Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 76 (4.4.1919)
- Date
- 1919-04-04
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2979076-2979077-2979153--00664-2985981- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 75. Wien, Freitag Tagesbericht. wiener Bolkswehrmanner nach Ungarn abgegangen. Gestern imd vorgestern hoben zahlreiche K o iu m u" »(| Jt en, .darunter auch rin großer Teil des B o l k § w e h r' ö t a t l l ou, s Nr. 41 — V., Siebenbrmmengaffe — l^i t n«v e r l''a s's e n. umsich nach ll it g a r n-z u b e- ,?ech e n.^Auch.-aus der Provinz treffen Nachrichten ein, daß die' iÜngarnMrkenOnzug durch komm u n i st isch e.El e nt ttue Io uZ Den t s ch ö st e rr eich Malten , sollen. ■ Den . H. dazu hat schon Soldatrnrüt Leo R o t hz.'i e g e l in der vorgestrigen Vollversammlung der Coldaten- W der Wiener Volkswehc bekanntgegeben. Die.Volkswehr habe sich , verbürgerlicht, und sei - von, den ursprünglichen Ideen der Revolution entfernt. Er gehe nach Ungarn, um für seine Ueberzeügungen. zu kämpfen. Diese Stimmung scheint bei'einem >u.ß nv.it 120.0 2ö i cn c t n eingetrosfeu sei, die als Foceilw i t l.iÄ e. ..i,n. .dt e u n g a r i s ch e rate Arm e e einitteten.' Sie' wurden 'im Bähnhof vom Vertreter dcs.Volks-- -kömmissärs fite Heerwesen begrüßt. Im Bahnhof war eine Ehrenkompanie des ersten rnternätion'a l e u . roten R e. g i me n.t s aufg e st e l l t. Die .Wiener Freiwilligen wurden mck'stürmischen.Hurra- und Eljenvüfen-Mamlert. Nach, der Begrüßung und-Bewirtung zogen die Wiener Freiwilligen in ihre Kasernen.' ‘ . Die fremden WerbesteLen. Amtlich wird' abends eine Erklärung zu unserer gestrigen lMiÜe'ilung .über die in' Wien bestehenden Werbestellen für (fremde Armeen loerseildett Diese' Erklärung entkräftet unsere DäriMmi'L nicht, sondern bemüht sich, ganz -mit unserem'Einver- ' ftändnis, die Unstatthaftigkeit dieses Vorgehens festzustellen. Wir Möchten aber doch wünschen, daß unsere Regierung den tatsächlich bestehenden Werbelokalen sofort und,energisch ein Ende macht. Die-Verlautbarung besagt:. In der Bevölkerung kursieren vielfach Gerüchte, wonach verschiedene f r e in d e S t aa t e n zur Aufstellung.ihrer Nationalarmee m Men. W e r bestellen errichtet hatten. Die-Aufstellung derartiger Werbcbuxeäus w ürd e e-i n e B rrl etznng d er. N, e u t,ra l i t L tt D euis ch-' 8:ft eDr^e.ich s b e d e u t e n und ist deshalb vollkommen unstatthaft. Jedoch, kann gegen das Bestehen von Auskimftsstellen fremder Staaten nichts migewendet werden. Ob es sich nun in d.en fraglichen Fällen nicht bloß um .solche handelt, werden die sofort,''emgeleiteten Erhebimgert der zuständigen Behörden in kiit^eWZcrt ergeben. . -- i - - . i .7,/ . ' weisen nach TsDechicku '-Dits-Tschecho-slowakische Preßbureau ist von zuständiger Stelle zu folgender , Erklärung ermächtigt: ' - . Nach der Verordnung der tschechd-slowakischen Regierung oom st. März ist -die Einfuhr und Übersendung von E!N- und Hweikronennvten " der Oesterreichtsch-ungarischen -Bank in das Aebiet dertschecho-slowakiscken ' Republiky erb o t c ri. D e Reisenden dürfen in dieses Gebiet in .solchen Banknoten nur neuMKronen nicht ü b-.e r \l.t t-g e n b tn Betrag |«t t t' führen. - r ., -' Diese Verordnung wird nochmals in Erinneruua gebracht Mit der Bemerkung, daß Beträge über 50 Kronen kxu Gu n st e n-d es S t a.a t-e-s ö e r f all c tt und außerdem!das Ueberschretten des' gestatteten Ausmaßes als Vergehen (mrt Geld-öder Arreststräse) geahndet werden kann. - Der Einfuhr pon anderen Bankuo.en und Vaütten steht: von 'WN'ü-slvtvlckisHer- -Seite,nichts -im Weg?.'