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Wiener Morgenzeitung · 1919-04-13 · Heft 85 (13.4.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 85 (13.4.1919)
Date
1919-04-13
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Sk. 85 Wien. Sonntag Die Lage in Bayern. Mne Dolkswehr «egen die Räterepublik. — Kooperative mit Württemberg. — Teilnahme der Kommunisten mit beratender Stimme. — Das Aktionsprogramm der Spartakisten. f. Berlin, 12. April. (Telder „Wiener Morgenpeltrmg".) Die Regierung Hoffmann hat beschlossen, eine auf breitester Grundlage zu bildende Bolkswehr ju schaffen, die in erster Lmi/e*aus gewerkschaftlich »rganisirrten Arbeitern bestehen wird. Das Regierung?« organ „Der freie Staat" in Bamberg veriisfentstcht die Ministerliste; als Minister für Aeuk.eres und kkultus erscheint Hoffmann. Das Münchener Gemeinde- 'iolleMm hat die Regierung Hoffmann als gesetzmüßig merkannt und vom Magistrat Schritte gegen die diktatorischen Maßnahmen des Zentralrates gefordert Württemberg soll sich bereit erklärt haben, zusammen mit den norbbayrischen Truppen gegen die Räteoepublik Au marschieren. Der provisorische revolutionäre Zenttalrat in München veröffentlicht eine Hundrnachuyg an die bürgerliche Bevölkerung, rlle W a f fe n an die Kommandantur a b z u l i e f e r n. Wer der Aufforderung nicht nach kommt, soll vor ein kevolutionsgericht gestellt werden. Militär- und Nrbeiterpatvouillen haben das Recht, jeden auf der Straße nach Waffen zu untersuchen. Eine weitere Kundnachung gibt bekannt, daß sich das Proletariat. gerürigt habe und auch die Kommunisten als beratende Mitglieder beim revolutionären Zentral« eqt vertreten sein werden- Eine Teilnahme an der Negierung sehnen di« Komm Misten ab, weil diese nicht eein kommunistisch wäre, In den „Münchener ilrenastW Nachrichten" veröffentlicht dex Spartakistenbund sein Aktionsprogramm- W wird die Schaffung einer ans allen männlichen Proletariern bestehenden Arbeitermiliz gefordert, die Ersetzung Mr KehSrdsn durch Bertrauensmünmr der Arbmtr- «rch Solhatenräte, Beseitigung aller Parlamente pnh Gemeinderate, Schaffung einer einheitlichen deutschen sozialistischen Republik, Einführung sechsstündiger Arbeitszeit, Konfiskation alle? Vermögen yon bestimmter Höhe im und Annullierung aller Staats- und Sffentpichen Schulden. Fortschritte der Regierung Hoffmann. Berlin, 12, April. Die ^Tägliche Rundschau* erfährt aus Lambexg, daß die Regierung qn dre revolgtionärm Ausschüsse iu Schwetnsfurt, A s ch y f f e n b n r g und L o h r ein Telegramm gerichtet hat, worin es heißt: Die vereinigten llrbeNer-, Bürger-- Md Soldittenwehren fordern von den -evolutionarm Ausschüssen die sofortige Freilassung aller Geiseln, sie restlose und sofortige Auslieferung, aller Waffen und Munition, dir sofortige A n s l 8 s u n g der revolutionären Ausschüsse Md hie Meder- '.msetzung der Behörden wie auch die Auslieferung der Lebensmittel. Die vereinigten Arbeiter-, Bürger- und Soldatenwehren -'ordern Antwort innerhalb IS Stunden, andernfalls mit Waffengewalt vorgeganaen werden wird. Wie der „A b e n d" erfährt, habe« die revolutionären rlüsschjissr das Ultimatum angenommen. Alle Netziebe -rbeitm wieder. Die R e g i e p u n g Hoffmann wird allgemein anerkannt. Die WürzbnrgerSpartakusführer Unterzeichnete« eine Er- Mnmg, daß sie nichts mehr für