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Wiener Morgenzeitung · 1919-05-04 · Heft 105 (4.5.1919) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 105 (4.5.1919)
Date
1919-05-04
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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$>«. 10i> icüieu, cüiüua^ Kommunales. Die Reform de? Dienstordnung und die Gehalts- und LohneeauliePuns de? städtischen Angestellten, Mit ewjimtmwot Gemcmderqtöheschluß vom 24. April wurden dir vom StMrat V a n 6 o i n referierten Vorlagen Wssk Gehalts rMldg Md Reform der Dtenst-rdnung Ar die vom Verbände d«e städtischen Angestellten vertretenen Angestellten (mit Anönahme dtk Wkttsgchktter und ä auf Koklektivvextröge» fußenden BeöMWm)angknsMme,r. Hierdurch haben 24,000 Angestellte (ern- WlxMch der städtischen Lehrpersonen) em vollständig moderne?, vom . neuen Gerste der Zeit erfülltes D r e n st r e ch t erhalten, daS m scher Hinsicht das S e l L st b e st i m m n n g S r e ch t der A rr S e st e l l t e n in qllm Fragen des Dienstverhältnisses festlegt, dre derzertrge veraltete positive Q u a l i sj k a i i o »>ahschafft, bchenlende Verbesserungen der Versorgvngs-und Urlaubsverhültnrsse, vor allem aber die Einrichtung der Persoualvertretungen und einer ständigen ansGemeirrderüten und Person al- Vertretern g l e i ch m ii ß i g zusammengesetzten P e r s o n a l k y m m i s s i o n für die Entscheidung aller allgemeinen und individuelle,l Personalangclegen- *“'***“ .a t- .l "'rundaller obersten , ruppe d eY’ D t it r ti t ft e n, A b k ii r z n n g d r r provisorischen Dienstzeit) eingesührt worden,. das den Angestellten eine halbwegs zeitgerechte Entlohnung sichert und nahezu .alle Werbandsforderungen erfüllt, die von allen Seiten als äußerst bescheiden und von Verständnis für die Finanzlage der Gemeinde getragen bezeichnet wurden. Die Ernährung. Der Marktbericht. DieFleisch v ersorgung Wiens ist insoferne besser geworden, als Fleisch — mit Ausnahme von Rind- und Kalbfleisch — in der Preislage von 30 bis 40 Kronen das Kilogramm leicht erhältlich ist. In der Groß Markthalle gab eS außer dem rayonierten Rindfleisch und Pökelfleisch mehr als HM Kilogramm amerikanisches Schweinefleisch gegen den Abschnitt 9 und 1 8 des Einkansschcines, ferner Kitzerl, Ziegen und Schafe. In der Großmarkthalle wurde für das Kilogramm dieser Neischgattunaen 30 bis 35 Kronen verlangt. Der Absatz vollzog sich mit Rücksicht ans den hoben Preis und den Knochenreichtum dieser Fleischsorten ziemlich langsam, und da die Großinarkthalle um 10 Uhr — als das Schwrmefleisch auHvcrkanft war — geschlossen wurde, blieb ein Teil der Kitzerl unverkauft. Auch in den Bezirksläden, wo für Kitzfleisch Preise bis 40 Krvnm für das Kilogramm verlangt wurden, waren Kitzerl um die Mittagsstunde noch erhältlich. Die Preisermäßigung des amerikanischen Schweinefleisches hat unbedingt auch, eine Ermäßigung der übrigen Preise gebracht. Leider sind dre Preise aber immer noch so hoch, daß ein großer Teil der Bevölkerung auf die Flrrfchnahrung verzichten m u ß. Dre .Fischmärkte erhielten mich gestern Zufuhren fnscher Seefische und da noch unverkaufte