Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 68 (27.3.1919)
- Date
- 1919-03-27
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 6 Mett, Donnerstag Amerikanische Finanziers über -ie deutsche Kriegsentschädigungsfrage. Haag, 25. Marz. (Tel. der „Wr. Morgenztg"') Der letzte Monatsbericht der Nrw-Aorker National City-Bank bespricht die Flöge der deutschen Krieasentschädigung. Die dort uicdcrgelcgten Anschauungen» welche um so interessanter sind, da darin die Ansicht der a m e r i k a n i s ch e n H v ch f i n a n z ,um Änödnick kounncn diirste, bekämpfet den Standpunkt Lloyd oicorflcv, we>l er in seinen Wahlreden eme Ersatzsumme fixiert habe. Der Bericht stellt fest, daß eine lantzjährigeTribntt ' a H « 11 0 nicht verlangt werden darf. Im gegebenen Tvatle könne Deutschland nur inWaren zahlen. Weigere sich aber Lloyd George, diese zu-ulasfen, dann könne eS überhaupt leine Entschädigung geben. Auch sei nicht zu erwarten, daß andere Viiitba* diese Waren aufnehmen, um England zu helfen. Im übrigen sei cs unmöglich und barbarisch, eine E « ts chädigung h e r a u Z; u P r e s s e n, indem man dir deutschcu Arbeiter aus einer rtav-nfleren Eistenzstufe halte alö die .ntdercr Länder, was nur umfangreiche Auswanderung zur Folge bätte. Die VersöhnungSpolitik sei auch die billigste. Die Ernährung. Der Marktbericht. niu; die Brschanung von Lebensmitteln lamm gestern wieder nur die G r ü n w a r e n m ä r t t e IN Betracht deren Angebot bauvn'äcbl ch aber auch nur aus Rüben besteht. Bessere Gemüse, wir Kobl oder Spinat, fehlen fast gänzlich, ebenso aste anderen ,>richgemiise, dagegen sind die Märkte tuu Karotten und Zwiebeln geradezu überschwemmt, Am dem Raschmarkl langten gestern A c p f e l a n s U n g a r n ein» dre recht minderer Beschastenhett ivaren aber trotzdem zuM Preise von si 6.Ä0 reißenden Absatz 'anden. In der G r o s? m a r k 1 h a l l e bestanden gestern die Borräte aus 400 Kilogramm Weiibwiirstrn Mid 800 Kilogramm aewäperten und acimfitctett Klippfischen, die K 9,-**, beziehungsweise K 5.20 pro Kilogramm kosteten. Hkttte kommen in der Bcklualienhall« und auf etttzrlnen anderen Beziiksmärktcn Eier zum Berkanf. Das Biehhändlergremrum gegen die zentrale Bewirtschaftung von Vieh und Fleisch. . Ueber ernstunmigen Beschluß des Gesamtvorstandes deS (prermums der Bichhandler in Wren wurde an alle Mitglieder Regierung, an die einzelnen Landesregierungen, an den Äürgeittiktster von Wien, an di'' Handels- und Gewerbekammern u; Dculschösterrerch sowie an mblrttchc Hand>13- und wirischäfts-- volttische Korporationen ein Memorandum üdersender, daß gegen die Arl der jetzigen Brchaufbrmgnng und den hierzu herangezvMetr Personen energisch Stellung nimmt. Itt diesem Memorandum heißt es unter anderem: Dir Wiener Bich- und Fttischhändler. die rN den letzten Jahrzehnten den Wiener Zen.'ralviehmarkt zü einem der bedeutendsten von ganz Europa gemacht haben, find jetzt nahezu vollkommen auSgeschalier worden. Sic haben versucht, sich aut legalem Wege fachmännisch r.t betätigen, cs ist jedoch der der bekannten Protektion, ivirischast, die vom seligen KriegsmiNistenum auch aus diesem Gebiete geübt ivurde, nur einigen wenigen geglückt, als Viebkäufer direkt oder indirekt verwendet zu werden. Diese Bevorzugten hab-m sich Über den materiellen Eriolg ihrer Tät-gleit ebensowenig m beklagen icks jene, dw vor dem Krieg Niemals mtt dem Bich-und Flcuchbandel auch rruc düs geringste zu tun halten und!