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Wiener Morgenzeitung · 1919-04-20 · Heft 92 (20.4.1919) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 92 (20.4.1919)
Date
1919-04-20
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 92 Men, Sonntag 03. Apru ibi9 Sette 9 Eineinter^ssarrteMssLNyk-RemLmszenz. Der gegenwärtige Präsident der jungen tschechoslowakischen Republik ist noch ans, der Zeit her, als er der schlichte Professor Masarykwar, als unerschrockener Vorkämpfer für^ Huiuanitöt und Gerechtigkeit und ethisch gerichteter Politiker bekannt. Wan er- -Hmert sich an seine mutige Kampagne, die er mit Einsatz ^seiner ganzen Popularität gegen die künstlich entfachte antisemitische Hetze im unglückseligen Prozeß gegen Hilsner führte, und an seine entschiedene Stellungnahme für Dreyfuß. In einer soeben erschienenen ^interessanten Schrift „Offener Brief an Präsident Thomas Masarhk, ein Appell in zwölfter Stunde" (Wien 1919, Eduard Strache), die ein rasches Eingreifen Masarhks zugunsten des Selbstbestimmungsrechtes der Sudetendeutschen fordert, veröffentlicht der Verfasser Dr. Siegvmnd Münz Kundgebungen Masarhks aus dem Jahre 1.899 und' teilt ein Schreiben des Präsidenten über die jubenfeindlichen Aeußerungen eines Teiles der jungtschechische» und radikalen Presse anläßlich der Prozesse von Rennes und Suttenberg mit, dessen wesentlichster Inhalt hier wiedergegeben sei: f „Sehr geehrter Herr! We Befremde» Über die Haltung der tschecstschen > Blätter t» der Drehfussache und der Kuttmberger Ge- ' richtSverhandluug finde ich sehr begreiflich; aber Sie ver-- Vechsel» jungtschechisch und radikal mit freiheitlich und fortschrittlich, und überdies beachten Sie nicht, daß sich , Nufere Organe der wahrhaft fortschrittlichen Richtungen vftwit allem Anfang an für Dveyfus und gegen Len Aber- 6 igfai&ttt des Ritualmordes ausgesprochen haben. In der DreyfuSaffüre habe ich selbst in dem alttschechischen ,Hlas Raroda* * nach der abermaligen Verurteilung Drfysus' einen recht sachlichen Artikel gelesen. . > Leber diese Verurteilung D'reyfus ist wohl kein Wort mehr I* verlieren. Ich selbst freue mich jetzt, daß der > DmglücÜiche Hauptmann ohne Rücksicht auf Begnadigung feine* Prozeß weiterführen wird. Die Niederträchtigkeit der Gegner verdient keinen Pardon — Frankreich selbst hlÄWt nur gewinnen, wenn der antisemitische und klerikale - VeneralSanarchismuS ganz offenkundig zertreten wird. ^Allerdings genügen der Renneser Prozeß und seine Ent- /^Hüllungen vollkommen» die Messieurs, Mercier und Spießgesellen der europäischen Verachtung anheimzugeben, aber es handelt sich eben darum, die Quelle dieser moralischen Beuche zu verstopfen. Dies ist umso nötiger, als es sich, . wie die Polnaer Angelegenheit beweist, um ritte europäische -Krankheit handelt. Dreyfus und seine tapferen Freunde werden jetzt in der Tat der ganzen gesitteten Menschheit feinen Dienst erweisen, wenn sie den Schandprozeß usque feb finom führen werden. ES scheint übrigens, daß auch die t konservativen Schichten der französischen Bevölkerung und ihre Führer zu begreifen beginnen, daß der obstinate Gene- '. ralstab nicht dem Patriotismus, sondern dem Anarchismus li Gelegentlich' des Kuttenberger Prozesses will ich' mich - ,«Lhk über den „Ritualmord" im allgemeriren verbreiten. ■ Darüber sind die kulturgeschichtlichen Akten geschlossen. 