Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 89 (17.4.1919)
- Date
- 1919-04-17
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Kr. 88- : Wien, Donnerstag Wiener MsrgenZerrnng 17. April 191S BeneS' ritätsrech ts gegeben werden. '„Will ein Jude sich üssimMeren, so können und wollen wir es nicht verhindern. Aber ich halte Ihren Standpunkt für richtig, der mir auch persönlich sympathisch ist." Die Deputation verwies darauf, daß die österreichisch-ungarischen Regierungen die Juden zur Unterdrückung der schwachen Völker verwendet haben und daß gerade hierßrrtch düs Verhältnis der Juden zu diesen Völkern vergiftet wurde. Dagegen haben die Zionisten immer protestiert. Der Minister antwortete, daß der tschecho-slowakische Staat sich der Juden niemals in dieser Weise bedienen werde.. Im Geiste der Offenheit und der Ehrlichkeit, von dem die Worte des Ministers erfüllt waren, trug auch die Deputation dis Wünsche der Juden im Lschecho-slowakischen Staat vor. Der Minister erwiderte, daß er aus inenschlichen Gründen, aber auch schon im Interesse des politischen Ansehens der tschecho^Äwükischen Republik jede nationale Vergewaltigung, also auch den Antisemitismus,, verurteile und daß er alles Lun werde, damit alle Vorurteile beseitigt werden. Die Abordnung besprach sodäun mit dem Minister die wirtschaftliche Situation und' trug diesbezügliche Wünsche der Juden vor. Der Midister zeigte für diese Wünsche volles Verständnis und betonte die Notwendigkeit einer gemeinsamen Arbeit aller nationalen Gruppen brr tschecho-slowakischen Republik. > Die Friedenskonferenz. Der Friedensvertrsg. Detttfchöstcrreich a«f der Friedenskonferenz. Berlin» 16. Avril. (Wvlff-Bur.) Aus drn in den Zeitungen Mir Pen Stand der Frirdensverhandlungen veröffentlichten Ausfiiijftcn geht hervor, das; der Friedensvertrag in z w e i T e i l e getrennt ist. 1. Die Friedenspräliminarien mit Deutschland, die einen Artikel enthalten, indem sich Deutschland verpflichten wird, rm voraus allen Abkommen, die mit seinen früheren Verbündeten abgeschlossen werden, zuzustiinm eu. 2.. Eine Klausel, die Deutschland nicht direkt betr.fft und für deren U rr t e r z e i ch n u n g s p a t e r d i e ö st e r r e i ch i s ch e n, u ntz a r i s ch en> b ul g a r i s ch e n un b türk rschen Delegiertenberlieigernf e n w e r d e n. Bezüglich der Besetzung de§ linken Rheinufers, die früher allem durch die Franzosen vorgesehen war, scheint die Meinung zu bestehen, daß die Vereinigten Staaten und England die,Mitwirkung, wie „Petit Pärchen" meint, einbiszweiJahre nicht» er weigernwerden. Zu dieser Meldung bemerkt die „B. Z. am Mittag*: Die Klausel über die Verpflichtung Deutschlands, alle Abkommen mit seinen früheren Verbündeten von vornherein gutzuheißen, verrät vor allem die Absicht, den Anschluß D e u t s ch o st erreich s durch einen Diktatfrieden zu verhindern. Deutschlands nnd Deutschösterreichs Antwort daraus wird immer nur sein: Selbstbestimmung. Der Empfang L er Deutschen vorbereiLst. t Berlin» 16.April.(Korr.-Bur.) Der„Lo kalanzeiger* meldet, daß -die deutsche Delegation am 25. d. M. in Versailles empfangen werden soll.