Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 112 (11.5.1919)
- Date
- 1919-05-11
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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£.\it 4 S&ieu, Sonnrag Wiener Morgenzeitung 11. Mm L->19 i/u. 112 Zusühren. V' haben vielmehr den oN^ansKssi^cir NZzeszowor Mob zum Urheber, der sich der Mir Hilfe von diLustsreien polnischen Legionären und der passiven Duldung des auzgerückten Militärs zu erfreuen hatte. Datz einige Blätter vermuten, die Unruhen seien von den Russen nngestiftet werden, ist zweifellos ebenso richtig wie die Vermutung falsch. Es. ist dies die bekannte polnische Art. die eigenen Sünden dem Bolschewismus in die Schuhs zu schieben. So lange die polnischen Behörden nicht den unzweideutigen Willen zeigen, Ordnung zu machen, und mcht ein neuer Geist in Polen einzieht, so lange werden auch weitgehende mili- Idrifdp Vollmachten nicht ausreichen. Es wäre Pflicht der Entente, darauf zu sehen, daß die polnischen Methoden zeitgemäßer»« Systemen weichen. Zu den Pogromen in Rzeszow. Ein Augenzeuge der Pogrome in NzeSzow, von denen wir vor einigen Tagen berichtet haben, macht unS die sokgmdcn. durchaus verläßlichen Angaben: Samstag den 3. d. M. Um 6 Ahr morgens versammelte sich eine Menge, die hauptsächlich aus Hausbesorgern und ihren Frauen bestand, vor dem Magrstrat und verlangte die eingelangten amerikanischen Lebens- Mittel. Der erschienene Polizeiinspektor erwiderte den Leuten: „Was wollt ihr von nns, geht zu denJuden und requirieret!* Inzwischen war die Menge angewachsen und die Erregung wurde immer größer. Man beschloß, die Gelegenheit, da die jüdische Bevölkerung in den Synagogen weilte, aüszmiützen und auf die Juden losrngehen. Die aus den Synagogen hrimtehrendenJudm wmden auf der Straße überfallen, geschlagen und b e r a u b l; besonders arg girig eS m der Matrjkogasse zu. In die sogenannte „GroßeKlav s*-S yn «- K o g e, wo zahlreiche Inden versammelt waren, drang der Mob er», zertrümmerte die Einrichtung, zerriß die Thorarollen und mißhandelte die Anwesenden. Ein gewisser Salomon Tennebaum' sprang aus dem Fenster d«S Obergeschosses, wohin er sich mrt vielen anderen geflüchtet harte, worauf rhn die Menge derart mißhandelte, daß ihm beide Deine gebrochen wmden« Sämtliche Belhäns ervvn Rzeszow wurden demoliert. Der Advokat Dr. Schlager wmde auf der Slraße schwer v e r >v u n d e t und man zweifelt an seinemAnfkommen. Ein gewisser Silbermann »st bereitden e littrnen Verletzungen erlegen und wurde Montagbegraben, Hirsch Jakob desgleichen. Unter den Exze-denten befanden sich zahlreiche Legionäre. Em Dr. jur. uubekarniten Namens aus N'u-Zandez, der vorübergehend in Rzesow wellte, wmde auf der Straße erschossen. Die meisten jüdischen G e-> s ch äste wmden gänzlich a u S g e r a u b t, fo die Propirratwrr des Ascher Silber, wo sich die Plünderung in der Wohnung fortsetzte, ferner die Juwklenhandlrmg Schiff, ebenso die meisten Geschäfte in der GalensowSkigasse, der Miekiewiezgasse und auf dem Riugplatz. In den Geschäften Groß und G r ü n h «t wurden sämtliche Schuhe und Kleider geraubt. Aehnlich ging eS m der Gru n wald ga ss e und der Rn s ka W»eS zu, wo eine Frau erschossen wurde. Bis Montag batte man über 400 Verwundete mb einigeTotr festgestellt. Einerindischen Delegation, die vom VezirkShanptm a n n Schutz erbat, antwortete dieser: Die Jude» sind neu tral, jetzt werden wir neutral sei«. DaS aus* gerückte Militär sah de« Pllmdenmgen zu und ermunterte die Masse in ihrem