Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 82 (10.4.1919)
- Date
- 1919-04-10
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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r$tt fe Men, Donnerstag mb F «ich rückerstatten, wertere 45 itt 3prvzenttgen Bons bekommen, wovon 35. den Gegenwert der NattoualverteidigungsbvnS darf«lben, und 70 Milliarden in totes» Mhalbpvozenttger Rente. Die Bank von Frankreich Hätte den Zinsendtenst und den Rückkauf der französischen Rente, so daß die Kriegsanleihen in weniger sals 70 Jahren getilgt wären; die Äbrtgbleibenden '16 Milliarden Noten und 10 Milliarden Bons würden zur Rückzahlung der auswärtigen Schulden Frankreichs dienen. An Einnahmen hätte die -Regte die 4prozentige Annuität der Zentralmächte auf die 300 Milliarden Entschädigung und das Ergebnis internationaler Steuern; ein eventueller Ueberschuß würde zur Beschleunigung in der Tilgung der vter- Mhalbprozenttgen Rente und der Bons, zu Goldkäusen Rückztehung der Noten dienen. Dieses Projekt ließe den Zentralmächten für Schaffung der 4pvozentigen Annuität entsprechende Einnahmen, also 12 Milliarden Franks, Freiheit; an der Zinsenzahlung hätten sich Deutschland mit50Prozent gleich *>0 Milliarden, Oesterreich-Ungarn mit!40 Prozent gleich 4.8 Milliarden, Bulgarien mit 3 Pro- ML gleich 0.24 Milliarden, die Türkei mit 8 Prozent jgleich 0.96 Milliarden Franks zu beteiligen. Die jSchuldyerstaaten könnten auch' zu Garantiezwecken ihre Banknoten, sechsmonatliche Schatzscheine oder sonstige Effekten Hinterleger:. Außer den Kriegs schaden betragen die Kriegskosten 500 bis 600 Milliarden, die durch internattonal« Steuern, besonders auf Bahnen und sonstige Verkehrsanstalten, Pvoduktions- und indirekte Steuern gedeckt werden sollen. Wobei Rußland und Japan! relativ geringere Opfer brächten, Amerika mit 4 Milliarden, Frankreich ziemstich stark wegen seiner bedeutenden Getreide- und Wein-- produktion und Konsumtion, am meisten England Und Belgien wegen ihrer intensiven Industrie- und Handelstätigkeit getroffen würden. Penn Deutschland mtt> Oesterreich-Ungarn an der „Regl^ teilnehmen, würden sie am schwersten belastet, da sie die fünffachen Steuern trügen, i Die Notwendigkeit einer Finanzallianz in der Enitente wird von Edmvnd THSry im „EconomistEurop Len" betont; nach seiner Schätzung betragen Europas Krtegsjkosten bis Ende 1913 660 Milliarden Franken, wovon Mhr als bte Hälfte schwebende Schuld (Banknoten, Schatzscheine usw.) ist. Die ärmeren Nationen würden für die Goldbezahlung ihrer Schulden auf die Kriegsentschädigung Oesterreich-Ungarns, Deutschlands, Bulgariens und der Türkei rechnen, doch würde eine individuelle Konversion dieser Zahlungen Differenzen in der Entente Hervorrufen und deren Nutznießer wäre Deutschland. Notwendig würde eine gemeinsame Kiqu i d a tivns ka s se sein, die auch die feindlichen Zahlungen in Empfang nähme und alle 5krtegskosten runter Solidarhaftung der verschiedenen Nationen 5«**' Zahlte. Jedes dieser Völker bekäme den seinen .Schulden entsprechenden Teil der Kriegsentschädigung und würde dann seine Kriegsschulden bezahlen, wäre aber auch bell