- Nach der Feststellung der Bedingungen, sollen diese zunächst B e l g i e n, P o l e n undTfchecho- Slowakien mitgeteilt werden, die an Deutschland grenzen. Den Vertrag sollen alle Staaten unterzeichnen, die die Beziehungen ZU den.Zentralmächten abgebrochen haben. Da die Deutschen die Esesamtbedingungen an n e h m e n m L s s e n, rechnet m.an mit einer-kurzen Dauer der Verhandlungey in Versailles. Wilson reift am 1. Mai ab. Amsterdam» m. April. (Korr.-Bur.') Dem „Telegraaf* zufolge meldet „Echo' de Paris", daß Präsident Wilson vor dem 1. Mai aus Frankreich abreisrn werden Er hoffe der Eröffnung der Konferenz m Versailles beiwohnen z« können. Syrien und Armenien. London» 16. April. (Tel.-Komp.) Die Blätte^ verzeichnen eine Mitteilung des Obersten House über die syrische Frage, wonach man sich dahin geeinigt haoe, daß Frankreich die Vormundschaft über.Syrien mit Damaskus, Aleppo und Alexandrette übernehmen soll. Angeblich ist Amerika bereit, die Vormundschaft über Armenien zu übernehmen. Die Marokkofrage. Paris» 16. April. (Funkspr. der Tel.-Komp.) Der Rat der Außenminister hat Dienstag mittags verschiedene Fragen behandelt, darunter auch das marokkanische Problem. Weiter wird der Rat der Außenminister als Redaktionskommission zur Feststellung der verschiedenen Bedingungen des v o rlaufigen F c.i ed ens abko mm ens tätig sein. Die Zenkallrommission für tenitoriale Fragen hat sich mit der T e s ch e n e r Frage beschäftigt. HeiirrLesörderlMg der polnischen Divisionen Über Trieft. London, 16. Avril. (Funklpr. des Korr.-Dur.) Die polnischen Divisionen des Generals Haller verlassen Paris und werde» vermutlich über Triest in ihre Heimat befördert werden. Eine Kommission noch der Levante. Paris» 15. April. (Funkspr. deS Korr.-Dur.) Wie verkantet, ist die Entsendung einer interalliierten Kommission nach derLevayte beschlossene Sache. Die Vereinigten Staaten werden durch King und Crane vertreten sem. Dre brsiffchen Delegierten werden demnächst bestimmt werden. Was ledoch die Vertretungen Frankreichs und Italiens betnfft, so ist über deren Zusammensetzung noch nichts bekanutgegeben worden. . idwasidi in allen Vrr>»>a«en. Reparaturen unter - Garantie. Farbbänder fü, alle Systeme. ersMaffigeS Material. Seop. Kurzer, Wien, N. Weftbahnstraßc 23. \ T-l-phon 31537. , M» -ZMmrÄ. . Die' SSziaMernngskomMifsion. Die Sozialisienlngskommission hat gestern den Entwurf über bte Betrre b s rate, der von Professor G r Ünfe l d ümgearbeitet wurde, neuerdings in Beratung gezogen. Die Umarbeitimgm betrafen eine, genauere Fassung der einzelnen BestimrnMgen, besonders der Bestiissinsrngm über den Abschluß v o n T a r i f v e r tröge n. Es wurde diesen Bestimmungen eine genauere Fassung gegeben, damit der Einfluß der Gewerkschaften durch die Betriebsräte nicht gestört, ober aufgehoben werde. Die Tarifverträge sollen, wenn ne von dxn Betriebsräten abgeschlossen sind, von der Gewerkschaft gewissermaßen, bestätigt werden. Die sonstigen Aenderungen sind rein stilistischer Natur. Sachlich ist der Woittlaut der Negierung ko ziemlich beibebalten worden. Heute wird die Kommission das El ektrizilätsgesetz zu beraten haben; dann soll der umgearbeitete Entwurf über die Enteignung fertiggestellt werden, so daß es als wahrscheinlich gilt, daß nach, vor Ostern das ganze Sosialisierungsgeseö von der Kommission dsirchberaten. sein wird. In der ersten Woche nach Ostern konnte es daun der Nationalversammlung vorgelegt werden. Bo« der WienSv tschechischen G'esan-tschast. Prag» 16. Avril. (Tel. der „Wr. Mvrgenztg.