Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 67 (26.3.1919)
- Date
- 1919-03-26
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Gelte 4 Wien, Mittwoch Die Katastrophe in Gleirvitz. Gleiwitz» 25, März. Nach neueren Meldungen soll die Zahl der bei der gelingen Katastrophe ums Leben gel'ommenen Kinder 73 betragen, 18 Kuder wurden verletzt. Die genaue Zahl wird erst im Laufe des Tages fcstgestellt werden. Jugoslawien verbietet den Handel mit Deutsch österreich. Agram» 25. März. (Korr.-Bur.) Eine VrrorlMung des Haudelsministers verfügt, daß jeder Handel mit dem feindlichen 'Ausland (Deutschland. D e n t s ch 5 st e r e i cö, Türkei, Ungarn und,Bulgarien) einziistelten. daß jede Ausfubr nach Italien und Einfuhr aus Italien sowie jeder Transitverkehr für dieses Land über ^jugoslawisches Territorium untersagt sei, desgleichen jeder Transitverkehr über die okkupierten Gebiete, ohne Rücksicht auf die Bestimmung oder Provenienz der Ware. Die Einfuhr aus den okkupierten Gebieten und die Ausfuhr nach den okkupierten Gebieten ist dann gestattet, wenn die Ware nachweisbar dortiger Provenienz oder nachweisbar für die Versorgung der dortigen Bevölkerung bestimmt ist. Der Banus verfügt hierzu die strengste Kontrolle seitens der Polizei- und Flnanzwachorgane. Tausend Millionen Dollar Stenerrückstände in Amerika. Washington, 25. März. (Funkspruch) Die erste viertrliährige Rate der am 15. März fällig gewesenen Einkommen-!t euer für das Jahr 1918 betrug 1.001,244.000 Dollar, welche Ziffer sich jedoch noch erhöhen dürfte. Bergardeiterstreik in Cardiff. _ 4 London, 25. März. (Tel.-Komp.) In Cardiff sind 6000 steinkohlcnarbeiter wegen Ablehnung ihrer Forderungen durch?ie Regierung in den Streik getreten. Achtstundentag in Frankreich. Paris, 25. März. (Funkspruch.) Anläßlich einer Rede, welche heute von: Arbeiterführer I o u h a u x gehalten wurde, Marte er, daß vom 1. Mai an allgemein der Achtstundentag Angeführt werden wird. Er halte diese Reform für außerordentlich wichtig, doch sei es notwendig, daß. die Arbeiter sich von der richtigen Ausniwung dieser Verfügung Rechenschaft geben, ' von welcher die Fricdensurknnde Erwähnung machen werde. Es dürfe nicht außer acht gelassen werden, daß diese internationale Reform sich nicht werde gleichmäßig anwenden lasten. Praktisch werde die ünheitlrche Arbeitsstmidenzahl auf den Tag, die Woche oder sogar vas Jahr aufgete lt werden müssen, gemäß dem Gewerbe, der Produktion und Konsumtion, damit mit der Einschränkung der Arbeitszeit nicht auch eine Verminderung der Produktion ftattfinde. Der Mörder Iaurös' vor Gericht. Frau Iaures als Zivilklagerin. Paris, 25. März. (Havas.) Gestern begann vor dem Leine-Schwur ericht unter lebhafter Teilnahme des Publikums der Prozeß gegen den Mörder Iaurös', Bila i n. In der Anklageschrift heißt es, Main habe die Vorsätzlichkeit seiner Tat zugegeben und bekannt, daß er sie allein beschlossen und ausgefüyrt habe, weil er die Rolle Iaurös' als für das Land unheilvoll betrachtet habe. Das ärztliche Gutachten stelle die volle Verantwortlichkeit Mlains fest, gegen den daher die Anklage wegen vorsätzlichen Mordes erhoben werde. Die Witwe Iaurös' hat sich dem Vers ahrenalsZivilklägerin angeschloffen. Oberst Sprecher demissioniert. Paris, 25. März. (Funkspruch.) Aus Bern wird gemeldet, daß