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Wiener Morgenzeitung · 1919-05-07 · Heft 108 (7.5.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 108 (7.5.1919)
Date
1919-05-07
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Wiener MrrrgenZeiLnng Wien, Mittwoch 7. Miü 1919 ,'Nr. 103 * Katsche 28-Kron en-?? oten. Im Verkehr sinh 25-Äronen-Noten, anfgetmlcht, welcüe nicht von der O e st e r r e i ch i s ch - u n g a r r s ch e u Bank herausgegebeu worden sind, sich, nfs Falsifikate butiicllcn unb daher von der Oesterreichisch-unMlscheir Bank weder in Zahlung noch m Verwechslung genommm werden. Das Publikum w:rd vor der Annahme solcher Noten gewarnt. Diese unechten Noten zu 25 Kronen sind daran zu erkennen, das; die Serien» und Nummem- Mern ans denselben großer gehalten sind als auf dm echten gleichwertigen Noten, daß die vierstellige Snienöe.üeichnung an der ersten Stelle die Ziffer 8 tragt, während die echten 85-Kconeu- Noien ln der Srrienbezeichnüug au eisier Stelle die Ziffer 1 tragen, endlich daran, daß der aus der Rückseite der echten Noten angebrachte. Dellenmster bei ben in Rede stehenden falschen Noten fehlt. "* Der Raubmörder au« der TL<rrhembergg«fle geständig. Johann S ch w e i d a, welcher bisher hartnäckig leugnete, die greise Kammerdienersgattin Frau Aloisia P a tt l i k ermordet rmd beraubt zu haben, dagegen seinen Freund «ad Schnlkoklegen, Franz Z i d c k der Tat beschuldigte, hat gestern endlich das Geständnis abgelegt, daß er a l l e i n den A a n b m v r d a u s g e f ü h r t hat. Er wird sich nun auch wegen Verbrechens der Verleumdung zu verantworten haben. * Achuso» Wien. V ü der am 27. Avril abgchaltenen fortgesetzten Generalversammlung der Wiener Achusa, Pflanzungscefefifdiatt für Palästina, wurden in den Ausschuß gewählt: Baro H., Iaseches I., Sandler L., Er: gelb erg M. W., Spitzer E., Kohn o~, §inne M., Karw.ol I., BaÜ I., Jnslicht L., Nadler, Fnedinarm L, Seidman 7., Horadenker M. und Ober B. Zmn Vereinsobvumn wurde Jafcches Jakob gewühlt. Der Borstand gcht den Mitgliedenl ww allen PaWinaintereffenten bekannt, daß seine fiir Gäste frei zugänglichen Sitzungen jeden Mittwoch um 5 Uhr abends im nemen Souterraimokal des Caf6 Industriellen, I.. Salzgries 28, abgchalten werde«. Dort werdm auch alle gewünschten Informationen erteilt. * Caf6 Katzer, H.» WLhrirrgevftraße LS. In dies«» beliebten FamilimcafS konzertiert nynmehr ein nsres erstklassiges Salon-Kimstlerorchester unter der persönlichen LeitMg dü bekannten Kapellmeisters Josef Blaha. Dirigenten deS Heliopolis» Palace-Symphonie-Orchestrrs in Kairo. Die Konzerte finden täglich, an Sonn- und Feiertagen auch nachmittags statt. Ablieferung des Agitationsmaterluls und der Sammelblorks. An all:' AlütaLümsleiter und Agitatoren ergeht der dringende Appell, das von ihnen übernommene Agitationsmaterial (Wählerlisten, AgitationsLüchel und sonstige Aufzeichnungen von Wählern) ehrbaldigst an Herrn Kahane, Zionistisches Landeskonntee, II. Bez., Zirkmsgasie 