Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 78 (6.4.1919)
- Date
- 1919-04-06
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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MM '«SM ... Skr. » n. Wien, ..'•■»"»«.. . -.•.. 1 iijj e t fl 1. Dabei ist aber" zu bedenken, daß das vorjährige Defizit Mn 61,516.870 Kronen mit 30 Millionen Kronen' durch'den Rest des im Jahre 1017 bewilligten. .Anlehens bon 80 Millionen gedeckt wurde, während für den anderen Teil die Kaffenbe- Mnde der Gememde und die Erhöhungen der Tarife städtischer Mtrrnehmnngen Deckung boten. . ,-v) Anders verhält sich die Bede ckün gs'f r a ge für den Mstigen Voranschlag, der e in e n B er r i e b S g a n g v o n en n e r B i e r t e 1 m i l l i a r d e . enthält, den g x L ft t e n, ®en jemals der H a n s h'alt d e r G e m e t n b e i e n a n f tri c.S. Es sind viele Projekte aufgetaucht, pm für iWeS Rlefendefizit eine Deckung Zu finden. Unter, anderem das <fnes neuen Anlehens, welches tm Wege eures Kontokorrent- 'Verkehrs mit einer Baut gedeckt werden solle. Mit Rücksicht auf . die gegenwärtigen Berbältniffe des, Geldmarktes, wurde davon .Abstand genomnim. Jur Rathaüse Viani' man nun t i n e H'u ndertproz e n t i g e - E r h ö h u n g d e r Tarife s,.L m t.l i ch er städtischer Unternehmungen,. insbesondere der :<$ a ELcktriz i t ii t su n d Straßenbahnt-a r i f e, um den Betriebsabgang heremzubruigen. Selbstverständlich stehen der Gemeinde noch die Et h ö h tt n g der U'm l a g e n, der Schul-- und Ziuskreuzer zur Bersüguug. Die Umlagen betragen gegenwärtig 87« Prozent und können bis auf Io Prozent erhöht werden. Auch die Zuschläge zu den StaatSmrd Landesstcuern, die gegenwärtig in Wien 'uti Durchschnitte 17 Prozent betragen/ tonnen noch eine Erhöhung bis auf 40 Prozent erfahren. , - .- Mit der Deckung dieses Nicfendefizils wird sich bereits der. -neue Gemeindcrat zu befassen haben. Er wird ein Erbe ohne das -stynotieiuM invöntsrii anzutreten und eine .ungeheure Verantsvortung am sich zu nehmen haben. Die Bevölkerung Wiens, die Mit bewundernswerter Geduld unsägliches Leid bisher' getragen, hät aber ein Recht, zu verlangen,, daß endlich Ruhe und Frieden in seinen Mauern einkchrt, damit der.Wiederaufbau Wiens sich .entwickeln -könne. Rur dann wird sic bereit sein, zu diesem , 'Zwecke Opfer zu bringen. .; . i.. l/i V Das Schlotz von Ober-St. Bort. Das erzbisch Hof-; Mi ch e Schloß in Ober-St. Veit. steht -n n b e nützt. Aus den zahlreicher, Nämnm des Schlosses könnten:29^Wio. h - it:,u n g e n .gemacht werden, was gewiß angesichts der herrschenden Schloß verfügbaren Wohnungen mi Sinne her Vollzugsanweistmg -:tzts'Staatrates für Kleinwohnungen ansordm., Keine Entfernung den Bänke ans den Stvatzen- -ahnivagen. Wie seinerzeit mitgeteilt wurde, wurde in der Hezirksvertretung Innere Stadt von Bezirksrat, F i s ch e r angeregt, auf Entfernung eines Teile? der Bänke ans dm Straßenbahnwagen zweck? Unterbringung einer größeren > Zahl von Fahrgästen lnnznwirt'eu. In einer der letzten Stadtratssitzungen wurde über Antrag des Berichterstatters Stadtrates Schneider /diesem Anträge nicht zugestimmr, weil ' durch