Tun. Einige polnische Offiziere ließen sich von jüdischen Geschäftsinhabern für den ihren Geschäften gewährten Schutz bezahlen. Auch rme große Menge von P r i v a t w o h n u n g e n stel der Raublust des Pöbels zum Opfer. Die polnische Intelligenz sah auf der Straße ruhig und vergnügt dm Vorgängen z«. Die Ausschreitungen dauerten blS L Uhr nachtS md gingen am folgenden Sonntag weiter, nachdem sich der plündernde Mod durch dir ans den umliegenden Dörfern zustlömende Menge vermehrt hatte. Erst Sonntag nachmittags kam Militär ausKrakau, welches jedoch, ohne einzugreiftn, wieder nach KslbnSzowa abdirigiert wurde, wo «S bÄanntlich?u ähnltchen Ausschreitungen gekommen ist. Wie lächerlich eS ist, den empörenden Vorgängen erneu dosschewlkischen Charakter anziidichten, geht aus der Tatsache hervor, daß sämtliche Christen gehörige Läden völlig verschont blieben. Der Vorarlberger Separatismus. Bregenz, 10. Mai. lTel. der „Wr. Morgenztg.*) Der L.'mdcShauptmann von Vorarlberg, Dr. E » b e t, erläßt heute jolgerwe Kimdmachung: Ich habe lytun Schweizer Bunde Sv ü t e um eine Audienz uachgesucht, die mtr vom Vorsteher des e dgeriosfenschastl'chen Departements gewährt wurde. DaS politische Dkpattemrnt erklärte mir aus eine vezüaliche Anfrage, daß, wen« die überwiegende Mehrheit des Vorarlberger Volkes den Wunsch «m Anschluß a u s f.p r i ch t. der BiMdesral diese Frage einer Prüfung unterziehen werbe. Im Falle des Anschlusses wird Vorarlberg Ne Stellung rmrS vollberechtigten, selbständige« n. » d ungeteilten Kantonerhalten. Die von der Landesregierung beschlossene Fühlungnahme mit der d r u t s ch ö st e r r e»ch »s ch e « R r g i e r v « 5 ck envlgt, es erwachse« dem Lande aus der morgigen Volksabstimmung keine Schwierigkeiten. Landrsdavptmann Dr. E n d e r.* Die Frage, die bei der morgigen Volksabstimmung in Vorarlberg M Beoutworlirna gelangt, lautet: Wünscht das Vorarl« Ijcrßcc Volk, daß der LandeSrat der schweizerischen DundeS- ' Mtcrung die Absicht des Vorarlberger Volke-, M die schweizerische Eidgenossenschaft einzutreten. bekannt gebe und mit der Bundesregierungin Vechandlungen trete? Dir Abstimmung erfolgt im gcheimen mit WahlkuvertS und Wahlzellen. Die Antwort hat ..Ja" oder zu lauten. tu aflnrfrrfHUgtiT, Neda»«,,»« gysL•gf.ffff.v., JBWWp. M all» Systeme, rrM»Isigei Materirt, iteop. Kurztt, Wien, U, Wrsibahnstraße 23. Telephon 31537. ms ZWtUschlm Der Versailler Gewaltfrieden Wilson für einL mündliche Aussprache. — Shaw und Snowden gegen den Imperialismus. — Hilferuf der deutschen Sozialdemokraten an die Sozialisten der Welt. — Protest der Unabhüngigen. — Die dentschösterreichische Frage. Streikagitation in Frankreich. Die Verhandlungen in Versailles kommen in Fluß. Die deutschen Delegierten haben in zwei Noten an Clemeneeau die Unerfüllbarkeit des ihnen vorgelegten Entwurfes betont und Gegenvorschläge angekündigt. Die Entente will diese Vorschläge besonders in finanzieller und wirtschaftlicher Beziehung prüfen und Wilson bemüht sich, eine m ü n d l i ch e Aussprache herbeizuführen. Damit wäre schon viel gewonnen, denn in einem kontradiktorischen Verfahren würde sich viel Gelegenheit bieten, Mißverständnisse aufzuklären und Härten zu mildern. Ueber die Antwort, die Deutschland aus die ihm vorgelegten furchtbar drückenden Bedingungen erteilen wird, liegen derzeit noch keine offiziellen Mitteilungen vor, doch ist besonders nach der. Ansprache, die Graf Brockdorff-Rantzau in Versailles an die Entente gerichtet hat und mehr noch nach dem Inhalt der heute