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Wiener Morgenzeitung · 1919-05-07 · Heft 108 (7.5.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 108 (7.5.1919)
Date
1919-05-07
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 10? Men, Mittwoch Wiener Mvrgenzenung 7.4M 1919 , ' . Seit« 5 1 DrerumÄnischenWrzffenftilLststndsbLvrngungen. Abrüstung» Uebergabe alles Materials und Transportmittel, Brückenköpfe am rechten Ufer dev Theiß. . , Angarn lehnt ab.!gießen§ Parlamentäre zu den der Roten Armee gegentüberstehenden Rumänen und ersuchteum Aufklärung, unter Hs eichen Bedingungen man auf rumänischer Seite izum Abschluß eines Waffenstillstandes und zur Einstellung der Feindseligkeiten geneigt wäre.! General Mardaresc u, Kömmandant der siebeubürgü- .schen Truppen, überreichte dem ungarischen Parlamentär Oberstleutnant Werth folgendes Waffenstillstandsangebot: 1. Die seitens der Ungarn gegen die Rumänen beigonn<men Feindseligkeiten Horen sofort auf, nachdem dieses Üebereinkommen von den kompetenten Bevollmächtigten unterischrieben wird. i 2. Sofortige Entwaffnung und Abrüstung Baller Streitkräfte, welche gegen Rumänien gekämpft yaben. j 3. Die Entwaffnung sämtlicher u nga riss che r 'Streitkräfte gegenüber jenen Staaten, mit!denen Rumänien im B n n d e s v e r h ä lt n i s steht, wird funter. vereinbarlich festgestellten Bedingungen später er- ^folgen. Das ungarische Kommando verpflichtet sich, daß es 'diese Bedingungen, wie immer sie auch beschaffen sein werden, burchführe. > 4. Uebergabe des aus der Abrüstung sich ergebenden vollen Materials (Waffen, Maschinengewehre, Automatengewehre, Geschütze jeder Art, Munition jeder Art, Automobile, Wagen, Pferde, Kleidungsstücke, Ausrüstung, Lebensmittel usw.) zn Händen des/ Kommissars der rumänischen Armee. B. Die Materialien werden -spätestens 10 Tage nach Unterzeichnung "des Uebereinkommeus nach Zenta, Török-Szent- Miklos und Tisza-Füred transportiert werden. Die übergebenen Materialien werden gleichwertig sein mit folgen, welche fite zwei vollkommeir ausgerüstete und mobilisierte Infanterie-Divisionen notwendig sind. 6. Auslieferung des gesamten Ei sen b ahn Materials, das im Frieden auf dem Gebiete zwischen.der Theiß fund der ehemaligen Grenze Ungarns und des rumänischen Königreiches den normalen Verkehr sicherte. Auslieferung des Besamten in Rumänien erbeuteten Eisenbahrrmgteriäls. '! i7. Auslieferung der während des Rückzuges der. ungarischen Truppen aus den westlichen Gebieteir Siebenbürgens^ gegen die Theiß weggeführten Materialien. 8. Uebergabe des gesamten SchiffaßrtsmateteiatS, welches sich gegenwärtig auf der Theiß zwischen Csap und Szegedin (exklusive) befindet, an Rumänien, innerhalb drei Tagen. > 19. Uebergabe der ölet Pauzerzüge, die lnSieben- 'vürgeu gegen die rumänische Armee in Aktion getreten sind, innerhalb dreier Tage. 10. Uebergabe von 400 Tourenautomobilen und '500 Autocämions. | 11. Sofortige Heimsendung sämtlicher Kriegsgefangener und bürgerlichen Geiseln sowie der von den sich zurückziehenbeir Truppen evakuierten Bevölkerung. Diese Repatriierung wirb ohne Gegenseitigkeit seitens Rumäniens erfolgen, l 12. Bis zur Durchftthrmrg der Bedingungen werden Rumänische Truppen am rechten User der Theiß in einer Tiefe von 20 Kilometer folgenden Üebersetzungsorten gegenüber Brücken köpfe bssziehen: Csap, Tokay, Tisza-Polgar, Esege^'Tis^ä-Füred, Kisköre, Szolnvk, Csongrob und Azegedin. Itz^Zur Kontrolle der Durchführung des" gegenwärtigen stkebereirtkonttüens. wird eine rumänisch« Mission in Budapest, ihren. Sitz nehmen. Diese Mssion wird alle Mchte rind Freiheiten genießen, ivelche die Exterritorialität bietet. 