Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 63 (22.3.1919)
- Date
- 1919-03-22
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 63 Wtm, Samsrag' Wienev Morgenzettung 22. Marz 1919 Seite f Der d 3 n i s ch e G e s a n d t e in Paris, der von andere* Delegierten mtterstützt wurde, fordert zum mindesten 15 Vertretet für dre klemen Staaten. Lord Robert C e ci l gab diesbezüglich die Erklärung öit daß, wenn die Vertretung der Großmächte im Vollzugsrate von 5, auf 7 Mitglieder erhöht werde, diejenigen der klemen Mächte, von 4 auf 6 Mitglieder heraufgesetzt werden konnte. Weiters trat eine sehr interessante Tendenz pi* tage, die bei aller Erleichterung der Zulassung der. Starten züm Völkerbund auf der EinschränkungW' Schließlich äußerten tue neutralen Delegierten den Wunsche daß die internationalen KonMe vor eine besondere V e r ständigungskommission gebracht werden, bevor sie dem Vollzugsrate unterbrertst werden, wie dies in Artikel 12..vor- , gesehen tft. Lord Robert Ereil und Leon Bourgeois erwiderten tedochdaß man auf Grund genauer Kenntnis der Sachlage pder im Artikel 12 formulierten Losung gelangt sei. Die neutralen Delegierten zeigten sich von der Be sprechung recht befriedigt. Die Unruhen in Aegypten. London, 21. Marz. (Funffpr.) In seiner Rede im Unter- ' Hause erklärte der Vertreter des Auswärtigen Amtes, daß die Lage in Aegypten zuBesorgnissenAnlaß g ach. In Bezug . auf, die Weigerung deS Auswärtigen Amtes, Deputationen, der nationalen Führer zu empfangen, ist die Regierung der An» schauung, daß es nnmögl»ck sei, Depnüerte zu empfangen, deren Forderungen überhaupt etne Erwägung nickt zulteßen. Man hoffe, daß - es / noch im Laufe des Jahres möglich sei« werd^ die K a Pi t u l a t i o n e n i n Aegypten a u f z u h e b e n,, Hauptsache sei jedoch, daß Gesetzlichkeit und Ordnung im Land' herrschen. . -_ ........ Die ErMhrrmg. T Äüsere LLbeNSMiLLelversgrgrmg,! Das 354b unserer Lebensmittelversorgung wechselt täglich Midoskopärttg. Die hungernde Bevölkerung kann sich ,nur Mw" ' eine, richtige Vorstellung von der Art wachen, wie die-vei -- antworllrchen Stellen rin der Lebensmittelversorgung Vorgehen, und VieS Um so wenige^ als gerade von amtlicher Stelle «ich' fetten'; eine genügende Llusklärung nicht stattsindet. Jn-<Mr Beurteilung unserer Lebensmittelversorgung hat _cmc gewisic ■ Verwirrung Platz gegriffen, mit der, Geduld. des Publikums wird geradezu ' ein sträflicher Mißbrauch ,getrieben, ohne zu bedenken, daß es auch hier eine Grenze gibt, ^ZachD-Mbereits erreicht ist. Wir habe» erst kürzlich darauf hingewrescu, daß wir jetzt, wie aus amtlichen Quellen verlautet, täglich ' u»>- 40st Tonnen mehr Getreide geliefert bekommen, als es noch vor - wenigen Tagen der Fall war, und daß dieses Qnantnm genügen würde, unsere Brot- und Mehlquote zu erhöhen. Von amtlicher : Stelle wurde dagegen verlantbart, an eine Erhöhung diesei>- Quoten sei vorläufig nicht zn denken, man müffe Reserven anlegcn.. . ' .;; . Obwohl also die Entente rms LebeuZmittel zuschiebt, soll eine E r'.h ö h u u g d e r gegenwärtige n H Mir $ r i\ t i. o n c n der beiden wichtigsten Nahrungsmittel, u ‘i cht - stättfiuden. Wir sollen vorläufig weiter' h u:u.