*) Wie hier verlautet, wird die En'Hebung des Wiener tschechischen Bevollmächtigten T u s a r bald nach . Ostern erfolgen. Mit der Leitung seiner Geschäfte soll entweder der Präsident der Nationalversammlung in P r (i £, Franz T omaschek, oder der Bizedirektor der Wiener Filiale der Zwnosteuska Banka, P e l d a, betraut werden. In der letzten . Zeit wurde auch der erste Sekretär der Wiener tschechischen Gesandickast. Dr. Flieder, der im tschechischen Reichsratsklnb vor dem Zusammenbruch die Funktionen eines Sekretärs bekleidete, als Nachfolger Tnsars genannt. Besetzung milftärlscher Hilfsdienstposterr mit Kriegsinvattden. Das Staatsamt für Heerwesen hat die Absicht, alle militärischen Hilssdienstposten grundsätzlich mit Kriegsinvaliden zu besetzen.' Die derzeit diese Posten versehenden männlichen Hilfskräfte können nur dann weiter in Verwendung bleiben, wenn sie nicht vollkommen erwerbsfähig sind. Von den weiblichen Hilfskräften werden insbesondere die Kriegswitwen und -waifen fernerhin ihre Anstellungen behalten.' Invalide, die sich zu Hilfsdiensten melden wollen, mögen sich an die bestehenden ArbettsvermiLtlungm für Invalide wenden. Bon Miseren Kriegsgefangenen. Es ist gelungen,, den Brief- und Telegrammverkehr mit den deutschösten'eichischen Kriegsgefangenen in Sibirien wiederherzustellen. Auch ist am 20. März eine Mission des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz dmthin abgegangen, um die Möglichkeit der Heimbeföroerung der Kriegsgefangenen zu prüfen. , Die Bemühungen um, die Hermsendung der Kriegsgefangenen aus Italien haben den Erfolg gehabt, daß uns feit Reujahr wöchentlich, ein Zug Mit Invaliden und kranken Kriegsgefangenen über die. Schweiz nach Feldkirch geleitet wird. Ueberdies sollen in der nächsten Zeit 20.000 Invalide und kranke Kriegsgefangene Deutschösterreicher über den Brenner in ihre Heimat entlassen werden. Girre Technische tzvchschnle irr Linz. , Linz, 16. April. In der heurigen Bvrmittagssitznng der provisorischen Landes Versammlung brachte zunächst Landeshauptmann H a u t e r ein Schreiben des Bürgermeisters von 8 r n z mit der Mltteilnng des jüngsten Gemcinderalsbeschlusses betreffend dre E r r i ch t » ng ein erTech nischen Hochschule in Lmz zur Verlesung, das die Bitte enthalt, einen im Landtag ein gebrachten analogen Antrag dringlich zu behandeln. 1,■ ' « Ern 'VürgerrkL in Salzburg. / Salzburg, 16. April. (Korr-Bm.) Zur Abwehr einer .eventuellen 'Vergewaltigung der Bevölkerung von Salzburg durch eine Minderheit hat sich nach Beratungen der chrisilichsozialen, deutschsreihMichen und sozialdemokratischen Partei ein Bürgerrat konftüulert, der seine Tätigkeit bereits ausgenommen hat. . . TelLMMtML. Berkirr m« de« Ge«er«lstreik. BerlL n, 16. April. Der ^Vorwärts" meldet; Aach den bisher eingelaufenen Resuttaten «Ser die geheimen A bftimmnngen in den BetrLebsversnmmlrmgen zeigt es sich dsrrtlich, daß eine über- W i e. g e n V g r o ß e M eh« heit aller Angeftellten der Großbsrliner Betriebe jeglicher Art sich zur Erkämpfung des MitbsftimnrungsrechteS für d e n S t r eit erklärt hat. Die L^ge in Bayern. k Berlin» 16. April. (Tel. der „Wr. Morgenztg.