. Wiener Kinder «ach der «Schweiz. '( ' Wre uns geÄeldet wird,, fuhren -' gestern äbennals 510.erholungsbedürftige Wiener Kinder zu ..einem sechswöchent- Wen7Aufenibgu''m btc S 'ch tv e i z. - Me Kinder werden diesmal, Nicht, m Kolonien, sondern einzeln fa Familien nn Kanton B er», und' zwar m Bern selbst, in Thun, Burgdorf und Langenthal, imlergebracht. Mtt dieser zehnten Ausrerse der. Kinder der Mion, der. Frau von Emern beläUß. -sich -die Zahl der Kmder, die ist.per' Schweiz Mergebracht worden'sind, auf mehr als 4700. ' - . Bern, 3. Mr,l. (Korr.-Bur.) ' Änt .22.-Marz Hai sich m Bern eilt aus Schweizern und Schweizerinnen bestehendes Komitee^-konstituiert, .das M' die zeitweilige B, e r s o r g u n g v'o n K i rr d e r n aus W i e n, G r a'.z u n d L i n z bei Kaustlien . -im. Kanton B e r st zur'Aufgabe stellt. Es führt die Bezeichnung : Perchsches Komitee für'die Ausnahme von Wiener .KmderNl Borläuyg haben die.schweizerischen Bundesbehörden diesem Komiteedie Zulassung von 1000 .K tnber tt ans die Dauer von 8 bis -12 Wochen gestattet,. Die Kinder werden u nein kg eil l i ch in Familten ünt^rgebracht. Die Geldmittel für Än Transport innerhalb der Schweiz und für die Verköstigung a»f der -Reise werden durch Sammlungen bei der Schweizer Bevölkerung - nlifaebracht werden. .. Bei der Auswahl der Kmder in Oesterreich darf,die k o nf eff t o n e tt io bet poltttsche Zuge h,>ö r i g k eit keine Rolle, spielen. i#jäifeniaff» Wien-AfpanKL Die Eisenbahn Wien— Mpänö^erlaMart,- Laß'-' aÄ -4. V.' M^dre Anichlüffe nach und üün'..^.Ld'tnbürg,(Sopfön> an" die'von-Wten-A'pangbahnhof um 6 Mr' 15 M,n^ früh' abgehendch, beziihtmgsweise um 6 Uhr iö'Mük: abends''daselbst eintreffenden Personenzüge Nr: 11 und Nr. 18 bis auf weiteres eingestellt'-werden. Der Anschluß von und nach Nnaarn wird daher nur,durch .die Züge Nr. 5 ab Wien um. 8-Hfoc 10 Mm. nachmittags und Nr. 12 an Wien um'O lM ti4 Mm. vornkiltags vermtttelt. Vortrage mrd Versammlungen. ' Samstag den 5. d. M. findet ' im Rahmendir Beremsabestde'des.. A k a d e misch e n S5:e r e i n Si ftb rs cher M M i'Li'it er ein Bortrag des Herrn Heinrtch Margnltes über' „Hävööl Hazaw" statt. Ort : Cas6 ^Stadttheater", Vl'l., Älbertgasse 47. Zell : V-5 Uhr nachmittags. — Sonntag, 6. d. M., präzise 3 Uhr nachmittags, im Vortragshaus Franz Brunner- V.. Rüdigergasse 4, Wobltät'gkeitssest zu Gunsten armer Schulkinder, ohne Unterschied der Konfcffion. im li und VI. Bezirk. Karlen bei Kehlendprfer, U, Krugerstraße 3. Vereinsnachrichten. . Verein ,,Z t o n", Wien. Dienstag. 8. April, 6 Uhr abends, Restünrgnt „König David",, ll., Untere Augartenstraße 8, Plenarversammlung aller Zionisten des zweiten Wiener Gememdebeztrkes. Tagesordnung: 1. Konstikuterende Versammlung der Bezirkssektton .11, Referent Dr. Elias Tisch. 2. Debatte. 