ß t r'.i!, dafür sollen wir M e h l u n d B r o t jetzt n o ch t ein.* e,r ., zahl e n, well, wie im vorgestrigen Kabmettsrat darauf Hingeiviesen wurde, der W e l t m a .x k t p r e i,s des Getreides wesemlrch hoher ist als der InlandpreiZ. Ein Zustand, der rruer'trägkch ist, der zur Verzweiffung treibt! Die-Bevölkerung kann - und will es nicht verstehen,. daN entgegen allen Bereinbanmgen die Lebeusmsttelznschübe versagn.i.. eröffnet wurde, entdeckte man den Einbruch. Die Art der Aus-, führung läßt auf berufsmäßige Kasseneinbrecher schließen. Die Gendarmerie wurde verständigt. Unter dem Verdacht der Täterschaft wurden in Hennersdorf fünf Männer in einem Automobil '^gehalten und sestgenommen. Weitere Sperr- und Sparmaßnahmen. Bürgertyeister Dr. W e i s k i r ch n e r hat den Stadtrat für heute zu einer außerordentlichen Sitzung mit derTagesordmmg einberufen: Lage des städtischen Gaswerkes und »eitere 6 p eir¬ und S p a r m a ß n a h m e n. ' «Spurlos verschwunden. Am Sonntag den 9.' d. M.. ist der 27jährige Kaufmann Franz.S ch w a n k h a r b t aus Groß-Kadotz^ von dort nach Wien gefahren und seitdem verschwunden. Schwavkhardt ist inittelgroß, hat dunkelblondes Haar pnd ebensolchen Schnurrbart, schadhafte Zähne und längliches Gesicht. Zur Zeit seines Verschwindens war er bekleidet mit kurzem Lammpelz und dunklem Anzug, grünem Plüschhut und Schnürschuhen. " Es wird vermutet, daß der Verschollene Selbstniord perübt'had Zweckdienliche Angaben werden erbeten an Redakteur Robert B o n h oft I„ Wiesingerstraße 3-. Telephon 15.559.;* Eine halbe Million uuterfchlagen. Nach einer Mitteilung, die das Militärkommando in St. Veit an der Glan telegraphisch an die hiesige Polizeidirekliön gerichtet hat, ist brr 15jährige Feuerwerker Heinrich Z e ck m a n n, der das Amt eines Zahlmeisters des Volkswehrbataillons in St. Veit .an der Glan versah, am 17. d. M. nach Veruntreuung eines Betrages von mindestens c i lt er halb c n M t If x tut Kro ne n flüchtig geworden. Er ist groß, von hagerer Gestalt, - hat auder rechten Wange ein großes; behaartes Muttermal, tiesliegende Augen von lichtgraucr Farbe, blondcsHanr, englisch geWten Schnurrbart. Er dürfte als Artiüerieyssizrermit fast neuem,^hechtgrauem Kammaarnmaniel austreten. Er hat aewaudtesBeneWen, K sehr gesprächig und hat unverkennbaren' Wiener DialekttZ^; «Erstreckung der Frist für Lest Banknoten- ««tausch. Dre mit der Kundmachung des Staatsamtes für Finanzen vom 6. März 1919 festgesetzte Frist -für M Einreichung., der Noten 8er Oefterreichtsch^mgarischcn Bank zum Umtausch' gegen deutschosterreicknsche gestempelte, Mtd laut einer- Kundmachmtg des -Staatsamtes für -Finanzen h i s 2 9. M ä -k i erstreckt. Eine wettere .Fristerstreckung über diesen Zeitpunkt, y i r d n ich t e r. f.y l g e n.. Nach .Ablauf dieser Frist-wird' der Umtausch von nicht gestempelte gMi . deutschösterreichisch gestempAte Banknoten über, Ansuchen nur in besonders rückßchtswürdigm AüsNühmsfällen. bewilligt werden. . ' " ' Vorträge und VersammlrLUgen. Lese-, u nd N e d e h all l t j,n d i s ch e r .H ö chschüler in .Wien, 1^.. Türkenstmße 9. Saurstag' den■ 29. d. M., präzise 5 Uhr 30 Minuten, ordentljche -Plenarversammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Ausschusses. 