Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 112 (11.5.1919)
- Date
- 1919-05-11
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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ftt 112 Wien, Sonntag Meuer Morgenzettung . 11. Mai 1919__Sette 5 landr auch die dekünftigen Fried enSvertragrS se!n werden, sich zwar noch nicht bestimmt sagen'! sicher ist jedoch, daß sie schon auS rem geographischen Gründen unmöglich sind und um möglich von Dauer sein können. Pro lest sttzung der Nationalversammlung. Berlin» 10. Mai. (Tel.-Komp.'i Die preußische Landes Versammlung wirb am iS. d. M., b» deutsche Rationalversammlmig am 18. d. M. in der Aula der Universität in Berlm zu einer Tuaung zusammentreten. Beide SttzuNgeu wttden mit einer große« Kundgebung gegen den Gewaltsrieden der Entente eröffnet verden. Me Fiuinaiiev Frage. »Echo de Paris* meldet: Die italienischen Delegierten verhalten sich ausnehmend reserviert. In eingrwe'hten Kreise« macht matt sich darauf gefaßt, daß Präsident Wilson seinen Standpunkt iiicht ändern wird. I tt b.telew FatlewUrde Italien z w a r für den Augenblick die Forderung unk Fiume .. Erfüllung deö nur ffen eilevon K l e i n a s i e n a n Italien vvrsieht. Die Erledigung der tziumaver Frage müßte noch vor der Ankunft der österreichischen Delegierte» stottsinden. Tschechien und Polen wird an Rumänien grenzen. Rumänien und die Tschecho-Sloivakai werden eine gemeinsame Grenze haben, auch Polen soll an einer Melle an Rumänien grenzen. Streikagitation in Frankreich. Das »VerlinerTageblatt* meldet au- G«n f: Me der „ProgrSS de Lyon anS Paris berichtet, ist daS Streikkomitee d e S Al l g e m e i » e n A rbeit er- »and es wegen Vordere i tu n g e i n eS G en tratst r r i tS in Frankreich als Kundgebung g eg en d e n Friedensvertrag der Berbüudeten m Haft genommen worden. . »H « manitS* und „Populai r e* melden, daß am kommende« Montag in den Pariser Großbetriebe« der allgemeine A « Sstand beginnen soll. > Hierzu bemerkt da- »Berliner Tageblatt* man dürfe die Bedeutung aller dieser Kundgebunaen, wie dankenswert sie auch .säen, nicht überschätzen. Die Sozialisten m Frankreich und England stellten vorläufig nur Minoritäten dar. DaS deutsche Volk müsie vor allem selber seinen Willen klar bekunden und der Welt zeige«, daß eß eine brutale Vergewaltigung nicht lammSgebuldig ertragen werde. Die Deutschösterreichische Frage» Wie die HavaS meldet, haben Wilson, Llvtzb George, Clemrnceaunnd Orlando DonnerSma vor- und nachmittagdie italienische Frage erörtert. Pie fünf Munster des Aeußem prüften am Nachmittag die Fragen der Grenzen von D eütsch 8 sterrei » und der Ts ch e ch o - S l a w a k e i und nahmen die Berichte dev veeschledrnen Kommissionen a». . Der Biererrat stellte Pariser Depeschen miolge in seiner ^ngenSitzung die Grenzen der österreichischen National- . »Ecibrnm“ meldet, daß die Kommission beauftragt ist. de« viiedrnsvertraa raschest auSzuar beiten nnd dm finanziellen Teil, der die Sta 6 l 6 sch ul den Oesterreichs Vetrifft, zu Mel». Dir Entschädigung an Italien, die in nstura erfolgt, ist hier mitinbegrrsfen. Ä Die Frag«! der Grenzen zwischen Oefler» reich und Italien sind bereis geregelt ort anderen Fragen, welche Ung arn betreffen, werden erst MN» erledigt werden, blS Ungarn die Bevollmächtigten seiner Regierung bestimmt haben wird. Trotzdem könnten bte Grenzen tmt Ungarn laitt dem