Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 69 (28.3.1919)
- Date
- 1919-03-28
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2979076-2979077-2979146--00598-2985908- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 4 Men, Freitag Wiener Morgenzeittmg 28. März 1919 Nr. 69 Deutschösterreich im deutschen Neichsrat. Weimar, 27. Mürz. (Korr.°Bm.) Zn der heutigen Sitzung des Verfaffungsausschusses der Nationalversammlung wurde der Antrag Hausmann einstimmig angenommen, wonach die bedingte Faffnng des Artikel 19, Absatz 4, der Regierungsvorlage in folgende positive Fassung umgewandelt wirdr D e u t sch ö st e r r e i ch erhalt nach einem Anschluß au das Deutsche Reich das Recht der Teilnahme an den Verhandlungen im Reichsrat mit der seiner Einwohnerzahl entsprechenden Stimmenä h l. Vis zur reichsgefetzlichen Regelung haben die Vertreter Deutschösterreichs b eratende Stimme. Zn der vorherigen Beratung hatte der Vertreter Deutschösterreichs Professor Hartmann den Wunsch ausgesprochen, daß den Vertretern Deutsch'österreichs Gelegenheit gegeben werde, bei der werteren Beratung der Verfassung an den Sitzungen teilnehmen zu können. Arbeiterbewegung in Frankreich Berlin» 27. Marz. Das .,8 Uhr Abend-Blatt" meldet aus Geun Ans den Meldungen der hier in den letzten Tagen eingetroffenen französischen Blätter geht trotz der scharfen Zensur hervor, daß die Arbeiterbeweming in ganz Frankreich an Ausdehnung .und Kraft wächst. Lie hat sich von Paris und Ost- Frankreich nach dem Südosten Frankreichs ausgedehnt. Das größte Schlachtschiff. Washington, 27. März. (Fimkioruch.) Das größte Schlachtschiff der Welt, der Ueberdreadnought „Idaho", nnt 1407 Mann Besatzung wurde gestern m Dienst gestellt. Ansgelieferte österreichische Handelsschiffe. Paris» 27. März. (Funksvruch.) Eurer aus Marseille emgelanglcn Depesche zufolge sind heute die ehemaligen ö st e r r r e i ch i s^ch e n Handelsschiffe „B e g a" und „Gras S t e r uni t" an btc Alliierten aiisgeliefert worden. > Danzig wird nicht polnisch. Basel, 27. März. Die Presseirisormation ecsäürt ans Paris: Die Forderung des Kriegsratcs. Danzig und das Gebiet längs der Weichsel an Polen abzutreten, wurde vom Zehn e r* rat Lurch eine M e!, rheit von Amerika, Japan und England v e r w o r s e u. E.n amerikanischer Von'chlag will Polen 'lediglich dm Gebrauch des Hafens von Danzig und die uneingeschränkte Benützung der Weichsel zirgestehcn. Miederaufnahme der Kohlenförderung im Teschener Gebiet. Krakau, 26. März. (Poln. Tcl.-Agcntur.) Wie die Blatter meldm, haben die polnischen Bergarbeiter beschlossen, den seit drei Wochen andauernden Ausstand c i in u st e! l e n, da die bisher in den Bergwerken detachierten Abteiluutzeu tschechischer' Soldaten zurückgezogen worden sind.. Die Ententenussion verläßt Freitag Tescheu. Ein Teil der Mitglieder begibt sich nach Krakau und Warschau, der andere ^ach Wien. Ausdehnung des Bergarbeiterstreiks im Ruhrrevier. Berli», 27. Atärz. (Tel.-Komp.) Im Ruhrrcvier hat die Streikbewegung wieder größeren Umfang angenommen. Gestern stütz sind die Belegschaften zahlreicher Zechen in den Aus st and getreten. Im besetzten Gebiet streikt dre Belegschaft ^>er niederrheiuischeu Bergwerksgrsellschnft. Sechsstund enschicht im deuschey Bergbau. Berlin» 27. März. Wie die „Deutsche Allgemeine Zeitung" erfahrt, greift die zwangsweise Einführung der Sechs st u n den schichr in den Kohlenzechen, weiter um sich. Die großen Dergarbeitrrverbcindc sind gegen die Einführung und stehen aus dem Standpauste, daß