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Wiener Morgenzeitung · 1919-04-06 · Heft 78 (6.4.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 78 (6.4.1919)
Date
1919-04-06
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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/Wim. SotiiÄag WieLer MovgenzÄtnng 6. April 1919 . DL Damenschneidern ist die Frage bereits durch ei» » Ü t t r ch e 8 U e b e r e i n k o m m e n geregelt worden. Die Arbeiter erhalten wöchentlich Teuerungszulagen von K 45.60, die Arbeiterinnen von K 12.60 bis K 30.-—. Für die Arrangeurumen vmrdm Monatsgehalte von L 500.— bis K 560.— festgesetzt, das bedeutet in einzelnen Fällen eine Aufbesserung von K 200.—. Die Werkstättemneister erhalten ll 750.—, die Znschnneider K 85L— bis K 900.— monatlich. Neberdies wurde allgemein eine wöchentliche Arbeitszeit von 47'/< Stunden vereinbart. Bei den Herrenschneidern sind die Verhandlangen noch uich.tabgesch l s s e n. Es w:rd . eine allgemeine Teuerungszulage von X 45.60 wöchentlich verlangt. Die Arbeitgeber haben sich bereits mit einer Zulage von K 32.— einverstanden erklärt. Auch hier fordern die Arbeiter die allgemeine Einsübrung einer 'Wochenarbeitszeit von ilvu Stunde«. Gestern nachmittags fanden die letzten Verhandlungen Katt/ Montag werden die Vertreter der Arbeiter in einer Berfammluna über den Verlauf der Verhandlungen berichten. Sollten die Forderungen der Arbeiterschaft nicht erfüllt werden, dann wäre es nicht ausgeschlossen, dass in der montägigen Versammlung der Beschluß gefaßt würde, in den A n s st a u b u tret c.it, In den Werkstätten der Kleideruuion ruhte die Arbeit-bereits gestern. 'in der angenehmen Lage, mit dem zugewiesenen Küchenbrand sein Auslangen zu finden. — Bei Verwendung dieses Sparkochers. wird die Herdplatte derart erhitzt, daß um den Sparkocher r>och Gefäße' mit Inhalt gestellt werden können, welche mitkochen. -Täglich im Betriebe zu sehen .beider Kohlenäiizünderfabrik„Vesuv" Gustav Bachler,. IV., Starhembtrggaffe 23, sowie bei der Firma Deutsch österreichisches Warenversandhaus Weiß, Uscher L Eo., IX., Kmderspttalgaffe 4, und bei dm in der heutigen Annonce angegebenen Stellen für Schauprobekochen. - Die daß * Ein italienischer Militärzug in Wien. Freitag gegen 6 Uhr morgens passierte rin von Süden kommender tidtetfiidjec Militärzug die Nordbahnstation Hänptzollamt. Er bestaub anS .sechs L a st w a g c it mit m o b c t neu F e ld g eschützen u n d v i e r P e r s o n e n w a g r u.' Der Zug hatte in der Station Hanptzollamt kurzen Aufenthalt, die Mimischen Soldaten, etwa 200, verließen währenddessen die Wagen. Der Zug fuhr dann gegen Norden, angeblich näck M a r ch e g g, weiter. . . 