33, abzuführen. Ebenso ersuchen wir, die übernommenen Sammelblocks abzustchren, da die Verrechnung abgeschlossen werden muß. Das Wahlkomitee. Vorträge und VerfamMluugen,- Jur Nahmen des von der Lese- und Redehalle veranstalteten -<wrtragszyklus spricht Oberrabbmer Dr. C h a j e s am Donnerstag den 8. d. M. um '/..7 Uhr im Festsaale des Gewerbevereinrs l., Eschmliachgmf: ll über „Jüdische Staatsmänner". Karten bei Lowrt, I., Rotrnumnstraße, Schlesinger, I., Rabenstrig rmd im Vereinslokale. IX., Tiirkenstraße S, erhältlich. . , Iiid. akad. Kultur-Verband „I a b n e", IX., Türkenttraßr 0. Sonntag den ll.d.M., 7,10 Uhr vormittags, Vortrag des Herrn Dr. N. M. G elber über de« Vorherrschen Zionismus U. Vrrsinsnachrrchten. -H;«tr, Mittwoch findet um 7.6 nachmittags im Lokale t Ve r ein e S Iüd i s ch e r E x p o r 1 a k a d em i ker, Oocrc Donaustraß: lll, 1. Stiege, Tür 12. die zweite Sitzung , des vorbereitenden Komitees für die „Indische Volksnmverfität" statt. Der jüdisch-akademische Kulturverband „Jnbne" mucht alle Mitglieder dieses Komitces, zuversichtlich und Pttnkttich. zu dieser wichtigen Sitzung zu erscheinen. — Behufs Gnlnd'.lng einer Vukowinarr ReichSoraani- - st \\v.F D e n t s ch ö st e r r e i ch auf nur demokratischuiirtichaitlicher Basis, zwecks Wahrung, Vertretung rmd Durchtuhruna aller Interessen auf jeden Gebiete als Exekutive ohne der Natron, des Standes, Alters, politischer oder religioier Gesinnung, werden alle Bukowinaer zu der am Donnerstags)en 8. d. M., Punkt 7-3 Uhr nachmittags, im Caf6 Srller. 1. Stock (Stittskaserne). VH., Dkariahilferstraße 82, stattnndenden Versammlung ringeladeu. Das vorbereitende prov. Erekrttiv-Komitec. -OrtsgruppeWieden-Margae t e » der j ü d i s ch n a t i o n a l e u undzionittrschenParteie n. Heute Mittwoch den 7. d. M. findet u.ul ühr abends im Caf6 „Technik", IV.. Margaretrnstraße 83, enie Sitz,mg der Mitglieder obiger Ortsgruppe statt. Tagesorbnung: Die Statliienreiorm für den Tempelverein Wieden- Margareten. Redner: David Nebenzahh Dr. EliaS r s ch. Letzte Nachrichten. Ein «euer Aufschub der Friedensarbeit. ü Bsdapest, 6. Mai. (Tel. der .Wr. Mvrgenztg?) Ei» Funkspruco aus Paris meldet, daß dre italienische» - « 1.c r te n Mntwoch früh aller Voraussicht »ach wieder ur Parrs ekntreffen werden. Dadurch wird die Arbeit der Friedens» konferenz einen wci.teren Aufschub von ei» bis zwei Tage» erleiden. Freitag oder Samstag Aebergabe des F ered rnsvertrages. H Budapest, 6. Mai. (Tel. der „Wr. Morgemtg.") Ein -z'unbpi'uch aus Paris meldet: Nach den neuesten Meldungen wird der F r i c d c n ö v e r t r a g den Deutschen Freitag? ® # .w Ä t « 8 überreicht werden. Auf Wunsch der deutschen Delegierten ist dafür gesorgt worden, daß sie m der r e f o r m r e r t e n und k ä t h o l i s ch e n Kirche sowie ui der & n a g o ß c dem Gottesdienste anwohnm dürfen. Die Kümpfe in Kärnten. 6. Mai. „(Tel. der ..Wr. Moraeuztg.") Die -olkSwehr bat heute P r a w a l i rmd L e i f l i » g a» der Drau den Südflawen entrissen. Das Verbot des Anschlusses an Deutschland. 