Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1919-04-09 · Heft 81 (9.4.1919) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 81 (9.4.1919)
Date
1919-04-09
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2979076-2979077-2979158--00705-2986027
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Wiener Morgerrzesims 9. April 1919 mrs 1 Dermruderung der Volkswehr. j Die italienische Mckitärmissio« hat, wie im Abgeordneten^ Haus gestern mitgeteilt wurde, beim Staatsamt für Aeußeres dit Verringerung der Volkswehr angeregt. Die bezügliche Note, dit sich von jedem feindlichen Ton fernhält, betont, daß Italien du Schwierigkeiten der deutschösterreichlschen Republik durchaus uichj verkenne, jedoch auf die Bestimmungen Hinweisen müsse, die be? im Boriavr abgeschlossene WasfenstMandsvertrag bezüglich des Oesterreich gestatteten Truppcnzahl bestimme. a AblSsAng -er Iagdreservate. DaS StaatSamt fiir Land- und Forstwirtschaft teilt mit daß eS einen Gesetzentwurf ausgearbeitet hat, in welchem eint entschädigungsweise Aufhebung oder eine billige Ablösung ally Jagdrechte auf fremdem Gut und Boden vorgesehen ist. Da abef die JagdrechlSangelegenheiten in die Kompetenz der Landes» gesetzgebung fallen, wurde der Gesetzentwurf an sämtliche Landes regienmgen weitergelntet. Kommission znr Erhebung militärischer Pflichtverletzungen Die heutige „Wiener Zeitung veröffentlicht eine Kund» machung, derzusolge die Kommission zur Erhebung militärischer Pflichtverletzungen ihrm regelmäßigen Dienst ausgenommen hat Ausgabe der Kommission ist die -Erhebung von Pflichtverletzungen von Truppensührern im Kriege, insbesondere haben sich die Erhebungen aus den Verlust von Vorräten beim Zusammcnbruä im Herbst 1S18 zu erstrecken. Aus Grund dieser Erhebungen wrr^ gegen die Schuldigen der Strafantrag gestellt werde«. Beschlagnahme eines Gute« durch eine« Arbeiterrat. Au- Mödling wird uns berichtet: Der Arbeiterrat vor Winzendorf a. d. Schneebergbahn hat die H e r r s ch a f s Emmerbach, welche Eigentum des ehemalige» Erzherzogs Leopold Salvator ist und augenblicklich verpachtet ist beschlagnahmt und i» dasEigentum der GemtlndeWtuzendocf übergeben. Gleichzeitig wurde das gesamte Mobiliarvermogen auf diesem Gute ohm Rücksicht auf das Eigrnttmsrrcht des Pächters sowie sein ganzrj Breh beschlagnahmt. so wie die Schwerfälligkeit der Entente hätten den unnatürlichen Plan gefördert, der sogar antinational sei, weil seine natürliche Folge die Preisgabe von Millionen Deutschen wäre, die in gemischtsprachigen Gebieten wohnen. Die österreichische Industrie habe andere Absatzgebiete und einen anderen Charakter gehabt als die deutsche und die österreichischen Arbeiter müßten die Verblendung und den Fanatismus bitter bezahlen. Hätte Renner^ statt einem blinden Nationalismus zu huldigen und einen künstlichen Staat zusammenflicken zu wollen, die Forderungen Oesterreichs klar formuliert, so würden die drei kostbaren Monate nicht ungenützt verstrichen sein. Entmutigung aller jener, die Oesterreich helfen wollen, Verschärfung des Gegensatzes zu Tschechen und Südslawen, Hunger, Korruption, Gewalttätigkeit und der Niedergang der Valuta seien die bisherigen Ergebnisse der Anschlußpolitik. (Man kann überzeugt sein, daß unser Auswärtiges Amt auch dieser $iuiE mit dem Vorwurf der