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Wiener Morgenzeitung · 1919-03-24 · Heft 65 (24.3.1919) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 65 (24.3.1919)
Date
1919-03-24
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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tiüiiJ!L4. vitarj . ^lr. v6 Die Borgiinge in Ungarn. Die gestrige SsziMstenKrmdgebrmg in Budapest. Brot für c.Le! — Gegen Lrumänleul . ..Budapest, 91. März. (Ungar. Te!.-Kori.Vur.) Di«maarich-.oriche soualrftuche Pu'.tci biclc. gestern uackunittags auf dem BarlamerrtOplatz ihre erste offen liche Bersammlrrng ab. Der ruette Play genügte kaum, um die in ungeheurer A n zähl erschienenen^ Proletarier^ zrr fassen. Die Arbeiterorganisationen 5?gen mit Fahnen in geschlossenen Reihen heran, Taseln mit Jnschrttteu wie „Hoch die Proletarierdiktatur!", ..Hoch das Sowretrrugarn!" wurden vorangetragcn. Bon dem Ballone des Justiz-- nnmsteriums und der Kurie, dcni Treppenaufgang zum Parlament :'.nd von Automobilen herab wurden Ansprachen an die Menge gerichtet. Es sprachen unter anderem Deslder B o kanyi, Bela Kuh n und der Präsident der Räterepublik Alexander Garbai. Dieser erklärte, nuter anderem: Dir Räterepublik gründet ihre Macht darauf, das; sie diese aus den Händen der Proletarier, nicht aber aus . den Händen von Königen oder .Klanen erhalten hat. Mit dem eisernen W i l l e n, den diese Kratt verleiht, wird nun an die Verwirklichung der großen Aufgabe geschritten werden. Am heutigen Tage wird die Macht nicht nur in der Hauptstadt, sondern im ganzen Lande von den P r o l e t a r i e r n ü b e r n o m m e n. Einheitsicher Wille, emhenliche Bestrebungen werden. den Proletariecstaat verwarlicherw Dazrl bedarf es ^aber der Eintracht der Proletarier. ' «■. Die Menge wünschte hierauf dm Volkskommissar für auswärtige Angelegenheiten Bela K n h n zu Horen. Dieser erNärte: Der heutige T a g i ft für die Einheit nicht nur des ungarischen „ Proletariers, sondern desProletar iäts d e r g a n z e n W e l t von g r a st e r B e d e u t u n g. Da.s Proletariat ist der Vorkämpfer der i n t e r n a t i o n a l e n E i n h e r t u n b e s ist stolz aufbiefe Aufgabe. An der Spitze d^e r Pro! eta r r e r w c l t s ch r e i t e t d e r r u s s i s ch e S o w : e t st a a t. Der nt ssische Ko mmunisten- ■1 o it o x t f; sendet s e i u e n Gruß an d i e Ungar i s ch e Räterepublik. Aus diesen Gruß a n t w o r t e n mir in i t b r ü d e r l r ch e n Gefühlen. - Wir befinden uns ain Beginn des Proletarierkanlpses der ganzen Welt. Schwere Tage stehen uns bevor. Unsere Ideale können wir nur verwirklichen, wenn das Proletariat jenen, tue sich gegenwärtig an der Macht besinden, die eifrigste Unterstützung zuieil iverdeu läßt. Wir versprechen» daß unter dev DiktaturGdes Proletariats jeder» der arbeitet» sein tägliches Brot bekommen wird. Dcm Proletariat steht eine freie glückliche Zukunft bevor. Kuhn schloß seine Rede mit einem Hock» auf die ungarische Sowietrepublik und auf die rmernaü.onale Proletarierdiktatur. Tesider Bokanyl richtete an die Menge die Bitte, der Regierung ein Jahr Zeit zu lasten rmd wahrend dieser Frist zu arbeiten. Dann werde man sebcn, daß die Regierung die Herrschaft des Proletariats befestigt habe. Am Schlüße der Versammlung teilte der rumänische Soldat Stephan B o j l a r Mit, daß die r ü m ü n i s ch e Rote G a r d e a u f d e m M a r f ch c N a ch R u nr ä n i e n s e i, um. die