Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 85 (13.4.1919)
- Date
- 1919-04-13
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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'•-" * •' - r. ) . > -., .; 4 *. *. t; 1 > 1 „ .■ ■(■ ,y ■ *"> '? ' v« •* '* ' ' *■ ■ t\ * Seite 4_Wien, Sonntag Geld weggenommen hatte, brachte man sie aus den Marktplatz, wo man sie vergatterte. Es begann ein fürchterliches Jammern. Herr Nückwert sah von dex Fe me p, als ein Offizier sich ihm näherte, zunächst seine Dokumente pruste, und ihr« riet, in eine Seitengasse zu gehen. Im selben Moment sah er ein militärisches Automobil mit Scheinwerfern kommen und kaum daß er das Zimmer fHres Hotels in der Nähe des Marktplatzes erreichte, wurde, eine Salve vernehmbar. Wie die Juden, .oie am Marktplatz wohnen, erzählen, wurden die Verhafteten in zwei Gruppen geteilt, von denen eine niedergeschvssep, die zweite der polnischen Gendarmerie übergeben wurde. - Insgesamt wurden etwa 40 Mann erschossen. Die Leichen wurden auf den alten Friedhof gebracht, wohin auch die am Leben belassenen beordert wurden, welche dort den Auftrag erhielten, für^die Ermordeten die Gräber zu schaufeln. Beth Am wurde in eine Ruine verwandelt." Die Friedenskonferenz. Der Zwist zwischen Wilson und Cremeneeau. Zürich, 12. Aval. (Tel. der „Wr.^Morgenztg.") Renaudel bespricht in der „Humanils" die Möglichkeit der A b r e i s e des P r ä s i d e n t e n W i l s o n und die Gerüchte über Differenzen zwischen diesem und C l e m e n c e a u. Nach Nenaudels Meinung ist die Möglichkeit einer Ueb erein st ,mniun g zwischen Wilson und Clemenceau g e r i u g. Auch würde ein auf einem Kompromiß zwischen den Grundsätzen Wilsons und dem Imperialismus aufmbauender Friede wenig Dauer haben. Wer offene Augen hat, könne sagen, daß die Böller nicht allzulange warten werden, um sichselbst einen dauernden Frieden zu schaffen. Forderungen des internationalen Frauenrates. Paris» 12. April, (^unkspr. des Korr.-Bur.)^Die Bölkerdundkommisflon empfing vor ihrer Donnerstag-Sitzung eine Abordnung des internationalen Frauenrates, die folgende Wünsche Unterbreitete:,1. Frauen sollen ebenso wie Männer in die vom Völkerbund einzusetzenden Ausschüsse und Gruppen gewählt werden können. 2. Die dem Völkerbund angehörende Saaten sollen den M ä dchenhandelunterdrückeuund «ine die Prostitution regelnde Gesetzgebung schaffen. 3.. Der Grundsatz des Frauenwahlrechtes soll vom Völkerbund anerkannt werden. 4. Die dem Völkerbund angrhörenden Völker sollen du Methoden und die Ziele der Erziehung mit den Grundsätzen des Bundes in Einklang bringen. « Die Aufhebung der Blockade über Deutschösterreich. Eine Debatte im Oberste« WirßschaftSrate. Paris» 12. Apnl. (Funkfpr. des Korr.-Bur.) Der Obersts Wirts chaftsrai trat neuerlich unter dem Vorsitze Lord Robert C e c i l s zusammen.. Es wurde eine Entschließung angenommen, worin die Aufmerksamkeit der verbündeten->Pnd assocuerten Regierungen auf deu Ernst der gegenwärtigen ^wirtschaftlichen Lage in Europa gelenkt wird. Es wurde eine Debatte abgeführt bezüglich derAufhebung der Blockade über Deutschösterrelch und das A d r i a m e e r, der Wiederaufnahme der Handelsbeziehungen mit Estland. Livland und Litauen, der Aushebung der Einschränkungen im Handelsverkehre mrt Polen und der Wiederaufnahme des schweizerischen