2. Kaffeuberrcht. 8. Wahl des neuen Ausschusses. 4. Eveutuaüa. A-k a d e m i s ch e r V e r ein j üd r sch e v M edizi.n tx:‘ Im Rahmen. unserer Vereinsabende wnd IjcJlüc um V25 Nhr im Souterräiitlokal des Caf^- Stadttheater, Viir., Mbert'gasse 49, Herr Dr. Saul S o kall über das Thema „Poale-Ziottismrts". sprechen. Eintritt ftei. Akademische Gäste vMommen! , ' - Bühne Md Kunst. Deritsches Boskstheater. — („'Schattentanz", ph'an-- kastischtz Tragikomödie in 3 Akten von^Lea Herzog.) ^ine gute Idee muß man haben und wissen, wovon - LWe-.- sprechen.- Ein Theaterstück daraus gemacht, eure Boniheurolle tzürechtgefchnitten,^. nach dem. realistischen .-prsten:^^-nnd zweiten Akt Uebergang ins Phairtastische, ein. Spiel im- Spiels - Hä-, inonrsche- Erscheinungen, edle Musik, ergreifender Schluß. ll'So dichtet' pran ein Drama. Alle Welt sagt: . Diese aruren-Mupder-; trndet,^ wie die-vvn den Eltern mißbraucht^ .werden! Herzog hatte ein feines Ohr für dieses-»Mterwelts-»nitleid und brachte eben Wunderknabon flink auf die Bretter. .Der .Bater^, eiste' selbstsüchtige Bestie, die Mutter nicht minder, der Sohn: ist siebzehn, wirb aber noch vls Vierzehnjährigermit Suckersn iaufS Podium geführt, geschminkt,'weil er so blaß ist, bekommt Uhampagner und ' Morphünn vor dem - Änftrcteu' und fällt zu Hdrrse von einer Nervenkrise irr . die andere. Die Eltern haßt er, nur Wolfgang, der 18jährige Schulkamerad, ist sem einziger Freünd. Wenn die beiden allein sind, überläßt der Klutov Frank Weüeliud da§ Wort. Während eines Konzertes man sieht den MunberLnaben Lüder nach einem Nervenexzeß aufs Podium befördert werden erscheint der HbfprAat mit dem Minister Hst Künstlerzimmer, spricht emeil - lZeitungsartikel über den Mißbrauch der Wunderkinder, und kommt mit dem Minister überein, . Züder zu retteu^;; Wie tut das der gute Mann? Er examiniert den armest kleinen Älaviervirtuosen in der Pause zwischoir einer Nummer, mnd der' anderen a«S ReligionSlehre und 5dunstgeschichst., Der Knabe weiß nichts, kriegt wieder: einen Anfall, wirft;,sich dem Prälaten za Füßen, bittet, ihn aus den Klguen^.drr: Eltern zn rette«, und will nicht mehr spielen. Äber. der Menschensreund veranlaßt den Knaben, in diesem Zustandaufs Podium zu gehen (nachdem er ihn mehrere Gläser Schmchr-! wein Hinunterstürzen sah) und tröstet ihn: Nach dcrnK'oüzert .Werbe er ihn retten. Doch der Junge knickt draußen Wammen, verhaut ein Konzertstück von Brahms, und' man^ ^tzört ihn (welch wirksamer Aktschluß) inS entsetzte Publikum lMfen, daß er nicht mehr fpiele»' will.. — Im; drittelt / M st^aetüS phautasticns"ll finden wir ihn mit-feistem Frstind »Wolfgang in jener Spelunke, von -welcher im erstxkp.,'Ekt ,Üe» Herzog Frank Wedekind sprechen ließ. Die Dipn,enHE>^st mu den frischen blonden Wolfgang, Lieber hat das;Hr«chfehen, überzeugt sich beim Klimperkasten, daß er.