diese Mehrbelastung viele Wagen betriebsuntauglich würden. Dieser Gefahr Mise b« den derzeit herrschenden Verhältnissen hnitcmgchalten Werden, . . - . w Die ErKöhrrMF. Die LebeirsrnitteLhilfe der Entente. Ä./ Wie'berichtet, hat vorgestern abends der Chef der -Menbahmulssion der Alliierten. Oberst C a tt s e y, dem Staatssekretär für Aenßeres Dr. -Otto Baue-r erneu Brief dc§ Generaldirektors. . Pst, .ErnähMUgsivesen - Herbert Hw o v e r überbracht, in denk dieser imtteiXt, daß zur Ermöglichung und-' Erleichterung der LebenÄilittelhitse für -die S u,k.z e s-s ionssta a.t e n Oesterreichs r o l l c ü d c s E r 1 e n b a h u ni ateria l der. Eiseubahilnilssion . der Alliierten zur Verfügung gestellt iucvbcu solle. Vom Staats- ’nntt für Verkeh r s w e s e n wird hierzunickgeteilt: . Obschon wir selbstverständlich . hem. Wünschen -Hoovers viv Priorität vor allen änderen - 7Mesörderungen auf den Eisenbahnen, hatten. Der wichtigste.Prinkt 'W gegenwärtig jbw Regelung unserer Angelegenheiten . mit dm ' - iästderrn N a t i o n a l st aare n der. ch>vualigett'iMonarchie. l Von n n g ar n sind wir derzeit vollständig, voll P v l e n Mn Teile vom Verkehre abg'eschnitten/ es i ft a b e r b e- Mi m m t zu erwarten, da ß die En t cn t e i h r e iW u n s ch e in i t G e w a l t d u r ch setze n wir d, um .oamit dM Versorgung Deutschösterrelchs zu verbessern. Ein Beiisviel hierfür bietet der j u g o s l a w j s ch e S t a a t, /dessen. Megicrung g e z w « n g e n wllrde, die sür uns bestiiinnten /'lLebcnsnuttelzüge durchzulaffm. , Der MehlemLauf 'in Wierr. 1 'Das Staatsamt für Bolksernährung teilt mit: . .Ast Getreide 'und Mehl sind mit Ententesnidmi'geu Seutsch'österreich eingelangt: ‘ |^tm 4. April . 186 Tonnets Getreide — 167 Tonnen Mehl Nemeb-. . . . , . .. . . , . .... 1058- .. in W zusanimen 1225 Tonnen Mehl ^Emlallfseit 1. bis üillusive ck.April 1919 8403 Tonnen Mehl -Derzeitiger Tagesbedarf 1122 Tonnen Getreide — 1010 Pnuen Mehl. ._, . Der Marktbericht. ' Lärmszewerr in der GroßmärkthaAe. Die Samstagmärktc, die immer den. stärksten Besuch aufzuttsen haben, warm gestern gänzlich unzureichend beschickt. ' ' Bdr den Toren der G r o ß m a b k t'h a l l.e hatten sich e. Käufer.bereits in der Nacht, um 11 Uhr anzustellen begonnen.;tc vorhandmen Vorräte standen nicht im entferntesten im Vcrlltms.^u den Mühen einer auf der Straße vorbrächtcn Nacht, sa nur 10.000 Kilogramm amenkanischcs'Mkclflelsch''zu'll8n,--- >o Kilogramm vorhanden waren, wurde die Abgabe aus ein alb.es Kilogramm beschränkt. Aber nicht einural dieses Olicuttum Mtcn alle erhalten, da man hei Halleneroffnung tne Kaufistlgen schon aus ungefähr 20.000 Menschen schähte. Auch das vie rayonierten Verbraucher vorbereitete Rindfleisch' erwies sich - äu gerulg. Würste fehlten gänzlich, ebenso Geflügel.' Der jschmarkr bot nur ganz geringe Mengen von Kabeljau, die isch vergriffen waren. , Das gänzliche Versagen der Großutarkthalle löste, bei .denmgen, die garmchtS erhalten konnten,' großen Unwillen' aus, % ftdj ut lärmende n K u n d g e b u ngen v o r" dem a r k 1 a m t.e Luft machtet Etwa'. 