Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 80 (8.4.1919)
- Date
- 1919-04-08
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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SeVe 4 ' Men, Dienstag LbLLgraMme. ■ tDie Triester SoziMstLu für die DrNaLrrr des Proletariats. ,' Flume, V. April. (Tschecho - flowakischcZ Preßbureaus.) lDer Triest« ,Lcrvoratore" vom 4. d. M. berichtet, daß!die Triester sozialistische Partei in ihrer Haupt-! oersammlu.ng am 3. d. M. folgende Entschließung ungeinommen habe: Mit Rücksicht darauf, daß nur die Diktatur sdes Proletariats dem Sozialismus zum Sieg verhelfen!könne, beschließt die Hauptversammlung, die künftige Tätigkeit der Triester sozialistischen Partei an der Seite ihrer, wackeren -.Genossen in Italien mit jeneu Prinzipien in Einklang zu bringen, welche durch Leut« und Trotzet verkündet ^worden waren.! Nachdem die Hauptversammlung die nationale Politik Piitonis verurteilt hatte, brach sie in den Ruf aus: „Es. lebe die dritte myskv.witrsche Internationale!" ' Psgromhetze in München. Berlin furchtet die Rachahmuus. r Berlin, 7. April. (Tel.-Kump.) Die Münchtter Er^ 'eigrrisft werden in der Berliner Abendprrss« eingehend erörtet. Man hofft, die Bewegung auf München und Umgebung beschränken zu können. In brr Provinz Herrscht größtenteils noch Ruhe. Fisher liegen nur auS Fürth Noch richten vor. denen zufolge heute vormittags auch dort die Näterepub lzk aus gerufen 2vnrde. München selb ft ist ruhig. Der General-- streik ist ausgerusen, die Geschäfte sind geschlossen, der gesamte öffentliche Berkehr. ruht. An den Straßenecken und Plätzen bilden sich Gruppenvon Menschen,, dis die Ereignisse besprechen. Es wird sogar laut zum Po» sgrom gegen die Juden und gegen die Bürgerschaft aufgefordert. Ein Anschlag nennt als Führer des Räterepublik Nikisch, Landauer, Mühsam, O.-Qndo r fe.r, Dr. Franz Lipp und Albert Schmidt. Das ,berliner Tageblatt" zieht die Rückwirkung der Münchner Ereignisse auf Berlin M Erwägung und meint, selbst wenn der «ht 9. April zusammentretende Rätekongreß, ‘ der unter dein Einfluß der dritten bayrischen Revolution steht, tu seine« Entschließungen radikal vorgehe, sei dem Umsturz i n Berlin noch lange nicht Tür und Tor geöffnet. In Berlin seien die Widerstände weit energischer als in München. Das Blatt schreibt dann weiter: Der Münchner Wahnsinn kann wegen der Friedensverhand-. lungen einen ungeheuren Schaden cmrichten. Kommen Ähnliche Entschließungen aus dem Rätekongreß zustande, dann wird das Rüresystem überhaupt jeden Kredit verloren haben. Der Kampf ist MASsaÄt er muß gnsgefochten werden. , / ^: ' . AnerkermrmZ der SsigsNZischem Mdtscherr $latiomaMiU durch die westuLraiuiZche Aegieruug. S16 n i 3 l ö uf 8. April. Der AVeaiuischs Pressedienst meldet: ^NsPnbLira" berichtet, Laß das Staatssekretariat des Innern in kurzer Zeit ein Gesetz über die jüdische Autonomie dem ukrainischen Nationalrate vorzuleaerr beabsichtigt. Bis z« dieser Zeit werden die VezirksZommissariate angewiesen, de» Beftrebnngen der Inden nach politischer Organisation keine Hindernisse in dev Weg Zn legen. Als RepvSsentationskSrPer der Inden gelten die auf Grund eigener Wahlordrnmg bereits gewühlten oder z« wühlenden jüdischen OrtSnationakr 2 t e. Ms die höchste autonome jüdische Behörde im Lande mit Steuerhoheit für die jüdische Bevölkerung ist des ostgalizifche jüdische Nationalrat mit dem Sitze in Stanislau mrzusehen. Tschechische