Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 64 (23.3.1919)
- Date
- 1919-03-23
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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«Ke'6 Wien."Sonntag Wiener Morgenzettuug?rr 3. MLrz 19M s Nx. 64 ' X’ Tagesbericht. »Pogrome in der Bukowina." .Aus 'Czernowik nach Wien kommend, sinbe ich' in -p.ehrert.-rr Blättern, jüdischen und nichtjüdischen, Nachxitfncn über „Rumänische Pogrome in der Bukowina". ,LVic in Siebenbürgen und im Banat Hausen die Rumänen jcnt in Czernowitz rmd in den anderen Grädttm der Bukonnua unter den Juden." So läßt sich zunr Serspirl die „Jüdische Rundscharr" aus Prag. mcld?.ri: „Ein Pogronr löst den anderen ab." Dies' stand auch tut „Neuen Wiener Journal". Ich weiß nicht, wie die Rumänen irr Siebenbürgen und im Banat!bousen. nbcc nach rneiner Kenntnis der Vorgänge ich (Lzernoimh und den anderen Städten der . Bukowina ruuß ich alle Gerüchte über Pogrome in Siebenbürgen irn Banat glattweg als falsch bezeichnen. ..Die rmnänischen Soldaten haben Weisungen bekommen, die Bevölkerung rtid>t von Plünderungen abzuhalten. Der Bukowinarr Bevölkerung ist jede Möglichkeit genommen, vom Auslände Hilfe zu erbitten." Nicht ein Wort dieser Nceldung ist wahr. Wahr ist vielmehr, daß die rmnänischr Militärverwaltung die Prügelstrafe eingemhrt har und daß, wenn es, wie es gelegentlich vor-, lammen rann, einem rumänischen Bauern einfällteinem Juden aus .der Landstraße das > Pferd auszuspannen und es für sich zu behalten, dieser Bauer von dem Offizier, dem es gemeldet wird, erst veranlaßt wird,, «irren Finger zwischen Tür und Angel zu stecken und' daß darin die Tür soweit geschlossen wird, bis der Bauers emgestrht, dern Juderr das Pferd genommen zu haben, worauf der Jude das Pferd zurückbekommt und der Bauer „Fünfundzwanzig" erhält—ein Vorgang, über den Juden und Nichtjuden (mit Ausnahme vielleicht des? Leteikigten jüdischen Ftrhrmannes) in gleicher Weise empört sind, der aber mit einem Pogrom nichts' zu mn hat. Die rumänische Soldateska herrscht in der -Bukowina, und das ist natürlich schlimm ^g en.u g,. da die rumänische Soldateska sicherlich noch üm einige. Grade schlimmer ist als sonstige Soldateska. Und wenn es rrjrn vorkommt, daß irgend einem Unteroffizier ein ganzwrdnungsmäßiger Passierschein irgend eines Juden, nichts gefällt, weil dieser' es versäumt hat, ihm einen blauen oder braunen Lappender Geld vorstellt, beizügeben und der Unteroffizier diesem Juden „Fünfundztvanzig" ausgiebig erteilen läßt; oder wenn einer Jüdin, die Butter zum ortsüblichen, aber ganz unberechtigt teuren Preise verkauftem gleicher Weise mitgespielt wird (ein Vorgang, über den meist nur die Juden empört sind), dann wird daraus, bis die Erzählung nach Prag gelangt, ein Pogrom. Da verlangt aber die Billigtcit, auch zu berichten, daß ebenso gelegentlich ein Rumäne, Forstrat und Mitglied des rumänischen Nütionalrates, von einem Unteroffizier, dem er nicht zu Gesicht stand. „Fünfundzwanzig" erhielt, ein Vorgang,. dL< wieder die Rumänen nn höchsten Grade empörte, Dies die Wahrheit über die Pogrome in der Bukowina. Und' da die'Rumänen, vielleicht nicht aus Sympathie für die Juden, aber immerhin' aufrichtig' bemüht sind, Ordnung zu halten und ihnen dies auch gelingt (was zum Beispiel den Westukrainern in Ostgalizien bei allen Sympathien für die Juden n i ch t gelingt), so muß es natürlich provozierend wirken, wenn sie dann trotzdem von Pogromen in der Bukowina lesen. ' Immerhin ist aber zuzugeben, daß diese Pogrom-. Nachrichten doch irgendwie basiert