6 Mai. (Tel. der .Wr. Moraemtg.") Ber- -.r"N Nachrichten geben, der B eso ran iS Ausdruck, daß nne Bestimmung des mü Oesterreich abzuschließenden FriedenS das B e r b o r d e r B e r e i n i g un g mit D r n 1sch land hm werde. Dies daß Großbritannien Frankreich d-, « e? ilderrcden könnten, in dieser wichtigen Frage seine ^tkllnngnahme zu ändern. Die ErMhrMO. Der Marktbericht. Das Angebot der Märkte ist im allgemckneii sehr gering, die Nachfrage ist aber schwach, daß die geringen Vorräte z»r Deckung deS Bedarfes arrSrerchtN!. I« der G r o ß m a r k t h a l l e wurde« heute Kitzerl verkauft, die noch vom Samstagverkcnlf erübrigt wurdrn und infolge der hohen Preise — L 86.—, 88.— rmd 40.— für das Kilogramm — auch heute teilweise unverkauft bliebtn. Die F i s ch abteilung in der Großmarkthalle wies heute etwas lebhaftere» Verkehr aus, da die heute zagrsührttn Schellfische etwas billiger tvaren. Es gab Schellfische zu K 12.20 das Kilogramm und große Schellfische, die auf dem Transport ettvas gelitten hatte«, zu X 8.— daS Kilogramm. Die niedrigeren Preise brachten einen sehr raschen Absatz, so daß die Schellfische, welche teilweise erst gegen die Mittagstunde zugeführt wmden, gänzlich aasverkaust wurden. Auf den G r fi tt'tt aren markten sieht man jetzt Preise angeschrieben, die man trotz der allgemein hohen Preise für Lebensmittel nicht, für möglich halten würde. Ein Häupter! Kohl — Kopf kann man auf dieses Frühgemüse nicht sagen —, aus wenigen tosen Blättem bestehend ist mit X 8.40 für daS Stück angeschrieben, ein Kilogramm Kohlpflauzen, die wie Spinat zubercitet werden, kostet X io.— das Kilogramm, rin Bund Radieschen, aus imgefähr sechs Stück bestehend, notiert X 1.20. Unter diese» Uurständen bleibt natürlich rin Teil der ohnehin geringen Zufuhren an Frühgemüse unverkauft. Namentlich der Kohl, der nicht nur »nauSgiebig sondern auch wenig schmackhaft ist, und die Radieschen werden fast nicht beachtet. Orangm warm heule nicht erhältlich n»d sind für diese Saison auch nicht mehr z« erwarten. Hilfsaktion der italienischen Misston für Wie«. Die italienische Mission in Wien ist nach wie vor bemüht, die Wiener Bevölkerung, so weit es in ihrer Kraft steht, mit Lebensmitteln zu versorgen, und ist bestrebt, die Not, unter der Wien leidet, möglichst zu lindern. Sie setzt ihr vor einiger Zeit begonnenes humanitäres Werk fort und hat in der letzten Zeit eine ganze Reihe von Wimrr Organckationen «nd Unternehvumgm mit Lebmsmittel» bedacht. Rach dm zur Verfügung stehenden offiziellen Daten, die eine große Lrste umfaßen, hat die üalienische Mssion kürzlich folgmde Lebmsmittel zur Verterlmg gebracht: Für die Gaswerke der Stadt Wim. die f>000 Personen umfassen, 1850 Kilogramm Reis und ebmsoviel Teigwaren, 300 Kilogramm Gemüse, 600 Kilogramm Zwieback, 220 Büchsen Konserven, 400 Büchsen Milchkonservm, 1000 Stück Fleischkonserven, 100 Kilogramm Speck. 