>.ch nur aus Spekulation in drrse Branche emgt'chlichen habe«, oder endlich auch jene früher nt un'ergeordneien Stellungen läng gewesenen HckiSorgaue der Wiener Bich- und Uei'chhänbler» deren Dienste mau alle Zeü nur mit der proßien Borstcht in Tlulpruch genomlNkN hat. Das Memo>nndum kehrt sich tngbefottbCve gegen die Biehverwert'.urgsae'cllschast, dtt noch M der letzten Zeit eine neue Zentrale gebildet hat, an deren Stelle kein Fachmann, sondern ein ehemaliger BeziMönnMär gestellt Wurde. Der Erfolg dieses Amtes ist die jetzige trostlose Sttuntion. Das MenroranduM schließt Mit emem AvdeÜ an die derzeitige Regierung, mit dem von der ganzen Bevölkerung verlangten m^emufn Abbau des verkrachten ZeMralenshstemS zu beginnen und du'-ch Wiederemschaltung des legitmen, reellen, freien Handels und Gewerbes eine DkfferMtg der trostlosen und Utthaltaren Bcrhälnnffr zu ermöglichen. Lebensmittelsevdungetr der ArMeeten. Paris» 26. März. tFunkipruchi Dre ei'ste für Deutschland! stimmte Lebensmitteliendung der Bcrbündeck« geht unverzüglich nach Hamburg ab. Zwei Schiffe werden Lebensmittel für die T s ch e ch o -> S l o w a k e N nach dem genannten Hafen bringen, von wo aus ste unter Bewachung aus der Elbe wetterbeiördert werden sollen. Es find auch Schritte zur Berlorguna Polens ,m Zuge. Für die Bezahlung seiner Lebensmittel hat Deutschland mit Ausfuhrwaren anszukommeN. Mikstenvil' wird der deutschen Ftscherslone größere Frechen tn den deutschen Gewässern gestattet werden. Zur diesrvöchentllchett Kteisch»«sgübe, Die Vorstehnug der Wiener Flelschhauergenoftemchafk Kall { dre privaten alelschbeickher, Kon'umen enorgamsirtione« und Kriegslsttit istemeittschansküchen höflich aufmerksam, daß vom heutigen Tage ab dw Kunden je nach dm Ansangsbuchstaben der Fluschh.iuer» nrmen, ber denen ste rayomert find, Fleisch einkauien können, an der heute beg'nnenden Woche gelangt Fleisch nur bei jenen Frruren zum Verkauf, derm Fam.liennaMen Mtt den Buchstaben A b , s eenschltßßltch 6 beginnen. Der Betriebsart der FleischbüittrfikiNü . kommt ebeniowcnig in Betracht, als der Wohnort der Kunde, svndein ledrglrch der Anfangsbuchstabe des FleischverkäuserS, kneichgültig, ob ec iM X., oder XXl. Bezirk sein Geschäft betreibt. Kondensmilchabgabe. Für die Zeit Vom SO. Marz bis >2. Avril wrd an Kinder vom vollendete» 1. bis mm vollendeten; 4. Lebensjahre aus den von der Entente zur Verfügung gestellten Kond-ttsmilchvorrätm Kondensmilch t« D ö s e «abgegeben. Die Abgabe beginnt am 81, Mäh in allen Milcha b g a b e st e l! e n, bei denen die arnannren Pflichtmilch kartenbesttzer rayonrrt find, Jedes Kind vom vollendeten 1. biö zuni vouenvttm 8, Lebensjahre hat Anspruch auf je 5,. jedes Kind vom vollendeten S. ms zum vollendeten 6. Lebensjahr aus je 2, die übrigen aut je eme Dose. Dieses Quantum entspricht jener Menge . von Frischmilch, ans welche d,e erwähnten bezugöbtrechtigten Kinder bei genügender Milchanlieferuntz imiii halb deS obigen Zeitraumes Anspruch hätten. Dre fünft deztebuugswesse zwei Dolen können aut einmal oder in Le lmmgen dmgen werden und betragt der Prei» für e t n e % o f t R Die.Anhader