Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 100 (29.4.1919)
- Date
- 1919-04-29
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Ar. *ÖÖT zizacaassss» f$8Tm, Gknsras -- Mertev MorgeKzerLuttg 29. AM 1919 Selle^ . —'—r—g-»^ar^,.-~.'>fU-— Wahr ist also, datz er trotzdem nicht aus ein jüdische s Programm kandidiert und dm jüdischen Bolksgedanken bekämpft, indem er sich mit alMeralen, ja sogar mit jämmerlichen Täustingseliquen verbindet Wahr ist also, daß er die Iudenschaft nicht deshalb in einen Wahlkampf hineinhetzt,-weil er durch sein Programm hierzu gezwungen ist, sondern weil es ihm sein Ehrgeiz nicht gestattet, auf einer-Kandidatenliste als Zweiter zu stehen. Kann er an e r st e r Stelle stehen», f ü h r t er die j ü d i s chnationale Liste; geht dies nicht, führt er die g e ss n-e r.i s ch e Liste. Er gehört eben zu jenen Leuten, die auch/«anders können". WSHlerversammlrmg M MariKhiLf. /- In einer. Versammlung im 'Gasthause ,,zum 'Mürven Baum^ besprach Herr Dr. Ernst-'Schubert, der südischnationale. Liftenführer für den Bezirksrat Mariahilf, kommunale und ivirtfchafMche' Ängelegenheiten und.forderte freie Vckl.ks ab sti-m rnü«^ in der Frag edes Anschlusses au Deutschland. Für Zwecke der Nahrungsmittelemfuhr sei W red e r h er st eltun g des. ft eien Imports unerläßlich. Herr Doktor Isidor Schalit kritisierte' in einhrucksvvlten Worten die Stellung der Sozialdemokraten und sogenaüftLen bürgerlichen Parteien zur Judenfrage und die bisherige Indolenz der Juden bei den Wahlen zu den Vertretungskörpern. . Er hab-e bei seiner Kandidatur in der Leopoldstadt 1905 €00, im Jahre 1911 700 Stimmen erhalten und Heger...fei Stricker mit 8000 Stivtnren durchgchrungen, was die /vielfach' - behauptete ChaucdnlosiMst. der. JüdisHyationaleri bei den jetzigen / Wahlen, am» .desten wiberkegs. Der / ^ziaEWdunBM'gst.^he die. Partei sympathisch gegenüber und könne sich dstraüf berufen, daß diegroßen -sozialistischen Reformer Wloses, Jesus und Marx Juden waren; doch dürfe nichts Mer? stürzt w^dem Das - gleiche gelte vom Anschluß .-an Deutschland, Und gerade die Jüdischnationaley könmn den Wunsch eines Volkes nach Nationalex Einigung lebhaft begreifen. Die zionistische Organisation fciübfc die ganze zivilisierte Welt verzweigt und das nationale Judentum. werde Deutschösterveich,- an^ dessen. Aufhau unsere Parteimit allen Kräften MttW will^. wichtige, wirtschaftliche Dienst leisten können^.- Dr. Schalit erinnert,/daran, daß der Mische. Nationalrat auch hei den LebenSmittelverhandlungen im Jnieresse '-.Deutschj östepreichs' erfolgreich gewirkt hahe, DieReftratö wurden j stürmisch akAamiert. | Die nächsten BerskMMlnngeR. n, B e z it k: Heute Dienstag den 29. April,! 7 Uhr -abends, im Saale, der Restauration „zum - Segen. Gottes", H., Hemnnengaffe 10 (Ecke Kleine j Schiffgasse). Redner: Dr. Fritz Löh n e r, GemeindoratiriHnitta Mul l er, Davw Nebenzah I. I , Heute Dienstag den 29. April, */28 jtzr. j abends» im-Lesesaole des Vereines „Zion", II., Glocken-! gaffe 30. Redner: Dr. Leopold P l a s ch k e s, j Dr< I. S chalit, Dr. Otto A b e! e s. j Mittwoch den 30. April, 5 Uhr nachmittags, j F r a u e n v e r f a m m l u n g im großen Saale des j Hotel „Guth", IL> Stefaniestraße. Tagesordnung; Die j Pflichten der:■.*jüdischen Frau.,, Redner: Llnitta!. M ü l l e r, Erna P a t a k,. David N e b e n z a h l, i Dr^. Jakob E h r l ich^. Abg. Jng.