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Wiener Morgenzeitung · 1919-03-26 · Heft 67 (26.3.1919) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 67 (26.3.1919)
Date
1919-03-26
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Wien, Mittwoch Wiener Morgenzeitung 26. März 1919 Nr. 67 - Seite 2 Potttische^Undschan. Dr. Renner über den Anschluß. Journal de Geneve" veröffentlicht eine Unterredung seines Spezialkorrespondenten Nene P a y o t t mit dem Staatskanzler Dr. Renner, der sich darin neuerlich entschieden für den Anschluß an Deutschland ausspricht, und ^rr Meldung, daß die Entente uns, wenn wir unS itt/** anschließen, bessere Bedingungen bieten würde, das Schicks«» Döutsch-Südtirols. Unterkarntenö, UnterpeiernwrlS, DeutsthbähmenS und des Sudetenlandes entgegenhälr. Hatte die Entente wirklich die Absicht, uns gerecht zu behandeln, dann hätte sie wenigstens unsere politische Existenz aner kennen müssen. Am 30. Oktober 1918 habe er noch die Hoffnung gehegt, es werde möglich sein, eine Föderation der Staaten d e S früheren Oesterreich zu schaffen, Das sei unmöglich geworben, da die Tschechen und Südslowen sich nicht auf ihr eigenes Gebiet beschränken wollten. Das Projekt einer Neutralisierung Deutschösterreichs sei in erster Linie eine militärische Maßregel. lasse aber alle wirtschaftlichen Fragen offen,, und Deutschböhmen könnte als neutralisiertes Gebiet doch keine eigene Wirtschaft führen. Die Neutralisierung würde daher das deutsch böhmische Problem garnicht löse u. Die beste Lösung wäre wohl, daß zunächst alles geschlossene deutsche Siedlungsgebiet mit Deutschland vereinigt wird. Dadurch würden auch im Deutschen Reich die Süddeutschen zusammen mit den De.'.ttschösterreichern der stärkere Teil, wodurch die Politik des Deutschen Reiches sich ganz anders orientieren würde, als unter preußischer Herrschaft. Die^ Wiener verstehe:: die Franzosen leichter, wie ja auch der Süddeutsche leichter französisch lernt als der Norddeutsche. Auf die Frage, ob Deutschösterreich von dem Anschluß abstehen würde, wenn ihm gewiss« Borteile geboten würden, erklärte der Kanzler, die gesamte Bauernschaft, die gesamte Arbeiterschaft und der größte Teil des Kleinbürgertums wollen absolut nichts anderes, als den Anschluß an Deutschland. Er kündigte ferner an, daß düs Deutsche Reich einen Deutschosterreicher, vielleicht einen Wiener, als Gesandten jnach Paris entsenden werde. Gin fluchwürdiges Wort. In französischen und italienischen Blättern kann man es wieder lesen, das furchtbare, schuldbeladene Wort vom europäischen Gleichgewicht. „Gleichgewicht der Kräfte!" Das war die Weisheit jener geölten, süßen Diplomaten mit den: steinernen Herzen, deren wichtigstes Ziel die Herstellung des europäischen Gleichgewichtes — der Flinten und Kanonen und Panzerschiffe war, die das Recht und die Menschlichkeit und „die heiligsten Güter der Nation" im Munde führten und heimlich mit brutaler Kaltblütigkeit auf nichts anderes sannen, als auf dies eine: ob man drüben eilte größere Zahl von Kriegerfklaven zur Verfügung habe als hüben. Wir haben sie nach Ausbruch des Weltkrieges wirken gesehen, diese große Errungenschaft des Technismus, dieses Gleichgewicht des geschliffenen Stahles; wie immer neue Staaten — hüben und drüben — in das Morden hiueingezwungen wurden, erst die Männer, dann Greise, Kinder, Mädchen, Frauen; wie