und Lruer kämt» liche Abgabestellen find vnpmchret» bei jeder Abgabe von Kondens« milck eine der Zahl der verkauften Dosen entsprechende Anzahl der Tagesabschuitle der 114.. beziehungsweiF 111. Woche» Itt* ginnend mtt dem Moutagsabschmtte der betremndcn Woche von 2vie«er Morgenzeitung 27. Mir- 1919 Nr. 68 der Milchkarte abzutrennen. Diese Kondensmilch bildet einen E r i a y f ü r F r t s ch m N ch und erscheint daher ein Doppeldezug von Kondins» und Frischmilch un zulässig. Die vorhandene Fnschnülch bleibt den Kindern bis zum vollendeten ersten Lebensjahre und de« Kranken Vorbehalte». Kartoffelabgabe. Freitag, SamStag nnd Wontag werden Kartoffeln im VI., IX., XU., XU1., XIV, XX. und XXI. Bezirk, nnd zwar ein halbes Kilogramm für den Kopf, abgegeben. Äbgetrennt wird der Abschnitt fr der Kartvffrlkarte samt allen vorhergeheriden Abschnitten. WarenabgaVe dte „Rohö". Morgen Freitag Zentralntagazin (Vlll., Piaristengass« : Eülg, Salz, Paprika. Zwiebel, Knoblauch, Torlcttescise nnd Dörrgemüse. Bon 9 biö 13 Ntzr. — Zur selben Zeit Abgabe folgender Artikel! I. Bezirk: Totletteseife und diverse Kleinigkeiten«-' II. UI. Xltl, und XIX Bezirk. Frühstückwärmer, Dörrgemüse, Solz und Kümmel. - IV., V. und XVill. Bezirk: Waschpulver. DörrgMlitse, Sal; und Kiftnmel — IX. Bezirk «Nur für die Mitglredec dieses Bezirkes): Puddingpulver, Mwol, Sardellen, Zwwbel, Waschpulver nnd Paprika. — X. und XVü. Bezftk: Puddingpulver. Ma>'"l, Sardellen. Zwiebel. Waschpulver »md Papnka. — XU. Vezir!: Srärkin, Salz, Dorrgemuse, Zwrebel, Gulaschtabletwn, Zwirn, Pavnka mW Suppcnmafir. XXI. Bezirk: Zwirn, Tolleiteseise, Sardellen, Dörrgemüse, Salz und Kümmel. Bon 9 li5 4 Uhr. Von der Aktion „Hilf dir selbst", Vll„ Westbahnstraße 81, werden Damenbaumwollbemdtii, pro Stück X 32, Baumwollstonc und -Grade!, pro Meter K 9, von 8 bis 19 Uhr und von 3 bis 5 Uhr abgegeben. Gerichtssaal. Der Fa-Mtmtenssohn «l» vetestsrr« Der Slljährige Haudtlskorrespondent Friedrich B l a s ch k e, Sohn eines htesigen Fabrikanten, hat mt Vorjahre «n die Gerichte jetzt öfters defchäftigendrs Delikt begangen, nnd zwar hat er unter dem Vorwände, Lebensmittel (Mehl, Fett «htü zu verschütten, 1.2 Personen Geldbeträge herausgelockt. Blaschke hatte sich gestern vor dem Geschwomengenchte unter Borsttz des Landesgenchtsrates Jakob wegen des BcrdkrchtNS deS Betruges zu verantworten. Der Angeklagte, der ans Wunsch seiner Angehörigen m Haft deholken wurde, gestand alles und versprach Ersatz. Ans Grund des Verdiktes der Geschwv'N'N ivnrdr der Äugeklagrr vom Genchtöhof zu e t « e m I a h r e s ch w e r e« «e r kr r verum,lt. Der Staatsanwalt meldete die BernftMg wegen zu geringen Strafausmaßes an. Bühne und Kunst. Aus den Theatern« Morgen Freitag wird nur rm Operntheüter ^Die Zauverfiött", m derBolksoper „Der Barbier von Seviller" und m der Neuen Wiener Bühne *$!