Neste von Freitag" zur Verfügung standen, reichte da§ Angebot zur Deckung der Nachfrage, die gestern ziemlich lebhaft war. . Dre G r ü n w a r e u m ä r k t e waren gestern mit Gärtnerware etwas besser versehen. Der Besuch war gestern ans diesen Märkten sehr schwach. Orangen sind in den letzten Tagen nichtemgetroffen. Die Melschversorgung. Wie wir an anderer Stelle berichten, ist jetzt Kitzfleisch weit leichter und zu rtwaS billigeren Preisen als bisher zu haben. Dielst einerseits darauf zurüctzuführen, baß Kitzeln feit der Ausgabe dts amerikanischen Schweinefleisches im Schleichhandel nicht mehr so flotten . Absatz finden, andererseits, weil die Preise, die dre qmtliche Uebernahmsstelle jiir Bich und Fleisch für Kitzerln ielveilig trstsetzt, wahrlich nicht engherzig bemessen sind. Die amtliche Uebernahmsftclle verteilt nicht alle einlangcnden Sendungen selbst, soridtru duldet stillschweigend dm freihändigen Verkauf an Fleischhauer. Der Preis betragt derzeit ungefähr K 25.— bis K 30.— für weidencr Kitze im Fell. - , . Dir Erhöhung der Preise für weidener Kälber um nahezu K 10.— hat auch nne weit bessere Anti e f e r u n g von K albern zur Folge. Während bisher allwöchentlich nur 20 bis 30 Stück Kälber eingelangt sind, wurden in der letzten Woche bereits mehr als 300 Stuck nach Wien arbracht, und es besteht begründete Aussicht, daß dre Zufuhren bedeutend steiaen werden. Die Kälber werden jetzt ausschließlich siir den S? t UIS» b « d a r f verwendet, der durch die Auflösung der Militärwrtaler kleiner geworden ist. Jedenfalls wäre es an der Zeit, den Bedarf der Spitäler einer genauen Revision zu unterziehen. Bei größeren Zufuhren, die in nächster Zeit zu erwarten sind, -wäre es möglich, auch das Kalbfleisch t u r n n s w e i s e *d er Allgemeinheit zu kommen zu lassen, um so mehr, als auch durch den Grenzverkehr Kälber nach Wien kommen. Auf Grund der jetzigen Höchstpreise, würde sich das Kalbfleisch ans ungefähr K 24.— für das Kilogramm stellen, jedenfalls hätte» aber auch die Kranken, die sich m Hau sp f l ege befinden. Anspruch ans Kalbfleisch, dessen Ausgabe jetzt auf wenige Fleischhauer beschränkt ist. Die volle Aettqrrote. Durch,die in der letzten, Zeit andauernd günstigen Enteriteliefermigen wird es möglich sein, m der Woche, vom 4. bis 10. Mai die ganze Wvchenfettquote von 12 Dekagramm Fcttproduktcn pro Person zur Ausgabe zu bringen, >o daß auch dre Fettkartenabschnitte für nichtroyonierteS Fett zur Einlösung gelangen. Bei den städtischen Speckabgabestellen werden vro Person 6 Dekagramm Salzspeck (Rücken», Hamburgerspeck) gegen Abtrennung des ^-Abschnittes 138 der Fettkarle und Prei. gegen Emzielnmg dev beiden Abschnitte 138 für nichtrayomerteS Fett der Fcttkarle der seiner städtischen Mutterabgabestelle. Organisierte Verbraucher (mit blauen Mehlbezugschemen) erhalten Speck und Oel bei der Brrschleißstelle ihrer Konsumrntenorgamfafion.^ Äerzenabgabe. Im Mai werden auf Grund der alten PetrolcumbezugSkarteri siir Wohmmaen und Aftervermretungen, welche ausschließlich auf Petroleumbeleuchtung angewiesen sind, je nne Kerze im Gewichte von 7-, Kilogramm durch die städtischen Kerzrnabgabestellt» ausgegeben. Bohnen für Mindeftbemittelte. An alle Besitzer der rosafarbigen Einkaiisscheiile für Wohlsahrtsteisch werden auf jeden Kops dcS Hatisl,altes 7. Kilogramm Bohnen zum Preise »en K l.