Propaganda für das tschechische Schulwerk in Wien. » Prag, 7. April. (Tel. der -,Wr. Morgemta.") Gestern fand hier eine MamfestationZversamrnlmrg .für eine tschechische Schule in Wien statt, m welcher für chm Wiener Komrnsky-De.rew Propaganda gemacht wurde. Unter .andrem ergriff der Präsident der NaNünalversammlung,, T o m a s ch e!, namens der tschecho-siowaktfch« sozialdemokratisch« Partei das Wott und verwies auf seine langjährige Wirksamkeit für tschechische Jntcreffm in Wien. Nach ihm sprach Unterrichrsminlstrr H a b e r m a n n, der im Namen der Regierung erklärte, daß der Staat für die Tschecho-Siowak« alles lun werde, nicht nur daheim, sondern mich außerhalb der Grenzen. Die Republik sei verpflichtet, die tschechischen Schutzvereine zu unterstützen und der Mimsterrat werde fytergn das Seme tttt reichsten Maße htn. Die tschechische Agrarbank. . Prag, 7. April. (Tel. der;3Br. Morgmztg.^ In der gestrigen Generalversammlung der „A gr a r n i B a n k a" wurde beschlossen, aus dem rund 1'3 Million« Krön« betragmden Reingewinn eine sechsprozentige .Dividende zu verkeil«, md das Aktienkapital von 20 auf46 Million« Kronen zv erhöhen. Die Bant wird in Zrrftmft dm Lite «Tschechv-slowakischr Agrarbank" führen. l Die tschechische Valnta. Prag» 7. April. (Tel. der „Wr. MorgenzLg/) In der SamSkagstyung des Finanzausschusses beim Finanzministerium referierte der Vertreter der D e v i s e n z e u t r a l e über den Stand . hes Kurses der tschecho-slowakischeu Krone in der Schweiz. Der Rcierent erüü-.te, das Sinken des Kurses sei bloß vorübergehender Rat u r und beruhe einer- .fcitä ans den politischen Vcrhät.'nrßen irr Ungarn und - .andererseits auf d/> Kopterm'.^e. liKar« hg'oe sich Wieirer MorgenZeArmg L Aprll rsrs ' Nr. SO •»—.-'~M übrigens bereits erhöht. Sowohl die D e v i s e W i e n als auch die Devise Prag sind wieder gestiegen Md notier« gegenwärtig: Wim 19, Prag 24*/.. > Die EnLeigrmng. des Grotzgrrrndbefitzes. in Tschechien. ' z Prag. 7..' April. (Tel./ der „Wr. Morgemtg.*) Im Laufe dieser Woche wnd die lmrdwirtschastlichr Ksmwiffimt ihren Bericht über die" E n t e i g n ü n g des, G r o ß g r u n db e s i tz'e S fertrgstelken.'Wre der aararische ^Becer" ersäbri. wird die Enteignung vier Millionen Hektar, das find 81 Million« Metzen Großtzrundbesttzböden umfassen, wovon 10 MMon« in de« böhmischen LändÄn und 11 Million« in, der Sitzchgker liegen. __ > Tagesbericht. OSfLerreichischsr TrrberKrrLofetag. Wie Schlntzfitzvns. -- Heilmittel «rrd Detzandlmtgso methodeg. Nach Leu». sozialhhtziLnischm Erökterunaen der ErsffnungS- - sttzrmg kamen .in der SchluWrmg des Tnberkulose4aseS die Kragen der H e i l n n g u n d B e h a n d l n. n g zvr «Sprache. Die Bavackenbcnrte». PrümriuS'Dr. Emil A d l r r (Salzburg) behandelte dir Fragt der T n d r r k u l o f e b a r a ck e n. Seine EriahrMg« uni den seit 1918 betrieben« „balbpermanemm" Baracken waren in jeder Hinsicht g n t.'Auch Dozmt Dr. Tele k>y betonte, daß die mrgünstige Beuttrilüng der Barack« Mgerecht ist; wa» soll sie, wmn irgendwie möglich. Kr Wohlsahrtzwecke benützen. Interesse hes Staates gelegen fei, daß die Krankheit' energisch bekämpft und Lie invaliden Malariker möst> lichst arbeitsfähig gew-Lcht werden^ Die Schmtzizssür Mener Kinder. "'7-, Zürich, 6. April.' (Tel.-Kourp.) Die Schweizerische Telv» graphm-Jnformation meldet: Unter ■ dem Vorsitz des Schriftstellers Bicrbaum hat sich ein Aktionskomitee für Wie n gebildet, das in seiner ersten Sitzpng. den Beschlich faßte, 200 0 W i e n e r K i n.d e r aüfzunchimn und in der Schweiz unterzubringm. 