« Fcldherrnyügkl" gespirlt. Alle anderen Theater blctbengeschlossen. Jüdischer Autorenabend. Der Verein Kanaan veranstaltete Sonnrag den 23. d. M. einen jüdrsch-ckittrarrschtn Abend. Bier moderne jlidckchc Autoren lasen ihre Arbeiten terks ut deutscher, ir ls in jüdischer Sprache vor. Dr. F r n k e l st e t ns längerer Aussatz über Hcrzelö Äüitter machte erneu starken Elndruck «5 dnS Publikum. Einige Aufsätze von P v r g e s wirk rn sttminnngsvoll. Der bekannte j.ddlschtstische Schrtstfiell^r Grob wirkte durch cinigcAussüse satirische«Chaeakiers. Grob Hot entschieden Latent und eme feine Beobachiungsgabe. Am stätksten wirkten einige Gedichte und Flüchtlmgs'kizten. die Otto AbelrS vorlatz. Meles ist nrcht nur ein gmcr Beobachter des jüdischen Lebens uüd genauer Kenner dirr jüd scheu Bolkskecke. er versteht auch ferne Arbeiten sein vorzutesrn und weiß sie richtig zu intmretieren. Sehr stark wirkte aus die Zuhörer die bekannte Skizze „Pogwm in Krakau". Man wittert da wahre Potzram» Nist und die Angst, die em PogröM hervorrüft» teilt sich auch drn Zuhörern mtt. Das Publikum hat nrit starkem Ztttcreffe den vier jüdckchm Aviv«« gelauscht. Es wäre von großem Nutzen für die Populannenmg der jüdischen Kunst, wenn fich häufiger Mische Schöpfer dem Publ kam zeigen und dem'clbcn persönl.ch ihre besten Produkte übe' Mttieln würden. 3t. stSsrtrag Harrtz ÄZalden. Harry Waiden fand eS gestern für geschmackvoll, an einem Abend Stellen aus dem Bucke Hiob, Psalmen des Königs Dav'd und eine Sonntags- Plauderei des Herrn Ludwig Hirschfeld vorzutragen. Er taS Hirfchteld besser als Hiobs Klage nnd Hu'schselbS chmalnge, bezt<h»np.Srttche.Li ebenSwttrdigken" ging drmPMlkum ncktlich näher, als die Jnbennst der Psalmen. HiobS Hadern m Gott und d e decken Walmen wurden von Prs^efior Louis D i t e bei verbimkeltom Saale Mtt O'gelipick untermalt. Es klang wiekin strenges, kühles Oratorium. Die Stufengefänge dürfen abtt so nicht klingen und der glühende Sklbstlluch Hiobs bars es schon gar Nlcht... Als Meister des Wortes erwies sich Walde« in der Wiedergabe von Gedichten Franz Werfels, insbesondere der wundMönen Dichtung ^Lächeln, Atmn, Schreiten", eines PrvsagebichteS von Oskar W i l d e, und westlich gelang ihm das ansprnchslosr „Nachtwächtrrlied" von Psu! W e r t h e, m e r. Außerdem enthielt das Programm neben Versen von VMör Ä ü f r t ch t und Walter E r d t t y rin Prosaßück von M a u p a f s a n t, ^Der Mord", jene Aertcidigungsrede deS Anwaltes für eine« Mörder, die Walde« mtt großer Kunst gliederte und steigerte. 6. kl. Neue Leiter der hvfüeurifcheu Güter und Theater. Zmu Leiter der hofärarlschen Guter und ber hofäranscheu Tbkatee wurde der Sektionsche! ,m StaakSamt für FNantzvkien Leopold R. v. B e ck»M a n a g e t 1 a»Lt r^ ck e n a » ernannt. Er wurde heute vom Hostttt Baron P Ü üm a n n itt dw Leitung der Hoscheaterangelegenheiten emgeführt. KvnktüusstMtng, veranstaltet von Arrtottedern der Pensionsgesellschaft bildender Künstler in Wien. Bet Wam'a >n der Lo hrinae. strafte wnd am 13. Avril eine ÄuS- Mung von Werken de» Maleret und Plastik k'.öfinet weiden, vik enter Anreaung P oftssor Viftö'' JaloerS m der tetzken Gwerülsei^tumlung isstgenanuter Ge ell'chaft ihre Bemirst iichüna vetdankt. P.vlesf»' H-inrich K a u f i u n g e«. PrMir Jösef H s r warte t. Erwn P e n d l. Anton B r, vs ch L o r t »i a, P.vftssor Vtftor Jasper, Ludwig Michalik, R ö s ch und andere werden vertreten kein. Bernard Shaw tn Ne«-st)orü durchgefallen. Aul N r w - B o r k wird gemeldet, daß Bernaw Shaws tteuester Emakter-Satire ^ÄugmmS DoeS HiS Btt* lAugustuj tut daS.Scinc), welche kürchch M New-Norker Comedy Theatv irufgeftihrt ivurde, durch gefallen ,st. ^New Vor! Times schreckt: „Jnsoferne