Bestechlichkeit und des Monarchismus entgegen treten wird. Die Red.) Aus dem Abgeordnetenhaus. Heute hält 8er Ausschuß für Erziehung und Unterricht (Obmann Abg. Dr. An ge rer) Sitzung. Der Ausschuß wird sich mit den vorliegenden Gesetzenbwürfen und Anträgen über die Verstaatlichung der Schule und über Haushaltungsschulen befassen. Die Arbeit des Ausschusses dürfte mit dieser Sitzung erledigt sein. — Donnerstag vormittags hält der Ausschuß für Verkehrswesen (Obmann Abg. To rusch tk) Beratungen ab. Auf der Tagesordnung steht der Gesetzentwurf betreffend die Personalverhältnisfe der Bediensteten und Arbeiter der deutschösterreichischen Staatsbahnen. — Donnerstag nachmittags tritt der Ausschuß für soziale Verwaltung (Obmann Abg. Widholz) zusammen, dessen Beratungen das Gesetz betreffend die Vrrsorgungsansprüche aus Anlaß militärischer Dienstleistungen zum Gegenstände haben. — Die ursprünglich für den 8. d. M. anberaumt gewesene Sitzung des Ausschusses für Gewerbe, Industrie und Bauten wurde verschoben und, fürdet erst nach Ostern am 29.d. M. statt. DieStaatskorrespondenz gegen„Augebereien". Die „Deutschösterreichische Staatskorrespondenz" veröffentlichte gestern abends zwei Mitteilungen der Regierung, wonach sich Bürger der Republik an die in Wien weilenden Ententemissionen mit der Bitte gewendet haben, das Staatsgebiet mit ihren Truppen zu besetzen und eine Reduzierung der Volkswchr zu erzwingen. Ein derartiges an den Feind gerichtetes Ansuchen inuß natürlich auch in einer Republik als Hochverrat bezeichnet werden, weil darin die Herbeiführung erner äußerlichen Gefahr oder eines-Bürgerkrieges liegt. Aber, man muß doch dazu bemerken, daß es in der letzten Zeit nicht an Erscheinungen gefehlt bat, die auch dem ruhigsten Bürger Angst einffoßen müssen. Es handelt sich da einerseits um du-ganz unsinnige, jedes^Maß überschreitende Agitation zur Enteignung des Privatvermogens, andererseits mit die durch kein Gesetz gedeckten Requisitionen der Volkswchr, bei denen stets lächerlich geringfügige Mengen von Lebensmitteln aus Privathäusern oder Gastwirtschaften entfernt werden. Wenn es auch nach keiner Richtung hin gerechtfertigt werden kann, daß Staatsbiirger die Hrlse der Ententetruppen anrufen, so hätte man doch von der Regierung erwarten dürfen, daß sie solchen Erscheinungen gegenüber wenigstens so viel Energie anden Tag legt, als zur Wahrung des Scheines notwendig wäre. Die Negierung hat auf alle Beschwerden stets nur ein Achselzucken als Antwort. Wenn sie jetzt von Angebereien spricht, so müßte sie sich doch zuerst fragen, ob eS denn wirklich so unbegreiflich ist, daß sich em um sein ehrlich erworbenes Gut besorgter Mensch angesichts der Passivität der Behörden au die Okkilpationstruppen wendet. , Die Abfahrt der Erzherzoge. Wie wir hören, werden du Erzherzoge, die auf Grund des Beschlusses der Nationalversammlung Dcutschösierrcich verlaffen müssen, in sechs bis acht Tagen Wien verlaffen. Em Spezialzug, der von der Entente geleitet werden wird, wird sie nach der Schweiz bringen. , Telegramme. Generaloberst Hazai verhaftet. Ferner Minister a. D. Balogh und höhere Offiziere« Budapest, 8. April. Wie „BöröS Katona" meldet, wurde» die gewesene» Minister Hazai und Eugen Balogh nachts vev haftet. Ersterer wurde in das Sammelgefängnis überführt; während sich letzterer «och auf der Polizei befindet. Außerdem wurden verhaftet Md in das Sammelgefängnis überführt bei ehemalige Generalauditor Anton Hohenbnrger sowie die gewesenen Offiziere Ludwig Egyed, Ernst Patoki, Balthasar Laug und bet gewesene Gendarmeriemajor Josef Zselyanka.?