Rhemvrrkehres. Es wurde beschlossen. den See trän sportrat aufzuheben rmd ferne Befugnisse dem Obersten Wirtschastsrate zuzuweisen. . Die internationale Regelung der Arbeitsfragen. Paris, 12. April. (Havas.s Gestern nachmittags fand am Quai d'Orsai eure Vollsitzung der Konferenz statt, bte vom Ministerpräsidenten Clemenceau um 3 Uhr S Minuten eröffnet wurde. » Die Konferenz beginnt mit der Prüfung des Berichtes der Kommission für die internationale Arbeitsgesetzgebung. Der britische Arbeitsminister Barnes legt den Bericht der Kommission vor und erklärt: Die Komrmfsion ist zu zwei Resolutionen gelangt. Die eine enthält die 1914 noch keine Spur einer Aenderung des ererbten Systems bemerkt werden. Es ist mir nur ein Fall bekannt, wo ein „türkischer" Bater darauf Wert legte, daß sein Sohn in der österreichischen Schule am hebräischen Sprachunterricht teilnehme. Ein« anderer Salonikaer „Aürke" schickte sein Kind in den He-Riischen Kindergarten. Ein gewisses Interesse für das Hebräische konnte ich gelegentlich selber bei ihnen feststellen. Als die Kinder einer jüdischen Schule'am Log b’ounar, dem vltjüdischen Schülerfest, hebräische Lieder singend, von einem Ausflug heimkehrten, wurden sie von den „türkischen" Kaufleuten im Sabri-Pascha-Basar in Saloniki besonders stürmisch applaudiert. Ejn „türkischer" Kaufmann, mit dem ich auf einem Lokaldampfer Lei Konstantinopel oft zusammentraf, erzählte mir eines Tages, er habe Soldaten aus Palästina gesehen, die hebräisch sprachen. Er selber verstehe zwar kein Hebräisch und die Sache gehe ihn nichts an, aber es habe ihn doch gefreut, die alte Sprache zu hören. Der Mann, von blondem ostjüdischen Typus, sprach immer"von den Türken in dritter Person, nie zählte «r sich zu dieser Nation, obwohl Türkisch seine Muttersprache war und er einen türkischen Namen trug. „ Es ist kaum zu erwarten, daß*die Donmäh nach fwm Niedergang der Türkei, ihr pseudo-mohammedanisches Bekenntnis aufgebeni nnd Anschluß an das Judentum suchen werden. Gelegentliche Anregungen jüdischerseits haben in Saloniki keinen Anklang bei den Donmäh gefunden. So werden etwa 15.000 Menschen jüdischen Stammes und einer jüdischen Konfession in christlichen Staaten nute; U'z Maske des Islam eine ererbtenauriße Tradttiou der Selbstverleugnung fortsttzen. Eine ilurtrfität der Weltgeschichte! Wiener Morgenzeitung Die österreichische Valuta in Italien abgeschaM. Lugano.1L April. (Tel. b. „Wr. Morgenztg?) Das römische Amtsblatt veröffentlicht eine Verordnung des Oberkommandos, laut welcher die vsterreich if ch e Valuta im T r e u t i n o und in dem von Italien b efetztenKÜftenland vom 10. April an a bgefchafft wird. Die zirkulierenden Noten sollen auf dev BafiS von 40 Centesimi pro I. Krone umgetaufcht werden. Die Aus« Wechselung soll bis zum IS. April stattfinden. Für 8 jährige SchaHfcheine wird eine Vergütung von 50 Prozent des Nominales bewilligt. Lammasch's Mission in Paris. Haag, 12. April. (Tel. der „Wr. Morgenztg/) Nach einer Meldung des „Dailh Telegraph" ist man in Italien von der Mission des gewesenen österreichischen Ministerpräsidenten Lammasch ln Paris unangenehm berührt, da man in Paris für den Verzicht auf den Anschluß an Deutschland weitqebende Konzessionen bieten wolle, die' Italiens Ansprüche tangieren. Auch zeige Lammasch nur geringe Sympathie für