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Wiener Morgenzeitung · 1919-04-08 · Heft 80 (8.4.1919) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 80 (8.4.1919)
Date
1919-04-08
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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! Ar.- 80 -mw •fft AM 1919 slfrr*,"«‘" -— Me AwsLNtüM Ist Sägern Ruhe in MLtrcherr. P MLnch«::» 7. Avril. (Korr.-Bnr.) Die Stadt ist ruhig, doch herrscht lebhaft^ Bewegung. In den Straßen' bilden sich Gruppen, die die Ereignisse lebhaft besprechen. Die Straßenbahn verkehrt nicht. Die Geschäfte s: n d g es'ch l o s f e n, e6 finden zahlreiche Versammlungen statt. * Das MMLr auf Seite 'der Kommnuisten. > ' WieezbRrg, 7. April. (Kott.-Bur.) Auf dem Residenzplatz wurde heute die Räterepublik ausgerufen. Die Banke iv das Telephonrmd das T e l e g r a p h e na m t sowie die Z e i t u n g S-r e d a k t-i o n e n sind von KomnumDentlupPen besetzt. Das Militär, einschließlich der Freiwilligenverbände, steht auf Seite der Kommunisten. Seit 10 Uhr vormittags ruht i n s ä m tl i ch e n Fabrik en, Geschäften nsw^ mit Abnahme der Lebmsmittelhandlnugen, die A r b e i t. Die Lifte der BEsLvmmMre. Dle Kommunistsn gegen die Sliiterepubttk. Mikttchru, 7. April. Heute nachmittags wurde die Liste des provisorischen Rates der Volksbeauftragten offiziell bekanntgegeben. Sie lautet: Aeußeres D'r. Lipp, ^Inneres Soldmtnttt, Bolkswohlfa^rt (früher soziale Fürsorge) Hagefreister, BolkSmrfAärung Gustav Landauer, Finanzen Gesell, Justiz K ü b l e r (Mitglied des Bauernrates), Verkehr Paula? um, Land- und Forstwirtschaft Steiner (Bauernbund), VoMwirtschaft Nr. Jaffe, militärische Augeleg«> heiten noch nnbestimmt, Kommissär für Ernährungswesen Wutzel Hofer, Kommissär . für Wohnungswesen Doktor Wadler. Heute nachmittags erschien' eine Extraausgabe öer„NMeN welch« im Anschluß an die Proklamation des. Zentralstes betreffend die Verkündung der Räterepublik meldet, baß die kommnnisttsche Partei es abgelehnt Hab«, sich an der Ausrufung der Räterepublik zu beteiligen, und meint, baß die Uevernayme der MegieritugSgewalt durch' den AktionSmlsschnß, den Zentralrat mrd die drei, proletarische« Parteien nur ein Programm sei, ln de« sich alles im SinnL der Kommunisten mit eiserner Konsequenz abwickte. Vas Organ des VpartakusLunM', die „Rote Fahne-, veÄffentlicht einen Aufruf gegen die proklamierte Räterepublik und fordert die Parteigenossen aus, aller: Schritten der Gründer der Scheinrepublik gegenüber das Mißtrauen zu bewahren. Die alte Regrenmg nach BamLerg abgereift. Anwerbung von Frrirvilligsn. — Pogromhetze, y; Walt«, 9. April. LTel. der ,Mener Morganztg") Ein Erlaß des Ministerpräfidenbyr Hoffmann erklär^ Laß die bayrische Ziegierung nicht zurückgeire ton se i, sondern weiterhin die einzige Inhaberin der höchsten Gewalt bleibe. Hoffmann hat gestern mit ttrehreren Ministern München verlassen. Man nimmt an. Laß er nach Bamberg geresst sei, und von dort die .Geschäfte weiterführeN wölbe. Man hofft, daß es gelingen wird, die Macht der neuen Mteregiernng auf München und seine Umgebung zu beschränken. Angeblich will Hosftnann