3 Der Postverkehe mit den. EnLentelandern. DaS Gremium der Wiener Kaufmannschaft hat sich dringlich an das & Staatsanrt für Verkehrswesen und das Staatsanit für AeußercZ. *\* gewendet, um diese Stellen sofort zu veranlassen, die Wied er- I aufnahme der P o ft v c r b i nd n n g c n bei der tz Entente zu bewirken. ß Anklagematerial gegen Professor Erben. Der Allgemeine Schutzbund für Kriegsteilnehmer überreichte kürzlich beim Staatssekretär Dr. Deutsch die dcnl Vereine zugekommenen Beschwerden über' die semerzeitigen Musterungen durch 'P r o f e s st o r E r b c n. Der Staatssekretär sagte bic eingehende Prüfung und Weiterleitung der Anzeigen an die nesi ausgestellte „Untersuchunaskommission für militärische Vergehen" zu. Weitere Zuschriften' in dieser Angelegenheit mit genauen .Detailairgaben - sind au beit Allgemeinen Schu/bilnd fnr Kriegsteilnehmer, 2Bi.cn, I., Salvatorgasst, Postfach, Pu richten, ä f * Der Äucksackverkehr. Auf Grund der Verhandlungen zwischen dem Staatsamt für Volkserrnihrung und den Vertretern der Vollswehr ist der Lebensmitteltransvort o h n e b e h ö r dli chr B e w i! l igung (Papier-, Trausportschein) rmch wie vor v e r b o t e n. Verbotswidrige Transporte, mit dlnSirahme ganz geringfügiger, der Selbstverforguncr dienender Mengen, v erfallen r ü ck s i ch t S l o s d e r V e f ch l a g 'n a h m e. '■ Schnellzugsverkehr Wien—Innsbrurk-Bregersz. Vom 8. April angefangen verkehrt jeden Mittwoch und Freitag ein Schnellzug vonWieu-Weübahnhoj, ab 6 Uhr 4OMin. abends- - »rach Innsbruck und ab'10. Asuil jeden Montag und Donnerstag ab Bregenz '»rach Wien. Ab Wien ist die Benützung des Zuges an eine Zählkarte gebunden, - die glaichzeirig mit der Fahrkarte m der Zweigstelle des VerkrhrsbureauS, Stock im Eisen-Platz 8/4 ausgegebcn wird. . -? * SLudienerleichLeouitgen für KriegsLeilrrehmev '»» iDe« Hochschule für Bodenkultur. Der Unterstaatsfetretqx sür Urtterricht hat den bereits für die Techniker gewährten Studieäi'erleich'tcrrmgeu solche ähnlicher %xt für die H o ch-. s ch u i e s ü r B o b t n f it l t u v folgen lassen. Diese Ec--' leichtecungru werden jenen Kriegsteilnehmern . gewährt, . big mindestens s w e i 3 c nt c ft c r verlo v c u haben, nn^ ohne Rücksicht auf Zeilvertnste auch solchen, die infolge eines i,, militärischen Diensten zugezogenen Leidens superarbitriert morde" sind. Sie bestehen im wesentlichen dann, daß von der Frequm" gewiss e r-B o r l e s im g e u gan; abgesehen werden kaiur^ daß ferner gewisse.namentlich anfgezäl'lte Einzelprüfung'eu- ' ans Borprnfungsgegeuständen erlassen, und daß die Staatsprüfungen uttter gewissen Umständen in Einzelprüfungen aufgelöst - werdest föiuien. & Die 2VV- und 23-Kronennoten. Wie wir erfahren, »«erden die Banluoten zu 200 Kronen und zu 25 Kronen,, von denen Falsisikatc in größeren Mengen aufgetanchr sind, innerhalb einer ganz kurzen Frist emgezogm werden.. Diese beiden Katefgoriev von Noten wurden iu Tschecho-Slowakien' und Jugoslawien zur Stempelung gar nicht -.»gelassen und sowohl dort als auch 'in :Deutschöftrrreich gegm andere Abschnitte rasch zum Umtausch gebracht, so daß auf dem Gebiete des ehemaligen O e st e r r e i ch sich nux inehr ein verhältnismäßig geringes Suantum vorfinbeu dürfte. In Ungarn haben sie sich noch im Umlauf erhalten. * Eine Mission irr die Kriegsgefangenenlager iit Turdeftan und im Kaukasus. Vom Staatsamte für Heerwesen soll in den nächsten