Bojarenherrschaft und den Novalisums mederzubrechen. Aus .der anderen Sette nähere .sich Genosse R a k o w s z k y, der seit zehn Jahren aus Rumänien ausgewlesen sei", mtt eurer Armee Rumänien. Die Menge zerstreute sich hierauf in vollster Ordnung. Die ungarische Proletarierarme. Vudavest, 23. März. (Meldung des Ungarischen Telegraphen-Korrespondenzbureau.) Das Volkskommissariat für Heerwesen richtet an die heim gekehrten ungarischen Proletarier-Krieg er des russischen Roten Heeres einen Aufruf, worin cs unter anderem heißt: Ihr habt, für die Befreiung des internationalen Proletariats mir beit Schneeft'lderii Sibiriens, in den Urwäldern des Urals und auf den Ebenen von Titrkestan geblutet. Im Proletarierheer des Sowjet-Ungarn ist in erster Reihe euer Platz. Kommt und meldet euch zum ersten internationalen Roten Regiment. Wir haben euch alle nötige Jeder heimgekebrte rote Soldat hat im neuen' Heer der Proletarier seinen Platz. (sutett Aufruf ähnlichen Inhalts, in russischer Sprache abgefaßt, ' >t das Volkskommissariat für Heerwesen an die in Ungarn befindlichen russischen Kriegsgefangenen gerichtet. Karolhl klagt die Friedenskonferenz an. Budapest» 23. März. (sing. Tcl.-Korr.-Bur.) Der gewesene Präsident K a r-o l y i verabschiedete sich heute nachmittags von den Mitgliedern des ehemalrgen Kr.', metts Berinkay. Karolyc erklärte: Alles was geschehen sei, sec eine Folge der unmittelbaren Logik der Ereignisse. Redner selbst könne in der uencn Situation nichts anderes tun als mit seiner ganzen Kraft die Führer des Volkes unterstützest. Ick werde arbetten, erklärte Karolyi, und als g e m einer Soldat dienen. Ich sche, daß Ungarn , nur wehr durch die Internationale gerettet werden kann. Es ist im Interesse Ungarns daß die weiße Revolution in der ganzen Welt zu Falle komme und die rote Revolution die kapi- 'tasistlsche und imperialistische Ordnung hinwegiege, deren B e r t r e t c r i n P a r : s gcwrllt sind, die unschuldigen Mi lliönen des ungarischen BolkesandenBettelstabznbringen. Die republikanische Gentry. Budapest, 23. Marz. (Tel. d. „Wr. Morgenztg.") Die Ruhe wurde bisher nicht gestört. Es fanden heute den Lanzen Tag über D e m o n st r a t i o n s n m z ü g e der Arbüttr und Handelskingestellten statt. Bor dem N a t i o n a l k a s i n o m der Äossuchgaste sammelte sich am Nachmittag nach einer Versarisinlimg beim Parlarnent eine riesige Menschenmenge an. Vom Balkon richteten einige A r i st o k r a t e n Reden an die Menge, in denen sie sich z u r sozialistischen N e p u b l r k bekannten. Einer der Redner erklärte, daß alle Aristokraten bereit seien, i y r e G ü t c r der Na t i o n z u r Verfügung Zuftell en. Man nahm dies m:t großem Enthusiasntus auf. Der Verkehr ui 11 ien erfolgt nur m'hr telegraphisch. Das Fernamt rst für Private geschloffen. Der Eisenbahnverkehr nach Wien srmklivniert ungestört. Die Züge laufen übev Komorn, das von dm rschech.schen Truppen bisher noch nicht besetzt worden rst. D:e Donaubrücke bei Preßbn rg ist mittags von den tschechischen T'.Nvven gesperrt worden. Es werden nur Aezte und Organe des öffentlichen Dienstes durchgclasten. Beschlagnahme der.Theater in Budapest. Budapest, 22.März. (sing.Tcl.-Korr.