Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 82 (10.4.1919)
- Date
- 1919-04-10
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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X Sette 6 % Wien, Donnerstag Wrever Morgenzertung io. Apül mm Nr. m , öftcrrcidj 31t unterstützen. Nach den bisherigen Erfahnmgen ist mit Bestimmtheit zu envarten,. daß der, Schritt Mrr Butlers von vollem Erfolge begleitet sein wird.. . ' Wie aus den Kreisen der Wiener Ententemissionm mitgeteilt wird, soll die Wiener Bevölkerung schon um Ostern eine erhöhte Brot- und Mehlration erhalten. Die von den Jugoslawen . ansgehallenen Lebensmittelzüge, die zum Teil.sür'Deutschösterreich, zum Teil für dieTschecho-Slowasei bestimmt warm,.mußten freigegeben werden. Doppelte Mehlration in Sicht. DieGetreideeiniknste - der letzten Tage lassen es sehr wahrscheinlich erscheinen, daß bereits in der Woche vom 20. bis 27. April die doppelte Mehlration, also ein halbes Kilogramm, verabreicht werden wird. Lebensmittel aus dem jugoslawischen Staate. Seit längerer Zeit bemüht sich das Staatsamt für Volksernähimng, Lebensmittel aus dem jugoslawischen Staate zu erhalten. Zur llnterstützung dieser Bemühungen hat sich da§ Mitglied der englischen Mission Major Bethel in Begleitung eines Direktors der Lebensmitteleinkausstclle des Staatsamtcs für Volksernährung und des Warenverkehrsburcaus nach Belgrad begeben. Es ist nun gelungen, den e r st e n g r ö ß e r e n Transport aus Jugoslawien nach Deutsch Österreich zu bringe n, indem ein Zug bestehend aus 26 fnnfzehntonnigen Wagg^s mit gerebeltem Mais und 3 Waggons Eier heule abends oder morgen früh unter englischer.Bewachung in Wien cinlängen wird. Dieses Ergebnis ist in erster Linie der nachdrücklichen und bereitwilligen Unterstützung des Majors Bethel zu danken. r Abgabe kondensierter Vollmilch. In weiterer Verfolgung der Aktion zur Berbefferung der Milchversorgung wird aus den von der englischen Regierung zur Verfügung gestellte» Kondensmilchvorräte» ungezuckerte kondensierte Vollmilch abgegeben. Die A n s g ck b e, welche a m 14. A p r r 1 b eginnt, gilt für die Zeit vom 13. bis 26. April und hat iedes Kind vom vollendeten ersten bis. zum vollendeten zweiten Lebensjahr Allspruch auf je fünf, jedes Kind vom vollendeten zweiten bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr auf je zwei, die übrigen auf je e i n e D 0 s e. Die fünf, beziehungsweise zwei Dosen könne» ans einmal' oder in Teilmengen bezogen werden. Die Abgabe er- -olgt wie ftüher gegen Vorweisung' der entsprechenden Mllchkarte. - Der Preis für eine Dose beträgt K 6.—. Die Inhaber nnd Leiter sämtlicher Milchabgabestellen sind Verpflichtet, bei jeder Abgabe von Kondensmilch eine der Zahl derverkauften Dosen entsprechende Anzahl der Tagesabscknitle der 113., beziehungsweise ' 114. Woche, beginnend mit dem Montagabschnitt» der 113. Woche, von der Milch-arte abzutrennen. Frischmilch wird nur an Kinder bis zum vollendeten ersten Lebensjahre und an Schwerkraukr -abgegeben. _ Liederabende. / TKemr es die vornehmste Pflicht des 'Künstlers gegen sich selbst ist, nichts unversucht zu lassen, was ihm in allen Graden seiner Kunst die'- Möglichkeit innerer Entfaltung bietet, so sollte doch