- j Verhaftung des Generaldirektors der Pefter Ungarischen Kommerzialbank. Budapest, 8. April. (Urrg. Tel.-Korr.-Bur.) Gestern rsi der Generaldirektor der Pester Ungarischen Kommerzialbank, Leo L a n c z y, in Balaton Füred in Gewahrsam genommen worden« Er wird nach Budapest überführt werden. - Zwangsweise Einreihung von Offizieren in die ungarische Rote Armee. Budapest, 8. April. (Una. Tel.-Korr.-Bur) Da^Wolks» kommisiariat für Heerwesen veröffentlicht einen Befehl, wonach jeder Gagist des aktiven Standes, sowie jeder nicht in einer Raugsllaffe eingeteilte Gagist und jeder Berufs» Unteroffizier des Aktivstandes verpflichtet ist, sich zum Eintritt in die Rote Armee zu melden. Wer bis zum 15. April dieser Aufforderung nicht entspricht, wird vor ei» Revolutions gericht gestellt. Falsche tschechische Banknoten in der Slowakei, Prag, 8. April. (Tel. der „Wr. Morgenztg.*) Wie du tschechischein Blätter meld-n, ist die Slowakei mit falschen Bank» notenstempcln der tschecho-slowakischen Republik überschwemmt. Nr. 81 __ ÄZien, Mittwoch Inland. Gegen die Koalition. Eine stürmische sozialdemokratische Versammlung. Im Kolosseum fand gestern eine Versamntlnng der radikalen Sozialdemokraten statt, die in sehr erregter Weise gegen die Koalition protestierte und dis Inkonsequenz der offiziellen Sozialdemokratie verurteilte, die sich mit den reaktionären Christlichsozialen und Agrariern verbündet habe. Durch die Lauheit der Parteileitung habe sich ein gwßer Teil des Proletariats dem Kommunismus angeschlossen. Ein Redner, teilte unter stürmischen Pfuirufen mit, daß sich in Berlin ein „w ir tschaftlicher Hilfsversin für das notleidende Deutschösterreich" unter der Leitung des früheren dentschradikalen Abgeordneten Pacher gebildet habe, der Geld sammle und es verteilen solle. Dieses Geld werde aber dazu verwendet, um ein Hilfskorps unter Hindenburg aufzustellen, welches gegen die Bolschewiken kämpfen soll. (Zwischenruf: Und die Werbung wird im Staatsamt für Heerwesen vorgenommen!) Die Versammlung, welche einen kommunistischen Redner nicht zu Wort kommen lassen wollt«, nahm schließlich mit allen gegen fünf Stimmen eine Resolution an, in welcher gegen die Koalitionspolitik der sozialdemokratischen Parteileitung entschieden Protest eingelegt und die Partei aufgefordert wird, die Koalition zu lösen und den Kampf gegen den Kapitalismus auf der Basis des Klassenkampfes aufzunehmen. Es wird ferner ein Bekenntnis zur Räterepublik abgelegt. Eine scharfe Kritik der Anschlutzpolitik. In der „Basler Nationalzeitung" vom 3 .April wird die Herfehlte Politik der deutschösterreichifchen Regierung in der Frage des Anschlusses an Deutschl-nd in entschiedener Weife kritisiert. Staatskanzler Dt. Renner habe einem Schweizer Journalisten erklärt, 95 Prozent der Oesterreicher seien für den Anschluß. Das Basler Blatt möchte hinter diese Ziffer das größte Fragezeichen gesetzt sehen. Dir Oesterreicher seien «her die Aussichten, die sich Wien und seinem Hinterland öffnen, wenn erst mit der K< iegsübergangszeit der pathologische Haß in Tschechien sich vermindert haben werde und über die Vorteile, die Oesterreich für seinen Verzicht auf Selbstmord geboten werden, getäuscht. Die Nachricht, Oesterreich könne für seine Zustimmung zur Neutralisierung das deutsche S.