Alliierten für seinen Schnldanteil haftbar und zu Zinsen und Annuitäten verpflichtet. Die Bezahlung würde in nationalem Gelbe nach Goldparität erfolgen, wodurch bte Wechselkurse und der Kredit der Teilnehmer gebessert würde. k Es ist vor allem bemerkenswert, baß sich' die EriörÄwungen über eine gemeinsame Alliiertenattleihe und über die von den ZeuLralmächöen zu leistende Kriegsentschädigung fast ausschließlich' in den französische n Blättern finden, während die Presse der anderen Bundesgenossen sich darüber so ziemlich' ausschweigt; -erklärlich wird aber diese Tatsache dadurch, daß das -nächstjährige französische Budgetdefizit vom Finanzminister mit 21^ Milliarden beziffert wird, und daß sich das Großkapital energisch sowohl gegen eine Vermögensabgabe, die angeblich di« Produktivgrundlngett schädigen würde, als auch gegen sonstige direkte Steuern zur Wehr setzt, und Beibehaltung beziehungsweise Ausbau des Systems der indirekten Abgaben, durch die ^SBtetter MSegenzeitung Die Vermögenssteuer. Der nun Staatssekretär der FinanM Dr» Schumpeter hat aber doch damit gerechnet werden, daß M vngemeiu kästigm und den nnrtschastüchen Verkehr M schwerste behindernden Maßnahmen noch eine Ztttlang m Gckwng bleiben, da die 0Konskription der Vermögen, deren Dlnchsühnrng die BorauS» für die Aufhebung der Sperre bilden, sich nicht so bald u lassen wird. Hier wird von «»cm verständnisvollen Ein« gehen der Stmerbebörde auf die individuellen Bedürfnisse der Besitzer sehr vrel abhänae«; insbesondere wäre zu wünschen» daß btt Äaufleute und Industriellen, die ihre Guthabmtgm für dir Fortfüüru«tz ihrer Betriebe benötigen,. m erster R«he berücksichtigt werden. Ebenso wäre eS *» wlkifchm» daß die anzkrernenKontemwo ja die Gefahr einer Steuermternchuna eine minimale ist» möglichst rasch geöffnet würde». , WaS die geplante Bermögensstencr selbst betrifft, ist irgend» «ne Entscheidimg über ihre Prinzipien M jetzt noch nicht gefallen; neuerdings soll der Gedanke einer objektiven Steuer wieder im Vordergründe stehen. Es ist zu hoffen, daß den interessierten Kreisen Gelegenheit gegeben sein wird, vor der Entscheidung selbst noch Stellung zu nehmen. , Die Abwandermng rmsever AkrtiLnZeseLLschüftett «ach der Tschecho-Slvwakei. In der lrtztm Zeit mehren sich die Fälle, daß bedeutende Wiener Aktiengesellschastm ihren Sitz nach Ächechim verleaen. Wenn die deutsch österreichische Regierung bisher diesen Versuchen auch ablehnend gegenüber steht, »ad ihre formelle Zustimmung hierzu verweigert, ist au der praktischen Durchführung dieser Maßnahmen nicht git zweifeln. Dm Antrieb zur Verlegung bilden mehr oder minder verstecke Drohungen der maß» gebenden tschechischen Fmüuzkreise oder auch nur die Hoffnung der betreffenden Gesellschaften, ^der wirtschaftlichen Vorteile teilhaftig zu werden, welche tue tschechisch«! Staatsbürger aus ihren Beziehungen zur Entente erwartelr. Diese Abivandecung stellt vom dnuschösterrttchischen Standvurckt einen s ch w e r e n wirtschaftlichen Der tust aar. Es entsteht die Frage, ob unsere Untermhnnmgen nicht abwarten sollten, inwieweit sich die Befürchtungen und Hoffnungen verwirklichen, die