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Wiener Morgenzeitung · 1919-03-30 · Heft 71 (30.3.1919) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 71 (30.3.1919)
Date
1919-03-30
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 71 Wien. Sonntag -' ' - - - -- —4-1-- Wiener Morgenzettung 30. März 1919 Sette sl durch Automobile besorgt, die aber nur für Militär- Personen in Betracht kommen. Auch in Przemysl wurden sämtliche Juden zwangsweise in daS polnische Heer eingereih t. ' Der Kommunismus der Berufs-Militärgagisten. Wie daS Ungarische Telegraphen-Korrespondenz-Durean aus Budapest meldet, bat der Vollzugsausschuß des Budapcster Soldatenrates aus Wien folgende Depesche erhalten: Die freie Organisation der Wiener sozialistischen Berufs- Mrlitärgaglsten sendet ihren schwesterlichen Grub den ungarischen Genossen tu ihren schweren Kämpfen liegen Imperialismus und Kapitalismus. Präsident Krumm, Sekretär Honmann. — Die Welt steht wahrhaftig aus dem Kopfe! Daß es sozialistische Berufsnulitärgagisten gibt, hat man schon vor etlicher Zeit staunend gehört. Daß sich aber die Herren sogar zur spontanen Begrüßung des ungarischen Kommunismus aufraflen, stellt ihrer Fähigkeit za polnischem Umleruen das schönste Zeugnis aus. Das sind doch wohl dieselben Leute, die auf das Dienstreglement eingeschworen waren und vor Mitgliedern des kaiserlichen Hauses ehrfurchtsvolle Front machten? Die gewesenen berufsmäßigen Stützen des Thrones haben m verdächtiger Schnelligkeit „Front" gewechselt. Der neue Kurs in Pole«. Der polnische Reichstag hat die Einsetzung einer Kommission zum Studium der Judenfrage beschlossen. Die äußere Veranlassung hierzu bot ein Referat des jüdischnationalen Abgeordneten Priludski, in welchem die entsetzlichen Verhältnisse der jüdisckien Bevölk-rung geschildert wurden. Im Namen der Regierung stellte Professor Stanislaw Grabski, einer der Führer der «ationaldemokratischen Partei den Antrag auf Einfetzung einer solchen Kommission und fügte hinzu: „Eine tiefgreifende Umwälzung hat unser Land aus eine neue Basis gestellt. Jetzt, wo Polen ein unabhängiger Staat geworden ist, dürfen wir auf die jüdische Frage nicht mehr vom theoretischen Standpunkt des Nationalismus, sondern vom Standpunkt einer Regierung aus blickest. Wir wünschen, daß sich niemand in Polen unglücklich fühlt und wir wollen, dpß alle Bewohner unseres Landes gute und treue Bürger werden." Diese Worte des bisherigen Antisemiten und engen Vertrauten des berüchtigten Dmowski fön re.it wir nur begrüßen. Durch die Sicherung der staatlichen Unabhängigkeit sind viele Dinge beseitigt worden, die daS Verhältnis zwischen der polnischen nationalistischen Partei und den Juden vergifteten. Die nach der Wiedergeburt des Polentums strebenden Schichten brauchen von den Inden nicht mehr zu fürchten, daß sie, wie man es ihnen früher emzureden beliebte, das Land abwechselnd russisizieren oder' germanisieren. So lange Polen zwischen Rußland und Deutschland als willenloses Objekt eingepfercht war, konnte eine solche Befürchtung auf das Verhalten den Inden gegenüber von entscheidendem Einfluß werden. Heute ist jede tatsächliche oder vorgetäuschte außenpolitisckie Bedrohung durch die Juden im Dienste des einen oder des anderen Staates ein Unding und die zur