'l Allein erlauben Sie mir im Hinblick an sden speziellen Fall folgende Betrachtung anzustellen: ' Die Antisemiten werden es nicht tmUsc, die Juden pK bas Ron plus ultra der Schlauheit und Verschlagen- ' heit hinzustellen: wie paßt nun zu diesen Eigenschaften die - brutal-blöde Untat in Polna? Wenn heute irgendeine, ■< offenbar geheim« Gesellschaft oder Sekte Menschönblut haben wollte, so würde sich ihr wahnsinniger Verbrecher- .geist seine unbekannten und schon im Leben. verschollenen Opfer i» den größeren Städten suchen nn8 -nicht aus dem Land«. Von diesem Gesichtspunkte beurteile ich alle in letzter Zeit als Ritualmord angeführten Fälle ... Soviel ich sehe, hat der antisemitische Älberglaube vom Ritualmord gegenwärtig eine vorwiegend ökonomische Bedeutung; Die Antisemiten geben vor, das Volk von den wirtschaftlichen Vampiren befreien zu wollen. Eist Volk . ' aber, respektive Volksschichten, welche in wirtschaftlichen. Fetischismus großgezogen wurden, werden de sakto nur für die verschiedensten Vampire jüdischer und christlicher Konfessio« geradezu präpariert. Dieser antisemitische Aber- SoziaLifierung des Kindes. Von Dr. Sarrel Beer. > Unser junger Staat, der nnt der alicit Wirtschaftsform der Beherrschung der großen Massen durch eine begüterte Minderheit brechen muß, hat die Sozialisierung in Aussicht gestellt, um dem werktätigen' Molke endlich die ihm .gebührenden Lebens Notwendigkeiten zn sichern. Sr betritt damit einen neuen Weg, der nicht allein den in den sozialisierten Betrieben Arbeitenden gewisse Rechte und erhöhte Einkünfte schaffen, sondern auch die Tätigkeit des einzelnen Individuums dem allgemeinen Interesse besser dienlich machen wird. lieber die beste Art und Form werden zweifellos berufene Wachmänner zu Worte kommen. > Wir sind aber der Ansicht, daß die Regierung nach der Verwüstung dieses furchtbaren Krieges über dem Wiederaufbau der zerstörten Werke dabei ihrer notwendigen Mithelfer, der vollständig erschöpften Mitbürger, nicht vergessen darf. Und in erster Linie muß an die Jugend gedacht werden. Wenn das Fundament des Staates nicht gestützt, das gefährdete Kind dem ^Untergänge geweiht wird, dann kann man nicht mehr aufbauen, dann gibt es keine Bürger für'den Staat. Soll Deutschösterreich für die Zukunft seinen Bestand sichern, muß es mit dem Menschenmaterial, mit dem die unselige jüngste Vergangenheit so gewütet hat, Haushalten, muß seine oberste Sorge die Erhaltung nuferer einem frühen Ende geweihten Kirrder fei». | Ein großer Teil der Ursachen dieser ersch'rekkendsn Erscheinung, die Unterernährung, dürfte ja in kurzer Zeit überwunden sein, aber da muß rasch ein großzügiger Plan ausgearbeitet werden, um an dieser kranken, in der «Entwicklung bedeutend, zurückgebliebenen Jugend noch zu retten, was zu retten ist. Wenn man auf dem vor kurzem ab gehaltenen ersten glaube, wie ct\iri Hi, ist allgemein, ist Nlierimtioiial, gegen ihn ist darum gemriuso-astlicir.'r' -VUi>-etcu aller Gegner an gezeigt . . ■ . ■ 'i . ' Später schrieb. Masaryk jene berühmte. Broschüre „Die Notwendigkeit einbr Revision-' des Polnaer Prof zesses", die «t; Münz mit einem Schreiben rilbersandto, dessen bezeichnendste Stellen wie folgt lauten: s,Jch wünschte, eins flammende Feder würde zeigen, welcher Justiz und-, welcher Medizin in Oesterreich das Laben der Mensche» anoertuaut ist — einer Justiz und einer Medizin, der ein Laie lagen muß, wie sie de.ioen sollte.