400 Stück Zitronen. Für dre Elektrizitätswerke in Wien je 150 Kilogramm Reis und Teigwarm, 40 Kilogramm Mehl, 750 Kilogramm Zwieback, 40 Kilogramm Käse, 25 Kilogramm Butter, 60 Stück verschiedene Konserven. Für Witwen und Waisen nach gefallenen österreichischen Offizieren: je 400 Kilogramm Reis und Teigwaren, 100 Kilogramm Weißmehl, 50 Kilogramm Kaffer, 800 Kilogramm Gemüse. Bei einer zweiten Austeilung erhielt dieselbe Gruppe noch je 500 Kilogramm Reis und Teigwaren 250 Kilogramm weißes Mehl, 18 Kilogramm Kaffee, 437 Kilogramm Gemüse, 100 Kilogramm Speck, 300 Stück Konservenbüchsen, 308 Kilogramm Dörrobst, 688 Kilogramm Polcntamehl, 1000 Kilogramm Brot, 50 Kilogramm Käse, 420 verschiedene Dosen, 844 Dolen Milch. Für dir Wiener Volksküchen je 300 Kilogramm Reis und Teigwaren, 25 Kilogramm Gemüse, 75 Kilogramm Mehl, 50 Kilogramm Speck.. 1500 Kilogramm Zwieback, 75 verschiedene Dosen. Für das KindersLualrn^spital in Wien: 15 Kilogramm Reis, 10 Kilogramm Teigwaren, 100 Kilogramm Brot, 80 Dosen Milch. UeberdieS wurden 1300 türkische Militärpersonen» 80 Albaner, 320 Kinder des Salesianerinnenkonviktes mit Lebensmitteln beteilt und 1200 verschiedene Ansuchen um Lebensmittel in günstigen Srnne erledigt und die Gesuchsteller mit Lebensmitteln brteilt. Die Finanzverhandlangen über die Lebendmittelzusuhren vertagt. Die Lösung der Finanzfragen betreffend die Lebensmittelzufuhren der Entente ist vorläufig aufgeschoben worden. Erst bei dm Einzelberatungm über die Friedensbedingunge» wird die finanzielle Grundlage der zukünftigen Lebmsmittelliefemngen endgültig geschaffen werdm. Das Ernahrungsamt und die Friedeneverhandlunge». Der ersten Staffel unserer nach Sarnt-Germain zu entsendenden Mission werden Vertreter des Ernährungsamtes noch nicht beigezogen werden. Doch werden sie an dm darauffolgenden Spezialberatungm jedenfalls teilnehmm. Amerikanisches Fleisch für die Mindestbemittelten. Vom 15. Mai angefanaen wird wieder eine Fleischwoche für die Mindestbemittelten nach lanaer Pause eingeschaltet werden. Es werdm 10 Dekagramm Fleisch für dm Kopf zum Preise von X 30.— daS Kilogramm avgeaebr«. Der erforderliche Kostenaufwand wird ein bettächtlicher sein, da auch die Arbeitslosen zum rrstmmal Mitbeteut werden. . Die Arbeitslosen-Zusatzkarte. In dm nächsten Tagm wrrd mit der Ausgabe der braunen Zusatzkarte begonnen werdm, dce den ArbeitSlosm den Mindestbemitteltenbezug sichem sollen. Bei dm Brotkommisstonm werden die „Zusatzkarten für Arbeitslose" abzubolm sein. Die genaue Kundmachung steht bevor. Die erste Abgavewoche läuft vom 11. biS 17. Mai. Mitteilungen der NohS. Mittwoch:, Zentralmagazin. VIII. Bezirk, Piaristengafse IS: Nur für Mltglttder deS VI. Bezirkes: &.Ä»3«ife auf Nr. 3 der Karte, Effig. Tunfisch in Dofm, Gurken in Dosm, Sardellen m Oel. tzwir», Kartoffelwalzgrieß, Krachmandeln, Franckkaffee, Knoblauch, Reibbürstm, Backpulver, Salz, Toilettefafc und cm kleines Quantum Feigen von 9 bis 13 Md von s bls 5 Uhr. Um dieselbe ZK I. Bezirk, Nibelunamgaffe 7: K?-V.