^ Nach den letzten hier emgetroffenen Nachrichten herrscht m München größte Unordnung. Generalstreik ist ausgrbrochen. Augenblicklich ruhen die'Kämpfe. Der Zentralrat verfolgt' viele bürgerliche Journalisten. Alle Redakteure der „Münchner Neuesten Nachrichten" wurden ent-- lassen. Ministerpräsident H o f f m a n n hat in Gesellschaft der iibrigen Minister B a m b e r g verlassen. Aus Nürnberg gehen bliynsche Truppen in beträchtlicher Zahl gegen M ü n ch e n ab. Es ist unbekannt, wann der Angriff erfolgen soll. M U n ch e n ist streng a b g e s ch l o s s e n. Die Telephonleitungen wurden zerstört. Truppen nach Braunfchweig. r Magdrburg, 16. Aprrl. (Tel.-Komp.) General Merker rückte mit Truppen nach D r a U n s ch w e« g ab. Er ließ durch Flugblätter feinen Anmarsch in Braunschwcig bekanntgeben und mitteilen, daß er jrdm brwaffnetm Widerstand rückfichtsloS mederschlagw werde. Plündernngen in Hnmbnrg.! L Berlin» 16. Avril. (Tel« der ,,Wr. Morgenztg.*) Eine Versanimlung von Hämburger Arbeitslosen entsandte eine Deputation zum Senat, welche eine starke Erhöhung der Unterstützung und die Schaffung von Notstandsaröeiten forderte. Die Antwort ' befriedigte die Arbeitslosen nicht und liMderte Personm stürmten - das Rathaus -und p l.ü n d e r t en.- Auch der Alste.rp av i klon wurde geplstnhert. Erst am Abend/ wurde die Ruhe wieder hergestellt. . . i . Die Strerkleituttg des NuhrgeSLsLes verh astete f Berlin, 16. April. (Korr.°Bur.) Die „D e u tsch d T a S csz e i t u n g" ' meldet aus E f s e n, - dass d i e , a. e». s a m t e S t reif l e i t « n g des Ruhcrevieres, ungefähr 400 Mann stark,, von Rcgicrungstruppen, v i r h astet würde. ■ \ i ' .i Der Mürrchnev Zentralrat chSgesetzt. Mürsche«, 16. April. (Korr.-Bur«) DaS Nackrichtmblatt des nengebildeten Vollzugsrate's der Betriebs-Md Soldatenräte enthält folgende Mitteilung des Bollzugsrates.' München den'l8.'Mr>l,-Räterepublik.^ ' Die Betriebs- und' Soldatenräte Münchens haben m einer« Versammlung . am 13. und 14. d. M. beschlossen, dm provisorischen r e s o l n t r o naren Zent r a l r' g t a l s' nicht me h r b e stehend a n z u s e,h e n. Die gänze gesetzgebende und vollziehende Gewalt der Räterepublik^ ist einem- Ibgliedrigm Aktionsausschuss übertragen. Gezeichnet: Der Vollzugsrat der Betriebs- und Soldatenrate. Der ELserrbahnverbehr «ach Frankfurt a. M. aus Kohlenmangel eMgesteltt. Frankfurt, 16. Aprll. ^Tel.-Komp.) Die Eistnbahndirektion teilt mit, daß von Freitag a n der ganze Eisenbahnverkehr von und nach Frankfurt a. M. wegen Kohlenmangel voraussichtlich e i ng e st eilt wird. Die Errteigmmg des Großgrundbesitzes i« Tschechien. 8 Pros, 16. Aprfl. (Tel. der „Wr. Morgmztg.^ Den . wichtigsten Punkt der Tagesordnung der hmtigen Sitzung der Nationalversammlung, der letzten vor dm Osterfeiettagen, bildete di« Beratung über den Gesetzentwurf betreffend die Enteignung des Großgrundbesitzes. Vor Eingang ’rn die Verhandlung . über diesen Gegenstand wurde der Bericht über die Abänderung des Gesetzes betreffend den Obersten Gerichtshof beraten nnd beschlossen, dm Sitz/ desselben naäh B r ü n n zu verlegm, ferner wurde der Gesetzentwurf über dix Einsetzung einer Landesverwaltungskommission für Schlesien erledigt und sodann — in der Nachmittagssitzung, der dre Efltrignung betreffende Gesetzentwurf in Beratung gezogen. . In dem Gesetzentwurf wird beantragt, daß die RegelungdeS Grundeigentums derart durchgeführt werde, daß der Staat dm Großgrundbesitz, der im Gebiete der tschrcho-slowaftschm Republik liegt, beschlagnahm t. Als Großgrundbesitz ist eiu Komplex