zum Schutze der Regierung freiwillige Truppen werben. Die zum RäteLongreß nach Berlin abgereisten bayrischen Vertreter wurden telephonisch nach Bahsru zurückberufen. Me „B. g. am Mittag" aus München meldet, herrscht in der Stadt Kühe, aber auf alten großen Plätzen samnreLrr sich Menfchenmasfen, die die Lage besprechen. Am Odeonplatz wurde laut und öffentlich zu Pogromen gegen die Juden und die Bürgerschaft aufgefordert. Die Re)chsregierrm§ erkennt Ssnnetz-Bayern nicht sn. - Wirrlftr, 7. April. Das Wvlsfsche Bureau meldet: Von berufener Stelle wird uns »litgetkilt: Nachdem in München hie Räterepublik auSgeruftn ist, die bisherige Regierung München verlassen har urofc' der Landtag wider Recht und Gesetz aufgelöst worden ist, ist das Verhältnis Bayerns zum Reich in ei« neues S^tadürm getreten? Entsprechend der vorläufigen Derfafsnrrg dürfen im St'wat'LnanssHuß nur Regierungen vertreten sein, die aus allgemeinen Wahlen hervorgegarrgen sind und die ba§ Ver- IVlarrd. Sämtliche Erzherzoge wo Ae« m die Schwerz üderstedekn. 5M entern/it den politischen Kreisen stark verbreiteten Gerächt soll au einem der nächster: Tage vonWirn ans ein S e p a'r-a tzug abgeheu, dec>> sämtliche rroch ans d e u 1 s.ch v st e r r e i ch i s 6) e m , Gebiete befindlichen E r^z« her zöge mit ihren Familienmitgliedern nach der S ch w e i z dringen wird. Unter ihnen soll sich arch Erzherzog Friedrich mit Gemahlin und Kindern befinden. Der ungarische ehemalige Erzherzog Jos e s hält sich derzeit.in Wien bei einem Oberleutnant aus. Die Absperrung de« Lürrder. Vor einigen Tagen hat die Wiener Regierung' die. Neisebeschränkttugen in den Alpenländeru für «ygesrtzlich nnd unstatthaft erklärt. Die Lärrdar antworteten dg raus in folgender Miso: Vorarlberg hat sich!:ber!-.n,'pl abgrsperrt? % ix o i fordert am Einresiegesuch; .ir einem ' Zri.nkrwnenstmn'pet^- ,>Zuwiderhandsftch?" laben,eins. G-idstrL.v :?i:. ^060 äroneie. vt-er' Arrest i'V All jerh.- MouaUn zu gcuun'li^'-n; Salzburg schreibt eine WsiviftZ-rwissigung süllist für. solch" e'M tieiinischr Grii,idbesitzer vor, die nicht ständig nn' L>:nde tvpynen und verweigert die EisskrseerlaubniK irr Knr» trane-n ihrer Bolksve^-tw^LAttDengenießen. Beide Vorailsfttzungen treffen auf via Rö te regier n n g M Ü n ch e n s n ich t z u. 'Sie kann also den: StaatanauSschus;' nicht.üng^reu. Die ReichSretzierrmg nimmt' Kenntmis von der Erklärung des bayrischen MlnisterprüDenteü H'offmasm, wonäch die bisherige RegiEng nicht zurückgetreten ist, sondern nur ihren Sitz von München wegverlegt hat. Sie betrachtet, diese Ke-giarung nach wie vor als den Aus druck des Mehr he i ts w i l Le ns dös bayrischen Bottes Und ist mit ihr der Aufsicht, daß sie die einzige Inhaberin der h o ch st e n G e. w a l t in Bayern und allein berechtigt ist, rschtswirkfame Anordnungen und Befehle zu erlassen. Das weitere Verbleiben ihrer Vertreter, im Staatenaidsschuß wird daher von der. ReWregierung als z«, Recht bestehend «nrerkann^ BelagermrrgSMstemd irr Bsy^rrr. München, 7. April. DaS Geuoralkömmando des ersten bayrischen Armee k o r p s gibt detamü: Unter dem hmtigm wurde die Räterepublik Bayern