-.S t r ick er. Wittwoch den 30. April, 7 Ahr abends, im Saale ' des Hotel „Arco", N., Roten Sterngaffe 7 s. Redner: Anitta Mülle r, Dr. Fritz Löhner, Dr. Leopold Plüschkes, Abg. Ing. Stricker. \ Mittwoch den 30. April, 7 Uhr abends im i Caf6 Kaiser Josef, Kaiser Iosessttaße 25. Redner: Du-'-C h r l i ch,: Dr. T i s ch, Abg. Ing. Strr ck e r. Mittwoch den 30. April, 7 Uhr abends, Cafä .«AepubM", - II.» Franzensbrückenstraße 19. Redner: Dru Sch alit, Dr. A b ei es, David Nebe nz ab k Heute Dienstag den 29. April, 5 Uhr nachmittags, im Gasthaus/ „zum Auge Gottes", IX., Nußdorserstratze 75. Lichtbildervortrag Änitta Müller: «Bilder vom jüdischen Elend in Wieck" Ein tritt frei. Heute Diestag den ' 29. April, 1},p Uhr abends, im „Goldenen Adler", IX,, Währingerstraße 21. Redner : Dr. Emil S t e i.n, Dr.. Georg Weiner, Fuw Erna P a t a ck - Mittwoch den 30. April, VZ7 Uhr abends, im CasS Meue Wiener Bühne", IX., Liechtensteinstraße 27, Redner: Heinrich M a r g u l i e s, Jakob W e i n e r, Dr. Bruno P o l l a k. M i t t w och den 30. April, 1I21 Uhr abends, im „Weißen Kreuzt, IX„ Nußdorferstratze 60. Redner: f rau M at g u l t e s, Dr. Emll Stein, Sigmund o h n. / ’, XVIIl. Bezirk. Mittw o ch den 30. April, 7,7.. Ahr' abends, im Gasthaus „zum wilden Mann", XVNckWühnngerstraßL Redner: Dr. Georg Weiner, Frau Erna P a t a b, David N e b e n z a h l. VI. B e z i r k '. Heute Dienstag den 29. April im Restaurant Wolff, ^!., Mmüahilferstrche 103. Redner: De. Löhner, Architekt Kolli sch. Dr. Sonu.enscheick < VII.Bezirk: Heute Dienstag den 29,April im Restaurant R e i s z, VII., Mariahilferstraße 124. Redner: Dr. Desider F r i e d m a n n, Fritz Löhner, Dr. Artur Imm e r g lü ck, Hermine K a d isch. . XX. Bezirk: Heute Dienstag: Jüdische Franenvtzvsammlung, XX.. Wintergaffe 27,.Brigittasaal. Referenten: Anitta Müller, Pia Mieses, Dr. Plaschkes. Mittwoch den 30. April, S/J Uhr abends, Versammlung der Zwischenbrückner Iudenschaft im Gasthaus „zur Stadt Dresden", XX., Dresdnerstraf;e72. Redner: Dr.Leopold Pla sch kes, Frau Erna P a t a ck Sitz der AgiLrrtiVUsLeiLZmgLN. Das HaupLagitativnslokal für den N. Bezirk befindet sich in den Räumen des Zionistischen Zentralvereines für Deutfchösterreich, II., Zirkusgasse 33, I. S L o ck. Hauptagitationslokal für den XX. Bezirk: XX„ Karl Meißlstraße 5, Tür 1. Die Agitatiousleitung für den IX. Bezirk befindet sich IX., Wasa gaffe Nr. 2, Mezzanin rechts. Die Ägitationsleitung für den VI., VN. und VNl. Bezirk befindet sich ab 10. April 1919 ün Haufe Westbahnstraße 29, Hochparterre links (Ing.-Bureau Bemhardt), Telephon Nr. 31.088. Auskünfte m sämtlichen Wahlangelegenheiten werden täglich in < der Zeit von 10 bis 12 Uhr vormittags und von 3 bis 6 Uhr nachmMags ertellt. / , KSMKMNLLlSS. Eirr LaAdWMschafLLicher GrotzZLtrieZ /- her GeMeiude WieA. ■ (Die Püchtung babsburq-Iotbrwgischer Familtettfoitdsgüter Und Dreherscher Ookmromiebetriebe.) den Großbetrieben der Kommune Wien, GaS- und Elektrizitätswerke, Straßenbahn, Ziegelei- und Bergwerksbetrieb, städtische Brauerei, Großschlächterei und anderen gesellt sich jetzt ein neuer, der gerade in: der Uebergangszeit nach dem ftrrchtbaren Kriege berufen ist, die entsetzlichen Folgen's der KriegSzeit für die Ernährung der Bevölkerung nicht nur zu mildern, sondern für eine nahe Zukunft in der Approtz i s i on t e r ung Wiens eine.so günstige Wendung herbeizuführen, daß es nur