der Arffrns. Bruch zwischen Rußland und Polen. Warschau, 9. Mai. (Tel. der ^Wc. Mocgenztg.") Das votnische Mnlisierliun des Aeußeru erhielt «in Funkentelegramm, daß die russische Äiäteregierung iu der B e s e tz u n g W ilnas eine formelle Kriegserklärung polnischen'eits erblickt und daher den Vertreter der polnischen Regierung in Moskau, Wenckvwski sowie seinen ganzen Beanitenstab zur Abreise veranlaß r. _ TrotzLi reist an die WUnaer Front. ,Swob. Slowo" nuldet au§ Wilna Mter dem 2. d. M.: Die,unerwartete Besetzung Wilnas hat bei der bolschewstischen Regierung nur starke Beunruhigung Hervorgerufe«. Trotzt: bat von der Südsront die stärkste bolschewikische Armee?hitonow, die aus chinesischen, lettischere und tatarischer: Regimentem bestcht, abgerogen und an die Wilnaer Front dirigiert, wohin auch er abgereist ist. Bolschewibischer Vormarsch gegen Ostgalizien. Krakau» io. Mai. Der Heeresbericht der m der Akrarne ourrierenden bolschewikischrn Truppen meldet über die Kämpfe westlich vau Kamieniec Podolskr: Die bolschewikische» Trupp«: imhern sich Skala. Weiter nördlich sanuneln sich östlich vyn W o l o c Z v s k a bedeittmde bolschewikische Kräfte. Wer« Tscheberjak soll hingerichtet werden. Stoekholin» 10. Mai« Eine große und unangenehme Ucterraschmg verursachte dn: Holschetvileu in Kiew die Erüdrctung, daß dem dortigen Sowiet die in dem. bekannten Kiewec RitualmordvroLtß (B eilisprozeß) verwickelte Verbrecherin Wera Tscheberjak angrhort. Der Vorsitzende der Kuweit Sowietrrgicruvg, R a k o w s k i, verlangt dir H i «* ti *'t un g de r Tscheberjak, damit das Prestige der Bolfchewrken gehoben werden. Petljura verhaftet? Krakau, 10. Mai. (Priv.) Dem Krakauer „Czas^ wird Rowno gemeldet'. Nach dem Sturz der bolschewikischen Regierung in Kiew übernahm Hauptmaun O s z k i l k o den Oberbefehl irber die ukrainisch«: Truppen in Wolhynien. He verhaftete den Fiihrer der ukrainischen Nationalisten, D 111 i n c c, tarnt dessen Mimsterrat und hält sie in Zdol-- buuowo unter strenger Bewachung. In Nowno dauern die Kämpfe zwischen den Anhängern PetljinaS upd seinen Gegnern fort. Dre ans solche Weise durch den Bürgerkrieg engag:erten tckrtunischen Truppen sind außerstande, den sieten Vormarsch drr Roten Armee cuüzrchaltra. Die ErsolgederBolschewrken kommen OßMo zugute, da feine Regierung bolschewrwche Tendenz«: verfolgt. . > Juden und Jüdinnen Deutschösterreichs! M N> Der amerikanische Kongreß. Amsterdam» 10. Mai. Nach einer Nadiomeldun Washington wird die telegraphische Einberufung einer a n ordentlichen Sitznng d.es Kongresses d«: 19. Mai durch Wilson allgemein mir Zustimnumg begrüßt. Ter Sekretär Wrlsons, Tilwultp, teilte mir, daß Wilson b e i r e r E r ö f s n « n g des Kongresse S-nicht anwesmd mn werde. aus ersür Strotz. Bon der städtischen Slrfitzefidfihn. Kein «0 Heller-Tarif. — Betriebsschluß 7all Ahr. Die Befürchtung, daß schon in allernächster Zeit der Tarif dcr Straßenbahn ans «0 Heller erhöht werden wird^ dürste, wie nus an Maßgebender Stelle mitgeteilt wird, nicht in Erfüllung üchen. Eine Erhöhung wird wohl stattfinde», aber zu dem 60 H e Nr r - Ta rr f wird r S nicht kommen. Man rechnet mit der Einführung eines 10 Heller-, vielleicht anch mi der eines 50 Heller-TarifeS tmb in diesem Falle mit dein F a! k r »l »s s e n des projektierten A b e n d t a r