Italien. ■SBgBAHBBBBHBnBaaBnBBnBBBHBnBBBaiBB Vorlage zu einer internationalen Organisation, dir, andere neuen Entschließungen, die dem Friedensvertrag einzuverleiben sind. Präsident Wilson erklärt, daß er tue Darlegungen des englischen Ministers vollkommen billige, und daß ec sich freuen würde, wenn die erste internationale Arberterkonferenz in diesem Herbst in Washington ab gehalten würde. Arbeitsminister C o l l i a r d fordert die Konferenz trotz der zutage getretenen Meinungsverschiedenheiten auf, dem Friedens- Vertrag die von Bänder velde unterbreitete Vorlage unverändert emzuverleibm. Bandervelde hebt die Tatsache hervor, daß die seindlichenOrganisationen an der Washingtoner Konferenz nicht ieiluehmen werden, was d?n geschaffenen Organismus unwirksam 'machen könnte. Man muffe an der Wiederversöhnungder Volker arbeiten. B a r z i l a i erklärt, die volle Zustimmung der italienischen Delegation zu dem Entwurf. Lord S i n h a und der M a h a r a b s eh a vonBirk a n i t legen dar, daß das Arbeitsproblem in Indien anders geartet sei. Ein Amendement stellt sie zufrieden. Arbertsminister Barnes stellt den Antrag, den Entwurf zu einem Abkommen, das einen permanenten Organismus für die internat'onale Regelung der-Arbeiterfragen schafft, der Abstimmung zu unterbreiten. Die Delegierten von Bolivia, Brasilien, Panama, Uruguay yud Kuba machen Vorbehalte konstitutioneller-Natur. ' Die ganze Vorlage mit Einschluß des erwähnten Zusatzantrages Batnes betreffend die Schaffung einer permanenten Organisation für dit international« Regelung der Arbeitsfragen wird hierauf angenommen - und die Sitzung aufgehoben. Das Schicksal des Saargebietes. Berlin, 12. April. Ein Funkspruch aus Lyon vom II. d. M. verbreitet einen Bericht, wonach der V.ererrat in der Saargebi e t f r a g e eine endgültige Entscheidung getroffen haben soll» und zwgr soll darnach das Saarbecken Frankreich auf 15 I a h r e z u e, r k a n n t werden. Nach Ablauf dieser Zeit soll eine Volksabstimmung stattsindeu. Es könne erwartet werden, daß das Saargebiet alsdannzellständig franzöNsch geworden sei. '-Jm-Saargebiet wohnen zwar 300.000 Deutsche, aber man rechnet damit, daß sie sich assimilieren werden- _ Inland. Anschluß oder Donaubund? Der „Temps" enthält Aeußerungen eines österreichischen Diplomaten und des Direktors einer der größten österreichischen Banken über den Anschluß. Der Diplomat verwies auf das Scheitern der Mission Bauers in Weimar, worauf seine Rücktrittsab sich den zurückgehen, die Ablehnung der Uebernahme der österreichischen Schulden durch den Reichsfinanzministrr Schiffer um» die ausweichende Antwort des Reiches auf Deutschösterreichs Forderungen gegen Sicherung vor einer Ansteckung durch den sächsischen und bayrischen Bolschewismus; dies sei dem Anschlußgedanken nicht förderlich. Der Bankdirektor führte die ganze Bewegung auf das sozialistische Klasseninteresse zurück, doch habe die sozialistische Regierung ungeschickt gehandelt, indem sie eine vollendete Tatsache noch vor der Dahl des definitiven Parlaments -schaffen wollte. . Die Ablehnung der Nationalstaaten gegen die Schulden der Monarchie, sei kindisch, die Entente müsse sich Respekt verschaffen; eine Vermögensabgabe und strenge Steuermaßnahmen wären heilsam, wenn sie nur durchgeführt werden. - „Giornale d'Jtalia" plädiert für den Donaubund, denn