sind. Als nämlich die ehemalige österreichisch-ungarische Monarchie im Nouente 1918 in Trümmer ging und mit einem Male alle staatliche Autorität, der Dorfgendarm mit ein- ^schkossLN, verschwand, da taten sich rumänische Bauern iim Süden der Bukowina Zusammen und delogierten ihre Mischen Dorfgenosseu, so daß diese in die benach- -barten Städtchen flüchten mußten, von wo sie bis heute nicht zurückgekehrt sind. Als jedoch diese Bewegung ähren konfessionellen Charakter verlor und einen „sozialen" (wenn man so sagen kann) zu bekommen bekam, marschierten die rumänischen Truppen ein, um gegen diese bylschewikischen Bestrebungen vorzugehen. Und.ln der Erkenntnis, daß der Mensch, wenn er einmal verlernt hat zwischen „mein" und „dein" zu unterscheiden, auch den viel subtileren Unterschied zwischen jüdischen -und. christlichem „dein" nicht mehr 51t machen vermag, (mbcn diese Trrlppeu die Ordnung hergestellt und sie auch aufrecht gehalten. ,... Soviel als tatsächliche Berichtigung Pogrome linden in der Bukowina nicht statt. Dies ist aber auch alles. Markus Reiner. Erster und Er- Mischer Iugendfürsorgeziehungstag. Uuirr beut Vorsitze des Herrn Arnold Lemberger fand «als deffm Stellvertreter die Herrm Oberrabbiner Prof. Dr. ChajeS, (Arnold Lemberger, Ltaltuspräsident Dr. Ernst Moser (Mödling), Medizinalrat nnd Knltusvorsieber Dr. Scrmmly. Isidor WaM pmd Frau GiselaZitrier-Zwieback bestimmt. Als Schrifttührer Kverdeu fungieren die Herren Tr. Siegfried Bernseld, Dr. Rudolf ' Tchorstein, Kultnspräsidmt Moses Stößl (.Aagenstnt). Orts- 5chulrat Moriz Ungar und Frau Zäzilie Franll. Die Bttjhanddmgm weiden von 9 bis 1 Uhr und von 3 bis 6 Uhr HkfHrt werden. * ® Israelitische Kultusgemeinde Wien. Die öffentliche Plenarsitzung des Kulwsvorstandes findet Mittwoch dm lSS. März ISIS, 5 Uhr nachmittags,!„ Seitenftettmgaffe 4, pl. Stoch statt. Tagesordnung: Aenderung der Wahlordrmoa, des ... * PolrzeioberLezirksarzt Dr. Max Pollak ge starben. Einer der beliebtesten und meiftverdienten Amtsärzte, der .Polizeioberbezirksarzt für den 8. Bezirk, Dr. Max Polka k, isi gestern nachmittags um ä Uhr im Alter von 57 Jahren ge'' storben. Dr. Pollar war stets hilfsbereit und warmherzig gegenüber Kranken und Notleidenden, aufopfernd bis zur Selbstentäußerung. Ec war langjähriger Assistent des Professors Mrazek gewesen und hat den bekannten Dermatologen auch in seiner PrivatpraxiS vertreten. Der Verstorbene gehörte seit dem Jahre 1893 dem polizeiärztlichen Dienste an. * In der beliebten Schule Gntsch,!l.» Leopoldsgasie 26, beginnen in dieser Woche neue Kurse und Einzelunterrichte f ü r al l e Bureau- und H a u d e l s s ä ch e r, bei welchenRücksicht auf die Bedürfnisse der Zeit und die kommenden Ansgaben des Handels gerwmmm wird. Borträge und Versammlungen.; , Die jüdischen, Advokaten und Advokaturskandidaten ' aus Galizien kommen am Montag den 21. d. M. um 3 Uhr nachmittags im C a f 6 Adl 0 n, I. Bezirk, Rothgasse, zusamnlen. Berichterstattung des Komitees. Kommunales. Neue scharfe Sparmaßnahmen für Gas. Beschränkungen in den Haushaltungen. — Die Sperrstunde in den Gasthäusern um 8 Ahr abends. Es ist, als ob wir das Eiend ,md die Not bis zur Neige auskosten sollen. Abermals wird uns eine Beschränkung auferlegt, dir außerordentlich schwer wirkt. B 0 m 2 6. März a n gefangen treten neue, äußerst s ch a r f e S p a r m aßnah m t n fit r Gas inKraf t, deren Folgen im öffentlichen Leben, noch wehr aber in den pnvaten Haushaltungen fühlbar sein werden. Der Betriebder Gaswerke steht unmittelbar vor der Gefahr der gänzlichen .Einstellung,' weil die Kohlenzufuhren andauernd schlecht sind. Der Stabtrat ist deshalb gestern zu einer außerordentlich e n Sitzung 'zusammengetreten, welcher Oberbrrgrat Dr. Kloß vom Staatsamt für öffentliche Arbeiten und die Direktoren der städtischen Gas- und Elektrizitätswerke Menzel und K a r e l beiwohnten. Direktor Menzel gab eine erschöpfende Darstellung, wonach die Kohlenversörgmig des Werkes, die in der Zeit vom 10. März dis heute nicht einmal die Hälfte d es T a g e s v e r b r a u ch e s beträgt. Für die allernächste Zeit sei eine B eff e r u n g a u sg e s ch'l 0 s s r n.' Direktor K a r e l hob hervor, daß die Lage des Elektrizitätswerkes sichwohl augenblicklich etwas gebeffert habe, ein Abbau der Sparmaßnahmen aber nicht stattfinden könne. Nach einer sehr lebhafte mehrstündigen Debatte, in der verschiedene Anregungen und Anträge gestellt wurden,'welche in den endgültigen Beschlüssen Berücksichtigung fanden, wurden folgende B es chl üsie gefaßt: l« Der Stadträt erklärt, im Hinblick auf die katastrophale Lage k e i n e E i n w e n d u n g erheben zu können, wenn vom Staatsamt für öffentliche Arbeiten folgende Sparmaßnahmen im Verordmmgswege festgesetzt werden. Vom 26. März 1919 an ist die Verwendung von Gas nur gestattet: 1. Den Krankenanstalten. 2. Den Kriegs-Gemeinschastsnnd Volksküchen. 3. Den Selchern und Bäckern zur Erzeugung von NahrunB" Mitteln in den Arbeitsräumen sowie den G a st w i r t e n kür ihre Detriebsraiimc. (Bei letzteren mit der Einschränkung bis 8 Uhr abends^ 4. Den Aerzten in ihren Ordinationsräinnen und den Apothekern in ihren Verkaufs-und ArbrNsräumen. 5. Den Druckereibetriebe». 6. Jenen Haushalttmgen, die keinen Herd für feste Brennstoffe besitzen, im Ausmaße von höchstens 2 Lkubikmetern täglich. 7. Für PclWchtung der Stiegenhauser. II. Die Sperrstunde für Gasthänscr wird einheitlich m i t 8 Uhr festgesetzt. HI. Die I u t er a l l i e r t e Kommission wird dringendst ersucht, mi "aller Energie ’ dahin zu wirken, daß die Wiener städtischen Gas- und Elektrizitätswerke sowie' auch /die Haushaltungen sofort' mit den rin Dezember n. I. von der tschechoslowakischen Regierung zugesagten Mengen versorgt werden. IV. Die interämierte Kommission wird weiters dringend ersucht, alle Maßnahmen zu treffen, welche die Schaffung eines entsprechenden K o h l e n v 0 r r a t e s slir den WlMer 1919/20 sicherstellen. V. Das Gememderats-Präsidmm wird ersucht, diese Befchlüffe persönlich den m Wien weilenden Mitgliedern der Jnterallnerten-Kommission zu überreichen. Es wurde ferner noch ein Antrag deS Stadtrates Doktor Kienböck auf. Einstellung der öffentlich e n G a § b e l^e u ch t u n g an jenen Orten» wo zur Beleuchtung auch elektrischer Strom verwendet wird, und ein Antrag des Vizebürgermeisters H v ß auf Forderung nach Einführung der S 0 m.m e r 3 c 11 a b 1. April angenommen. « . Nach Eintreffm der Antwort der Jnterallnerten-Kommission wird, wir wir erfahren, eine außerordentliche Sitznng des Gemeiuderates einbernfen werden. Letzte Nachrichten. Anerkennung -er Kriegsanleihen in Tschechien. Prag» 22. März. Im heutigen A m t s b l a t t wird nüter dem Titel „Günstige Unterbringung der Kriegsanleihen" eine Mitteilung veröffentlicht, daß Beiträge für die Waism nach gefallenen tschechischen Soldaten, besonders Legionären, auch in K r i e g s a rr l e i h e n angenommen' werden. Man erwartet, daß bei dem schließlichen Ausgleich mit dem ö st e r r e i ch i s ch e n S t a a t i n e r st e r R e i h e j e n e K r i vg s a nl eih. ett: werden . berücksicht i g t w erde n, die E i g e n tu m v 0 n WohlfahrtSiusti tuten find. Die Armee tzallev kommt nach Polen? Paris, 22. März. (Havas.) Eine amtliche Mitteilung besagt: Der Oberste Kriegsrät versammelte sich am Freilag nachmittags von 3 bis 6 Uhr. Ec prüfte diepolnischeFrage und die Frage der Uebcrfühnmg der Truppen des Generals Haller nach Polen. Die nächste Sitzung findet Montag, 11 Uhr vormittags» statt. Kommnnrsierung der Genoffenschastszentrale „Hangha" in Budapest. Budapest, 22. März. (Ung. Tel.