ausaecufen. Fik dm Bereich der erstm bahrlfche« ArmeckochS wird bis auf weiteres der verschärfte Belagerungszustand verhängt. Znsammmrotlungm und Demonstrationen sind-strengstens verboten. Wer tätlich gegen die Vertreter der Mtereplchbk vörgrht, wer Plündert» wer raubt oder stiehlt, wird erschossen Der Belagerungszustand und das Standrecht werden nur im JnteressederSicherheiidesPrvle.ta.riüts bis auf weiteres aufrechtechalien. Das Recht der S träfe gehört der klassonbewußten Arberters ch aft! Die revoMo«aren Soldatm, die den Schutz der Arbeiterkkassen übernommru haben, sorge« für die DurMthnrug dieser Anordnungen. - RsgenShMg für dis ALLereMMK, . RegerrobttVg, 7. April. Heule mittags hat sich der Arbeiter¬ und Soldatenrat, der auZ Bertretem der vereinigten soMisttschen Parteien besteht, f ü r d i eR 8 t er e p n bl i! emärt. Nnr ritte einzige Stiurme war dagegen. Der WiderhaL in RAmDseg. RLrÄbeVT, 7. April. Die Ausrufungder' MterepAbsik in München ist von der Oeffenilichkeit mit R « h e a «f g eu o m m e n wordm. Der Verkehr in d.m Straßen ist normal. In. den Fabrikm wird noch gearbeitet. Die NHrmdergSV Komrimniste^ 'gogerr jedetr Kuhhandel mit den MehrheitsssAMrste«. München, 7. April. Die kommunistische Partei in Nürnberg hat, wie die. „München-Augsburger Zeitung" meldet, für Lie Bildung einer bayrischen Rätersgicrrmg eine Reihe vo» Mindestforderungen mrfgestellt, darunter die Bildung einer Rogiemng eur neun VolMeauftragten, tvelche diktatorisch die gesamte gesetzgebende und vollziehende Gewalt «usüben soll, ferner die Bildung einer Roten Armee, sofortige Auftrahme der Beziehungen zur russischen und ungarischen RStereprcblik mrd Errichtung von Revökütionsgerichteu. In einer gestern in Nürnberg abgchartrrceu stürmisch verlaufenen Versammlung her Kourmunssteü erklärte der Führer der Nürnberger Kommunisten Dr. Bö heim, baß seirce Kartei gegen jeden Kuh H and el mit der Mehrheitspartei sei. Er selbst habe das Attfimw«,. daS. Justizministerium zu übgrttehmm, abgelehnt. . Bemerkenswert ist, baß in^ der fetzig«: Beweguirg die Bsümtenschaft zunr erstenmal sich politisch beteWgt. Auch die Studenten Lretm nnümehr politisch auf. Di« Bürgerlichen verhalte» sich bis' jcht geg«:übrr der Rüirrepublik ablehnend. Hoffrnmm Lbrr dis EiirberAfmrg des Zarrv- Lages. s MAnche«, 7. April. MnrsterprMstt Hoffman« stellt in' A b rede, daß die Emberustmg des Landtages gegen die Regierung gerichtet' gewesen sei. Er erÄärt im Emvrrnehtnrn rnit dem Prästdentm dcS Landtags, - Franz Schmitt, .dcch dir Eiuderustmg mit feinem «nd dem Emverftänvnis aller Parteien erfolgt fet und daß der Landtag nur zwei oder drei Tage hatte beraten sollm. Der „Vorwärts" gs§s« LLs Dikrtatrrr. Berli«, 7. April. In Besprechung der Ereignisse, in München schreibt der ^Vvrwatts": W:rs jetztin Bayern, wird, weiß kein Mensch, aber für die bayrische Sozealdcmokratle gcht es jetzt nur.eine Aufgabe: sie muß den Wrg zur Demok r a t i e zurückfinde n. Sie muß rmd wirb hoffenürch fordern, daß die SowietverWvvg mcht .eherin Kraft trete» darf, als bis ste vom ganzen b ayrrs chen. Bo .k tu geheimer Abstimvnmg vestätM mrd. B:s dahm rst vre Herrschaft des Münchner ZentralrateS eine a u f k e ine r l e: Rechte gegrÜvdeteGewaltherrschaft. etisnafeiga» jorte. In Kärnten darf niemand Nngsr als drei Dage weilen rmd Oberösterreich dekretierte vm 4. April, daß die Einreise nur ans Grund einer Bewilligung der Landesvegievnug. aber mrch dann nur im HöchstauSmaß von 14 Tagen gestattet ist. DieStrasanLrohung ist identisch mit der trwlischen, Ausnahknen. zetten nur für jene Perfsuen, die .