man teuflisch dort, wo das Gleichgewicht mit Menschenleibern nicht herzustellen war, neue Massenmordwaffen einsetzte: Unterseeboote, Gaskanonen, Feuerwerfer. Bis das mit Lausend Kniffen und Pfiffen ausgeklügelte System zufammenbrach. Dann schrie die gequälte Menschheit auf und die Besten aller Völker sagten sich: Krieg dem „Gleichgewicht der Kräfte!" Es ist die giftigste, unmenschlichste „Errungenschaft des Imperialismus. Nicht europäisches Gleichgewicht, sondern .Völkerbund!" Aber btt Siegestaumel in einzelnen Ententeländern hat einem Teil der Presse den Mut gegeben, jetzt wieder vom „Gleichgewicht zu reden, was der Aufforderung zu neuen, unerhört grausamen Kriegsrüstungen gleichkommt. Wahrlich, der Antrag auf dem Berner Bölkerbundkongreß, die europäische Presse unter Kontrolle zu stellen und jene Preßorgane, welche die Kriegshetze weiter betreiben, vor ein internationales Gericht zu zitieren, ist nur allzu begründet. Wenn die Menschen Europas wert sein sollen, die Sintflut des Weltkrieges überlebt zu haben, müssen sie dafür sorgen, daß das fluchwürdige Wort „Gleichgewicht der Kräfte" für immer aus dem Wortschatz aller Völker ausgemerzt wird. Die Friedenskonferenz. „Der letzte Moment". Kein Abtransport der Amerikaner. — Polen gegen Ungar«. Paris» 25. Marz. fFimsipr. der Tel.-Komp.^ Wie aus amerikanischen Dcleprertenkreisen «ntgrteilt wird, dürste infolge des bolschrunklichen Umsturzes m Ungarn der weitere Abtransport amerikanischer Truppen aus Europa eingestellt werden. In polnischen Kreisen heißt es. die Lage sei ernster als man glaube und es fei fraallch. ob die Murrten ihr Deinobilisierungsprogramm werter durchführen können. Man ist in diesen Kreisen vielsach der Anstcht, baß eine Entscheidungmrtden Waffen wohl erzielt werden könne. So ist bereits der Vorschlag auigetaucht, bie polnischen Dwrstonen sofort von Frankreich nach Polen zu transportieren, damit aus diese Werse ern Bollwerk geschaffen würde, das Deutschland von den Bolschewiken trennt. Auch ist davon die Rede. englische Kanonenboote tiach Budapest zu enirenden. Weiter wird die Möglichkeit in E wägung gezogen, beim Ausbruch von Unruhen in Ungarn amerikanische kuppen zu deren Unterdrückung heranzuzichen. Heute wird in Delegiertenkreisen ein Ausspruch Wilsons zitiert, demzufolge Wilson geragt habe, es sei der letzte Moment gekommen, um die Demokratie der Welt zu retten. Die Pariser Konferenz der jüdischen Mationalrüte. Zürich, 25. März. (Tel. der „Wiener Morsienztg.") Das Komitee zur Durchführung der Konferenz der jüdischen Nationalr ä t e in Daris hat sich bereits konstituiert. Sum Vorsitzenden wurde SSerrichter Mack (Vereinigte Staaten) bestellt. Dis jüdisch» nationalen Dr^anisationen Amerikas betvillistten das ziemlich bedeutende Budget der Tagung. Zn dem Komitee find vertreten r Amerika, Rußland, Äkraine, Polen» Galizien, Tschscho - (5 l.o w a § e i und Jugoslawien. VsMaLtch der Vertreter der na- Lionale«Zudenschaft in d^r Mittelstaaten hat die engl i s ch e Negierung telegravhisch ihr Berner Paßamt angewiesen, die Paßvifa zur Einreise zu erteilen. Auch von Seite Frankreichs werden keine Schwierigkeiten gemacht. Befürchtungen der englischen Presse. Berlin, 25. März. Die Blatte'- melden aus dem Hang: Die bolscbewikische Veränderung in Ungarn hat in London einen riesen Eindruck gemacht. Allgemein widersedt mmt steh