sie zur Abwanderung^ beeinffuffrn. Andererseits wäre es freilich auch Sache unserer Regierung» diesen Tendenzen wertiger drrcch rein formelle Verweigerung dr8 Konsenses zu den erforderlichen Staintenändenmgen als durch reelle wirtschastspolitifche Maßnahmen entgegenzuarbeiten, die rmsere Industriellen veranlaffen könnten, die staatliche Vertretung ihrer Interessen a u ch weiterhin Dmtschösterrttch anznvertrMen. Sozialisierung der ALpine«M»tttangefsKschüfL? Beriten oitf dem Parlament zufolge Äußerte sich Dr. Bauer mehreren MitgMern der Nationalversammlung gegenüber, daß die A l p i n e MontangesellschastoaS erste Unternehmen sein würde, daS sozialisiert wird. Den Aktionären der Gesellschaft soll aus Grund der letzten ftchf Bilanzen eine Vergütung von 4 Prozent in deutfchösterreichischen Obligationen zugestanden werden. Die Arbeiter der gmarmten Gesellschaft haben die DerkSdircktoren in Donawitz und S e r tz rad rn für abgesetzt erklärt; aus Beamten und Arbeitem winde ein prvvisorWeS Direktorium gebildet. Der Gcuud W dieser Bewegung soll dir schlechte Lebensmittelversorgung gewesen sein. Wir verlautet, wird daS StaatSamt fitr öffentliche Arbeiten auf' vermittelnde Weise eingreifen. Die Soziattsieruttg der Gru«dr«nLe. Ueber Einladmtg des Vereines für Handel und Industrie behandelte der Baudirektor der Mgemeinrn österreichischen Baugesellschaft, Ingenieur Ottokar Stern, im SnLle der Handelskammer zunächst die auSschlMebende Stellung der Bvdrnrchmn im Wenwärttgen Umstürze. Mt Recht stelle man sie an die Seite derWeltanschmnnrgenrK a p i t a l i S m « S,Svzialitzm«tz Bodenreform. Das Äemübel sei darin gelegen.' daß außer den verdienten»Einkommenaeten drS mühevollen Lohnes imd deö gefährdeten ZinseS einer Mmderdeit rmter drn.Menschm auch noch eine mühe» und gefahrlose Emkommrnart: die Grundrente zngebilligt wird. Von der wissenschaftlichen Bodenreform wird daher die Verstaatlichlmg, die Sozialisierung der Grundrente im Wege der alle Realsteuern ersetzenden Bodenwertsteuer nngchrebt. Dir gleichartige Behandlung von Land und Stadt sei von vornherein mtzMstg.DenndaSstadtischeBode«vrodnkt^dteMetwvh«Mt8 besitzt Monopolcharakter, weil erfahrungSgemäs ehre Erzeugung weit mehr von anderen Umständen als von der Nachfrage abjjäitüt und weit die Beschaffung durch Einfuhr überhaupt nicht in Frage kommen kan». Dagegen hat daS landwirffchnftlichr Bodenvrodukt de» Charakter einer WelNnnrkttoar«. Redner schlägt eine relative Bodenwertsteurr vor» Bo» der Einführung einer solchen seien alL Nebenergebnis eine Sanierung Unseres Schätzung^- Wesens^ als nächste Hauptergebnisse aber ein dauernder, organischwirtschaftlicher Mieterschutz, ein mächtiger Anstoß Kir Stadler Weiterung im billig«! Gelände und Prämien für echten lknternehmungSgeist im Realwesm -n ettvnrtm. natürlich zunächst bte ärmeren Bevölternngsfchichten gesoffen würden, empfiehlt. \ Den angeführten Sanierlmgsv orschlägen tzemeinsnm ist die klai^e Absicht, bte Schulden der Länder mit Mterwertiger Valuta durch das Währnngsagm der änderen zu sanieren, gleichviel ob es sich um eine ßntoralliierte Anleihe, den Plan eines Weld» igeldes oder