14. Die rumänischen Truppen werden das Ungarische Gebiet zwischen den von Rumänien beanspruchten ethnischen Grenzen und der Theiß nach der von den ungarischen Kammern vorzunehmende:: Ratifizierrmg des. kommenden Friedensübereinkommens räumen. 15. In. dem Falle, als bas ungarische Kommando die in dem gegenwärtigen Uebereinkommen festgestellten Bedingungen in der vorgeschriebenen Frist nicht'durchführt, wird die rumänische Armee ihre offensiven Operationen gegen Ungarn neuerlich beginnen, . ' / Für die Abschrift: D.aBi ja, General, Kommandant des 2. Jägerbataillons. , / Es versteht sich von' selbst, daß dnf diese Bedingungen von ungarischer Seite nur eine Antwort möglich ist: Kampf bis zum äußersten. Auf ungarischer Seite hat es große Empörung erweckt, daß die Rumänen-entgegen sedcm internationalen Rechf beit einen der ungarischen Parlamentäre zurückbehielte n und ebenso das Automobil, in dem die Parlamentäre , zu ihnen, gekommen waren. JettttMsaLivn der imgarrscheu tzeeVesleitrrttg. Brtdnpest, 6. Mai. (klug. Tel.-Korr.-Bur.) Die ungarische revolutionäre. Pegiemng hat sämtliche an verschiedenen Fronten kämpfenden Truppen unter einheitliche z e n t r a l e F ü h r rvn g.gestellt. Das Armeckonemando der Ostarmee wurde zum Armee-Oberkommando nmgestaltet. Zum Oberkommandanten sämtlicher Streitkräne hat die Regierung Wilhelm B ö h m, zum Generalstabschef Aurelius Stromfckd ernannt. Der „Zftdo Szemle" eingestellt. Budapsst, 6. Mai. (Tel. der ^Wr. Morgenztg.") Die materegicrung hat das zionistische Organ .,Zsido Szemle" emgestellt, da sie es n i ch t a l s pol t f t s ch es, sondern als konfessionellesBlatt betrachtet. Die Somiet-Akririrrs weist alle Konsuln cms. Sewastopol, 6. Mai. (Korr.-Bur.) Das Kommissariat der auswärtigen Angelegenheiten der'ukrainischen Sowletrepublik hat die K o n s u l n a l l e r fremde n M ä ch t e verständigt, daß sie, da ihre Mächte bis jetzt die ukrainische Sowletrepublik nicht anerkannt haben,. binnen acht Tagen die Ukraine 3 u v e r l a s s e n h a b en. DaZ dänische Rote Kreuz hat sich als BermrLtlunasstelle zwischen der Sowietregierung und den fremden Negrerungerr in allen Angelegenheiten, die sich auf fremde Staatsbürger in der Ukraine und Ukrainer im Ansland beziehen, angeboten. Gvhöhrmg der Postgebühren irr der Tfchscho- Slowalrei. s Prag, 6. Mai. (Tel. der „Wr. Morgenftg." Am 15. Mai tritt im Gebiete «der tschechö-slowakischen Republik eme Erhöhung der P o'.si gebühren mit Ausnahme der Postanweisungen ,«•11. OTrifilHntbcnafarteu werden 10 Hett^, Briese 25 Heller.losten. Aus der polnischen Hölle. Es wird weiter gemordet. ,, v Krakau, 6. Mai. (Tel. der „Wr. Morgenztg.*) Die antijüdischen Ausschreitungen in Slrzizow (in Galizien) dauern an. Am 21. April wurde dort, wie bereits gemeldet, eine- Ritualmordhebe provoziert, welcher dre: Menschenleben zum Opfer fielen. Am 28. April brach im selben Bezirk, im Städtchen N i e b e l, ein Pogrom aus. Die anläßlich bc§ Wochenmarktes im Städtchen weilenden Bauen: überfielen die jüdischen Geschäfte und Wohnungen, plünderten alles, schleppten die Juden aus ihren Verstecken hervor und schlugen sie b e st i a l i s ch. Bisnnn wurden 4 T o t e, 15 Schwer- und eine' große Anzahl Leichtverletzte gezählt. Auch in den Ortschaften Z u c z a n, W h w k c und Leki kam es zu schweren Ausschreitungen gegen die Juden, die man schwer mißhandelte, Bart' und Haare ausriß. Die jüdische Bevölkerung des ganzen B^irkes befindet sich auf der Flucht. Die Behörden verhalten sich, wie gewöhnlich, ganz passiv. Die Morde irr Pinsk. D Warschau» S. Mai. (Tel. der „25k. Morgerizlg.