3.Wähl:eines Komltecs. — Samstag, den 5. d. M., um 3 Uhr nachmittags, findet int Zionistischen Zentralbureau, tt., Zirkusgaffe 83,. ettte d-.r..i ugende zion.ist i s ch e P g r 1 e t b e s p r e ch un g statt. Me zionistischen Vereine uny Korporationen werdm aufgesopdert, zuverlässig je einen Vertreter zu entsenden. — Das .Z,i .o n i st t s ch e L a n des k o m t t e e, Referat fiir Iugendhewegnng, ersucht die Vertreter.. sämttichcr zionrstisch-akademlscher .skordhraltonnlkVerbindunaen,utU> Vereine) ant SamStag, den 5.?lpril, %b Uhr nachMsttags, zu einer dringenden B es'L.r e ch » n civ vollzählig ht den Räumen ll„ ZtrknsMe 88, zu . Wiener MorgenzetLung erscheinen. — Der Verein „Z u,k u n f t" (Bereut zur Förderung schulenttvachsener, verlaffener Kinder) eröffnet arn 1. April -in semen Lokalitäten, VIII,, Bennoplatz 1, ent A b e it d hei nt, welches bestimmt ist, aufstchisloscn Lehrlingen, oder anderen Jugendlichen über li Jahre tu den - Feierstunden ' ein freundliches Asyl zu bieten. Den Knaben wird in diesem Abendheim auch eme Jause und das "Abendbrot verabreicht. Der Verein „Zukunft" hofft,- daß. M'.hrlfsbereUe und edle Menschen finden, welche seine sozialen und hnmanttärelt Bestrebungen. erkenne.n und durch Zuwendungen jeder Art ginne sgrdcru werden. Spenden werden im Hertti, VUl., Beuuoplatz 1, daiikcnd enkgegengenominen. Letzte Nachrichten. - ANS Ungarn. - Das Mkoholoerbot. .Budapest, 3. April. (UM. Del.-Kor'r.-Bnr.) Eine woiteve. Verordnung, betvefftirh - die Ergänzung des Verbotes des Verkaufesvon äll-erlei geistigen Getränken, besagt, das; der Verkauf auch 'in jenem Falle ungültig ist, wenn der Verkauf vor Etlaß des Verbotes geschah, jedoch - die verkauften Geträiik-e erst nach. .Jnkrafttretelt der Verordnung zu liefern waren. In 'dttzsent .Fallekann der. Käufer den. bereits erlegten Kaufpreis zuruck-- fordern. Mittels Eisen b ahn oder Schiff, unterwegs b^-' findliche geistige Getränke köiuren nur. demjeiiigen-zugestellt werden, 'der im Frachtbrief als'"Ädresfat bezeichnet ist. , Dre SeqrrestrKtron der Kronßüter. Budapsst, '3. April. (Ung. Tel.-Korr.-Bur.)' Eine. Verordnung betreffend die..ehern.... Krongüter' besagt: Die in Ungarn befindlicherl ehem. Krongüter, hofärarischen Besitzungen, Familienlegate, ffowie jedes in Ungärn befindliche Vermögrm der Farnlie HaVsbubg-Lo'ch'rinaen werden provisorisch durchs eine-dreigliedrige Kom'.niffion verwaltet, die vom f Volkskommissar für -Landwirtschaft crilanitt werden wird. Die Aufgabe dieser Kommission ist, dieses Vermögen zu i n v e n t a r-i fte te u und i n Sicherheit zu bringen, sowie die Kontinuität der Produktion und den Erfolg' derselben zu sichern und -die erzeugten Güter zu verwerten. Die staatlichen Sequesterämter werden ausgehoben.. Bezüglich des Personals verfügen die VOlksiommifsärs für Landwirtschaft und Justizwesen. Die Befugnisse des Präsidenten in Tschechien. Prag, 3. April. (Tel. der „Wiener Morgenzeitung".) In der gestrigen Sitzung der Nationalversmumlung legte der Sozi ldemokrat M e i ß n e reifen An wag auf A b-fia de r u n g der provisorifchen Verfassung vor, in welchem , das Verhältnis des Präfidentetl der Republik zur gesetzgebenden. Körperschaft klargestellt wird.' In .den § § 10 und 11 des Verfassungsgesetzes soll Nachstehendes abgeändert werden: Der Präsident vertritt den Staat.nach außen, .zur Abschlietzung eines Staatsvertrages bedarf es der Zustimmung der. Nationalversammlung. Der Präsident ist Oberbefehlshaber der gesamten, bewaffneten Macht, er empfängt die (vesandlen, erklärt über'Beschluß der.Nationalversammlung den. Krieg und' legt dieser den Friedensvertrag zur.'Genehmigung vor. Er erneunt dre Offiziere. Staatsbeamten- und N i ch t c v von der sechsten Rangsklasse aufwärts, hat das Recht, Strafen nachzusehen oder zü mildern. Er hat. ferner das Recht, von der Negierung, und Von deren einzelnen Mitgliedern einen schriftlichen BerichL über jede in das Ressort, des betreffenden Ministers, gehörige Angelegenheit einzufordern. Der Präsident erstattet der Nationalversammlung von Zeit zu Zeit Bericht über die Lage der Republik und empfiehlt ihr Maßnahmen, die er als notwendig > und zweckmäßig erachtet. . ' . - - Der Mische Natrörialrat in Prag. Der Kongrest in der Slowakei.. — Die Flüchtlingssrage. — Repatriierung der fZivilinternierten aus Frankreich: Prag. 3. April. (Tc^. der „Wr. Morgettzig.") In drt Sitzung des I' ü d r s ch e u N atio n a lrateS arn Donnerstag erstattete Pros. Dr. Alfred Engel einen ausiührl'chen Bericht über den jüdischen Kongreß.- in Pistvan, der dort am 25. und 26. März stattgefimden hat. 'An dem'Kongresse nahmen; 48'Gemeinden, die durch 143 Delegierte yerircten waren, teil. Der Kongreß hat eme bedeutende A nnäh er ung an de n j ü d t s ch n a t i o n a l e u Standpunkt in. Ae r Slowakei feststellen können. Der Kongreß -wählte einen Iudenrat, am deffen Spitzezwei bewährte nationäljudische Führer, Theodor W i st e r in Neustadt an der Waag und De. Leo' Alexander in Preßbura, stehen', r Eine ganze Reihe von Gemeinden haben sich der Organisation neu angeschloffen. In Preßbura wird ein Bureau.eingmchtet. Die. Vorarbeiten für verschiedene Aktionen werden eingeleitet. Es elangte sodann eme.Zlischrist des''Prager ftaiizöfischen Gesandten Mr. C l e m e n t' S tüt n tt an den Jüdischen Nationalrat in Angelegenheit der in Frankreich -zmückgehaltenen Z i v i l i n t e r n i e r t e n jüdischer Na t i o n a l i t ä t zur Verlesung. Der Gesandte teilt mit, ' daß er sich mit seiner Regierung diesbezüglich) in Berbiudmig gesetzt habe und folgende Nachricht empfing: Die. in Frankreich zurück- 'tzehaltcnelt Z r v i l i n t e r u i e r t c n v,t f ch e ch o - slowakisch er S t a a t s zu g e h 8 r i g k.e i t werden i n Kürze repatriiert. Der erste Transport dürste wahrscheinlich gegen Ende April erfolgen. - Dre tschecho- Jn der Präsidialsitznna am 1. April erstatteten die Herren Rudolf K o h u, Prof., Engel mid.. Dr... Goldstern Berichte über die von ihnen hei der Regierung unternommenen Jntervenfionen. Unter anderem wurde.dem F t u a tt s nt i n isteriu nt eut Memorandum überreicht, in welchem um die A tt § f o { ö u it ij d e r Z ü r ü ch b e h a l t e n e n Geldbeträge für die abreisenden F1 üch-1 l i n g e ersucht wird. Prof. Engel teilte mit, daß sich sehr viele Flüchtlinge zur Abreise melden. Vom Mlnistermul des Jmtcru wurde ent Erlaß an die Bezirkshauptmatmschaflen tzertchtet, wonach die e i g e n m ä chtigen Ausweisungen d.er Flüchtlinge a l s u n st a t t h a f