Freiheit und Herrschaft gelangte polnische Nation brachut sich nur noch von innerpolitischen Erwägungen leiten zu lassen. Nun hängt alles davon ab, wie sich die Polen die jhrnerpolitische Entwicklung des Landes vorstellen, und inwieweit sie ihren Nationalismus in den Dienst des Menschlichen Fortschrittes zu stellen geneigt sind. Geht Man von dem Gesichtspunkt aus, daß es Aufgabe der Regierung sei, den Bedürfnissen der gesamten Bevölkerung zu dienen, so darf man sich nicht verleiten lassen, 8» falsch verstandenem Interesse des herrschenden Naiiionalismus die Ansprüche anderer Nationalitäten zu unterdrücken. Das Ziel, das Grabski vorschwebt, wenn er'davon spricht, daß die Bevölkerung sich wohlfühlen Zoll, wird nur dann erreicht werden, wenn man jedem Bürger das freie Bekenntnis zu seinem eigenen Volkstum ermöglicht. Bisher deuten keine Anzeichen darauf hin, daß Polen geneigt ist, sich diese Erkenntnis mit Hinsicht auf die Juden zu eigen zu machen. Es ist offenkundig und soll anerkannt werden, daß die Regierung seit einiger Zeit bemüht ist, friedliche Verhältnisse im Lande zu schaffen, die Ordnung wieder tzerzustellen und das Land jenem wirtschaftlichen Auf-, stieg zuzuführen, zu welchem alle Vorbedingungen gegeben sind. Im Zusammenhang damit versucht sie vuch, die Juden frage auf eine versöhnlichere Basis zu stellen. Aber sie umgibt sich mit falschen Beratern. Sie glaubt oder läßt es sich einreden,. daß die Judenfrage Mit der Gewährung bürgerlicher Gleichberechtigung allein zu lösen sei. Für eine solche rein staatsbürgerliche Emanzipation sind heute bis in die Kreise der extremen Antisemiten hinein viele Gruppen zu Habens ümter allen polnischen Parteien aber findet sich keine einzige, wie der Exminister Wassilewski erklärte, die geneigt wäre, hinsichtlich der nationalen Ansprüche der Juden auch nur die geringste Konzession zu machen. Auf solchem Wege aber wird die Regierung unter keinen Umständen bas Ziel erreichen. # Niemand hat ein Interesse daran, die polnische Nation u tont prix ihres Antisemitismus wegen zu bekämpfen. Wenn es uns bisher nicht möglich war, die Dinge in Polen hoffnungsvoller zu betrachten, so lag es gur daran, daß die Regierung nichts tat, um ihren immer häufiger werdenden Versprechungen wirklich Nachdruck zu verleihen und Vertrauen zu erwecken. Mir würden es aber außerordentlich begrüßen, wenn die Regierung endlich Ernst zu macken beginnen würde. Die Worte des Prof. Grabski bieten immerhin eine Grundlage. ES wird alles davon abhängen, wie in der Kommission gearbeitet wird und ob sie objektiv genug fjritt Jpirbj, nationale Forderung^ der Juden zu vertreten, wenn sie sich davon überzeugt hat, daß nur aufdieser Basis ein fried?!< eres Verhältnis zwischen Juden und Nichtjuden zu erzielen ist. Wir sehen der Arbeit dieser Kommission erwartungsvoll entgegen. Sollte sich aber erweisen, daß auch sie beherrscht ist von jenem Geist, der grundsätzlich und blindlings jeglichen nationalen Anspruch des Judentums als solchen verwirft, so würde das an der bisherigen Situation nicht nur nichts ändern, sondern wir würden den Eindruck gewinnen müssen, daß es sich auch diesmal der polnischen Regierung nur darum handelt, dem Ausland die Maske der Zivilisation vorzuhalten, hinter welcher sich der bisherige AnUfemitisin'.'