es wäre für Italien und Eyrspa peinlich, wenn Deutschland an die Donau gelangen und durch Verbindung m^t Ungarn ein neues Mitteleuropa schaffen könnte. Der Donaubund könnte eine Zoll-, Finanz-und Bahneinheit bilden, aber angesichts der großen Verschiedenheit der Völker keine einheitliche Außenpolitik treiben. Er lasse sich mit . der durch Dynastie, Heer und Bureaukratie und deren jahrhundertealten Traditionen zusammeugehaltenen früheren Mnarchie nicht vergleichen. „Coniere della S/ra" polemisiert gegen diese Meinung, die um so gesährücher lei, als einerseits Tirol von finden Italiens bewohnt werde und der Verlust Bozens upd Merans drohe. Andererseits aber sei eine gemeinsame Außenpolitik des Donaubundes mit dem Zwecke der Wiedereroberuna der Adria gegen Italien ,13. April 1919 Nr. 85 . und Durchführung des Balkanprogrammes Franz Ferdinands durchaus möglich; man brauche nur die diesbezügliche Aeußerungen Lammasch' zu lesen Gleichwohl werbe Italien die Aufforderung des tschechische« Ministers Be ne sch, die jetzige ungarische Verwirrung zur Oeffnung pes tschechisch-südslawischen Korridors und Schaffung einer vollendeten Tatsache sowie der definitiven Trennung Wiens von Weimar zu benützen, nicht befolgen. Die chauvinistische Republik. Aufnahme von Hochschülern nach dem Arbeitsraum. Die Regierung hat dem Anträge der UniversitätSbchorde stattgegeben und die Aufnahme von Hörem nichtdeutscher Nationalität an dm Hochschulen von dem verfügbaren Arbeitsraum abhängig gemacht. In der Praxis bedeutet das wohl die vollständige Absperrmng der Hochschule für Hörer nichtdruticher Abkunst. DaS ist ein Prinzip, das ein Verbrechen gegen' den Begriff der Lernfreiheit bedeutet. Wenn es keine Arbeitsräume an den Hochschulen gibt, weshalb zum Tmfcl, eröffnet man derm nicht die AdelSpalais oder die Hofburg, die damit doch endlich eme vemünstlge Bestimmung fänden! Die Bestimmungen, die^ wir .unten folgen lassen, entsprechen genau so der Auffassung von akademischem wlffmschaft- " llchen Leben, wie unsere Republik der Auffassung von verständig tfrleiteren Stantswesen entspricht. An der Spitze des Staates stehen Renner und Seitz, die jeden Tag in Interviews mit fremdm Zeitungslmten ihre modern-freiheitliche Gesinnung "auf den Markt tragen; im Staate aber herrscht der Geist von Wolf» Pacher und B l u m a u e r. Es ist noch nicht so lange her, daß man die Ausweisungsordonnanzen gegen Süd slawen und Ostjud e« auf Geheiß der Entente hat zurückziehm müssen.^ Es wird sich auch jetzt zeigen, daß die Baume der Deutschcadikalen nicht in de» Htmmcl wachsen. Die amtliche Mitteilmlg besagt: Der derzeitige Mangel an Arbeitsplätzen an der l'uuverfftät in Wim hat den akademischen Senat dieser- Universität genötigt mit Genehmigung der Unterrichtsverwaltung zunächst fÜrf oie Dauer des Sommersemesters 1919 und deS Wintersemesters 1919/30 «bei der Inskription der Studierenden in Vorlesungen und Ucbunaeu, sofern hierbei nach dem Swdiensache bte Benützung bestimmter Arbeitsplätze in Instituten. Laboratorien, Klmikm, Ztichensalen u. dergl. in Betracht kommt, nachstehende Reihung Fnzuführen: l.ißn den ersten fünf Tagen der Inskriptionsfrist werden nur» jene Studierenden deutschösterreichischer Staatsangehörigkeit zugelassen, welche in Niederosterrerch heimatsberechtigt sind oder ails crnem Lande