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Wiener Morgenzeitung · 1919-04-04 · Heft 76 (4.4.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 76 (4.4.1919)
Date
1919-04-04
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Wien. Freitag trrminen der Grundsteuer des Jahres 1919 in gleichen Raten cmzuzablen. Die. im Zeitpunkte der Verlautbarung des Veranlagungsergebnisses rückständigen Raten sind mit der nächsten Ra:e einzuzablen. D>e Bestimmungen über die Grundsteuer finden im übrigen sinngemäße Anwendung. § 2. Soweit aus einem privalrechtlichen Rechtsgnmde nicht der Änmdsteuerpfl'chtige. sondern e:n anderer iitm Bnuge der Früchte cmes Grundstückes berechtigt ist, kann jener von diesem den Ersatz der geleisteten<At»flage begehren. §4. Als Höherbemittelte im Sinne des 8 1 baden Personen Zu geltm, deren zur Einkommensteuer für das Jahr 1919 zu veranlagende Einkommen 10.000 K übersteigt. 2 5. Der besondere Beitrag, welchen die H-herbem ud-.cn zu leisten haben, beträgt für die Gesamtheit der gcmä^i tz 157 P.-S1--G. mm Haushalte gehörenden Personen bei nnrm veranlagten Einkommen von mehr als & bis einschließlich L Beitrag K 10.000 14.000 * 48 14.000 30.000 96 20.000 80.000 160 30.000 40.000 360 40.000 60.000 640 60.000 80.000 960 81000 100.000 1.440 100.000 150.000 1.800 150.000 300.000 2.700 200.000 300.000 3.600 300.000 400.000 5.400 400.000 500.000 9.200 500.000 6O0.000 8.000 600.000 700.000 10.800 12.600 700.000 800.000 800.000 900.000 14.400 900.000 l.OuO.OÜO 16.20Q 1,000.000 2,000.000 18.000 2,000.000 8,000.000 36.000 8,000.000 4,000.000 54.000 4,000.000 5,000.000 72.000 über 5,000.000 90.000 Der Beitrag erhöht sich für je ei«e im Dienstpeüon mit Ausnahme der lediglich als triebe verwendeten bet einem Einkommen Haushalte verpflegte Arbeitskräfte rm Bevon mchr als diS emschlwßllch mn L K K ' 10.000 14.000 24 ' 14.000 20.000 48 20.000 30.000 80 30.000 40.000 120 4QJOQO 60.000 160 60.000 80.000 240 80.000 100.000 360 100.000 150.000 480 1504)00 200.000 . 600 200.000 300.000 720 800.000 400.000 840 400.000 500.000 960 500.000 600.000 1.080 600.000 700.000 1.260 700.000 800.000 1.440 800.000 900.000 1.620 900.000 1,000.000 * 1.800 1,000.000 2,000.000 1.980 2,000.000 5,000.000 2.160 über 5,000.000 2.400 Dre Zahl der Dienstpersonen ist nach denn Stand vom 1« Jänner 1919 anzurechnen. 8«. Der besondere Beitrag ist ohne amtliche Bemessung bei dem für die Emkomnvnsteunrmhebunfl zuständigen Sieneramte m zwei Raten emznzahlcu. von welchen dre erste am 1. Mar, die zweite am 1. August fällrg wirb. Wird dre Abgabe nicht reitgerecht oder nicht mit dem entfallenden Betrage emgezahlt, so erfolgt dre Bockchrribung durch die für die Einkommensteuer zuständige Steuerbehörde auf Grund der letzten vorliegenden Behelfe mittels Zahlungsauftrages. Gegen diesen Zahlungsauftrag ist der Rekurs an die Finanzlandesbehörde zulässig. Für die nicht rechtzeitig emgezahlten Betragt sind Verzugszinsen von 6 Prozent zu entrichten. 8 7. Die Bestimmungen des VI. HauvistückeS des Personalsteuergesetzes finden sinngemäß Anwendung. 