Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 98 (27.4.1919)
- Date
- 1919-04-27
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 08 . Wien, 6o;iMüfe SsrrrMLrma des Jüdischen NaLionaLrares für die Progromopfer. Bisheriges Ergebnis!! 4SV.109.50. Kamnrlnng des durch Herrn Michael Andermann, Klberfeld, gegründeten Komitees «Pogromhllfe^ des ftel-end aus den Herren: Michael Andermann, Elberfelds Leo Tisch, Elberfeld, Philipp Welser» Dortmund» Max Landan, Düsseldorf und Fräulein Hermine Herz, Düsseldorf. ' Gesammelt durch Herrn F. Tanne, Mülheim. Ä. Mehl. Mülheim, 50, I. Tanne 160, Karl Mai-x 50. Kachelmarrn 50. Fallmann 30. Brrüch Mehl 60. ManSberg 80. festen, 'DuiSburs. 50, Horowitz Israel 50. Langermann 80, G.Goldherg, Mülheim. 80, S. Friedker, Duisburg. 30, S.HalS' band 20/ B. Hirsch, Mülheim, 26, I. Siegel,vachs 20, KeM30. Fxülbtn: 60, Lchrckier. Duisburg, 80, Frau Herzig 20, Frisch 25, Wrndmynn 25. Äuxbaum IO, Doppelt 15, A. Stachel 10, Randcl 15. Gebr. Kesten 20, G. Jausen 2V, Neumaun 10, Kinder I. Tanne, Mülheim, 20, Amalie Weißmann 20, Frau Hirsch IO, Beruh. Hirsch 10 Mark. Zusammen 990 Mark. Gesammelt durch Herrn A. L. Satz» Bochum. Klara Grünspan. Bochum. IO, A. L. Saß, Bochum, 25 sliakKlansuer. Doclmm, 10, Sun. Lcnimdvk, Bochum. ICO, Bein. Bochum, IO, D. Fleschec, Bochum, 10, S. Sponheim, Bochum. IO, Max Cimuk, Bochum. 10. Znnmermann, Bochum, 10, Rose, Bochum, -10, 8 Spenden N. N.L 5 --- 40, kleinere Spenden 12„ vufamntcn 257 Mar!'. §amnrlung des Herrn Philipp Weiser, Dortmund. ' SchildN,' ' Dortmund, 50, Philipp Weiser. Dortmund, 20O, A. Lorbeerbaum, Dortmund. 50, Mannberin in Steele 80, Eichengrün, Dortmund, IO, A. Bochnauu. Dortmund, IO, Jakob Iger, Hörde, 50, B. Kümmel, Dortmund, 25, I. Stern, Dorrrmtud; lO.Jtmi 5, zusammen 440 Mark. * (Fortsetzung folgt.) Sport. Die heutigen FutzbaLweLLspiele. Die wichtigsten Spiele finden auf dem Prater-Sportvsatz statt, wo. h'.e Vorschlußrunde um den d!lederösterrelchnche'n Clip oor sich geht. Vier Vereine, .L,e m den vorhergehenden 'Nnnden Mlgeschlagen geblieben sind, treten einander gegenüber. Zuerst üuelt der W i e n e r S p o r t k l u. b gegen den F. A. C. Die Dornbarher haben im Meisterschaftsspiel die Floridsdorser knapp bezwungen, Rach den zuletzt gezeigten Leistungen muß man auch heute den Svortilnblenieu die größeren Chancen emraumen; ilneerschützcn dürren sie den' F. A. C. aber nicht. Im Anschluß an dieses Spul findet das Treffen Rapi d gegen N n d o l s sl) ü g el . statt. Im McistcrichafrZspicl rnußien' die' Favornner «ne schwere, Schlappe hmnebmen. A"ch^ dieömal .ist 'Rapid Favorit, .'aber Rudolfshügel könnte auf dem neutralen Boden leicht eine Neberraschuug bringen. . DwH akoa h ,sprelt aus dem Herihl,platz (X., Quellen^ itraße 781 gegen den S. C. Hertha, der sich derzeit in sehr guter ivorm befindet. Trotzdem wird ihm die Hakoah rmen ebenbürtigen Gegner abgebcn. - ^, Der S r mm e i i tt fl c r S.p o.r tklub hat den S. K. l o v a n zu Gaste, dm er auch knapp bezwngcn dürfte. Bor.dem Wettspiel Hakoah-Hertha spielt die.S ch w e ch a l er a-n pa gegendm.Sportklub R o 1 S t e r n; sie wird nnen leichten Sieg erringen. . Außer den beiden Cupspielen fipd.et nych eine ganze Reihe non Freundschafts'vitlen statt. Der 2ö. A. F. ist m Meidling zu Gaste und wird schwer kämpfen müffen, um nicht durch Wacker cmc Niederlage zu erleiden. Dw Vienna tritt aus der Hohen Warte gegen den W. A.C. an. vor dem sie sich erst nach.hartnäckigem Widerstande beugen