Deutschosterreichs stammen, in welchem eine Universität nicht besteht. G 2. In den nächsten fünf Tagen kommen jene Studierend« deutfchosterreichlfcher Siaatsängehörigkett an die Reihe, welche aus Ländern Deutschösterreichs stammen, in dm« eme Umversität besteht. Die Studierenden können ihr Vorzugsrecht wahrend der Frist schristlich gegen nachträgliche innerhalb der ordnungsmäßigen Inskriptwnsfrist vorzuneymende persönliche Meldung geltend machen. - 8. Rach Ablauf dieser zehn Tage big zum End» der JnskripttonSfrist können nach M a ß g a b e b 11 »»t* bandenen weiteren Arbeitsplätze Studierende nicht beutschöster,r,e i ch i s ch e z Staatsangehörigkeit inskribiert werden. Bei der Reihung sind den Studierenden deutsch österreichisch er Staatsailgehörigkeit auch jene Deutschen gleichzuhalten, »relche' aus den deutschen Gebieten des früheren Oesterreich-Ungarn oder aus dem Deutschen Reiche und der Schweiz stamme«, ferner ausnahmsweise auch jene, die m Bulgari« heimalbrrechtigt sind. Unter den übriges Ausländern Hab« Deutsche vor Nichtdeutschen dm Vorzug. . Innerhalb der eützelnen Kateaonen der Studierenden habe», soweit Einschränkungen nach der Anzahl der verfügbaren Arbeitsplätze nötig sind, jene ein Vorzugsrecht, welche während des Krieges mindestens ein Jahr an Studienzeit durch mültärische Dienstleistung verloren haben chid nach diesen jene, welche bereits im vorangegangenen Semester an der betreffmden Hochschule msmbiert waren. Eine analoge Regelung der^InskriptionSverhältnisse für die übrigen deutschösterreichischrn Hochschulen steht bevor. Die kommenden Svahle«. Die Vertreter der ch r i st l i ch s o z i a l e n und sozialdemokratischen Parteien haben ebenso wie vor den Wahlen i zur Nationalversammlung die Vereinbarung gettoffen, den Wahltampf für die Landtagsmid GememderatSwahlcn sachlich zu führen, ehrverletzende Angriffe zu unterlassen und gegnerische Versammlungen nicht zu stören. ' Demokratifiernng der Linzer Gemeinde. Linz, 12. April. Der Gemeinderat hat in seiner gestrigen Sitzung einstimmig die Einführung deS allgemeinen, gleichen, direkten und geheimeg Wahlrechtes für Männer und Frauen, und zwar nach den» Verhältniswahlsystem, beschlossen. Das aktiv« Wahlrecht beginnt mit dem vollendeten 20., das passive, mit dem vollendeten 23. Lebensjahre. Wahlbrrechtiat sind alle jene, di« ihren Wohnsitz in Linz' oder in dem mü Linz vereinigten urführ und Pöstlingberg haben. Eine Neuregelung der Gemelndeordnung soll in den nächsten Tagen beschlossen werden. In ihr ist die Einführuug emes Stadtrates vorgesehen. Die Wahl deS Bürqcx- Meisters soll künftighin mit relativer und nicht mehr wie biSher mit absoluter Aiehrheit erfolgen. / . . Dr. TrvardowsKr — Lriter des polnischen Lrquidierungsamtes in Wien. Warschau, 10. April. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") In einer Versammlung der aalizischm Abgeordneten umer dem Vvrsttze des GeiieralkommiMrs für Galizien, R. v. G a l e e k i, wurde über die Llynidierung 8dS Verhältnisses Galiziens zum ehemaligen Oesterreich beraten. Zum Leiter des Liamdinungsamles in Wien wurde der ehemalige Minister für Gailzieu, Dr. T w a r d o w §'k i, ernannt. . in allen Prei»ia„en. Repar«t»ren ^8» unter Aar-mlle. garbbSnd/r fii» nße <5t)firmt, erstklassige» Matrrial. Leop. Kurzer, Wien, W., Weslbahnstraße 23. Telephon 31537. SÜS