Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 64 (23.3.1919)
- Date
- 1919-03-23
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Hvtuuag Wisuer Mioirgenzeituns LS. März ivis Nr. 64 Euteigneter Grotzgrundbesitz I« Tschechien. Prag, 22. März. Der „Benkov" teiötfentltcbt eine lieber* ftÄt über den berertsinstaatliche Verwaltung übernommene« G r v sr g r n n d b e s i tz. Darin sind sollende Herr-tfiafien anaesr'chrt: Ffliö-Balok in der Slowakei (Kobürg-Gotha), (?> r. - Seekci w i tz nt Mähren (Fnedrrch von Hab3dura>. die Garer in 5? t e u b e n t b a l, ■§, n b e r t § f t r_ ch, K arlZ b tuntt, Ludwlgstha 1, Stettin., Sr a b in, O v v a h » s, S ttt o H a ui S n ch o l a i c H adr « ne k. T r o tz p a n, V u s s u und O b e 11 n n <\ e n b o r f (Deutscher Ritterorden), ferner bte Herrschaften I o h a n n e s b e r g, F r i e d b e r g, Frei* waldau und Z u ck e r m a n r e l (Bistum B r e 3* l a und schließlich das Gut Odergostitz der Stadt Patschkau tu Preußisch-Schlesien. Freigabe Lss Handels mit Friihksrtoffelrr in Tschechien. Prag, 22. März. Wie die Plätter melden, hat der Der" pslcgsmiruster den Handel mit Frühkartoffeln f iirjuiicr f r c t ß c o e b c n. Das Ministerium behält sich bloß das Anspruchsrecht auf einen Teil der Ernte vor. der im Falle unbedingter Notwendigkeit. zugunste>dmiger Verbrauchsgenossenschchlen beschlagnahmt würde. Prag» 22. Mätz. Das tsch echo-slowakische Entähntngsmlnister-rmt hat tm Prinzip beschlossen, das! vom 1. April ab der Handel mit B u t k e r, F e t t, M i! ch, E i e r n u n d O b st freigegeben werde. Abbruch der dwLomatischerr Bez-ehrmgen zwischen Ilalisrr und Serbien. LuZano, 22. März. (Tel. der „Wr. Morgcn-Ig.") Nach eater abends ans "Korn euutetiofmten Atelduug bat der serbische Gesandte Rom verlallen, nachdem gestern der italienische Gesandte aus Belgrad adgere'.st ist. Tis LenLschs Kriegsentschädigung. London, 22. März. (Tel. Komp.) Reuter meldet aus PanZ : Die Frage des S ch a d e n e r s a tz e s und der Feststellung der deutschen Grenzen bildet ernen Hauptteil der Konftrenzberamngen. Die Kommission der Fmanzsachv-rftändigen hat sämtliche Forderungen der Ententeländer aus 6000 Millionen Pfund Sterling festgesrellr. Wenn die Zahlung auf 40 Jahre ausgedehnt wird, fo winde sich mit den Zinsen zusammen ent Betrag von 16.000 Mtllroneu Pfund Sterling ergeben. Dte amerikantschen Sachverständigen sind aber zu dem Schluß gekommen, daß die verfügbaren Hilfsquellen Deutschlands tm In- und Auslände höchstens 2400 Millionen Pfund Sterling betragen. In diese Ausstellung ist bereits der Wert des Saartales inbegriffen. Sollte der amerikanische Standpunkt von der Konferenz genehmigt werden, so würde also ein Maximum von 2400 Millionen Piund Sterling zu erzielen sein. Davou solle sofort 1600 MKonen Purnd Sterling in Gold und Naturalien bezahlt werden. Zur Deckung der übrigen 600 Millionen soll der deutsche Handel für zwölf Jahre herangezogen werden. Außerdem soll Deutschland noch lOOMrllloneu Pfund für Schadenersatz an Private zahlen. Masse nf als Hungen von Banknoten. Krakau, 22. März. Kiel, der „Wr. Morgenttg.") Die hiesigen Bolizeiorgane sind einer weitverzweigten Fälscherbaude aus die Spur gekommen, die österrerchtsche Banknoten h e r ft e 1111. Die Falichmimzer hatten thron Sttz in K i e! c e und außerdem viele Filialen in Kongreßvolen und Galizien. Die Krakauer Polizeiorga.ne konfiszierten bis jetzt gefälschte Banknoten im Betrage von 1'/, Millionen Kronen und verhafteten ewige Mitglieder der Fäficherbande. Besonders wurden die von der Oesterrelchisch-imganschen Bank tn den letzten Krregsmonaleu verausgabten 200 Kronen-Banknoten gefälscht. „IAdemteine" polnische Mittelschule». Krakau, 2t. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Seit ungefähr sechs Wochen sind die jüdischenSchüler m Vrzcmysl, von der sechsten Klasse angesangen, in beiden poluischcn Gymnasien von jedem öffentlichen Unterricht ausgeschlossen. Dte christlichen Schüler erklärten, daß sie mit thron jüdischen Kollegen gemeinsam ferne Schule besuchen wollen, werl diese nicht fürs Vaterland kämpien wollen. Die Heiden Direktoren erklärten sich machtlos und lösten die betreffenden Klaffen auf. Darauf beschloffen die chrichstllchen Lehrer, für die christlichen Schüler Privatkurse zu errichten; diese finden nun in denselben Räumen und zur selben Zeit statt wie früher der reguläre Unterricht und werden von denselben Lehrkräften geleitet. Durch diese Finte sind die jüdischen Schiller aus den polnischen Obergymnasien tatsächlich ausgeschlossen. BtSher sind alle Interventionen in Warschau fruchtlos geblieben. Eine Plenarsitzung der Gesellschaften vom Roten Kreuz. Paris, 22. März. (Funkspruch.) Es wird eine Plknarkonseretiz sämtlicher Gesellschaften vom Roten Kreuz vorbereitet, welche 30 Tage nach der Unterzeichnmig des Friedens in Gens tagen soll. P äsident Wilson, Clemenceau, Lloyd George, Orlando, Baron Sonnrno und andere Vertreter der wichtigsten Regierungen haben diese ZtlUmmmkunft offiziell gutgeheißen. Die Versammlung hat sich dte Errichtung eines Bureaus für Hygiene und öffentliche Gesundheit zur Ausgabe gestellt, welches die Bekämpfung von epidemischen Krankheiten, der Tuberkulose und der venerischen Krantheiten sowie weiters die Gründung von Wohlsahrtanstaltrn süc Kinder zum Zweck haben soll. Die englischen Arbeiter werden vertröstet. London, 22. März. (Funk'pr. des Korr.-Bur.) Der Korrespondent der „Associated Preß" meldet: In enter gestern nachts abgehaltenen Konferenz der Tripelallianz, in der die Lage der Bergleute. Etsenbahnbediensteten und Transportarbeiter besprochen wurde, ist eine Resolution gefaßt worden, in der den Arbeitern empfohlen wurde, die Arbeit s o r t z n s e tz e n, um weitere Verhandlungen mit der Regierung zu ermöglichen. Der AnZstcmd dürste infolgedessen bis Mittwoch hinausgeschoben werden. Sechs Millionen für dis Beschädigte» in Berlin.! Berlin, 22. Marz. Der Berliner Magistrat hat gestern beschlossen, aus einem mit sechs Millionen Mark auszustellenden Hilfsfonds Berliner Emwvhnern, dre bei den Unruhen der letzten Monate ohne eigenes Verschulden durch Verletzung ihrer eigenen Perton oder eines Uuterhqlwfltchttgen oder durch Beschädigung ihres Eigentums m wirtschaftliche Schwierigketten geraten sind, Darlehen zu geringem Zinsfuß Mid in Füllen besonderer Not auch U n 1 e r st ü tz u n g c n zu gewahren. in allen Br?I»>agrn. Nevaratiiren unter Kar»ntie. ffavbüchihrr sür «Ile Sy'ievir, erstklassiges Material. Leop. Kurzer, Wien, W„ WMahnsiraße 23. Telephon 31537. 