kritische Ueberlegung vor allzu extensiver Ausbeutung der künstlerischen Mittel warnen. Wir folgen gern dem zwischen Ernst und Behaglichkeit pendelnden Naturell unseres Richard Mayr, wenn er mit ungekünsteltem Vortrag und ruhig fließender Kantilene'den Wo^lant seines Organs verströmen läßt. Weniger erfreuen uns Reminiszenzen an die Bühne, wie der zu humoristischen Zwecken auch im Liede verwendete Sprechgesang. Mahlers ,,Kischnredigt", die einen philosophischeren Hintergrund hat als den an kulinarische Freuden anklingenden Witz Sonnte darum nicht wohl geraten. Auch anderes Mittelmaß läuft unversehens unter, wie es der Künstler ja selber fühlt und bei der langen Reihe seiner Abende kaum zu verwundern ist. Konzentration und sorgfältige Prüfung auf wahre Vollendung des Vortrages tvürden bald erwünschte Remedur schaffen. Es droht sonst die' Gefahr, von tiefer Schürfenden im Rang des liedersingenden Bassisten zurückgedrängt zu werden. Weingartners Gattin, „bte" Marcsl, verdankt ihren Ausstieg in die Sphäre internationale^ Ruhmes nicht nur ihrer Ehe. Auch ohne diese Föderation hätte sich diese kostbare, allen Reiz des Sinnlichen ausstrahlende Stimme durchzusetzen gewußt. Daß-sie zuttr Gemahl einen Würdenträger der Musik und den wertvollsten Mithelfer am Flügel besitzt, verleiht ihr die königliche Sicherheit des Auftretens und wendet ihren Übenden das Interesse aller zu, die auch den Anteil Weingartners an ihren Leistungen in Rechnung ziehen!' .Sie dankt ihm dies als bevorzugte Interpretin seiner Lieder, in denen ein gepflegter musikalischer Stil, gangbare Lyrik gefällig in Töne setzt. Auch die Mode des Japanismus findet hier Raum und die Programme prunken mit dem hohen Alter der vertonten japanischen Gedichte. Wer sich gewöhnt hat, unsere Kultur nicht dls die beste aller Zeiten und Weltteile anzusehen, findet daran nichts Wmkberbares, könnte aber zweifeln, daß gerade Weingartners äußerlich dekorative Art berufen ist, uns die Schätze des Ostens näher zu bringen. Dem antiquarischen Charakter des letzten Konzerts wurde des weiteren durch altitalienische Gesänge und bretonnische Volkslieder entsprochen. Das Fremdartige daran war geeignet, die Anziehungskraft der verführerischen Stimme zu erhöhen, die es versteht-, Leidenschaft ahnen zu lassen, ohne davon mitzuteilen. So setzte sich die halb am Persönlichen, halb am Künstlerischen -haftende Wirkung der Sängerin auch diesmal in den Beifall der Bewunderer um. Dr, K. M. Francis Iarnwes Kandidat der Aeadömie Fran^aise. Aus Genf wird gemeldet: Der bekannte französische ländliche Dichter Francis I a m m e s bewirbt , sich um R 0 stards Platz in der Akademie und ist deshalb nach Parrs gekommen. Mit seinem prächtigen weißen Bart gleicht er nnem Patriarchen, doch ist er nicht gar so ländlich gekleidet, wie vreie ounahmen. — Von seinen inbrünstig lyrischen Werken sind nur wenige in deutschen Zeitschriften übersetzt worden. Bvr kurzem erschien ein dünnes Heftchen „Gebete der Demut" bei Kurt Wolfs m Leipzig. Jammes nimmt eine ganz eigenartige Stellung irt der französischen Literatur rur. Anrtolc F r a v-chat ihn' ge« llegentlich einen „Heiligen" genannt. - Mus den Theatery. .Im D u r g 1 h t a t c r ist die für Samstag arrgeschte Premiere