-Bur.) Ter regierende Rat der Völkskommissäre hat in sc.ncr heut.gen Sitzung f ü M i« l r ch e P r r v a t t h e a t e r, Kabaretts und Orpheen B rr d a p e st -3 i'r r Stfcntli ch c s Ei gent u rrr erklärt. Mit der Druck s.'chrung' drescr Maßnahine wurde der Bolkskompi stär )ift Unterricht betraut, welcher rn elfter Konferenz beit Direktoren rmd Eigentümerrr von diesem Beschlüsse Mrtteilnrrg machte. Die Mattrraldcpots und dre übrigen )!l,usrüstnrrgSgegenstände. dieser Theater wurden beschlagnahmt und werden-bewachst Es rurrrde dre Wc-ftrng gegeben, daß in beit Theatern S t ü a e r e v o l rr t r o n ä r e r n n d s o z i a l ist r s ch e r T-e.n d e n z aurgesührt we-den.sollen. In dm Akkpauftn rverden^S ch r r f t st e l l e r V o r t r ä g e revolutionären I n Halts halten. Dis gesamtö uniarlsche Presse begrüßt . . . Budapest, 23. Man. (sing. Tel.-Korr. Bur.! Die g es a m;c unüd r rs ch e P r es s e begrüßt, ohne Unterschlco der Partcinchrung> das neue Negrme. Demonstrationen der Kommunisten. Massenkundgebungen vor dem Rathaus. Gestern vörmittags hielten die Kommunisten in Swobodas Lokalitäten im Prater eine massenhaft besuchte Versammlung ab, die sich zu einer Synipathiekundgebung für die Vorgänge in Ungarn nnd zu einer Demonstration gegen die Entente gestaltete. Der Vorsitzende Forst besprach zunächst die Vorfälle in Budapest und verlas sodann folgendes Telegratnnt, das von den ungarischen Kommunisten an die Wiener Konnnuniflc« gelangt ist: . „Folget unserem Beispiel! Der Sieg tv'rd nicht ausbleiben! Gleiches solidarisches Vorgehen des dents? österreichischen Proletariats ist eine Lebensbcdingting unserer jungen Dittatur! Im Namen der ungarischen revolutionären Räteregieruna! Volkskommissär Kuhn.- Redner erklärte, dieser Appell solle nicht msgehört verhallen und es müsse vor allem die Forderung nach der Diktatur des Proletariats gestellt werden. Man müsse das System der Arbeiterräte schon beute derart ansbauen, daß diese sofort den Regierursgsapparat übernehmen können. Auch in Deutschösterreich müßten die Arbeiterräte im Sinne der kommunistischen Forderungen geschisien werden, damit sie in einigen Wochen, wenn an sie der Ruf ergeht, die Mgierung in die Hand nehmen können. (Beifall.) Frau Friedländer erörterte in längeren- Ausführungen das kommunistische Programm, kritisierte die Koalition der Christlichsozialen und der Sozialdemokraten in scharfer, abfälliger Weise und erklärte sodantt, sowie die Ungarn gegen die Nationalversammlung seien, müsse man sich auch hier gegen die Nätionalversammlung wenden. (Stürmischer Beifall.) Sie macht ans die rickuige Wahl der Arbeiter- und Soldotenräte aufmerksam und wendet sich gegen die sozialdemokratisch? Parteileitrmg, die nur die ihr genehmen Arbeiterräte durchsetzen wolle, nnd schließt: „Wir können nicht wisffn, was uns der morgige Tag bringt und wir wissen nicht, wann bei uns das Zeichen ertönt. Darum müssen wir gewappnet sein. Wir wollen nicht zerstören, die Kommunisten wollen kein Blut, keine Kämpfe, wie es in Deutschland war, wo die Schcidemäriner die Ursaclre des Brudermordes waren. Wir wollen für unsere Arl-eiterräle die fähigsten und besten Kräfte nehmen, damit sie dann die Regierung in Deulschösterreich ohne Nationalversammlung durchführen.". Zu der für drei" Uhr nachmittags angesetzten Demonstration vor dem Rathanie halten sich einige tausend kommunistischer Parteigänger eingesundcn. Arrßerdem strömten viele Neugierige, die das schöne Wetter ans die Ringstraße gelockt .batte, der Versammlung zu. io daß die Zab! der Teilnehmer etwa, zebntaufend Köpfe betrug» Tie Kommunisten waren bezirksweise und ick. geschlossenen. Zügen zu»! Versammlungsorte g< komm