1000 Personen '.wollten die. ltttere Ausgabe von Nlndfieich erzwingen, doch konnte, ihrem ounsche Nicht entsprochen, werden,.. da keine wie immer, gearteten vrräte vorhanden warm. Die Polizei machte den Szenen durch numen der Halle ein Ende. Weder mit der Bahn,'' noch' mst Ägezn find gestern Zufuhren eingetrofien, so daß die Gir.o ß- .arkt halle h c u t e . S o n n tag geschlossen lerbt.; . Die G r ü n tv a r e n m£i rite, waren ekwi? bester be-. , 1. Nebm Rübengab e3 Spmat au? Mähren, der-stark beehrt nnd im Handmiidrehen vergriffen n>ar. Wrenev Morgerrzertnng Die neueir Zuckerpreise. Ab heute gelten die neu e y/Z u ck e r p r eis e. R'o hz n ck e r kostet K- 4.72, Weißzu ckerll 5.08 pro Kilogramm. Zuckerausgabe. In der kommenden Woche wird in Wien gegen Abtrennung der, beidm HalbmöNalsabschnitte für Februar Zucker ausgegeben. Die. ans' den Monat Februar lautenden' Bezugscheine und Zuckerzistatzkarten' werden ebmfälls eingelöst. Auch auf -etwa noch nicht eingelöste Zuckerabschnitte aüs den Vormonaten kann nach Maßgabe der Vorräte Zucker ausgegeben werden. Dagegen darf aus März- und Aprllkarten Zucker nicht ausgegeben werden. . );;; ■ : - Bohnen als Zubutze. Für die Zeit vom 3. bis 9. April wird an alle Haushaltmigrn als Zubuße ein. Achtelkilogramm Bohnen abgegeben, und zwar ohne Rücksicht daraus, ob die Hans- Haltungen Fleisch bezogen haben oder nicht. Die-Abgabe erfolgt bei den städtischen Mehlabgabestellen und bei den Konsmnmtenorganisationen gegen Abtrennung des Abschnittes bl des grauen Emkansscheines für Nindfleisch- oder des rosafarbenen Emkaufscheines sür Wohlfahrtfleifch. Der Detarlverkarrsspreis beträgt Li 8.—pro Kilogramm. Abgabe von Anterzün-Holz. Je 5 Kilogramm Unterzkmdholz an. einen Haushalt werden in der Zeit vom 7. bis 12. Apnl gegesi Abtrennung des Wernabschnittes $ der beiden Fleischemkauffcheine abgegeben'. Der Preis ist unverändert. Petroleum- und Kerzeuausgabe im April. Die Nalhauskortespondenz meldet: Den Bemühungen der Gemeinde Wien war eS gelungen, für die erste Hälfte April die Liefenmg jener Petroleiimmenge zugesaK zu' erhalten, diezur Ausgabe der bisheriflttr Wochenmengen in der -Zeck vom 80. Mürz bis 13. d. M. notwendig sind. Wider Erwarten wird jedoch die Anlieferung ves Petroleums voraussichtlich erst Ende der kommenden Woche, erfolgen. Der Großteil der Petroleumabgabestellen wird daher nicht in der Lage sein, in der ersten Avrilwoche die festgesetzte Wochemnenge abgeben zu können. - Jette Abgäbestellen, die m der kommenden Woche 'iiicht über das erforderliche Petroleum verfügen, werden daher änZriahmsweise in-'der zweiten'Woche Petroleum nachliefern. Als teilweisen Ersatz erhalten jene Haushalte und. Untermieter, die ausschließlich auf Prtroleumbeleuchtung angewiesen sind, aus Gnmd ihrer Petrolmmbezugskarten-je zwei Kerzen. Die Belieferung der städtischen Kerzenabgrhestellen wird 'tunlichst schon inden ersten Tagen dieser Woche durchgesührt werden, doch fiiib Verspätmigiu in der Anlieferung nicht aus-. geschlossen. ' .