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Wiener Morgenzeitung · 1919-04-10 · Heft 82 (10.4.1919) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 82 (10.4.1919)
Date
1919-04-10
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Rr. $2 ' Merr» DLnu-erstag WLerrer Moi'Serrzertrrug 10. Aprll 1919 Seite 3 die Milchv^erteilunKsstellen, Säuglingsheime, Angelegenheiten der Er'ziehunZZffÄ^sor',gE, soweit sie über den Nahmen der Schulverwaltung hinaus gehen, und zwar sowohl Do Vas votf chMp LL iH Me auch für Las Achulp-f-i-chtLjgL mnd nachsschAilpf-licht i g e Alter, soweit -M nicht vmnLandLsrate umuittel-! bür ausgeübt ivirÄ, darunter besonders dre Berufs-! beratunig iu Verbindung mit Iweckmäßiger ShellenderM'Liilumg, -Errichtung urck Jörd-erlmrg von Horten, Tagesheimstürteu msw. \ Heber diesen >Untrag desLandeslmM, der Mm Mej serenten 'Kul'haneE 'vertreten wurde, entspanm fich? «me Debatte, in welcher besonders AandeZrat MÄllar \ und die WMorö-neten Dr, H smer ,und in ' Märurstxr WMe ffür die SchaUnng eines Mchen- Ml-gend- ' arnteZ eintraten, das berufen wäre, nicht nur « Bej ratet, HeHer urtd Retter des Kindes Zu wetLen, fou-; dexn auch die Geirichte und die S^Äccker #it -entlasten, i das Mmd Zu -einem mächlichen iGÄede der Menschlichen j GesMschaft zu erziehen. Eg. WolUih trat auch da-Mr ein, daß bei Schafj fung .des Jugendamtes, das Ln großzügiger Weise für; die Memfibm Zu songan Hätte, auch für Ne KL.«deri de s MitLeLP ande s Ln -gleicher Meijse -gesorgt werde, \ der ja heute Hevvits dEletarisiert fei. Zu diesem Zwecke \ beantragte er, der Landtag möge eine große Aktion \ emleiten, ühmüch Mer „Kinder iu die SÄweiz", oder - wie im Vorfahre ^Kinder nach Aargarn" Mb eineu. Appell au die 'SftS&te Niederösterveichs richten,. sie \ mögen erhvlungZbedLrr.Mge Müder Wisns, Mich den; iSchweizsrn und Angarn, bei sich au-suehMen. 'f Mach dieser DLbMe gelangte ein Antrag Mer - die Regulierung de^ Stellung der ÄandesbeenckLn und - ein DringLchILtsamrag wegen Beistellmig non ausreichendem Wuchchutz zur Annahme, woraus die Sitzung Schlüssen 'wnM.. _. Die bayrische Räterepublik. , Regierung und Gegenregierung. - . S MirnberL, 9^ April. ^(Tel. der „Wr. Moraenztg.^) Die «ayttsche R e g i erung Hoffmann, die in B amberg , weilt, ift «ach wie vor 'entschlossen, den versassung smäßig -e m ß u ft ,a n d, eventuell mit Gewalt, Lmchzusetzen «yd Hasst bald du .Krise -überwinden zu können. Die Regierung stützt sich auf eine Anzahl verläßlicher Truppe n, bit durch : den Eintritt mn F reiwillige n au Zähl zmehmen. Die' Mehr % >e L t .in Bauernbünde strht hint e r i der Re-gLe.ruu p. Sn einem Ausrufder Bauernbünde wird ' Ministerium und Landtag als .gesetzliche Jnftiwtwn erklärt, die nntMützt werden Müssen. Die Bauern drohen mit der V e rhstugung der L eb e ns m ittrl s p er re über Dmnchen und Augsburg. x München, 9. April. /Tel. der „Wr. Morgepztg.") Der RßvolutivMre Zmwalmt in Münchsn hm eine Verordnung . über die Beschlagnahme und Verwendung der Wohn räume erlasse». W o h n n n g s v e rmittlan 0 t it können nur durch die Gemeinden erfolge». Falle von Wohnungsnot wird für einzelne Haus-' hcüte grundsätzlich nur 1 i n Z i m m e r u n d K ü ch e de- - wMgt, oder mt Mndestzahl von Schlasmmnen nebst eineM Wohnraum pro Komiste. Im Falle mangelnder Ermgung über dev