wird. LeichLMLetrschesVorgabemeeLmg des W.A.F. . Der W. A. F. veranstaltet morgen ans dem Hüttcldorfer Lportplatz ein Vorgabcmeeüng, zu dem äusierst zahlreiche Ncuttnngcn eingelanken sind. Aut dem Programm stehen ein Stasclteniailseu über 4 X 1OO Meter, ein Lausen für Mittelschüler über 200 Meter, Laufen über 100, 400, BOo, 3000 Meter, Diskuswerfen, Weitsprung und Speerwerfen. Das Meeting beginnt um Vz3 Uhrnachmittags., Der'S. K. Kadkma spielt auf dem Schwechater Svortrlatz gegen die zweite und dritte Mannschaft der Germania. Nach den schönen Leistungen der Kadimaner in den letzten Sp.elen, darf matt .auf ihr erfolgreiches Abichnciden rechnen. Sämtliche cspieler der Kadima treffen sich um 1 Uhr nachmittags bei der Endftätiou der Preßburger Bahn. Däs Hokkey-MeisterschafLsspiel Hakoah-8 ehrer- Sp.'B., daS 'Hinte hätte startfinden sollen, wurde seuens der vchrer abgesagt.' ' Das Schwimmen „Quer durch Wien" findet Heuer am 18? Iich statt. , ' Für das Festkonzert de« Hakoah find sämtliche r'vgcu ausver.t'aust, die wenigen Sitzplätze, bte noch vorhanden sind, gelangen heute und morgen zum Verkauf. Wer Vorverkauf für das Länderwettspiel beginnt morgen. , Die Hakoah spielt morgen gegen Hertha in folgender AmstEung'; Halvern — Lewitus. Scheuer — Lumek, Nußbaum, ^"rt Ilihn Nütz,' Gitschl Pöllak, Fredo, Tisch, Trümmer. Die taesewe tritt in folgender Aufstellung an : Rnmiann — Präger, Gnlig — Bank, Spitzer, Weihrauch — HanS Weiß, Werlhcimer, Zunmer, M. Katz, A'. Pollak. - Der Volkswirt. Wochenschau. Die durch die Vermögenssperre hervorgerufeneir Unbequemlichkeiten dauern an. -Die Ann.eldung der Einlagen bei den Banken und Sparkassen wird sich bis Ende Mai hinzieherr. Was die Depots und Kontokorreutguthaben betrifft, so sind, vbzwar wir bereits Ende April schreiben, noch nicht einmal die AnmeldungSsorniulare der Banken herauSgekotymen! Unter diesen Umstünden ist es nicht ausgeschlossen, daß sich die BernrögenSanmeldung noch weiter in die Länge ziehen wird. Iuzivischen bleibt die Hälfte aller Guthaben über 1600 Kronen gesperrt, daS heißt, der Eigentümer kann darüber nicht verfügen. Wir haben auf die dadurch l.'-'rporgerufeuen Störungen im Geschäftsverkehr und ü» kr Privatwirtschaft zahlloser Leute, besonders der D-retter Morge»r<ze^u»rs kleineren, bereits wiederholt hingewiesen. Der Grund für diese höchst überflüssige Lebettserschwernng ist die bevorstehende Vermögensabgabe. Aber die Behörde, wenn es auch eine österreick)ischs ist, kann doch unmöglich armen Leuten die Hälfte ihres szwiefo total entwerteten Gelbbesitzes konfiszieren wollen. Und man kann auch nicht annehmen, daß diese armen Leute wegen der zu erfolgenden Mgabs etwa durchbrennen werden. Wir leben in einem geschlagenen Lande und sind, was noch ärger sein mag, mit durch und durch einsichtslosen. Behörden geschlagen. Diese Behörden fordern den Bürger zu wahrheitsgemäßen Angaben auf. Aber sie trauen ihm nicht und gehen ihm mit recht anfechtbarern Beispiel voran: Sie forderten das Publikum anläßlich dev Nötenübstempelung auf, .alles verfügbare Geld in den Vanken/ZU deponieren, um auf'diese Art und Weise da.Z Geld mühelos gestempelt zu erhalten. In der Ueberzeugung, daß es sich um einen wohlgemeinten Rat handelte, brachten die Leute tatsächlich ihre Noten in die Banken. Kaum war das geschehen, als durch die Bvllzugsantveisung vom'IS. März die Hälfte aller Guthaben für gesperrt erklärt'wurde. Mutz durch eine solche Eorgangsweise nicht das Vertrauen der Bevölkerung