-astiMch zricht mehr spielen kann, schläft ant Wirtstisch vm, Schl.vie-c senken und heben sich, und matt sieht Lüdcrs; Traum.,^ geht'S aber wirklich über die Hutschnur-. Mozart wich ,naM^ich bemüht, die herrlichste Musik des Meisters muß HarzygHe;Poesie untermalen!' Lüder, der von Mozart Nichts wstW-,'-M 5ihn der Prälat ausfragt«, träumt das''- Ldbpr: MoznE-Mir-; beziehungsreich,' daß sein Schulkamerad "-den , Mozart/.'HOt),- Pagenarie «nd Champägnerlied erklingen, -die Königin Der Rächt tritt auf und auch das Requiem' muß. herhatten. Schließlich naht die „vermummte gestalt" und-Mozart.-sticht. Rechtzeitig eilen Lüderß Mütter - «nd Schwester höchst, -um ihn -- er ist'inzwischen auS Traum erwacht Tst.chetnm gubringen. Doch er -siehf- Mt l>Lnrtn-:n>^e' Gesteht..cherst--- dir ' iiju aus; )uch-, ~in ihren Armen das Kind war tot." -7 — Ein gutes Stück, meine Verehrten, wert einer der ersten Kunstbühnen . . . Eine Rechtfertigung: Josef Schild kraut spielte die Hauptrolle. Er kümmerte sich nicht um den Dichter und schuf aus dem Wunöerknaben Lüder eine ergreifende, mit den lautersten Mitteln gearbeitete Gestalt. Dieser hochbegabte junge Künstler hat uns noch viel zu geben. Der Beifall, der ihn umbrauste, war echt und mrgeteitt. Auch Felix Steiuböck als Wolfgang war vortrefflich und. bedeutet einen Gewinn für diese Bühne. Von den übrigen Mitwillende.r sind insb sondere Marta T r e b i t s ch Felle G l u t h und Moritz Millmann zu nennen,, der den Impresario ganz köstlich zeichnete. Die Regie des Herrn N 0 se n t h a l ist sehr zu (oben. - O-. A. Konzert Zstckella «nd Doxa Weifen Zwei jugendliche Wiener Debütantinnen gaben jimast im.Kleinen. Musikvereinssaal ihr erstes Konzert, durch welches sie zwar Mi Befähigung zu selbständigem Konzertieren .noch nickt voll erbrachten, bei . ihrer hockentwickelien Technik und ihrer musikalischen Elgerraraber eine schöne Zukunft erhoffen lasten. Die 'augenscheinlich indisponierte Klavrerkünstlerin Jsabella Weiser,' eine Schülerin Sauers, beivies dennoch durch Wiedergabe Port' Kömvosttionen Bachs, Beethovens, Chopins und Liszts eme Kraft, welche man der zarten Anfängerin kaum mgetraut hätte. Ihrer hochentwickeltril Technik merkt man die Schule Sauers an und darf wohl für die Zukunft das beste n-h offen. Die Violinistin Dora Weiser entzückte durch die Innerlichkeit ihres Spieles und die formvollendete Wiedergabe von Goldmarts A-moll Konzert und Wieniawskis Scherzo-Tärantellc. Man wird den jungen-Damen wohl noch oft im-Konzertsaa! wieder begegnen. Vorlesung Inkoü Wassermann. Ueber Emladimg des Vereines „Hamach" lieft Jakob Wassermann am Montag den 31. b. M. um 6 Uhr abends im großen Saale des Ingenieur- und Ärchrtektenveremes, Wien, l , E'chenbächgaste 9, ans eigenen Schriften. -7 Karten in der Buchhandlung Löwit, Wren>ll^-Rotenturrnsttaße. ' Hermann Bahr beabsichtigt, nach fchtem Ausscheiden auZ bem Birrgtheater, am -L’ April nach Salzburg zu Wersicheln. Karl Gsetz vom Deutschen Volkstheater wird in dm nächsten Wochen em . Gastspiel an den Münchner Kammerkpielen, an welchen er in der nächsten Saison zwei Monate tätig sein wird, absolvieren. Äus de» Theaterw Die N e n e W i e n e r B 6 h n e bringt