-Korr.-Bnr.) Die Beamten der Genoffenschaftszentrale „Hangya", welche mehr als 8V0V Filialen in der Provinz besitzt, haben heute die „Hangva"-Genoffenschast kam m n n r s i e r t. Dce Geschäftslntuny «henümmt ein zwet Hauptplatze auf Vertreter Forderungen der Linzer Bolkstvehr. Linz, 22. März. Hertly voMittägs um Ä Uhr "nrärschieW!' bewaffnete Kompanien der Linzer V 0 l k S w e h r äyt und nahmen vor deck' Räthanfe Aufstellung, , des Ar b e rte r-. n/n d Soldat e'O-i rate p begaben sich zmtt P ür ger m e rst e r und überreichte»!' ihm rrn Memorandum, in dem zehn Mckkte gefordert werden,'' unter anderem der Preisahba'n aller Bedarfsartikel.'eine beffeke!' Versorgung der städtischen Bevölkerung mit. Lebensmitteln, be-/ ' sonders mtt Milch, sowie die eheste Dmchfübrung der Boden», refornl, ferner eme Herabsetzung der Holzvreise.. Weiters protestierte! .! dre Volkswehr gegen das schroffe Benehmen ' einzelner/ Gemelndebeamten, insbesondere im Lebeusmittelamte, den Parteien gegenüber. Die Abordnung sprach, das Begehren aus, daß von der städtlschen Polizei den Unternehmungen der Kommunisten Linz, besonders in Hinsicht der Abhältung von Versammlungen in geschloffenen Räumen, nicht wie bisher hinderlich in den Weg. getreten werde. Schließlich wurde vom Bürgermeister die Ä ms- ' w e r s u n g der von Steyr nachLinz'verlegtenGendarme^M/ verlangt. > r Bürgermeister Sadl e d er antwortete auf fast alle-! Punkte in -befriedigender Weise und versprach Abhilfe. - * " i Die Abordnung erklärte, daß die Kommunisten friedlich'- sinnt seren. - Nach Entgegennahme der Erklärungen des Bürgermeisters begab sich die Deputation zu ihren vor dem Mathaus in^ Rech und Glied, aufgestellten Kameraden,' die hierauf unter Besäht ihrer Offiziere völlig g e 0 r-.d n e t abmarschierte«. ' Linz «nd Urfahr vereinigt. Linz, 32. Marz./Die Gemeindevertretungen der Stichst Lchj/ ' rmd Erfahr haben gestern die Vereinigung der beiden Gemeinde», s M denen noch einige Dörfer der nächsten Umgebung .kvm««,s beschtoffen. Eingesendet. vor jückiseb-o TuniMrvin Hxolästsät „Mak^fei II“ gibt kannt, dass sein am 24. Mär* projektiertes . _ __ einem in der letzten Stunde erfolgten Polizei verböte zufolge erst aun I. April im Hotel Continental^ siattfindet. Die. . gelösten Karten behalten die Gültigkeit. i . ' Die Ernährung. Der Marktbericht. Da die Nachfrage am Samstag''erfahruuMemäß o»-- stacksten ist, so besteht das Bestreben, für diesen Tag möglichst große Mengen an Lebensmitteln' auf die Markts zu werfen. Leiderlist es nicht einmal an diesem Tage, also einmal m der Woche, möglich, auch nur annähernd die Mengen von Lebensrnitteln für die Markte bereit zu stellen, die deni tatsächlichen Bedarfs entsprechen würden. - - : ' - In der Großmarkchalle kamen zwar gestern »M 11,009 Kilogramm gepöckeltem amerikanischen Schwnnefleisch auch 3000.Kilogramm kroatisches Selchsteisch zu.K 36.