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Wiener Morgenzeitung · 1919-05-08 · Heft 109 (8.5.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 109 (8.5.1919)
Date
1919-05-08
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Sekte G Wien. Donnerstos Wiener Morgenzeltring 8. Wal 1919 Nr. 109 Tagesbericht. Das GoKtsraL der StantSWissenschaften und das juristische Frauenstudium. Da-! Sja^tögesetzblatL veröffentlicht zwei BollzugsaiiweisiuigLu, von denen die eine vom 17. April die Vestimmungeu über die Erlangung des Doktorats der S t a a ts wi s sen sch a ften und die. andeve vom 22. April die Zulassung' der Frauen zu den rechts- und staatstvisfenschaftlichen Studien^ Staatsprüfungen und zum Doktorat der Rechte «nd der ^taatsnnisenschaften regelt. Da; Doktorat der Staats Wissenschaften, ans Hem wertere Berechtigungen nicht abgeleitet werden iÜorien, wird als wissenschaftlicher Grad nach Absolvicnlng staatswissenfchaftlicher Studien an einer teutschöst-.'rreichischen rechts- und staatswissenschaftlichrn Fakultät, nach Vorlage einer wissenschaftlichen ^-.Handlung und Ablegung zweier strenger Prüfungen erworben. Die Studien sind durch sechs Semester in d?r Eigenschaft als ordentlicher Hörer zu absolvieren.' Dir Bestimmungen der Verordnung über die Rigorosen irrten mit Beginn des Sommersemesters 1919 in Kraft. Die ges>)riebene oder gedruckte Abhandlung muß in deutscher Sprache abgefaßt sein; sie hat eine r.-'l-ienschaftliche Untersuchung über ein frei gewähltes Ddema aus der Nationalökonomie, der Finanzwissenschaft, der theoretischen Statistik, der Wirtschaftsec schichte, der allgemeinen und vergleichenden Staatslrpre, der Verwaltungslehre oder dem Völkerrechte zu enthalten. - Die mündlichen streu genPrüfungen bestehen aus einem zweistündigen Hauptrigorosum und einem eiustündigen Nebenrigorosum. Das Hauptrigorosum erstreckt sich zunächst auf das Thema der Dissertation, u Ul den Beweis zu erbringen, daß diese Abhandlung vom M andidatön selbständig versaßt wurde, und umfaßt wei er cinr: Prüfung aus sämtliches Fächern. (Volkswirtschaft,?>inanzwissenschast, Statistik, Staatslehre, Derwaltungslehre und Völkerrecht.) Das NebenrigovosM hat nach freier Wahl des Bewerbers eines der drei nach genannten d'rrchtsgebiete zum Gegenstände: ^modernes Privatrecht auf Grundlage des römischen Rechtes; deutschösterreichisches oder deutsches bürgerliches Recht;, modernes Privatrecht auf deutschrechtlicher Grundlage sowie Handels- und Wechselrecht; Kaifiridaden, die das Doktorat der Rechte erworben oder das judizielle oder gemeinrechtliche Rigorvsum zu dessen Erlangung bestanden haben, sind vom Nebenrigorosum Befreit! Die Zulassung der Frauen als ordentliche und außerordentliche Hörerinnen zu den rechts--, und staatsivirsenschaftlichen.Studien, zu den strengen Prüfungen und. zum Doktorat erfolgt unter gleichen Bedingungen wie bei der Aufnahme männlicher Studierender. Tie ordentlichen weiblichen Studierenden werden unter gleichen Voraussetzungen zu der rechtshistorischen, judiziellen und staatswissenschaftlichen Prüfung wie zur Erlangung des Doktorats der Rechte Und der Staatswissenschaften zugelassen. Eine Massenkundgebung für Palästina. Dcr Verein „Jischuw Erez Israel" veranstaltet Sonntag den 11 Mai. um 3 Uhr nachmittags im grobenKonzrrthaussaale eine Massenkundgebung j ü r P a l ä st i n a. Herr Oüerrabbiner Dr. C h a j e s, der unlängst von seiner Reise aus der Schweiz zurückgekehrt ist, wird in dieser Versammlimg vor der Oeffenürchkest über den Stand, der Palästinafrage ansn'ihrlich referieren. — Außerdem werben führende Männer tauch aus dem Auslande) sprechen. ' Kiese