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Wiener Morgenzeitung · 1919-03-25 · Heft 66 (25.3.1919) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 66 (25.3.1919)
Date
1919-03-25
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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9& 66 Men, Dienstag Wiener Morgenzeitung i % Die Friedenskonferenz. Die Beratungen der Woche. Di« polnisch-deutschen Differenzen. — Die Grenzen Voleu». — Das russische Problem. — Aufteilung der deutschen Kabel. Pari«, St. Man. (Funkspruch.) lieber das in der laufenden Woche vom Obersten alliierten Rate aufzuarbcktende Material berichtet „8e Tenns", daß sich am Montag der Oberste Rat vor allem noch der' polnischen Frage widmen werde. Er wird eine Entscheidung in der Frage des Transvortes der polnischen Divisionen des Generals Haller zu fassen haben, welchen die Deutschen die Ausschiffung in Danzig verweigern. Die Deutschen schlagen vor, diese Truppen in Königsberg, Libau oder Memel auSzuschiffen. Ferner werden die militärischen Sachverständigen heute Bericht erstatten. Weiter werden die Vertreter der Großmächte von dem Bericht der nach Teschen entsandten Kommission Kenntnis nehmen, um die Streitigkeiten zwischen den Polen u n d T i ch e ch o - S l o w a k e n zu beenden und die Grenzen zwischen Polen, der Ukraine und L'tauen endgültig zu bestimmen. Die Spezialkommission hat ehren Bericht noch nicht überprüft und außerdem berühr diese Frage die Gesamtheit deSrussischen Pr o b l e m s. . Die Kommission, die mit der Austeilung der deutschen Kabel beauftragt war, hat ihre Arbeit beendet und der Oberste Rat wird heute über die Beschlußfassungen der Kommission beraten. . Wilson In den zerstörten Gebieten. Paris, 24. März. (Havas.) Präsident W i l s ö n hat in Begleitung seiner Gemahlin und des Admirals Crayson gestem die verwüsteten Gegenden besichtigt, wobei er unter anderen die Städte Chateau Threrry, Socffons, Laon, Noyon, Rohe und Montdldier passierte. General Noudant nach Paris berufen. ' Berlin, 24. Marz. (Korr.-Bur.) Die „B. Z. am Mittag" schreibt: In hiesigen politischen Kreisen verlautet, daß der Vorsitzende der interalliierten Waffenstillstandskommnsion in Spaa, General Noudant, «ach Paris berufen worden sei. Man bringt Noudants Abreise mit der Zuspitzung der Lage tm Osten in Zusammenhang. Die Teschener Frage noch nicht entschieden. < Haag» 24. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Der Pariser Berichterstatter der «Daily News" meldet, daß der Konflikt zwischen Polen und Tichecho-Slowaken um Teichen und der polnisch-litauische Konflikt bisher noch nicht bergelegt werden konnten. Eine Protest« ersamm^nng gegen Silvain Lvvi in Paris. Stockholm» 22. März. 'Tel. der „Wr. Morgenztg."^ Die zionistischen Studenten von Paris veranstalteten eine Protestversamnilung gegen Sllvatn L 6 v i s Auftreten vor dem Zchnecrai der Friedenskonferenz, in welcher dieses als Verrat grbrandmarft wurde. Im Auslage der Versammlung wurde eine Erklärung in der Presse veröffentlicht, welche Lövis Behauptungen widerlegt. .England gegen die Annexion Danzigs. Berlin» 24. März. Das „8 Uhr-Blatt" m'ldet aus dem Haag: Die Engländer haben sich, wie aus Paris gcnrloct wird, abermals im Ra e der Zehn gegen die Abtretung Danzigs an Polen ausgesprochen und wünschen eine we te -e V e r m i n d er u n g des an Polen abgetretenen deutschen Gebietes. Ai>')e-dem treten sie dafür ein, daß Polen einen, anderen Ausweg nach dem Meere erhalte als Danzig. Telegramme. Deutschland zum Widerstand entschlossen. Berlin, 24. März. (Tel. der „Wiener Morgcuzefturrg.") Die gefährliche Zuspitzung der La^e in Westpreußen, der leidenschaftliche Wille der dortigen Bevölkerung an den alten Grenzen iest',uhalt-.n, hat eine Uebereinstiptmung der Meinung e t gezeitigt ltnV eine Atmosphäre geschaffen, in welcher.die Entschlossenheit zum äußersten Widerstande gegen die zunehmende Bedrohung durch die Entente ihren unbeugsan en Ausdruck findet. Auch die Stimmung in Weimar ist heute derart, daß ein heroisches Ende für besser gehalten wird, als ein langsames Hinsterben. Das kommt auch in eine.» bemerkenswerten Aufsätze von Dernburg im „Tageblatt" zum Ausdruck. Auch der „Vorwärts" wirft der Entente vor, daß sie Deutschland und Deutschöste.'reich zum äußersten treibe. Das Blatt erklärt, die Verw e i g e r u n g d e r A n n a h ui e v o n e n t w ü r d i g e nden Bedingungen für das einzig Nichtige, was den; deutschen Volke übrigbleibe. Weiter heißt es in deyr Artikel: Es werden H u n g e r a ü f st ä n d e kommen und die sozialdemokratische Negierung wird leinen Grund haben, ihnen mit Gewalt zu begegnen, denn die Massen glauben, durch den Bolschewismus ins Varadies einziehen?u kö me r. Die Hö. e 'ü. n ann nich sch ecklicher sein, als die Hölle drüben, wir a er werden wenigstens in der Hypnose glücklich sein. Wenn Deutschland als faulender Kadaver in der Mitte Europas liegen bleibt, so wird ein Pesthauch die ganze Welt vergiften. Wenn die Regierungen des Westens nicht, die Annexions-Diplomaten zum Teufel jagen, werden sie selbst an den Folgen zugrun'w gehrn. Wenn nicht die Vernunft siegt, wird der Wahn,inn ganz Europa ergreifen. Sozialdemokratischer Parteitag inD eut^chland. Weimar, 24. März <Tel-Komv.) Heute vormittags trat der Parteivorstand, der Parteiaussckmß und die Kontrollkommission der sozialdemokratischen Partei Deutschlands zusammen und beschloß, vom 10. Jul» ab einen P a r t e i t a g i« Weimar abzuhalten, von dem man annimnft, daß er seme Geschäfte in drei bis vier Tagen wird erledigen können. — Ministerpräsident Scheidemann erklärte, du bolschew'küche Regierung in Ungarn sec ein Ergebnis der imperialistischen Politik der Eioente. Ein zermürbtes Deutschland, dem man rme Stadt w e Donna und das Saargebiet n'mmt. wä'e reif %- den Bolschewismus. den ma« sonst in Deutschland nicht zu fttcriren brauche. Der Bolschewismus in Deutschland aber bringe den B o l s ch e w i s w u 8 E » r o v a s. 25. März 1919 Seite 6 .... .«* Die Vorgänge in Ungarn Wekerle verhaftet. Budapest, 24. Marz. (Ung. Tel.-Korr.-Bur.) Auf Verfügmtg der revolutionären Räteregierung wurde gestem abends der frühere Ministerpräsident Alexander Wekerle verhaftet. Wekerle wurde im- Sammelgesängnis untergebracht. Der gewesene stellvertretende Leiter des Schubhauses, Polizeirat I a k a b, und der Polizeiinspektor P a i, die beschuldigt werden, die Insultierung Bcla Kuhns und anderer Kommunistensührer seinerzeit nicht verhindert, beziehungsweise daran teilgenommen zu haben, wurden gestern verhaftet. Auflösung der Staatspolizei. Budapest, 24. März. «Ung. Tel.-Korr.