— gegen Mrrennung deS Abschnittes 17 der den bekannten Geschäften der Großschlächrerei an folgenden Tagen abgegeben: Mittwoch dm 7. A bis F, Donnerstag den 8. Q ms K, vrertag »eil 9. L bis n, SamStag den 10. 8 Di« Z. Ebenso werden an ne unentgeltlichen Speisestellen, offenen Knegsküchen und Wohl» iabrrinstitute Bohne» unter denselben Bedingungen abgegeben. —.. . - . H 4. 4^ 49 »»»»"> -. i.„ ■■■.■-ui'Jjiia« .‘iir* Ka?toff?lobgabe. Dienstag bis Donnerstag werden im 5., 10., 16„ und 17, Be»"-k Kartoffeln, und zwar '/- Kilogramm für den Kopf gegen Abtrennung der Abschruttr K brs M der Kartoftelkarte abgegeben. Schweizer Liebesgabe». Das FrauenLilsSkornitee für den XX. Bezirk teilt mit, vaß hie Ausgabe der Schweizer Liebes» gübm für den XX. Bezirk im Fmnen-Hrlfskomitte, Brizittavlatz 10, erfolgt, und zwar Montag dm b. Mai von 1 bis 4 Uhr nachmittags für die Buchstaben A hjs K, Dienstag von j bis i Uhr sllr die Buchstaben b bis Z, Bezugsberechtigt sind Kinder von 2 bis 6 Ighrm. Borzuweisen sind blaue Milchkarte und neuer Emkaufschein. Konsumverein von Bankangestellten in Wie«. 19. Woche vom 5. bis 10. Mai 1919. Verkaufszeit von V*8 6iS 1 Uhr und von 3 bis 6 Uhr. Montag Nr. \ bis 10(X), Dienstag bis 2000, Mittwoch bis 3000, Donnerstag bis 4000, Aeitag über 4000. Im Lokale Schottenbastei: Mehl, Reis, Oel (Flaschen niitbringen), la Kasfeemischung, Sasz für alle Mitglieder, Eier für alle Mitglieder gegen Zahl 6 des neuen Einkausscheines. Marmelade gegen Zahl 67. — Im Lokale R o ck h g a s s e: Suppenwürfel, Senf, Gewürze, Kümmel, Sauerkraut, Preßhefe, Suppengemüse (das Kilogramm K 6.—\ Fenchel. Anis, Schuhvafta, Schuhbänder, Zahncreme, alle Sorten Mineralwäsicr, Johannisbrot, Paradeismark (Geschirr mitzubriugen), Stärkeersatz, Knoblauch, Himbeersaft, Gemüse-, Obst-, Fischkonserven, Speckfleisch, Pfeffer, Sardellen. — Genossenschaftliches Modenhaus (Textil- und Bekleidungsabteilung), Wien, lll. Bez., Erdbergstraße 23. Modewaren, Damen- und Kinderkonsektron, Wirkwaren und Wäsche, Kürzend Galanteriewaren. Eigene Schuhabteilung. Für Mitglieder des Konsumvereines von Bankangestellten besondere Begünstiamgen. «Solu! Gegen vorhergehende Anmeldung und Vorausbezahlung von X 42'— für 100 Kilogramm in unserer Kanzlei, cschottenbaftei 6, lassen wir in der hierauf nächstsolgenden Woche von 100 Kilogramm aufwärts hartes, kleingeschüttenes Buchenholz ohne weitere Zustellungskosten ins Haus führen. W. I. W. Mittwoch den 7. d. M. von 9 bis '/-12 A bis X, von 3 bis '/,6 F bis H. Donnerstag den 8. d. M. von 9 bis 7*12 I bis L, von 3 bis 7,6 M bis P. Freitag den 9. d. M. von 9 bis 7,12 R bis S, von 8 bis 7,6 7 bis Z, Die Buchstaben sind aus das genaueste einuihalten. Umtausch der Mitglieds bucher gegen neue Preis XI.