Mietpreis soll dieser durch die Gemeinde bestimmt werden; Ar Aiwidechandclnde werden schwere Strafen vorgesehen. Bei d„ Vergebung von Wohnungen sollen K r ieg s t e i l n e h m e, upd Invaliden bevorzugt werden. Euer Dep tahon des Reichsbundes der Kriegsbeschädig-en wurde . Zenüalmt erkM, daß der vorläufige Abbruch der Beziehungen zwischen Berlin und der Räterevublik Bayern auf die Aus, Zahlung der Reuten keinen Emfluß haben werde. : Die Sozialisierung der Unternehmungen. München» 9. April. Auf Anordmmg des Zentralrates werden, um die Sozialisierung vorzuberciten, alle Unternehmungen unter geiellschättliche Kontrolle gcstellt. Alle Betrrebe haben ungestört weitermgehen. Drr öffentliche Au sicht obliegt dem Zentralwirtschaftsamt rm Elnvemchmcn mit dem ArbetterkontroÜral. dem Bergarbciterrat, dem staalstchrn Kommtstär für Demobllmachnng. der staatliönn Bergwerksverwalttmg und den sonst beterlrgten staatlichen Stellen. Ei» Putsch in der deutschösterreichischen Gesandtschaft in München. München, 9. April. Heute nachts besetzte der bekannte Karl Mandel vom DeNtschösterreichischen Bund mit Soldaten abermals die österreichische Gesandtschaft und das Generalkonsulat. Er berief sich hierbei auf eine schriftliche Autorisation des Präsidenten des Zentralrates Nie ki sch, hier eine deutsch österreichische Gesandtschaft und ein deutschösterreichisches Konsulat selbst zu errichten. Er erklärte den Generalkonsul Doktor 1 Bernauer für abgesetzt und verhinderte das Gesandtschafts- und Konsulatspersonal am Amtieren ' Auch das Telephon wurde besetzt. Der Geschäftsträger Graf Brus falle, hiervon telephonisch verständigt, protestierte sofort in energischer Weise im Ministerium des Aeußern. Bald darauf erschien Präsident Niekisch im Generalkonsulat, stellte.Mandel zur Rede, ließ ihn verhaften und veranlaßte die sofortige Räumung sowohl des Generalkonsulats wie der Gesandtschaft. Nachmittags erhielt der Geschäftsträger folgendes Schreiben! „Um Mitternacht vom 8. zum 9 .April 1919 erhielt ich die Verbalnote und gab um Morgengrauen den Befehl, das schwer bedauerliche Vorkommnis augenblicklich wieder gutzumachen. Heute vormittags ließ ich den Karl Mandel mir vorführen, erklärte vor den Zeugen im Wartezimm.er ihn wegen Staatsverbrechens im Rückfall für verhaftet und ließ ihn als fluchtverdächtig in das feste Untersuchungsgefängnis von Stadelheim durch drei Bewaffnete abfühven. Wollen Sie von dieser Ahndung eines bedauer- Licken Vorfalles, ungesäumt meinen Unltsbruder in ■ Wien benachrichtigen und gleichzeitig den Ausdruck " meines 'schmerzlichtn Bedaurr-ns entgegenmehmsgr. Ihr getreuer Dr. -Fvarcz L Lp p, Minister der; aAswärtig-en Ilngrlege-Nheitert der 'Räterepublik Baherm.^ Der Präsident -des. Zeutralrates Wekisch erschien. Heute nachmittags Leim MAnevalkvnsnl, um sich wegen i 'dieses Vorfalls' M -enLschnl-digen. Für M-orgen hat er feimerr Bchuch Ln der Gesandtschaft -qmgekirndigt, um «LeschaAs feine MtschMdiINng und AnftlLrung vorzu- ' Dringen. j Aebernahme der „Münchener Neuesten Nachrichten" -durch den Nevolutionmeen ZeuLralrat. Mauchen, 9. April. An der Spitze der jSß ö vche ner Meuesten Nachrichte n" Lrstndct sich heute eine Erklärung des provisorischen Bolksbeanftragten für Bolksaufklärung, L a n d -a u <e >r, Ln welcher MNgeteilt Mch, daß die Wedaktwn der „Mnmch ei»«er