diese Frage international geregelt werden müßte, besonders im Einvernehmen mit England, daher erue endgültige Regelung dem Friedensvertrag Vorbehalten bleiben solle. Die russischen Kommunisten wollen mit den Bauern gehen. Vernichtung der Bourgeoisie, Einigung mit dem Mittelstand. Moskau» 26. März. (Funkspruch.) „P r a w d a", das Organ der russischen kommunistischen Partei, bespricht unter dem 27. d. M. das Ergebnis des Parterkongresses in einem Leitartikel, betitelt „Unter dem Zeichen der Organisation", folgendermaßen: Der eben geschlossene achte Kongreß, unserer Partei stand unter dem Zeichen der "Arbeit und Organisation. Die negative Aufgabe der Unterdrückung der Bourgeoisie ist s a stg e l o st. Wir stehen jetzt vor der positiven Aufgabe, ans den Bruchstücken des alten ein neues werktätiges komrnumstisches Gemeinschaftsleben zu errichten. Die hauvtsächlichste politische Frage war die Frage der Stellung der Partei des Proletariats zu der mittle r e n Bauernschaft. Diese Frage ist durch die Ereignisse zu einer brennenden geworden. Früher handelte es sich um den gewaltigen Kampf zwischen den zwei Gmndkräften der kapitalistischen Gesellschaft: zwischen Proletariat und Bourgeoisie; doch ist jetzt die Großbourgeoisie durch die organisiette Proletarierdiktalur v e ruichtet. Um so dringender wird die Frage der,Stellung des Proletariats zu den Mittelschichten. Hier hat unser Kongreß offiziell erklärt: Wir sind n i ch 1 F e i n d. e, sondern Freunde der mittleren Bauernschaft. Die Partei verkennt nicht, daß in ihrem Namen viel Unfug getrieben und Unrecht verübt wurde, doch dem wird >etzt ein Ende gemacht. Die Weltrevolution geht vorwärts, und mt unser Kongreß bewiesen hat, gehen auch wir vorwärts. Paderewski warnt vor Pogromen. Pole« mutz das «Muster eines Rechtsstaates" «erden. - Das Preßbureau der polnischen Gesandtschaft in Kien teilt mit: Der polnische Ministerpräsident Daderewski hat folgendßn Aufruf an di« Bevölle- «mrg Polens gerichtet: [. „Böswillige Mensch-n, denen es darum zu Lun ist, ^y^etr-sht und 1U«>r-,PML.dM Ans dem kommunistischen Ungarn^ Szrrrmay und Szterenyi im Sammelgesängnis. Budapest, 27. März. (Ung. Tel.-Korr.-Bur.) Auf Verfügung des Volksbeauftraqten für Inneres wurden heute Alexander S z u r m a h und Josef Szterenhi ans ihrem Internierungsort St. Gotthard nach Budapest gebracht und dort dem Sammelgefangnis übergeben. Die Liquidation der Kommunistenpartei. Sowietrvahlen binnen 14 Tagen. Budapest» 27. März. (Ung. Tel.-Korr.-Bur.) Die Gesamtkorporation der Vertrauensmänner der kommunistischen Partei hielt gestern abends unter Teilnahme sämtlicher Volkskonnmssäre eine Konferenz ab. Volkskommissar fiir auswärtige Angelegenheiten Bela Kuhn breit eine Rede, worin er darlegte, daß infolge der geänderten Lage auch dre Mittel des Kampfes stck geändert hätten. Heute sei ein einheitliches revolutionäres Handeln möglich und die. Gelegenheit, die Kommnnistenpartei zu liquideren, gekommen. Die heutige Garantie der Proletarierdiktatur — fuhr Kuhn fort — ist die U e b e r n a h m e der Produkt i o n in das ü f f,e> n tlicheEigeutum, die Beschlagn ah me de r er str a n g i g e n Bedarfsartikel für das Proletariat und die Schaffung eines Heeres des Proletariats. Das ist die Garantte dafür, die Herrschaft gegen die äußere und innere Gegenrevolution zu behaupten. Gegenwärtig wird Die Sswietverfnsiung ausgearbeitet, und zwar auf Grundlage der Weisungen Lenins. Es ist nicht notwendig, sich bis auf den Buchstaben genau an die russische Verfassung zu