die Räterepublik Mlernehmeu würden. Die regierungstreuen Opfer der Straßenkämpfe wurden heute auf dem Ehrenfrjedhof oeigesetzt Die rlnabhLngigen aus dem Kabinett Hoffmann ausgetreten. stMpchen» 12. April. Wie die „Münchner Neuesten Nachrichten" melden, ist der der unabhängigen sozialistischen Partei MgMmde Handelsminister Simon aus dem Ministerium in Bamberg ausgetreten. Aus der in der „Bayrischen Staatszeitung" veröffentlichten S?ge»w8ltrgen Zusammensetzung des M i n i st e r i u m s H o f fu{ (t« n geht herpor, daß auch der andere unabhängige Sozialist nnteri eitn er ebenso wie dex Fachminister Frauendy rfyr diesen! Kabinette nicht mehr angehören. Summ ist durch dm MehrhMozialisteu S e g i tz ersetzt. „Rieder mit der boLfchewikischen Rttteregievung!" «rn, is, Avril. Heute nachmittags haben Flieger ..jeubcm Inhalt über der Stadt ahgeworftn: Partei genoffen, Arbeiter, Soldaten! Nieder mit den Spartakisten! Nieder mit den Bolschewiken! Nieder jttit dm blutdürstigen Terroristen! Bayern steht auf. In ganz M'ttel- Md Nordbqyer,, stehen Arbeiter Md Soldatm vereinigt geschlossen .hinter der Neaiermlg. Nieder mit der Kölsche w irischen R ä t e r c g i e r u n g! Hoch das sozialdemokratische Ministerium Hosmgnn! Schutz des österreichischest Konsulats. München, 12, April. (Tel. der ,.Wc. Morgenztg.*) Der genießt das ö ft e r e i ch i s ch e G e n e r a l k o n s n l a t m Ml'inchm, gegen das Ft! Rückfall e l n H e r r M a n d e l, welcher schon ineinen Amtsvorgänger Kurt Eisner in schstmmste Verlegenheit gebracht hat. dmch fortgesetzte Intrigen, durch v n t s ch n h n l r ch e U e b e r s ä l l e unb andere Gewalttätigkeiten wütet." Die Ainsscheme der Staatsanleihe gesetzliches Zahlungsmittel. München» 12. April. Der Volksbeaustmgte . für Fmqmtuesm gibt bekannt : Um die ZahlMgsmittelknavpbelt emznschranken, wird verfügt, haß du Z i n S s ch e k n e der hg preschen Staatsanleihe bis einschließlich 1. Just 1919 m>t sofortiger Wirksamkeit im Bereiche der Rätercvnbuck Bayern als gese tzliches Zahlungsmittel erklärt werden. Die Banken usw. werden hiermit ausgefordert, mit aller Beschlcmugnug die Detachierung und Gutschrift der in den Depots und eigenen Beständen ruhcnöcu bäurischen Staatsauleihen zu bestätigen. Wiener MorgeuzeituuA 13. April ISIS Sette 5 r<! Telegramme. Rusrufstna der Räterepublik in Sachsen beporsteheud? Beplin, 12. Avril." Das „Berliner TagehlE .erfährt ails Weimar, daß die Mitglieder her unahhängchen SoMustmpaiiet in Sachsen vor einigen Tagen angedeutet hadeü, daß man t«ft ch l e n d.i e R ä ter ev »b vif auszwr\ittu gedenk. In Leipzig werbt dieser Schritt sch S N für morgen erwartet. J)i parlamentarischen Kreisen ist man jedoch ver Ansicht, daß eim solche Mahr »ich t uii m i 11 e lv S r bevoxsteht. Dle MMudischen rm sächsischen Kohlenrevier haben PoNtjscheFarderungen ansaestellt, damüer Rücktritt der Regierung, AuArusung der Rätex rpnblik und a l l g e m k i n e S s z i a l i s l e r u n g. Der Meiterrat wurde bereits g e st Ü r z t. Da man m RegiernnMessm damtt rechnet, daß die Bewegung auch auf das mitteldeutsche LnhustM gebiet übergreifen konnte, sind auf verschiedenen Vahnhysm militärische Gicherhsirsmasinahmen getrosten worden. Der Der Streik im Ruhxge-iet, N Efftn,. id. Avril, m der Ä MorgeuKtg?) ~~ Beraarbesrerstrelk f l a n t 6 b. In 15 Bexyreweren hat