dem Hingusschieben der Beratungen in Paris, wodurch man die Macht über d'-ks zentrale Europa verliere. ..Darly NewS" sagt, daß sie vor dieser Gefahr bereits vor Monaten gewarnt habe. „Daily C h r o n i c t e" bringt einen ausfübiMen Leitartikel über die ernste Lage in Ungarn, und zwar über die Wirkung mck die drei wichtigen Nationen, die Rumänen, Polen und D'ckecho-Slowäken. Diele brc» Nationen seien die Pfeiler der Entente in Zentralenrova. die man ihrem Schicksal nicht überlasten könne. L<m>n habe setzt die Ukrainer in seiner Gewalt und er habe via Ungarn eine weit bestere Angriffsbasts geaen die drei Staaten. Absolut genommen sei der Ulitarnche Wert der BollcheNnlitrupven aering, aber im Zusammenhang mit ihrer Propaganda könnten sie ziemlich viel erreichen. Bewaffnete Intervention der Alliierten in Angsrn. Für Rettung Rumäniens. Paris» 25. März. fftmiFbr. der Tel.-Komp? Die all'ieiten Machte scheinen, w'e in vosinsck'en Kreisen verlautet, beschlossen zu haben, bei den E'-eianisten in Unaarn zu interveniere ir, nm dem von allen Seiten bedrohten Rumänien zu Hilfe zu kommen. Deutschland nmß vor dem Bolschewismus bewahrt bleiben. Vsrrßernngen der Pariser Blatter. Paris, 25. März. lTll.-Kompll D'e me'si-'n Blatts' bcsvrechen d'e l^rewniste in Ungarn und erklären. da': die Bndavester Geschehnisse möglicherweise ein Borb'ld für das sein ■ werden, was in B-rlin Vorgehen wird, wenn D-ntschland sich den s^'-'edensbed'nlnmg^n j.zir v. entstehen trachtet. Es gebe nur zwei Mittel, um diese Pläne abzuwenden: Die Alliierten wüsten den Bolschewismus vertreiben, ebe es znsvät i st, die Konferenz mäste ^mx Deutschland das neue Sv->mgb'-ett reichen, indem sie Mastnahmen trifft, um den russischen Bolschewismus nicht zur Macht zu bringen. Geheime Beratungen der Gren^ra^eu. - Amsterdam, 2*. März. (Korr.-Bnr.> Dem „Maemeen Handep-blad" wird ans Ra"'s gem-ldet: D>" Premierm'niste'- der Großmächte haben beschlossen, über die Beratimoen der Kommissionen, die sich mit Territorialfragen besoffen, keine Einzelheiten mehr zu v e r ö f s e n t l i ch e r. b's d'e gesamte Ach-it der Absteckung der nenen Grenzen erledigt ist. Man bostt ans d'ele Weise;,r verhindern, daß der Feind die Absicht der Alliierten f'-äber erfahre imd di? nö'igen Gegenmaßregeln eraresie. ,>m ihre Plane zu durchkreuzen. Zugleich w'll man damit Enttäuschungen vv'^euai-n, wenn in späteren Phasen der Besprechungen irgendwelche Aenderungen vorgenommen werden soNm. Endlose Untersuchungen der Völkerbund- Kommission. Baris» 25. Marz. (Tel.-Komv.^ Di? Kommission für den Völkerbund hat 85 Aenderungen des ursprünglichen Entwurfes, die van den Neutralen vorgeschlagen werden, sowie weitere Aenderungen, die von Frankreich und Kavan ansamaeu. zu M'^rnrck'en. Man alaubt. daß der desiri'tive Entwurf von dem ursprünglichen st a r k e A b w e i ch n n g e n enthalten wird, vor all^m was die Vertretung der kleineren Nationen und die Kriegfüh""den betrifft. Eine -olschew^isKe V rschwörung in England? London, 25. März. «Tel.