-,v >-/ - SauerLrautabgabe. In der kommenden Woche werden Sauerkraut und - Sauerrüben unter denselben Bedingungensivie bisher abgegeben.. -- - Einmalige Mehlaushilfe für Krankenanstalten. Dm selbstlosen Bemühungen der durch ihr . humanitäres Wirken bekannten Frau Melanie Maltenhnber ist es gelungen, der Geimeiude Wien ein größeres Duantum Mehl ungänscher Herkunft zur Verfügung stellen' zu können, wodurchdiese in' der- Lage ist, deu Wiener Kränken- und anderen humauitären Anstalten eine 'einmalige MehlauZhilse zuwenden zu können. Bei dieser'Betrilung werden sowohl die Wiener Zivil- und Militärkrankttranstalten wie auch nach Möglickikeii alle Humanitären Anstalten/ ioweit sie mit! Rücksicht aus die Höhe des'Verpflegsständes bisher direkt beliefert -ivurdcn, berücksichtigt. Die Zuweisung des Meblrs erfolgt ohne .-'Ansuchen durchdas BezirkSwirtschastsamt, der Gemeitide Wien; -der"Preis.'des Mehles stellt sich auf K 2.52 pro .Kilogramm. Erster Wiener Konsumverein. 6. April 1919 SeÄerD und-nur gegen Rückgabe: eiücr'leeren Litcrflasche, aus Nuimner 8 - der rosaiarbcum Bezngskarte. , . - . Die VerschleißstcUen.sind Mnüehr.wieder ab 7 Uhr früh geöffnet.. Konsumverein von BankLngesteüten in Wien. 15. Woche vom 7. bis 12. April 1019. Verkaufszeit von Vs8 bis 1 Uhr und 8 bis 5 Uhr. Verkaufsemieilung wie bisher. — Im Lokale Schottenbastei: Mahlprodukte, Speck, Seife, Marmelade gegen Z 43, Kriegslaffee, Käsfeemischmig lu, Brennsviritus. Eier sür mehlrayomerte Mitglieder gegen Zister 61 des Einkaufscheines, Salz für alle Mitglieder.'— 'Im Lokale Rockhgasse : Suppenwürfel, Senf, Gewürze, Kümmel. Rum, Sauerkraut, Preßhefe, Suppengeiiliise (1 Kilogramm .6.—), Essiggurken, Fenchel, Anis, Schul,Pasta, Schuhbänder, Zahncreme, alle Sorten. Akineralwässer, la Eßfeigen nach Emlaügen, Johannisbrot. Paradeismark (Geschirr mitbringen!), Stärke^rsatz, Knoblauch, la Apfelnrarmrlade für alle Mitglieder. - WaTSnahgaSe-Äer,,, Morgen Montag: Zentralmagazin; VlU. Bezirk. Piaristen - gasse19: Essig, Masol, Salz, Paprika, Backpulver, Kümmel nnd Toilettescife von 9 bis 12 Uhr. Zur selb et, Zeit l. Bezirk, Nibclungengaste 7: Masol. Essig. Kaffeezusatz, Backpulver und Diverses. — H. Bezirk: Reibbürstcn,'-- Gnlaschtablcttcn, Masol, Zwiebeln- Salz, Dörrgemiise, Paprika und Kümmel. ^— Hl., XI. mib XIX. Bezirk: Zwiebeln, Salz. Dörrgemiise Paprika nnd Kümmel. — IV., V. und XVIII. Bezirk: Zwiebeln/ Backpulver. Masol, Salz, Dörrgemüse, Paprika und Kümmel.. — IX., XIU.. und XX. Bezirk: Waschpulver, Zwiebeln. Zwirn, Salz, Dörrgemüse^ — -X. Bezirk: Waschpulver. Stärkin, Paprika, Dörrgemüse und Kümmel. — XII, Bezirk : Geschlossen. ■*— XVII, Bezirk: Waschpulver, Reibbürstcn, Reibtücher, Sparoserst Puddingpulver, Paprika nnd Kümmel. -- XXI. Bezirk : Bari, Salz, Dörrgcmüse, Zwirn/Gulaschtäblttten. Toilelteseise'und Suppenmasse von 2 bis 4 Uhr. — Aktion „Hilf dir selbst",;• VII. Bezirk, Wrstbahnstraße 31: Gemnsterte Waschkreppe, abgepaßte Schweizer Blusen,' Organtinkrepp von 9 bis 12 Uhr. Ein kleines Quantum'Leinwand und Baumwollstoff, solange der Vorrat reicht. .' , BRhM Md Kutzst. Arrrsld SchÄRherg-A-enh.' - Ter N-ame' Arnold S-chö'nberg hat viel von seiner erregenderr Problely-atik verloren. Einstinals war die Ankündigung eines Programms, das seifte Kompositionen enthielt, hinvLicheftd, üm'zw-äi. HeMager