hl« Zahl dev Arbejtswilligen zugenommrn. Aus' drei Zechen ist dte ganze Belegschaft e i n g e f a h r e n. Berlin» 12. April. Der „Vorwärts" enthält eine Meldung, wonach die L a g < j m R u h r r e v i e c nckck n i ch t übersichtlich genug sei. um sich em Bild Über die Wirkung tzks Beschlusses der Verbände machen zu können. Man nehme ar?, daß M o n t a g di e Ar b ei t wiede r a nsgenommen wird. In der Kruppschen Fabrik arheUen bereits SO Prozent der Belegschaiten. In Essen Md Düsseldorf kam es wieder su Z »s a m m e n st g ß e n und S ch t e ß e r e i e n. » t Berlin, 12, April. (Tel. der „Wr. Die Streikbeweguna,W Ruhraehiet l.8 ßt nnch, Dre vereinigten Verbände her Bergarbeiter haben emen A n f r n f an die Arbeiterschaft erlassen, der unter Hmwels aus die im Per, Handlunaswege erreichten KsnzessionM die Aufnahme der Arb ert fordert. BelagerMgszustand iu Danziß, k Berlin» 12. April. lKorr.-Bnr,^ lieber D g N 3 i Ü ifj der Belagerungszustand verhängt umden, der Stret' ist beendigt. Generalstreik in Braunschmeiß, r Halberstadt» X% April. (Tel.-Kornv.) Dü radikalen Arbeiterräte fordern Sitz Nfld Stimme im Landtag. Dieser hat beschlossen, den A r b e i t e x r 8 t e n Sitz mit A u -- schluß des Stimmrechtes emzmäuwen. bniolgedeffen ist gestern im ganzen Herzogtum Bar un s ch w e i g der Gene ralftreik proklamiert worden. Die Streikenden stellen folgende Forderungen Ms: Alle Ma'cht den Arbeiterräten, Beseitigung der Mörderregierung Ebnt-Scheidemanu-Noske. Abschaffung des alten Militii pshstem-s und der Freiwilligenkorps, sofortiger A n s ch l u H an dte r u s s i s ch e R ä t e p e p u h l i k, B e W N f 1 N N n g, d e s P r olet ar-i a 1 s und Bildung einer r e v y lutronare n A r m e e, A u f l 8 s u n g b e r N a t i o n a l v e r s a m mlung und aller Landesyttsammlnngen, sofortige Kooperation mit den revolutionären Sozialisten aller Länder, die Unruhen m Düsseldorf. Tote und Verwundete. V . r Düsseldorf 12. Avril. (Tel,-Komp.) Infolge der schweren S t r a ß e n k 8 M p i e mit den SpnrtMten ist der B e l a g e r u n g s z u st q n d, der gestern ausgeboben worden war, neuerdings verhängt worden. Die Zahl der Opfer beträgt seit Mittwoch 97 T o t e und etwa 110 B e rw y n d e \ e, Brandes aus der Haft entlaffep. Berlin, 12. April. Dem „Berliner Tageblatt" zufolge hat das Kriegsgericht, das die Angelegenheit Bran es zu untersuchen hatte, verstgt, daß derselbe sofort m her Haft entlassen werde. Reichsyerband der deutschen Industrie. Berlin, 18. April. Wie dex „Börsenkuriev" meldet, fand heute vormittags die Gründung des R e i ch s v e 1 b a' n d e s der deutschen Industrie statt, der eme Vertretung und Förderung der deutschen Jnhustvie und die terbeifübrung eines einhelllrchrn Vorgehens der beteiltgten reise gemeinschaftlich mit den dlrbeitnehmrrn bezweckt, Attsschreitrrngen in Zaboreze. n währisch-Sstran» 12. Aprrl. (Tel, dev „Wiener Morgknztg.") In Zaboreze in OpersMien kam es.gestern m s chw er en Amsschrertun g en. Eme große VMmenge stürmte das Gememde- und das Pfarrhaus,, mMaudche den Pfartex und plünderte Lebensmittelgeschäfte und die Wohnung deS Lüraermeckers. Die Ursache der Kravalle bildete die Pslmscher Landtag. Aufhebung de« Ausnahmszuftander. Warschau, 12. April. (Poln. Tel.