1400 Fanlilicn in . Zürich .haben sich spontan bereit erklärt, die Kinder, bei sich in Wohnung und Bervstemmg zu nebmm. Die Wiener Behördm werden von diesem Beschlich oWell verständigt werden. ' , Die SoMWrrnwg der Theater. H 8« einer gestern stattgefundenerr Schanspielerverfamnrlung sprachen die Herren Stern und Dir. Bach über die Sv«, zialtsierung der Theater. F« der darauf folgenden Debatte sprachen Dr. F v i'e d l ä n t> e r. und Dr. Kraul für den Kommunismus, Direktor Höllering und DireKvr! Dir. Geher für den Standpunkt der Unternehmer.. Auch der OLerregisseur Egon . Brecher ergriff das- Wort und! erklärte: ^Jch bin jüdischer Sozialist, gehöre den jüdischen Nation an. Ich kanu mich am.allertvenigste»! zur deutschösterreichische« Sszialdemokcalie bekennen, weil in: Stockholm vrft 36 gegen 1 Stimme die Juden als Volks anerkannt wurdm. Diese eine Stimme war vom Vertreter dev dentschösterretchischen Republik abgegeben worden und den Die Lichtbeharrdlmrg der Tuberkulose. AlS - eine der wichtigstm Behandlrmgsartm wurde di« S t r a h,l e u 1 h e x a p i e von brtt Fachlentm erSrltct. > Dozmt- Dr. v» l z sprach über .die Theorie der Lichttherapi^, indem er zunächü dle hMenilche Bedeutrmg des SonnmlichtcZ erortefte. Als Ersatz für das Sonnenlicht kommen das Aohlmbogenlicht Md Kr die Heilnna der Tnbecknlose auch das DurchMterdampstiHt („künstliche Höhensonne") m Betracht, ebenso wie Röntgen- und Radlnmbehaudlung Mentbehrliche Heilmrchodm wurden. . ■ ‘ ■ Primararzt Dr. Angnst Sch § nseld (Wim) beschWyt sich speziell mit der R 8 n i g e« b e b a n d l « n g, durch d« nicht fcer Bazillus, svnd«v sein R 5 hrb 0 de« «MMich gemacht wird. / Großes Interesse weckt« di« AussÜhrnag« mm Dr, Hermann v. S ch r ö't t e r, der während deS KsegeS Studien t» Palästi«s mach« konnte «nd feststellt, daß erfolgreiche Kurm sowohl in Gebirgshöhen wie cnipder Meeresküste im Süden, aber auch in mittler« Lag« möglich sind. Wem dir Heranziehmg der Dächer im Dunste der GroMadt einen Fortschritt bedeutet, ist.es doch nur ein Notbehelf. Dri v. Schcötter gibt eine eingehende theorriffche Darstellung der LichtwirkMgen Md' befürwortet die Einsetzung eines besonderen Komitees, das die Lücke« der bisherigen Forschung ergänz« soll. Dir systematische staatliche Unterstützung dieser dmch den Krieg uuterbrvchmen Arbeiren ist dringend geboten und der Besonnung ist sowohl im Städtebau wie namentlich bei der' Errichtung von HMaustalten eine weitaus größere Wirkungsmogliehkrit einzurÄum«. . Im Anschluß an dicke ausführliche Dorträgm schildert Dr. Z e m o.ck die günstigen Resultate der QuarzbehaMung bei tuberkulöser MittelohrenizündMg; Obeckauitätsrat Dr. F^r t e b weist (in einem Schreiben) darauf hin, daß oft ««M Wedikammttz verschrieb« werden. ' / TnberkuloseLmLrr, , Zam Schluß entwickelt Dozmt Dr. Löwensteiin dm Man der SchaffMg besonderer Tuberknloseämter. Es soll cku K ä t a st e r der Erk r a uk t en geführt werden, und schon , die Säuglinge . müßt« . auS einer tuberkulös« Umgebung «tfernt werden. Durch energische Absonderungsmaßnahmen ist jede Verbreitung dutch Ansteckung hintanzuhaltm, wie überhaupt das Hauplg<?wicht auf die V e r h Ü t« n g der Krankheit zu fege».wäre.. . ' * Heber dickm Man mtspcmn sich eine lebhafte Debatte, i» der Profesior Hamburger (Graz), Dozmt Dr.Telekynnd Dr. G 0 etzl die Gründe für «Nd wider Prüft«. Professor Dr. W i t t e k und Sektionschef Dr. v. H a b e r l e r hielten sodann die SchüOesdm wtzr Würdigung der ftuchtbarm Arbeit« der TagMg. ■ Die For-ermrge« der Mararinkranken. Der Arbeitsausschuß der Malariakranken überreichte gefteru dem Präsidenten Seitz eine Denkschrift, worin die Forderungen d«S Arbeitsausschusses zur Wahrung der Interessen der. MalaSi a k r an ken und!