von Georg Kaisers Komödie „Die Sorinc?' wegen Erkrankung des Herm Marr auf. einen späteren Termin verschoben worden. Deutschen Volkstheater werden die nächsten Premmm Franz CfokorS Tragödie „Die Sünde wider' den Gnst , .die bei' diesem Anlaß zur Uraufführung kommt, ntzd das Schauspiel „Pharisäer" sein, 'In Csakors Tragödie sind die Hauptrollen -mit Frau Carlsen uno den Herren Forest rmd Edt- , Hofer besetzt. Lvedekind-AuMhruuaeu und Moisfi-Gastspixl n» der Neuen Wiener Bühne. An der Neuen Wiener Buhne werden als nächste Neuaufführuvgen noch zwei Dramen Frank Wedeklnds zur Darstellung gebracht werden. Um die „Lulu- ^ragodre' vollständig zeigen zu können, wird zur „Büchse der Pandoraals nächste Premiere „Erdgeist", gleichfalls mit martern Beraner als Luln, ' gegeben werden und dann folat als Abschluß der Wedekind-Anfführmlgen, die an dev Neuen Wiener Buhne zu Beginn Mer Spielzeit mit „Liebestrank" einsetzten, noch ..Totentanz' mit Fräulein Lach als Elfriede. Auch „Totentanz wurde — so wie „Pie Büchse der Pandora" an der Neuen Wiener Bühne schon einmal. — als Totenfeier kür den Dichter in einer gcskbloffnien Vorstellung vor geladenen Gästen gegeben. . Am 15. Mai eröffnet Alexander Moissi sein diesjähriges Gast- -w>el an dieser Bühne. .Außer einigen Stücken seines in Wim schon mehrfach gespielten Nepvrtoires, wie „Hamlet" und „Der lebende Leichnam" wird Moissi diesmal voraussichtlich noch in einer Aussühnmg der „Jüdin von Toledo" (mit Fräulein Weu- »gerdt in der TitelroM den König AlphonS nnd im „Faust" (mit Herm Lessen als Mephisto) den Faust spielen. GrrLparzerbirhsL. Am Ostersonntag den 20. April eröffnet Direktor Rudolf Zanbauer vom Hvftyeater in Gera in Weigls Altdeutschen Saal. .XII., Schönbnmnerstraße 804, die „Gnllparzerbühn^ mit Nestroys Poffe „Die Faschmgsnacht". Am 24. Aprü geht als. erste Uraufführung Karl.Edelmanns „Das Vogelhaus" ftr Szene. Ende April beginnt Maria Solvig von. den- Vereinigten Theatern in Dttffeldorf-Hqmburg ihr Gastspiel cm der „Griklparzerbiihne". Die Direktion hat die Preise von X 1.— M K 6.— an gesetzt. Im Laufe dieser Saison erhalten 36.000 Krirgsinvalide Freiplätze. Femcr sind einige Stndenten- KlasfikervorstellMgen in Aussicht genommen. VortragKabeud A. F. Finkelstein. Die Redermd Lesehalle jüdischer Hochschüler veranstaltete einen Abend, an welchem ausschließlich Arbeiten des jungen. emst strebenden Schriftstellers Z. F. F i n k e l st e i n zum Vorträge gelangten. Nack einer feinsinnigen Ansprache des Herrn Dr. Viktor E.,Po r d e s M>er das Wese« jüdischen Schaffens laS Fiukelstein eine intereffarite Studie über Max, Nordau, die in eine Abrechnung mit der Nordartchrn Geistesrichtung ausklingt, nnd ein tiefcmvmndenes Feuilleton über Hugo Zuckermann. Herr Regisseur. I. M e siel, ein trefflicher Interpret, rezitierte einige Stücke aus den jiddischen Schriften Finkelsteins. Besonders beifällig wurde die sehr bezeichnende, glücklich gearbeitete Skizze „Vor dem BuÄinghamPalast" ausgenommen. Das Gedicht „Notturno (aus einem Zyklus. „Liebeslieder") sagt uns weniger zm Die' Skizze „Aus Herzls Kejwer" ist sehr innig. Zn den besten Arbeiten Finkelsteins : gehört die Studie „Im Londoner Ghetto", die Herr Oberregiffeur Egon Brecher mit großer Kunst Wied ergab. 