? unverändert verbirgt. _ Die Friedenskonferenz. Die resnttatlosen Beratungen. Marokko. — Der Prälinrinarfriede. — Frankreichs Begierde nach deutschem Gebiet. — Das adriatische Problem. Paris, 29. Marz. (Funks, r.ich.) Der Oberste Rat verfügte gestern die Einsetzung einer Kommission, die sich mU der Frage der Beseitigung dir von der Algeciras-- Konferenz seinerzeit über Marokko verhängten Servitute beschäftigen soll. Paris, 29. Marz. (FunkspruM Der ,.T e m v s" meldet' Der Rat der Brer setzte seine Beratungen über die Klauseln des Präliminarfriedens mit Deutschland fort. Die Erledigung zweier wichtiger Fragen, der Festsetzung der polnischen Grenzen und des Schicksals der linksrheinischen Gebiete, wurde durch diese Beratung gefördert. Paris, 28. März. (Havas.) Der Rat der Bier hat heute die Prüfung der Gebielsfragen fortgesetzt, namentlich der französischdeutschen Grenze. Eir. Beschluß ist noch nicht zustandrgekommen. Frankreich forbert bekanntlich seine gesamten Grenzen vom Jahre 1814, mit Einschluß des ganzen Saarbeckens, wobei der deutschen Bevölkerung.. die nt dieser Grenze nicht einbegriffen ist, ihre politische Selbständigkeit belassen wird. Frankreich verlangt, daß der Rhein als natürliche Grenze diene. Demgemäß wird Deutschland nicht das Recht haben, auf dem linken Ufer des Rheins befestigte Werke, Truppen und militärische Eisenbahnen zu haben. Nach den französischen Grenzfrageu wird der Rat der Vier daS adriatifche Problem studieren. Wilson itt Gefahr? Befürchtung politischer Attentate. Paris, 29. März. (Funkfpr. der Tel.-Komp. Die Sicherheitsbehördcn scheinen Anzeichen dafür zu haben, daß neue politischeAttentate geplant sind, die entweder nenecklch Clemenceau oder den Präsidenten Wilson gelten könnten. Für das Leben Wil'vns sind ganz a u ß e ro r b\n tliche Sicherheits maßregeln ergriffen worden. Eine der bezeichnendsten Verordnungen ist dre, daß die Zeitungen das Tagesprogramm Wilsons nicht mehrverö ff e n t l i ch e n d ü r f e n, um etwaigen Sitten* . tatern die Möglichkeit für Vorberetlungen zu nehmen. Wilson selbst wird in ganz ungewöhnlicher Weise geschützt. Auf allen seinen Ausgängen begleitet ihn eme große Zahl von amerikanischen Geheimagenten und französischen Zivilpolizisten. Der Friedensvertrag wird Mitte April unterzeichnet. Parks, 28. März. (Tel.-Komp.) Wie t« diplomatischen Kreisen verlautet, beendigt der Viererausfchuß Mitte nächster WocheseineArbeiten. woraus der Text der dem Friedensvertrage anzusügenden Klauseln redigiert und die deutschen Delegierten nach Versailles berufen werden. Die Unterzeichnung des FriedenSv«träges soll zwischen dem 15. und 20. April erfolgen. Die erste internationale Arbeiterkouferenz im Oktober. Rotterdam, 29. März. Der „Nieuwe Rotterdamsche Eonrant" meldet aus London: Im Oktober wird in Washington die erste internationale Arbeiterkonserenz statlfindm, der ungefähr 200 Arheitervertreter, Arbeitgeber und Sachverständige beiwohnen werden. Der rachsüchtige Darthov. Paris, 29. März. (HavaS.) In einer heute nachmittags gehaltenen Rede erklärte B a r t h o u, er bedauere den langsamen G a n g, der Friedenskonferenz. Er beharrte anfderVeraÄtwortlichkeitDentschlands. Deutschland habe denKrieg gewollt, es müsse den Krieg bezahlen. Redner brachte unwiderlegliche Beweise für das vorbedachte Vorgehen Deutschlands unddieSchuldseinesKaisers bn, der Verwüstungen und die schlimmste Barbarei angeordnet habe. Er halte es für unerläßlich, daß ein intexnatronaler GerichtshofüberWilhelmU. sowie alleGenerale, Offiziere und Soldaten, die Verbrechen gegen d a s g e m e i n e R e ch t v e g a n g e n h a b e n, aburteile. Die furchtbare Lage Armeniens. Ein Hilferuf an die Friedenskonferenz. Paris, 29. März. (Funkspr. des Korr.