Kundgebung begegnet in weiten Kreisen der hiesigen Jiideiüchajt, insbesondere ber orthodoxen Richtung, großem Interesse. Auch wir machen unsere Freunde darauf aufmerksam, daß rS c:n eminent jüdisches Interesse ist, eine derartige Kundgebung durch zahlreichste Beteiligung breitester Massen zu. einer imponierenden Aeußerung des Volkswillens zu gestalten. * Die italienischen Ansprüche ans KnnstgegenstLnde. Die italienische Waffenstillstandskommission in Wien ersucht um Veröffentlichung folgender Erklärung: Rach dem yeute erschienenen Bericht hat der Staatssekretär für AeußereS Doktor Bauer in der schriftlichen Beantwortung der Anfrage des Abgeordneten Müller-Guttenbrunn erklärt, baß die italienische Waffenstillstandskommtssion „bwt Mangel eines Rechtsanspruches (auf die Kunstgegenstände von seilen Italiens) anerkennt und von jeder Sequestrationsmaßnahme Abstano genommen hätte." Sollte diese Aeußerung genau wiedergegeben worden sein, so würde sie den Tatsachen nicht entsprechen. f Die Preistreibereien der Gast- und Kaffee- Hauser. Da nach verschiedenen Anzeigen die Annahme gercchtfctttßt ist, daß die von einzelnen Gastwirten und Kaffeesiedern ,u den Icfctcn Tagen vorgenommenen PreiSsteigerunam in den erhöhten Löhnm der Angestellten nicht ihre volle Bem midung finden, hat dasK r i e gS w v ch e r a m t der Polueiduetrion die Genossenschaften der Gastwirte und Kaffeesieder ausgefordert, auf ihre Mitglieder einzuwirken, daß die Preise in Einklang zu den wirklichen Gestehungskosten gebracht werden, da sonst gegen die Schuldtragenden dir Amtshandlung wegen P r e i s! r e t b t x 11 eingeleittt und eventuell die Sperrung des Gewerbebetriebes verfügt werden würde. * Verhaftung von Offizieren wegen Verkaufs von Maschinengewehren an die Note ungarische Armee. Vorgestern wurden Wdptmann M a n a, Oberleutnant B a r w i g, Oberleutnant D wrth und Feldwebel Koch ver« b a f 1 e t und dem Militärgerichte 1t b e r g e b e n. Sie werdm beschuldigt, eigenmächtig m i t t elst Flugzeuges vom Wiener-Neustädler Ftugfelde aus Maschinengewehre ü b e r b i c Grenze g e sch aff t und der ungarischen Roten Armee verkauft zu baden, teüS für Geld, teils für LebenS« -mittel. Bel emem der Derhasielm fand man mehr «IS X I00.0o0.~% | * ilmwcchflung von Ärmsten gegen Krönt». Ilm die voranSstchtlich nunmehr rückkehrenden Kriegsgefangenen bei Verwechslung der in ihrem Besitz befindlichen sÄir«-No.ten vor Verlust zu Noten bei ber Cassr Deneta bei Prestiti in Lichrid., Men, Regierungsgasse 1, zum Kurse von hü Kronen für 100 Lire eingewechselt. wemr sich der Einreicher über hen rechtmäßigen Besitz der LirEoten anSweistn kann. , Ginfiihruvg de» Ttellwageaverkehres. Der Ge- Keinderat hat vor kurzen! beschlossen, den Kraftstellwagen v erk e h t emzmichten. Der Durchqmrungsvrrkehr, der jetzt eingerichtet wird, bedeutet nur den Anfang. Der Stadtrat hat beschlossen, den Betrieb des gesamtm städtischen Kraftstellwagevoeckehres unter der Firma „Gemeinde Wien, städtische KraMellrpagennnternchmNng zu organisieren. Zm» Direktor der städtischen' Kraststelkvagriumternchmurrg tvird dis auf weiteres der Direktor der Straßenbahnen, Ludwig S p ä ng l t r, bestellt. Wenn keine Hindernisse eintretrn, so dürfte der Strllwagenver-- kehr, in erster Lime durch die Innere Stadt, schon in 14 Tagen ausgenommen werden. ^Erhöhung der Preise für Braunkohle. Vom Montag ab wird bei den städtischen Kohlmverkaufsplätzm der Abgabepreis der Brnimkohlen. der bisher K 12.65 für 100 Kilogvatiutt betrüg, infolge der Erhöhung der UebernahmSpreise aus i 15.