Wochen, sobald die Bewilligung der englischen Negierung eingelangt ist, eine Mission nach ^nrkeftan über dm Kaukasus entsendet werden, Dieselbe , hat sich bereit erklärt, Geldbeträge für bestimmte Kriegsgefangene in Turkestan und im Kaukasus zu übernehmen und nach Möglichkeit. denselvM' zukommen zu lassen. Die Geldbeträge können-persönlich vo.m 9. bis inklusive 19. April von 2 bis 5 Uhr nachmittags (So'jm-. tag und Montag ansgenommen) im Burean des Verbandes, der Angehörigen von Kriegsgefangenen, Wien, k., Börsegasse 11, oder mittelst Postanwen'ung an die Leiterin der Hilfsgruvve Turkest'an rmd Kaukasus, Frau Berta Hellebrand. 2Bien, XVUl., Karl Lrchwig-Straße 5. eingezahlt werden. 2Nit dem Geldbeträge', sind gleichzeitig. auch Name, Jmernierungsort, Regiment und Gcbnrtsdaten des Kriegsgefangenen bekanntzugeben. Ein zionistisch-akademischer Landesverband. .Irr einer Besprechung der Vertreter der zionistisch-akademischest Korporationen (Verbindungen und Vereinen), wurde nach' Llnhörung eines Vortrages des zionistischen Referenten süe Jug'estdbewegmg, Heinrich Margulies, die Einberufung einer Delegiertenkonferenz beschlossen, welche die Gründung eines nmsastenben zionistisch-akademischen Landesverbandes durchführen soll. A. P. ' Vorträge und Versammlungen. . Diepstag. 8. April, 6 Uhr abends, Restaurant __ David"P U., untere Angartenstraße 8. Menarversammlung- , Zionisten deS Wiener . U. Gemeindebezirkes. TagesordnmU:' 1. Bereinigung aller Gesinnungsgenossen des II. Vezirlcs. Reierent.. Dr. Elias Tisch. 2. Debatte. 8. 2Lahl eines Komitees. — D i c %.x b e i t sg e n o s s e n s ch a f t s ü r I nvalio cn- »t n b K r i e ger h i n t e r b l i e b c n e, regi G. m,- b.'.H., halt am 8. d. 2N., nachmitta's 3 Uhr, in Lembachcrs Restmtrant Großer Drehersaal, Hl., Landstraßen Hauptstraße 97, die erste <msklärende Versammlung im weitgehendsten Interesse der.J nv a l i d.c u und K r i e g e r h i n t e r b l i e b e n c n ab.tt ' * Wegen eventueller Gassperre und Kohlen«- raaugel im Haushalte nicht verzweifeln. Durch Verwendung des Patentierten,, hente schon bei den meisten Hanst,altungm zur dollkonmiensten Zufriedenheit im Gebrauche befindst.cheu und Schnesilocher ^Brsnv" ist jeder HgiiKhalt aller Letzte Nachrichten. Generalstreik in Düsseldorf. n Düffeldorf, 5. April (Tel. d. „Wr. Morgeuzta." hiesige' Geueralstreikkomission hat dm Beschluß gefaßt, morgen. Sonntag, 12 Uhr mittags, der G e n e r a l st r e i k als. Maßnahme gegen die Regierung beginnen soll. Der Beschluß wurde mit 16 gegen 6 Stimmen angenommen. Vom Streik ausgenommen sind die städtische Feuerwehr, das Wafferwerk, die Lebensmittelversorgung, das Sanitäts¬ und Sicherheitswcsen sowie der Schlachthof. ^,<1..«' ■ „Los von München." 