bekannt gewordenen ersten Notenäußerungen der deutschen Delegation die Richtlinie des deutschen Standpunktes ziemlich klar zu erkennen: Deutschland stellt sich auf streng rechtliche Grundlage und wird die genaue gemeinsame Ueberprüfung und Diskussion des ganzen Derhandlungmaterials fordern. Don einer Annahme der Bedingungen in der jetzigen Form kann nicht die Rede fein. Die Stellung der Entente ist aber nicht nur durch diese Entschlossenheit Deutschlands eine ziemlich prekäre. Der Friede, wie ihn C l e m e nc e a u und Lloyd George entworfen haben, findet die fast einmütige Verurteilung aller Unbeteiligten. Charakteristisch dafür ist die Haltung der gesamten neutralen Presse, die in oft sehr scharfen Worten ihrer Verwunderung, ihrer Enttäuschung, ja ihrer Entrüstung Ausdruck gibt. Noch bezeichnender für die Schwierigkeiten, die der Pariser Konferenz noch vielleicht bevorstehen, scheint die Stellungnahme der italienischen Pubizistik, aus der heroorgeht, daß Italien noch immer nicht völlig zuftiedenaestellt ist. Namentlich die Fiumaner Frage scheint noch immer die Debatte zu beherrschen, und wenn die Italiener jetzt auch offenbar Konzessionen geneigter find, erheben sie dafür sehr ausgedehnte neue Kompensationsforderungen, die sich auf Kleinaflen und den Orient beziehen. Mcm kann daher keineswegs behaupten, daß die Situation in Versailles eine geklärte sei. Im .Vorwärts* peröffentlicht der Vorstand der sozialdemokratischen Partei Deutschlands einen Ausruf an die Sozialisten aller Länder, in welchem die drückenden Folgen des Siegfriedens hervorgehoben werden. Die Sozialisten mögen gegen den Gewaltfrieden so laut protestiere», daß auch vie Machthaber der siegreiche Ländern dies hören müssen. Dre deutschLsterreichische Delegation wird morgen abends abretsen. Ihre Mitglieder haben wir bereits gefirm milgeteilt. Die Delegatton wird entweder vom Gesandten Herm ANIzS, der die französische Republik seit einem Monat in Wien vertritt, oder von dem ihm zugeteilten Professor P i n a u d beglettet werden. Diese Höflichkeit geht ganz über den sonstigen Brauch hinaus. Will man Deutschöfierreich schmeicheln oder e« unter ganz besondere Kontrolle stellen? Als Reisemarschall der Deutschösterreicher fungiert Sekttonschef Günther vom AuswärttgenAmt. Die Delegation soll Mittwoch früh in Paris etntteffen. Nachstehend die Meldungen des gestrigen Tages: Auofprach« über tat Fried»«. Rach einer HavaSmrldmig klaubt men m Kreisen der Kon« fereuz allgemein. haß die deutsche» Vertreter Vorschläge über» reichen werden und <mf dm PräliminarmedtnSyertrag mir einem völligen Gegenvorschlag amwörien werden. Wahrscheinlich werden die Alliierten den zuständigen Kommissionen die Auiaabe anvertraneu.die Vorschläge finanziell er und wirtschaftlicherRatur zu prüfen. Diese Prüfung wich mindestens acht Tage ersorde,«. Hierauf wtrdru bie Alliierte« den Deutschen dre A e nd'e r u n g e n bekanntgeben, die gegebenenfalls im Vertragsentwurf angebracht würden. Sodann wnd den Deutschen eine z i e m l i ch k u r z e Frist, wahrscheinlich vier brS fünf Tage, zwecks endgültiger Z u st i mm « n a «um gesamten FrirdenSverttag zugestanden werden. Man muß also damit rechnen, daß 3 5 6 t 5 So T a ge biszurUnterzelchuung des Friedens vergehe« werden. Die Note« de» Grafe« Naatza». . Der erste Delegierte der deutschen ArrrdenSdelegation, Äeichs« minister deS Aeußen» Graf Vrockdorsi-Rautzau, bat heute abendt jolgeude Roten an de» PrLsidkNteu der Fetedm-konfer«^ Hern vUmntcto«, gerichtet t »Für (et» Volk erte-sNch.