einer internationalen Losanleihe handelt. Da in allen diesen Titres bte ein- Zelnen Währungen in eine feste Relation zueinander erbracht werden — und diese dürfte entweder der xIriedensstandard oder ein davon nicht weit Entfernter sein — wäre die Folge, auch wenn jedes dieser Länder für seinen Schulbanteil haftbar bleibt,einfach' die» daß in der Zeit bis zur Tilgung die TitveS aus! Frankreich und Italien für Zwecke der Rohstvffeinfuhr und Herstellung des brrdgetären Gleichgewichtes nach' England und besonders nach Amerika flössen; dadurch würde, Abgesehen von, dem noch unwahrscheinlicheren Fall, daß im Augenblick der Zahlung Franken und Live wieder ihre Friedensparität erreichten», das -WüyrnngSrisiko nach Englmrd und der Union verschoben. Diese beiden haben aber, wie der Kurs fall von Franken und Lire in der letzten Zeit beweist, nicht die Absicht, die während b«8 Krieges durchgeführte Stützungsaktion weiter beiznbehalten, und daraus ist auch die reservierte, ja fast ablehnende Haltung Englands tmb Amerikas (jegcniifici' bä» Plänen finn.' AlMiha begreiflich. Börse für rmchwirtschaftKche Produkte. Wien» 9. Avril. (Orig.»Ber.) Die PceiSabbrockeluna an bt» transatlantischen Plätzen hat den jüngsten Berichten znwlge weitere Fortschritte gemacht. Wenn auch vorläufig nur mäßige Preisrückgänge zu verzeichnen find» ist doch daS Bestreben unverkennbar, die Preisbildung »ach rmtm z« beeinftuffe». um den Preis der Ware mit ihrem inneren Werte in Einklang zu bringm und in weiterer Folge den Handel zur Betättgimg heran« zuzichen. Der Verkehr auf dem Berliner Markte l e x b 11 natürlich sehr unter den foribesteheudvr Transport- Hindernissen wie nicht minder unter der Nngellattheir der polittschen Lage. DaS Geschäft in N Ü b e n steht unter dem Eindrücke der sich jetzt rasch vermindernden Haltbarkeit der Ware. NebrigenS hat sich daS Angebot vv» M ö h r e» auS der Provinz Posen stark vermehrt. In vereinzelten kleinen Saaten, wre > W e i ß k l e e und G e l b k k e e, ist mehr Material im Markte, während Rotklee weiter gesucht bleibt. Der Geschäftsverkehr an der heutigen Mittwochbörse hielt sich in allerengsten Grenzen, da nur geringWge Offerten zur Verfügung standen. Einiger Umsatz konnte in defekten Rübe«, Zlickerrübcuschnittett und dergleichen verzeichnet werde», wob« letztwöchige Preise \m mühsam durch gesetzt werden konnten. Der Saatenstand ist M allgemeinen beftirdigmd». warmes imd trockenes Wetter wäre allerdings für die Weiterbildung der imgen Wanzen von größtem Dorten. . Das deutsche Badget. Wstmar» 9. April. Der R«chShauShallövlau wurde in dm Einnahmen und in den Ausgaben mit 18.858,495.114 Mark festgesetzt, und zwar im ordentlcchen Hcnckhalt auf 18.042,151.810 Mark an E i n n a h m e », auf 11.288,411.085 Mark an fortdauernder! und ans 1.778,740.815 Marl au einmaligen A u S-> gaben, tut außerordentlichen Haushalt auf 816,348.201 Mark an Einnahmen nnd 81^818.201 Mark, an AnSgaben.' v * 10. April 1919 Seife7? Dev deutsche Barrkbeamteustreik und die Berliner Börse. Bevlin, s. April. DaS gäuzlich Neue und U e h 111 o f & e n b e t» Bmikgewevbr, der Streik drr gestellten der Berliner