von Feinden nnd Gegnern ily''Konzertsaal versammeln, wo sich dann die feindlichen Ansichten in ganz gesellschastswidriger Form zu äußern pflegten. Seitdem hat sich Schönberg itr das Sanktuarium eines Vereines zurückgezogen, der sich hinter-einem Stachtzldrahtzaun von Statuienbestimmungen gegen sehenstörenden Eindringlingalbschlie'ßt.' Hier wird jede Art vün' moderner Musik kultivieR, vom auch sonst' berühmten -jungen Korngold bis zu dem noch unbekannten Extremisten ans Wiener-Neustadt/ Hauer,/mit einer MKnahiye •— dis Werke Schönbergs selbst find ans Gründen der BÄ fcheidenheit ausgenommen. Dieses Novum spricht sehr., für die, innerlich gefestigte Moral des' Komponisten,, die Ntan in' der Hitze des Kampfes nnt . zmm/Angriffs-.. obje^t machte. Man Hat - ihn .einen- 'Dchwhndlier- -ArnarmK einen Blageur, der - von ihm selbst nicht verstaridöne miHkalifche Monstrositäten h'ohen.-/Hchl!ikM^üft Mischen.wage.-' Die Ereignisse haöen cinsichtigexen.und maßvolleren Beurteilern. recht gegeAmr. Die Well«.-der» Modernität in der Musik/ von - -Frankreich' aus'gtzhsnd', vom perllündeten Slawentum nErstützt,''. 'stch>ÄL«ch-" ganz-Europa verbreitet. Bewußte -MaktÄn' gMir/ hyltz- Herkönnnliche, gegen die Klischees der üblickM AhYthiftA-. Harrnonik, ja die - Donalität selbst haben' ihr die^BaMen geöffnet, In Schönberg fand das ' Sys^m^Mch'- Ähei-' wissenschaftliche. Stütze/ soweit die Mssenschaft'/.der^, künstlerischen' Bewegungen in5 der Ausdeutung folgen, kauft: Seine Harmoriielehve hat sich im Nichtpol-rmischen Teil als handfestes Lehrbuch erwiesen, irr dem SMik-: berg wertvolle Aufschlüsse über die Bestrebungen , der Moderue gibt. Schönbergs Schaffen selbst hat bewiesen,,,., daß auch der Publikumserfolg ihm nicht ferne.-liegtu- Sein-Sextett „Verklärte- Nacht", die „GurreliedeEhaben tiefe Wirkung geübt. Es waren dies freilich Werke früherer Perioden, denen sich Schönberg -schon entwachsen fühlt. Aber in ihnen zeigte sich, ein Ernst des Schaffens, aus dem man unbedenklich ein Kreditrp/.-auch für die folgende Stilperiode ahlirsen kann, die s.o viel Widerspruch erweckt hat- ' - Wenn SchiZnberg nach , längerer Pause wieder vor ' hie - Osffentlichkeit tritt, so ist Lies eben aus, Drängen jener Kreise zrrrückzuführen, die zwar von seinem Geiste. geleitete. Aufführungen zu hören bekommen, /aber keinesseinür Werke. SchönLerg hatte für seinen Abend die- Kainmexsymphonie ftir 15 Soloinstrumente,- vp. 8, - und einige Lieder gewählt. Das Orchefterstück. wurde,! -M.,schon in der Kriegszeit, in inngewvhyt chndrmgliMr-' 'Form'dem Publikum vorgesetzt. Damass ,tvar sie npt - : zehn^ öffentlichen: Probenverbunden. Diesmal evschWl sie zw eimal int gleichen Konzert. Ein Vorgang,' - der die Eigenliebe der Hörer verletzt/da sie bas.MißLran»rn gegen ihre Urteilskraft fühlen müssen. Aber Schöft»- bergwill eben kein laues Publikum, sondern die Hitze dev Begeisterung, obwohl inehr sein Künstkerschicksal als hie Anlage seiner Werke sowarme Anteilnahme . Hervorrufen -kann.' Auch die Kammersymphonie spricht zmn -nlusikalischen Verständnis höherer Ordnung-, das die thematische ArLeif, das Rafsinenre.nt des Zusammenklan-' ges und die gesteigerte Jndividnalisiernng der wohlivers-. lich mit Solisten besetzten Orchesterstimmen zu. werten versteht. Das in Quarten aufsteigende Ansangsthema wirkt als Symbol für das Streben, die überlieferte Tyrannei.