- erhöht. * Der neue StratzenLahnfahrpreis. Es verlautet, daß man mit einer Erhöhung der Fahrpreise der Straßenbahn auf s ü n f z i g H r l l e r rechnen müsse. Doch sei es keineswegs sicher, daß bei dem Erfordernis von 75 Millionen Kronen das Auslangen mit dieser Erhöhung der Fahrpreise gesunden werden önne, da mau mit einer verminderten Benützung der Straßenbahn rechnen müsic. * Ein großer Kunstseidcdtebstahl. Am 8V. Wril wurde aus dem Waggon -eines GmerzugeS auf der Strecke WienMestbahnhof bis Penzing - Rangierdahnhof Kunstseide im Werte von 4 8 0.000 Kronen gestohlen. Unter dem Verdachte der Mitschuld an dem Diebstahl wurde gestern vom Pottzeikommifsariat Hietzing der 25jährige Bremser Franz Lintner verhaftet und dem Landesgericht eingeliefert. * Herrenlose Serrdrmg'eu verbotener Ware». ES wird hiermit verlautbart, daß sich im Hauptzvllamt neuerdings eine nach Hunderten zählende Menge Vvn Paketen angefammelt hat, auf welchen die Absender nicht ersichtlich find und deren Empfänger in einem ber Nationalstaaten ansässig sind. Diese Postsendungen enthalten durchwegs in der Ausfuhr verbotene Waren und wurden desbolb vor ber Ausfuhr bc sch lag nah m 1. Die Aufgeber können an Wochentagen in der Zeit von S bis lUhr in daS im Hauptzollmnt (Paketamt Ausland, Eingang Radetzrystraße) aufliegende Verzeichnis über alle diese Sendungen Einsicht nehmen. Pakete, die nach Ablauf von 20 Tagen vom Tage dieser Verlautbarung angefmrgen nicht behoben werden, gelangen zur BerZußqWltNg. * «Die Landsägcuunst." Soeben ist im Berlage von Hugo E. PeteMann & Konrad Czadarr-Bmdoso Nummer 4 dieses zweimal monatlich erscheinenden illustrieren FachblatteS zur Ausgabe gelangt. Das neue Heft enthält wieder einen großen Musterbogen mit Vorlagen für eine reizende, auf gedrehten Säulen Md einer Tasse stehenden Salonkassette, einen aparten Tischlmchter, ein Gcschirrastel zur Schonung des Tckchgedeckes und ein Türschildchen. Im Texte befinden sich die Beschreibungen zur Herstellung dieser Gegenstände,. Anleitungen zum Beizen des Holzes, zur AnfertigMa gedrehter Säulen und anderer Zierleisten und viele andere techmsche^Ratschläge, die auch im Hause nützliche Anwendung finden werden. * Jüdische Zvgendblätter. Soeben ist Heft 5 dieser durch ihren, gediegen Inhalt rasch beliebt gewordenen Zeckschrift erschienm. ES enthält imter anderem einen Aussatz von Ing. Agr. S. T o l k o w s k h (Jaffa) über die „Jüdische Kolonisation in Palästina"; auS der Geschichte der Juden" von G.r a e tz i „Soni Leben der Inden während der babylonischen Gefangenschaft". ,Dr. N. M. G el b er schreibt Über ^Moses Hep md seme Zeit". Fenier ein Aufsatz „Jugendbnvcgung!" von Robert Weiß und von I e h n d l t h em „Brief auS Ost« galizim", >der die Probleme der Jugendbewegung im Osten bespricht. Weiters Bücherbcratuna und anderes. Den jüdischen Elter», die ihre Kinder mit den Jiihalten des Judentums verkram machen wollen, kann diese vortreffliche Zeitschnft^nur empfohlen werden. Die „Jüdischen Jugendblätter" (Emzelmmmer 80 Heller) sind im Emzelverkanf bet R. Lö w it, I., Rotenturmstraße 22, ferner in der Administration der „Wiener Morgenz e i t n n g", U., Taborstraße 1, und im I « g e n d h e i m, II-., Obere Donaustraße 01, erhältlich. Das bekannte jüdische Blatt in polnischer Sprache, „Noivy Dziennist", ist von P?