MeAeste» Mach rich t en" es ab- ,g eie hat hat, sich d-e r Zensur der Pressra b t $ t C« n n d -es pro v « f o r i sch e n R e v o l u t i on -a reu Z c n t r a l r a t e s z u unterwerfen. JnffolAvdesssn hat die Btt ss-eaLteil »« g des propisorischm N -c v v l n t i o n ü r e n Zentral rates von heute an die RedsLtr-oln der Ln ch e v r r Neuesten M a ch t i ch Le übe r n o mm e n. Der Banernrat gegen die extremen SozrMsiernngsplane. L MmuhLit, % April. Bauernrat G-andorfer ver- -offeMLcht tim Erklärung, Ln der er nnteo anderem ausftiihrt: Heme waghaMgen und extremen Bollsozra- . ilisLernuNsplcin-e, wie sie gewisse Wirrköpse aus- ' Hecken, macht der Bauernrat u i ch t nr i t.^ Sie würden nicht nur unser gesamtes Wirt sch afts ge b Lude .ruinieren, sondern auch Zustande schassen, wie sie seit den Bauernnnruhen im Mttelalter nicht mehr geschen wurden. Wenn unsere Bedingungen nicht erfüllt werden, so gibt es für uns nur eine Lösung: Austritt aus der jetzigen Regierung. An alle Bauern ergeht die ernste Mahnung, alles abzulieseru, was sie entbehren können, um die Lebens mittelzufuhr nicht zu unterbinden. Die Erfüllung dieser Verpflichtung gibt die feste Gewähr für eine sriärliche Lösung bestehender Gegensätze und eine gedeihliche Entwicklung. Zum Schlüsse warnt Gandorfer vor den Agitationen, die zu einem B a u e r n st r e i k aufsordern. Für die sozialistische Ernheitsfrorrt. München, 9. April. Gestern begannen die Verhandlungen der Mehrheitssvzialisten, die tellweise emen sehr stürmischen Verlauf nahmen. Nach einem Bericht des Gewerkschastssekrctäis Karl Schmidt, der stch für die Herstellung einer sozialistischen Einheitsfront aussprach, winde eine R e s o l ut i o n, iu der die-Ablehnung der Mitarbeit i« der Räterepublik gefordert wird, a b g e l ech n t, dagegen wurde.solgmde Resolution angenommen: Du Kommission wird beauftragt, noch emmal einen Versuch zu machen, du E in h ei 1 s f r o n 1 hcrznstelle n. Güingt dies nicht, dann lehnt hie Versammlung die Mitwirkung an den Verwalnmgsgeschäften der Räterepublik ab. Heute werden die Beratungen fortgesetzt. Die Kasernenräte für die RLterepnbM. München» 9.. Avril. Der Vollzugsausschuß des S o l d o t c-ti r o t e § Münchens ließ Dienstag nachmittags durch Aulos unter die Bcvölkeruna Flugblätter folgenden Inhalts verteilen: Dre heute versammelten Kaiernenräte sämtlicher Truppeitterle Münchens erklären, hinter der auf sozialkommAnistrschrr Grundlage rufgebauten Räterepublik zu st eben, diese im Interesse des Wohles des gesamten Proletariats zn schützen und jegliche reaktionären Eingriffe in entschredenster Weise zu unterbinden." Dre Näte irr Würzburg gestürzt. Würzburg, 9. April. (Wolfs.) Die Räteberrfchast wurde heute in Wrirzbürg durch Soldaten, Studenten und Arbeiter gestürzt. Am Vormittag wurde die Kaserne des 9. 2nfanterisregiments kampflos überrumpelt. Nachmittags wurden die Nesidenz, das Hauptquartier der Kommunisten und darauf der Hauptbahnhof genommen. Die Festung Marienberg war von den Spartakisten geräumt worden. Bei den Negrerungstruppen gab es zwei Tote, bei den Spartakisten, soweit sich ^bisher feststellen ließ, zwei Lote und mehrere Verwundete. Außerdem wurden zwei Zivilisten getötet. Telegramme. Die Lage in Berlin. Die Zahl der bei den Unruhen Getöteten. — Rücktritt der Sozialisterungskommiffion. — Generalstreik