- Zur Bekämpfung und Eindämmung der Krankheit ausgezählt sind. Die Mordnüng legte dar, daß sich in . Deutschösterreich mindestens. - 50.000 Malariakranke, in. Wien allein 10.000> befinden. ES müsse die Forderung erhoben werden, daß die FamUien dbeser Invaliden für die -Dauer der Krankheit 'ihres Ernähreretrre ausreichende Unterstützvng vom. Staate heSommen, um sie vor der bittersten Rot zu bewahren. Ferner müssen alle Vorkehrungen zur Bekämpfung und Eindämmung getroffen werden. Es müssen Spitäler für Malariakranke, dann Anstalten in Höhenluftkurorlen geschaffen und tüchtige-Aerzte angestellt werden. Bisher habe man nur ein Spttal für Malgriakranke in Hütteldorf eingerichtet. Run gestehe aber die Absicht, dieses Spital zu Verlegen, weil dieses angeblich eine Gefahr für die Wiener Bevölkerung bilde. Gegen diesen Plan müsse der Arbeitsausschuß .energische Stellung nehmen. Gerade die Lage des Spitals sei für die Verhütung der . Verbreitung der Malaria günstig, zumal es in Hütteldorf keine Sümpsx und Tümpel, gebe. Auch , müsse den Malariakranken der Aufenthalt iw Prater, in der Lobau, kurz, in allen jenen Gegenden, wo sich stehende Gewässer und daher Mücken befinden, verboten werden. Eine weitere Forderung sei ein« ausreichende > Ernährung der Malaria kranken. HervorragrndeNerzte haben festgestrllt, daß S a lv a r s an und Chinin keine so wirksamen Mittel gegen die Malaria find als eine gute Ernährung!. Präsident Scitz anerkcnmbe die MroMgung dieser Forderungen mtd erklärt«, diese den kompetenten Stellen zu übernlittoln. Er könne jedoch heute schen versichern, daß das Gesundheitsamt der Angelegs-nhsit die pvllste B^aMung zuweydrn. wird, da es. int , Bvtant war ein getaufter Jude. (Pfuirufe.) Für mich gibß es nur eine sozialtst.ifche Frage als. Künstler und ich lehnej - jede Parteipolitik .innerhalb der Mnstlerschaft ab." Auch Herr Knbla gab als. tschechischer Ratrorralist eine glesth-s lcnitende Ervärrmg ab. Es wilrde eine Rxfylution angee nomme», in der erklärt wird,- haß a l.!e D ch a us p i e foii, Wiens sich der spzialiMchen oder kommunistischen .Fachgruppe der geistigen Arbeiter anschließen. Ferner wurde beschlossen, den 1. Mai als Fetertaz zu erklär«, und. und; M die Arbeiter zu spialen, .. i- -s * Der 1. Mai StaaLsfeievtag. Dev Arbckterrat hat gestern abmds m semer Versammlung beschloss«,- den 1. Mai als Staatsfeiertag zu erklären und ihn festlich zu degehm. * Drohender Streik der Post- und Telegrapherrbedienfteren. Bon fett«, der Post-, Telephon- und Telegraphenbcdienstttm droht ein nmrr Streck. Dicker bricht am 10. Aprck mrs, wmn bis dahin die Forderung« nicht ^füllt s«u sollt«. / * Die Klassen lotterte. Wie wir erfahren, wmde 'die G«eraldirckNou dtr Staatslotterie angewiesen, sowohl die laufende XI. österrelchische' Klaffenlotterie, alö auch die anschlichmde»' deuffchösterreichischen Klaffenlotterim streng im' Sinne des veröffentlichten Sprelplanes durchzusHren: nüthin werden Me Gvamye strielplanmWg ohne jeglnhm Mzug bar cmsb^aM DortrLge nnd