i f e s. Dir ganze Angelegenheit ist aber uoch nicht spruchreff und iü uoch Gegenstand von reiflichen Beratungen, gibt ober durchaus fernen Anlaß p übertriebenen Besorgnissen. Dagegen sind wir m der angenehmen Lage, die Mitteilung »-achrn zu können, daß die Berwalllmg der Straßenbahn ah i. Juni dm Abendverkehr um eine Stunde b i » o n 9 f Ä i c % e n wird, sodaß der Betriebsschlnß von > lYtymüc tch m */»ll Nhr abend'; liattsindrt. den Tagen des großen Umsturzes hat sich Amn Schutz der Interessen der jüdischen Bevölkermrg aus den Vertretern der nationaljüdischen Parteien der Jüdische Nationalrat konstituiert, der bis znr Einsetzung einer gewählten Vertretung provisorisch die Führung der jüdischen Angelegenheiten übernommen hat. Der Nationalrat hat bei der Liquidierung des alten Staates entschlossen und nachdrücklich die gerechten Ansprüche der Juden wahrgenonunen uttb hat darüber gewacht, daß jiwische Interessen nicht verletzt werden. Bei der Auslösung der Armee und der Neubildung nationaler Formationen haben sich die jüdischen Soldaten dem Nationalrat zur Verfügung gestellt, der dadurch die Möglichkeit hatte, eine bewaffnete Wehr zum Schutze der jüdischen Bevölkerung in der bewegten ersten Zeit des chaotischen Durcheinanders bereit zu haben. Diese im Einvernehmen mit den Behörden gebildete Gruppe wurde dann als Jüdische Gruppe der Wiener Stadtschutzwache organisiert und hat sich wiederholt durch besonnenes unh pflichtgetreues Verhalten die besondere Anerkennung der Behörden, insbesondere mrch anläßlich der jüngsten Demonstrationen in der Taborstraße, erworben. Zahlreiche Kategorien jüdischer Menschen sind durch den Zusammenbruch deS alten Staates des Schutzes und der Hilfe bedürftig geworden. Soldaten, Beamte, Demobilisierte, Flüchtlinge, Arbeitslose usw. Der Nationalrat mußte sich ihrer annehmen und hat ihnen wirksame Hilfe geleistet. Die wichtigste Aufgabe war, den Staat, die Oesfentlichkcit und die Behörden über die exzeptionelle Stellung des jüdischen Volkes aufzuklären und darüber zu wachen, daß wirrem jüdischen Bolkszugehörigen unter dem Borwand, daß in den neuen Nationalstaaier: pur die herrschende Nation vollberechtigt sei, ihr staatsbürgerliches Recht beeinträchtigt werde. Der Nationalrat hat in unzähligen Fällen bei den obersten Regierrmgsstellen des neuen Staates Deutschösterreich in diesem Sinrre ir:terveniert, anfangs wenig Verständnis gefunden, aber durch zähe Aufklärungsarbeit vieles erreicht. Der Nationalrat hat dem provisorischen Staatsrar Deutschösterreichs eine Denkschrift überreicht, worin er die Postulate/der jüdischen Nation darlegte und' sich zu Vorschlägen, beziehungsweise Verhandlungen über deren Durchführung erbot. Das Ziel war dabei, einen rechtlichen Zustand zu schaffen, der einerseits die Möglichkeit einer Dollentfaltung des jüdischen kulturellen Eigenlebens und einer Gesundung des jüdischen Volksvrganismus bietet, andererseits die Basis für ein geordnetes, auf gegenseitiger Achtung und Verständnis beruhendes Zusammensein mit der nichtjüdischen Bevölkerung darstellt. Ein solcher Zustand ist nur dann zu erreichen, wenn hon der jüdischen Würde nichts preisgegeben wird. Rur so kann wahre Gleichberechtigung' erzielt werden. ->; * v- Der Nationalist' hät sofort Beziehungen zu den gleichartigen jüdischen Körperschaften der