t erklärt wird, slowakischen Kriegsgefangenen, die in Frankreich interniert sind, werden gegenwärtig in einem besonderen Lager gesammelt, aus welchem sie später heimbefördert werden. Hierauf gelangten finanzielle Fragen zur Erörterung. Es wurde der Beschluß, gefaßt,- energisch an die Aufbringung der Nationalsteuer zu schreiten. Es gelangten sodann Falle u n z n l ä s s i g e r politischer Beeinflussung v o n I üb en durch B ea m t e'zur Sprache. Es wurde beschlossen, in dieser Hmficht das 1 Nötige zu veranlassen. - - ' - . 4. April 191^' Seüd § --—”—~-1--— - ■-: "L Wählerversammlung. ' v. Die WahlagitatronslerLung für de« I^>jPszrrL veranstaltet So rrntag d e« d.) Ä P r il 1919, 19 Ahrvormi tt a g s,... Kolosseum (Komödienhaus), IX., Nutzdürfstftratze 4/6, die erste große W ä h l e pver-sammLang. Referenten: Abg. Ing. . Robert Stricke r, Dr. Bruno P o. l l a% v Dr. Elias Tisch. Juden und Jüdinnen! V Erscheinet in Massen. Es gilt, den IX. Bezirk , - \ zü erobern. Helfet uns dabei. Jüdische Wähler und Wählerinnen! RekLaMiert Euer Wahlrecht! Me Iyden und Jüdinnen, welche die deutsch-» österreichische Staatsbürgerschaft erlangt haben .undtHr Wahlrecht zur Nationalversammlung noch nicht' äus^' üben könnten, können jetzt das Wahlrecht für den'- Landtag und für den Gememderat reklamieren. Dcis - Bnreau befnrdet sich . im II. Bezirk, Zirkusssasse 33, -. '' D i e W a h l l e i t u tt g.": V:'' . ___ , '-i * Zu den Gemeinderatswahlen. Sonntag ist das Landesgesetz über die neue Wiener'Ge« tileindewahlordnmig in Druck erschienen. Nach derselben wird eine--. . ganze Reihe von Bestimmungen der im März.1900 etfaffenen j, >-• . altert Wahlordnung geändert. Nach der neuen. Wahlordnung, die aus dem gleichen, direkten'Wahlrecht aufgebaut ist, fallt selbstverständlich das Wahlkörpersystem weg. Im , Gegensatz zur >, früheren- Wahlordnung wurde die A l t e r s g r e tr z^e ^fiir den . Wähler'mit 20 (früher 24), die für den zu Wählenden MstD ' - : - (früher 30) Jahren festgesetzt. Das W a h l r e cht tzEWjeM-.'- ' dmlschösterreichische Staatsbürger sowie der Lentsche'-' Reichs^-''- aii gehöritze ohne Befristung und ohne Einschränfimg,' wtnN'E'^'. am Tage der Wahlverlautbarung und am Wahltag in Wiest 1' wohnt. Entmündigte und Bochestrafte sind nalürkch wom Wahlrecht ausgeschlossen. -'- Die Frist für das A u f l e g e n der Wa h le'r^ ist auf 10 Tage (gegen 14 Tage früher) herabgesetzt. Die.Hahlen ' , finden auf Grund der für die Nationalversammlung angefertigten' . Verzeichnisse statt. Ebenso ist das Verfahren bei ReklaMtsyneu, bei der Wahlhandlung und bei Feststellung 'des Wahlergebnisses^ dem Verfahren bei den Nationalratswahlen gleich. ' Die M a n d a t s d a u e r ist auf fünf Jahre, (gegen sechs. . Jahre früher) herabgesetzt. Ferner bestimmt das .Stattst,. di.e/.,.- d o u t s ch e S v r a ch e a l s A nt t s s p rach e;. iw Rathause,..., und fordert für sämtliche Nramte und Funktionäre, die v.e.P bl r k a n is che G e l ö b u r s kl aus e l. . . .- Wiener Geweiuderat.; , Sitzung am 3. April 1910. ,*■*!• . Sjic gestrige Sitzung stand " im Zeichen von Widmungen» ' Zpfchnßkrediten, baulicher Referate,' von Lohnerhöhungen für-bte vi- Arbeiter der städtischen Elektrizitätswerke und GenehmiSnngey.von. - . Kostenerfotdernissen. Un-er den bewilligten Kkediten. befinoeü. sich. enr Kredit von 100.000 Kr o n fn zur D u r chl.