in. Voran trugen sie Taseln. nnd rote Fahnen mit den Attfschristen: ^Es lebe die Diktatur des- Proletariats iü Ungarn." -„.Heraus mit den verhafteten Kommitnipell/ „.Hoch die Weltrevvln.tion" re. Es wu den von verschiedenen Stellen des Platzes aus Reden gehalten. .Der KomniünistkN'ührer Tom an sührte aus, die Einsührung der Räterepublik in Ungarn sei ein siegreiches Zeichen der Welirevolution, die sich allübcrcrl! ausbreitul werde. Die Jmperiaiistsn auf der Pariser Friedenskonscrenz wollen über das Sck ick-a! von Millionen Proletarit'rn ent ci eiden/wollen die Welt, die berei'^mifgeterlt ist, neu austcilcn und sind selbst untereinander uneinig. Auf das Parlament zeigend/ sagte Redner: „In jene Schwatzbude müssen Arbeiter-, Bauern- und Soldalenrätc kommen nnd jene Leute ablö'en, die heute '".'»-t niä'ts anderes als Gesetze im Jnt-'r'-sse der Kapita- 1 icit machen. Wir rverderd in unseren Bestrebrrnlrensowobl vom ungarlschen als anck vom rn^sichen Proletariat nn!cl',tützt werden. Wir müssen den jetzigen gtinsti?- gen Zeitpunkt ansnützcn und^asie Miitel ergreifen, die uns zrrm Siege sübren. Wir protestieren nickt nur gegen den Imperialismus der Entente, sondern auch gegen die Willkttrherrschast, die nock immer bei Uns ausge'übt wird, wo man Kommunisten sckon, vier Wochen im Kerker schmückten - läßt. Wir verlangen deren soiortige Freilassiing. Wir protestieren auch gegen die Säbelherrschast eines, Noske und Scheidemann in Deutschland. Soldatenrat Dorsleitner aus Nürnberg überbrachte Gruße ans Bayern, Lnbic rvrach die vciünnt^ ans, daß in Berlin die Dinge bald eine solche Wendung nebmen ^werden wie in Ungarn. In ähnlichem Sinn« sprach Brod, Soldatenrat aus Fürth. Die Bersammlnug beschloß folgende Reso lnti on^ „Das Proletariat Wiens begrüßt srendig die Proletarier Ungarns, die. vom eigenerr Kapitasrsmris und von dender Entente bedroht, die Diktatur des Proletariats in de, Form einer Regierrmg der Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräte ansrichten. Es ist tief durchdritngen von der Ueberzeugung, daß dies der einzige Weg ist, der zur Befreiung der Arbeiterklasse führen kann, und daß der Feind des ungarischen Proletariats auch der ^eind des derltschösterreichischen, des Wellproletariats überhaupt ist. Iw' dem wir so den Kampf des ungarischen Proletariats würdigen, geloben wir, es in dieser schweren Zeit nicht im Stiche zu lassen, vielmehr alle Kräfte anzuspannen, um auch bei uns den Kapitalismus, den Feind der Völker- Versöhnung, niederzuringen. Zu diesem Zwecke verlangen wir die F r e t» lassunq aller verhafteten Kommunisten^, die Beseitigung der Nationalversammlung und der gegenwärtigen Regierungsform und ihre Ersetzung durch die Arbeiter- und Soldatenräte, deren höchste Aufgabe die Vernichtung des Kapitalismlis, die Aufrichtung der kommrmlstischcn Gesellschaft, die der Vereinigung mit dem internationalen, revolutionären Proletariat sein muß. Während der Versammlung wurden aus zwe! Aeroplcknen Propagandazettel abgeworfen. Die Ordnung wurde von der zahlreich aufgebotenerr Volkswehr aufrechterhalten. Cie beteiligte sich auch an dem Demonstrationszug, der sich nach Schluß der Kundge"ung vor dem Rathaus über den Ring zum Schwarzenbergplatz bewegte, wo noch kurze Ansprachen gehalten wurden. Enthaftung von Kommunisten. Ueber Requisition des Landesgerichtes in Graz hak die Polizeidirektion Wien Samstag früh bei einigen Kommunisten in Wien und . im Sekretariat der