^ächste verwandte". in Oberösterreich haben.. 4 >- Die LMtdiKgswshr irr SalASMg. -'s ^Salzbrrrg, >7. April, Worr.-Bur.) Gestem haben hier die LMdtagswahben ststtgeftttchen. Don den 40 zu besetzenden Av^rdatow >«chieltstt die - SyKkal-denBoÄatLN 12,'die LlMtlichssziaLen 19, die gekoppelten deutschfreiheMchsn- Parteien 8 Mmttmte und die Pt-n-zgamr MrtfchastsparLei ein tLnLer den Gewählderl befinden siK die NationalrAe'Preuß'ler und WrLternigg (SvziaÄ^mökrüt«l) und Lachner (christlichfvzial), ferner Bürgerrneister jO-lt VM SsMmg nnd -'wei Frauen. - Noch deu hier o0N.l?gsAden Mldrmgsn nahmen die 'Wühlen im ganzeI'o rche einen r-uhlgsn Berkaikf. Di?. Wahlbeteiligung-io. W-: Stadt GaMrrrg -war se hr nr n ß i g, kaum 80 Pw-e:.-' >-?•?* tista:'s-'-."-echsig-en wü.rrn an der Urne erschiene-^ Die LLrrdeVüonfersn^ ' Die Land erkonftrenzbeschäftigte sich gestern MachstÄntÄ.. Mierbrmgwg jenerdentfchenLehrer, die tnfplfie hA Sperrung»deutscher Schulen in den südlichen Gebieten des eh» maligen Oesten'eich stellenlos und stüchtia gewordm sind.. Dpi Vertreter der N n t e r r i ch t 3 v' e r w alt n n g gab dir Eft kläruttg ab, daß diese Mi cher Unterbringung solcher Lehrpersouai im' Gebiete Dcutschösterrüchs außerordentlich interessiert fet mül hierbei im Einvernehmen mit den Ländern vorgcheu werde. Bo» Len Vertretern der Lander' wurde das größte Entgegeukormm» zügesagt. - > - . ' Sodann gelangte die Frage der Prämien fiir VichliefermtzH nach"Wien zur Sprache. . :J$' In der Debatte würde . die Notwendigkeit einer Steiger«»« tzer B i e h l r e f-e r n n g e u - für Wim Mcits anerkannt und.. die verschiedenen Möglichkeiten für dü Äurchführung eingehend erörtert. .. W Jin weiteren Verlaufe der Berawngm appemerte der Vertreter des Stchtsamtcs für Land- und Forstwirtschaft, Sektion Sch c f D r. Deuts ch, bezüglich deK H ol-- e x v 0 r t s an die Vertreter der Länder dringendst, baldigst bw Holzlandesstellen M errichten, welchen die Beschaffimg dH Holzes in den einzelnst Ländern in zweckmäßiger Weise mögll« sein wird. . RsichsLorrfersrsz der SoltzLtenrüLc. - 'Am 5. und 6. April fand in Wien die Reich'Äo konferenz der Soldutenr äte Deutsch öfters reichs statt. / .r Gegenstand' der Verhandlungen bildeten svlgenbd! Fragen: GeschäfLsordnung, Tätigkeitsbericht, Volks-, wehx, liquidierende Stelle, Po litifche Laze «nds weitere Aufgaben der Soldatenräte. - /$ ' Die Kvrrferenz würde durch eine Ansprache tkßi Staatssekretärs Dr. D e ul sch eröffnet, in der er siH inöhnlicheL Meise wie Sbastskanzler ^>'r. l^Ämer übeK das Rätesystem aussprach. Aw der Debatte kamen auchs sehr r a d i k a l e. S t i fit weit zum1 Ausdruck; t&ej neuerliche Rede, die Dp. Deutsch vorgestern hielt, der-, anlaßte die Versamnilung, dem SLaaLssekretLr da Bert rau e n aus zu sprechen und von dem sprünglichen.Plan abzusehen, wonach die.' SoldatenrLttz einen VertrauenZmaNN als UntersLaatssekreLLr in daA StaaLZamt für.