8 8. Dieses Gesetz tritt mit dem Tage seiner Kiwdmachnng in Wirksamkeit.' Mn dem Vollzüge dieses Gesetzes ist das Staatsamt der Finanzen belraM. Erhöhung des LebensmittelzuschuLes nach .. Wien. Täglich 4 Züge ab Triest. Amtlich wird mitgeteilt: Bon unserem Delegierten in Triest ist folgende Mitteilung rmgrlangt: Die Tnester LebenSm ttelkommssion hat die von unserem Delegierten gewünschte Erböhmg der Lebensmirtelzuschübe nach Deusschöstrrretch in Paris anhängig gemacht und erwartet die Entscheidung hierüber ly einigen Tagen. Bis dah n wird die Tnester Kommission die Zuschübe erhöhen, mdem sie von Triest täglich v t e r. ft q 11 reif bisher zwe, Züge adsenden wird. Soweit die Mehrbezüge über ten se:neneit eingeräumcn Kredit hmauSgeh'>n, werden neuerliche Vk'handlung''n über die finanzielle Bedeckung stattfinden. Die Fortsetzung der Lieferungen in dm nächsten Monaten ' hängt nach den Mittelungen der Mitglieder der Tnester Lebensm >'e!fomm>ss on bmw Schl ch davon ab, daß die erforderlichen Holzmengen für den Expott zur Verfügung gestellt werden. Die Steigerung der Lebensmittetpreise. Die Preise unserer Lebensm'ttel haben sich tn den letzten Jahren so oft und namentlich m der letzten Zeit so sprunghaft erhöht, daß wir oft lange Nachdenken müssen, um uns zu erinnern, was einzelne Artikel in den schönen Zelten vv' Ausbruch des Krieges gekostet haben, v'ele Preise erkche nen uns heute fast unglanbl'ch. find ganz in Vergessenheit geraden. Interessant von diesem Gesichtspunkte ist eine PreiStadelle nahezu aller Artikel des täglichen Bedarfes, die der L.'lter desMiwktam'es am Naschmai kt. Oberinspektor Ignaz Wagner, unter Mich sie des MarttamtSikzefsisten Kamme! -anftttigen ließ. Die Tabelle, dre mit einer Auszeichnung der Presse im Jahre 191® — allo vor Ausbruch deS Krieges, beginnt, emlss'lt aber nchi nur die amtlich festgesetzten Höchstpreise, sondern auch die Presse deS Schleichhandels, der meist gleichzeitig mit der Festsetzung der Höchstpreise nnseyte und ein Verschwinden des betreffenden Artikels auS dem freien Verkehre zur Folge hatte. Wiener Morgenieitimq Bis Ende 1914 hielten sich die Preiserhöhungm >m allgemeinen noch >n bescheidenen Grenzen, allerdings hat man sich >n den ersten Wochen d's Krieges darüber entrüstet, daß sür ein Kloaramm E.dövfel Ko.4o gesoidert wu den Heute beträgt ftlbst der Höchstpreis?3'', der Preis rm Schleichhandel aber je nach dem E nkaisssorte K 8.20 bis K 6.— für das Kilo stramm, Als >m Jahre 1915 der Preis des Rindfleisches am K 6.— Ulr das K loyramm gestiegen war. machte sich em starker Rückaang ,m Konsum ssiblbar, heute haben wir Höchstpreise bis zu X 28.— das Kilogramm,, aber so wenig Rindfleisch, daß die SchleichHandelspreise ungefähr kl 45.— für das K logramm betragen, Sckweinessessch, das nn Jahre 191.3 .mst 1.80 bis K 3.- notierte» findet heute rm Schleichhandel zu K 70.