> .. . Das k. k. Justiz Ministerium kann nur liquidieren'. Die Polnaer Affäre ist ein bluliges 'Memento, ein grauenhaftes .Shsri.^ unserer - österreichischen Dekadenz . . > d # . Italien imb/bte Krieg; In einem „Italien und das Problem der- Entschädigungen" betitelten Leitartikel bespricht „Corriere della Sera" die Ansprüche, die Italien an Oesterreich zu stellen habe. Der Aufsatz geht von dem der Friedenskonferenz von Italien vorgelegten Memorandum aus, welches nur die Gebietsforderungen Italiens behandelte, und beleuchtet den Pariser Beschluß; der Frankreich in der Frage der von Deutschland zu leistenden Entschädigungen eine Vorzugsstellung einrüumt. Aus den großen, von Italien gebrachten Opfern folge, daß dem Königreich gegenüber seinem Hauptgegner die gleichen Ansprüche zukämen wie Frankreich gegenüber Deutschland. Diesen undistutierbaren Feststellungen, ,so fährt das Blatt fort, kann man einen einzigen Einwurf entgegenhalten, den nämlich, daß ein Oesterreich nicht mehr existiere. Diesen dürften aber gerade die nicht ersinnen, die alles mögliche tun, daß Oesterreich zum Schaden Italiens wieder auflebe. Nach sechs Monaten oder einem Jahre des Ruins würde es frisch und kühn unter der neuen Firma der „Donaufödevation" wieder erscheinen. Der momentane Kräch z hätte bloß dazu gedient, um es von der Strafe seiner Sünden und der Nemesis seiner Niederlage zu befreien und Italien wäre um die politischen und " ökonomischen Früchte seines Sieges betrogen. Tatsache ist, daß Oe sterreich' durch vier Jahre'ein Feind der Entente in nicht geringerem Grade als Deutschland war und nnt allen Kräften kämpfte. Wenn es definitiv oder zeitweilig tot ist, ist dies kein Grund, daß die Nation, welche es erschlug und ihm gegenüber das bedeutete,, was Frankreich gegenüber Deutschland, auf ihre Rechte verzichte. Freiwillig oder unfreiwillig bildeten die hentgen Nachfolger einen Teil der Monarchie und kämpften für sie. Ans den offiziellen Verlustziffern Oesterreich- Ungarns bis Ende 1917 gehe hervor, daß auf 1000 Deutsche 29.1 Tote, auf 1000 Slowenen 2-7, auf je 1000 Tschechen Mährens 26.7 Tote entfielen'usw. Es gäbe Abstufungen, aber sie beweisen, die Einheit der Anstrengung un8 des Blutes., '■ Ob man diese Eintracht als'freiwillig oder erzwungen ansehen will, so ist dies eine Frage, die nichts an den Rechten Italiens ändert. Entweder waren diese Völker Feinde, dann müssen sie die Schäden nicht minder als die Deutschen im Reiche bezahlen, und wollen sie (auch die Deutschen Oesterreichs!) als einst Unterdrückte und heute Freie und Verbündete betrachtet werden. dann müssen sie den Preis den Bdfrsimtg!'