aufs freudigste zu begrüßen ist, wenn die Kommune neuerlich im Interesse der Bevölkerung als G r o ß u nt er ne h m er und Produze nt sogleich anftritt. Wie wir bereits kurz mitgeteilt habet«, hat nämlich die Kommune Wien die habsburg-lothringischen Familienf onbsgüter Orth an der Don au und Mannersdorf sowie die Dreherscheu Oekon» mieb etr icbe in Mannsw ö rth, S ch we chat, N an n t'rsdorf, P e l l e n d o. r.f, Gutenhof und noch einige andere Grundbetriebe auf Jahre hinaus unter sehr günstigen Bedingungen gepachtet/ um dort einen landwirtschaftlichen Großbetrieb einzurichten. Diese Aktion bedeutet einen großen Schritt auf dem Wege'der Selbsthilfe in versorgungZtechnischer Hinsicht. Denn bei diesen Pachtungen handelt es sich um eine Fläche von nicht weniger als 24.000 Joch, wovon auf das Fondsgut Orth 13.000, auf MannerZdorf 4600 und auf die Dreherschen : und anderen Flächen mehr als 6000 Joch entfallen. Das .Fondsgut Orth enthält 4700 Joch Ackerland, 1630 Joch Wiesen und Weiden, über 5000 Joch Waldungen und 460Joch ■ Seen, Sümpfe und Teiche. Der Rest entfällt auf Gärten, Bauareal, Wege und Strafen. DaS Gut Mannersdorf enthält 1000 Joch Ackerland, 340 Joch Wiesen , und ungefähr 3000 Joch Waldungen. Beide Güter besitzen nenn große, Musterhaft mit allen modernen Behelfen eingerichtete Meier- Höfe mit einem Einstellraum von zirka 1500 Stück Milchvieh. Der Pachtschilling ist «in so minimaler, daß der finanztechnische Vorteil, wie aus folgendem zu ersehen ist, für die Kommune sofort in die Augen springt. Er beträgt nämlich bei den Fondsgütern 75 Kronen pro Joch für Ackerland, 29 Kronen für Wiesen, 6 Kronen für Dammwiesen und .17 Kronen für Waldungen. Eine ganz besondere Vergünstigung für die Gemeinde liegt aber darin, daß die Generaldirektion der Familienfonds ihr das gesamte tote und lebende Inventar, also sämtliche Maschinen und Geräte, den gesamten Biehstanb und alle vorhandenen Futter- und Getreidevorräte, und, was von besonderer Bedeutung ist, den gesamten Frührjährsanbau mit dem Stande vom 80. April überläßt. Dadurch allein dürste bereits die heurige Ernte für die Versorgung Wiens einheitlich gesichert sein. Mustergültig ausgestattet sind die zirka 6000 Joch, aus j£3 Die 460 Joch Seen, Teiche und Sümpfe der Fonds-j güter werden in intensivster Weise der Pflege der F i s ch-j Sucht zugeführt und damit in den Dienst der Appro< vrsionierung gestellt werden.! Sind schon diese «geführten Vorteile aus den Pachtungen von weittragender Bedeutung für die Kommune Wien^ so ist wohl der - bedeutendste, in Zukunft vielleicht der ein--, schneidendste,, baß die Gemeürde in den Besitz großer Anbauflächen, für die Zuckerproduktion gelangt und iurf Rahmen rationellster Betriebsweise und m größtmöglichem Stile Zuckerrüben bauen wird. Da sie hiermit als Produzentini auftritt, wird es ihr leicht fallen, ,auf die _ZuckerproduMvn/ > jenen .Einfluß anszuüben, der.vor allem Ar Interesse der Zuckerpersorgung Wiens liegt. Welche Vorteile aus einer ratwnrllett Zuckersabrikation sich für die Landwirtschaft er-,- gehen,, liegt auf der Hand. Die Abfallprodufte ermöglrcherr bic' Haltung und Fütterung eines großett Viehstandes und hierdurch wieder eme intensive Bearbeitung der Kulturen. Ungeheuer , sind die Wunden, die der Krieg uns ge- > schlagen, Jahrzehnte werden vergehen, ehe wir' uns von' diesen Schlägen werden erholen können. Der Hunger hat - ' uns fast