der Bankbeamten. — Ledebours Enthaftung abgelehnt. Berlin, 9. April. (Tel. der „Wiener Morgenzeitung".) Im Untersuchungsausschuß der preußischen Landesversammlung über die Berliner Unruhen wurde mitgeteilt, daß bei den Jännerunruhen 196 Personen und bei den Unruhen im März 117 4 Personen, meist Zivilisten, getötet wurden. - Die Sozialisierungskommisf ion erklärte in einem Schreiben an den Aeichswirtschaftsminister, daß jede Hoffnung auf ein Zusammenarbeiten mit Reichswirtschaftsamt und Regierung geschwunden sei, und daß sie ihr Amt niederlege. — Der allgemeine Bankbeamtenverband hat gestern den Streik bei den. Berliner Großbanken beschlossen. In der zu diesem Zweck abgehaltenen Versammlung wurde eine Entschließung angenommen, worin sich die Berliner Bcmkangestellten mit der Proklamierung des Generalstreiks der Bankangestellten ganz. Deutschlands e in v e rft wn -i '&**'• öMLregr, .amd diese auffordArn, die 'Arbeit Mn' ^1s>. April einzustelleu, wenn nicht bis'dahin ihre For- LerilugLN Mlgenommetr werden.' — Der. B ü r ger r a t VOA GroßL.erlin hat einen Anfrnf' erlassen^ im dem ex auffordert, den drohenden Generalstreik inft icbtem . Abwehrstreit zu beantworten, . Man hofftmHrigttrs, daß die Gefahr eines. Generalstreiks - -vorläuftA abzuwerrdeu sein werbe. — Wie die „Boftische; Zeitusg"' erfährt, hat die. Negierung den Forderungen^ des geKenwärtig tagenden .RätetongresseZ naM Mewährsng der Immun ität für seine Mitglieder zu- - gestimmt, jedoch nur für die Dauernder Tagung undohne rückwirkende Kraft, daher würde die H a f t-- Entlassung. Ledeboirrs v'bgelehnt. ' Bl-ttige Kümpst in Magdeburg. Magdeburg, 9. April. (Korr.-Bur.) In der. letz-cu Rocht ist es hirr zu blutigen Z u s am« e u st ö U c it gekommen. Eine Moße Menschenmenge versuchte dre „Bolksitrmme zu stürmen. Es entspann sich ti it h e ft rg es Feuer gerecht, m dessen Verlauf die Menge dre Flucht ergrerfen mußte. Es gab einen Toten und mehre re Be rw « u d e t e. Auch vor der Hauptpost kam cs zu S ch re ß e r e re n. Heute früh sind die ersten Rcgrerungslruppen hier emgetroffen. Der Streik wird noch fortgesetzt. Ernstlrcher Widerstand ist den Negrerungstruppen nicht entgegengesetzt worden, obwohl es mehrfach zn S ch r e ß e r en e n k a m. Dre Tnrppen stnd bis zum Zentrum vorgedrungen. Unter rhrem Schutz ist der Verkehr der Straßenbahn wreder aufgenvurnren worden. _ Erleichtersmgen im Grenzverkehr mit Tschechien. Prag, 9. April.. Die Abendausgabe de§ „Prager Tag" blatt" meldet: In der nächsten Zeit werden alle Eisenbahn^ Übergänge und die wichtigsten Straßenübergänge in den sudlrchen Teilen Böhmens und Mährens fmgeben werden. Dre Ersenbahniransporte auf der Strecke Gmüud-Weffcly-Mezrmostr mrt der Zollabfertigung in Suchenthal und Wessely—Mezrmostr wurden Vererts freigegeben. Eine wertere Erleichterung des Grenzverkehrs erwartet, sobald die tscbecho-slowakrscbe Regierung mrt der Errichtung der erforderlichen Anzahl von Grenzzollämtem nach- Hekommen sein wird. Der tschechische PrafideNt ernennt die Regierung. Prag, 9. Avril. „Rarodni Lrsty" meldet: In der heutigen Sitzung des Verfassungsausschusses wurde der Antrag angenommen, daß das Reckt, die Regierung zu ernennen, dem Präsidenten der Republrk zustcht. Em weiterer Antrag, daß, der Prafldent auch das Recht haben soll, die von ihm enrannten Mrurster zn entlaffen, würde abgelehnt. Heimkehr einer tschechischen Armee aus \ Italien. Paris, 9. April. (Funkspr. des Tel.