Großbanken, machte sich fett der heutiger Börse insoferne geltend^ als die mm ihm bishtzv betroffener Banken, nämlich Me Kommerx- und Diskomo-Batik, dteDiskontv- Kommandit-Ge, ellschaft, die Dresdner Bank, die DarmMt« Bank und die Mitteldeüffche KrsdWant, krted Ästtemmsträg» auLfiihren konnten, ebensowenig dir NötionckbM. deren Persona? über die Beteiligung am Streik noch btt der ÄHstiMmtug. mtd mfoltzedeffen rdenfalls abwesend mx «G dcchrr «nr di« Deutsche Bank und die Brrlmcr HandelSSesMihirft wie grünlich arbeiteten. Die so aß mm gssMÜtchr« Änsesteüten und Maklern umringte» Tische der genannten sechs Großbanken wareu vollkommvr verwaist. Die Gründstimmmg dSr BAfe blieb jedoch nn Zusammenhänge tust der durch die fortgesetzte Entwertung der deutschen Valuta htrvvraerufenen stürmischen Kfeuffüsi für die-ausländischen Aktienwtrtt fest. Türkische Tabaktthb Steaua Romana- Aktmr stiegen um 20/ Kanada-Aktien um 10 . Prozent und di» übrigen, gleichartigeUtWerte um 5 bis 6 Prozent. Die sonstigen Gebiete lagen stiller, Hchiffahrt- Md Mvntanwerte stellten sich bis zr 2 Prozent höher, chrsgenommnr die obe-eschteUchen Papiere, aus die die Ankmtdtguttg einer nur 5prvzrnitgen Dividende für dt» Aktien - der Oberschlesischen EisrnbahNbedarfs-Gesellschaft einev stärkere Druck ausübte. DieÄnteste der tMeren fielen um 7 Prozent im Kltrse. Kolonialwerte verkchrten bei weiter anziehenden Kutsen rtchiyer. Dte Kursbewegung der librigek Wertpapiere war nicht «nhntuch. KriegSarckttLe notierte $% Alte heimrsche Anleihen konnten. sich müßig bessern. Oesierreichische und mtgarische alle Renten lagdn fest, letztere aber sehr still. Tägliches Geld blieb bei dem Satze Wort 4% Prozent gesrtcU. Handvlsbeziehmrgen Mische« Italien und Tschechien. Prag, 9. April. (Tel. der Mr. Morgenzta/) In Hlalim haben sich -einige OesellsMsbm zur Ammipfuttg von ioandelsbeztehungen mit dem tschecho-slorvakischen Staate gebildet. Die Vertreter dieser Gyrllschasten smd^ bereits hier ein getroffen. Vsrlanfig soll es noch git rttnen Geschäftsabschlüssen gekommen sein» auch stoßen die VechanMWn über einen provtsorischen HandelLvecteng auf S chitmi er t <y fe 111 tt und komttcn noch nicht beendet werden. Der englische A«ße»ha«deL im M«rz. London» 8. April. Mw; de» er» g l i s ch c« A u ß e n- , k w i * niA ■ ii Cwl^^ 500.374, Maschinen 88ÜL91, Seide 80Ü.7W, Lederwartn 1M5.Ä33 Pfund Stelling. E i n s n h r a v n a h m e n : Getreide 4,848.065, Fleisch 1,592.34-1, Rohbanutwvlle 4,658.626, Rohwolle 2,866.481 Pfmv Sterltng. — A n § f u h r z nnahmen: Kohlen 8,S40Ä07, Ersen- und StMabritair 1,784.559, Baumwollwaretl 2,440.477. Wolle 3.079.6W, mibrrc WLftvfftnaterialirn 1,114,2^5 Mmd Sterling. 7-Du Etnfuhr hak demnach gegenüber dem Vorjahre reicht, wae gestern Mneldet wurde, um 1,450.981 PsnNd Sterling qbgcnomtnett, ivttdern zu g e n 0 m nt e n. Der Wert der bvitischen Ausfuhr im Monat Marz vmd ans 59 Prozent deS Wertes der e'i n tz e f ü h r t e n Waren gegenüber 86 Prozent int gleichen Monat desVorjahreLnttchätzr. M Kohle und KvkS wurden im Monat März 4 Mcklrvnru Tonneu gegenüber 3 Millionen im Monat Februar d. I. ntrsgeführt. Der Wert der Kohlen- und Koksausstihr iw Monat März betrug nahezu 7,500.000 Pfund Sterlutg MeNitbci von Eisen, Stahl Md deren Fabrikaten betrug im M8t7 ' Der BaumwollhKtedel üt England. '' Londfen, 8. April. DaS Hrmdeksaml kündigt an, das; «ne; Kontrolle Ärr die P r e i l e t ü v a ttt c r i t« tt t i d\ e Nvh l» anmwvlke mit Ende April a n s g e h 0 b en wird., Mn Unterhanse gab Bvnar Lato zn, das; der 2 t i l!