-Seife, Kartoffelwalzgrieß, Franckkaffee, Toilettese,fe. , <p II, M., IV., V. X., Hl, XUl. und XVII. Bezirk: Toiletteseife, Salz, Zwirn, Kartoffelwalzgrieß, Franckkaffee, DSrrgemüse und em lleineS Quantum Feigen von S bis 13 Uhr. __ .Jxv XVlil. und XIX. Bezirk: Kartoffelwalggrieß, Salz, Paprcka. Kümmel, Dörrgemüse und Toiletteseife von S m 121%. . „ XXI. Bezirk: Zwrrn, Gulaschkabletkm, Dörrgemüse, Tolletteseife, Snppenmasie und Kümmel von 3 bis 4 Uhr. Aktion „Hilf dir selbst", Vu. Bezirk, Westbahnstraße 81, von 9 bis 12 und von 2 bis 4 Ubr: Verkauf von Möbelkrekon, Teschrüchern, Arbeitsmäntclu unb Herrcnsweater. BUm MÄ Mimfi ■ ' Ans den KonZerrerr. Berta KOu r i n a ist m die Reihe der Stars getreten.-, Ihre Konzerte Mm die groß«! Säle mit enthrrsiastische» Be»> wunderern, ihre Abmde häufen sich. Die glockrmeme Stimme warletzhm m rmerAne aus Bellmis h albdergesscner „ No rma" um den Zie- > rat italictkifcher Kploratur^beulüht. Sie erweckte damit ebmfoj Hellen Jubel wie mit dm folgenden Liedern von Marx in einer: vom Komponisten besorgten Orchestrierung. Die höchste Wertung', aber, erfuhr ihre Wiedergabe eines Sttanß'fchen Walzers, deffmr Tyffrrung Heinrich Glücksmann zu verübeln ist. Am Glück half! die Grazie des GefcmgcS diese haarstränbendm Verse schmerzlos! Überwindm. Herr Leu er war, wie eS sich fiir den Gatten ziemt, im! Solo md Duo ein getreuer Partner. — Profesior Gottfried! Frist lud zur ersten Darbietung feines Streichquartetts ctw*| Die Herren M 0 ravec, P 0 l e S n h und der als Solocellist! der Volksoper bekannte Herr Wilhelm Winkler bilden nritj ihm eine Vereinigung, deren Anfänge unter guten Auspizien z«! strhen scheinen. Es gab keine Unstimmigkeiten wie sonst beim erste»! Zasammenfinden, die vorgefühtten Quartette von MozarU Schubert und Brahms verrieten sorgfältige Durchs arbeitMg Md wohlerwogene rhythmische vnd dynamische« Nucmcierlmg. Die Neugründimg war ein guter Gedanke, der! sicherlich noch viele fruchtbringende Abende zritigm wird. Fra«! Maria Schreker, die Gattin des Komponisten, entwickelt! sich zur künstlerischm Individualität, die selbst lichtbringmd au§! dem Ruhmesschatten ihres Mannes treten will. Ihre prä-j rophaelitisch zarte Erscheinung ist sktr dm Konzsttfaal wie ge«! schaffen. Sie bevorzugt auch im Gesang eine mittlere Linie bcSj Temperaments, die das Ebenmaß deS erfreulichm Bildes nicht« verzerrt. In dieser BegrenzMg findet sie aber reiche Abstufungen! des Gefühls. Die empfindsame Romanttk Schumanns, Hugo Wvlfsi Zattheit Md Schelmerei,^ die von Mütterlichkeit überquellendm! Kinderlieder Mufforgskhs wählte sie mit gutem Bedacht alZ! Aequivalente ihres Wesens. In Koloratmarim zeigte sie die Schulung ihrer vielversprechenden Mittel, doch sagt die künstlich^ Beschwingtheit der Theaterrhythmen ihrer Art weniger zu als das bedächtige Auskosten von Stimmungen. Sie schloß mit? Schönberg, der sich aber schlecht zmn Vorhergehenden fügte.! Diese Lieder verlangen noch Fanatismus der Einstellung vom Zuhörer Md wirken in gemischten Progammen wenig. Frau? Schreker wird noch