üdtirol und die deutschen KomitateWest- Ungarns erhalten, e v e n t u ell "a u ch D e u t s ch- S'üdmähren und das südböhniische Gebiet des Böhmer Waldes, beruhe auf Wahrheit, obwohl has amtliche Wiener Korrespondenzbureau in jenem Tone, den es aus seiner k. k. Vergangenheit gerettet habe, sie bestreite. Niemand auf der Welt wünsche Wien zugrunde zu richten, bloß die Ratlosigkeit und der Fanatismus seiner augenblicklichen Herren treiben eine Politik, die zu jenem Ziele führen müßte. In den Massen Deutschösterreichs lebe keineswegs ein so starkes deutsches Nationalerripftnden, daß die Oesterreicher lieber mit Deutschland hungern nmd gehaßt werden wollten, als in Selbständigkeit und in freiem Wirtschaftsbunde mit den Nachbarn ein ftiedliches Leben des Aufschwunges zu führen. Rennen, der früher selbst ein Anhänger drr österreichischen Konföderation war, suche mit dem Uebercifer des Apostaten zu verbrennen, was er früher angöbetet habe. Die Verzweiflung dev Oesterreicher und der häßliche Imperialismus der jungen Nationalstaaten Brief aus Palästina. . Rene politische Parteien. — Die Arbeitslosigkeit. Die türkischen Grausamkeiten. ' ’ (Durch das Kopenhagens Zionistische Burean.) Jaffa, Anfang März 1918. Das öffentliche jüdische Leben m unserem Lande ist jetzt größtenteils mit den Vorbereitungen zu der bevorstehenden konstituierenden Versammlung in Anspmch genommen. Es soll eine richtige Konstituante der palästinensischen Juderrheit geschaffen werden. Wir hatten bereits zwei konstituierende Sessionen, die sich aber, da Galiläa noch nicht vom türkischen Joch befreit war, nur über Judäa erstreckten. Nun soll' die Gründungsversammlung des ganzen befreiten Palästina die vollständige Reorganisierung des jüdischen Lebens vornehmen und es in neue zukunftsreiche Bahnen leiten. ß ' Uebex die Gründung des „HaeSrach" ist bereits ausführlich' berichtet worben. Inzwischen hat sich eine neue Partei gebildet, die sich in weiten Kreisen großer Sympathie erfreut. Es ist die radikale-nationale Partei, an deren Spitze der bekannte Pädagoge Dr. Turow sowie die Herren Berlin und A. Ludwipol stehen. Sie soll gewissermaßen die Mitte bilden zwischen dem rechtsstehenden Haesrach und den radikalen linksstehenden Elementen. Bezeichnend ist die Devise dieser neuen Partei: Stets nach links und nicht nach vechts! Wahrscheinlich werden sich zahlreiche intellektuelle Elemente dieser neuen politischen Partei anfchließen. Ahtzv auch die Rechten, die wirklichen „Schwarzen", ruheu nicht. Der bekannte Vertreter des extremen alten Jischnbs, Rabbi Seibele, Dajan in Jerusalem, gründete eine Partei mit dem Namen Jerusalem", die sich das Programm üechcllthat, gegen alles. Neue, gegen den Zionismus und Modernismus Sturm zu laufen. Die letzten Erfolge des.Misrachi, dem es gelungen ist, in den Städten und Kolonien, namentlich aber in Jerusalem, zahlreiche Anhänger zu gewinnen, haben die stoische Ruhe dieser Fanatiker gestört. So entschloß sich Rabbi Leibele, ebenfalls eine politische Partei" zu gründen. Sie ist aber innerhalb der Orthodoxie