'M k- NüLttberg, 3, April. Dis. deutsche demokratische -Partei und der dsutsche VausrnLund rufen zum'Ue-- n e r al st teil der Bür g er s ch a f t auf, um sich gegen das Treibenderjenigen, die'in München ihr Unwesen treiben, zu'wMlden. Sollten diese Kreise in München sich dauernd durchsetzen und behaupten, darrn bleibe. )lur zine Wahl): Los vvn München! s - Reodlntlonsstimwung in Augsburg. *&■ :;' , Augsburg, 5. April. In der gestrigen Sitzung des. Arbeiter-, - nutz Soldatenrates wurde . der Bericht der nach München entsandten Kommission entgegen-- genommen, der besagt, daß der Zentralrat sich hinter die Msölution bet revplutiouäreu ArbeiterschafL Augsburgs gestöM habe und die Ausrufuug der Räterepublik nur mehr eine Frage kurzer Zeit sei. In der Versammlung wurde einem Antrag zugeftimmt, sofort alle Osfiziers- und bürgerlichen Wohnungen n a-ch .Waff.en zu durchsuchen. Widerstrebende ' haben strengste Bestrafung zn gewärtigen. Weiters tvurde beschlossen, den Rn ck t ri t t aller ko mp rotiti U tierte n Führer und aller Männer zu verlangen, die die Revolution durch ein Kompromiß mit der Bourgeoisie verrate n h a b e n. i » wV*y Ministerpräsident Hoffmamr kehrt nach München zurück. Berkm, V. April. Die „DiruM: Allgewrine Zeitung" erfährt, daß stch der bayrische Mmisterpräsident Hoffmann von Berlin) wo er kurze Zeit geweilt hat, wegen des Ernstes der Lag; sofort wieder nach München zurückbegeben hat. ' ' ' : f' . * Die Bauern gegen Äre NäterepubLikT^^ München, 5; April. Wie hie „Münchener Zeitung" meldet, sei es gewiß, daß der Bauernbund die Proklamation der Räterepublik nicht gntheiße. Das Organ der bayrischen Volkspartei, der „Bayrische- Kurier", meint, daß die Proklamierung der Räte-' republik n n ü b r r s e h b a r e Folge n nach sich ziehen werde. * =. ■; T. 9 v Die Verhandlungen des Generals Smnts in Budapest. Vertreter. der Nationalstaaten sollen verhandeln. Düd-apest, 5. April. (Ung. Tel.°Korr.-Bur.) Der Bolkskommissär für auswärtige Angelegenheiten Bela Kuhn hat den Vertreter der Presse über die Beratungen des Nevolutionären regierenden . Rates mit General S mit ts folgende Mitteilungen gemacht: General Smuts verhandelte mit uns nicht als Soldat, sonoetzn als Diploiuat. Die Verhandlungen verlaufen in der herzlichsten Weise und es besteht alle Hoffnung, daß seitens der Entente keinerlei feind- *liche Augriffsabsichten gegenüber der ungarischen Räterepublik vorhanden sind. - General ' .Smuts . hat unser Anerbieten, wonach parallel mit der Pariser Konferenz Vertreter der auf demGebicte. der frühewen österreiMsü n g a r i s ch e n M o n' a r ch i«e entstandenen Staaten zusammentreten sollen, gern angenommen. Mein Vorschlag geht dahin, Ügß Vertreter'der ungarischen'.Räterepublik, der d em L s chö st e r r e i ch i s ch e n R e p u b l i k des jugoslawischen- Königreiches,- des Königreiches. Ruinänien und dÄ tschecho-flöwakischen Republik sobald als möglich.sn Prag oder in Wien zusammentreten mögen. Diese Ävnserenz wäre dazu berufen, bic Fragen bezüglich der politischen Grenzen zu klären. Sie müßte aber auch alle jene Fragen lösen, welche mit bezug auf die w i r L's.Ha f t l i ch e n .V.e r y ä l t n i s s e und den Verkehr zwisckM diesen einzelnen Staaten auftauchen. Der Revolutionäre regierende Rat der ungarlän- Näterepublik' steht nicht. a uf der G r unde der Lerritopialeir Integritn-L; erlist