halten. Man muß ans den Jrrtiiincnt der russischen Revolution lernen. Voraussichtlich können in vierzehn Ta gen die Soivietwählen ausgeschrieben werden. Die Diktatur bedeutet nicht in jedem Fall den Terror, denn der Terror ist nur e i n e s d e r M i t t e l d e r D i k t a t u r und kommt nur dann in Betracht? wenn man seiner bedarf. Redner fuhr sodann fort, er kenne keinen Menschen in der Partei, der mehr links stehe als er. - Heute spiele jeder mit seinem Kopf, ob er nun Revolution, oder Gegenrevolution macht; Das wichtigste sei heute die D u.r ch f ü h r ung d e r S o s t a 11 siernu g im schnellsten Tempo imd dazu sei die Einheit der Partei notwendig. ' ... .Bela Kuhn.unterbreitete hierauf folgende Entschließung : Die Vertrauensmännerkorporalion der aufgelösten ungarischen Kommunlstenpartei erstatt, daß sie die Pattei als v o l l k o m m e n liquidiert betrachte. Jeder, der im Namen der kommunistischen Partei welches Unternehmen oder welche Handlung immer beginnt, ist ein Betrüger und Feind des Proletariats. Die Konferenz nahm die Resolution einstimmig an, womit die Kommünistenpattei endgültig in die provisorisch als sozialistisch bezeichnet,: einheitliche ungarische Proletarierpartei aufgeht. Der Religionsunterricht in den Schulen verboten. < Budapest. 27 März. kKorr.-Bur.) Der Kommissär , für das hauptstädtische Un eruchtswesen erließ heute folgende Verordnung : In sämtlichen Schulen ,st sofort der R e l i g i o n sll^orri/it ein zustell e n. Die frei werdenden Stundensmd zur Erörterung der heutigen GeseMchaftsvechälttiiffe und zum i Unterricht in den Kreis des allgemeinen Wissens gehörende Gegenstände zu verwenden. Die Geldgebarung beim Gerichtswesen. Budapest. 27. März. (Ung. Tel.-Korr.-Bur.) Der Volksbeauftragte für Justizwesen hat angeordnet, daß bis auf weiteres - auf Grund richterlicher Entscheidung an Kapital und Zinsen insgesamt nur 1000 Kronen .ausgezahlt werden dürfen. Auf gericht-. liehe Depots können auf Grund rechtskräftiger richterlicher Entscheidung an Kapital und Zinsen gleichfalls nur 1000 Kronen : und ebenso an A d v o k a t e n s p e s e n gleichfalls insgesamt nur. 1000 Kronen ausgezahlt werden. Bei Exeklitronen können von dem bei der schuldig gesprochenen Partei eingetriebenen Bettage an Zinsen und Kapital beziehungsweise an Advokatenspesen gleichfalls höchstens ie 1000 Kronen ausgezahlt werden. Bebel-, Liebknecht-, Trotzki-, Marx- und Rosa Luxemburg-Kasernen in Budapest. Budapest» 27. März. (Ung. Tel.-Korr.-Bur.) Eine Verordnung vertügt, daß die Kasermn neue Namen erhallen. Die Franz Josef-Kaserne heißt fortan Marx-Kaserne, die - König Karl-Kaserne Bebel-Kaserne, die bisherige Marm Theresia-, Erzherzog Josef-, Erzherzog Wilhelm-. Radetzky-, Lobkowitz-, .»Ferdinand A.-, Palffy-, Franz Josef-Kavallerie-, . Albrecht-, Andrassy-, Nadasdy-, Hadck- und Laudon-Kasernen führen fortan die Bezeichnung: Marlinovits- (Führer der ungarischen Jakobmerbewegung im 18. Jahrhundert, der den Märtyrer- '; tob erlitt), Lenm-, Engels-, Petöfi-, TancsicslFührer der freiheitlichen Studenten un Jahre 1818), K a r l 8 r e b k n e ch t-, Rosa Luxemburg-, Georg Dozsa- (Führer des ungarischen Bauernaufstandes rin, 16. Jahrhundert). Trotzki-, Lcy Frankl- ' (ein aus Ungarn stammender Minister der Pariser' Kommune im Jahre 1871), Jaurös-, Lassalle- und Mehringv Kaserne. In jeder Kaseme wird m feierlicher Weise eine Gedem- -. tafel mit der Würdigung der Taten des neuen Namensttägers ' angebracht werden. * Französische Kolonialtruppen nach Ungar«. Berlin» 