zum Staatsamt für Finanzen aufs gründlichste erschüttert werden? Dort aber war und ist' man überzeugt, den eig^itlichen Vermögen erst rechts auf die Spur gekomnren zu fein und sie nunmehr zur Abgabe hcranziehen zu können. Die Bevölkerung aber fragt sich: war das der eigentliche Zweck der Nobenabstempelung? Denn die Tatsache ist kein Geheimnis mehr, daß nran durch di« Stempelung kaum etwas anderes erreicht hat, es fei denn, daß Schleichhändler ungestempelre Noten mit einem Agio eintauschen. Dr. Steinwenber erklärte seinerzeit, es stünde der Mgemtzinhett eineUeberraschung bevor, auf die sie nicht gefaßt sei und wodurch man sich der Abgabe unmöglich würbe entziehen können. Es ist allerdings gelungen, diese LUeberrasch nng so lange wie nötig geheimzuhalten; aber es tvar eine traurige Ueberraschung und ein trauriger Triumph eines ungeraden, verwerflichen Systems, wohl würdig der alten Monarchie, doch kaum der neuen Republik. Durch die erwähnte Bollzugsanweifang wurde verfügt, daß nach erfolgter Anmeldung die zweite Hälfte der Guthaben bet -den Banken und sonstigen Kreditinstituten frei gegeben würde. Da die Anmeldung (die Dollzugsanweisung datiert vom 13. März!) in baldige Aussicht gestellt war, konnte man hoffen, in absehbarer Zeit wieder darüber verfügen zu können. Am 20. März erklärte Dr. Schumpeter in.seiner Ansprache an die Vertreter der Wiener Presse, diese lästigen Behinderungen müßten und würden in kürzester Zeit aufgehoben werden. Wochen verstrichen, aber nichts dergleichen geschah. Dagegen bescherte uns der 14. April die dritte Vollzugsverordnimg, durch welche die Guthaben bis zur Hälfte a u f uu b e st i m m te Z e i t hinaus gesperrt bleiben.. Dadurch ist die Verfügung, wonach nach erfolgter Anmeldung über die Hälfte wieder disponiert werden kann, aufgehoben. Das Publikum ist also dreimal offiziell getäuscht worden: erstens mit der Aufforderung zur Gelddepouierung in den Banken, zweitens mit der Vollzugsanweisung vom 13. März und am schlimmsten mit der dritten Vollzngsanweisung vom 14. d. M. Die Geduld des schwergeprüften deutschösterreichischen Staatsbürgers hat aber auch Grenzen. Vorgestern wurde der Finanzsekretär Dr. Schumpeter in der Nationalversammlung dringend interpelliert, wann denn eigentlich diese unerhörten Beschränkungen ein Ende finden sollen. Es muß lobend hervorgehoben werden, daß Dr. Schumpeter sofort erwiderte. Was jedoch nicht gelobt werden kann, ist, daß er eine unrichtige, den erfolgten Verfügungen durchaus widersprechende Antwort gab. Er erklärte, die Konten bei dün Banken usw. seien nach erfolgter Anmeldung frei. In der letzten Vollzugsanweisung heißt es jedoch im 8 12 wörtlich: „Guthaben ans dem Kontokorrent oder Girokonto bei der inländischen Niederlassung eines inländischen oder ausländischen Kreditinstituts oder bei Personen, die im Inland« gewerbsmäßig Bankiergeschäfte betreiben, sowie alle bei diesen Einlagrstellen erliegenden verzinslichen und unverzinslichen Geldeinlagen gegen Einlagebuch, Einlageschein, verzinsliche Kassenscheine. Kontobuch oder in anderer Form, jedoch mit Ausschluß der für den Banknotenumtausch ausgegebenen Gutscheine, sind nach dem Stande vom 13. März ISIS bis zur Hälfte gesperrt." Davon, daß durch die Anmeldung die Freigabe erfolgt, ist nirgends die Rede. Dagegen heißt eS zum Beispiel in den Plakaten der Wiener Banken über die Anmeldung der Guthaben auf Einlagebuch unter der Angal e der Modalitäleu: „Nach erfolgterAnmedung KRIEGSANLEIHE VERSICHERUNGEN können günstig 492 in Bargeldversicherungen umgewandelt werdon. Kostenlos« Auskünfte bei: VerilcheruRQiteohnlkot* Simon tiarmoiek, illl., Meipse 29, Tür li | 27. April 1919 Seite 9"* - ---- ——- .