863 Ungarn — AäterepMik. Die PrsMEKtisn dsr WäterePuMK. Budapest, 22. März. Das Ungarisch« Tclographou- Korrespond-enzbureau meldet: Die ungarländische Svzialistenpartei und der revolutionäre Negierungsrat veröffentlichen im „Nepszava" folgenden Ausruf: An alle! Das Proletariat Ungarns hat mit dem heutigen Tage jede Macht in seine eigene Handgenommen. Der vollständige Zusammenbruch der bürgerlichen Welt und die Bankerotterklärung des Koalitionsregimes zwingen die. Arbeiterschaft und die Bauernschaft Ungarns zu diesem entscheiden-eu Schritt. Die kapitalistische Produktion ist zusammengebrochen. Die Arbeiterschaft ist nicht getleigt, ihr Haupt auch fernerhin unter das Joch der Großkapitalisten und Großgrundbesitzer zu beugen. Das Land kann vott der Anarchie des Zusammenbruches nur durch Schaffung des Sozialismus und Kommunismus errettet werden. Zur selben Zeit steht die ungarische Revolution auch außenpolitisch vor der vollen Katastrophe. Die Pariser Friedenskonferenz hat dahin entschieden, daß nahezu das ganze Gebiet Ungarns militärisch besetzt werden soll. Sie erachtet die Linien der Besetzung als endgültige politische Grenze und macht hierdurch die Approvisionierung und Kohlenversorgung des revolutionären Ungarn vollends unmöglich. In dieser Lage blieb der ungarischen Negierung zu ihrer eigenen Errettung als einziges Mittel die D i k t a t u r d e s P r o l e t a r t a t s, die Herrschaft der Arbeiter und der Armen des Ar'e baües. Die entscheidende Grundl e'ingUng der Diktatur des Proletariats ist die vollkommene Einheit des Proletariats. Eben deshalb haben die ungarländischen Sozialdemokraten und die ungarländische Partei der Kommunisten ans Geheiß der geschichtlichen Notwendigkeit ihre vollkommene Bereinigung ausgesprochen. An Stelle dieser Parteien wird hinfort die „Ungarländische Sozialistenvartei" 'eben arbeitenden Mann und jede arbeitende Frau ie Landes in sich ausnehnten. Die Negierungsgemalt übernimmt im Aufträge dieser Partei ein revolutionärer'Negierungsrat. Pflicht dieses Ra!es wird die Ausgestaltung der Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräbe sein. Die Macht der Gesetzgebung, der Exekutive und die Richtergewalt werden von der Diktatur der Arbeiter-, Bauern- und Svldatenräte ausgeübt. Ungarn konstituiert sich zu einer Räterepublik. Der revolutionäre Negierungsrat beginnt unverzüglich eine ganze Reibe der großen Arbeiten zur Vorbereitung und Verwirklichung des Sozialismus und Kommunismus. Er statuiert die Sozialisierung der Großgrundbesitze, der Bergwerke, der Großbetriebe, der Banken und der Derkehrsunternehmungen. Die Bo' e tresorm führt er nicht durch eine Bodenauftcitung, die Rumpsgruud. besitze schasst, sondern im Wege von sozialistischen Produktionsgenossenschaften durch. Die Preistreiber, die Lebensmittelwucherer, die spekulativen Nutznießer des Hungers und der Kleiderlosigkeit der Massen verfolgt er mit unnachsichtlicher Schonungslosigkeit. Er fordert eiserne Disziplin. Er ahndet mit Todesstrafe die Banditen der Gegenrevolution und die Briganten der Plünderung. Er organisiert eine mächtige Proletarierarmee, die die Diktatur der Arbeiterschaft und der Bauernschaft gegenüber dem ungarischen Kapitalisten und dem ungarischen Großgrundbesitzer ebenso zur Geltung bringt, wie gegenüber dem rumänischen Bojaren und dem tschechischen Bourgeois. Cr erklärt seine, volle