Gelegenheit finden, der modernen Musik! jene Dienste zu leisten, die von ihren reicht» Anlagen für die« Zlckunft zu erwarten sind. Ur. X. dl, Ans den Theater«. Im Burgtheater gelangt heute Mittwoch! Shakespeares Lustspiel .Was ihr wollt" zur Aufführung.! Anfang 7*7 Uhr/ i Im Op ern 1 heater kommt morgen „Dou Juan"! mit den Damen Weidt, Dahmen, Ader sowie den Herren, Piccaver, Feinhals, Mayr, Betetto, Markhoff zur Ausführung.! Anfang 7*7 Uhr. Im Wiener KomödienhanS^wird morgeni Donnerstag David Pinskts Drama „Der, Schatz" zrnn erstenmal aufaeführt. Die Rolle des Totengräbers Chone spielt Rudolf Schildkraut als Gast. Der- Abend wird vom Wiener Palästinaamt veranstaltet, welches den Reinertrag dem SchulungssondS deS PalästmaamteK zuwendet. Beginn $/47 Uhr abends. I Im Wiener KomödienhanS gelmgt Davür Pinskis jüdisches Arbeiterdrama „Eifik Scheftel z«r> Wiederholung. Der Vorverkauf hat bereits begonnen. , Das Schloßtheater in Schönbrnnn wir« gegenwärttg für die Vorftcllnnaen des Burgtheaters adaptier^ Sowohl auf der Bühne wie auch im Zuschauerraum, der etwa- 450 Personm faßt, werden Veränderungen voraenominen. Im« Laufe dieser Woche wird noch die Entscheidung fallen, wann d:e Eröffnung stattsindrt. Man glaubt, daß die erste Borstellnng am« 80. d. M. stattfinden wird. Im Burgtheater finden letzt die Proben zu ^Tristans Tod" statt. Das Stück wird dir erste Novität sein, die am Schönbnmner Schloßtheater zur Erst»! ausfühnmg gelangt. _ Der Peter Altenberg-Abend von Egon Friedekl und! Christine Fournrer, der für den 7. d. M. Mgezeigt war, mußte bcc* schoben werden und findet am 14. d. M. um 7 Uhr abends im Festsaale der Schwarzwaldschen Schule, l, RegierUngSstraße 1, statt. Reinerträgnis für daS «Haus auf der Höbe". Karte«! bei Hugo Heller und Lanyi, gelöste bchatten ihre Gütigkeit. > Araufführung eines Drama» von Aabtndranath! Tagore. Aus Brünn wird gemeldet: Die Uraufführung von Rabmdranath T a a 0 r e s „DaS Postamt* erzielte im Stadttheater in der Inszenierung von Rudolf Beer großen Erfolg.? Die Rache ve» Komponisten. Richard S t r a u ß, der sich der Firma Bote «. Bock zur Lieferung eines Lied-! Werkes verpflichtet hatte, wollte sich nicht zur Erfüllung des Ver» träges bequemen« Ueber fortgesetztes Drängen des Verlegers sah er sich doch genötigt, ihm. eine Komposition zur Berfttgmig zii stellen md ließ von Alfred Kerr eine Reiht von.Spottgedichten gegen die kaufmännische AnSnützung der Künstler vcr-' fasten, die er unter dem Titel „Kr ä m e rs v i e a e l vcr» tonte unb dem Verleger übergab. Dieser betrat erbost den Rechi-- weg und erzwang ein Urteil argen Strauß auf Lieferung eines brfser verkäuflichen Werkes. Nun hat Strauß den Aiisweg gefunden, ihm „Lieder d e S U tt m u t S nach dein westöstlichen Divan als Ersatz zu grdm. Damit scheint sich der grollende Verleger endgültig abgefunden zu haben. für die j Wiener MorgenzeiinnD Verlanget sie ln ave» Gast- «. Kaffeehvnssrn «»»«»«»IM «wniUnnM

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