——■ -. -*1 und Ueberprüfung durch die Steuerbehördtz wird die Einlage der Partei freigegeben." : Was eine Prüfung durch unsere Steuerbehörde bedeutet, darauf haben wir bereits gestern hingewieserr. Wir aber fordern den Staatssekretär auf, der Oeffentlichkeit endlich reinen Wein einzuschenken und dem Publikum mitzutetlen, was eigentli chklchtig ist: ob seim Erklärung, die Einlagen wären nach der Anmeldung frei; oder die Verfügung der Dollzugsanweisung, fiel wären bis auf weiteres gesperrt; oder die Angab oder Banken, sie würden erst nach der Prüfung durch die .Steuerbehörde frei; oder aber — keine. Durch die soeben erschienene DurchsÜhrungsvorschrift ist nichts geklärt. Es heißt darin: „Guthaben und Einlagen sind na ch der An mc ld ung, beziehungsweise deren - Rrchtigbofund freio0geben." Diese Mittel ung muß schleunigst erfolgen. Wir sind ja daran zur Genüge gewöhnt; daß in Deutschösterteich eine Bollzugsverordnuiig durch eine in kürzester Zeit erfolgende neue aufgehoben wird. Also muß die rücksichtslose und unsinnige dritte durch eine rücksichtsvollere und vernünftigere vieM sobald wie möglich aus der Welt geschafft und der Allgemeinheit ihr selbstverständliches Recht wieder-, gegeben werben. Wenn unsere Finanzverwalhrng den vialgeschmählen Raschin nachahmt, dann muß das auch mit Verstand geschehen. Sie lerne von ihm nicht die -Schattenseiten, sondern das Gute: die Schnellig- ' f?Tt , mit der er alle seine Verfügungen durchführen» ließ. , . ,;; L. Die Bermogensimnreldrmg. \ Das Staatsamt der Fmanzm bat zur Durchführung der Bollzuasauweisung vom 14. d.Nt. NachstchmdeS ungeordnet: Die ln Schrankfächern und geschloffenen Depots verwahrtem, Objekte, und zwar Gold- und ' Silbermünzen, Edelmetall, Juwelen «sw-, find auch nach der Inventarisierung vorläufig in S p urc zu halten. Der Wert, dieser uwlmbehaltenen Objekte wird selbstverständlich in die . . 6 ich erstellnng einzurechrien sein. Insofern bereits eine solche Cichersiellnng geleistet, , die zurück;ubehaltenden Gegenstände aber nicht ansgesolgt sein sollten, Hai die Ausioliwng der gesperrten Objekte nicht mehr stattznfinden; dagegen ist der verhältnismäßige Teil der in andern Vermögensgegenständen gelüsteten Sicherstellung zurückzuerstatlen. Solltm gesperrte Gegenstände nachträglich frelgegcbcn werden, so kann unter gewissen Voraussetzungen eine neue verhältnismäßige Sicherstellung verlangt werden'. Sicherstellungen dürfen nur insoweit .verlangt werden, als der Steuerbehörde nicht glaubhaft gemacht wird, daß nach den wirtschafilichrN und persönlichen Verhältnissen des Anrneldiingspstichtigen, brsiehungSwcrse des Eigentümers die Einbringung der Vermögensabgabe aus anderweitigen Vermögen ge- ' sichert und die Gefahr einer Verschleppung oder Steuerflucht nicht gegeben ist. Bei der Oeffnnng der Schrankfächer «nd bei der Ocffnnng geschloffener Depots sind der Vermieter des Schrankfaches oder sein Vertreter, beziehungsweise der Verwahrer oder sein Vertreter zlinrziehen. Diese Bestimmung, ist dahin aufzufaffen, daß dre genannten Persouen bei der Oeffnung des Schrankfaches, beziehungsweise geschlossenen Depots anwesend zu sein haben, bei der I n v e n t a r i s i e'r u rt 9 ist jedoch die Anwesenheit der genannten Personen nicht zulälsig, wenn der Anmeldungsvflichtige dagegen Einsprache erhebt. Dies gilt nicht für die als Organe der Sreuerverwaltung fungierenden und in dieser Eigeiischaft aus die Geheimhaltungspflicht beeidigten Angestellten der Kreditinstitute und sonstiger Schrankfachvemtieter. 