- .Heerwesen. hatten entsenden --sollen. | Die. Konferenz beschäftigte sich' irir übrigen mW materiellen Fragen der Svldatcnräte und nahmt eine Resolution an, in der sie das Proletariat der Weist begrüßt und erklärt, auf dem. Boden der s 0 z i a li st v{ schon Nepublik zu stehen; von den Volksbeauf^ tragten erwartet sie ehestens Verwirklichung der Sv^ zialisierungsmaßnahmen der BermL-i ge ns ab gäbe und ähnliche einschlägige OwgaKg satlönsarbeit. . v '■>£ :*&?% Die GeMLTNderaLswLhleu. . Die jüdische Orthodoxie für die sirdischnationale Liftes Die. Jüdischnationale Partei hielt am gestrigem Sonntags vormittags 10 Uhr, im Kolosseum, 9. Be-l zirk, Stußdvrferstraße, ihre erste große WühlcrYersLMM-, luNg ab. Die Versammlung war außerordentlich Mlö besucht. In seiner Eröffmmgsrede wies Herr Doktor Isidor Gchalit darauf hin, daß die Parteilsivuny mft der' Uufstellung eurer eigenen Kandidat euliftrz für den 9. Bezirk dmr dringenden Wünsche» Wählerschaft entgegenkomme, welche darüber Beschwerde! geführt hat, daß die Jüdisch-nationale Partei bei drry Wahfen zur KonsLittrante sich lediglich' auf die Agita-- LionSarLeit im 2. und 20. Bezirk beschrünlte. Im Nütz« schtusse hieran enttviwelte Dr. Bruno Poll nck-.' Par.nan, der als Lrstenführer in RussiM Wx rwrmnen ist, sein wirtschaMches, nnd politische gvamm, das mit lebhaftem Beifall mifg-snommen NM' Frau Arntta Müller gab eine Darstrllnng der fassenden sozialpolitischen Aufgaben, mit welchen dLe? jüdischen Vertreter im Gemeinderat und im LarrdtW wie auch im Bezirks rate sich' zu beschäftigen ha werden. Abg. Stricker schließlich verwies dar> daß die MischLN.-WgeordireLen nicht Nim die jüdische^ Interessen, sondern überhculpt die deutsch'österreichLs Interessen der jüdischen Wählerschaft zu nertrete« — Die Airftnrhme, welche die Versaminlung diefttt p«h; grammatischen Ansführrmg-yn bereitete, Zeugte anr'hestey dafür, daß die Ansstellnug eigener Kandidave» für diefttzj Bezirk tatsächlich einem tiefempsirndeuen BedürfM '—1 Wählerschaft entspringt. v Bon besonderer BedeuWng ist es/ daß! Hiery S. Kohrr, welcher unlängst als Vertreter der jüdischL»; Orthodoxie Dentschösterreichs an: 'Weltkongreß deL Orthodoxie in Zürich teiLgenorttmLn hat. im Namen hinter ihm stehenden Kreise die Erklärung vbgab, daß nach ihrer Ueberzeugung lediglich' die Jüdische nationale Part wahrzunehmen wisse d0xen Kreise beschlossen haben, für die nativ nale Liste einzutreten. > :M ei wirklich die jüdischen Jirteresfezy se, so daß die jüdisch.-vrtho^ % \. MKHLerVersamMlrmz. - , Donnerstag den 10. d. M. findet um G UW abends im Hotel Arco, U., Rotenftemgasje 7a, ein« Wählerversammlung statt. Redner: Dr. Isidors S ch a l i t, D. Jakob Ehrlich und Pr. LeopoM Plaschk.es. Thema: Die Gemeinderatswahler^ L LesS. Kurzer, Wkrr, U, WeMaynfiraße 23^ Telephon 31537. „Me? .—— ——» 7 r* "j 77-—■ ~ -4Va . ’ k

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