— das Krlö-; gramrn..rmd 1610 Kilogramm Würste zur Abgabe. Zur Erwerduug dieser Vorräte hatten sich - aber bereits um 7 Uhr früh mehr als 12.000'Personen emgefunden. Begreisticherweise ivaren die Dorrate der Großmarkthalle unter ununterbrochenem Zuzug der Käufer, bald vergriffen. Unerklärlicherweise wurde das Selchsteisch' markenfrei abgegeben, so daß -es einigen besonders Geschickten gelang, sich mehrmals, mit Erfolg anzustellen, ,während natürlich,^ i eine große Menge von Käufern gar nichts erhalten konnte.' H?üte Sonntag bleiben sämtliche Abteilungen d^r Groß-: Markthalle geschlossen. ' Aus einzelnen Bezirksmärkten wurden auch- Ganse fcilge-. halten/' die stürmisch begehrt wurden, obwohl es sich nicht'um vollkoinnten einwandfreie Ware handelte. . , Die Beschickung der Grimwareumärkte waf' «ur^ etwas > beffer. Spinat ist noch immer äußerst selten Mid schwer $1 haben, j An Gärtnertv-re kam sonst nur Häuptelsalat und ^udivrensakat. ' das Stück aus wenigen losen Blättern bestehend, zu K 1.10! Mid' Radieschen zu 18 Hellern das Stück! auf die Märkte. ,!, ■ Italienische Orangen zu K 1.30 für das Stück gab «S auf' fast allen Märkten. Sie fanden mit Rücksicht auf die schreckliche Lebensmittelknappheit, ungeachtet des horrenden Preises, reißenden' Absatz. . _ Der Zucker wird wieder teuerer. Wie amtlich mitgeteilt wird, sott der .: Preis des aus Tschechien kommenden Zuckers um K 1.91 für Rohzucker mtd K'1'96für Weiß zu at r erhöht iverden. Weißzucker wird sich' also' in Wien mif I< 5 pro Kilogramm stellen. Die Höchstpreise' für Dörrobst und Powidel werden aufgehoben. ' Die Gvoßmarstthalle heute geschlossen. Wegen gänz«< lichen Mangels an Fleisch aller Art, Geflügel, Wildbret, Fischen,l Wursttvaren usw. bleibt die Großmarkthalle heute gesperrt. j / Verstärkung des Kriegswucherdienstes in 2vien. Vom Staatsamt für Volksernährung wird verlauchgrt: Itm ein; einheitliches Vorgehen der staatlichen Kriegswucherbekämpsung mit/ , der Volkswehr gegen den Lebensmittelwücher, den Schleichhandel' und dreiPreistreiber zu erwirken und Bürgschaften für eine gleich-; ' mäßige Verteilung der Vorräte zu schaffen, wurdein meyrtteui'- Sitzuiigen im Staatsamt für Volksernährung im Eiuveniehmen^ nrit beit Soldaten raten und allen beteiligtm Behörden folgnidei Vereinbarung^, getroffen : Jeder der fünf KceisaiUchüffe der. für enr errtsprechendes Zusammenwirken der staatlichen KriegswucherbDämpfung inst der Volkswehr zu sorgen. Insbesondere!^. wird diese Korrrmission die beim Kriegswucheramt und bei'der./ . Bvlkswehr aus' dem Publikum emläufenden 'Anzeigen prüfm- / und sichten und die un Emzelfäll nutwendigeu Maßnahmen! - treffen. : ' " j Pie Schweizer LiebesgabeuverteUung« Da bertz dieser Verteilung durch die-Franenarbeitskomitees irr den einzelneu-; Bezirken sich vielfach mehr Personen gemeldet haben, alErebeZn . gaben zugewiesen werden konnten und der erste Schweizer Zügvorl! einzelnen Waren, wie beispielsweise Kondensmilch aber nicht ge-'- nügende Mengen enthielt, daher nicht alle Haushalte mit Kmderu im Altev von 2 bis 6 Jahren,, die diesmal, allein in Betracht kommerr, beteilt werden konnten, werden diese H a u s'h a l.t e,.. e i« g e l a d e n, sich beim F r a u e n a r b e i t s-'' ko mitee ihres Wohnbezirkes im Laufe der nächsten Tage ' 3 u melden und den allen amtlichen grünen, blauen oder > . gelben ßinkauffchein Md die blaue Milchkatte für Kinder vou 2 bis 6 Jahren vorzuweisen..Für alle Haushalte, die noch ..den/ '/ Abschnitt 65 des alten Mmdestbemittelleneinkaufsschemes und den ' Abschnitt römisch l der blauen Kindermilchkürle besitzen, werden ' - die Schm e i ze r Li ebesgabenzurBerteil ung au diese Haushalte dm Frcmmarbeüskomitees n a ch s e {x c f e t t. ijKÖÖÜ. ^.- V . - - ...l,7 ■ ■ V.7: