Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 83 (11.4.1919)
- Date
- 1919-04-11
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4' Men, Fkeitab SBt&iter Morgeuzettrmg Die Vorgänge in Böhmen. Der Kampf um die Enteignung des Großgrundbefitzes. — Die Grenzen des neuen Staates. — Spaltung in der Sozialdemokratie. Prag. 9. April. (Tel. der „Wiener M'orgenztg.") In der -Frage der Enteignung des Großgrnnd- Besitzes ist neuerlich eine Krise ein getreten, so daß gestern irültcr den Kulissen der Nationalversammlung wieder eine Rettungsaktivn cingcleitet tverden mußte. -Die.Ders>Lndlimgcrr in der Enteignungsfrage sind nämlich wieder dort angelangt, >vo sie sich ursprünglich befanden: Lei dem l^egeniah zwischen dem Grundsatz der beding» mg s-> l o s e n Enteignung und dem Standpunkt, die Negie-- rnng '!! erinuchligcn, die Errt ignung nach Bedarf vorzunebiue't. Die Agrarier verlangen nämlich, daß an Stelle eine2 Gesetze-:-, mit welchem die Enteignung des Großgründi-esitzes direkt vroktannert werden würde, nur ein Er macht1 g u u o -? o c j c i; beschlossen werden solle, durch welches -die Negierung die Vollmacht erhalten soll, die Enteignung nach iisrcnr- Gutdünken dn,rchzu führe». Dem widersetzen sich die Do'.ratlüeu. Gestern abends tagten die Klubobmänner, um eine Ernignng herbeizuführen, doch ist dies nicht gelungen, He:>.te io.-rdcn die Verhandlungen fortgesetzt. Morgen sollte die letzte Sitzung der Nationalversammiung ror den Osterferien stattfmden. Wie „Narodni Politika" erfährt, ist das aber noch nicht entschieden. Es hängt dies davon ab. wann Präsident Masaryk in der Nationalvcriam'.itlüng seine Botschaft über die Si ch er st ellung der Grenzen des tschecho-slowakischen Staures werde vortragen können. Jedenfalls soll dies noch vor Ostern geschehen.' . , Die sozialdemokratischen Mitglieder der tschecho-slotvakische'n . Nationalversammlung Modracek und Hrtde.c. haben gestern in einer Zuschrift an den Vollzugsausschuß der lozialdrtnokratischen Partei in Prag ihren Austritt aus der Partei' angezeigt. In dem Schreiben wird ausgeführt, daß g e w i s s e E l e rn e n t c, die sich an den einflußreichen Stellen der Partei befinden, eine Hetztätigkeit entfalten, welche geradezu gegen die Lebens Interessender Nevu b l U uub der Arbe iterschaft abzielen. Es seien dies einerseits Elemente, welche noch unlängst die Gunst der österreichischen Regierungskreise erfuhren und die die Besreiungsaitionen der Nationalstaaten als Hochverrat be- ,zeichneten, andererseits aber Elemente, welche im Auslande den heldenmütig rämpfellben tschecho-slowakischen Armeen in den Rücken gefallen sind. Diese Elemente beherrschen die wichtigsten Institutionen der Partei und mißbrauchen auch eine große Agitation in der Partei, um dorthin die! b o ls ch e iv i kischcn M ethoden zu verpflanzen.' Alle Versuche, die Partei von diesen Elementen zu reinige», seien vergebens gewesen. Dr. Raschirr über neue Steuern. Prag, 10, April. (Korr.-Bur.) In der hentigLn Nationalversammlung hielt Finanzminister' Doktor R a s ch i tt zur Begründung der Anleihe von 179 Millionen Dollars eins längere Rede, in der er unter anderem bemerkte, daß die Regierung nach O st ern mit dem Staatsvoranschlag dem Hause einen ganzen Strauß'von neuen Steuern überreichen werde. Die Einkünfte ans diesen Steuern tverden kaum ein Drittel des Defizits decken. Der Minister wiirde anr liebsten nach englischem Muster das erste Drittel der Abgänge aus den laufenden^ Einkünften, das zweite Drittel aus kurzfristigen und, dasletzte Drittel aus langfristigen Anleihen decken. Zur Frage der Vermögensabgabe machte der Minister die interessante Bemerkung, daß nach seiner Auffassung das durch die Vermögensabgabe gewonnene Kapital als solches nicht zur Deckung von laufenden Ausgaben verwendet tverden dürfe. Im Grunde genommen fei es gleichgültig, ob Privatpersonen oder der Staat Besitzer der in Frage kommenden Vermögen seien, ' 'die man als Substanz betrachten müsse und als solche nicht verringern dürfe. Die tschechischen Legionäre gegen die Regierung. Prag, 10. April. (Tel.-Komp.) Gestern fand hier im sozialdrmokraüschen Volkshcnrse eine von den tschechischen Legionären ohne Wissen der Offiziere einberufene Versammlung statt, an der die rnsfischen, französischen und italtemschen Legionäre in großer Zahl teilnahmen. Das Programm dieser Versammlung wurde bis zur letzten Stmrde streng gehenngehalten. Es sprachen mehrere Legionäre, und , der Tenor ihrer Reden klang m folgenden Sätzen aus: „W irsindnichtzufr reden. Wir haben u tt 5 unsere Republik anders » o r g.e st e l l t. In unseren Familien herrscht große Not. Dir die uns am meisten beloben, vergessen, daß wir davon nicht leben können. Wer ist schuld an dieser Unzufriedenheit? Die Bourgeoisie, die Kapitalisten und die Reg.ie.run g, die mcht genug Kraft bat, die nötige« sozialistischen Reformen durchzuiühren." Nach der Versammlung zogen i die Legionäre über den Graben und den Wenzelsplatz, wo .sie sich 'chließlkch zerstreuten. Dabei wurden häufig Rufe laut: „Nieder mit der Bourgeoisie' Hoch die sozialistische Republik!" Schutzmaßnahmen für die Wiener Tschechen Prag, 9. April. (Tcl.-Kompü In der heutigen Sitzung des B e r s a s s u n g s a u s s ch u s s e s d e r N a t i o n a lver s am m lüng beantragte B o u c e k, der Ausschuß möge die Regierung aufsordern, Schutzmaßnahme» z u- 4 u it ft c tt d e r W i e u e r T s ch c ch e u fürdenFall des. erwartenteu Umsturzes dortselbst treffest. Der Ausschuß erklärte sich m dieser Sache für unzuständig. Der 1. Mai Nationalfeiertag in Tschechien. Prag, 9. April. (Tel.-Komp.) Der Ministerrat hat in ü einer heutigen Sttziwg dm 1. M a i z ii ui R a t i o.n <r l-! e i e r t a g rrllÄt. Die Streiks in Deutschland. ' f Berlin» 10. Ilpril (Tel. d. »Wr. Morgenztg.*) Die Streiklage im Ruhryebiet hat einen ernsten Charakter angenonunett. Arbettsminister B a u e r ist im Streikgebiet eingetroffen, um mit den Ausständigen zu verhandeln. Es heißt, daß die Regierung den Sechsstrmdentag bewilligen will. Qfn D u i sb ur g und M üh lh ei m kam es zwischen Streikenden und RegierungStruppen zn b l u t i g e n Zusammenstößen. -7 Der Etsenbahnerstrcik" in Danzig dauert fort. DaS Generalkommando ließ Hauptbahnhof und Bahnkörper militärisch besetzen. — Auch in Sachsen hat die Streiklage eine Verschärfung erfahren. Die sächsische Regierung weigert sich, die weitgehenden politischen Forderungen der Streikende» zu erfüllen. — Der Berliner Banlbeamtenstteik hält an. Bloß die Deutsche Bank konnte gestern noch ihren Betrieb aufrecht erhalten. — In Düsseldorf erneuerten sich die Zusammenstöße zwischen Ausständigen und Regienmgstruppen, in denen es zehn Tote neben einer Anzahl von Verwundeten gab. — Wie die „Vossische Zeitung" meldet, ist durch den Plötzlich auslebrochenen Eisenbahnerstreik in Wurzburg die Bahnverbindung fianksttrt—Wnrzburg—Nürnberg—München gestört. Die neue polnische Finanzpolitik. Eigene Banknoten im Juni. — Zwangsanleihc ohne Vinlösnngstermrn. Warschau, 10. Avril. (Polnische Tel.