FrredenSvertrag mit Oesterreich bestimmt verden, da die Großmächte den FtiedenSvertrag anerkannt haben. Verhandlungen oder Diktat - > Versailles, io. Mai. »Journal deS DebatS* berichtet, btt Große KammerauSschuß habe beschlossen, einen ständigen Ausschuß für dre Prüfung des Fried ens, d e r t r a g e S, wie von einigen Seiten beantragt wurde,, nicht »«bilden. Der Ausschuß für AeußereS, welchem Delegierte der zwölf großen interessierten Ausschüsse bergegtben werden sollen, werde die Prüfung vornehmen. DaS Plenum der Kammer werde «m DienStaa drrse Frage sowie den Vorschlag de- Deputierten dAmour auf Bildung emeS großen FriedknSauZfchusieS erörtern. Wie das »Journal" beuchtet, nehmen die Alliierten M die Prüfung der deutschen Gegenvorschläge folgendes Verfahren an: Die deutschen Vorschläge werden den z n st ä N d i g e n Ausschüssen überwiesen. Diese werden ihre Schlußfordemiigen formulieren imd an dm Vlererrat senden, der darüber entscheidet, inwieweit den Schlußfolgerungen stattgegebru werden soll. Keinesfalls kann dir Erörterung verlängert werde«. Du Deutschen werden die letzte «Beschlüsse »er Sieger anzunehmen haben, »Der Friede dreier Männer.- Paris, io. Mai. Die f t zlatisttfHe Prelle rererteilt den Vertragsentwurf außerordentlich schar f, . »Humanitö erklärt, der Friede sei ein GewaltfAede. Dieser Webe sei kem Volkerfriede, sondern der Friede dreier Männer: Clemencraus^ Lloyd Georges und WittonS. Rur eme mteinalionale Organisierung der Arbnttt könne eme» dauernden Frieden gewährleisten. Me Ratifikation. ist»Mai. (Tel.-Köinp.) DaS Pariser Zentralbureau M me Registrierung mternaNoualer Abkomme« hat den Auftrag erhalte«, sä mtlt ch e Rati fi ka tlo n e n de- Friedensvertrage« sofort eyzutragen. Sobald- Deutschland emerleitS und nne der. Großmächte andererseits daS FricdenSabtommen ratisizittt Laben werden, tritt es tzr diese Staaten sofort in Kraft. DaS Datum der Ratifikation gilt als AnfangStag für sämtliche Schnsten und Termine, die in dem Abkommen genannt sind. Der amerikanische Senat bewilligt die Bedingungen. Berlin, ly. Mai. DaS »8 Ubr-Blatt" meldet aus Basel: Der Pariser .Herald berichtet auS Rrw-Wrk \ DerGenatso n «? cö u § für Auswärtiges hat DienStag den Frledensvertrag d« Alliierten im AuSzua zue KennftnS aeuommen und die Deutschland auferlcgteu Verpflichtungen einstimmig gebilligt. ' Die deutsche Delsgatton. ^.... » Versailles, ia Mai. (Tel. bet »UBr. Morgenztg.*) &*1? weitere acht deutsche Delegierte ein, hauptfächuch Sachverständige für finanzielle «id wirtschasiliche Fragen. Ueber territorlaleFrageirwlrd nicht verhandelt. DerUn, 10. Mai. Daß »8 UhfBlatt" meldet, aus Basel: Die. „StuneS" meldtti Ugec W ir ts ch östliche Fragen werden die Alliierten »tit Deutschland m schrlstkche Verhandlungen migehen, nicht aber wegen der -Festsetzung der G re n z e n. Die Verpflichtungen bezüglich der letzteren liegen lest nnd sind nicht «eh r »n Ladern. Y«f6lXt „JlSCttUff Die PülllofifflA findet Sonntag den U. Mal 1019 M 4SI CIO lUltl Im 0rn«KMil(nri9ert1iaii«t<tAal Statt. im grossen Konrerthaussaal statt. Beginn 3 Uhr nachmlHagt, Redner die Herren i ^SmDp.P.H. Ch&jes, AdoltStand Rubine. Sal. Friedmann. Kerlen Im Vorverkauf bei R. LÖwII, I., Rolenlurmslraase 22. Joref Sehleilngeri Buchhandlung, I Im Lokal de» Vereine», II., Pralersir.9. Inland. Nationalversammlung. In dieser Woche werden die Ausschüsse