*) Die jüdischen Pressevertreter, die nach langen Verhandlungen und Schikanen der polnischen Militärbehörden in Pinsk doch zur Begleitung der Uniersnchungskommission des Landtages zugelaffen wurden, sind nach dreitägigem Aufenthalte — länger dursten sie sich nicht anfhatten — von Pinsk nach Warschau z u r ü ck g e k e h r t. Die Landlagskommission ist noch in Pinsk geblieben, da die Untersuchimg sehr langsam vor sich geht. Die jüdischen Mitglieder des Ausschusses, die Abgeordneten Grünbaum und Priludski, sind die Juristen des Ausschusses. Beim Verhör der Zeugen der Witwen rmd Waisen nach den Pinsker Opfern spielen sich h e r z z e r r e i ß e n L e S z e n « n ab. Bis jetzt gelang es noch nicht, die in Frage kommenden Militärpersonen zu vernehmen, da sie Pinsk verlassen haben. Der jüdischeSoldat, der angeblich die polnischen Militärbehörden von der bolschewikischen Zusammenkunft im Jüdischen Volkshause verständigte, war bisher nicht auf z »finden. Die ganze Stadt steht noch mmer unter dem erschütternden Eindrücke der letzten Ereignisse. ^Die jüdische Bevölkenmg vermeidet es, den Marstplatz zu betreten, wo die bekannte Füsilade erfolgte. Insgesamt wurden am 5. April 32 Personen ermordet. Tagesbericht. Der Prrtsch auf die ungarische Gesandtschaft. Erlebnisse rmd Meirrnngen des Gesandten De. Bslgar. Der Ungarische Gesandte in Wien, Herr Doktor Bol gar, hatte die Liebenswürdigkeit, wich gestern nachmittags zu empfangen und mir sowohl über den Putschversuch in der Bankgasse, als auch über die allgemeine Lage in Ungarn Mitteilungen zu machen, welche zweifellos großes Interesse erregen werden. Die Unterhaltung drehte sich zunächst um den sensationellen Putfchversuch in der Bankgasse, welcher zwei Tage lang die Oefsentlichkeit in Atem hielt. „Wie Sie wissen" •— sagte Dr. Bolgar — „sind einige Rädelsführer verhaftet. Die Untersuchung wird fortgesetzt. Ueber den. Verbleib des Geldes haben wir noch keine Kenntnis, sondern nur Vermutungen^ denen wir vorläufig keinen Ausdruck geben können." In der Rächt von Samstag auf Sonntag. s-oMer« Dr. Bolgar und Direktor Fcmyö erschossen werden. Auf meine Frage, ob er bei der Entführung trotzdem das Gefühl der Sicherheit hatte, antwortete der Gesandte: „Es kam so schnell, daß wir uns diesbezüglich keine Gedanken machen Sonnten. Nur das eine fühlten svir, daß es sich hier um ein Komplott, um eine ge genrevolutionäre Verschwörung handelte. Erst nach unserer Befreiung erfuhr ich von Frau Fenhö, welche bei meiner und ihres Mannes Entführung in der Bankgasse unter Bewachung zurückgehalteu wurde, daß ein Offizier der Bewachungstruppe ihr mitgeteilt hatte: Herr Fenyö und ich würden in der Nacht von Samstag auf Sonntag erschossen werden. Bekaimtlich wurden wir — dank der beütschöfterreichischxn .Sicherheitsbehörde — in dieser Nacht befreit.