anderen L änder hergestellt. Die Anerkennung des jüdischen Volkes durch! alle Großmächte und durch die internationale Sozialdemokratie hat dem Natvonalrat die Möglichkeit geboten, auch als Vertretung drs deutfchüsterreichischen Teiles des jüdischen 14 Millionenvolkes politisch in Aktion zu treten. Er hat durch ins Ausland entsendete Deletzationen die Brziehnngen mit unseren Brüdern rn den anderen Ländern hergesteltt. Eine traurige Pflicht ist ihm erwachsen, als er gezwungen war, die Sachwalterschaft für die gemordeten und verfolgten Brüder in Galizien und. Polen zu übernehmen, da die dortigen Körperschafterr keine Möglichikeit hatten,' eine Verbindung mit dem Ausland herzustellen. Der Nati-onalrat hät bis zur Etablierung der Delegation des vstjüdischen Nativnalrates in Men diese Aktion, die einerseits politische Interventionen und Jnformationsdieirst großen Stiles erfvrderiö, andererseits direkte Hilfe für Pogromvpfer und «ach Wien oder durch Wien strömende Pogrvmflüchtlinge war, inxunxrmüWcher, aufreibender Arbeit durchgeführt. *; j* " * Angesichts des völligen Bersatzens der Wiener Kultnsgemeinde hat der Jüdische Nationalrat sofort in den Tagen des Umsturzes dem Vorstand der israelitischen Kultus gemeinde ein Ultimatum gestellt. Seine Forderungen: Rücktritt des Präsidenten Doktor Stern und Schaffung einer Permanenzkornmission, in welcher drei Vertreter der Kultusgemeinde mit drei Vertretern des Jüdischen Nationalrates ein neues Wahlstatut auf Grund des allgemeiner: Wahlrechtes mit Proporz imb Frauenstimmrecht ausarbeiten sollte, wurde akzeptiert. Der Vorstand hat dann entgegen der Vevein- Larnng die Beschlußfassung über das neue Statut, das er durch reaktionäre Bestimmungen zu^ verschlechtern suchte, fortwährend verschleM und den Nationalrat zu scharfen Dampf gezwungen. st ' Da die Kultusgemsnche durch' ihre Mißwirtschaft in allen Zweigen der Verwaltung die Verwahrlosung des jüdischen Lebens in katastrophaler Werse gefördert hat, war der Nationalrat gezwungen, sofort an die Schaffung von Institutionen zu schreiten, welche tzeergnet sind, das jüdische Leben zu sanieren, und den dringendsten. Forderungen und Lebensnvtwendigkeiten ünsäres Volkes gerecht zu toerden. 9lbgesehen von dem Amt für Demobilisiertenfirrsorge, das aus der jüdische« Gruppe der Stadtschutzwachs hervvrgegangen, von einem Zeniralhilfskomiter übernommen wurde rmd. seinem. Wesen nach nicht für bauernde Aufgaben bestimmt' war, wurden folgende Aemter geschaffen: Ein Orgä uii«'' sationsamt für soziale Arbeit, das unter der Leitung der Frau Anitta Müller zunächst umfang*, reiche Erhebrurgen über das jüdische Elend Wiens ein«« leitete, um das Material für systematische soziale Für- - sorge zu gewinnen; selbstverständlich wird mit der Für- * sorgetätigkeit nicht gewartet, sondern sie wurde sofort:^ in Angriff genommen. Das Nnterrichtsamt unter der Leitung deh^' Herrn Privatdozenten Dr. Bernhard Geiger und einer« ans Fachleuten bestehenden Beirat, welches die Fragens. ' des jüdischen Schul- und Unterrichtswefens studiere^ und praktisch bearbeiten soll, um die Voraussetzung füx ein wahrhaft jüdisches Erziehnngswesen zu schaffen; ei« ' Amt für Gewerbeförderü'ng, rvelches die wiP tige Aufgabe hat, die Juden aus parasitären Berufe«' durch Errichtung von Werkstätten, .Pryduktivgenossew'. schäften usw. überzulsiten. Diesem Amt wird einezi- Berufs berat ungsstelle angegliedert. Auch im: Pal ästinaamt der Zionistischen Organisation, welches die planmäßige Emigration der jüdischen Massen nach.'