Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 63 (22.3.1919)
- Date
- 1919-03-22
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2979076-2979077-2979140--00544-2985848- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Sekte V Meir» Vamslag ' Lvfener MoegeuzLMtus I - Inland. Die Affäre des Ex-Kaisers Karl. Zur Äbgcordnctcnhatffc wurde heute gerüchtweise erzählt, 8>aß das Ansuchen um die Einreisebewilligung der Familie des E r - K a i s e r s in die Schweiz nicht vom ehemaligen Kauer selbst, sondern von dessen Gemahlin oder einem ihrer in der Schweiz lebenden Verwandten gestellt worden sei.! Bon anderer Seite wurde unsere Meinung geteilt, .daß das Arischen von der englischen Kömgsfamilie gestellt worden sei. i Das Staats amt des Aeutzern. Der als mutmaßlicher Nachfolger Dr. Bauers viel ge-. nannte Professor Dr. Lau n, der bisher der Leutschosterrechischen Vertretung in Bcnt angehörte, ist vorgestm: nach Wien zurückgekehrt. . — Professor Dr. Lammasch weilt, wie von unterrichteter Seite erklärt wird, nicht in Paris, sondern in Bern,", wohin ec von Politikern der Entente eingeladen wurde. Eine Entscheidung über die Neubesetzung der Leitmtg des Äeußem Amtes ist bisher noch nicht getroffen worden, dürste jedoch nicht mehr lange aus sich warten lassen, da inzwischen im BerfassungsauZschuß der Nationalversammlrmg in Weimar die Angliederung Deutschösterreichs an Dentschland bereits erfolgt ist« Vertreter der Landesregierungen in der Schweiz. Protest gegen de» Anschluß. — Amerikanischer SLimmurrgsumschrvrmg. Luzern» 21. März. (Tel. der „Wr. Morgertztg.") In der Schweiz sind diplomatische Missionen mehrerer österreichischer Landesregierungen eingetroffen,. dir m aller Form .bet den Ententevertretern gegen den Anschluß protestieren sollen. Unter ihnen nimmt der von der steirischen Landesregierung entsandte- Professor U hd e eure hervorragende Stellung em. Dieser wendet sich irr .cutmt . Interview in der .„Gazette Lausannes, hchigst gegen - den. Anschluß und erklärt, daß ganz Steiermark, Tirol und Kärnten dagegen ist und die Neutralisierung sordern. Eine Volksabstimmung würde zweifellos gegen den Anschluß entscheiden,' jedoch mußte die Abstimmung unter Kontrolle d er Entente vorgenommen werden. Es verlautet, daß die amerikanische Delegation in das Lager der Artschlußgegner überorgangen ist. Der ihr als Sprachrohr dienende „Nav Dock Herald" schreibt: Dis Vereinigrmg Deutschösterreichs mst Deutschland müsse man verhindern, da sie eine Gefahr für Europa bedeuten würde. Ein neues DMitärversorgmigsgeseh. - w Der beim Staatsamte für soziale Verwaltung bestehenden ständigen Jnvalidcnsürsorge-Kommifflon ist der Entwurf emes neuen Mtütärversorgungsgesetzes zur Begutachtung zugegangen. Nach Abschluß der Beratungen dieser Kommission wird der Entwurf ungesäumt der Nationalversammlung vorgelegt werden. Voraussetzung für eme Vergütung aus Staatsmitteln ist «ach dem vorliegenden Gesetzentwürfe eme infolge lnicht berufsmäßiger) militärischer Dienstleistung oder infolge Verwicklung in eme militärische Handlung erlittene Gesundheitsschädigung oder der T o d aus gleichem Anlaß. Anipruchs- Lerechtlgt sind nur Personen, die am l.M ärz1?19 d eutschö st e r r c t cf? ische Staatsbürger oder zur Zeit des schädigenden Ere'lgnisies in emer Gemeinde des deutschösterrerchischeri Staates heimatsberechtigt waren. Telegramme. Ausrufung der Räterepublik in Ungarn? Arad, 21. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg."). Es verlautet, daß heute abends für ganz Augarn die Räterepublik ausgerufeu wurde. Nähere Details fehlen. 200.000 Millionen Dollar Kriegskosten -er Entente. Washington» 21. Marz. (Fmckspruch.) Cordcll <v u l l bar tm Repräsentantenhamc zu Dashirlgton eme Rede tLber die finanzielle Lage des Landes gehalten imd im Verlaufe derselben mitgeteilr, daß dir Gesamtknegsmlsgaben der. Entente 200.000 Millionen Dollar betragen dürsten. Die Material- und EigenMmsvecküsic, die vielleicht nie in Er-, fahrnng gebracht werden würden, dürften die vcTfrT Ziffer-erreichen. Die Kriegsausgaben der Vereinigten Staaten delaufeii sich auf 30.205 Millionen Dollar. Die .Kriegskosten Großbritanniens betragen seit August 1914 40.640 Millionen, jene Frankreichs 13.400 Millionen, jene Italiens 16.000 Milli-, anen und jene Kanadas 2000 Millionen Dollar. Die Kricg'sausgaben betrügen im Jahre 1014 10.000 Millionen und im Jahre 1918 80.000 Millionen: an letzterer Ziffer sind die Aer-- einigten Staaten mit ,19.000 Millionen Dollar beteiligt. Frankreich gibt außerdem die materiellen Verluste mit 12.000 Millionen, an und rechnet einen Betrag vori 8090 Millionen Dollar für mrs-usetzende Pensionen. Mögliche Vermeidung des Generalstreiks in England. Amsterdam, 21. Marz. (Tel.-Komp.) Der „Telegraaf" meldet aus L o n d o n: Obwohl es nicht fcststcht, daß die Bergarbeiter mit den chnen gemachtnt Konzessionen zufrieden seur werden, wird doch allgemein angenommen, daß es nicht z u einem Streik kommen werde oder daß ein solcher nicht von langer Dauer sein werde. Den Eisenbahn- Md Transportarbeitern sind Konzessionen gemacht worden. Die Lage ist hosf- «Mgsvoll, obwohl endgültige Bestimmungen noch nicht getroffen .worden sind. Enteignung des Großgrundbesitzes in der < Tschecho-Slowakei. Keine Entschädigung für die kaiserlichen Güter. . Prag» 21. . März. Gestern abends trat die Klubobmännet? Konferenz neuerlich zusammen. Aist allen Seiten machte sich das- Bestreben.' geltend, zu einer Einigung zv gelangen. Es wmde beschlösse«, einen zweiunddreißiggliedrigeir Ausjchnp für die Bodenreform einzvsetzen, der in der am nächsten Mittwoch stattsindmden Sitzung te* Ratior'.ali'.'rU'immlrmg gewaW uxtben wird. Dieser Ausschuß hat binnen wfei Tageu den G-cs.-hr-'. ratwurs Wer-die -Bodeoresv^n rcu-gvarbritM. Dem AM-ichufi sind! sämtliche Antrags dir bi-zügUck,- i.va bisher einge-!reicht,wmdm, zu ül-erweueu. , . ' Es wmde wette-' r:, die Fordeiiarge'.-. du- K i e i u- H e r u n n d H zu besrirdif,.?n, intern ii;;iou ein großer Teil des Großgrundbesitzes gegeben werden wird. Der . verbleibende Großgrundbesitz wird nach den Anträgen dersoztal- Leoiokratischen Partei vom Staat verwaltet werden. Der gesamte Großgrundbesitz von 50 Hektar auswärts wird enteignet w e r d e n. F st r d e n k a i s e r k i ch e n G r o ß g r n n dbesitz wird keine Entschädigung geleistet w x r d e u. Es wurde. weiter beschlossen, die größeren Grundstücke in der Umgebung von Prag zur LinderMg der Wohmmgsnot zu enteignen Damit hat die Krise in dtr Nationalversammlung ihre Lösrmg gesunden. . Der Postsparkaffenvertrshr mit Tschechien. t» Prag, 2j. März.- (Korr.-Bnc.) DaS Prager Postsparkassenamt meldet : Vom 24, d. M. ad wird das Postsparkassenamt M^Bohlnen, Mähren und Schlesien Einlagen iür die Postsparkasse auch auf Erlagscheme der Wiener Postsparkasse a nn e h m e n. Anweisungen können vom 24. d. M. ab auch auf Wiener Schecks dürchgeführt werden. ' Das „Prager Tagblatt" in der Slowakei' verboten. Ä Prag» 21. März. (Korr.