das Stück eine Satire auf die englisch! Militärverwaltung ist — und daß ist seme Hauptaufgabe — iÜ es ganz besonders unpassend. Shaw kann Intelligenz gewiß «ich abgeiprochctt werden, aber die TaN'ache besteht, daß m Fragnr dü Geschmackes und menschliche:, FühlenS, um dre höflichsten AuS drücke zu gebrauchen, Herm Shaws Mängel geradezu abarunk tief find. DaS Stück hätte ruhig feine Ernauffühnmg in Brrlit erleben sollen, nur Lessen moderner Sttmmung es sehr zu sym> pathtfierrn scheint." ..New F)ork World" saat: Es ist unbegreiflich warum das Stück in unserem Lande ansgeführt wurde. Ein literarisches Preisausschreiben für Kriegs, trtlnehmer in Frankreich. -Povulawe" erläßt rm Preisausschreiben für 83 der besten Novellen, die von Kriegsteilnehmer« geschticbea find rmd dre den großzügmen Geist der Internationalismus und daS tiefe M i t l e i b zum Ausdruck bwtßtq welches jeder elnzrkue Kämpfer anläßlich der schweren Leiden des Krieges erfüllt. ES handelt sich datum, dm Krieg m seiner» wahren Wesen zn zeigen und dadurch die Luft für den Frieder zu reinigen. Es werden folgende Preise ausgeschrieben: Ein Preis zu 1000 Franks, zwei Prerse zu -00 Franks und fünf Prersr z» ,c 100 Franks. Eine der wesentlichsten Bedingungen geht dahirz daß die Erzählung sich auf dm Krieg oder besten Beglettum» stände (Schlachtfeld, Kriegsgericht, Spitäler, Fabriken usw.) beziehen nitd von ernem Kombattanten oder einem Arbeiter ge» schriebm sei« muß, der während des Krieges mobilisiert wav Der Jury gehören Unter anderem an: Anatol« Francy Hmry Barbusse, Madame S e tz «r i»e und Biets» M a v ß u e t i t e. «eues vom vielbegehrten Earnso, Aus Stockholm wird geschrieben: Der Jmpresarw Wmcower erllärt, daß nach seine« Informationen Caruso am 18. März New-Aork an Bort deS DampferS ^Smoangerfjord" vertasien hat. Trotzdem ist sei« Auftreten m einer nordischen Stadt m Frage gestellt, da sich dn Künstler wahrscheinlich nach Paris wenden nmb, um b« der Festlichkeiten anläßlich des ÄdschlustrS der Friedenskonferenz mit» zuwlrken. Ei« «euer Stoma« vo« Atar Prob. BrodS neu« Roman ^DaS große WagNtS" (ll 16.60) darf mtt Recht als BrodS jüdischestes Buch angrfprochrn werden, denn eS behanvch den Auivluch der Jugend nach Palästina, durch Greuels vor Krieg und Vtevolukton hindurch. Viammüich dw letzten Sette» des Buches werden von der Jugend nm Begeisterung auf» genommen werden. Sie enthalten geradezu BrodS Programm einer Jugendbewegung. Wie Herzls ^Alkneuland" wird dieses Büch über dre Stunde bmaus Recht behalten und Erfüllung künde». ■— Borräug bet R. Löwu, Wien» l.» Rorenlunnstraße 32. Sport. Die Wettspielergebmffe von Dienstag. Außer den beiden Mersterfchaftssptelur, über die wir bereitgestern berichtet haben, fanden noch zahlreiche Freundschaftsspiel» statt, dre fast durchwegs überraschende Ergebnisie zeitigte». Nachstehend die Berichte: jf Hakva h-»S tmmeri« g 2:2 (1:1). Die Hakocch Mann'ckaft hatte. diesmal einen recht guten Tag und hätte bv euvas Glück das Spiel leicht für sich entsche den Immen. Wem? es auch Mit dem Zmammeusplc! MÄt recht klappte, so war dnS m erster Linie auf d-e geringe Breue des Platzes zurückzmührcn di? eine arvtz angelegte Kombination unmöglich machte. Be, dev „Blauen^ zeichneten sich insbesondere LewiruS, Kay, Nußbama Scheuer und