- Palästina vorbereiten und organisieren soll, ist depj/' Nationalrat vertreten und ist im Begriffe, mit dieser gemeinsam ein Emigratiousamt zu schaffen. Alle diese Aemter müssen angesichts des fcftffif Mangels an jdxjt Vorarbeit zunächst vorbereitende Tätigkeit entwickeln und ihr Ausbau wird eine dringende Notwendigkeit der nächsten Zeit sein. "! | '/ Juden und Jüdinnen! Der Jüdische Nationalrcck, der zunächst provisorisch eingesetzt war, muß nunmehr; durch eine Körperschaft ersetzt werden, welche, auß - freiendernokratischenWahlen hervorgegangett; die unbestrittene Legitimation besitzt, Namen der Juden Deutschösterreichs zu sprechen m zu wirken. Die nächste Zeit bereits wird das gesäurt jüdische Volk vor enorme Aufgaben stellen, die grhßeÄ sind als alles, was wir während. der 2000 der Galuth zu leisten hatten. Nur eine repräsentanz des jüdischen Volkes, welche sich aus den i«/., den einzelnen Ländern demokratisch konstituierten Ber^ tretungen znsammensetzt, kann diese Aufgaben erfüllLnl,. Auch innerhalb Deutschösterreichs brauchen wir die $öim zentration aller 5?räfte, um das jüdische Leben ausl. seinen heutigen unzulänglichen Formen zn freier faltung zu bringen, wir brauchen die Zusammenarbei aller Juden, die noch Gefühl und Interesse für. W Sache, ihres Volkes, habe«. } iK/ $ i i;/ Gemäß dem vom provisorische« Nationalrat fejkj . gesetzten Wahlstatut, das gleichzeitig der Oesfentlichkeill bekanntgegeben wird, ist 'jeder Jude und jede JLdini die das/zwanzigste Lebensjahr erreicht haben und siH, zur jüdischen Ration. bekermen, berechsigt, an der teilzunehmen. Hierzu gehören alle ' Mitglieder, Vereinen oder Organisationen, welche auf national^ jüdischem Boden stehen, ferner alle jene/ welche durch s einfache schriftliche Erklärung den Än-i fpruch,erheben, in die Wählerliste aufgeq vom men zn 'wkerden. Die Wählerliste wird zu« nächst im Bureau des Nationalrates, 2. Bezirk, Tabor-l.^ straße 20 a, > - bis 30. Juni 1919 ' fertrKgestellt und sodann a« mehreren Stellen zur sichtnahme und Reklamation aufgelegt. Juhen rmd Jüdinnen! Wir fordern euch auf, wic$ tu Hie Wählerliste zum Jüdischen Nationalrat' tm?J tragen zn lassen. Keiner begebe sich dieses wichtigste»- jüdischen Rechtes, an der Gestaltung der jüdischen Vevv, Haltnisse in Deutschösterreich und an der Gesamtarbem für das jüdische Volk aktiv iteilzunehmen. Nur wervß die Massen des jüdischen-Volkes geschlossen ihren'WilleM kundgeben, wird die gewählte Vertretung das Äftsehe«: und die Macht haben, auch wirklich die vou den Wählers ausgestellten Forderungen zu verwirklichen. Juden und Jüdinnen! Es ergeht hiermit ätt er der Ruf, an den Wahlen zum .Jüdische« Nakiouatrat teilzunehmenk . ' Wien, am 5. Mai 1919, / Das Präsidium des provisorischrn Jüdischen Nationalrates in DeutschSsterreich ierm Jüdisches Massenmeeting Heute Sonntag den 11. Mai, vorm. 10 Uhr, findet im Kolvfieum, ix., Nutzdorferstratze 4, anliitzttch des zionistischen Wahlsieges eine siche Massenversammlung statt. Es werden spreche«: Die Gemeinderäte Dr. Bruno Pollack, Dr.AakobEhrlich.Dr.Leopold Plaschkrs, Ab« geord.Jng.Robert Stricker h i-