-Bur.) .Minister Dr. S r.o b a r hat kürzlich die Verbreitimg des „Prager Tagblatt" in der Slowakei verbotet Dem Einschreiten des Blattes' gegen das Verbot, wurde nicht" stattgegtbrn. Als Grund wird die angeblich .semdsrlige' Haltung des Blastes bezeichnet. Rekrutierung der 21- bis 27 jährigen in der Slowakei. Pretzburg, 24. März. (Tschecho-slowakischeS Preßbureau.) Der bevollmächtigte Minister für die Berwaltüng der Slowakei,' Dr. S r o b a r, hat eine Kundgebrntg erlassen, wonach mit bestimmten Ausnahmen, die im ösieittlichen Jntereffe oder aüö Familienrücksichten .'geboten sind, alle Soldaten der Jahrgänge 1898 bis 1892 (21- bis 27jährige) die in die Slowakei zuständig sind, znm Antritt des aktiven Militärdienstes ausgefordert werden Md verpflichtet sind,, bin nen b 11 i Tagen nach Veröffentlichung der Kunditrachung dm aktive n M i l i t 8 rdienst anzutreten. Angünftige Lage im Ostrauer Kohlengebiet. MLHrisch-Ostrau» 19. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Eine Deputation. tschechischer Arbeiter der Franzenszeche in Karwin sprach bei. dem schlesischen NationalaMchnß in Polnisch- Ostrau vor, welche sich über die in e r t r ä gl i chen Zust.ä n d e bei dieser Grube beschwerte.' Die P.o l e n, die den Streik begonnen haben, z w i n g t n die tschechischen Bergarbeiter mit Gewalt, sich ihnen anzuschließen. Die Tschechen würden arbeiten, fürchten jedoch, von den Polen erschlaget zu werden. Der Abgeordnete Reger, der fortwährend nach Karwin fahrt, erklärt das Fortdauern des Streiks für notwendig, da dies einen günstigen Einfluß, auf die Entwicklüng der o l n t s ch e n A n g e l e g e n h e i t e n ausüben wird. — Das Jnfpektorat für Kohlenversynd in Mährisch-Ostran meldet: Infolge des Bergarbeiterstreiks in den Karwiner Gruben ist das Jnfpektorat gezwungen, der mteressierten Oesientlichkeit, besonders den industri.elleN Krei'en, initziiteilen, daß die Kohlenlieferungen in den vorgeschrirbeneu Mengen miptoglich . eingehaltrn werden können, falls nicht der Betrieb des Verkehrs, der. Gaserzeugung sowie einiger wichtiger Industriezweige, insbesondere der Lebensmittelindustrie, auf das ärgste bedroht werden soll. Die an das Kohlenrevier gestellten Ansordemngen übeMreiten ohnehin wesen^liH die gesamte Köhlengewmnung auf Grundlage der täglichen Fördenmg aller Gxuben. Infolge des Karwiner Streiks ist aber, die für die Oeffentlichkeit bestimmte Forderung auf die Hälfte gesunken. Der Kohlenmangel - zeigt sich bereits in den Agenden des Köhlemnspektorats, welches nicht irnstande ist, die emläusenden Ansuchen zu bewältigen, cs bleibt daher bcnt genannten Jnfpektorat kein anderer Weg offen, als die'breite' Oeffentlichkeit auf-diesem Wege auf diesen Umstand aufmerksam zu machen.' Die polnische Landung iu Danzig. ' Grotze Erregung der DevAlkeruug. Berlin» 21. März. (Tel.