* - « — »Versailles. 9. Mai 1929k A Herr Präsident! Die deutsche FriedenSdrlegation hat dle erste Durchsicht der überreichten FriedenSbedmauugen vollendet. Sre hat erkrnner müssen, daß in entscheidenden Punkten die vereinbarte Basis det RechtsfriedenS verlassm ist. Sie war nicht darauf vorbereitet daß die anSdrückklch dem drusschm Volke und der aanzer Menschheit gegebene Zusage aus dich Weise illusorisch gemach: ntrb. ©rr VartragSenttmirf enthält Forderungen, die sür feit Volk sind. Vieles ,st au derbem nach Ansicht unser« SachverstäHdiaen unerküllbar. Die demsche Fiiedenßbeleaapor wird den RachwetS im einzelnen erbklvaen uttd de» olurkeer und asivpie'.An Rtg>erungen ch« Brtnettungrn und rhi Mater*»l wrtlaufend zagehen lassen. Genehmigen Sie. Oe,r PrSsibent. dm Ausdruck meine, ausgezeichneten Hochachumg. Drockdorss-'slantzau.' Weshalb wird Deutschland nicht zum Bölkerb««tz zngetachn? »Versailles, 9. Mai. ISIS. Herr Präsident! Dir deutsche FriedenSdelegation beehrt sich, zur Fragt des Völkerbundes Stellung zu nchmea, indem sie anbei ew deutsches Programm überreicht, das ihrer Mnnung nach zuw Problem deS MlkeibundeS »esmtliche Anregungm enthält. Die deutsche Friedensdelegatiou behält sich vor. sieb «och eingehend -um Entwarf der alliierten und ossoziierteu Aegiv rangen zu äußern. Sie macht jedoch schon heute aus dep Widerspruch aufmerksam, der dann liegt, dav Deutschland Zwar das Statut d«8 Völkerbundes als Bestandteil des unS üderreichten Vertragsentwurfes lmterzeichnen soll, sich aber nicht unter den Staaten besindet, die zum Eintritt »n den Völkerbrmd eingeladen worden sind. Die deutsche Delegation stellt die Anfrage, ob und gegebenenfalls unter welchen Umstände» «me solche Einladung beabsichtigt «st. Genehm-gen Sie, Herr Präsident, dm Ausdmck mein« ausgezeichneten Hochachttmg. Brolkdorss-Rantzau.* Was Shaw «nd Snowdeu sagen. .Daily New-" verössentlicht die Ansicht einiger bekannt« und führender Demokraten Über den vorläufigen Frledensvcrtrag. In irontscher Weise äußerte sich Bernhard Shaw. Er sagt! Durch die Fnedensbedingungen wird der Welt die Dem okrakieDeutsktzlandS gesickert, mcht aber dre Demokrat« in allen anderen Staaten. Deutschland hat man seiner ganzm schweren imperialistischen Bürde nnhobe« und sie auf unsere Schultem gelegt. Während unS diese Laß »uferlegt wird, wird Deutschland bald zum Wohlstand gelangen, ohne daß es dabe» für etwas anderes zu sorgen hätte, als sür dir eigme Wltderherstelluna. Scheinbar bezahlt Deutschland dafür einen hohen Preis, es bekommt aber sür sein Geld emen viel größeren Gegenwert. Wer will jetzt noch leugnen, daß wir selbstlos sind? Der Arbeiterführer Snowden meint: Durch dre Verhandlungen werden Imperialisten, Militaristen und Räuber bewiedlgt. Dieser Berirag »st der Gnadenstoß für die Erwartung aller derer, die da hofften, daß das Ende des Krieges uns den Frieden bringen würde. Es i st a b er kein FriedenSv ertrag, sondern lediglich nur dieErklärung eines »ene« Krieges. Dieser Verrat ist em Verrat an der Demokratie und an de« Toten dieses Krieges. Dieser FrirdrnSvertrag enthält die wahren Kriegsziele der Alliierten. , Der Arbetterführer C l y n e S erklärt, dre Bedmgnnge» seim mcht weniger schwer, als diejemaen, welche Deulfchland im Fall« seine- Sieges der Entente amerl'gt haben würde. Die Zer'splttterung deS d e u t s ch e n G e b l e t e S, Elsaß-Lothringen ausgenommen, werde für die Zukunft e r n e Gefahr bleiben, es sei denn, daß durch de« Völkerbund eme nette Regelung