-Llgent.) In der Debüts über den Dringllchkrits.antrag Daszynsft betreffend btc Aufhebung des Äu s n a H m H z u st an d e s erklärte der Minister des Innern, W 0 j c i e ch v w s k i, die Regremng ser b er eit, den'Ausnahmszustand aufzuheben, perlange aber, daß der Landtang durch BeschlMng^ eines. s p e z i e l len G es e tz e s der ÄMMNg die Mglrchkert gehe, die Ruhe, unb ^Anttag mis Aushebung des Ausuabmszustandes wurde s p d a n n g n g e n 0 m m e n und der Mmister aufgefordert,' einen Metzemwmf hktteffend d i h A ns P S ch t e r h alt un gi d e x Ruh eund Ordnum. g noch vor der Aushebung -Ä Ausnahmszustandes hem Hanse vormlearn. Godayn teilte dev Landmqrschall mit, daß der Finanz? minister im Empernehmen mit dem Handels- und Gewerhemmrster vgn der Staatsanleihe 10 Millionen Pt,uud Ste l! u g für den An kans von N aum wolle und technischen Mittelnzur'Inhetriebsetznngder p 0 l n 1 s ch e n Textilindustrie bestimmt habe. . In einer geheimen Sitzilng beriet sodann der Landtag über den Antrag des Abgeordneten Adam betreffend die S t ä r k u n g der v st.g a 1 i z i s ch e n tz x sip.t unh Entsendung neuer bedeutender KrNe. Dieser Antrag wuche angenommen. Die nächste Sitzung.des Landtages findet am 29. Apru statt. Ende des Zölibats in Angara. , Osdenburg, 13. April. (Del., der .Mx. Mvrgenzeitnrg"? Wie ans Budapest gemeldet wird, fanden dort in den letztey Tagen zahlreiche. E h e s ch. l i e ß u xj e »de? katholischen Geistlichkeit statt, die sich beeilt, von der Heiratsmöglichkeit die ihr die Räteregiernng bittet, rasch Gebrauch zu machen. Insgesamt haben 20 Budapest« Geistliche Ehen geschloffm. . Die Tschechen haben fremde Valuta anft gestapelt. Veen, 11. April. Die „Bastler Nachrichten* berichten folgende Aeußerungen des tschechischen FinanzmunsterS Raschin über die N 0 t e n r e d uz i e r n n gr. Im ganzen betrug der Umlauf in der tschechischen Republik zirka ß M r l l i a r d e n Kronen. Er ist nunmehr auf 4'/, b i s 6 M i 11 i a c b e« reduziert worden. In Wien rechnete man so; die Tschechen haben keine Kriegsanleihe gezeichnet, folglich müsien sie um so viel mehr Noten haben. Allem dieser Schluß erwies sich als Irrtum, .denn in Tichecho-Slowakien hat man während des Krieges viele Millionen tn »fremden Valuten angelegt, da man dort besser als anderswo über die wirklichen Aussichten der Zentralmächte orientiert )var. Französische und Schweizer Franken, englische Pfund und italienische Lire, vor allem aber amerikanische Dollars sind i n Millionen a u f g e st a p e l t worden und es wurde mir von diplaruakischen Kurieren erzählt, die in den vier Kriegssahlen z u M illionäreu g e w 0 r d e n sind. Zweierlei Matz. Warfchari, 10. April. (Tel. der „We. Morgenztg.*) Der Beschluß des polnischen Landtages, die Suspendierung hetz Mandats Prpluckis dem Obersten Gerichtshof zu übertragen/ veranlaßte die Abgeordneten G r ü n b a u m und H a r t g \ a 8 P, Ruch-Mandats, Abgeordneten G r z e d \ e l ß 11. Dtk Kvmmllston Wifi jedoch diesen Antrag zurück, mtt der Morst; Vierung, daß es sich m diesem Falle nicht um gewählte, sondem> um -- nominierte Abgeordnete handle., ans die d« Artikel 96 der Wahlordnung keine. Anwendung sinhen könne. Der Antrag wurde der Konstitntivnskommission zugewresen, das httßt an unabsehbare Zeit verschoben. Die Polen raumen Tesche«. n Prag, 13. April, (Tel, der «Wr. Morgenztg.") „Narodnl $[tr meldet in ihrer AbrndansMe. daß nach einer ihr heute Mckommemn Meldung d;e Polen mt.tt derRäumnngTeschens hegynneu haben. Eine Mnfternng -er 17- bis 60jährigen in Lemberg. Lemberg, is. April. (Tel. der „Wr. Morgenztg/') ^Das Oberkommando des polnischen Heeres „Osten versagte %\t neuerliche Musterung der zu persönlicher Knegsdienstleistung verpflichteten, in den Jahren 1902 bis inklusive 1669 geborenen Personen. * / Kritische Lage in Serbien. Die Armee in Auslösung. — Vevbrüderungsszeuen mit den Angarrr. Budapest, 12. April. (Üng. T^l.-Korr-Bur.) Dbcr die Vorfälle in Szeged in erhält „Dörös Wag" von seinem dorthin entsendeten Spezialberichterstutter - folgendtzy Bericht: Gestern nachmittags um sWr die nach Reu-Szegedin führende Brücke, welche Wher vom serbisch en Kommando ab gesperrt geh alten wor-. den war, geöffnet, woraus sich sofort ein lebhaftem Verkehr sntwickelte, Die Serben verkündeten unter^ Tvommelschlng, daß sie die Brücke nicht mehr ahsperNn^ welch« Nachricht von der Bevölkerung mit. upbeschreihsicher Freude ausgenommen wurde. Die ungarischen Behörden wandten sich an die serbische Gendarmerie um amtliche Mitteilung der von den-Serben getroffenen Maßnahmen. Die serbische Gendarmerie bestätigte, daß' die Wsperrung der Brücke v>om serbischen Militärkommando augeordnet war, daß aber die s er h i scheu Soldaten nicht mehr gegen ihre nnga^i-. schen Brüder kämpfen wollen- Die'.sirbifchpn Soldaten warfen an zahlreichen Stellen der Stadt ihre Waffen weg, in . Neu-Szegehin errichteten sie sogar an einer Stelle einen Scheiterhaufen aus Ge^ wehren und zündeten, ihn an, lieber die wiedexgeöffnete Brücke kamen fie in großen Massen nach' Szegedin Md durchzogen unter. Ahsingung r evolutionärer Lieder mit den Ungarn züschymen dj^ Gassen und gaben Freudenschüsse ab. In Szegehin traf ein Bericht ein, ivonach die Nagy-Becskereker serbische, .Brigade, welche bisher hje Demarkationslinie pon Szöreg bis Uljcsanad gehalten hatte, sich in voller Auflösung befinde. Die Soldaten verließen die Schützengräben und niachten sich gruppenweise aufden Weg in ihre Heimat. Andererseits kommen, massenhaft ungarische Kriegsgesanstene aus Serbien nach Hause, welche erzählen, daß in Serbien die Ordnung vollkommen zusammengebrochen sei. Unter den serbischen Besahungstvuppen habe sichf die Nachricht tzerbreitet, daß in Serbien hie Revo^ l u r i o n ausgehrochen sei, daß man d ie D y n a ft io verjagt und Pi« Proletarierdiktatur proklamiert habe. Die Franzosen beeilten sich,, die yön den Serben aufgegebene Front wieder herzustellen. Uttt 4 Uhr nachmittags sperrten französische Truppen wieder die Theiß brücke ab. Die .Frau Kasan halteu noch immer di« Stgdt Szegedin besetzt. Der französische Oberst stellte Erleichtorirugen in Aussicht. Amerika schickt Kor« nach Vnrspa. Nem-Bovk» 19. April. (Fimksprnch.f Die Epportcuv' New-Nocks haben sich entschlossen, im Wege der Kornprodutten- Genossenschaft allmonatlich 1,600.000 Tonnen Mahlprodukte ans den europ ätschen Markt abzuftoßen. Vor einem Jahre betrug die Mopatsausslchr dieser Produkte von allen atlaittischeu Häfen J^QO.OOO Tonnen. B a nt c S, der Präsident dieser Genossenschaft, fordert die Produzenten auf, ihr? gesamten A o r r ä t e z u m Export z n r V e ifügung; it stelle ii, um der 8 e!) e u s m l t t e l iio| inEnropazu struun. •;

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