27. März. Der „Abend" meldet aus Basel: Die - Pariser „L'Jnformation" berichtet: C l e rn e n c e a n hatte gestern - vormittags nnt Marschall F o ch über die L a g e in Ungarn eme Unterredung. Als Ergebnis dieser Unterredung wurden in Marseille telegraphisch neun Dampfer gechattert, um denTransPortvonKolonialtruppennach U n a a r n in die Wege zu leiten. Außerdem wechselte Clemencean mit Rom zahlreiche Depeschen, aus denen zu entnehmen war, daß Italien um Hilfeleistung gegen Ungarn ersucht wurde. Die Italiener haben aber wegen der eigenen innerpvlitischen Lage die nachgesuchte Unterstützung nicht gewähren könne«. Die R egierunghatzudenitalienischenTr nppcn rnNorditalienkein Vertrauen. tamammmgasimms n Polen zu stiften, streuen.Gerüchte ans, daß Inden- Hetzenkeinem Widerstande seitens der polnischen Sicherheitsorgane, der Polizei- und des Militärs , begegnen werden. Diese Gerüchte verfolgen den Zweck, die ungeöildeten und leichtgläubigen Massen zu Ausschrei tungen, Gewatigkeiten - umd Plünder un ge n au fznre i z e n. In dram. freien und unabhängigen Polen stehen alle Einwohner unter dem Schütze des Gesetzes, welches gleichmäßig auf alle ohne Unterfchied der Konfession und Abstammung Anwendung findet. Die Regierung fordert somit alle zur Währung der Ruhe und der öffentlichen Ordnung auf und warnt, daß jeder, der'sich aus eigenem Antriebe oder durch Ueberredüng anderer verleitet zu Gewaltäiigkeiten, Uebcrfällen oder irgendeinem anderen Vergehen gegen die Sicherheit des Lebens und Eigentums, sei es der Juden oder Christen, Hinreißen ließe, festgenvmmen und mit der Strenge des Gesetzes der Strafe Angeführt werden wird. Das nach' Beseitigung der OkküpaLivn wieder- .erstehende Polen muß zum Muster eines Rechtsstaates werden, sein Name muß rein und von jedem Unrecht unbefleckt bleiben. Jeder, der daran vergesse, ist des ehrenvollen Namens eines freien polnischen Bürgers unwürdig."! (Es ist höchste Zei.t, daß sich' die polnische Regierung, wenn schon nicht der Utimenschlichkeit gegen die Opfer der Pogrome, so doch der Würde des polnischen Staates bewußt wird. Das Vergangene vergessen zu machen, wird eine schwere Aufgabe sein. -Der Aufruf Paderewskis beweist, daß die Pogromhetze noch weiter floriert. — Die Red.);; Ledensnnttelkrawalle in Steyr. Linz, 27. März. Wie die Blätter melden, kam es gestern in S t e y r wegen der herrschenden L e B e n § m 111 c 1 tt. o t, insbesanders wegen des Zuckermangels zu D e m o n ft r a t i o n e tt. Nachmittags war dre Stimmung sehr erregt. _ Große Menschenmengen, hauptsächlich Arbeiterfrauen und Arbeiter, zogen. vor das Rathaus. Eine Abordnung forderte den Bürgermeistn G s ch e t b e r und die bürgerliche Gemeinderatsmehrheit zum Rücktritt auf, da die gegenwärtige Zusammensetzung deS Gemeinderates nicht mehr dem Stimmenverhältnis der letzten Wahlen entspreche. Der Bürgenmister erllärte sich für seine Person bereit, z u r ü ck z u 1 r e t e n. Auf dem Heimwege wurde er von Gruppen derDemoustranten b e l ä st i g t und b e s ch i mp.ft. Bis zur Regelung der Bürgermersterfrage wird der sozialdemokratische Vizebürgermeister W o k r ä l dre Geschäfte führen. Aus der Mitte der Demonstranten wurde an die Landesrrgiemng esne Abordnung gesendet, welche heute vormittag von dem Landeshauptmann-Stellvertreter L a n g o t h und vom Vizepräsidenten Grasen Thun empfangen wurde. Wie die Blätter melden, sagten beide Herren der Anordnung eineBerbesserung der Leben-mittelzuschübefür Steyr zu. Auch wegen der Demission des Bürgermeisters fand bei