ideelle und seelische Solidarität mit der russischen Sowietregierung und bietet den Proletariern Rußlands ein Wassenbündnis an. Er entbietet der Arbeiterschaft Englands, Frankreichs, Italiens und Amerikas seinen Gruß. Zugleich fordert er sie ans, keinen Augenblick weiter mehr den verruchten Feldzug, ihrer kapitalistischen Negierunsen gegen die ungarische Räterepublik zu dulden» Er fordert die Arbeiter und Ackerbanireibenden Böhmens, Rumäniens und Serbiens sowie Kroatiens zu einem bewaffneten Bündnis gegen die Bojaren, die Großgrundbesißer und. die Dynastie ans. Er fordert die Arbeiter Deutschösterreichs und des Deutschen Reiches aus, dem Beispiele der ungarlänbischen Arbeiterschast zu folgen, mit Paris endgültig zu brechen und sich mit Moskau zu verbinden, die Räterepublik zu konstituieren und mit den Massen in der Hand den imperialistischen Eroberern Trotz zu hie en. Die ungarländische Sozialistenpärtei und der revolutionäre Regierungsrat sind sich dessen bewußt, mit wie vielen Schwierigkei en und Opfern die Arbeiterschaft zu kämpfen haben wird, wenn sie diessn mutigen und großartigen Weg beschreitet. Wir müffgn aber den Krieg führen, zur Befreiung unserer LebenSntittel und unserer Bergwerke. Wir müssen den Kantps aussechten für die Freiheit unserer Proletarier und für die Freiheit unserer eigen.en E,ristenz. Entbehrungen, Elend und LLiden harren unser auf diesem Wege. Trotzdem" müssen wir ihn lwschrLiten und trotzdem wa^.en wiN ihn zu beschreiten, denn wir vertrauen dem Helden^ mut und der Opserwilligkeit düs ungarischen Proltztj^ riats. Wir müssen ihn gehen, denn nur so könrten Wirt der welterlösenden Sache, dem Sozialismus, zum SieM verhelfen. . ' - *■ ' ,) Wir fordern jeden Arbeiter und jeden Ackerbautreibenden aus, zu arbeiten und zu prodmziM ren oder in die Proletarierarmes einzüyrs treten und im Schweiße seittes Angesichts oder mit dem Blute seines Herzens für den Triumph dev Jdsps Opfer zu bringen. " ' ■ "■ Was unser auch harren möge die Sache de? Sozialismus mutz siegen; Hoch die Proletarierdiktatur!- Hoch die ungarische Räterepublik; Die ungarländische Sozialisttnpartei. / V';j Der revolutionäre Negievungsrat. - Präsident Garhsis Rede. , A Gegen den Gntents-Jmperialismus. Budapest, 22. März. (Ung. Tel.-Korv.-Bur.) In dep vortzestrigen Sitzung des Arbeiterrates hielt Alexander G a r b a i eine längere Rede, in der er unter anderem sagte: „Wir, die wir den Krieg erlebt und die Entente.- beobachtet haben, hatten uns dem Glmtben.hingegeben, daßhie Entente die Demokratie ernst nehme und sie ernsthaft anstrebe. Selbstverständlich sittb die S n t e ü t e « I m p e r i alisten und das Proletariat der Ententeländer immer st r e n g v o n e i n ander z u s ch e i d e u. Der Eiitente-Jmperialismus hatte das Selbstbestimmungsrecht Hers Demokratie und der Völker auf seine Fahne geschrieben, aber; jetzt, da er in der Lage wäre, dieses Prinzip zu vertyirk< lichen, gehteranders vyr. Ans dem SelbstbestimliiUngS^ recht ergibt sich von selbst, daß Gebiete nur dann vvm-^ Körper eines Landes abfallen können, wenn" die auf diesen Gebieten lebenden Völker sich in solchem Sinti entscheidet^ Dennoch ist es geschehen, daß die ungarische Regierrrng der Entente Bescheid geben mußte auf die Zumutüng, sich nicht allein mit der Losreißung der bisher