-Bur.) Die armenische Delegation bei der Friedensverhandlung hat dem Obersten Rat ein soeben bei ihr eingelaufcnes Telegramm zur Orientierung über die Lagern Armenien vorgelcgt. Die Depesche, die vom armenischen Hilfskomitee in Konstantinopel herrührt, besagt: Nirgends i st Brots ür die 45.000 Menschen in Erivan aufzutreiben. Alle Waisenashle sowie die angekommenen Truppen sind in der schrecklichsten Lage. Nirgends ist cm Hund, eine Katze, ein Pferd oder etn Kamel zu erblicken. Man begegnet im Gebiete von Jgdir Frauen, dieStückevon verreckten Pferden in ihreHäuserschleppen. Noch eine Woche Entbehrungen, und weitere 10.000 Menschenleben gehe» verloren. Im Name» Gottes sendet sofortige Hilfe! Die Tschechen fordern deutsches Gebiet. „Strategische Abrundung." Prag, 29. März. (Tel.-Komp.) Einer Pariser Mckdmrg der „Narodni Llsty" zufolge hat gestern dre tschccho-slowakische Delegation auf der Friedenskonferenz eine strategische Abrundnngder Grenzen gegenDeutschland verlangt. Lenin fordert Anerkennnng1 der Somietrepublik.; Berlin, 29. März. Das „Berliner Tages blatt" meldet aus Genf: „Echo de Paris" zufolge hat Lenin an Wrlfon eine Note gerichtet, in der er die Anerkennung der Bolfchewikenrepnblik oerlangt. Das Blatt schreibt dazu, es fei nicht ausgeschlossen, daß Wilson zu einer wohlwollenden Prüfung bereit sei. Inland. „Die Anstecknngskeime liegen in der Lust" Bern, 29. Mürz. Der ..Bund" schreibt in einem „Ans gaben und Schwierigkeiten der deutschösterreichlschen Regierung* betitelten Artikel: Sind die der deutschösterreichlschen Regierung gestellten Aufgaben schon an und für sich schwer, so erscheinen die Schwierigkeiten um so großer, wenn man au die besonderen Umstande denkt: Mangel an Lebensmitteln, Mangel an Rohstoffen, Mangel an Industriearbeitern. ES ist eine sehr ernste Situation. Die Leute haben nichts zuessen, h ach e n keine Kleider, können die Wohnungen nicht warm halten, die Fabriken ferern oder arbeiten nur mitHalbschichten, weilsie wederKohle noch Rohstoffebesitzen. Den Landwirten fehlen Phosphate für d 11 Düngung. '' Drückt das alles schon aus die Stimmung und ArbeitSfreudigkeit des Volkes, so tritt hierzu noch der starke moralische Eindruck der U m w a l z u n g e n in den Nachbarst a a t e n. Die Ansteckungskeime liegen in der Lust. Requisitionen mit Waffengewalt. Innsbruck, 29. März. Korr.