Fäch aus. Halver« Tor arbeitete fehlerlos. D« „ErsMassigtkt". die m ihrer stärtsleu Aufstellung angettttcn wart«, müßte» schließlich sivh feilt, tttt unentschiedenes Resultat heraus» schlage« zu töttUctt. Dre Hakoah verlegt das Spiel sofort in die gegnerische Hälfte und ist drn'ch 20 M-nttleU stark überlege«. Die geanerMr Hintermannschaft veisteht rS aber, jeden Erfolg ztt vereiteln. Jv der Folae wird das Spiel ösftner und Halpern bekommt mehren. Male Gelegenhe«, emzu reise«. In der 83. Minute verschulde- Dummer durch „Hand" eittk« Elftnettrsioß, den dieStMmerlNger mm tührettde« T-e lor verwandeln. Bald darauf kann F;sch das Svikl nnt schöirnn Schuß emstellen. Rach der Pame haben dre ..Ersttlassigen" eimas mehr, vom Spiel, doch ist iS die Hakoah, vre durch Eich Juhn die Fübtttng erringt. ES war der tchönste Treuer des Tages. Wenige Mtnuteft vor Schluß verschafft dm Limmermgern et« Strafstoß die Gelegenheit zum AuSalctch. Im Spstetder Reserven blieb die H a k ö a ö trotz mehrerer Ersatzleute «itt 2:1 Sieger. Dw Torschütze» waren Josef Kolisch und Eckhaus. Ä.B. Amateur e«-B t e n n « 1:0 : 0). Der Steg dce^ Anbittnre war nn verdienter, obwohl die Bimna auch «ne achtbare Leistung bot. Be, den ^Ersttlatsigen" zeichnete sich msbesondere düSBerkeidigMigStrio sowie Löwemeld anS; die Döbltnger batten in Numbold. Blum und den Jnnelistiinnern ihre beste» Leute. Den enzigen Tresier erzielte HauSl. Schiedsrichter Lorenz wurde naär Schluß des Wettspieles int Zufchauerrmune tätlich, nlultiert. ES ist die höchste Zeit, daß matt btefen Sportplatz-. Plattenbrüder« energtich an den Leid rückt. F. A. C.-^G e r m « ü t a r 2 ll: Ift In der ersten Halbzeit gaben d-.e Schwechater einen tbe-ckürligen Gegner ab, nach der Paule fielen sie deck TeMv zum Opfer. Be, -der.Germania zeichnete sich insbesondere^ Fischer« aus. Die Tore schossen Janik und Hiecländkr für Floridsdorf, für btc Unterlegenen war Fischer« -weimal ersvlgretth. W. A. C.-S l v v a n ft 10 (2:0). An Stelle deS F. T. C.- MatcheS fandvbigeS Eisatzwettsptel statt. Die Praterlenke blieben Mühelos überlegene Sieger. In btt Torrhren teilten sich sämtltche fünf Stürmer. H e r t h a—R u d o l s S h Ü g 11 8 ‘ 1 (2:1). Sicherer Sieg der beffere« Mannschaft. Die RtidoÜHhiigler hätten tvohl In der zweite« Haldzm mehr vvnt Sp.el, versagte» jedoch volltonlmen vor dem Tore. Die Erfolge der Sieger erzielte« Pdyer r2) und Senttr. Den Ehrentreffer Rudolfshügels erzielte Fröhler mtt «itttm ^Elsec". . A-l-ftzk»«fe« der Vltrnna» We alle leichtathFtische« Veranstaltungen des Henri er« Jahres, wne auch diese ntlßgliickt. Den BiMa-Stasktte« Nnt überhaupt ke n Gegner gegenüber. Die Bitnna-Mat ckchast legte die vier mal iOO Mekelstreckc r« 50 Sv» htflbt« '«rück. Engttsche Klugdienstpläne. Die Enpländer machen aeMwärttg große Anstrengiutgen. d,e Hrrckchast m d-r Luft an lim zu rechk«. Tfl i ch find die BlÜt er m»t tieiten Pläne« für einen g'vßsifgigen Flugdienst er'Üllt» und, wie immer, verabsäumen d,e Ei'olävde'' auch m diesem FaNk nickf. da-, was fie tmt dvet »n wo"e«. durch/ne »,messende Reklame Ittö rechte Licht zu setzen. So wird jetzt angeknndigt, daß ecke Reihe vvtt „Wrltt stügen" unternommen werden soll, um den R»hn> des britischen Flugzeuges m alle Welt zu traget!. Das englische Luflnnnistcrlum