völlig erfolglos geblieben. Auf einer öffentlichen Wahlversammlung des Misrachi erschienen die größte« Rabbiner Jerusalems sowie sämtliche Dajanim und erklärten ihre Zustimmung für den Misrachi. An der Spitze dieser Rabbiner stehen Gerschon Hurwitz, der Rabbiner üt Meah Schearim (Jerusalem), und Abraham Philosoph, der sefardtsche Rabbiner. Die Poale Zion-Partei in Palästina hat ihren Namen und ihre Organisationsform geändert. Sie hat sich in eine neue selbständige Organisation untre dem Namen „Einigung und Arbeit umgebildet. Die neue Organisation tritt in corpore in den Weltverband dev Poale Zion ein. Zum ersten Male werben bei den Wahlen in Palästina auch die Frauen eine wichtige Rolle zu spielen haben. Es ist dieeine wunde Stelle der gegenwärtigen Wahlkampagne. Die progressiven Elemente hatten die Wahlberechtigung der Frau erst nach schwerem Kampfe durchgesetzt. ES dauerte aber ilicht lange, bis gerade im radikalen Lager schwere Bedenken gegen diesen „Sieg" laut wurden. Denn die wiederholt veranstalteten Wahlen zeigten die Tatsache, daß die Fra« fast durchweg „schwarz" wählte. Man hatte groß« Hoffnungen auf die Agudath Hauaschim gesetzt, ein Frauenverein, der die AnftlärungStätigkeit unter den Stötten sehr rührig betrieben hat. Der Erfolg war aber nur ein sehr geringer. Die Orthodoxen , konnten mit Genugtuung konstatieren, daß in mehreren Gesellschaften und öffentlichen Institutionen. der Einfluß der progressiven Elemente infolge der lebhaften Wahlbeteiligung der Frauen auf em Minimum herabsank« Außer der konstituierenden Versammlung für ganz Palästina sollen besondere Provinz na l-Dor stände gewählt werden. Folgende Wahlkreise sollen ihre besonderen Vorstände haben: 1. Jerusalem, 2. Hebron, 3. Jaffa, 4. die jüdischen Kolonien, 5. Emek Jesreel, 6. Haifa, 7. die unten galiläischen Kolonien, 8. Liberias, Z. die overgaliläifche« Kolonien, 10. Saffed. Die Leidensgeschichte der Juden in Palästina ltttfetf dem türkischen Regime bildet jetzt das Tagesgespräch. Mehrere der früheren türkischen Beamten, die an den schweren Verfolgungen und grausamen Mißhandlungen der Juden teilgeuommen haben, wurden von den englischen Militärbehörde« nach langem Suchen dingfest gemacht. So ist in diesen Tage« der frühere türkische Oberarzt von Nazareth, Hassan Key, verhaftet worden. Er ist einer der Hauptinitiatoren der sogenannten „Spionage-Verdächtigungen", die er als Deckmantel benutzte, um unschuldige Menschen zu mißhandeln und z« erpressen. Ueber die Grausamkeiten dieses Unmenschen werde« die fürchterlichsten Dinge erzählt. Er war eS, der de« jüdischen Arbeiter Schwarz in Nazareth im Frühajhr 1917t den brutalsten Filterungen unterzog, bis dieser Unglückliche durch Selbstmord seinem Leben ein Ende machte. Er war es auch, der seinerzeit den Lehrer Ehrlich auf! das grausamste durchpeitschen ließ und ebenso dr« Mendel Chäukin und den Gemeindevorsteher Rosenberg. Der« Arbeiter Zwi Nadab ließ er kochende Eier unter die Arme! legen, um ein Geständnis zu erpressen. Er kannte keine! Gnade und peinigte jüdische Männer, Frauen und Kinder, Greise und Kranke. Die englischen Behörden waren lange Zeit auf der Suche nach ihm, bis es dein jüdischen Kolvnistc« Gorki, einem seiiiec Opfer, gelang, ihn aufzufinde«. (bg$

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.