-Bur.) Die Landesregierung bat heule einen Beschluß veröffentlicht, wonach die säumigen Lieferungspflichtigen von Vieh mit allen Mitteln, im Notfall mit Waffengewalt, zur Erfüllung ihrer pflichtgemäßen Lieferungen zu zwingen seien und worin eme vollständig g e r e ch t e und gleichmäßige Verteilung der Nahrungsmittel und Abstellung aller Unzukömmlichkeiten. insbesondere hinsichtlich der Gasthausverpflegung, m Aussicht gestellt wird. Linz, 29. März. Die Blätter veröffentlichen eine Kundgebung des Lmzer Arbeiter- und Solda ten rates, m der es unter anderem heißt: DieBiehliefer nagen in der vergangenen Woche waren nicht so. wie man «-wartet hatte. Es scheint, daß aus dem Lande wieder eine Hetze b e t r i e b e n w i r d, der energisch entgegengetreten werdn muß. Deshalb werden nächste Woche Kommissionen derAr- , b e i t e r- und Soldaten rate von Linz unter Beizrehung der Landwirte sich aufs Land begeben, um s e l b st die Vrehaufbringung in die Hand zu nehmen. Die Gemeinden, welche erklären, daß sie nichts liefern, werden die Kosten einer Militärischen Besetzung Anträgen haben. Obcrösterreich hat sich, heißt es weiter in der Kundgebung, verpflichtet, monatlich ein größeres Kontingent nach Wem zu liefern, und wenn Wien, das schon die vierte fleischlose Woche hat, einmal zusammenbricht, werden auch die Städte in Oberösterrcich zusammenbrechen und wird die Revolution auf'deck Laude auflodern. Die Mrlchanlieferung hat sich seit der Tätigkeit des Arbeitermtb Soldatenrates um mehr als 3000 Ltter gesteigert.' Telegramme. Zuckerüberflutz in Böhmen. Paris, 29. März. Aus Prag wird gemeldet, daß die dortigen Zucke^rraffinerien am Ende der gegenwärtigen Kampagne über erhebliche Mengen von überschüssigem Zucker verfügen werden. Sie verlangen von ihrer Regierung Ausfuhrerleichteru«gen nach den alliierten Ländern. Der tschechische Gesandte in Kopenhagen. Prag, 29. März. (Tel.-Komp.) Zum Gesandten, der tschecho-slowakischen Republik in Dänemark ist der G e r m a n i st der tschechischen Universität in Prag, Dr. Ernst Kraus, ansersehen. l Sechsstundentag in den Prager Banken.; Prag, 29. Marz. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Die deutschen und tschechischen Banken haben ihren Angestellten dm Sechsstundentag bewilligt. Der Raphthaschmuggel in Galizien. Krakau» 29. März. (Tel. der „Wr. Morgenzig.*) In der Affäre der betrügerischen Naphthaausfuhr wurden weitere Verhaftungen vorgenommen. Unter anderen tmrrdev verhaftet: Der ehemalige Leutnant der österreichisch-imgarisHen!. Armee R a d a k, der Ingenieur der Naphtharaffmerie in - Trzbmja W l o d a r c z e k, der Graveur W o s z u i a k, weuers ,eine Frau Irene Juranicz und zwei Beamte des. Magistrats. In Untersuchungshaft befinden sich b i s j e tz t 60 P e r s o n e n. Einigen Mitschuldigen gelang es, kurz vor der Verhaftung, aus Krakau zu flüchten. Vertagung der Deutschen Nationalversammlung bis Mittwoch. j Weimar, 29. März. (Tel.-Komp.) Die Nationalversannn--- lung hat sich heute nachmittags um V<2 Uhr auf Mittwoch den 2. April vertagt. Dem Präsidenten wurde! die Befugnis erteilt, für den Fall unerwarteter Ereignisse die Nationalversammlung telegraphisch für einen früheren Termin' einznberufen. Für die Vertagung stimmten sämtliche Parteien mit Ausnahme der Deutschnationalen und der deutschen Volks- Partei. Bolschewismus in Posen. 3000 internierte Soldaten. Berlin» 29. März. (Tel.-Komv.) Die deutsche Tages« j zeitung meldet aus Posen: In der Stadt Posen greift der i Bolschewismus namentlich unter den Trltppen immer: mehr um sich. Es sind bereits 300 Soldaten wegen b o l s ch «-»> wikischer Umtriebe in der Fest unaPosea: interniert und eine ganze Rerhe es*J schossen worden.

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