ganz, zu Bodm gestreckt, und nur die Hoffnung! hält uns noch aufrecht. Die neueste Aktion der Kommune- - ist ein Hoffnungsstrahl, der geeignet ist, den Weg in eilte" bessere Zukunft zu weifen. .Mögen diejenigen, welche berufen sein werden, diese Aktion zu verwirklichen, sich auch ihr gewachsen. zeigen. _ Die EwLhrrmg. / Der Marktbericht. / Auf den Lebensmütelmarkten wiederholte sich auch gestern die Erscheinung, daß das geringe Angebot de r Märkte noch i m m e r g r o fi e r als die N a ch f rag e war. Der Bedarf der Hauptstadt würde, die geringen Zufuhren, über/dii die einzelnen Marktgebiete verfügen, wdhl um das zehnfache übersteigen, doch ist der Großteil der V er--. b/rtzÄH e r n i ch 1 in d e r L a g e, d r e h o h e n Preis e . Vit b ez a hlen und muß weiter von Rüben leben, weil.die Preise für die übrigen Artikel, die im freien Händel erhältlich - sind, viel zu hoch. sind. Die Fisch m ä r k t e waren mit Rücksicht auf die geringe Kauflust .mehr als ausreichend beschickt. Raschen Absatz fand nur. Kabeljau, die Schellfische blieben eben so wie Klippfische und Slöüfische ztnn größten Teile unverkauft. i^/Die G r ü u w a r e n m ä r k t e haben von auswärts größer«,Sendungen on Rüben -erhalten. Gartuergemüse ist auf den Märkten fast nicht zlr sehen. Der einzige Artikel,, der auch setzt hock tiitzlich sehr grsnckt ist, wären Eter, die aber auf keinem -Marke zu schm sind. Leider besteht auch für die nächste Zeit keine Aussicht, daß sich diesbezüglich eine Acnderung ergibt. Z«ckerverhandLrr«gett Mit Böhme«. Gestern nachmittags sind Vertreter der Staatsämter f-ih?; Aeusteres, Finanzen und Bolksernährung nach Prag gereist, um - die Verhandlungen über die Zuckerversorgung Deulschösterreichs. - fortzuselren. Die Verhandlungen Lürstm infolge der sinanziellm Schwierigkeiten sehr langwierig fein. Das für tschechische Kroneni zu bezahlende Aufgeld ist fett Samstag aus 53 Heller gestiegen. -Wenn nun unsere nächsten Zuckerlieferungen in tschecho-slowaü- . scher Valuta zu bezahlen sein werden, so bedeutet dies eine schwere , Belastung. Man hofft, daß in den nächsten Tagen so viel Zucker ver-; fügbar fein wrrd, daß vorläufig die halbe Märzquote allgemein aiisgegrben werden kann. /ß Die BroLkvmmfffione» am 1. und 4. Mai ge-! schlöffe«. Wegen des Staalsseiertages am 1. Mai und des - Wahltages am 4. Mai blerben die Brotkommissionen an diesen ' beiden Tagen geschloffen. ■/ Fleischzrrbutze am Nationalfeiertag. Ans Veran-! laffimg des deutschösterreichilchen Staatsamtes für Bolksernährung wird den unentgeltlichen Speisestellen rmd offenen Kriegskücherr > als Kostausbeffemug für den Nationalfeiertag am 1. Mai iür; seden Teilnehmer 10 Dekagramm amerikanisches Schweinefleisch, ’ den elfteren uncntgeltl ch, den letzteren, zu ermäßigtem Preise abgegeben werden. Die offenen Kriegsküchen haben diese Fleisch--. Portion zum Höchstpreis von K 2.— abzugeben. Giamalige Erhöhung der Fettquote. Amtlich wird! mrtgeteilt: Durch das Emlanaen italienischen Olivenöles konnte! seitens des Staatsamtes für Volksernährung veranlaßt werden, \ daß in Wien m der Zeit vom 6. bis zum 18. Mai außer! 6 Dekagramm Speck ausnahmsweise auch noch 6 Deka-; g r a m m r t n'l i e n i s ch e n Olivenöles pro Kopf und Woche ausgegeben werden. Der Kleinverkaufspreis des : Oelcs beträgt m Wien pro Kilogramm X 28.