ü H'L'N n K" der A k t i o n „K i n d er nach S tt G a l l e ^ferNett^- eine Post von 418.000 K r o n e n - für die. Herstrllnngi der- - S i r a ß e n r a-m p e im Zuge d'er A s,p e r n b:r K.Ä-s-n-- g a. sse und Unteren Do n a u st r aß. e. Es wurde setNkP-.,.., für' d i e Durchführung d r r W a h, -len, ftt dert . meLerösterreickischett Landtag, in den Gememderat und bre-BW»'^ Vertretungen Wchußkredne gewährt,' und zwar sür den Landtag' - 880:000, stir den Gemeinderat 420.000 Kronen! und. für dte-»- - ' Wahlen in die Bezirksvertrelungen ein Kredit von 45Y.000/Kcyuen,' gewahrt. Dem W i e n e r W ä r m e st n b e n-. u n'd W o h l- . tätigkettsveretn würde die angesuchte Subvention vom" 3000 Kronen (pro 1918) bewilligt und zur Ermö-güchüng Forlsührung des Betriebes über die normale Betriebszelt hinaus ,.i wo in -16. bis 31. März 1919) eine außerordentliche. Subvention , von 32.000 Kronen gewährt. Für die mt Sudetenland durch die. tschechischen Uebergriffe 'notleidend gewordenen deutschen Stammes- - angehörigen wurden 10.000 Kronen gewidmet. - .'.L 5 Zn Beginn der Sitzung verlas der Bürgermeister eine Aut--- .. wort des Staatsamtes für Volksernährung betreffend"' die Disch? ' , Versorgung Wiens mit besonderer Berücksichtigung der Lobaü. Die i.' ZiMrist besagt, daß nach einer-Begehung der für eine Ausnützung-' m Betracht kommenden Lobauwässer vom so genannten iFasM-/ g,men bis zur Kormvrananfiedlrrng. bei Ebersdvrs die in, ArLsicht genommenen Gewässer infolge starker Verkrautung, und Verlandung für eme Netzfischerei u n g e e i g n e t 'smd'und höchstens eme svöradische Befischung mit Raufen. und. Legeangeln gestatten. .. Aus. Grund dieser Beobachtungen wurde von der geplünM''Aüsr. (,.' fischungsaktio» Abstand genommen, zumal, auch, der vielgichriesetle - " Fischreichtum der Lobauwässer dm Tatsachen mchtt en'tsPAchtt'.DaL' - Stgatsamt ist aber dennoch bereit, die Abfischung m dieMegg ül. leiten. Die Gemeinde Wien als der. rechttnäßigv Besitzer eiM. - TeÄs dieser Füchwäsfer wird eingeladen, -.die AMchimg.' im.' .eigeüen. Wirkungskreis dnrchzufi'chren. '' ' Die Ernähr««^ ß Die Drotauflage. Das Gesetz betreffend eine besondere Brotaufkageim" Jahre-1919, welches von der Regierung in der gestrigen -Ktzustg-v der Nationälversannnlung eingebracht worden ..ist, HMMgeMn.' Wortlaut: 8 1. ' Im Jahre 1919 haben die Grundfieuerlräger. -sochie . die. - Hoherbcmittelten zur teilweisen Deckung der durch, die.notwendige Getreidebeschaffung ans dem Auslande erwachsenden, Kosten. Bei- . träge nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen zu leisten: '!. -- L O . ' ■ I S . . ' _ , ,j Die Grundsteuerpflichtigen haben eme Auslage zu entrichten-/ die 80 Prozent des Katastralreinertrages beträgt;, bet Mck« ist die Auflage jedoch nur von drei Vierteln, bei Alpen, Huiiveiden, . Seen, Sümpfen und Teichen von der Hälste des-KatMälvemertrages zu bemeffen. Panfikationsland^ ist wie-die entsprechende: Kulturgattung zu behandeln. - ü- ', Diese Auslage ist zugleich mit der GrundstMr dW Jahres 3919 zu veranlagen und in den vrdeMchen' MillMits-»'