^ der Terz zu brechen. Gesangvolle PÄibvdiegruppey treten; auf und verbreiten sich..alternierend in allmr. ..JnjhruiNLnLeft. Ein spirkhaster Scherzoteil, ähnlich dsr „wiMw' Jagd"' inden Gurreliedern,' zieht vorüber, eM W'ix iirs ^Anfangszeitnraß zurückkehrcn. Bald kündigt.sich: in -den Flageoletts des Kontrabasses das EinleitungsnllpLip an unft geleitet uns. nach mannigfacher PatG,' iernng. der vorliegenden Dhenren, zum' rasch gesieigerten ' Schluff. Das Werk scheint Kürze und Fülleverbinden zu wollen. Es wurde von den 13 Musikern unter-. SchüirbergS Führung aufs 'klarste'' ansgearbeitet itnb!; Mir Schönheiten fanden durch keinen'Widerspruch' gv-' ftört-en'Beifall. . : J . , * . - ' ] .'Schönbergs Lieder haben zu unrecht die BernaDlässigirng durch den Konzertgesang zu tragen. - - Wenn - man' ihnen so liebevolles Studium widmet wie'diWMl" Frau Brüge.lmänn und Herr. Fleischer, ertpÄscn sie' sich auch im Sinn der Konzertsprache als. dankbar.. Weder UnsangL-arkeit, noch das Gespenst der Dissonailzenfurcht.können ihrer Verbreitung. im Wege stehen». Husik und Text geben stets eine' deutungsveiche'.^ Hezüchupg zn der Persönlichkeit des Komponistrn.ff, Es'.«, sind keine Vertonungen. klingender Verse, sondexw -kenntnisse, ein wahres „Ich" setzt sich in Worte.unN - Klänge, um. So sei zur Kennzeichnung der Schlußdes Liedes „Freihold" angeführt, den sich Schöftherg nach seinen- Welterfahrungen' wohl,' als'. Motiv gewühlt , hat: ' "ff- Mag sein Gift der Neid verschwenden,- ' - - V Mich erlegt er nicht. ‘ , Blitze, schreibet auf den Stein:' .-ff.,ff" ,IVer will frei sein, geh'allein!" - ' Dr. Komad -M a.r i‘(Ji Aus den Theatern. ( Im Carl-Theater findetam DiciiLlag zützmrftcn de§ .techniftlittl Personals du 75.- Aüsfi'ihrnng ' des. .Singspieles ^Johann Nestcoy" statt. - '' ' '' - ff ff- , --'Das O p.e x it t re 4 t.c r bleibt nächste Woche ff amff Montag und Dormerstag geschlossen. - In der N e u e u W i e n erB ü h n e beginnt von hcnie an . die Vorstellung „Büchse der Pandora" um 6 Uhr. ,. . ffD h e a t e r.'a.n d e r W r ein. Frau.Niese hat sich bereit.< erklärt, in der Akontag den 7. d. M. im Theater au der Wien ftattfindenden Wohltätiakcitsvörstellung „Wuuerblut" mitzuwirken'.'! Sie wird im zweilcn Akt einige Lieder nut Tanz zum Vortrag-bMgdtt.-.. Im D e u t s ch e n V o l k s t h e a t e r ist fürAftttwoch eine. Nouinszemerlmg von Shakespeares „Othello" chigesctzt.- >Beginn ll3b 111)1*.') . - - „In den K a m m e r s p i e l e n ist die Erfiaufiührnng von Peter Eages „Wrack" aus den 11. d. M. angesetzt., -,.'-.^,ü Die B o l k S b ü h n e hat das MäSkenspiel ' „Der- - ingendhafte Glücksritter" des spanischen Dichters Iacinto Benavente sür die kommende Spielzeit -erworben. -Konzerte. '; Heute SonnM^, naünmrmgs. 3. Uhr, im großen Musikvce-' emsiaat voikslüml-chcs S y m p l> o n t c f o n a e r t •: iHtä* Wiener T o n k ün st l e r o r ch e ft e r S. Mitwirkende: Opern-!