-Ag.) Gestern empfing -er neuer nannte Finanzminister Stanislaus Karpinski die Vertreter der Warschauer Zeitungen und äußerte sich ihnen gegenüber, daß die Abstempelung der Banknoten in Polen aus technischen Gründen sich nicht durchführen läßt. Bei Errichtung von 1000 Stempelirrigsämtern würde dieses Verfahren sieben Monate dauern. Inzwischen werden wir, sagte der Minister, in der ersten Hälfte des Monates Juni in der Lage sein, fremdes- Geld durch bas eigens, in Paris und London gedruckte zu ersetzen. Der Minister ist für die Zwangsanleihe und beantragt, daß bei der Einführung der neuen Valuta nur 80 Prozent in Banknoten ansgezahlt werben, der Rest dagegen, das find 70 Prozent, in Anleihescheinen. Die Anleihe soll keinen Einlösungstermin haben und ihre Einlösung soll den kommenden Generationen überlassen werden. Amerika anerkennt Ungarn? Haag» 8. April. Ans N e w-V o r k wird berichtet. Amerika habe angeblich gegen die ungarische Sowi e 1regreruna. nichts einzu wenden in der Voraussetzung. daß sich die Vertreter der Sowietregienmg aus jenen .Kreisen znsammensetzen, die die w a h r e D e m o k r a t i e verbürg e n. Die AnerkennMg der Sowietregierung ist nur dann ausgeschlossen, wenn dieselbe an G e w a l t a k t e denkt oder in solcher Weise vorgeht. Die amerikanischen Berichte aus Budapest besagen, daß der dortige Bolschewismus demokratischer sei als der russische. Der Attsgana der Wahlen m Ungarn wird mit Spannung erwartet, da sich dann das wahre Gesicht der Sowietregierung zeigen muß. Das Treiben Unserer Aristokraten in der Schweiz. - Bern, 10. April. Unter, dem Titel „Imperialistische Mineure in der Schweiz" schreibt die „Berner Tagwacht": In der Schweiz gehen interessante Dinge vor sich. Dieser Tage ist in'Bemr ein Rudel österreichischer Aristokraten mit Familie und Gefolge angekommen. Der österreichische Adel drückt sich nach und nach aus seinem Vaterlande, um bei uns ein Prasser leben zu führen, während bei ihm daheim das Volk vor Hunger krepiert. Prinz Windischgrätz sollte zwar erst noch in seiner Heimat auf Geheiß der dortigen Gerichte über die von ihm mitgenommenen Millionen' Auskunft geben, er zieht es aber vor, sich hier dem Jeu und sonstigen Vergnügen hinzugeben. Protzig bemerkbar machen sich hier unter anderen auch Fürst Schönburg und die Prinzen von Parma, die Brüder der gewesenen österreichischen Kaiserin Zita. . , lieber das Treiben der h'ochnobten Gesellschaft hört man saubere Sachen erzählen. Bekanntlich haben englische Offiziere Kaiser Karl von Oesterteich in die Schweiz gebracht. Karl hat. bis zur Stünde nicht abgedankt.. Er will um Teufelsgewalt österreichischer Kaiser bleiben. Die schweizerische Republik war schwach genug, den Monarchen aufzunehmen, der auf den Umsturz der gegenwärtigen österreichischen Republik ausgeht, um. sich selbst ans Ruder zu setzen. Die Lage in Budapest. in den Schulen. — Unentgeltliche Speisung des Volkes , emt 1. Mai. — Ausländer dürfen 5000 Kronen mitnehmen. — Der erste «eibliche Aino er fttäts Professor. ä Budapest» 10. April. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") In den Budapester Schulen wurde der Unterricht wieder o. it fgenommen. Die revolutionäre Negierung bereitet eine ' grrmdlegene Unterrichtsresorm vor. Der Gefchichts-, Literatur- . uttb Wickschaftsunterricht soll gründlich geändert werden. Statt ' der kapitalistischen Volkswirtschaftslehre soll die marxistischevorgetragen werden. , An Stelle des Neligionsunterrichtes tritt s o z i a l e Sittenlehra — Der 1. Mai soll in Budapest in imposanter Weise' gefeiert werden. Es werden bereits umfassende Vorbereitungen getroffen. Alle ' öffentlichen Gebäude sollen künstleris ch in roter Farbe ge- . schmückt werden. In dm Straßen werden Feldküchen errichtet, wo i ed erm aun »nentgelftlich ausgespeift werden soll. Ein riesiger Massenauszng, sportliche und Theaterbelusiigungen sind vorgeschm. Die Äopsguote soll für dm'1.Mai auf das Doppelte erhöht werden. — Ausländer dürfen bsi ihrer Ausreise h ö ch st e n s 6000 K r o n e n B a r g e l d und ztuu Unmittelbaren Gebrauch dimende Schmucksachen kleineren Wertes mitnehmen. Ihre Wertpapiere und ihr Geld muffen sie bei den Geldmstitutm hmterlrgm, die unter der Kontrolle der Räteregienmg stehen.^ Gestern hielt in der Budapester Umversität der erste weibliche Professor, die Cheniikenn Irene G ö h, ihre Antrittsvorlesung. ___ jtt April 1319 Sir. g£ , I''iiuro I Am' 1»|»||«.| i ■ .. •' ■'"'■.«II iw»i .. i.i.imiMi Tagesbericht. Massenversammlung der städtischen Angestellte« Im Lehrerhausverein!m 8. Bezirk fand gcstem ekae^ Massenversammlung der städtischen Angestellten, die vom Kriege!' •' heimgekehrt fhtb, mit der Tagesordnung: Die nachdrücklichstviü Wahrung der Iilteressen der Heimkehrer statt.! Referertt Gottwald vom städtischen Gaswerk schtkderte die Notlage der Familieir der städtischen Angestellte»! währendodcs Krieges, insbesondere jener, die i« den Kriegs ziehen mußten. / - Referent Beamter Stesfau vom ElekkrizitätstverN - schildert, wie wenig Verständnis die Direktoren der cinzelneE Unternehmungen der Gemeinde Wien gegenüber den berechtigten Forderungen der heiingekehrteit städtischen Bedienstetem zeigten. , « Nachdem noch einige Redner gesprochen, haben, wurde! folgende Resolution einstimmig .angenommen: zwölfter. - Stunde stellen die Versammelten, der städtischen Heimkehrers . in erster Linie an ihre . Dienstgeberin, dr« - Gemeinde Wien-!. . die ebenso dringende Forderung der sofortige» finattziellen' . Schadlos Haltung der - eingerückt gewesenen Angestellten «nd verlangen 1: sofortige Nachzahlung der bisher nicht ausbe- -. zahlten' Differenzgebühren. 2. Doppelte Anrechnung dev vollen .Kiregsdienstzeit in die Vorrückung und Pension. 3. En> fache Anrechnung der gesetzlichen Friedensdrcnstzeit (Prasenz-> ' dienst) in Vorrückung und Pension. 4. Gleichstellung der als,' nichtaktive Offiziere eingerückt gewesenen städtischen Beamte»- . und. Angestellten mit den Maturanten. 5. Den- Hinterbliebenen der Verstorbenen ist ein entsprechender Betrag biK - zum Sterbetag anszubezahlen. . - . >. ... Verborgene Ledervorriite. 48.000 Felle beschlagnahmt. In den Magazinen der WienerFleisch..h'.a Vereinigung wurde vom Kriegswucheramt eine Re- Vision vorgenommeu, bei welcher festgcstellt wurde, daß' die Verantwortlichen Ftmktionäre bizfer Gesellschaft, Karl Heller und Fleischhauermeister Karl Kolm an n, den größten. Teil der von den Schlachtti^ren gewonnenen . Häute nicht der Leberstelle zur Anmeldung brachten, . sorürern unmittelbar a n v e r s ch i e d.-r n e H ä n d le r verkauften. Im Zentralmagazin, 11. Bezirk, Gans- 7, bacherstraße 2, wurden rund 2 4.00 0 Häute beschlagnahmt. In der Lederfabrik der Vereinigung im 21. Bezirk, Jndustriegasse -166, wurden mehr als 4000 in Gerbung befindliche Felle sichergestellt. Größere Mettgen solcher unangemeldeter Häute wurden noch iit der Lederfabrik K. Löwy & Schnitzer in Atzgersdorf, in der.Lederfabrik Felix Löw-Beer, 1. Bezirk, Hegelgasse 3, weiters Lei der RohprvduktLnfirma LevpvM Dachauer, 2. Bezirk, .Valeriestraße 102, bei der Firma Moritz Deutsch, 2. Bezirk, Int Werd 3,, Leim Gerber-,' JoM.^ -ß-' Bezirk, Kaiser Jvsefüv straße' 24, belur MyproostkLetWndler "'Johann Ka n L o.r7 ' 14. . Bezirk, Sechshauserstraße/ 64 und bei der Weiß-' / gerberfirmä Geörüder S t r a ß e r, 13. Bezirk, La Rochegasse! 17, vorgefunden und Beschlagnahmt. Gegen die' - veratttwortltchen Funktionäre' der Fleisch Hauervereinigung und die Inhaber b?r' angeführtru Firmen wurde, die Anzeige wegen unterlassener Anmeldung der Ledervorräte ein geleitet. Die beschlagnahmten Ledervvrräte — insgesamt rund 48.000 Felle — wurden der deutschösterreichifcheit Lederstelle zur Verfügung gestellt. - ' , Errichtung einer „DeutschSsterreichischen Preßhefe- und Spiritusstelle". Jtt tmi öottt StaatSfekrnär für Bolksernährmtg erlassenen , Vollzugsanweistmg wurde die Errichtung einer..Deutschösterreichsschen Preßhefe- und Spiritnsstelle" mit dem Sitz in Wien augeordnet. In der „DcutschLsterreichischm. Preßhefemtd Spütttis-. stelle"'sind diebisher von'der Spirttuszentrale tmd dem Kriegswirtschafisverbmld der Preßhefeittdustrie getrennt durchgestihrlefi - Aufgaben vereinigt. ___ * Kundgebung der Mittelschullehrerschaft. Heute um 10 Uhr vorutittags findet'im Festsaale des Mademffchvtl.' Gymnasiums eine große Versammlung der MittelschullchrerschM 'statt, .bei der der Obmann des.Pflichtverbimdes der deutsch- ‘ öfterretchischen MittelschiiMrcr, Professor Hubert P a r t i s ch, die Antwort, der Regierung auf die überm titelten Forderungen utittrilen wird. Mit Rücksicht auf die Versammlung wird h e.u t t Freit a g der Unterricht an allen Staatsmittelschulett demonstrativ mit!) U h r g e s ch l o s s cir. wer d, e r>. Zmn Zeichen der^.Solidaritätwerden auch bic; P r o v'i n z a n st a l t e n heute den Unterricht um 9 Uht7. vormittags schließen und Zustimmungskiuidgebutigeu an bic Tagtmg m Wien senden. Auch die Lehrkörper der Privatutiltelschulen, der Staatsgewerbeschulen und der Handrlsakodentiüv . wurden oebete»,. heute ebenfalls den Unterricht früher zu. schließen.• . ■ Zu der Tagung sind bereits Vertreter der Mittelschullehrerschafd . ans Linz, Graz . und Klagen f i: r t in Wien cm- . getroffen. . '>• * Verbesserung des SLraßerrbahirverkehrs. Die fortgesetzt günstigen Kohlenzufuhren haben zu einer w eit er nt V er b es s crit tt fl des StrafienbahnverkchrS geführt. Gestern'--' wurde in einer Sladlratsitztmg beschloffett, ab So n ü t a-g d e u 13. d. M. die ersten Irühtvagcn der Straßettbohn schott um^ftOsUhr verkehren und dett Betriebs schl tt ß fit r ' VülO U h r abends e.i n r r e t e u zu lassen, so -das? ' der leiste Wagen den Ring um '/s10 Uhr abends verläßt. . N)iedero»tfnahme des PoftverkehrszwischenItaliest- und Deutschöftcrreich. Ans Lugano wird gemeldet: Dir italienische Postdirektiou in T n r i n kimdigt die W i e d e ij ■ a n f nah m e des PostverkehrS mit Deutschland. D e u.t s rh v ft c r r e i ch> Ungarn, Pole», Böhmett tmd Mähren' an. Vereinsnachrichtep. i All g e me in er jüdischer Arib e'i t e-rvsr ein'. „P o a l e Z i o n", Men, U., Stefanieftraße?. Sonntag de» , ' 13. April nm 8 Uhr nachttüttags eine dringende Parteiversammlnna.