ununterbrochen tagen, um alle Vorlagen fertigzustelleir. Der H a u p t a u s s ch u fz war gestern versammelt, um eine nochmalige Ueberprüfung der bereits festgestellten Nichtlinien für die Friedensunterhändler vorzunehmen und sie erforderlichenfalls im Sinne derber Staatsregieruttg gewordenen neuen diplomatischen Informationen zu ändern. Die Sperre gegen Ungarn» Die Staätskorrespondenz meldet zu den Verfügungen Über die volle Sperre der ungarischen Grenze: Das Staatsamt des Innern hat sich zu dieser Maßregel veranlaßt gefühlt, nicht nur mit Rücksicht auf die bolschewikische Agitation von ungarischer Sette, sondern auch mit Rücksicht auf die Putschversuche, die von unserem Boden aus gegen Ungarn unternommen worden sind. Deutschösterreich Kann und darf nicht der Poden werden für irgendwelche Anschläge gegen einen Nachbarstaat. Wien Kann nicht ein Koblenz der ungarischen Reaktiv», es kann aber auch Deutschösterreich nicht der Ausgangspunkt für irgendwelche Einfallspläne und dergleichen werden. Die Grenzsperre soll also nach beiden Richtungen hin wirken und wird unsere volle Neutralität gewährleisten. Wenn die Anzeichen solcher Bmnruhigungen wieder geschwunden sein werden, werden natürlich wieder Grenzerleichterungen stattfinden, und das dürfte, nachdem sich die Dinge beruhigen, bald .der Fall sein. Die Waffeirstillstandsverhandlungen. , Klagenfurt» 10. Mai. (Korr.-Bur.) Zwischen den gestern m Klagemurt emgettoffenm Abgesandten der Belgrader Regierungunddendeutschösterrei mischen Vertretern fanden heute bei der LandeSregunma Berhandlungen über den Abschluß eines Waffenstillstandes statt. Bon drmschösterreichischer Seite wurde vvraeschlaaen, daß die Feindseligkeiten s o f o r t eingestellt werden, sollen und die Truppen in ihren gegenwärtigen Stellungen zn v e r b l erb en fiät tttt, bis die in wenigen Tagen zn^gewärtigenden Beschlüsse der Friedenskonferenz vorlngm. Die Vertreter des Königreiches der Serben,. Kroaten .vnd Slowenen etklarten hierauf, daß ihre Vollmacht sich nur daraus erstrecke, über die Modalitäten der Wiederherstellung des miutärischen Zustandes vor dem 29. April zu verhandeln, und daß sie daher nichtinderLageseien, irgendwelche andere BorsMge in Erwägnng zu ziehen. . ... ... ' Daraufhin wurden bte Verhandlungen in beiderseitigem Einvernehmen unterbrochen, nm ocn jugoslawischen Bertretern Gelegenheit zu geben, sich rmt ihrer Regierung zur Emholnng eventueller neuer Jnstruklionen m Verbindung zu setzen. Fortführung der Arbeitslosenunterstützung. In der heute erscheiueuden Nummer des StaatSaesetzblattes wird eine Bollzugsanweisuna deS StaatSamteS für soziale Verwaltung veröffentlicht, nach welcher die staatliche Unterstützung arbtttsloser Arbeiter «nd Angestellter unter Beibehaltung der - tue« herigen Modalttäten b i S zum 90. Juni, l« I. verlängert wird. Dis dontschösterrekchische Devisenzentrale. Vor einigen Tagen wurde die beutschösterreichische Zentralstelle für den Zahlungsverkehr mit dem Anstand (deutschösterreichische Oevisenzentrale) errichtet. Gleichzeitig hat sich die bisher bestandene Devifenzenttale aufgelöst. Die Mitglieder der deutschöstervrichischeu Zentvalsteltü für den Zählüngsvertehr mit dem Ausland werden vom Staatsamt der Finanzen ernannt^ Die Leitung der Zentralstelle erfolgt durch einen GeschLftSauSschuß, dem der Dieekbor der Zentralstelle oder dessen Stellvertreter als