der Generalstadschcs der Schweizer Armee, Oberst, v. S p r e ch e r, dem eidgenöfflschen Rat seine Demission überreichte, die dieser annahm. Tunnel zwischen Italien «nd Sizilien. Rom, 25. März. (Funkspruch.) Es wird eine Verbindung zwischen Italien und Sizilien geplant, und zwar durch Anlegung eines Tunnels unterhalb der Meerenge von Messina. Lösung der Krise in England. London» 25. März. (Funkspruch.) Zwischen dm Nepräsen- 'antm der Tripelallianz und Bonar Law haben neuerlich Verhandlungm ftattgciunden. Es ist Hoffnung vorhanden, daß der Bruch zwischen den Eisenbahnarbeiter und dem Erekmivkommitee der Eisenbahner, der die Situaliön am meisten bedrohte, beseitigt wcrdm wird. Bonar Law beriet auch mit Richter S a n k e y über die von den Bergarbeitern geforderten Abänderungen seines Berichtes. Es wird mitgeteilt, daß die Ansprüche der F ö d e r a t i o n der T r a n s P o r t a r b e i t1r im wesentlichen befriedigt wurden. „Preß Association" meldet, daß Lloyd G e o r g e irn Augenblick nicht dre Absicht habe, nach London zurückzukebrcn. Er ist mrt Downingstreet in allen Angelegenheiten, die dre Verhandkungm mrt dm Arbeiter betreffen, ununrerbrochm in Verbindung. Telephonische Verbindung zwischen Amerika und Europa. . Washington, 25. März. (Funffpruch.) Dr. Goldsmith, Vorstand der Telegraphen- und Telephon-Versuchsanstalt, erklärte gestern, daß eme drahtlose telephonische Verbindung zwischen den Vereinigten Staaten und Europa innerhalb einiger Jahre möglich fern werde. Gegen die Zerreißung Preußens. /■ Berlin, 25. Marz. In der preußischen Nationalversammlung interpellierten heiwe verschiedene Abgeordnete über die Lostrennung von Teilen Ober schlr sic ns, Pose ns, West- und Ostvreußens. ' Nachdem die Abgeordneten Aren sahn (Demokrat) und H ö t s ch (Deutschnational) gegen die Absichten der Polen, der Friedenskonferenz durch eigenmächtige Annexionen vorzugreifen, Einspruch erhoben und darauf veriviesen hatten, daß es im Osten keinen Frieden geben könne, trenn die polnischen Hoffnungen sich erfüllen würden, erklärt Ministe Präsident Hirsch, daß der Abbruch der Verhandlungen keineswegs zu einer Wiederaufnahme der Feindseligkeiten führen dürfe. Eine Schadwshaltung der von den Polen geschädigten Deutschen werde von der Regierung mit allem Nachdruck verfolgt werden. Die Negierung erwarte von der Klugheit le: Mächte, daß sie bei den Friedensvechandlun er d.n deutschen Fordsrungen voll Rechnung tragen werden. Die Regierung werd-r die Wilfonschen Punkte m.e.ckennen, aber alle übertriebenen Anspnicw? dee Polen unbedingt zurückweijerr. Wiener Morgenzeiturig Die Sozialisierung Bayerns. Errichtung eines Zentralwirtschaftsamtes. ... ^*??*hen, .25. Marz. Die Korrespondenz Hoffman« meldet: Die bayrische Regierung hat kraft der ihr vom Volk! übertragenen Gewalt die V o l l s o z i a l i s i e r u ri g Bayerns nach den Grundsätzen drS Entwurfes Kronold- Neuratb-Schumavn in Angriff, genommen und nachdem der SozmlisienmgsauSschnß des Landtages anf Grund der Darlegungen Dr. Otto N e n r ä 1 h s einstimmig die Pläne nach längerer Aussprache gebilligt hat, im Einklang mit den mistnnm'a geäußerten Wünschen des Zentralrates die sofortige Aufstellung eines Z e n t r a l w i r t s ch a f t sa m tes verfügt.