— reißenden Ab'atz. Für viele Artikel kann überhaupt kein Vergleich herangczogen werden, da sie gänzlich verschwunden find. Die Tabelle weist eine ganze Reihe von Preisen auf, die uns heute wie eine Erzählung aus dem Mä-chenlande klingen und dock war es in Wren im Jahre 1918. als Weizmgnes 36 bis 42 Heller, Nuklermebl 36 brs 42 Heller, Kartosselu 8 bis 12 Heller, Rmpsseisch K 1.40 bis K 1.60, Butter K 2.70 bis K 4.50, Schweineschmalz K 1.64 kos K 1.96 für daS Kilogramm und Eier 8 bis 14 Heller das Stück gekostet haben. D»e heutigen Presse find uns leider zu genau bekannt, sie verfolgen uns wie ein Gespenst auf allen unseren Wegen, ja bis M unsere Träume. War mit einer Steigerung der Presse — wenn auch nicht m diesem Maße wie sie erfolgt — bei den vorgenannten wichtigsten Artikeln zu rechnen, so hätte wohl niemand Voraussagen können, daß selbst Obst den Gegenstand des Sctile chhandels b Iden wird und daß man kür em K logramm Nüsse K 24.— oder fttt ein Klogramm recht Minderwertiger Kochapfel wird K 12.— bezahlen müssen. Es sind dies Presse, wie sie nur in einer Zeit der äußersten Lebensmittelnot entstehen können, wo alles Genießbar« unentbehrlich und der Gegenstand der wilden Jagd der hungrigen Menschen wird. Die Getreidennd Mehlsendungen sür Deutschösterreich. Vom Staatsamte für Volksernahrung wird mitge'eilt: Bei einem derzeitigen T a g e s b e d a r s von 1122 Tonnen Getreide — was einem MehlauanMm von 1<U0 Tonnen entspricht — sind von der Entente im April d. I. folgende Sendungen e'ngelangt: : Am 1. April 418 Tonnen Getreide ** 872 Tonnen Mehl itttb 641 zusammen 1018 Tonnen Mehl, am 3. April 62 Tonnen Getreide ----- 56 , „ und 178 „ „ zusammen 234 Tonnen Mehl. An den beiden Tagen find somit insgesamt 1247 Tonnen Mehl angekommen, was unter 'Zugrundelegung eines Tagesbedarfes von 1010 (für zwei Tage 2020 Tonnen» sür die ersten zwei Tage des Monats Apnl «in Manko von 778 Tonnen bedeutet. Der Marktbericht. Das größte Interesse wendet sich setzt den Fischmärkten zu, die auch gestern verhältnismäßig gut beschickt waren. Das Angebot war zwar noch lange nicht ausreichend, doch konnte der weitaus größte Teil der Kauflustigen befriedigt werden. Die Abgabe blieb allerdings anf 1 Kilogramm beschränkt, ein Quantum, das für eme größere Familie viel zu genug ist. Die Auswahl war zieml ch groß; zum Verkaufe kamen: Kabeljau zu 1s 13.80, Schellfische ohne Kopf zu K 13.—, Schollen zu K 8.—, Austernstsche zu K 7.26 und Seehaulen zu K 5.40 das Kilogramm. Auch gewässerte Klippfische waren fast auf allen Märkten erhälckich. Die Groümarkchalle verfügte heute nur über das rayonierte Rindstessch, das an elnram Stunden auSgegeben winde. Andere Flesschgattungen und Würste fehlten gänzl ch. Vnhilzlksuhren sind Nicht einyelavgt. D e Grümvarenmärkte sind mit Rüben wieder mehr a!S ausreichend ver'chrn. Gartengemüse ist auf den Mä-ktin nicht zu sehen. Die geringen Mengen, die in den ersten Morgenstunden zugesübrk werden, sind blrtzattig schnell vergrlsieu. Eier kämm gestern n cht zum Verkaufe, dürsten abdr morgen aus einzelnen Märkten zu haben sein. W. I. W. Verkauf beute Freitag von 8 bis 11 Ubr A bis F, von 11 bis 3 Uhr 6 bis K. — Morgen Samstag von 8 bis 11 Uhr L bis R, von 3 bis 6 Uhr 8 bis 2. Warenab gäbe der „Ro*'ö". Heute Freitag: Zentralmagazm (VU1., Piaristengasse 19): LebettsMittelverkaiss: Masol, Salz. E'sta, Paprika. Backpulver» Tossettesesse und Kümmel von 9 bis 12 Uhr. — Zur selben Zeit im Magann. I., Nibelungengasse 7: Pudd'ngpnlver. Tvlettemse un^diverfe Kleinigkeiten. - II., IX..' X.. XU.. Xlll.. XVH., XVIII. unrXlX. Bezirk: Rayonierte Waren und Kleinigkeiten. — lV. und V. Bezirk: Rayon,^^rte-Waren und Kleinigkeiten. Auch nach« Mittai« von 3 bis 6 Uhr. — XXI. Bezirk: Rayoitinte Waren von 8 bis 4 Uhr. — Die Mitglieder des Ul. Bezirkes werden gebetm, die ranonirrlen Artikel morgen Samstag von 9-bis 12 Uhr in ihrer Abgabeftellr zu holen. Bühne und Kunst. Ans den Theatern. Im B ll r g t h e a t e r y^angt heute Frei^g „Ein idealer Gatte" von Oskar Wilde zur Aüfiübnmg. Ansana 5 Ubr. Infolge der Berlegilng des Betriebsschlusses der städ'.sschm Straßenbahne» aus '/rO Ubr, ab Ringstraße wurden dre Anfangszeiten der Borsttllnngen im Bnrgtheater folgendermaßen festaeltgt : Samstag den 5. d. Äst. „IaakobS Traum", Anfang 5 Uhr; Sonntag den 6. d. M. -Rettaisiante". Anfang V,3 Uhr; «JaakobS Traum . Anfang '/-6 Uhr. — Die riir Dienstag den 8. d.M. in Aussicht genommene Anssührung von „1848" von O. F. Berg und die „Vkreinsschwesler" von Anton langer ,m Burgcheak*r wurde wegen technischer Schwierigkeiten aus Sonntag den 27. d. M. verschoben. ' Im Overnthealer kommt heute Freitag „Otfutto" mit den Damen Amrina und Kittel sowre den Herren Slezak, Wtkdemann, Vetter. Gallos. Markho^. Stehmann, Madin und , Betctto zur Aufführung. Anfang '/,6 Uhr. Gin Theater VH ne Eintrittskarten. Der soziale Geist, aus dem heraus die n e u e L e i v z i g e r B o l ksb ii h n e gegründet wil'-de, wild sich am interessantesten und greNbarsten in e ner neuen Art der M itzverteilung fvtegeln. Die gesamte Mitgliedschaft der Volksbühne w'rd zunächst in 29 Serien e,ngete,ft. Dadurch w! d erreicht, daß jedes Mitgl ed auch einige Male an den bcvoi rligtm Thtatei 'agen. w e Sonn- und Feiertagen, von srmem Anrecht Gebrauch machen kann. Die vvibanprnm Sitzplätze w^den in seckS Gruvyen erngetess'. und zwar das amphikheatealllch ansteigend«! Parkett m drei, der amphilheatrallsch an- . steigende Rang ebenfalls in drei Gruppen. Desgle.chm zerfallt 4 April 1919 Rr. 76 jede Ser e von Theaterbesuchern in sechs Gruppen. I«>de Tagest tenc erhält tn der Re benfolge inne'hald von sechs Monaten j« 1 eimn dieser, wechselnden Gruvpmplätze. Dadurch wird erreicht i dan j'des Mitglied >m Baisse eines Theaterjahres m j-'der Grupp, .zweimal einen Platz ei hält. Die Folge dieses Systems ist. daß \ jedes Ästitglied gleichmäßig an allen Gl'Uppenplätzrn bete'liflt ist Alle M't dem bisherigen Brllettsystrm vechundenen. Nachteil« f werden dadurch für die MltAieder aus der Welt geschafft, da di« f Emtrittska'-rn sorttallru und aus der Mitgliedskarte selbst di« \ Gmppenplätze ersichtlich sich. » ' Die nächsten Bnvgtheateepvemieren. Im Bnry- 'heater wrrd nach den nächsten Premieren, „Jaakolis Traum" vor B e e r-H o i f m a n n und Georg Kali e r s „Die Sornm^ mn Herrn Marr und