ährisch->Ostrau nach Krakau verlegt worden und ist in Wien im ZettungSbnrean Goldschunedt, I., Wollzeile, wieder erhältlich. Postabonnements werden durch die Posifparkasie auf Nr. 174.455 entgegengenommeu. Redaktion und Administration: K c a k a u, S t r a d o m 13. Vorträge und Bersammluugeu. Bolkstüneliche Führungen im Oester« r e i ch i s ch e n Museum. Samstag den 10. Mai um '/-1i Uhr und Sonntag den 11. Mai um 16 Uhr und um 11. Uhr finden Führungen durch die Stickerei-Sammlung des Oestenceichischen Mnseilms statt. Eintritt fm. Versammlung im Sänlmhof (Stubenring Nr. 5). ZUR VERLOBUNG m,cere,. Neffen Herrn LEO AStEL mit Fräulein IDA KALMAN gratulieren wir lierzllchst. Lazat GolAfeerg uaA Fcan. Die Ernährung. Ger Marktbericht. Die außerordentlich ungünstige Witterung hat gestem den Verkehr auf den Märkten stark beeinflußt, so daß die Nachfrage noch schwächer als in den letzten Tagen war. Die Vorräte auf den Märkten waren sehr gering. In der G r o ß m a r k t h a l l e standen zur Deckung des rationierten Bedarfes ungefähr 4000 Kilogramm Pökelfleisch zur Verfügung, die aber zum weitaus größten Teil unverkanft blieben. Gestern war der letzte Tag der FleischbezugSwoche, es hat also wieder eine große.Anzahl der Verbrancher auf den Bezug des amerikanischen Schweinefleisches verzichtet. In der Groszmarkthalle erhalten alle jene, weiche ihr Bezugsrecht auf-rayonierteS Pökelfleisch in der abgelaufenen Woche nicht ausgeiiht haben, auch heute daS Schweinefleisch.' Nebst Pökelfleisch g.ab es gestern nur Weichwürste. Die Grün waren markte bieten ber Hauptsache nach nichts als Rüben, Knoblauch und Zwiebeln And sind aus diesem Gninbe sehr schwach besucht. Nur ln den erste» Verkaufsstunben sieht man Käufer in größeren Mengen, die Eier suchen, doch leiderstets vergeblich. ES besteht auch weiter keine Aussicht, daß Eier zur Abgabe aus den Märkten gelangen. . . DieiFischmärkte erhielten gestern nur gewässerte Klippfisch«.. Frische Seefisch« waren, da die Ankünfte der Vortage Dienstag ausverkauft würden, nicht erhältlich. Die Fleischabgabe in Wien. In der Woche-vom 8. bis 14. Maiwird die ttirnaSweife Ausgabe von Rindfleisch in Wien fortgesetzt. Zuni Kaufe gelaufen jene Haushaltungen, Äerbrancherorgamsaiionen, Kriegs-- Und Gemeinschaftsküchen, hie bei Fleischhauern rahomert sind, 1 deren Familienname» mit H, 1,1 beginnt. Die Kopsmenge für private Haushaltungen ist wieder mit 10 Dekagramm festgesetzt. Beim Bezug wird Abschnitt 13 deS granm Einkaufjcheines für Rindfleisch abgetrenm. An Gastwirte finden kerne Zuwendungen von Rindfleisch statt. ,In der angegebenen Woche gelangt auch amerikanisches geialzrneS, fettesS ch w e i n e f l eif ch zur Ausgabe. Der Verkauf erfolgt diesmal durch die Rindfleifchabgabestellen an aste Hauvhaltimgrn, Verbraucherorganisattoneu, Spnüler und Versorgungscinftaltcn, Kriegs- und GrmeinschaftS«, lüchen sowie Gastionfie allgemein, ohne Unterschied, mit welchem Buchstaben her Name des Lieferanten beginnt. Die Kopsquole ist uiir 25 Dekagramm, für Großverbraucher in der doppelten Höhe denreffen. Der Bczua,erfolgt gegen Abschnitt kt deS grauen Ein« kauffchemrs für Rindfleisch. Dir Ausnüstarterr fihr Arbeitslose. Anspruch auf Zusabkärten für Arbeitslose, beziehungsweise auf den Austausch des EmkaufscheineS für Rrndfieisch in einen solchen für Wohlfahrtfleisch haben nur folgende den staatlichen Unteistützungsbeirraa genießende Arbeitslose ohne Unterschied deS 'Geschlechtes: Einzelperson«!, welche nicht als Mitglieder einem Haushalte augevoren; HaushaltungsvoMnde für sich ,md alle ihrem Haushalte angehörigen Mitglieder. Wenn m einem HauSbalte mit weißem amtsichm Einkanfschein sich ein oder mehrere Mitglieder befinden, welche Arbeitslosenunterstützung genießen, so haben diese auf die Zusatzkarte, beziehungsweise ans den Uustansch des Einkausscheines fift Rindfleisch keinen Anspruch. Der Anspruch wird bei der zuständigen BrotkoMmission geltend geinacht imter Vorweisung deS mit dem Kovttvllstempel der vorangegangeuen Woche versehenen Zahlungsboam oder