-Bur.) Die Vertrauensmänner der Fachorganisation der Budapester Staatspolizei haben heute eine Versammlung abgehalten, m der einstimmig mid mit großer Begeisterung dre Verwirkl'chung der Diktatur des Proletariats sowie die Bildung der Räterepublik begrüßt wurde. Die Konserenz beschloß die Auslösung d e r S t a a t s p o l i z e i und bot ihre Dienste der neu zu errichtenden Roten revolutionären Armee an. Der anwesende Volkskommissar für Polizenvcsen nahm das Anerbieten an und forderte die Polizei auf. den Sicherheitsdienst bis zur Schaffung der Roten Armee cm bisherigen Rahmen zu versehen. Die Lage in Budapest. Budapest,' 24. März. (Tel. der „Wr. Moraenztg.") Die Stadt bietet infolge der Gckchästs'perre ein egentmuliches B.ld, die Arbeiter feiern und ziehen ,n Gruppen singend und plaudernd durch die Straßen. Bon der Polizei wird folgendes Verbot assichiert: „Den Druckere'en wird verboten, für Private Plakate jeder Art herznstellen." Das Alkoholverbot hak großes Mißvergnügen unter der Arbeiterschaft bervorgeruftn. Sie foi dern in Versammlungen die sofortige Aushebung des Verbotes. Bela Kuhn bewohnt 'die prächtig eingerichteten Räume der gesiüchteten tschechischen Gesandtschaft un Hotel Moria. Fleischlose Woche in Budapest. Budapest, 24. März. (Ung. Tel. Korr.-Bur.) Der Volksbeauftragte für das E nährnngswesen hat mr Schonung der FleiichbMnde eine fleischlose Woche vom 27. März bis 2. Avril angevidnet. In dreier Zeit ist der Genuß und Verkauf von frischem Rindfleisch und frischem Schweinefleisch in jeder Form ' verboten. W affenl eschkagn rhme. Budapest, 24. März. (Ung. Tel.-Korr.-Bur.) Das Volkskommissariat,ffür Polneiwesen Kat heule eine Verordnung erlassen, laut welcher alle Militärnüd Jagdgewehre. Maschinengewehre und Handgranateii sowie Muni ion aller Art abgckre'ert werden nnissm. 8nMderhandel"dk können mit ZuchlhauS bis zu fünf I ihren und mit einer Geldbuße bis zu K 50.000 bestraft werden. VegrWrnZSdspache der deutschösterrelchlschen SrldaLenräte. Budapest, 24. März. Dem hiesigen revolutionären Regie ungSrat ist cm» Wien nachstehend: Bcguißmtgsdepesche zugckommen: „Dem zielbewußten Proletariat Ungarns, der hart bedrängten Nachbarrepubtrk. dem die tiefernste Lage gebot, die Führung der Geschicke seines Landes in die Hand zu nehmen, entbietet der R e i ch S v o l l z ii g s a u s s ch n ß der Soldatenr ä t e T e n r s ch ö st c r r e i ch s in diesen schiveren Stunden he''«! chste B r u d e r g r ü ß e. Gewaltig sind vre Lasten, Me Ihr, rührende Grossen, ans Euch Genommen, gewaltig auch die Aufgaben, die Euer nun harren. Daß Ihr sie löst zmn^Wohle jene?, in deren Namen Ih handelt, ist cmer unserer heißesten Wünsche. Der Erfolg fot mit Euch. Der Re,chsvollzugSausschuß: Heiböck, Iungbaner." Nichtorganisierte dürfen Keine Theater besuchen. Budapest» 24. März. (Ung. Tel-Kon'.-Bur.) Die für Donnerstag und die iylgenden Tage gelösten Theaterkarten in läm 1 chm Biid:ip''t'r Theatern sind «iip,ülr:|i und das filr die Karten gezahlte l std wird zur ackecstatcck. D e Mehrzahl der Karten wird zu herabgesetzten' Preisen nn Wege der Gewerkschaften d e n A r b e i t e r n z u r Verfügung g est e l l t. D e A beiter we-den auweiordert. ufthkorganisierten Personen keine Karlen ziikommen zu lassen. Ein Teil der Karten wird zu den bisherigen Preisen an den Theaterkassen c'bäl l'ch sein. Hier sollen auch Arbellerkarttn zu normten Preisen erhälil ch sein. Logen werden nur sitzweise ausgegebeu. Die Orientierung nach Osten. Budapest, 24. März. (Ung. Tel.-Korr.-Bur.) Heute mittags erschienen die Beamten des Präsidiumder revolutionäre« Räteregienmg vor dem Präsidenten Garbei, der in seiner Antwort auf die Begrüßungsansprache der Peamte» erkürte: Die.... Außenpolitik, die wir seit der Oktoberrevolution befolgt haben, hat sich nicht bewähtt, denn jene, zu denen wir den Blr^ nach Westen wendeten, wollten Ungarn die Schlinge um den Hals legen; deshalb mußten wir in östlicher R i ch t u n g n e«» Ideen suchen und diese haben bei uns die Diktatur des Pw«, letariats geschaffen. Die Vorgänge in -er Provinz. Budapest, 24. März. (Ung. Tel.