den Damen Maibe>-g und Senders «n der Hauptrollen. Viktor Leons Bolksstück «Ern dunkler Ehrenmann" zur Uraufführung gebracht. Die Hauptrollen m diese, Premiere fviel-n Herr Marr und — da Frau Akcdssskh d:e ih« zn^edackte Rolle abl.hnte — Fräulein Roiar. Nach dieser Premier« biingt, das Burglhearer noch m dieser Saison seinen erster, S 1 r i n d b e r g - A b e n d heraus,- bei welchem „Bor den Tode" und «Das Band" ur Ausfühmug gelangen. Die Spielleitung beider Strindbergstücke führt Herr Paulscn, der damit zuui erstenmal als. Regisseur hervortritt. Mahlers Neunte. Dre geplante Umlrgnvg d'er Aufführung von Gustav Mahlers Neunter Symphonie unter Oskar F r r e d vom 20. aus den 19. d. M. ermesst sich wegen 8dr sü» das Werk beanspruchten zahlreichen Proben als nicht dmchiührbar Dre Aufführung findet also, wie ursprünyl'ch angekündigt. au, Sonntag den 30., abends 6 Uhr, im großen Konzcrthaussaal statt Rchliche Karten bei Heller, Bauernmarkt 3. Rene Strindbergstücke im ZosefstLdter-Tkßeater. Direktor Jarno bereichert den Zyklus semer Struidbergaufführunaeu um zwei Werke des Meisters. Es sind die m Wien noch nicht antgcsührten Stücke „Gespenstersonate" und „Du große Landstraße". Ei» Tchauspielerri.^ im Durgtheat.er. Wie wir vernehmen, ist im Durgkheater ern Schauspielerrat m Bildung begriffen, der als Beirat des Direktors tätig fern wird. Festkonzert der Hakpah. Für das Festkonzert dn Hakoah, das am 28. ^lprst nn großen Konzertlnuissaale stattfindet, gibt sich lebhaftes Interesse kund. Sregmund Feuermann spieltSarasates..Carmen-Phantasie",Noväzets ,.?orpvtuuw mobilg" und eine Romanze von Chop.ru. Professor Alfred Grünseld bringt eigene Komposillonen, darunter ferne „F rust-Phantasie". Rudolf B a n d l e r singt Balladen von Löwe und Lrever zur Laute, und das Mitglied des Burgtheaters Fntz Blum rvird unter anderem Szenen aus „Uriel- ' Äkosta" wiedergeben. Dre noch vorhandenen Karten von 16 bis .3 Kronen find nt haben: An der Tageskasse des KonzerthruseS Wien, Hl., Lorhnngerstraße 20, und rm Sekretariat des Svortllubs Hakoah, CasS Industriellen, l., Konkordraplatz 4; Buchhandlung Ld'wit,' Wren, l„ lltotenturmstraßc;' Bpchhandluntz Hnschler, l., Rabensteig 6. Literarischer Abend der „Freie» Erde". „Ewig« Gefährten." lBoudelaire, Berhaeren, Multatulr, Francis Jümmes Gustave Flrube-.t.) Vorlesung Rose E i s n e r und Adolf G r o ßman n. Samstag den 5. d. M., V-6 Uhr abends, Jndustrrellen-Cafs, l., Salzgries 23. - - Der erste jüdische Lyrikabestd großen Stils findet Sonntag dm 2n. d. M. um 5 Uhr nachmittags im kleinen Mufikvereinssaale statt. Jakob M e st e l undMclech Rawrts ch reuttercn Dichtungen der repräsentativen jüdischen Lyriker aus Amerika, Rußland und Galizien. Red. Moses G roß hält di« literarische Conference und vertonte jüdische Lieder und Volkslieder fingt der bekannte jüdische Sänger Jsak Deuts cfi, ^Näheres die Tagesplakate. Oesterreichischer Künstlerbund. Der Oesterreichischk Künstlerbuud veranstaltet Ende Mar seine diesjährige FrühjahrsauSstellung bei I. W a w r a, llt., Lochringrrstraße Nr. 14. und ' ladet Künstler Deutschösterreichs, dre die Mitgliedschaft biefct Künstlergiuppe anstreben, zur Beschickung eni. Anmeldeformulare rm Sekretariat, Xll., Längenfeldgasse Nr. 4. Die polnische« Judenpogrome. Leon Chasanowitsch veröffentlicht soeben einen großen Test des Materrals über die polnischen Judenpogrome im November und Dezember 1916 'Preis X 10.