— oder für 6 Deka- -- gramm ki 1.63. . •! ) . .' Lrebesgabenverterl««- im VIII. Bezirk. Mittwoch; sbctt 30. d. M. findet an die Besitzer der Mindestbemittelteneinkaüfscheine mit den Buchstaben A bis L und Freitag, 2. Mai,' ' an die mit den Buchstaben M bis Z die Verteilung der Schweizer Liebesgaben statt. Die Liebesgaben werden im Amishanse. Scklesiiigerplatz 4, 3. Stock, m der Zeit von 9 Bis 11 Uhr vorj mittags abgegeben. Bezugsberechtigt für die Schweizer Liebesgaben sind Kinder von 2 bis 6.. Jahren, die im VIH. Bezirk . .. MujterglUtig ausgeilarler smd oie zirka ^zory, (ins | lohnen und deren Eltern zu Mindestbemittelten gehören. Vor-?.^lchen Guterv weAe, , zuweifcn sind die blaue Milchkarte für Kinder und dcr Einkauf-> schein für Mindestbennttelte. t, Lirdesgabenverterlttng im 6. Bezirk. Die Verteilung der Schweizer Liebesgaben findet Dienstag und Freitag, im Frairenhilfskomltee in der Zeit von 3 bis 5 Uhr stück Die Liebesgaben werden gegen Dorweisimg der blauen Milchkarte und des Eliikanffchemes für Mindestbennttelte an Kinder von 2 bis 6 Jahren abgegeben. .Brennmaterialienabgabe im Mai. Wie bisher, werden auch tnt Mai 15 Kilogramm Stein-, beziehungsweise 20 Kilogramm Braunkohle als Wochenmenge abgegeben. Die Ausgabe von Holz als Ersatz für den Küchenbranv wird mit 3. Müi eingestellt imd es darf daher vom 4. Mai anaefamM auf Gnmd der Kohlenkarien. nur uiehr Kohle, Koks oder Briketts, bezogen werden.- Für die Monate Mai bis einschließlich Oktober werden auf Grund der Gewerbebezugskarten' für em.euganzen- Betriebsbrand monatlich 100 Kilogramm SteinbNziehünxisweise 125 Kilogramm Braunkohle ans Grund.. von> Bezngscheineit für Betnebszweckc, die imter dem Buchstaben 8' festgesetzte Mouatsmenge abgegeben. Kein Reis in den Volksküchen. Es wird zur.KenntniZ gebracht, daß dem Ersten Wiener Bolksküchenverem von der aus Italien gekommenen Reisselidmig nichts zugewiesen wurde, weshalb der Verein auch nicht in der . Lage war, Speisen ans Reis seinen Gästen zu verabfolgen. . . *■ unmittelbar vor den Toren Wiens liegend, sich ganz besonders für einen großen Gemüseanbau eignen. Auch bei diesen Betrieben sind die Pachtbedingungen äußerst günsttg, da die Gemeinde nur 86 Kronen pro Joch zu zahlen hat und ihr das gesackte tote utrd lebende Inventar zu einem äußerst niedrigen Schätznugspreis kostenlos gegen vierprozentige Verzinsung zur Verfügung gestellt wird. Die Pachtzeit dieser Gründe beläuft sich auf 9 Jahre, während die Familienfondsgüt'cr auf.20 Jahre gepachtet wurden. Zum ersten Male wird die Kommune Wien durch diese Pachtungen als landwirtschaftliche Großproduzentm austreten. Die Vorteile, werm man sie - auszunutzen versteht, sind in die. Augen springend. Bor allem wird sich für die 7lpprovi.swnierung Wiens sowohl jetzt schon als auch für die Zukunft eine sehr ergiebige Quelle ergeben. Ftnanztechnisch liegt der Vorteil dieser großen Aktion daritr^daß die Kominune bei diesen Erwerbungen fast gar keine Geldmittel braucht. Ä-ußerdem fällt ihr die heurige, hoffentlich günstige Ernte miS all diesen, Betrieben kostenlos zu. Die 8000 Joch umfassenden Waldungen versetzen die Kommune nicht nur in die Lage, eine große Brennholzvo rsorge zu treffen, sondern sich auch aus eigenen.Kräften einen Exportartikel zu sch-ffen, der. die Möglichkeit bietet, Zkockpensattonsgeschäste durchzusühreu, ohne sich dem Drucke der Valuta rmterwersen zu müssen.- nwrasaii'n.iemM Richtet die jüdische Würde wieder mrfk WKHlet jüdischnational! wmm