-KonNi/ „Da'lv Expreß" meldet, daß die britischen Debö'-dm eine b o l s cki e w i k i s ch e Bersch w 8 r « n p entdeckt haben. Es winden Berichte ansgefunden aus denen hervorgrht. daß L e n i n und T r o tz k i ^ertr-tern sii neisiralm H'äien Bässe nach englischen Plätzen für Propaganda» zwecke übermittelten. _ Inland. Der N achlaß an Deutschland. Deutschland soll die Zollverwaltung Deutschöstereeüchs übernehmen. Im Berfassungsausschuß der Weimarer Nationalversammlung erklärte in der Verhandlung Über bie Goletzgeblrng ini Zollwesen der deutschösterreichische Legationsrat v. Po»,zt auf eine Erklärung beS Abgeordneten Ablaß, Deutschösterreich wünsche allerdings in der Ue.bergangszeit für eine kurz« Dauer und nur für gewmv Artikel Zwischen zolle. ' Dies sott aber nicht d^rtiinoern, das, die Zollverwaltung der äußeren Grenzlinie Deutschs st erreichs indie Verwaltung des Deutschen Reiches Übergeht. Im weiteren Verlauf der Erörterung bezeichnete Abgeordneter K a h m a n n diese Erklärung als sehr erfreulich. Die Erklärung beS Vertreters Deutsch Österreichs entspricht ganz der Methode, in der bi« Anschlußfrage von unserem Ausviicti^eu Amt bei,anc.lt ui d. ,DLurj-.:).. lvünscht" ist nicht ohne Einschränkung zu nehmen. Hat man unsere Industrie, unseren Handel, unser Gewerbe gefragt, ob sie mit dem vollkommenen Verzicht auf die selbständige Regelung der'Zölle einverstanden sind? Wie lange soll die UebergangSzeit dauern und für welche Artikel sollen bie Zwischenzotte gelten? Wer entscheidet darüber? Wir können es vom Standpunkt Deutschlands aus verstehen, daß ein deutscher Abgeordneter sich über die Erklärungen des Legationsrates Pozzi erfreut zeigte. Die sachverständigen Kreise Deutsihofterreichs, die bie Anschlußfrage nicht als politisches Versammlungsschlagwort aufsüsssn wollen, werden etwas weniger Freude zeigen. ■_ Bozen und Meran bleibt bei Deutschösterreich. Berlin, 25. März. Wie der „Abend" aus Genf meldet, liegen dort französische Blätterstimmen vor, wonach Präsident Wilson ein entschiedener Gegner der weitgehenden Förderungen Italiens ist und seinen ganzen Einfluß dahin aufbietet, Italiens Ansprüche zurückzuweisen. „Echo de Paris" erfährt, daß der Oberste Kriegsrak dahin ents.^5den hat, Bozen und Meran nichj an Italien fallen zu lassen. Dieser Entschluß sei in b& Hauptsache der Einwirkung Wilsons zuzuschreiben. Die steirischen Ehristlichfozialen gegen den Anschluß. Zu der unter obigem Titel in unserer Dlenstagnummer gebrachten Notiz wird uns amtlich mitgeteilt, daß der darin genannte Professor U h d e keineswegs. Vertreter der steirischen Landesregierung und nicht ermächtigt ist, namens dieser Erklärungen abzugeben.. vielmehr auf eigene Faust handelt. Deutsche Nationalität." Das deutsck>österreick>ifche Staatsamt für Heerwesen verlautbart: „Di? Frage, ob ein Offizier, Beamter, Angestellter- oder Diener deutscher Nationalität ist, ist nach gewissenhafter Prüfung der maßgebenden Umstände zu beantworten. Hierbei kommen insbesondere in Betracht: Umgangssprache nach der Volkszählung vom Jahre 1910, Muttersprache, Sprache, in der die Schttlbilvuna, besonders die Volksschulbildung genossen wurde,- soziale Betätigung, Zugehörigkeit zu Vereinen, politisches Verhalten usw., nationale Zugehörigkeit der Elter n, Sprache, in der die Kinder erzogen werden. Auch dem Bekenntnisse ist eine gewisse Bedeutung beizümessen. Zweifelhafte Fälle sind unter Angabe der nach vorstehenden Grundsätzen erhobenen Daten zu melden." Der Sinn dieser Verlautbarung ist nicht ganz llar, da nicht ausgesprochen wird, zu welchem Zweck die Er*' Hebung der deutschen Nationalität überhaupt erfolgen soll.. Für.die Aufnahme in den Staatsdienst ist unseres ErachtenS/ nur