kommunistischen Partei Hausdurchsuchrrngen vorgenommen. Ueber das Ergebnis der' Durchsuchungen hat der Polizeipräsident dem Staatskanzler Dr. Rennerals Staatssekretär des Innern Bericht erstattet. Das Resultat der Durchsuchungen war ein derartiges, daß aus Grund des zwischen dem Staatskanzler und dem Staatssekretär für Justiz gepflogenen Einvernehmens auf telegraphischem Wege gestern, Sonntag früh die sofortige Enthaftung der in Graz verhafteten Kommunisten versügt wurde. Telegramme. Die Bolschewiken vor Proskurow. Budapest, 23. März. (Ung. Tel.-Korr.-Bn.r.) Aus Kiew wird gemeldet: Die rufft'che bolschewistische Armee hat an der E'senbahnliniePodwoloezchska —Odessa einen Sieg von autzerordentlicher Bedeutung errungen. Die bol'chewikis 5chen Truppen stehen vor Pros k n r o w. Damit ist eine der wichtigsten Linien, welche die Ententestreitkräste mit Mitteleuropa verbinden, unterbrochen. Keine Ausfahrt der deutschen Schiffe. Bremerhaven, 23. März. Eme am Vormittag stattgeflmdcne Versammlung der Seeleute aller Chargen beschloß, dre Lebtlismittcl'chrffe ohne Garantien nicht a u s f a hr e n zu lassem iltach der Versammlung veranstalteten die Tellnehrner vor dem Gebäude des^Norddeutschen Llovd eine Kundgebung gegen dre Ausfahrt der Schifte ohne Garantien. Franzosen und Serben raumen Ungarn. Szegedin, 23. Mürz. (Ung. Tel.-Korr.-Bur.) Die Franzosen haben aus Szcgedrn und dem ganzen besetzten Gebiet den R ü ck z u g rn südlicher Richtung angetreten. In Szegcdm haben »sranzösiscbe Truppen den Stadtkommandanten N e u b e r g e r nnd Sinett Teil des Mannedetachcments verhaftet, jedoch heilte anscheinend auf höheren Befehl wieder s^ e i g e l a r s e n. In SzegedlN gibt es kaum mehr einen französischen Soldaten. Auch in Arad .sollen sich die Franzo'en anschickcrr, die Stadt zu verlassen. Ble Serben haben mir der Näumling eines Teiles des besetzten Gebletes begonnen. Sperrung der slowakischen Grenze. Br-ßburg, 23. Mär-. (Tschccho-slowakrsches Preßbnreru., Ärjs Beseht des Obersten Kommandanten der tscbecho-slomakische:t Tkilppen . m der Slowakei wurde d-.e slowakische Grenze vom 22. d. Mi, 8 sihr abends, an st r e n g ft d.n S gesperrt, ebenso auch a l l e D o n a u b r U ck e n. Eine neue Volk zahlung in Tschechien. Prag, 23. März. Wie dre „Narodni Lrsiy" Mitteilt,' bereitet das statistische Amt e-ue neue Volkszählung tm Bercichv der tschecho-Iowakischcn Nevublik vor, dre diesmal für, Tschechen außerp rden l>cke Bed ciltimg haben werde. Für die nächste Zert sei eine mirudliche Enquete in Aussicht genommen, zu der Vertreter der Behörden sowohl wie der vtrschirdrnctt Bevölkerrrngs. Hafien und Persönlichkeiten aus wissenschaftlichen Krersen. werderi emgeladen werden. Die tschechischen Proletarier gegen einen neuen Krieg. Prag, 23. März» Unter den Aeußerungen der tscheckitchen^Press!:- zur politischen Umwälzung in Ungarn erscheint die Stellungnahme des sozialdemokratischrn „PrLvo Li du" bemerkenswert, daS an leitender Stelle unter der Uebrrschrift: „Wir wollen keinen neuen Krieg" unter anderem aussührt: - Wir mü'sen die Lage unter dem Gestchtswinkel der Isckechiichen Arl"-itcrschaft und der tschcchlscl en Repr-blik - enau prüfen. Dabei halten wir für notwendig, offen?,n sagen:. ES ist unmöglich damit zu rechnen, daß die tschechische Nepn''lik und das tschechische Volk in -einen Nkltklt Krim verwickelt werden^ sei es acacn ^Rußland, jci

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