^ Der Franziskaner Guardian Mutzte im Komplott eingeweiht fein. Welchen Eindruck machte, Herr Gesandter, die Haltung des Pater-Guardians auf Sie, als Sie ül das Franziskanerkloster „eingeliefertt^ wurden? — ,Mr sind fest überzeugt davon, daß der Guardian des Klosters von den Vorbereitungen zur „Entführung" als auch von unserer am Freitag stattfindenden Einliefe-- rung ins Kloster gewußt hat. Der Pater-Guardian mußte im Komplott ernste weiht sein. Es ist sonst undenkbar, daß er im anderen Falle sich nicht geweigert hätte, Mich und Fenhö zu übernehnren." Die Lage w Uirgarn ist durchaus nicht verzweifelt. Die Unterhälttmg weirdete sich jetzt der allgemeinen Lage in Ungarn zu. „Die Situatton" — sagt Dr. Bolgar — „hat sich nicht geändert. Die Räteregiernng ist nicht gestürzt, trotzdem sie schon totgcsagt wurde. Die Entente verhandelt mit ihr. Deutet das auf einen Sturz? Die Lage ist durchaus nicht verzweifelt, wie viele glauben. Es hat sich nichts geändert." Glauben Sie, Herr Gesandter — frage ich —, daß Ungarn zu de u "Frieden-sverhandlungen kommen wird? „Ich glaube ja!" erwidert Dr. Bolgar. „Es sind.alle Llnzeichcn dafür vorhanden." Die Entente ist zufrtev?« mit den Zr.-stän^en nr Dudapeft. Ueber das Verhältnis der Entente ja Ungarn äußerte sich der Gesandte in folgender Weise: „Es l ist schlecht und alle MstznnMN vom Gegenteil sind falsch und tendenziös. Die Mitgliederder Ententemissionen in Budapest haben sich mit! großer Befriedigung über Lie ZuständlK ausgesprochen. Während meines letzten achttägigen! Aufenthaltes in Budapest hatte ich viel mit Mitgliedern' der englischen und amerikanischen Mission verkehrt und-l. . sie haben ausnahmslos mit Befriedigung von der'Ruhtz in Budapest gesprochen." Wieso ist es aber möglich — frage ich — daß wir(' ■ hier in Wien Berichte über die Zustände in Budapest, haben, welche geradezu als anarchische bezeichrlet wer-' den müssen? ' - „Diese Berichte sind absichtlich von uns feindlicher Seite in die Ttzelt gesetzt worden. Nebrigens sind' sie schon nach kurzer Zeit durch die Tatsachen in sich' selbst Herfallen." Konfödevation und Rätrsystew, 2Lie stellt sich Ungarn zu einer Kons öder a- - tipn, v.on der setzt wieder viel gesprochen wird? — frage ich tveiter. "' ' - „Da möchte ich nach ztoei Richtungen hin itnteiv- 3(pji}i 1 oft srriH" avöjaH M(E — „nagiochst: und eine Wirts ch aftliche Konföderation.. ' Ich halte eine, politische Konföderation irr allererster,^ Linie durch das Ueber Hand nehmen des Räteshstemss für möglich. Das heißt, eine Konföderation int Sinnes,'' des internationalen Sowiets, welcher zum W.elt-'^ svwiet führt. Und dieser wird kommen! Was hie wirtschaftliche Konföderation., anlangt,, so ist es ja nicht nur nicht ausgeschlossen, - sondern geradezu natürlich, daß sie eine Folge der politischen sein wird. In Ungarn herrscht die Tendenz / zum Weltsowiet vor. Er wäre vielleicht schon durch- ■ geführt, wenn nicht Anßenkämpfe das Hindernis wären. Dadurch wäre Ungarn auch beispielgebend im Ztufbatr des Wirtschaftssystems geworden." Glauben Sie, Herr Gesandter, daß die Entente solche Tendenzen, wie jene vom internationalen und Weltsowiet in Ungarn dulden wird? — lautet meine' Frage. „Wir haben keine Ursache" — erklärt der Gesandte —, ,^u glauben, daß die Entente wirklich so feindselig gesinnt ist. Wenn aber ja, dann werden' ,, wir die geschaffene Sitivation nur als enr Uebergangs-' shstem betrachten." — Soweit der Gesandte. > G- G- * Wir können die optimistische' Auffassung des Herrn Gesandten