-Korr.-Bur.) Aus Pr a g wird gemeldet, daß mit der R u ck b e f ö r d e r u rr g der zweiten t s ch -e ch o-s l o w a k i s ch e n A r rn er aus Italien in die Heimat begoünen worden rst. Es handelt sich um 50.0W Maim.^ ... : Die tschechische Zettelbank. Prag» 9. Aprfl. (Tel.-Komp.) ' Wie der „Veccrnik" erfahrt, hat Fmanzm'.nister Dr. R a s ch r n bereits den A n s s ch u y zu'ammengestellt, der die Z e 11 e l b a n t b e J tsch eck lf ch e n Staates einrichten soll. In dreien Ausschuß sollen Vertreter der Banken und Sparkassen beiM«(A44 4M KM Dis Divitzenbe der Zrvnostenska Banka. Prag» 9. Aprrl. (Tel. der „Wrener Morgenztg.") Die Zrvnostenska Banka wird eine Dividende von 7V» Prozent, das ist K 15.— wie im Vorjahre zur AusschMmg bringen. _ Schonung der Kleinen Vermögen in Angarn. Budapest, 9. Aprrl. 01,tß. Tel.-Korr.-Bur.) Der Bolkskommiffär für Finanzwesen verlautbart folgendes: .Die revolutionäre Rätercgierung schont jedes k l ei n c Jß er5 mögen, welches aus Arbeitsverdiensten entstanden ist. Dre Unruhe, die insbesondere in den Kreisen der Arbeiter betreffs der Gültigkeit der Lebensversicherungen herrscht, ist völlrg unbegründet. Mrt der weiteren Bezahlung der Lcbensversicherungsprämren kann der Arbeiter bei Fälligkeit auf die Auszahlung der Bersichmmgssumme unbedingt rechnen. Ausländische Industrie-Etabliffemeuts in Angarn. Budapest, 9. April. Das Bolkskommiffariat für. soziale Produktion erläßt folgende Verordnung: Dre im Besitz a u sländis cher Staatsb rirger beffndlrchen I ndust rr c- Etab liss cments sind, wenn zur AufrechterhalUMg des. Betriebes das notwendige Rohmaterial .Md dre Arbeitskraft zur VerKgung steht, i n B e t r i e b z u setzen und unter der Kontrolle des den Betrieb beausstchtigenden>, Arberterrares rmBetrieb zu erhalten. Die ungarische Arbeiterarmee. Budapest, 9. April. (Ung. Trl.-Korr.-Bur) Gestern kanderr m den großen Fabriken und Jndustrie-Etabliffemerrts von Budapest und der Umgebung Arbeiter-Versammlungen statt. Ueberall wurde einstimmig beschlossen, Fabrrksabteilungen der Bndapefter Resewe-Arbciterarmee zu bilden. In dem Beschluß wird versichert. daß die Arbeiter jederzeit bereit sind, die Errungenschaften der Revolution gegen jedm Angriff mit der Waffe zu verteidigen. Trotzki fordert die Ententetruppen zur Waffenstreckung auf. Moskau, 8. April. (Funkspr. des Ung. Tel.-Korr.-Bur.) Der Vollsbeanfrragte für Kriegs- und Marinewesen, T r o tz k r, <, hat an die Soldaten der in Nordrußland befindlichen Ententetruvpen einen Ausruf gerichtet, worin er darauf hmwerst, daß ihre Lage immer schwieriger werde und die englische sowie dre amerikanische Presse schon ganz offen von derhoffnungsl o s e n L a g e spreche, in der sich die Archangelsk-Expedition ' befindet. Dre Regierungen der Ententestaaten seien aus dm vom Sowretrußland angebotenen Frieden nicht ein.gegangen, hätten ^aber andererseits eingesrhen, daß es unmöglich sei, durch Waffengewalt etwaS auSzurichten. Trotzki fordert dreSoldatin, dir daSOpserihrer wankelmütigen Regierungen seien, aukj sich zu ergeben. Die Sowietregierung bürge dafür, daß keinem von ihnen auch nur rin Haar gekriimmt werde.

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