die deutsch österreichische Staatsbürgerschaft erforderlich, im übrigen sollte in unserem kleinen und an Talenten wahrhaftig nicht reichen Staat die persönliche Qualifikation maßgebend sein. Es wurde dieser Standpunkt auch speziell den Jüdischnationalen gegenüber wiederholt von den obersten Staatsbehorderr anerkannt; hierbei wurde ausdrücklich ausgesprochen, daß jeder Staatsbürger, der dem Staat den Treueid zu leisten bereit ist, zum Staatsdienst zuzulassen ist. Wozu also die nationale Inquisition? Unsere Staatsverwaltung sollte lieber bestrebt sein, auch die nationalen Minderheiten, die das Staatswohl wollen, zum öffentlichen Dienst und zur ehrlichen Mitarbeit im Staatsiirteresse heranzuziehen. _ (gifte tschechisch-demokratische Partei in Wien. Letzten Sonntag wurde hier eine „t s ch e ch o - s l o w a° kisch-demokratische Partei" als organisierte Mittelstandspartei gegründet. Sie wird die nationale Selbstbestimmung, die geistige und wirtschaftliche Entwicklung der tschecho-slowakischen Minderheit in Deutschösterreich anstreben. In legislativer Hinsicht wird nationale Autonomie auf Grundlage des nationalen Katasters verlangt. Für die nationalen Minoritäten werden in allen gesetzgebenden Körperschaften, in allen öffentlichen' Institutionen eine gerechte proportionelle Ver-< tretung und Garantien gegen eine Majorisierung in wichtigen nationalen Fragen gefordert. Die Pflege desSchulw e s e n s, der W i s s e n s ch a f t, der K u n st und Literatur möge den Nationen unter Einräumung des Rechtes gewährt werden, ihre Angehörigen zu besteuern. Die Partei wrll das gleiche Recht der tschecho-slawakische u Sprache mit der deutschen in der Gesetzgebung, im öffentlichen Leben, im Schulwesen, bei den Behörden und in den Kirchen erwirken. Sie wünscht freundschaftliche Beziehungen der deutschösterreichischen Republik zu allen slawischen Nachbarstaaten, insbesondere zum tschecho-slowakischen. Zum Obmann wurde Franz Jandik, zum Sekretär Dr. L e n g s f e l d gewählt. Die Gründung dieser Partei, die ja infolge der politischen Entwicklung der letzten Tage in der Luft lag, ist insofern« zu begrüßen, als es nunmehr zu einer Auseinandersetzung üter die Forde ungeu der nationale.! Mino.iläten kommen muß. Aus einer solchen Diskussion, der sich die Nationalversammlung mit einfachem Niederstimmen auf die Dauer nicht wird entziehen können, wenn anders sie ihre Aufgabe vernünftig lösen will, könnte auch Ersprießliches für die deutschen Minoritäten in Böhmen sich entwickeln. ' Einstellung des privaten Telephonverkehres in Wien? Zur späten Nachtstunde wird uns von sonst gut informierter Seite mitgeteUt» daß die Absicht besteht, den privaten Telephonverkehr in Wien einzustellen- * Nach unseren Informationen sicht der Plan der Einstellung des privaten telephonischen Verkehrrs an den zuständigen Stellen tatsächlich in Erwägung. Man will diese Maßregel, die in das Leben der Großstadt vielleicht noch tiefer einschneiden würde als die Kohlennotmit dem Mangel an Materialreu, so an Spulen, Stlftett, Jsolcermaterial usw. rechtfertigen. Es wäre dann nur noch notwendig, die Entenlekommisstonen zu bitten» an die Stelle unserer leitenden Beamten einige Fcldw'bel zu setzen,! die ettvas mehr Voraussicht besitzen und für die Bedürfnisse de-5 Publikums mehr Verständnis zeigen.

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