der Landesregierung eme eingehende Aussprache statt, die m den nächsten Tagen in Steyr sattsrscht werden soll. Adreßdebatte Zn der tschechischen Rational-^ Versammlung. Prag, 27. März. In der heutigen Sitzmtg .der ' Nationalversammlung wurde der Entwurf der Atttwortadresse auf die Dezemberbotschaft des Präsidenten M a s a r y k gmchmigt. ' - .Die Antwortadreffe beginnt mit einem Rückblick auf die Tätigkeit der Tschechen während des Weltkrieges und streift sodann fast alle äußeren und inneren Fragen. Bezüglich. der. R ech t e d e r M i n o r it 8 t e n wird gesagt, daß ihnen das sprachliche und kulturelle Lebey vollkommen verbürgt ist, ebenso ' Gleichberechtigung tmd b ü r a e r l r ch e F r e i*. h e t f, allerdings bei füh render Stellung de r- Tschecho-Slowaken und ihrer Sprache. Im Entwurf ist auch von den tschechischen Minoritäten im Ausland die Rede-' wobei vermerkt wird, daß die „n n geheuretschechische ' M i n o r 11 ö t i n Wien noch immer unterdrückt und per- » gewalttgt wird". Bei Besprechung deS Verhältnisses zu dm Nachbarstaaten - wird die Notwendigkeit freundschaftlicher Beziehungen zu den Polen und Südslawen hervorgehoben. Um ebenso wie an Polen auch an - Jugoslawien anzugrenzen, wird ein Korridor geschaffen werden müssen, der b nt t s ch e ch o - s lo w a k is ch e ri S t a a t mit d e m s ü d s l a w i s ch e n Staat, v e r 6 t nden soll. Weiters wird die Jute r- ‘. na t r o n a l i s i e r u n g der Elbe- Dona n ' u tt b; SB eichs el und der Eisenbahnen von Preßburg r über das ungarische Gebiet» von der tschecho-slowakischen Grenze durch däs deutschöfterreichische Gebiet bis zu den Grenzen Jugoslawiens und von Furth i. W. über Nürnberg un S t r a ß bürg gefordert. Ferner wird neben der Ausschaltung-' Tschecho-Slowakiens ans der Blockade die eheste F r e i g a b der Elbe und Donau für dieEin fuhr vcr^! , langt und schließlich festgestellt, daß die Tschechen der der Liqmdlerm.lg des gemeinsamen Besitzes des'einstigen Oesterrcich mit Nachdruck' alle Rechte und Ansprüche geltend machen müssen und namentlich ans der Rückgabe aller k ü n ft l e r r s ch e n n n d g e s ch i ch t l i ch e n D e n k w n r d i g k e i 1 e n bestehen werden, die seinerzeit aus den Ländern Tschecho-Slowakirns ausgeführt worden sind. _/ Longnet über Deutschösterreich. Genf» 27. März. In der „Humanitö" schreibt L o n g n c ft m einem Leitartikel über das darbende Wien und die Inter -' nationale, wobei er auS dem Londoner „Heräld", einem neuensozialistischen Blatt, die Wiener Berichte anssiihrüch zittert uns ft', die Leistungen des Staatssekretärs Dr. Bauer hervorheH Longnet wendet sich sodann an die französische Arbeiterschaft mit der Frage: Was haben wir getan, um unsere s l a s s e n p s l i ch t gegenüber dieser proletarischen Republik zu erfüllen? Fühlen" wir überhaupt das Ausmaß unserer Pflichten, odtr, sollen alle diese Arbeiter glauben, daß die' internatiouale Soll- ' dantät nur ein leeres Wort sei? Ebenso wie der-,,Herald" fordern./ wir die Tripelallianz der Trade Univns, der Bergwerksarbeiter: ■- und der E'senbahner ans, ihre Rlesenmacht nicht bloß i m / Interesse ego ist i s ch er K'o r p a r a t i o u e-'n» auszunützen, sondern auch dazu/, die Imperialisten 'zu zwmgm,; i h r teuflisches Spiel' deS Au Sh u-n g er ns>- vonMillionen Arbeitsloser in Mitt t'.t*' enropa aufzugeben. Die Aufhebung der Blockade ist ein Sieg der engli cken Genossen. Es ist höchste Zeit, gemeinsam, mit ihnen weitere Erfolge zuerringen, auch deswegen, um hiv rMchs RepE m retten. . .