Donnerstag den 27. d. M. die Tragödie ..Die Büchse der Pandora" ' von Fraük Wedekind, die vor sechs Jahren wegen des Zensmverbotes nur als einmalige geschloffene Vorstellung gegeben - werden konnte, zum erstenmal als öffentliche Anffühi ung. Der Vorverkauf für die Premiere Wb die ersten Wiederholungen hat bereits begonnen. MenÄeles ..Fischfte". Ueber dieses Buch sagt Marek Scherlag: „Biel Inhalt finden wir in dem Roman nicht. Mff dem Worte ,Roman' setzt man vielleicht diese prächtige Dichtwig zurück! Aber wieviel Menschenkenntnis, Weisheit, Güte und Lrebe zu dem widerspruchsvollen^ armen Ghettovolke. Mendeles Buch darf in keiner jüdischen Bibliothek fehlen." (K. 11.—.) Zu beziehen durch Buchhandlung R. Löwit, Wien,Rotentnrmstraße'22. Letzte RachrichLen. Die Note der EnteuLe arr die ungarische Regiernng. Budapest, 21. März. (Üng. Tel.-Korr.-Bur.) Gesieni vormittags erschien der Chef der in Budapest weilenden Militärmisfion der Verbündeten Oberstleutnant V i x an der Spitze der Mission Kenn Präsidenten,Michael KarolhiWd überreichte ihm eine Note, mit der MitteilWg, - das» die m dieser 9tüte, bezeichnete neuer t . Demark a t i 0 ns! i n i e n t ch t als Waffe nft illsr a nds- De m ä r k a.t i y n 2' l'i'n i' e, sondern als p 0 litis ch e G r e n z e bettachret werde. In der Note wird unter 'anderem imsgeführt: Die Grenze der nmtralm Zone, welche durch die Truppen der Verbündeten'besetzt wird, ist folgende: Ostgrenze: Die Chauffee von Arad bis Rägyszalonta, die Eisenbahnlinie Nagyszalontä—GroßwarLein—sitaghkarolh— Szatmar-Nemelhki. N 0 r d g r e n z e: Die Flüste Szamos und Theiß ü'.s zu cmem 5 Kilometer nordwestlich viön Basaros- Nammp llegeuden Punkte. Die Westarenze verlaßt,die Tech 5 Äilouteter nordwestlich -von Basaros^Nümcnk) und zieht dann 5 Kilometer westlich von Debceczin, 3 Kllomeier westlich von Devnvaitpa, westlich von Ghoma, Oröshaza, Hodmezä-Basarhely und 5 Kllometer westlich von Szegedin. S ü d g.r.e n z e: Der Maros-Fluß,' die Städte Arad und Szegedin, welche unter Ausschluß aller ungarischen und rumänischen Ttuppen von de» Truppen der Verbündeten besetzt werben. Der Rückzug der ungarischen Truppm hinter^ die Westgrenze der.neutralen Zone beginnt am 23. März und ist in einem Zeitraum von höchstens lO Tagen zn beenden. - Der Promsorlsche Präsi. ntt der ungarischen Volksrepublik, Kärolhi, berief .nach Ucbernahme der Note für den 20. März, 5;Uhr abends, einen Ministerrat ein, in welchem er den Mrt- Medern der Negieruftg den Inhalt der Note der Entente mitteilte. In diesem Mintsterrat erörterten die Mitglieder des Kabinctis die entscheidendeAeuderUng, die durch diese Note in der außenpolitischen Lage emgetretm ist' und die K a,t a st r 0 p h .e u, w e l ch e d er Pro Huk t i 0 n u n d d e r w i r t s ch a f tll ich e n O c dir un g-Un gar n S drohen würden, wenn auch die nelresten;.Forderungen der Entente erfüllt würden.. Der . Mist niste r r a t b e s ch l 0 ß h i e r ans z n d e m i s s-i-0 n i.e r e n. Der Präsident der Republik nahm d i c D c in iss i 0 hon. Die Note hatte die Antwort der ungarischm Regierung für die 18. -Stunde des 21. März (6 Uhr nachmittags) verlangt. Zn diesem Zettpruite überbrachte der Legationsrat Baron Tibor Po dmaniczLp dem Chef der.allüerten MikitärMissionOberstleutnant V ix die Antwort der ungarischen Bolksrepublll, in der dir Demission der Regierung bekanntgegeben wurde. Pie NMiealen rmf der FrredLrrskviLfsrenz. Paveis» 2'l. März. (Korr.