^ Für .die Leitung dieses Amtes ist Dr. Otto Neurath in^ Aussicht genommen, der zur Verwirklichung des S o z i a l i s m n s, Kommunismus und S o l i- ' 'd a r r s in n s mit außerordentlichen Vollmachten ansgestattet wird. Neue Warnung der Entente an Polen und Tschechen. Berlin, 25. März. Wie der „Abend" aus dem Haag erfahrt, liegen dort Pariser Meldungen vor, nach denen auf Antrag der amerikanischen Negierung von der Friedenskonfernuz beschlossen wurde, den Polen und Ts ch c ch o - S l o w a k e n eine neue,Warnung zukommcu zu lasten, daß sie die Bedingungen des Waffenstillstandes emhalten müssen. Die Ereignisse in u n g (int haben die Gefahr der Lage aufs neue ins Helle Licht gesetzt. Im Zusammenhang damit stehen neue Beschlüsse ü b e r d i e n e u e W e st g r e n z e. Nachdem Wilson und Lloyd George erklärt batten, daß England und Amerika i^r.Bildung eines von Deutschland unabhängigen rheinländischen Pufferstaates nicht zustimmen können, erklärte sich auch Frankreich damit einverstanden, daß die N h e i n v r o v i n z bei Deutschland bleibe, aber weder Festungen noch Truppen behalten dürfe. Polens auswärtige Politik. Warfthan, 25. März. (Funkspruch.) Es wird Nachstehendes verlautbari: Sl« Alle! Der Landtag wird am Mittwoch den Bericht über die Resolution des Auswärtigen Ausschusses erörtern, womit die Regierung beauftragt wird, ehestens dem Landtag die im Namen der souveränen Republik abgeschlossenen militärischen, politischen und wirtschaftlichen Uebereinkommen zur Bestätigung vorzulegen,' und worin ferner dein gegenwärtigen B ü n b n i s zwi sch e n P o l e n und den verbündeten Mächten die gesetzliche Form gegeben wird, im Geiste der Lebensinteressen des polnischen Staates'und der gemeinsamen Bestrebungen, einen dauernden Frieden in Europa aufzurichten, der aste Völker gegen» die brutale Gewalt eroberungslustiger Nachbarn sichert. Die Resolution erklärt, der Landtag bestätige das durch den gemeinsamen 'Kampf um den Steg .des internationalen Rechtes festgelegte Bündnis mit den großen Demokratien des Westens, die die Unabhängigkeit und Bereinigung Polens als eines der Ziele des Krieges und des Friedens betrachten. Der polnische Staat war ein mit den alliierten Mächten zum Kampf gegew Deutschland verbündeter Staat. Die pol- nifche Armee sei eine verbündete Armee, die mit denen der Alliierteir zusammenarbeite. Die polnischen , Vertreter auf der Jnteralliierten-Konferenz seien Vertreter des polnischen Staates. Zugleich wird. dem Landtag eine vom Heerrsausschuß unterbreitete Resolution zugehen, welche die Regierung beauftragt, ehestens eine Militärkonvention mit den Verbündeten einzugehen, wodurch das Eintreffen» einer unseren Bedürfnissen entsprechenden verbündeten Militärmission ixi2t den: nötigen Material in Polen in kürzester Frist gesichert wird. Die Schiffsverluste im Weltkrieg. Washington, 25. März. (Funkspruch.) Einem Berichte über die Weltschiffahrt ist zu entnehmen, daß die Lurch Versenkung und Unterbrechung der Bautätigkeit herbeigeführten Schiffsöerlast« der Welt 16,225.000 Tonnen betragen. Der Gesamtschiffsraum der Welt betrug vor Kriegsausbruch 41,225.000 Tonnen. Bei normaler Bautätigkeit wäre der Weltschiffsraum während des' Krieges um 12,000.000 Tonnen erhöht worden. Der Krieg jedoch hat den Schiffsraum auf 37,000.000 Tonnen herabgesetzt. Die Verbündeten und Neutralen