von Liegenschaften zu verstehn», der, im ^Besitze einer e i n z e l n e n P r r s o n oder im Besitze von Mit-- eigentümem, mehr als 1 5 0 H e k t a r A ck e r l a n > oder 250 H e k l a r B o d e n . überhaupt umfaßt. Von der Beschlagnahme ausgenommen sind nur Objekte, die lnristisch oder wirtschMich selbständig sind und der Bewirtschaftung der beschlagnahmten Grundstücke nichts dimm, ferner die Grundbesitz« des Landes, der Bezirke und der Gemeinden. Durch die Beschlagnahme 'erlangt die . Republik daS Recht, den beschlagnahmten Besitz zu übernehmen und zu .verteile». DaS Gesetz wurde nach ' l ä n g'e r e r D e b a t t e angenommen. Berichterstatter war der sozialdemokratische Abgeordnete Modracek, der in' nner längeren Rede den Entwm-f begründete und ihn als den Beginn einer neuen Epoche bezeichnete. Er erkatte, das Gesetz fei drei radikaler als ähnliche Gesetze in England, Deutschland' oder sonstwo und mtspreche sicher dem Verlantzm der ganzm Natimr. Der Prager jüdische Nationalrat beim itarienischen Gesandten. h Prag, 16. April. (Tel. der „Wiener Morgenztg."') Das Jüdische Preßbureau meldet: Die Vertreter des Prager jüdischm Nationaliates. Dr. Ludwig Singer, Dc. Alfred Enge t und Alexander »k e ig wurden cnn iö. d. M. vom italienischen Gesandten in Prag Manio Lago empfangen. Die Abordnung sprach vor allem der italienischen Regierung den Drink der nationalen Iudenschast für die tatkräftige Unterstützung der zionistischen Bestrebungen aus. Der Gesandte betonte in, seiner Antwort wiederholt die uneingeschränkten Sympathien 8er rtalienischon Regierung für dm Zionismus, erinnerte cm die bekannten Erklärungm SonninoS in der italienischen Kammer und an die Forderimg der zionistischen Ziele auf der Pariser Friedenskonferenz. Es wies insbesondere auch darauf hin, daß in Italien der Antisemilismus so gut wie unbekannt sei.. Sodann besprach die Abordnung mit dem Gesandten das Schicksal der zahlreichen in Italien und Albanien befindlichen jüdischen.Kriegsgefangenen und überreichte ein Memorandum, in welchem deren baldigste Heimsendung erbeten wird. Mrt wiederholten Versicherungen der Sympathie für daS Jüdische und die zionistische Sache verabschiedete sich der Gesandte von der Abordnung. Tschecho-slowaLifche Legionäre als Poliziste« in Jialien. Bern, 15. April. (Tel. der „Wr. Morgenztg.^ Tschechoslowakische Legionäre wurden in bedeutender Zahl nach Südttalien geschickt, um gegen die sengenden und vlündenrden Aufrührer mit Gewalt vorzugchen. Auch in etliche oberitalienische Städte würden zur Ausrechterhaltung der Ordnung tschechische Legionäre kommandiert. Das KabrrreLt RoMMwnes znrüÄgstvete«. MrÄrrd, 16. April. (Funkspr. der Tel.-Komp.) Das Kabinett Roma non es hat demissioniert. Der Rückttitt hängt, wie die Blätter melden, mit den Nachrichten aus Katalonien zusammen. Zum Minister des Aeußern wurden H o n t o r y a, zum Finanzminister L a c i e r v a ernannt. , Der Jüdische Nalwnalrat der Türkei für Palästina. 5 Berlin. 16. April. (Tel. der „Wr. Morgenztg.^ Der Jüdische Nationalrat für die TürkeirichteteeinTelegramm anUssischkin,' in dem er seine Solidarität mtt den Erklärungen S o k o l o w s und W e i z m a n n s auf der Friedenskonferenz ausdrückt und gegen Silvaitt Levi protesttert, dessen Auftreten für die Emhett des jüdischen Volkes und seine Zukunft schädigend gc« wesen wäre. ' i