Vorsitzender, die Oesterretchisch»ungarische Bank, bas Poftfpackassenamt und eine Reihe von Bankinstituten angehöeen. Die unmittelbare Geschäftsführung obliegt der Direktion tm Devifenzenkrale. Zum geschäftsführenden Direktor der Devtsenzentrale ist voni Staatssekretär der Finanzen im Einvernehmen mit dein GeschästSauSschuß der Oberinspektor der Oesterretchisch-ungarisch-en Bank Philipp Sztankovits ernannt worben. Zum Kommissär des StaatsamteS der Finan«en bei dev Devisenzentrale hat der Staatssekretär der Finanzen den Ministerialrat Doktor Hermann Schwarzwald, zu dessen Stellvertreter den Oberfinanzrat Dr. Franz Bartsch ernannt. AIS Kommissär des Staatsamtes für Handel und Gewerbe, Industrie und Bauten fungiert Negierungsrat Dr. Wolf Drücker. Die AmtSräum« der deutschösterreichischen Devisenzentrale befinden sich in Wien, 1. Bezirk, Wipplingerftraße 84 (Börsengebäilba). Ein Todesopfer der Pogrome in AzeSzoiv. Krakau, 10, Mai. (Tel. der Wr. Morgenztg.*) Der während des Pogroms in Rzeszow schwer verwundete Samuel Silbermann ist seinen Verwundungen erlegen. .. ■ Telegramme. Die Oesterreicher und Angarn in Paris. . n Berlin, 10. Mai.. (Tel. <der „Wr. Morgenztg.*). Dk „Lokalanzeiger" . meldet: Die Quart: e -r m a ch t'M' bei deutschösterreichischen und ü n g ä risch c i Friedensdelegatian werden Samstag den 10. Mai.in Saint-Grrmain erwartet. Oesterreicherund Ungarn werden .ge so n.de.ri untergebracht, so daß sie keinerlei Verkehr miteinander'Haber können. Darüber, daß von einem Anschlüsse DentschösterrMS ar das Deutsche Reick) jetzt und für alle Zukunft, kerne Red; sein k ö n n e, ist die französiche Presse nach wie vor enug. Die deutschen GegenvorschlSge. Verlin» 10. Mai. DaS ReichSkabinett hielt-heute wiedv eine Sitzung ab. Den Vorsitz sührte auch heute NeichSpkLstden! E b e r t. Zur Erörterung standen die Gegend o. r s ch .l ä g t, dre die deutsche Regierung machen will. . Zwischen der Regierung und der Friedensdrlegation besteh! ein dauernder Gedankenaustausch, so.daß dre-Gegenvorschläge in genfemschastlicher Arbeit irr Berlin mid"Bersaillezustandekommen. Die schleswigfche Frage. Kopenhagen, 10. Mai. Wie Ritzäus Bureau erfährt wurde nach den gestrigen Verhandlungen im Reichstag an de« dänischen Gesandten in Paris ein Telegramm abgeschrckt, dahin- - gehend, daß Negierung und Reichstag an dem b i S h e r e r naettommene« Standpunkt in der schleswigfchrn Fragt! e st h a l t e n. China will nicht unterschreiben. Peking, 9. Mai. (Rrüter.) China hat seine Delegierte« in Paris beauftragt, einen Frieden, der Japan die deutschen Rechte an Schantung zugesteht, nichtzu unterzeichn en. Die Einfuhr nach den besetzten Gebieten. Haag» 10. Mai. (Trl.-Komp.) DaS interalliierte Komitee im Haag hat dem niederländischen ttcbecseetrust mitgeteilt. daß klln tlg Ausfuhren nach den von den alliierten Armeen besetzten Gebieten Deutschlands einer Einfuhrvewiltigung deS interalliierten Komitees m Luxemburg bedürfen. Die Interessenten müssen m Hinkmif! Dokumente vorlcgen^ aus denen her vorgeht, daß das alliierte Besetzungskommando diese Einfuhr gutgeheißen hat. Anleihen znm Wiederaufbau. London, 10. Mai. (Reuter.) Wie die ^Dailtz Mail" meldet, beabsichtigen bntische, amerikanische, skandinavische und holländische Finanzkreise, ein Konsortium zu bilden, um 7^/zProzennae Anleihen zum Wiederaufbau d er verwüst rien Gebiete Frankreichs nttd Belgien s und für die U n t e r st ü tz u n g d e r i t a l i e n isch en Industrie aufznbringen.; Paris, 9. Mai. (Tel.