erlitten infolge feindlicher Einwirkung einen Verlust von 15,218.000 'Tonnen und erwarben durch Neubauten und Kaperungen 14,249.000 Tonnen; somit betragen die Verluste 969.000 Tonnen. Die Zentralstaaten büßten 3,016.000 Tonnen ein gegen einen Zuwachs von bloß 740.000 Tonnen und erleiden demnach einen Verlust von' 2,276.000 Tonnen. Während des Krieges konnten bloß zwei Staaten, nämlich die Vereinigten Staaten und Japan, die Anzahl ihrer Schiffe vermehren. Japans Schiffsvermehrung beträgt 25 Prozent und die der Vereinigten Staaten 125 Prozent. Im August 1914 hatten die Vereinigten Staaten 1498 seetüchtige Handelsschiffe mit einem Schiffsraum von 2,606.617 Tonnen. Im November 1918 betrug die Schiffsranmvermehrung 4,685.263 Tonnen, ausschließlich der gekaperten feindlichen Schiffe, die einen Schiffsraum von 562.500 Tonnen darstellen. Während des Krieges hat die Handelsflotte der Vereinigten Staaten einen Zuwachs von 875 Schiffen mit einem Schiffsraum von 2,900.000 Tonnen zu verzeichnen. Pariser Kammer. Paris, 25. März. (Havas.) Die Kammer hat gestern die Beratung des Budgetpro'brsoriums begonnen. Im Laufe der Generaldebatte sprachen C a ch i n und L af f o nt , ihr Bedauern darüber aus, daß bas Volk und das Parlament nicht zur Genüge über die Arbeiten der Pariser Konferenz unterrichtet werden, und machten der Negierung zum Vorwurf/ daß sie sich mit Rußland im Kriegszustand befinde, ohne darüber dos Parlament und ^ie Nation befragt zu haben. Sie erklärten sich beide gegen ein militärisches Einschreiten in Rußland. 26. März 1919 Nr. 67 ..—.-» Tagesbericht. Ex-Kaifer Karl in Exil. Paris, 85. März. (Funkspruch.) Aus Basel wird gemeldet: Der Sonderzug, der den Ex-Kaiser Karl und semi Familie aus Oesterreich nach der Schweiz brachte, ist am Montag um 3 Uhr 48 Minuten in der Grenzstation Buchs angekommeu.' Der Zug setzte sich aus vier Waggons und einem Gepäckswaaev zusammen. Nach kurzem Aufenthalt, während deffen sich der Er» Kaiser mit Ex-Kaiserm Zita am Fenster zeigte, fuhr der Zug m der Richtung ans Rorschach weiter, wo er um b ilhr 30 Minuten ankam. Der Ex-Kaiser und seine Familie haben das Schloß W a r t e g g bei R o r s ch a ch als Aufenthaltsort gewählt- Wollt Ihr geimpft werden? Bon Dr. Sanel Beer. Mt dieser sonderbaren Frage tritt wieder beÄ österreichische Naturheilverein, der verblendete Gegner gegen jede Schutzimpfung, in einem Aufrufe an die breite Oeffentlichkeit heran Und sucht die Bevölkerung angesichts des vermehrten Auftretens der Pocken in dem zweiten und zwanzigsten Wiener Gemeindebezirke von der vom Stadtphysikate wärmstens empfohlenen systematischen Durchführung der Kuh Pockenimpfung abzuhalten. Leider haben wir in Oesterreich noch immer nicht wie tu Deutschland ein Reichsimpfgesetz, wonach jedes Kind nach Ablauf des ersten Lebensjahres geimpft werden/ muß. Umsomehr muß auf die gefährliche Propagandatätigkeit dieses Vereines hingewiesen werden, die er besonders in den unteren Bevölkerungsschichten treibt« wo das enge Beisammenwohnen und die rmhygienischeu Lebensverhältnisse eine Ausbreitung der Krankhesi leichter ermöglichen und eine'entsprechende Ansicht und Kritik über die Vorteile der Schutzimpfung fehlen. Ist doch der Impfzustand der im Kriege gebornen Kind-er .ein . sehr schlechter, da bfe Bevölkerung demselben, infolge