—. Die Mitglieder werden dringend ersucht, gewiß ,zu den angellebenenZeitenzn erscheinen und die Einkauffcheine mitzubnngen, da von der nächsten Woche ab Warm nur gegen Vorweisung neuer Mitgl'edsbücher abgrgebm werden. Gleichzeitig werden alle, auch die ans dem Kactoffelbezuge stammenden Guthaben rückvergütet. Ferner Abgabe von Waren. aa&au*a»ttaesd8'<Baa4«*araa«kruaaBaa*1 Sammelverkehr nach ol r sowie Krakau tmcl Lemberg mit Versiehernng gegen Transportrisiko aller Art und unter Begleitung der Trans« porte durch verlässliche, geschulte Organe besorgt ------ Speditionsbureai! Adolf Stern Wien, I. WerMorgasse 4. 8sftaRssflBurt!at*»nnu!a»iei «a«e*B8a»B;uw4*ueu»aaa*UA**aaaG*caaaiiö#M* l\ h Zr h U l\ 618 Bühne ttttb Kunst. Artsstellrmg Uriel Birnbaum. In den Räumen der „Wiener Zeitkunst" in der Mayscdecgaffe wird heute eine Ausstellung eröffnet, die dazu angetaNist, das Interesse weitester Kreise zu erregen. Es sind erst wenige Jahre her, seit Uriel Birnbaum die Aufmcrksamkelt der Oeffentlichkeit auf sich zu lenken begann. Dazwischen liegt der Krieg, ein furchtbares Erlebnis für den jungen Künstler. Ein Schuß zerschmettert ihm da§ Bein, monatelangeS Siechtum folgt, aus dem er körperlich gebrochen, aber an unerhorim visionären Kräften reicher hervorgeht. Seine schon vordem in ekstasischen Bilderreihm sich auslrbende Gottcsverehmng wird durch das eigene Mißgeschick nicht beeinträchtigt. In tiefer Frömmigkeit sieht er auch hierin göttliches Waltm, empfindet die Belanglosigkeit des persönlichen Schicksals gegenüber den Zweckm des Unermeßlichen. Im Bilderzyklus „Der Wurm* gibt er mit grauenerregmder Realität seinen Leidensweg, ohne falsches Selbstmitleidin tiefster Demut alle Qualen aus Gottes Hand rntgrgennebmend. Erst der Krieg hat ihn gelehrt, eigenes Erleben in seine Darstellungm zu verweben. Sonst verweilt er lieber bet abstrakteren Phantasien- Aber für ihn ist der Krieg „Gottes Krieg", seine Greuel durchkostet zu haben, ein „Weg zu Gott". Diese Thesen belegt er durch weitere Zyllen, in denen sich reale Anschauung menschlicher Leiden zu immer stärkerer Md inbrünstiger Erfassung drS Gottes* begriffes stufenweise durchringt. Wie böse Träume mutm diese phantastischen Bifionm an, wie AuSgrburtm des Fiebers, das die Formen verzerrt, die Farben bald dunkel glühen bald unnatürlich grell leuchten läßt Md die Linien zu grotesken Kurven krümmt. Birnbaums Kunst kommt von der Zeichnung her, fast könnte man sagen: von der Illustration.- Aber die Linie belebt sich mit Farbe, wird zur Trägerin höchster farbiger Wirkungen. Er hat eine eigene Technik der farbigen Federzeichnung grftmden, mit der er guillocheartig die Fläche belebt. Aber auch seine Idee der Farbe ist von religiösm Borstellungen beeinflußt. Sein Hauptwerk „Die Schöpfung" ist hierfür charakteristisch. Gott ist auf diesen Blättern Farbe, Licht, von diesem flammenden Zentrum gehe» schöpferische Strahlen aus, die alles Irdische entstehen lassen. Mit naiver Unbedenklichkeit läßt der Künstler selbst Raum und Zeit vor unseren Augen erschaffen, aber wie er diese Probleine löst, ist von großem poetischen Reiz. Und mehr als menschliche Kunst zu sein, gibt ja auch die Philosophie nicht vor. Mit nngei meiner Kraft wirken die Blätter von der Erschaffung der Tier- und Pflanzenwelt.. Die Frische des Entstehens, das Neuartige dieser Urwelt übt einen seltsamen Zauber