-Komp^) Der belgische- Minister Gaspard hat in einer Unterredung mit dem Vertreter des »New-York Herald" erklärt, daß Belgien außer der Ents ch ä d i g u n g von 2V» Milliarden Franken sofort eine A n» leihe i n g l e i ch e r H ö h e von der Entente oder von den Bereinigten Staaten nötig habe. Diese Summe« seien zum Wiederaufbau nötig, außerdem habe Belgien 780.000 Arbeitslose, die den Staat monatlich 50 Millionen kosten. Ruhe und Anruhe ln München. München, 10. Mai. (Korr.-Bur.) Wenn'auch' noch' jede Nacht vereinzelteFanatike r Posten beschi.rßerr oder mit Handgranaten bewerfen, kann doch im allgemeinen gesagt werden, baß die Ruhe .in München wieder hergesteH ist. Ein äußeres Zeichen dafür ist die Hinausschiebtmg der polizeilichen Sperrstunde. Die Nacht zum Samstag verlieft wieder außerordentlich unruhig, besonders in Schwabing und Giesing, wo mit Handgranaten, Maschinengewehven und Geschützen gekämpft wurde. Heute frühmorgens wurden nächst der Maximilians^rücke etwa 30 Schüsse gewechselt. In Giesing wurde ders Posten bei -der Martinsschule mehrmals von werdächtigen Personen belästigt, worauf das Gelände - mit Maschinengewehrfeuer bestrichen wurde.! Von heute ab bis nächsten Freibag sind in München' alle öffentlichen Lustbarkeiten v erbvte.n, da die aus Anlaß der Niederschmetternden FriehensbebuMngen angefetzte Trauerwache auch ftir Bayern an geordnet wurde. j Die Zahl der « n b e kannte n, i n 8M?HrM'd' - höfshalten liegenden Totsn/-W. Ähfer. der Revolution geworden sind, beträgt noch 46. . . Die ,.^rünchen-Augsburger Abendzeiturig" erfährt aus Regierungskreisen, baß die Regierung.Hoffmann frühestens Ende Juni, wenn nicht gar 'erst Anfang Juli, nach München zurückkehren werde'. ' Der gegenrevolrttionSre Putsch itt Ungarn. h Budapest, io. Mni. (Tel.der „Wr. Morgenztg.") lieber' das verrttelte gegenrevolimonäre Unternehmen unter Führung des OberßleuinanrS D o r m a n d y werden heute weitere Details bekannt. Dormandy unternahnt seine Aktion vor«rhmllch mit Mttglledrrn der Gkcllschast „D a S e r w a ch r n d e U ng a r n", dieauS k l e r i k a l g e s i n n t en H o ch sch ül er n bestand und die. schon, zur Zeit deS Regimes deS Grafen Karo l h i hegen die erste Revolution allerlei nnßgltickte Pläne schmiedeten. Die Gesellschaft hatte tu erster Linie die Absicht, die Einheit der: ArbeNernlassen zu sprengen, k o n s es s i on ell e Streitigkeiten zu entfachen und Pogrome zu verrnstal t' e - n, - . Z u diesem Zwecke suchte sie sich Verbindungen mit dm Angehörigen der F l e i s ch h a u r r g e w e r k s ch att tzu verichaffen, welche zu den bestorganisierten unter den hiesigen.Arbeitern, gehören. DaS Komplott mißlang, du Arrangeure wurden angezeigt und verhaftet. Die Vervindnyg mit den Leitern der W i e n t t g e g e n re v o l u t i o n 8't e n Aktiv n. war, eine sehr rege; virmittelt wurde diese Verbindung durch den. Sohn des gewesenen ungarischen Gesandten ln Jugoslawien, Bala, sowie durch andere Persönlichkeiten, die unter Karolyr eine Rolle gespielt Holken. Als kömpromnttert erscheint außer, dein äewelckeu Staalölckietür Drsider A b r a h a m auch Graf Pruck Te l r,ky und Baron Ennl G u t t m a n n. Der Letztere hat jedoch nächgemikien, daß er Ausländer ist, weshalb er straflos ausgehen dürfte.