—). — Den Lemberger Judenpogrom behandelt Josef Bendow in einem mst reichhaltigen Jllustrationsmalenal versehenen Buche, das auch ernen statlstlschen Teil enthält (Preis X 15.40). — Abraham Schwadron hat Bialiks f£aiitmcubc» Protest gegen die Pogrome aus dem Hebräischen übersetzt und den Reinertrag dieser Schrift den Wasscu der Kriegsopfer gewidmet ,Preis X 2.—). —> Sämtlich zu beziehen durch R. Lorvit, Wien, j., Rotenturmstraße 22. Eentral-Kino. Ein Doppelvrogramm von ganz besonderer QuaUtäl wird diesmal dem Publikum geboten. „D i e Arena des Todes" betitelt sich erner jener italienischen Sensationsfilms, dir unS das Leben der Artisten zeigen und unS daS entsetzliche Ende eines eifersüchtigen Künstlers vor Augen führen. Meisterhaftes Sviel und glänzende Bilder sichern dem Zirkusdrama größten Erfolg. „Odette" rst drr zwecke Proarammchlagn. Dre schöne Francesco Berti ni spielt die Titelrolle. Vtele Besucher deS Burgrhearers und des Deutschen BolkötheaterS werden sich noch an dre glänzende Komödie erinnern können, die das Schicksal eines bedauernswerten, jungen Mädchens vor Augen führt. Der berühmte Roman nnd das intercssasske Theaterstück wird durch das Filmwerk noch ergänzt werden. Beginn der Vorstellungen 3 Uhr. . \ Ferdinands-Kino. Vor geladenen Gästen wllrde am ' Mittwoch „V n m v a c r v a g a b u n d u s" zum ersten Atale voraeführk. Die berühmte Zaubervosse von Johann Restroy rriielte, dank der glänzenden Darstellung du''ch I o i c f önig und Oskar Sacks, einen stürmischen Heiterkeiiserfolg. Vlelle'cht keine zweite eignete sich wie diese Nestroy'che Posse fürden F-lm. Die tostl'cken Fluren des „Leim", „Zwirn" und „Kntenem" stehen leibhaftig aus der offenen Landstraße vor uns und begehen tausend tolle Streiche. Wer eine Stunde lang die Sorgen deS TageS ve'g'ssen will, wird im F e r d i n a n d ö- K r n o bet „L u m v a c i v a g a b « n d u S" dazu Gclegenh?st sinden. Brgmn der Borstellimgen 8 Uhr. Sport. tzettumeLustschiffe. Das Lustschtss (Ln tballon) ist von der Art des als Attftriebm'ttcl verwendeten Füllgasts abhängig. War es zuerst ttbitzte- Lnft, die infolge ihrer geringeren Schwere gegenüber der Lust den Ballon tr»g. so trat später LencktgaS an ihre Stelle, das' wiederum.durch Wasserstoffgas ersetzt wurde, weck seine Auftrieb-' kraft 1*1 gegen 0*7 Kilogramm d<*s Lmcktgases ist. Beide Gase aber sind brenn bar. sogar in höchstem Maße, und viele Unglückssalle sind die Folge ge,ve'en. Daß wir rm Helittm, einem Elemente, ein nicht brennbares Edelgas besitzen, rst längst bekannt; aber es war >n,r in sehr geringer.Menge herstellbar, so daß eS für dir Lufsschissahrt gar mcht m Betracht kam.

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