-Korr^-Dur.) Aus des ungarischen Provinz sind folgende amtliche Berichte eingetroffen In Kecskemet herrscht Ruhe und Ordnung. Es wurde ein Bauernrat gebildet, der "in vollster Bereitschaft der kommenden Ereignisse hanck. Der Regierungskommissär der unter tschechischer Besetzung befindlichen Stadt Kaschan meldete gestern telephonisch dem Regrerungskommiffariat iy Miskolcz, daß in Kaschan em revolutionärer Rat gebildet würde. In G r o ß w a r d e r n wurde ein Preffedirektorium gebildet. An der ganzen rumänischen Front herrscht vollständige Nahe. Gestem vormittags hielt der Vollzugsausschuß des Soldaten- und Acbelterrates von Debreczin eine Sitzung ab und beschloß, die S p e r r e ü b e r d i e i n d e n G e c d i n st ituten befindlichenEinlagen und Depots zuverhänaen. Der Führer der Debrecziner Konimunistenpartei, Viktor C s u h a, begab sich auf telegraphische Einladung Bela Kuhns nach Budapest. In Steinamanger wurde ein Direktorium gebildet. An die Svitze des Komitats wu.de der gewesene Regierungskommissar Bcla Oba! gestellt. In einzelne Bezirke wurden stellvettrerende Volkskomnnffäre entsandt. Es wurde eine aus organisierten Arbeitern bestehende Brachialtruppe bewaffnet. In der Stadt herrscht Ruhe und Ordnung. Panikstimmung in Prag. Die Sozialdemokraten drohen mit Generalstreik. - Prag. 24. März. (Tel. der „Wiener Morgenztg") Die Meldungen vom Umstürze in Ungarn haben in den maßgebenden Kreisen eine förmliche Panikstimmung hervorgerufen. Mit fieberhas.er Spannung sieht man der weiteren Entwicklung der Dinge in Ungarn entgegen. Die Regie.mng schwankt und befindet sich' angesichts der völlig neuen Situation in nicht geringer Besorgnis wegen der künftigen Ereignisse. Man rechnet in Negiernngskreisen nunmehr mit einem bewaffneten Widerstande der Ungarn gegen die tschecho-slowakischen Forderungen. Die Situation wird noch durch den energischen Widerstand d e r S ozialdemokraten gegen eine weitere Kriegführung bedeutend verschärft. Diese Haltung der Sozialdemo-- krattzn und die immer mehr zutage tretende Kriegsmüdigkeit des tschechischen Volkes machen es der Negierung unmöglich, die notwendigen militärischen Maßnahmen in Ungarn zu treffen. Der Widerstand der tschechischen Sozialdemokraten geht sc» weit, daß sie für den Fall einer Mobilisierung mit der Proklamierung des Generalstreiks drohen. Eine weitere N'cht unerhebliche Schwierigkeit bildet das immer dringender werdende Ve.'langen der Sozialdemokraten nach Sozialisierung der Großbetriebe. Die Regie mng hat sich zwar bemüht, die Führer der Sozialdemokraten umzustimmen und sür ihre Pläne zw gewinnen, aber diese Verhandlungen sind ergebnislos verlausen, da unter den Sozialdemokraten bereits! der radikale Flügel die Oberhand zu reivinnen scheint. Heute fand ein Ministerrat statt, der sich mit der gegenwärtigen politischen Situation befaßte. Sehr vermerkt wird die Tatsache, daß die Gruppe der Bolschewiken seit Samstag eine sehr ene'gische Propaganda gegen die jetzige Regierung entfaltet. Eure Berschwärung des ,,-lanrn Blutes" Pvag, 24. März. tTel.-Korrrp.) Unter dem T'tel „Eine V e r s rb w 8 r n n g b c § blauen Blutes" wendet sich der „CrLke Slvvo" -mm den Adel und bclwuptet. daß dicker ani die E'-meuerung der Monarchie hinorbeite. An der Spitze der Aktion stehe bie „u n i o c a t h o 1 i c a", gckiibrt von Ferdinand Udenko L o b k o w i y auf Raudnitz. Ihr Programm sei die Verteidigung der katholischen O b e r h e r rs ch a s t im Lande iind der S ch n tz d e r H a b s b u v g e r. Im Palais Labkown; auf dnu Hradichm sollen m letzter Zeit öfter Versammlungen stntcgeiundeu haben. An der Velsaiwörung seien, hauptsächlich die Lobkowitz, ferner Beaufort. R o h a n, S y l v ü Taro u ca, N o st; tz. L a z a n s k v und andere hetckligt. Der Arck kämpfe für Kn'er Kack nnd werde >n se nen Drstrebiingen von verschiedenen K l ö st e r n u n t e r st ü tz t. D^r A/pr)V!"iomerun^ von Lemberg. Lemberg, 24. Mö'-z. Tel.