nur-dagegen, daß irgendwelche Frage im Sinne einer imperialistischen Erobcrungspvlltit gelöst werden soll. Die Verhandlungen mit General Smuts sind noch nicht beendet, da es auch, Fragen gibt, welche bis jetzt Ungelöst geblieben sind, zum Beispiel die Frage der neutral cn Zone. Wir glauben, daß man alles tun wird, damit diese Frage, in einer Weise gelöst tverde, welche, die Existenzmteressen des ungarischen Proletariates wahrt. Wir unsererseits haben aus den Verhandlungen alle Fragen, nationalen oder ähnlichen Charakters ausgeschaltet. Wir stehen auf-dem sozialistischen Standpunkt, daß uns nur die sozialen Interessen der Arbeitenden in den okkupierten Gebieten herüHr2N, und wir geben diesbezüglich dem Wunsche Ausdruck, daß das barbarische Verhalten gegenüber den in den besetzten Gebieten vorkommcndeu Arbeiterbewegungen anfhören mögen.' i PoUtische Unruhe in Tschechien. Prag, 5. April. (Tel. der „Steuer Morgenzetüvig".) Die „Eeöka svoboba"/ unterzieht in ihrem heutigen Leit« arttkel die Negieruugspolitik/.eitter scharfen. Kritsk. Der Artikel verweist auf.die verhängnisvollen Zeichen, bie sich .im. Lands äußer». Je^er Zipittcifenbe*«tfiffe -sich arech im Inlands legitimieren,' in der 'Slowakei werde m o 6 i i lisiert, viele Regiermegsmaßnahme» habe» Aehnlichkeit mit den bekannten Anzeichen des Jahres 1914. Die Zeiten. streu außerordentlich ernst, Ueberraschungeu nicht ausgeschlossen. Der Artikel weist auf die immer dent-° licher zutage tretende .Wandlung , zugunsten der D e u t s ch e n in deu^ Anschaunngen Am c x i I a s und E n gland-s hin, namentlich in bezug auf die tschechisch-deutschen Streitfragen ,waS neuerlich bezeuge, daß es besser gewesen wäre, gleich nach dem. llurstmiv: mit den Deutschen. Verhandlungen anzuknüpsen. Das Sinke» dev tschechischen Valuta. Prag, b. April. (Tel. der „SBr. Morgenztg.*) Der sozialdemokratische „Pravo Lidu" sucht die Ursache des Sinkens des K n r s e s der ts ch t ch o-s l o w akrschen Krone in p o l i t i s ch e n B e r h L l.t n i s s e n. Im AMarche seine Gerüchte von einem neuen politischen Umstürze verbreitet.Am ^Ceske Sloüo" wird die'Meirmng vertreten, daß außer politffchm Gründen auch daß unbefriedigende Ergebnis der finanziellen unfr wirtschaftlichen Berhandlimgerr Sen schlechterm Stand der tschechoslowakischen Valuta verursachte. .5 Ausbau der Preßburger Aniverfitiit. Preßburg, 5. Aprils (Tel. der „Wr. Morgenztg/) Mst .. _ (Tel. der _ Begiml. des kommenden Schuljahres wird vierte Jahrgang der medizinischen Fakultät eröffnet. Kommunales. hier der drittelnd p PMW4 Die den Wählerversammlung. _Wahlagitationsleituug für_ JX. Bezirk veranstaltet Sonntag de« «. April 1919. 