der wirtschaftlichen Schwierigkeiten wenig Aufmerksamkeit schenken konnte. Da der Impfschutz nur von beschränkter Dauer (etwa vier bis fünf Jahre) ist und Kinder ebenso wie die ältesten Leute erkranken können, muß .die Impfung, beziehungsweise die Wiederimpfung (Nevaccination) auf das nachdrücklich sie allgemein gefordert werden. Immer wieder weisen die Jinpfgegnrr auf die angeblichen Gefahren jeglichep Serumbehandlung und Impfung hin, ohne wirkliche stichhältige Beweise erbringen zu können, während doch die bei der Dyphtherie und den Blattern in den letzten Dezennien erzielten großen Erfolge ejne genügend deutliche, .beredte Sprache sprechen. . ■ ■ Bei entsprechender Reinigung der Impfstelle und Auskochen (Sterilisieren) der Jmpflanzette, Lei der jetzt üblichen, ausschließlichen Verwendung animaler Lymphe, gibt es keine Uele.'tragung von Krankheitskeimen von Körper zu Körper, gehören unangenehme Folgezustände zu den größten Seltenheiten. Eine gute Jmpf(e5)nik verhütet auch ziemlich sicher stärkere Entzündungen, in 1er Umgebung der Impfstelle. Die meisten Infektionen entstehen erst nach der Impfung durch Verunreinigung der Wunden» weshalb^ die Impfstelle unbedingt, besonders bei Kindern, vor Zerkratzen durch einen Verband zu schützen ist. Wenn überhaupt noch etwas für die Schutzimpfung sprechen soll, so mag darauf hingewiesen werden, daß die Pocken eine der mörderischen Volksseuchen waren, bevor es gelang, einen wirksamen prophylaktischen Schutz dagegen zu finden. Seit der systematischen Durchführung der Impfung ist die furchtbare Krankheit viel seltener und milder und die Menschheit von einem ihrer schrecklichsten Feinde befreit worden. In den nächsten Tagen finden in alle« Häusern der gefährdeten Bezirke des Abends Impfungen statt. Es ist zu erwarten, daß die Bevölkerung in Erkenntnis der drohenden Gefahren, unbeeinflußt durch die verbündeten Jmpfgegner, die dem Laienkreise entstammen, diesmals wieder die Gelegenheit nicht vorübergehen lassen wird, sich neuerlich des Impfschutzes zu versichern. EinProjektzurVersorgungvonArbeits. lose«, Kriegsinvaliden «nd Heimkehrer« Der Ausgang des unglückseligen Krieges hat Hunderttausende von Militärpersonen vor die Notwendigkeit einer neuen Existenz gestellt, einen großen Teil von ihnen den Arbeitslosen zugesührt. Der Staat gibt heute Millionen aus und die Zahl der Arbeitslosen steigt von Tag zu Tag. Die Heimkehrer sind wohl nach Hanse, aber nicht in ein Heim zurückgekehrt, Millionenwerte an Kriegsmaterial liegen ohne Verwendung brach, die ein Volksvermögen darstellcn und auf die erlösende Hand warten. Vor mir liegt ein ^Projekt des Direktors Jacques V r o n n e r, der eine „Erwerbsgenossenschaft des Verbandes ehemaliger deutschösterreichischer Militarpersonen" gründen will. Seine Idee ist die Erfassung und ökonomische Verwertung des in DeutschösterreiH freiwerdenden Mobilisierungsgutes und Gründung von industriellen Unternehmungen, Uebernahme aller ararischen Anlagen und Betriebe und Retablierung derselben sür die FriLdenswirtschaft. Diese SachdemobllisierungSgÜter sollen nicht der Großindustrie anheimfallen, die eine Unterstützung nicht nötig hat, sondern zur Gründung der Existenz von dielen Heimkehrern, Arbeitslosen und Kriegsbeschädigten dienen, i Nicht dssM.MMgpttÄ, jiM, AqKdeMlMi§rungSgut z»