aus, dem siÄ M Beschauer entziehen kann. In vierzig Bildern wird der gewaltige Borwurk behandelt, eine gedankenticsc Sammlung, die! man gern als Mappcnwcrk reproduziert srhcn wollte. Als Gegenstück zur Apotheose de« Werdens hat Birnbaum' das Problem des Vergehens m seinem „Totentanz" behandelt^ Hier wollte er das Verhältnis des Todes zu allen menschlichen Kategorien untersuchen Md tß gelingt ihm Manches von höchster gedanklicher Md malerischer Ausdmckskrast. Im „Seelenspicgel" stellt er sich die Aufgabe, menschliche Tugenden und Laster darzustellen, Es sind Federzeichnungen, halb cmff/ halb humoristisch gesehen, bei denen charakteristi'che Fabelwesen die DeutMg von Birnbaums Ansichten über diese Begriffe geben.' In den biblischen Köpfen und den Zeichnungen zum Buche Daniel zeigt sich der Illustrator in reinster Erscheinung. Ihm ist die Idee das Primäre, der bildhafte Ausdruck müht sich erst, der Gedankengröße kongenial zu werden. Er findet hierfür allerdings Wege von sonst selten erreichter Unmittelbarkeit. . ( Uriel Birnbaum bekennt sich zum Expressionismus. Die Ziele dieser Kunstrichtung liegen außerhalb des sonst der Malerei zugewiesrnen Wirkungskreises. Wo andere Aehnlichgesinnte aber tastend nach anderen Grundlagen suchen, als die überlieferten'. Kunstprinzipien bieten, da findet er festen Boden an seiner Religiosität. Er verkündet es mit Stift imb Farbe und er will es im Rahmen dieser Ausstellung durch Verlesung seiner Dichtungei: verkünden: „Es gibt kein Genie und kein Talent, keine Schule - keinen Fleiß; es gibt nur die Gnade, Gottes Werkzeug sein zu dürfen und Gottes Berufung!" — 1 Der Bühnenverein gegen Treßler. Der Oesterreichische Bühnenverein sendet durch die „Wieneo Theater-Korrespondenz" nachstehende Kundgebung auZ: Das gefertigte Präsidium des denttchofterreichischen Bühncnvereines hat mit tiefstem Bedauern Kenntnis erhalten von den unerhörten Anwürfen, die Herr Otto Treßler gegen seinen Vizepräsidenten, Herrn Max Paulseu, erhoben hat. Schon die Art dieser unerhörten VerdüchtigMg mußte uns empören, viel mehr aber noch der Umstand, daß Herr Otto. Treßler es für gut befunden hat, diese widerwärtige Affäre durch die Presse in die Oeffentlichkeit zu tragen. Der Wert der Arbeit des Hernr Vizepräsidenten Max. Paulsen sowohl im allgemeinen Interesse der gesamten Schau-i spielerschaft Deuischösterrelchs als auch im inneren Wirkungskreise, des Burgtheaters ist so über alle Zweifel erhaben, daß sich die' Organisation veranlaßt sieht, mit aller tatsächlichen und mora-- Üschen Kraft der Orgamsation sich vor die Person des Herrn Vizepräsidenten Max Paulsen zu stellen. Wir behalten uns noch vor, gegen Herrn Otto Treßler ehrrnrätliche Schritte zu unternehmen^ die zur Rehabilitierung unseres Kollegen Paulsen uns notwendig erscheinen. Für den deutschösterrrichischrn Bühnenverein: Der Präsident: Der Vizepräsident: Karl Forest. Ludweg Stärk. Aus de« Theatern. Der Spielplan des BurgtheaterS für die kommende Woche wurde wie folgt festgesetzt: Sonntag, nachmittags 2 Uhr: „Garten der.Jugend"; abends 6 Uhr: „Pygmalion"; Montags „Die Fahrt ms Blaue"; Dienstag: „Die Sorma": Mittwoch: „Was ihr