19 Ahr vormittags, im Koloffenm (Komödienhaus), IX., Nntzdorferstraße 4/6, die erste grotzeWählers versammlung. Referenten: Abg. Ing. Robert Stri ck er, Dr, BrnNV Po lta k, Heinrich Margulies, Frau Auitta Müller. Inden und Jüdinnen! Erscheinet in Massen. Es gilt, den IX. Bezirk zu erobern. Helfet «ns dabei. Wahldewegung. Die Ligitationsleitiurg für den IX. Bezirk befindet sich nicht mehr IX., Servilengasse Nr. 10, sondem' IX., Wasagasse Nr. 2, Mezzanin rechts. - Das Hauptagitationslokal für den II. Bezirk befindet sich in den Rävmen des Zionistischm Zentralvereines für Deütschöfterreich, II., Zirkusgasse 33, I. Stock. Auskünfte in sämtlichen Wahlangeleaenherten werden täglich in der Zeit von 10 bis 12 Uhr vor-' mittag^'und von 3 bis 6 Uhr nachmittags erteilt. ' --- Die wirtschaftliche Lage der Gemeinde Wie«. Vetrrebsvyfizit 250 Millionen Kronen. 100 prozentige Tariferhöhung der städtischen Unternehmungen. ° Die Finanzlage der Gemeinde Wien ist trostlos. In der letzten Sitzung der .provisorischen Landesvcrsammlung hat Abae-! ordneten Vizebürgermeister Reumann in euphemistischer^ Weise sie „nicht rosig" genannt und hinzugefügt, daß cS Jahre, schwerer: und geduldiger Arbeit bedürfen wird, um das Gleich-' gewicht im Haushalte der Stadt Wien wieder herzustellern ebenso pessimistischer Weise hat sich Bürgermeister Dr. Weisk i r ch n e r in der Letzten Sitzung des Bürgerklubs bei Be-, sprechung des V o ta. n s di l aL e S für das VerwaltMgsjahr. 1919/2Ü über..btc. wirtschaftliche Lage Wiens ausgesprochen, von der er sägte, daß infolge der erhöhten Anforderungen für Lohne rmd Gehalte-das Mehretforbernrs, welches im Vorjahre mit rwrd 955 Mrllionen Kronen bMert war, wesentlich gelt i ege n ist,Io daß ein Gleichgewicht im Haushalte der Stadt Wien aus dem bisherigen'Wege u i ch t h e r z u st e l l t n tfi; Wie berechtigt diese Auschanuugen sind, geht aus der Tatsache'bevor, daß alle Kategorien der städtischen Angestellten teils in Form von Lohn- und Gehaltserhöhungen, teils i» Form von TmerungsbeitrÜgen. Anschmstmgszulagen und Zuwmdmlyeir anderer Art eine:Erhöhung ihrer Bezüge erreicht haben, die vrel- IUU*W‘* •urntj, VWl» VV41...MUU W.. V... «VI vv*. VW,. V .V w ä r t er 000 Kr o n en m.o n atlr ch NN d e lu Nachtwächt.er 1050 Kronen pro M o n a t beziehe dann' kann män sich allerdmgs eine Vorstellung machen, wie - sehr das Budget der Stadt Wien durch solche Steigerungen der Löhne gctroffen wird. Zu diesen verniehrten Auslagen kommen nun noch die $■ o r d eruuge \i d e ust ä. d t i s ch e n B e a ck t e n,. welche ein Erfordernis v o n 100 M i l l i o n e n übersteigen. , . .. Diesen e r h ö h.t e n,3lji s o r.d c r u n 0 e n stehen,^ wie der - Bürgermeister sggd nur. v e r m i.n.d e r tc Csi n-. n a h m ui gegenüber. So . hoben die. vielen Spannaßnahmen und ' sünstigen Einschränkungen im Licht-1 und Heizverbrnirch so ungünstig, auf die'Ergebnisse' der 'städtisch.eu U n t'e r n e h m u n.g.e.n . gewirkt, daß, der B e t r i eck.s-; Überschuß des vorigAl ZähreS in cm .Defizit «Ugc-.. wandelt, wurde.. V,' ‘ . "'C, . ‘ 'Der. Voranschlag fihr das Verwaltuugsjahr der Gemerinde Wien, däs am 1. Juli d. I. beginnt und am 90. .Juni 1920 endigt,, schließt , nun aus Gnmd dieser. Verhältmffe nut einem D ej f i z r t.v v n 250 M i-! 'l.i o neu Kronen, ab. citt. Abgang, der i beji des Vorjahres u ui. t'\t u d 189 Millrvue u'li o e r;--

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