-Komp.) Die „B. Z. am Mittag". meldet-: Die angekündigte Landung polnischer Tnippen in Dauztg hält die deutsche Bevölkenmg der bedrohten Provinzen dauernd in Erregung. Die Aufregung drückt sich m emer Flut vonDepeschen au die Reichsregiermlg und'an die preußische Reaicr-mg aus, m denen sich dst-Emwohnerschast der Regierung -zur nt i l i t ä r is ch c tt A b w eh r des rechtswidrigen Planes zur Verfügung stellt Md die Negierung auf das. dringendste-auffordert, den Durchmarsch der Legron' des Generüls Hafter zu verhindern. Es kann als sich e r a n.g e n-'o m m e n. werden, daß der-Versuch., der Polen, in. Danzig zu landen^ und von dort ihre Truppm nach Polen üb'erzuWreri, Militärischer Abwehr begegnen wird. Bürgerliche^Md peligiöse Freiheit in Sievenbürgen. ' Haag, 20. Marz. (Tel. der „Wr. Morgmztg.") ..D a i l h N e w s" berichtet, daß Lord Bryce, zahlreiche religiöse Führer und hervorragende*Geistliche B a l f u r ein M e m o r a n d «,m überreicktett mit der. Bitte, die Friedenskonferenz möge der Frage der b ü r g e r l i ch e n n n d r e l i g i ö s e n F r e th e i t e n t n S i.e b e n b ü r g e ri seine spezielle Aufmerksam' tm widmen. In bcnt Memorandum wird hervorgehoben, daß in den von Rumanieir beanspruchten Gebieten anderthalb Millionen Protesranten. und ebensoyiel Katholiken leben, die zusammen mit den Jud eit und den Angehörigen anderer. Religionen ^effektive G a r a n r i c tt f. ft r i h r e religiöse Freiheit und Schutz gegen Intoleranz-wünschen. Das Memorandum haben unter anderen, die Bischöfe von Winchester, Orford, der Diakonns von Westniinster,. der Vorstand der' theologischen Universität in Or'ord unterzeichnet. XHM ta-eL»sev, hochurodemtev Ssttztger Toureawatzerr. offon, mit Bosch--Dy«amo «ad Anlasser» automat. Pneupumpe. Reisekosfer» komplettreisefertig» mit > P n e n s, 10 G'chlä«chkN, 4 2Lefervefelgrn ' ) o f tf v t ve kärrfIr ch UMraglfc: PtkttsiVN Fischer, .GarnisVNgaffeLklvph'on 174»» tsttarxt/ 22. B!mz 1919 Rr. SS Fremdenhetze. Den WtenE geht es schlecht, das ist mtleugbav. Dls Nachwehtzn eines sinnlosen und schändlichen Krieges grabey. in dem Antlitz einer ^tabi, wo es einmal einen „guten- Tropfen und eine Hetz"-gegeben hat, schmerzliche Runen, ein, das Leid der armen Bevölkerung wird durch die üppigsten Versprechungen der Negierung nicht gemildert. Was' , ist zu . titn? Der „DesttW Volksrat für Wien und Niedax- ' österreich" weiß Bescheid.versandet durch eine Parlaments--- korrespondenz ein Elaborats iu dem sein Entschluß mitgeteitt wird, eine ' „große Aktion gegen das Verbleiben der 'nicht-' deutschen Staatsrngestellten ist ihren Dienststellen einzuleiten.H'. Dieseir „Fremdvölklschen" soll, ohne Rücksicht auf ihre Angelobung der Laufpaß gegeben. werden. Ferner verlangt:, der „VolkSrat", daß alle Flüchtlinge, die seinerzeit nach D eutfch-österrei-ch gekommen sind, durch Entziehuitg der LeKensmittelkarte« und Beschränkung ihrer Handelsfreiheit e ntfernt werben. ' -Die Stimme der Menschlichkeit und. der Vernunft ist solchen .Herren fremd. Ihre Tätigkeit im Kriege ist ja bekannt. Sie. konnten sich da an Hurrageschrei. und kttieweicher ©er» bilitllt ,nicht genug tun und haben nicht wenig zu der Vergewaltigung des Volkes durch die Kriegsmaschini? und seiner, heutigen Not beigetragen. ' ' Zum jüdische« Jugendfürsorge- «nd Erziehungstag. Die jüdische Jugendfürsorge ist .em lange ünd.7 strüflich vernachlässigtes. Arbeitsgebiel. Wohl gibt eS. seit Mstem"manche segensreich wirkende Institution,' an Vereinen, die sich, sttttuhengemäß mit der Errichtung' von KinöerhvrLen, Ferienkolonien, Religwnsschulen und., dergleichen b-efassen. mangellL es nicht und die größte wie' die kleinste Kultusgemeinde hat die Kinderfürforge in ihrem Budget. Aber woran es fehlt, das ist eine gemeinsarne Plattform, auf der sich alle ' diese Bestrebungen 