wollt"; Donnerstag: „Faakobs Traum"; Freitag: „Das Glück im Winkel"; Samstag: „Die Braut von Messina"; Sonntag, nachmittags 2 Uhr: „Alt-Heidelberg"; abends 6 Uhr: „Kornödie der Worte". Der Spielplan des Op ern th eaters für die kommende Wo.che wurde wie folgt festgesetzt: Sonntag nachmittags l/32 Uhr: „Coppelia", „Faun und Nymphe". „DiePrinzessin von Tragant^; abends 7a6 Uhr: „Palestrina" (Borromeo Kammersänger Fritz FeinbalS vom bayrischen Nationaltheater in München als Gast); Montag: „Hossmanns Erzählungen"; Dienstag: „Salome"; Mtttwoch: „Don Juan'7 (Don Juan Herr Fritz F e i» h a l s, Kammersänger vom Nationaltheater in München als Gast); Donnerstag: „Tannhäuser"; Freitag: „Carmen"; Camötag: „Tiefland"; Sonntagnachmittags 7- 2 Uhr: „Wiener Walzer", «Die Puppenfee", „Sonne und Erde"; abends 7,7 Uhr: „Der Barbier von Bagdad", „Der Schneemann". Im Deutschen VvlkStbeater wird gegenwärtig Felix S a l t e n S dreiaktiges Schauspiel „Der G emeine", das bisher unter Zensurverbot stand, vorbereitet. Die. Erstausführung ist für SamStag den 10. d. M. geplant. Rudolf und Josef Schildkraut gebm am 22. d. im großenMusikveremssaale einen einzigenBortragsabend mit klassischem und modernem Programm Vormerkungen mittels Postkarte im Zentralmstilut für Kunst Md Literatur, Iv Wollzeile 24. Die Bekanntgabe des Programms und der Beginn des Vorverkaufes erfolgt m den nächsten Tagen. Das „Archiv für jüdische Familienforschung" veröffenilicht soeben seine Nr. 4—6, die nachstehende Arbeiten enthält: GottlieÜ Saphiers Testarnent. Von Dr. Bernhard Wachstein. Nachrichten über die Konvertiten im 18. Jahrbundert. Von Max von Portheim.i Nachträge und Ergänzungen zu frühere ii; S chriften. Don Dr. Bernhard Wachstem. Zur B io grap h tc: deS Baron Diego d'Agnilar. Bon Paul Josef Diamant. Zur Kenntnis der Donmäh nt' Saloniki. Von Dr. A. I. Brawer. -Amerling s jÜdischeBilder. Bon B. W. Preis K 6.— Zn beziehen durch R. Löwit, Wien, Rotenturmstraße 22. Rudolf Srhildkraut i« Dawid Piuskis „Der Schatz". Das Wiener Palästinaamt veranstaltet Dann e r st a g o e n 8. M a i, '/«7 Uhr abends, int Wiener Komödienbause (IX., Nußdorferstraße 4) eine Aufführung von Dawid- P t n 8 l i 8 „D «r S ch a tz". Die Hauptrolle der Komödie, der Totengräber Chone, wird von R « k o l f S ch i l d k r a u.t. dargestellt. Dos Reinerträgnis der Veranstaltung fließt dem'. SchumngSfondZ des Palästinaamtes zu. Restliche Karlen an der Kasse des Wiener Komödienbanses, bei R. Löwit, l, Rotenturmstraße 22, trab der Verlaufstelle des Jüdischen Nationalfonds, H„ Schmelzgasse 7. Am Metropoltheat«? beginnen die Vorstellungen von nun an 7.7 Uhr abends. Die Sonntag-Nachnlittagsvorstel-, lungen um 8 Uhr. Zur Aufführung gelangt täglich die erfolgreiche Operette „Gchwarzwaldmädel" von Leon Jessel. De? Weg de? Deutschjuden betitelt Alfred Lennn eine soeben erschienene Skizze, die m den weitesten Kreisen Aussehen^ und Widerspruch erregen wird. Der Verfasser selbst wird nicht' mehr aiiltvorteu sännen, denn er ist ein Opfer dcS Weltkrieges aeworden. (Preis K 2.70). Jn beziehen biurijlH'. Löwit, Wien,"l^' Rotenturmstraße 2L.

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