.behahh'«l/. den. fte durch unseren Krieg erlangt haben. Auch i Italien hat nicht umsonst seine Brüder befreit rrnd schleppt auf seinem Rücken ein enormes Bündel, welches die Entschädigungen nur.eürigermäß'eu erleichterst könnten. Aber daß die gegenwärtige Freundschaft mit der Entente die Donauvölker von den.Lasten der Niederlage und drei jüngst vergangene Feindschaft von den Lasten deH Sieges befreie, ist ^rine Ungeheuerlichkeit, an^>ie M glauben wir ablchm'ii. '; : . . '«jt. i ■ . - Der Anschluß an Deutschland. In. der Berliner Vereinbarung über den Zu^ samrnenschluß Deutfchöfterrelchs mit Deutschland, die am 2. März l. I. zwischen Reichsminister Graf Br ockdorff-Rantzau und StaatssKretär Dr. Bauer getroffen wurde, ist zur'Vorbereitung des' Zusammenschlusses Deutschösterreichs mit dem Deutsä)eg Reich die Einsetzung einer Reihe von paritätischen Fachkommissionen vorgesehen worden. Als erste dieser ist, jetzt die Währ u n g s- und staatsfinanzielleKommiffion in Wien zusammengetreten. An der Spitze der reichsdeutschm Vertretung standen Gesandter Baron Griesinger und Vizepräsident der Reichsbank von Glafenapp. In der Hauptsache betrafen die Besprechungen dieUeberleitungderKronenwährung D eu tsch ö sterrei ch s in die Markwährung, die damit zusammenhängende Regelung des Notenbankwesens, die vom Deutschen Reich zn gewährenden Valutakredite und die durch die staatssinanzielle Lage beider Länder bedingten Maßnahmen. Auf Grund der eingehenden Aussprachen» die vom Geiste uneingeschränkten, gegenseitigen. Vertrauens getragen waren, ist es gelungen, positive Vorschläge auszuarbeiten, die nunmehr den beiderseitigen Regierungen zur Beschlußfassung unterbtettet werden sollen. . . . - ' Die Verhandlung e^n über die weiterer^ Fragen, die für den Zusammenschluß auf den Gebieten der Handels-, Verkehrs- und Sozialpolitik sowie der Rechtsangleichung von praktischer Bedeutung sind, werden nach Ostern in Berlin ausgenommen^ 'werden.! Die Verhandlungen Dr. Renners mit de«! Vertretern der Invaliden. | Staatssekretär Dr. Renner verhandelte gestern im Parlament mit einer in einer Versammlung im Zirkus Busch gewählten Abordnung der Inv a l i d e n und Heimkehrer. Es kam zu keinem Resultat. Die endgültigen Verhandlungen werden.bis Dienstag beendet werden.' gegangenen Kinderfchutzwgung gehört hatdaß abgefshen von den Verlusten durch ferüdliMEinwirAr^, Hün^ tausende Menschen mehr im Kriege gestorben sind, oder baß so uiä> so viele Stinkt an Tuberkulose und Sitophülose, an Rhachitis und Unterernährung leiden, so geben ' solche Zahlen doch kein wirkliches Bild von den wahren Tatsachen. Die Mehrzahl unserer Kinder, leider. kann man dasvon den Wiener Kindern «ohne Uebertreibung behaupten, wird den Daseinskampf bis zü einem wahr-' scheinlichen natürlichen Ende nicht auskämpfen und somit keine nützlichen Bürger dieses Staates werden können, sondern sie wird, wenn sie am Leben bleibt, größtenteils dar Oeffentlichkeit zur Last fallen, wenn sich' die Regierung zu Opfern und Entscheidungen noch in letzter Stunde nicht entschließt, da ' noch an diesen Andern etwas gut zu machen ist. Wenn e3 so weiter geht, kommt alle Hilfe zu spät. ■ * . Daher ist die Forderung zu stellen: Sozialisierung oder Verstaatlichung aller Einrichtungen und JnstiLuttoneu, die die Förderung oder Erhaltung der Gesundheit und des Lebens unserer Kinder zmn Zweck und Ziel haben. Für das Kind muß alles bereitgestM werden. Die berufenen Stellen und die Oeffentlichkeit scheinen viel zu wenig Verständnis für/die Wichtigkeit dieser Tatsachen zu haben, sonst müßte