-Ao.) Die A l,e en nn Wiederlierstellnng der von den Ukrainern 'ersrörten E ftiibalml.nie zwischen Grodek und Sadowa Wiftnia sind, schon so war vorgeschritten, daß m den nächsten Tagen die Wiederausn a b m e des Eisenbahnverkehres zu erwarten ist. Inzwischen cvtotai die A p p r o v i s r o n i e r u u g der Stadt ritit Zuhilsenahnre von 8 a st a u t o s. Polnische Anleihe. Warschau, 24. März. >Poln. Tel-Aa.) Der F'nanzin'nistrr fteß dem Landtage eine Regierungsvorlage bettesiend die Aufnahme einer ausländischen Anleihe im Betrage von fünf Milliarde« Franks znkomme« und verlangt deren dringliche Behandlung. Generelles Alkoholverbot in Amerika. New-Dork, 23. März. (Tel.'Komv.) Der Kongreß von Wgsh ngton. dem sich alle Staaten der Union bis auf zwei anschloffen, hat em Gesetz angenommen, wonach vom 16. Jänner 1920 an in ganz Amerika Alkybosweder produziert N y ch konsumiert we.den darf. We n und Brer dürfen weder hergestellt noch importiert werden. Dies hat zur Folge, daß mehr als 800.000 B e r k a n f s ft e l l e n u n d Detail- Magazine geschlossen werden. 236 Brennereien und 992 Brauereien, die insgesamt ein Kapital von 294 Millionen Dollar vn körpern, ihren Betrieb e l n st e l l e n müffcn. Dadurch werden mehr als zwei Millionen Anaest e l k t e solcher Unternehmen stellenlos. Dolschewikische Propaganda in England. Berlin» 24. März. Der ..Abend" meldet aus Basel: Den ..Ba'lcc Nachrichten" zufolge meldet die Turiner „Stampa" ans London, daß in e-nrgen britischen Häfen Teilstreiks der Hafenarbeiter anSgebrochen seien. In London seien zuverlässige englische und a m e r i k a n i s ch e T r u p p e n eingeiroffen, d'.e angeblich als Vorsichtsmaßregel herangezogev worden seien. In den Industrie- und Handclsvierteln seien Flugzctlel bolschewikrschen Inhalts vertcklt, worden, die m England heraestellt wurden. Die radikalen Arbeiter seien von den dolschew tischen Elementen aufgesordrrt worden, nach rnsfischem Mn'ter bei Unruhen plündernd vorzugehen. Der Aufstand in Aegypten. London, 23. Mürz. Das Reutersche Bureau meldet: Nach den bis Sonntag emgetroffenen Telegrammen aus Aegypten hat sich die Lage dort zwe.fellos gebessert. In Zagazig, wo es zu einigen Plünderungen griechischer Läden kam, wurde die Ordnung allmählich wieder bergrstellt. Die Fellachen kehren zu ihrer gewohnten Arbeit zurück. Im N i! d e l t a herrschen noch immer unruhige Verhältnisse. In Fahum^griffen Beduinen eine Abteilung britischer Trtippen an. Sw wurden aber rtnter'Verlusten zurückgeschlagen. Hamburg, 24. März. Wie das „Hamburger Fremdmblatt" aus Mailand erfährt, hat sich die nationalistische Bewegung in Aegypten werter über das ganze Land auöaedebnt. Der „Mcffaggero" teilt mit, daß außer in Kairo auch in Alexandrien Unruhen stattgesunden hätten. Man befürchtet, dap die Bewegung auch auf die italienische ProviMÄ Libyen übergreifen sonne. Beschlagnahme der Zuckerproduktion in Italien. Genf» 24. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") T)ie italienische Regierung hat die ganzen Znckervorräte beschlaguahipt, da die M o n o v o 1 i s i e r v n a der Z n ck e x p r.o-« b w f 11 e « bevorsteht. . i (h Mc V V

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