-Bur.) Die Agence HavaS meldet: Ein Äomttse der Kommission für den Bölkermmd, das aus Lord Robert Ceell, Leon Bnrgeois Oberst House» Htzmans, VenizeloS und Wesnitsch besteht, hörte am Donnerstag nachmittags von 3 bis 6 Uhr im Hotel Grillvu die 'Vertreter der Staaten an, die währenddes Krieges neutral geblieben sind, nambch Argentinien, Chile, Columbien, Dänemark, Holland, Norwegen, Paraguay, Persien, San Salvador, Spanien. Schweden, die Schweiz undVeneznlla. Lord Robert C ec \ l, wllcher den Vorsitz, sühne, begrüßte die Delegierten. Alle überb'rachtcn die Z u ft i m.m u n g t b rer Vlft c a ier « » ge n *. u m V ö l k 7 b u n d v r. 0 j c k t '.4*iv j»«:.A'rjvjNgln .anterinjs,--aabrr> ui.c./t'. av. . .. Frage nicht ihre Hauptsorge zuwenden. Klarheit,;Offtnheft ujK- Wahrheit verlangt die Bevölkerung, aber keine Widersprüche ,iu der Bekanntgabe amtlicher Verlautbarmtgeu oder gar eine Anflegelimg der Prcsie von Haber Regierungsstelle mrs. .. Zur Ansllanmgl der Bevölkerung über die Lebeusnuüelzufchübe mögen folgende Zeilen dienen: Ju Wien treffen^täglich zweiLebensm'.ttelzüge anCntentemehl und --Getreide von Trieft Lber G r a % ettt, die außer Getreide nud Mehl noch ^ynderc m von Triest zwei Lebensmittelzüge täglich abgelaffen werden, lliütt. u a ch Wien u n t e r w e g's. Die Uusfnhrkommisswn-Hat veranlaßt, daß in Venedig große Mengen Weizen, erngelägkrt werderr, die daun regelmäßig nach Wien lrauSportiert werhtzn. . / •i tß ß e S ch w i e r i gk 11 t eit bereitet J'n ß'p*. sll a w i e n der Durchfuhr von Triest nach Deutschösterreich und ' hiev--sollte unsere Regieumg energische Schritte unterneHmen..bei' der-'Untente. In St. Peter wurden.Züge anfgehälten. Sie'.wurdcü nach-Öpciya zmückgeleitet. und dann über "Udine—^Pontastl—. ioü§ natürlich eine br-' ' Folge hatte. t, so laffen sie.-alles zü wünschen übrig.'Vorgeitern kamen 13 Tonnen an; sie wstr-deiü lu da8 ernsteste. Stad.tuns. Lebensmtttelversorgung Phyfikate'melden, eavoaat eonsulos! N.euregelmrg des Ernährirngsdienst«^) Dkldnng von Bauerruräten. Unter bem Borsitz des.''Landeshauptmannes '''S; t'e?ü-n-''e v fand . gestern die konstituierende Sinung der von der Lande-:'- ree-ierima einaesetllen Landeswirtschl'sMonmkiision statt: Der'Br- Magistratsdirettor __ _ ~ Landesrat Ztvetzbacher, Vertreter der Lmrdwirte, der esoldateu- und Ärbeiterräte, an. ' . w . ' Landeshauptmann v. Steiner leitete -d:e Verbandlungen inst einer Ansprache ein, in der er den Zweck der Landwirtfchaste- Sttüe ausßömmen. können. Sodann >mrrde das OrtzanisatrpMftaiÄ.für die Landeswirlschostskommission-'tmd die RichtliMn deren Tättgkeit festgesetzt. Die LandeswirtschastSkommnsE.wird demnach'aus dem Vorsitzenden, dem Landeshauptmann über.befielt Stellvertreter, 12 Prodnzentenvcrtretern und 12 KonsmnentenvcV mwuaBtsjLM«