schon längst etwas geschehen sein. Wir Aerzte sehen mtt Schaudern, welche Verh>eerung dieser Krieg bei der heranloachsenden Jugend angerichtet hat. Es ergeht den jüdischen Kindern ebenso schlecht wie den anderen. Als erster dieser Kriegs schaden zu ttlgen. Die Staatsgewalt solle alle das Kück betreffenden Bestrebungen, alle mit dessen Pflege sich beschäftigenden Anstalten zenttalisierrn. Nur eine einheitliche Leitung und Organisation vermag die der aufgewendeten Arbeit entsprechenden Erfolge und Früchte zu bringen. Das bettifft ebenso die Aktion „Kinder , aufs Land", die derM^temMischei: TlihMäisiMä M W Aocge mn dm Ütf&m %tiL kn ÄLNM, M Die F a ch ab t eilung en der Sozialisierungs-I Kommission Haber, die Beratungen über die ihnen vorgelegten Gesetze betreffend die Betriebsräte, die! gemein wirtschaftlichen Org anisati o n en, die Enteignung, die V er g es ell-? schaftung von Unternehmungen durch die Ge-; meinden und die E l e K t r i z i t ä t s w i r t s ch a f t* beendet und die Ergebnisie der Verhandlungen dem Vorstände der Sozialisierungskommission vorgelegt.1 Die Entwürfe werden nach Genehmigung durch die! SLaatsregierung ehestens der Nationalvcrsaminlung! unterbreitet werden. Tusar bleibt.. Von offizieller tschechischer Sette wird die Nachricht vom Rüchtritt des Gesandten Tusar dementiert.' Ein solcher sei me.in Aussicht genommen gewesen. *| kurze Zeit nimmt, wie dir Stillnn-g des Hungers aller^ es genügt «aber nicht, daß private WohlEtigkeit fiir ein paar. Hunderte in TägesheimftättE sorgte sondern Körper und Geist aller bedürftigen. Kinder müssen genährt und gesättigt werden. Das ist nicht so - schwer, wie es auf den ersten Blick scheint. Wir» haben ja im Krfege auf dem Gebiete der Durchmusterung und Negisttierung der Massen Hervorragendes geleistet Warimr sollten nicht die verschiedenen Kinderambulatöriest in 14 Tagen genaue Angaben machen können^ tvie viele Kinder einer öffentlichen Pflege bedürftig sind?j Darnach müßte. ein ausreichendes Programm ansgearbeitet werden — zur Erziehung und .Aufzucht bfet bedürftigen Kinder auf Staatskosten. , j: | Auf jeden Fall darf die.Schaffung von Freilüftliegestätten in L en zahlreichen, gut besonnten städttschcn ' und privaten Gärten nicht verzögert wetden. Dazu gehört nicht fe Geld. Die Sache ist zu ernst, duldet, keine Aufschiebung. Denn unsere Kinder werden ötwtj Tuberkulose, Skrophulose und Rhachitis heimgesucht,-aq gegen gibt es nur ein Allheilmittel, das uns die Natuo^ reichlich gespendet hat, nur müssen wires auch n wissen: die allbel ebende.Sonnt, Jetzt, da so viele große, öffentliche Gebäude m Schlösser zur Verfügung des Staates stehen, ist bigj beste Gelegenheit, um der Spitalsnot din Ende zuj bereiten. Wenn nmn bedenkt, daß in Wien allein fast) dreiviertel Millionen an- Tuberkulose gefährdetes Menschen existieren und zur Bekämpfung dieser Wieners Krankheit nur-etwa 4000 Spitalsbetfen und im ganzens höchstens §000 Betten in den österreichischen Heilanstalten (Alland, Grasenhof, Hörgas)- zur Verfügungstehen, dann begreift man dieses himmelschreiende Verbrechen an der Menschheit. Ebenso sehen die Aerzte; täglich Hunderte Kinder, die dringend spitalsbediirfti^ MLLN. die

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