besetzten Gebiete, sondern noch weiterer Landesteile abzufindcrr, und als endgültige Grenze eine Linie anzuerkennen, die die Stadt Szatmar und Großwardein durchschneidet. Die Regierung hatte' auch darüber zu entscheiden gehabt, daß sie nicht bloß diese Gebiete zu räumen habe, sondern auch eine Linie, in welche auch Debreczin fällt. Alle Welt muß sich lm Klaren darüber sein, daß diese neue Evakuierung wettere Zehntausende und Abcc- L«hntat'.sende fliehender Menschen gegen Vupppest treibt,. wie auch darüber, daß die rasche EvakuieMng die Bedeutung hat, daß auf jenen Gebieten alle Lebensmittel in den Besitz der Entente geraten «nd die Ernährungslage. ' hier noch schlimmer fein wird, als sie gegenwärtig ist. Dir hatten die Ueberzengung gehegt, daß die Entente einen gerechten Frieden anstrebt. Dieser Mas wirst jedoch diese Ueberzengung über den Haufen. ~ i Diejenigen, die in Paris beisammensitzen, wollen eineri imperialistischen Frieden diktieren. Auf eine solche Absicht weist auch der Umstand hin, haß ma« uns die Donau rauben will. Wir köitnen vom Westen nichts erwarten als einen Diktatursrieden und dies stellt uns vor die Sachlage, aus die Wahlen zur Nationalversammlung zu verzichten. Es gibt keinen anderen Weg, als eine Art Diktatur anzunehmen. Die neue Richtung besteht darin, daß wir vom Ö st e n dys b e ko m m e u sollen, was der Westen uit« verweigert. Hut. Die Streitmacht der russischen Proletariermassen ist im Anmarsch. Eüie bürgerliche Regierung kann nicht folgen. Wir müssen uns ans die Grundlage stellen, die sozialistische Negierung zu schassen und die Diktatur des Proletariats zu verkünden. Garbai teilte sodann mit, daß zwischen der .sozialdemokratische» Partei Ungarns vnd den Kommunisten e!u Bündnis zustandegekommen sei, und daß in der nSchsteu Stunde durch Funkspruch der ganzen Welt kundgetan werden soll, daß in Ungarn bas Proletariat das eigene' Schicksal in die Hand genommen hat, und daß Ungarns Proletariat ein brüderliches Bündnis de» russischen Sowjets anhietet. (Stürmischer Beifall.) Die Arbeiterschaft der ganzen Welt, darunter auch die italienische« und fr«»»- zösischen Gesinnungsgenossen müssen wir auffordern, zu dieser Niederwerfung des Imperialismus bcizutragen. Garbai sagt zum Schluß: schwer ist der Weg, den' wir beschreiten, und nicht gefahrlos. Die erst« Gefahr, der wir ins Auge blicken müssen, ist die Unzulänglichkeit der Lebensmittel. Wir müssen aber darauf vertrauen, daß wir die bevorstehende Hungersnot sür eine neue Weltordnung, sü-r eine glücklichere Zukunft ertragen müssen. Die zweite Gefahr sind die Versuch« einer Gegenrevolution. Sicherlich werden die inneren Feinde eine Verbindung mit den auswärtigen Feinden suchen, uw der Herrschaft des Proletariats Hindernisse in den Weg zu legen. Der Gegenrevolution müssen wir mit dem Standrecht begegnen. Erste Pflicht ist die Schaffung der sozialistischen Ordnung. Gegen die Plünderer wird man mit schonungsloser Energie einschreiten. Auch in der Bodenbesitzsrage müssen neue Nichiungen eingeschlagen werdetr. Wir bedürfen einer starken/ tat bereiten, großen Arme«, die aus den Be sten des Proletariats gebildet werden mutz. Wir müssen die Arbeiter-, Bauern- und Soldatenrüte schassen. Wir müssen diese Organe ins Lebenrufen, denn andernfalls ist das neue Regime unmöglich.