0, A. Arnold Korff und das Burgtheater. Herr K 0 r f f bat gestern einen längeren Urlaub vom Burgtheater angetreten. Der KmMer, der amerikanischer Staatsbürger ist und dem die Einreiseerlaubnis mfolgcdeffen zuteil wmde, begab sich in die SchMz. Ju Theaterkreisen spricht man davon, daß Korff seine Reise zu dem Zweck unternimmt, um von der Schweiz ans mit den amerikanischen Bühnenleitern in Verbindung zu treten, da der Kimstler sich mit der Absicht trägt, sich wieder dem amerikanischen Theater zuzuwenden, dem er nach seinem ersten Abgang vom Burgthrater durch zwei Jahre — bis zum Kriegsausbruch — angehörte. Es ist.ein offenes Geheimnis/ daß Herr Korff sich in inner Wlstlerischen Stellung am> Burgtheater nicht wohl Et und wieder «ine Lösung seines VertraasverhältniffeS anstrebt. Der Künstler, dem vor BertragsabschM die Zusage gemacht wurde, daß ihm' bedeutsame Aufgaben im klassischen Repertoire des Theaters zuteil würden, so die Darstellung des Mephisto und des Jago, hatte mit Ausnahme einer neuen Rolle, die er eigentlich zugunsten eines längeren Kollegen ablehnen wollte (des Rabanser in „vies was,,), mt Gelegenheit, einige seiner älteren Rollen, die chm Herr Wald en wieder üherlleß, darzusiellen. Da auch die zngesicherte Erfüllung-seiner Forderung, daß ihm die Dauer seines ersten Bmgthcatrrengagements bei seiner Zugchorigkeit zur Pensionsanstalt mit eingerechnet werden müffe, mcht durchgesetzt werdm konnte, süblt Herr Korff sich verstimmt und trägt sich deshalb nach seiner eigenen Angabe — mit dem Gedanken, sich Wieder am-amerikanischen Theater, das ihm außerdem unverhältnismäßig günstigere finanzielle Bedingungen gewährt, in e n gl i s ch e r Sprache zu betätigen. - Dr. Strantz und die Oper. Heute werden, die Vertrauensmänner des Operntheaters, die a l l e Kategorien der Angestellten des Theaters repräsentieren, bei Exzellenz Beck erscheinen' und ihre Forderung, Dr. Strauß' Berrtuna an die Oper r ü ck g ängi g zumachen, wiederholen. 'Die Mitglieder des/Overnthealers werden kein MtM-scheuen, um ihren Willen durchzusttzen. Keine Konskribiernng der Kunstwerke im Pr4vatbesttz. Im Hinblick auf die Gerüchte, daß die in Privatbrsitz befindlichen Kunstgegenstände kortmbiert werden sollen, werden wir aufmerksam gemacht, daß es erst deulschösterreichischeS Konskriptionsamt Ar Knnstgegeustände überhaupt nicht-gibt, und daß außer, den aesetzlichen Verboten für die Ausfuhr von Kunstobjekten sowieden -Bestimruungen der Verordnung aus Anlaß der Vermögensabgabe betreffend die Fatierung, der nach dem 1. Jänner 1914 erworbenen Lmusgegensiände k e i n G r s e tz bestchi, mit welchem eine Ausnahme von Künstobiekten angeordnet ist. ES ist daher bisher niemand berechtigt, solche Aufforderungen zur Verzeichnung zu erlassen. Obelisk und Bildnis Nikolaus Lenau» in der ehemaligen Leidesdvrf'schen Irrenheilänstalt in Döbling. Bekanntlich hat Lena« die letzten 6 Jahre seines Lebens (1644 bis. 1650) in. der Irrenanstalt in Ober-Döbling zuyebrackt. In der letzten Setzung der Döblinger Bezirksvertretung gelangte ein Schreiben von Proseffor W. N. H a m m e r zur Verlesung betreffend die Erhaltung und Sicherung eines granitenen Obelisken mit dem Bildniffe be8 Dichters Nikolaus Lenau im Parke der ehemaligen Leidesdorfffchen Irrenanstalt in Döbling'; ferner ein Antrag auf' Erwerbmg der bildlirhen ^Wiedergabe deS Sterbehauses deS Dichters für das städtische Museum. Die Bezirksvertretung beschloß, die Sache der Drremon der städtffchen SammlMgen abzutreten. Die Weltbühne, der Schaubühne XV. Jahr, Wochenschrift für Politik. Kunst, Wirtschaft, hecauSgegeben von Siegfried Iacobsohn, enthält in der Nummer 15: Ausstieg oder EhaoS, von Heim'ch Strobel; Die Nawen, von Olf; Gustav Noske, von Johannes F,schart; An die Staatsmänner in Versailles, von einem Ofsizier: Los von der Dienstpsticht! von 8. PersiuS; Grotesk- AntifemniSmuS und Mittelstand, von Arnold; Zweig Stn cn. von Imaz Wrobel: Kriegsgefangene, von Kaspar Hauier; Die Vorhölle, von S. I.; Der Sturz deS Apostels Paulus, von Allred Polgar; Die Börse, von AlfonS Goldschmidt; Rundschau; Antworten. — Die „Weltbühne" erscheint tvöchrntlicb und kostet: 1 Mark die Nummer, 10 Mark vierteljährlich, 35 Mark jährlich. Probenummern kostenfrei durch alle Buchhandlungen und Post» anstaltm sowie durch den Verlag der Wektbühne. Charlottenburg, Dernburgstraße 25. ' „Probleme des modernen Zriderrtums" betitelt sich ein neues' , umfangreiches Buch, das Jakob Klatzkin, einer der besten Theoretiker der jüdischen Frage, im Jüdischen Verlag er-! sckwmen läßt. (Preis K 18.90.) Wer Jakob Klatzkin aus seinen Aufsätzensim „Juden" kennt, wird wissen, welche Bereicherung unserer theovetlschen Literatur dieses neue nmsaffende Wert darstellt. Zu beziehen durch R. Löwit, Wien, l.. Rntenturmsimße 22. _ " LirftschLffahrl. Luftverkehr London—Paris. Der mit ettMschh» Landley-Page-Großflugzeugen betriebene Mugdienst auf der Strecke London—Paris und umgekehrt hat im Monat Februar etwa 700 Personen befördert. Dle Flugzeuge besitzen elektrW geheiztn und beleuchtete Kabinen. Diele sind m dem neuesten Haudley- Page-Rlesenslugzeuge ftir 16 Personen und mit allem Koufforl eines LMtswagens eingerichtet. Luftverkehr in China und Austrntteu. Eine Pekinger Gesellschaft Maut mit Unterstützung der chimsischen Regierung die Einrichtung eines Luftverkehrs rmt sechs Handley- Page-Flugzeugen, die je 30 Passagiere oder eine entsprechend? Belastung zu befördern vermögen. Auch in Melboume, Australien hat sich eine ähnliche Gründung vollzogen, die aber 25 Apparat« Vorsicht rmd Handelsverbindungen zwsichen allen großen australisch en Städten plant. DaS Kapital wird mit 10,000.000 Mar« angegeben. l Völkerbund für Luftverkehr. General Eharltoui Attache der L^tstreitlräfte bei der englischen Botschaft in Washington,! macht in Gemeinschaft mit dem englischen General Avmgstow zurzeit mit Sondermission in Amerika, lebhaft und mit großeu." Erfolge Stimmung für die Errichtung eines Völkerbundes für den Luftverkehr. Besonders Charlton legt großen Wert aus ein. gemeinsames Vorgehen Englands und Amerikas. Er schätzt emen Kartellverbaud vor, dem sich die übrigm alliierten Staaten mischließen sollen. Ningkämpfe bei Rvnruher. Die Kampfe des Dienstag brachten nachfolgende Ergebuisse- Wenger (Ungarn) siegt gegen Bilkau (Breslau) in 8:17^ Czaia (Ungarn) siegt gegen Janda (Prag) iu 4 :26; M>ps Mmmkas siegt über Glanzer (Wren) in 3 :44; Steinbach (Wren) siert über Hinner (Küstenland) in 11:02; Mma (Tschechien) wirst Gold» .flfl ttrtlü IRrfrttttrfrttnVlfiMt 54 * 48. Die Futzlmllrvettsprele des kommende« Sonntag. Diese« Sonntag werde» die MttsiersckaMprche « allen Klaffen fortgesetzt. Der Svorcklub Rapid spielt in Budapest gegen M. T. K. Nachstchend das Programm der Wmer Spmedie immer aus dem Sportplatz des erstgenannten Vereines stattfinden: W. A. F.—W. A. C.. F. A. C.—Simmering, Hertha-- Rudolsshügel, Amateure—Wacker, Donausiadt—Hakoah, Vienna— Rot Stern, Admira—Slovan, N. A. C.—Ober-St. Beit. — Freundschaftsspiele: Sportklub—Germania, Rapid wmb.— Wacker 1210. Leichtathletische Vorgabewettbemevbe bringt der W. A. C. diesen Sonntag auf seinem Sportplatz zur Austragung. i Das Wettspiel der Bolkawehr gegen den W. A. <£., das gestern hätte üattsindeu sollen, wurde wegen des rmgünstlgen Wetters aus nächsten Mittwoch verschoben. Sportklub Hakoah. Heute, >/,8 Uhr abends, Klubleitungsitzung mit äußerst wichtig« Tagesordnung. Die Anwesenheit sämtlicher Ausschußmitglied« ist unbedingt, erforderlich.. Sportklub Hakoah. (Selti 0 u für Touristik, und Wintersport.) Sonntag den 13. Avril Taaesaussiua auf die „Hohe Wand". Abfahrt von Wicn-Südbahnhof uw k Uhr 30 Mm.. Leobersdors umsteigen, dort auch Treffpunft Proviant mitnehmen. Fiihrnng: Ing. Ackermann. Für Sonntag den 20. 'und Montag den 31. d. M. plant Führer Spira eine größere Tour. Anmeldungen und nahm Besprechung Samstag den 13. d. M. im Caft Industriellen um 7 Uhr abends. * __ Der Volkswirt. Ententestnanze« und Kriegsentschädiguirg.. Der französische Deputierte Stern schlug die. Austeilung der Kriegsschulden der Verbündeten nach' deren Bevölkerung (460 Millionen) derart vor, daß auf jeden Einwohner bei den größere» Staaten jährlich 4225 Franks, bei den kleineren Staaten weniger entfällt^ im ganzen seien es 518 Milliarden Franken, wovon auf die Union 6,3'1, England 2,83, Frankreich , 2,45, das europäische Rußland 8,67, Italien 2,29, Japan 3,32 Milliarden entsprechend den Kriegsbosten dieser Länder entfallen würden. Diese Beträge bekämen dann die Beteiligten als Quote der Jnteralliiert.ni- Anleihe von gleichfalls 518 Milliarden, die unter Zugrundelegung öprozentiger Verzinsung in 50 Jahren zu tilgen wäre. _ Ein weiterer Vorschlag rührt vom Berwaltungsrat Bouilloux-Lafont der Societe Centrale des Banques de Province her, der außer der Entschädigung in Gold nnd in natura die sofortige Zahlung von 300 Milliarden durch die Feinde als Entgelt für die Beschädigten vorschlug, ferner die Bildung einer Emissionsbank, die eine Art Liquidationsgeld herausgäbe und den Verbündeten die.nötigen Vorschüsse gegen 50—70jährige Tilgung geben würde. In diesem Projekt würde also die Finan'söktion des Völkerbundes selbst den Schuldendienst durch Inkasso der Kriegsentschädigungen usw. ^besorgen; sie würde eine „Regie Generale" mit einem 'Berwaltungsrat da''stellen und die Finanzfekllon des Völkerbundes bilden. Sie würde Krebttnoten, dreimonatliche Sprozentig« Bon- und viercinhalbprszentlge. durch 10 Jahre nicht konvertierbare, in 70 Jahren zu tilgende RententiireS herqusgeben. Frankreich würbe von seinen 160 Milliarden Kriegskostm. 45 in Kreditnoten erhalten nnd davon 30 an die Bank von Frank-