'vereinigen könnten, wodurch auch die Gewähr' geboten wäre, daß die'vielfältige Erziehungs- und Für-1 sorgearbeit aus einheitlichen Gesichtspunkten besorgt würde und durch systematische, organisierte Zusammenarbeit eine> Verzettelung wertvoller Kräfte und eine Vergeudung von Bolksvermögen unterbliebe:- Auch - ün prinzipieller Beziehung bildet die Schaffung einer Zentralstelle für jüdische Jugendfürsorge eine dringliche Angelegenheit. Man wird endlich aufhören müssen, in der jüdischen Jugendfürsorge die bei anderen Völkern mehr oder weniger, erprobten Systeme anzuwenden, sondern wird sich nach Methoden Umsehen' müsseri, die der spezifischen, ökonomischen und., geistigen Situation unseres Volkes gerecht iverdtzn,.- Ein großzügiges Programm tut not, das. alle Stufen - der Jugend berücksichtigt und nicht nur die physische, sondern ebenso, wenn nicht, mehr, die geistige Fürsorge und Erziehung in sich begreift. Durch die bösen Folgen von vier Kriegsjahren ist den verschiedenen Fürsorge- - institutionen ein Arbeitsfeld von großer Weite erwachsen. Die elternlosen und verlassenen Kinder sollen nicht bloß, zu .nützlichen Gliedern, der - Gesellschaft erzogen werden, sondern ihnen soll ihr Volk all das ersetzen, ivornm. sie ein böses Schicksal benachteiligt hat: Die jüdischen Waisen.sollen wirkliche Kinder des jüdischen Volkes^ sein'' üNd in diesem Gefühl auswachsen. Auch der gesamte' Begriff der -jüdischen Erziehung muß cutcn - neuen und großen Inhalt bekommen. Hat man sich in-jenen-Kreisen, denen-diese-Erziehung bisher ex offo oblag', Enteist damit begnügt, daß Um- und Auf dex. jüöisHen-Erziehung in einem veriväs,ectrn,-RellgionS^ Unterrichts zu sehen, -der die Jugend nicht befriedigte, und^ HM als Anhängsel zur-allgemeinen AnZbiLuni . angefügt'wurde, so mW die künftige Erziehung nnsLvsx-. JügeNdvöllig v-on jüdischem Sinne getragen sein und das Mntrüm des' jungett Menschen erfassen. Den Ber-. Handlungen des ersten. jüdischen Jugendfürsorge- und- Erziehungstagrs> dermorgen Und üb er morgen, im.Festsaale der Handels- und Geiverbekammer, 1. Bez., . St.ubenring 8-^-16 stattsindet, wendet sich also ein reges'Interesse zu,-und es wäre zn wünschen, daß die Tagung von jenen Kreisen, die an der Gestaltung eineslebendigerert Jubeniunts interessiert sind, entsprechend. beschickt würde. Auf der Tagesordnung steh eit die fol-. genden Referate: Direktor Pros. Dr. Julius Zapper t: S ä u g'l'i n gsfürs 0 r g e» - Gemeinderätin Anifw Mür'ler:-FÄrsorgefü» Mädchen; Oberoffiziat. MoriziUchgar: Die jüdi-sche Ingend-für.sorg.e für Wien und dü' Notwendigkeit der konfessronellen Gestaltung der Bern f s Vormundschaft: Gemein -. derat'Är. v. S.chwarz-Hiller: Uneheliche und, verlas -'s e n e Kind e r; Oberrabbiner Professor Dr, Chajes: Jüdische Erziehung; Rabbiner Dr. Feuchtwang: Der Religio ns unterricht als Erziehungsmitiel; Direktor Max Fischer: Fürsorge im. Vorschulalter; Hortinspektor Josef- Stern: DaS Wesen;der Horte und Tagesheimstätten: D.r/ Siegfried .B e t n f e I fe- Die Aufgaben eines Be r. b a n 5 e s. für. jüdifche,. Jugendfürsorge. Im An --chlw'e an die 'Referate finden-D is kn ssivne n fr morgen; Uhr vormittags. 's.' H-rKL' MMon' Ldroneu . .tm? u«5 M ist e l-b-'a chd.enchttt wird, ist k-chr.n nachrs foft Gebändc des: dortigen StmcrmntrS n-bwchn, wv'chcn - D:e-Tä..>r svrciiUm W-.7 C'korne Änffc «m tmb enttilMmcn ilti eme Sunuilc tunt U 'Jtiv tic;V:;'ü niHi St?n:räiw