der Kontrollkarte des zuständigen Arbütsloscnamtes, ferner eines AnsweiS- PapiereL und des weißen amtlichen EinkaufschrineS. Dir Ausgabe der Zusatzkarte« findet statt für Haushalte nnd Einzelpersonm mir dem Anfangsbuchstaben des Familiennamms A biS H am 12., I bis tz nm 18. und R bis 2 am 14. d. M. in der Zeit von 8 Uhr früh biS 1 Uhr mittags und von 2 bis S Uhr nachmittags. Di« doppelt« Fettgnot«. In der Woche vom 11. fti&i 17. d. M. gelangt wieder die doppelte Frttwochenmenge, bestehend aus je 6 Dekagramm Speck und Oel zur,Ausgabe. Im der Woche' vom 18. bis 24. d. M. werdm 12 Dekagramm Speck für den Kopf ausgegebm wettim. j Abgabe von Saatkartoffeln. Es wird neuerlich auf- X bis Xlll dem Lager Straßmbahnhof Simmering, XI. Bezirk,, Sinnnermger Hauptstraße, Zugang von der Fickeys- und Lvrpi straße, die Bezirke XVH^ und XlX dem Laaer Kuffneikeller,, XIX. Bezirk. Hardtgaffe 84, und die Bezirke u, XX und XXI dem Lager MamhnerkeÜer, XXt. Bezirk, Pragerstraße 18. 7 SEIDENHAUS B. KULLMANN * Wien, lM Rudolfsplatz 3. Reichhaltige Auswahl in Seidenwaren, Seidentüchem und Etamine. 11 Export nach allen Richtungen II Mit Ausfuhr- und ElfituhMlligung I Bühne und Kunst. Konzert Helene Lampl-Eibenschütz. Daß Helene Lampl-Eibens chütz dank ihrer großzügigen musikalischm Veranlagung zu den berufensten Interpreten des Klavierkonzertes gehören müßte, wurde mr dieser Stelle schon einmal ausgesprochen. Nun bestätigt der große Erfolg ihres ersten OrchesterkonzerteS diese Vorhersage auf daS schönste. ES fehlt nur noch die AuSländSglvrie, um den beharrlichen Veklleinrrern einheimischer Talente dm Wind auS den Segeln z» nehmm. Ä)a8 Programm enthielt als musikalischm Kern das Brahmskonzrrt op. 83, um sich in der Folge mehr dem Virtuosenhastett zuzuNeigtu. Ueber TschaikowSkhS v-woll-Konzert führte der Weg zu. Liszt, deffm Paradestück in Rs-diir den AuSllang bildete Die Meisterschaft in der Beherrschung - des Technischen war nach dm bekannten Leistungen der Schülerin GodowskiS und Sauers nicht mehr verwunderlich. Aber <S offenbarte sich muh eine ungewöhnliche EinfÜhlmtg in dm Geist orchestraler Wirkung, so daß man niemals dm Eindruck gewann, als würde eine pianistische Vorführung mit nebensächlicher Begleitung deS Orchesters geboten, vielmehr schien eS, als ob sich vom Klavier auS daS ganze Tongebänhe in harmonischem Zusammenwirken mit allen Instrumenten ansbaute und dort der leitende Geist zn suchen wäre. Man empfand die Höhe künstlerischer Vollendung, zu der sich Helene Lampl-Eihmschtitz in nnanSgesetztrr Arbeit an sich selbst emporgehoben hat, und gab stürmisch seiner 8lnerkenfiung Ausdruck. Ihr Name wird von nun an unter die ersten gezählt werdm müssen. vr. K, M. Aus den Theatern. Im Wiener Komödienhaus wird heute Donnerstag David P i n S k i S Dramä „D e r Sch a tz" zum ersrrnmal ausgeführt. Die Rolle deS Totengräbers Chone spielt Rudolf S ch i l d k r a u t als Gast. Der Abend.wird vom Wiener Palästinaamt veranstaltet, welches den Reinertrag dem SchulungSfondS deS PalästinaamteS zuwefidet. Begmn '/«7 Uhr abends. Im Jo^efstädterTheater wird morgen Freitag die Komödie „Kameraden" von August S t r i n b b e r a, neu m Szene gesetzt, gegeben. Neu in 'ihren Rollen sind dir Damm Weber, Markt, Zeller, Walfried und die Herren Nerz und Norfolk. Im D euts ch en B o lkS th e a t«r gelangt Samstag den 10. d. M. Felir Saltent bisnun verboten gewesenes dre'lakiige- Schauspiel „De, Gemeine" zur ersten Ausführung. JmWienerKoMödienhauS findet Freitag den 9. Mai, abends J/<7 Uhr, die 100. Äufführimg der Operctlc »E r i w a n" von O. Nedbal statt.

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