VersaMmrÄngen.?! Heute, Hil Uhr, findet nu Jugendheim eine Ju g e u b<? v ers ammlung mit der TageSorontMg r „Unsere Aufgabe» «ach dem Parteitags statte Referenten Sr...Rltdo!f G l q n^' Mpm K o h n, Hcmnch M q r g v li e S. S o ze alistjsche -B e.ix einig u» g zstdisch er Hoch--, schüler. Heute, 6 Uhr, im Partrisckretariat, ll., Glocken^ gaff« 8, 8. Stock. Sennuar: Lesung und Besprechung des rommmustischen Manifestes. Leiter: Dr. B i e»e n zu cht^ Gäste Willkomm«. Hmt^ 6 Uhr abmdS, im Restauraud „König David", 14 Untere Augarlmsicaße. 8, findet die ko»-, stituierende Beckammlung. der zioniftischm BestckSoraanifatitzN. des ll. Bezirkes statt. Taaesordmmg: L Referat: Dr."Wa8s T i s ch. 2. Debatte. 8. Wahl deS Komitees. Alle GeffnnuNgS-- aenosffnnen und Gmoffm werdm hiermit j« dicker Bersammlungc Wich emgeladen. __; Die EmLhrttng. .' Amerikanischer Lebensmittettransport in Wir«. ... Gestern nachmittags um & Uhr ist ein ans 80 WaggvÄ bestehmder Lebmsmittelzng m Wim eingelarigt, der eine Ladung von 8 6 0.900 Kilogramm amerikanisch r S Schweinefleisch, primy Qualität (uaUod pork) aus deck renommierten Fabrck von Swift führt. Ein RedaÄmr des .Wiener Bulletin" hatte Gckegeuhnt, d'vr Führer deS ZngM Leutnant der amerikanischen Armee A. R. Dreen, zw sprechen, der interrffante Einzckheitm Über dick« TranSpM erzählte. Der Lrntnannt erklärte: „Ich sichr mit meiuem Zuge/ der aaS 20 Waggons besteht, vor 48 Stunden von Triest ab. Ins Jugoslawien hatten .wir mit verschieden« Schwierigkeiten zu: kämpfen. In Marburg staut«, sich 18 Lrbmsnnttelzüge. der' Entente. Als ich den dortig« Stationsvorfland fragte, wannmem Zug nach Wien abaehm werde, sagte ev nonchalant: In. zwei viS drn Tagen. Nrm spreche ich nur zwei Sprachen, 5l<r eine ist englisch, die andere profan» (zu deutsch „wettet«"). Ick/ sprach profane, und zwar sehr vernehmlieh. Die Jugoslawen' hatten nebm dm amerikanisch« Siegeln cmf d« Waggons auchf jugoslawische angebracht und wollten die mit jugoslawischm^ Steg ein versehenen Waggons nicht weiterg-ehm kaffen. Der Sta-! tionSchef deutete immerdaß die Waggons „hier" bleiberrj mÜffen, während ich immer schrie „no, Visnns, Visnna!"> Schlußlich ließ ich mir durch mrme» Korporal, meinen. Revolver aus dem Waggon holen und daraufhin ist der Zug glatt nach „Yionna'1 .abgedampst. Wir tun unser MÜguchstM tM drr LebenStnittellütze r a s ch n a ch Wien z u b r i n g e n.- DaS Beste wäre allerdings, w.enn unser ck Leute den Eisenbahntransport selbW übernehmen würden. Ausgabe Ihrer Behörde wä« efi: aber, dir Levensmittel, die wir bringe«, ohne jeden Aufschub am die Bevöllenmg zu verteilen. Drr Mfrrktherirht. Die Märkte biet« nach wie vor ein twstloseS Bild.. D!K äm Meng«, die auf einzelnen Maicktgebieftn zum Berkauu m, reichen kaum für d« Bedarf der erst« Bermufsstmtde»« In der G r 0 ß m a r'k t h a l l e gelangterr von dm vov-1 rätig« WO Kilogramm Weichwürsten nur 70 Ktlogramm, Mw Abgabe an Verbraucher, so daß der GckchästSverkehr ans dresemi Marftt gleich nach Eröffnung beendet war. , j In der FischAbteiluna stand« zmläcbst nur eack ganz geringes Quanttun gewäfferter Stockfisrhe zu K. 8.20 bt$ Kilogrmmn zur Verfügung. Hm Laiffe deS Bormittags langtest, noch einige Kilogramm Stvckfrsche mW bv Kilogramm Kabelsatt,^ der K 15.— das K logramnt kostete, rin.! Mck der Bahn sind heut« in der Grüsnnnlthalle 82.700 Kilograumr gepökelte!?, ausländisches Rrndstcksch und^ N,160 Kilogramm st'ffchcL Mndstettch emgt.fonüt.