getroffen weide. Vr»ek»»Hf-R«rtz«m t»!8 mit de« Deutschösterreicherr» sprechen. DaS.Berliner Tageblatt* meldet anS dem Haag: DonnerS* tag abends sind r w e i diplomatische K n r i e r' nach Berlin abgereist, um zwn Exemplare b« urbersetzung der FmdenSbedmaungen dorthin zucknngm. Im Lame der Nacht hatte Grat B r o ck d o r s f - R a n y a « einen langen Gedankenaustausch «N Berlin aus drahtlosem Wege. Er holte vaS Einverständnis mit Berlin dazu em, m »t d er österrerchischeu Delegation in emen Gedanken- Protest de» deutschnationale» Arbeiter. Der HauptailSlchuß der nationale» A r b e i 1 e v- und BerufSoerbände, Deutschlandhat eine En^ schließung angenommen, i» der die Regierung rufgesordert wird, m ihrer ablebnendm Haltung gegenüber den u n g e h e n e rliche» und entehrenden Frieden-b e b i n<* gungen der Entente zu verharre« und emen solchen Schmach-? und Schandsrieden niemals zu unlerzelchnm. Der Aufruf der deutschen Sozialdemokraten« Der Vorstand der s o z i a l d e m » t r a t i s ch e« Partei Deutschlandveröffentlicht nn „VomartS emen AufrufandieGozi allste «all er Länder,; in dem gesagt wird, der Versa'llec Entwurf des FriedensoerkageS habe die schlimmsten Befürchtungen der Friedenöstennde aller Länder übertrvssm. D e r F r i e d e. der Deutschland auferlegt werden soll, t r e s f e d i e deutsch e R e p u b l \ l mrtte« in» Herz und bezwecke, vaS Aufblühen emefozialistische« Deutschland uMssstch M macken und bannt gleichzeitig den internationalen Sozialismus zu treffen. Alle« Erklärungen der feendlrchen Staatsmänner zum Trotz richte^ sich dieser Friede nicht e g e n d i« d e u t s ch e u Junker « « d F m p e r i a l r st e «. s o n d e r n g e g e n d a S d e tx .fc T ch t B o l l. D« Borschlaa se» m;edenr eimelne« Artikel ein Hohn aus die vierzehn Punkt« WelsonS. Weiter wird gegen die A«nerton ,m Saargebiet protestiert rmd erklärt, daß solche aller Gerechtigkeit hohrssprechende Friedensbedingungen keinen Dauerfriedrn brmgm können. Schließlich wird uns das m Bern beschlossene FnedenSprogramm hingewirsm und gefragt: Wird die sozialistische Internationale ihr e, Stimme gtßenb e» Ge «oltsriedensolaut etb-eie», daß in de» f t t gr ei tb en?a n b ei» die Machthaber von heute ans f»e h o r en müssen? Wrr erwarten eS, aber'eS »si h 5 ch st e Z e i t. Er handelt sich um mehr als das deutsche Volk, eS handelt sich um haS S ch i ck s a l Europas. Proletarier aller Länder vereinigt eure'Kraft, um einen Gewalifritden zu verhindern, der Eurova nicht zur Ruhe kommen lassen und du, sozial,stucke BewegWg » allen Landem aus daS schwerste schädigen würde! Dis MnbtzSnsigen protestieren. Vorlin, 10. MP. In einem Artikel Über die neue Land-- karte Deutschlands stellt dre JheiM“ vorerst fest, daß der Gew altfrrebe von Brest-Lito wS k Rußland mn Gebietsteile verkleuiert habe, dis doppelt so groß als Deutschland toarau Im Falle eines deutschen Sieges würde Deutschland -gieosie Teile von Fraukrerch, Franzvsisch-Lotbringen, Luxemburg und T e i l e B e l g »e n S dem Denlschen Reiche rmverleibt haben. Das Blatt verurwAt hm d e n t s ch e »i Imperialismus, ebenso ab« auch den jetzt klar zutage tretenden E n t e n t c- »M p r a l»^ tn u S und sgat. dw Entente habe sich Über die Wusomcke yorberung aus.Gelbftbest»»tt mungSrecht der B 8 t k 11 kalt lächelnd hmweggrseyt. DaS Blatt hält scklichlick die Gefahr non GebietSabtrrnnungen im Osten fiinucl bcdeiiklicher und umnotivierler als die m» Lasten und sagt am Scklusie: Ob die m hem Cfoinmnf oMoacnai Grcnren Deutsch»