- ft a n b des B a n mw 0 llhaUdels in Lancashrre allem den Eiüschränkuntzrn inr die AnAcht nach, den enropkinchcn mch - mntral«! Wnorrn znzusMriben sei. Diese Ein- . schränkmiM sollen aber ünsgehobell werden, sobald die Alliierten sähen, daß der sreie Handel ihren Interessen nicht mehr schädlich sei. . * ■ Die Wiener Postsparkasse. Das ..Prager Tagblatr" schreibt hiettiber: Eine berechtigte Sorge des Publtrams bildet die Frage der Wiener Postsparkasse. Dir Einlagen von Bürgern des tschech 0 -slo wakis ch en Staates in dem Wiener Institut belansen sich sicheruch «üf m r h r n l s e i n (Milliarde, sind ietz« aber vollkommm unbeweglich. LAr haben bei der hiesigen PoMporkaffr ErkundignuM eingrzogea und folgende, wenig bettchrgende ANsilärungen «halten: Bei Errichtung des Prager PostsparllrffenarnteS wurde» mit dem Wiener Institut Berhaitdlmtgcn begonnen, in welchen Prag verlangte, daß nach einem Verzeichnis aller tschechoslowakischen Bürger., die ihr Geld von Wien nach Prag za diriyiMN tvüuschten. das Wiener Instllnt die BettäneundZwar Mt Berücksichtigung der KurZdtssereu; hierher m üb erweisen gehabthütte.MfdteseFordenmgenwollte Wim ntchieiuarhe'.!, sondern war nur bereit, fite die oben erwähnten Falle Zahlnrtgs «nweisnuse» zn geben. Bis heute wm müchen Wien und Prao noch keine Tiutgang zustande and das Prager Mtstitut wurde gegrimdet, ohne die geringste Berdindnng oder Ueberwnsunl» m8MM mit Wie» vfftn m kaffen. -Dschecho-slowarischm Blteaem bleibt nichts anderes Übrig, als ihre Wiener Umlagen an deutschösterreichische verwandte oder Belnunte überschreiten zn lassen, die sie daun wohl kündigen können. Das; alle Einlagen bei der Anstalt die fite vtz» gattMt ehenwligen Staat bestanl «nd Tausenden Angehörigen des PeotettmatL und Mittelstundc-! als Svarkaffe diente, verfallen sollen, tst wohl ausgeschlossen Die Btehündlnngen werden in der Wiener ^tg'.'.'.diermig-' kommissivn fortgesetzt. DaS Prager «'lmt wird übrigetts geuav nach dem Wiener Aitlster arbeiten, nur mit dem Unterschied, das. vorläufig keine Sparabteilnng bestehen wrrd. Eine intevnntivttnld Bank in Wien.;>u uuuuct gestrige« Notiz erfahren wir. daß der Präsidetit des Pchctschosls- Verbandes nichtaktwer Gügisterr, Kühuekt, n t ch t als Lüzcdirrttor des genannte« Unternehmenfungieren wird. Wir hatten du Nachricht einer Wiener Korrespondmz entnommen. - Amgrstaltuny dev Wkentzr Ex«ortakad«ttrie. Der UnterttchlZauösMß der Nationakvellmumlung hat gesten beschlvsien, der Regiemug die schleunigste Umgrstalttuu'. bei Wiener E x P 0 r t a k a d e m t c 311 einer dm Hören ohne Ilnterschtcd deö Geschlechtes zupäuglichrtt Handel & Hochschule nahezulegcn. Zum Vetichtersiatter für das Hn»e wurde Abg. K.u u sch n t bestellt.