über die Sicherheit der Räteregierung nicht- - - ' .teilen. Mr glauben auch nicht daran, daß die unga->' - rische Bevölkerung das Künsche System mit Ruhe ' ' Zufriedenheit erträgt. Budapest ist von Wien nicht' J soweit entfernt, daß die Ereignisse, welche sich dort'.? , ab spielen^ hier ein Geheimnis bleiben können. Auch, die Anffasfrmg: deH. Gesandten über das Verhältnis Ungarns zur Entente.steht in direktem Widerspruch mit der Tatsache, daß die Entente den Vormarsch' gegen Budapest an geordnet hat. * Wo W das Meld? Das Geld, das von der ungarischen Gesandrfchaft gestohlen wurde, dürfte sich in Wien befinden. Es ist für die deutsch österreichische Polizei nicht erreichbar, da es auf exterritorialem Gebiete sich befinden^ soll. Wie die Negierung gegen die Absperrung der Länder auftritt. Die Negierung veröffentlicht heute die von Dr. Renner angekündigte Verordnung, wonach die von den Ländern erlassenen Ernrerseverbote als Verletzungen der Freiziigigkcit erklärt und aufgehoben werden. Doch sollen Sommergäste nur in der Zeit vom 1. Juni bis 15. September anfgenommm werden. Die Gemeinden sollen das Recht erhalten, die Ausfolgung von Lebensmittelkarten an Sommergäste zu verweigern. Besucher der Heilbäder Baden, Bad Hall . und B a o G a st e i n müssen ein amtsärztliches Zeugnis vorweisen. _ * Gewitter im Mai. Diesen Mai 1919 werde» die Dichter kaum besingen. Gegen jede Tradition hat er einen Kälteschauer mitgebracht und die srostigen Nächte haben die kaum. hervörgesprossene Vegetation herbstlich gestreift. Der gestrige Tagbrachte ein langandauerndes Gewitter von ungewöhulicher Starke. Heftige Regepniederschläge wechselten mit Hagrlschlägen, rollendein Donner rmd Blitz ab. Gegen Abend ließ das Gewitter nach, nur ein kalter stetiger Regen hielt an. * Aeberfiedlnng des Ex-Kaisevs Karl. Hollaudsch Nieüwsbüro meldet aus Paris: Der ftühcre Kaiser Karl hat vor, acht Monaten .eine Besitzung gekauft, dir früher die Residenz des Prinzen I e r o meNapolevn war. Das Landgut ist in der Nachbarschaft von Mhon am Gensersee gelegen und mehr als 52 Hektar groß. Mitten durch die Besitzung -läuft ein Fluß. ‘ der. das Gut von der Besitzung des Prinzen Louis Napoleon trennt. Da sich das Kastell von Wartegg für den Ex-Kaiscr, seine Familie und sein Gefolge, von 22 Personen als zu klein erwies, so hat er sich auf sein neues Schloß begeben. In seiner Begleitung befindet' sich jetzt der Prinz Rens von Bourbon-Parma. Der Ex-Kaijcr wird hier wohnen ' bleiben, falls mchr die Bundesregierung gegen diesen Plan Ernspntch erhebt. * Einbruch bei Peter Ferdinand. In der Villa des ehemaligen Erzherzogs Peter Ferdinand in Parsch bei Salzburg wurden bei einem Einbrüche Wertpapiere mtd Bargeld im Betrage von mehr als 300.000 Kronen gestohlen. Bon den Tätern fehlt jede Spur. Der ehemalige Erzherzog soll übrigens die,Absicht haben, die Villa zu verkaufet: und nach der Schweiz zu übersiedeln. Seine Frau soll sich jedoch diesem Plane gegenüber ablehnend verhalten. * Eine neue Verhaftung in der Affäre des, Patsches in der BanÄgasie. Als gefiem der OberleuMcmt Anton Z n y k o w s k: nn Parkhotel m Hietzing erschien, wurde er von dem dort anwefmden rmganschen Gefandien Dr. Bolgar, depcn Familie m: Hotel wohnt, als em Beteiligter, am Putsch ertttmit und über Anzeige Dr. Bolgars.sofort-, * c v h a i_t Ett. . .. ' ‘

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