1 Sofern sich in Schrankfächern oder Depots geschlossene K u v e r t e befinden, sind diese, auch wmn sie mit einer Aufschrift, wie etwa „nicht öffnen" rffw. versehen sind, bei der Inventarisierung zu eröffnen. Die Eröffnung und der Wiederverschluß find aus dem Kuvert amtlich zu bestätigen. In Dokumente, die nicht, Wertpapiere find, ist, ob sie nun im Depot unter separatem Verschluß gehalten sind oder nicht. nur sowett Einsicht zu nehmen, als erforderlich ist, um den Charakter dieser Papiere festzusteüen; in den Inhalt ist keinesfalls Einsicht zu nehmen. - Versickernngsvolizzen (Ablebens-, Erlebens-, " AllSstattungs-, Mitgift-, Kriegsanleihcverficherungcn mw.), dre auf einen Kavttalbctrag bis 2000 K und Rmtenvcrsicherungspolizzm, dir auf einen jährlichen Rentenbezug bis 200 K lauten, sind, wenn sie fick Nicht in ausländischer bankmäßiger Verwahmng befinden, vom Eigentümer, beziehungsweise Hinterleger oder Ver-. sicherten nicht anzumelden, sie sind ferner, auch wenn sie sich in inländischer bankmäßiaer Verwahrung befinden, der KontrollbZeichnung nicht zuzuführen. Guthaben und Einlagen sind nach der Anmeldung, beziehungsweise,deren Richtigbefund freigegeben. Die Anmeldungspflicht iür den Luxusbrsitz erstreckt sich auch auf die Gesellschaften und juristischen Personen. Die Einlö?ung des Mateoupons. Die aestern angekündigte Kundmachung über die Ein*, lostmg des MaicouPonS ist nunmehr erschienen. Sie lautet wie folgt: Der Inhaber fälliger CoiiponS oder emznlösender Schuld Verschreibungen in von andern Staaten nicht besetzten Gebieten' Deutschösterreichö stellt an die demschösterreichische Finanzvetwaltung einen schriftlichen Kausantra g. worauf die BergAung unter nachstehenden Voraussetzuiigen erfolat: Einzelpersonen haben zu erklären, daß fie Staatsbürger Deutschösterreichs oder eines iry Verhältniffe zum ehemaligen Oesterreich-Ungarn befreundeten oder neutralen Staates sind, ferner d»iß sie ihren Wohnsitz oder dauernden Aufenthalt rm deutschösterreichlsch verwalteten Gebiete DeutschösterreichS oder emem befreundeten oder neutralen Staate haben, endlich, daß fie aus den ü b r i g e n auf dem Boden des ehemaligen Oesterreich - Ungarn entstandene« Nationalstaaten (außer Deutschösterreich) und auS den von anderen Stamm besetzten Gebieten Deutschösterreichs kern Eznkomni en aus Realitäten oder hhvvthekarckch stchergestelltcn Forderungen oder auS einem in diesen Gebieten betriebenen Erwerbsunternehmen bezirqt, das insgesamt K 5000 fibevftetßt. Gleichzeitig ist die erfolgte Anmeldung und Deponierung der TitreS im Sinne der Vollzugsanweckung vom 14. d. M. Über die Bermögenssperre nach7 zilweisen. Die Depotverwahrnngsstellen sowie die sonstigen Couponemlösungsstellen find zum Ankauf der fälligen Coupons und eini zulösenden SchuldlttreS ermächtigt; fie sind verpflichtet, vorher die Identität d e S U de r r ei ch e r S zu prüfen. Beim Schalterverkauf von Coupons im Höchstbettage von K N.— (dgS ist berfplelswtlfe de» KriegSanlklhetttres im Nominale von k 400.—, HalbiahrscouponS, demnach K 11.—) sowie wenn , eine Bank oder dergleichen für ihren Dcvotkunden Coupons tni Höchstbclraa.e von K 50.-- ankauft, wird die Abgabe der Erklürnna nicht verlangt, fcubrvu de'/ Ankauf ohne weitere' Normalität erledigt.