Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 62 (21.3.1919)
- Date
- 1919-03-21
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2979076-2979077-2979139--00537-2985840- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 6 Men. Freitag Wiener Morgenieittm- Ä. März ISIS Srr. VS »—.—■ um i..—— .— -----— --—— -. i ■ .11 ■ ■ - ■ — i' .- - Die Teilung der Türkei. H a a fl, 2V. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg,*) Die Friedenskonferenz beschloss das G e b i e t der Türkei in neun Teile w Zerlegen, für deren jeden ein Staat als Mandatar des Völkerbundes zum Protektorat bestellt wird. Palästina ist der siebente Teil, der unter den Schutz Englands gestellt wird Bezüglich Armeniens wurde noch Kerne Entscheidung getrogen. Die Sachwalterschast wird wahrscheinlich Amerika übernehmen. Die Entente fordert einen polnischukrainischen Waffenstillstand. D a r L s, 20. Marz. (Funkspruch) Der Oberste NaL der FriSdettskonfercnz hat beschlossen, die vor Lemberg einandergegcnllberste^enden beiden Armeen anfzufordernach Erbatt der gegenwärtigen Depesche unverzüglich einen Waffenstillstand zu schließen. In Gemäßheit dieses Befehls fordern die Machthaber der alliierten und affo.r^erten Regierungen den ukrainischen General Paw-! c n k s auf, die Feindseligkeiten in seinem Vefehlsbereich vor und um Lemberg e r n 5 u st e l l e n. Diese Aufforderung ergeht gleichZeitig an General NozwadowsKi, Befehlshaber der Lsmbsrger Garnison. Der Eisen bah nv erk ehr zwischen Le ni borg und Przemhsl muß aufrecht bleiben, um die notwendige tägliche Verpflegung der Stadt zu sichern. Der Rat will die strittigen Forderungen der ukrainischen rrnd der polnischen Vertreter in Erwägung ziehen, jedoch nur unter der Voraussetzung der Einstellung der Feindseligkeiten. Die Entente will Danzig den Polen zusprechen. Paris, 20. Marz. (Funkspruch.) Dcr proöte Telder K°;m Stfcumi deö Obersten Rates der Alluerten war wir der Äudörunfl,und, Besprechung des Berichtes ausgeMt, der von der .^ommiiszon; für bic polnischen Angeleg ende i.keii einmütig angenommen worden war. Der Hauptgrundsatz. den die Kommission aufgkst«'llr hat, bestehe wenn sie 'ich hierbei auch nach dkm NatwNalitä'.enprmz'v richtet.' darin, aus polen trot^der Mängel »einer territorialen Gestaltung einen leäens»ähitz«l ^Staat zu 'macken.' Polen ist tatsächlich gleich- 'nu Hälfte im Osten uub Westen von Deutschland eincteschlossen und es braucht unbedingt, um seine nationale Autonomie zu gemeßen,^ einen le-chten und uiiabhäiigweri Zueang^ :nn?Ncrre. Unter dreien Umständen pst es unm »glich, d r e G r e n z e n des- Staates, mrt besten Wiederherstellung nran eben befaßt ist. fesizustell e n. ohne »hm Angehörige deutichcr Nationalckät einzuvrrle»brn. D e'e sind übrigens, w't -rardim kmvorgchobcn hat, von Deutschland absickirlich gemäß 'einem gewohnten Kolomslcrungös.hstem dorrhrn gebracht worden. Vlond George hat bagegen eiugeweudet, daß maw -in d'eser liegend nicht einen Vorwand »i'ir eine Art von dtub'chim J.rederiiismus schassen dürfe. Die Bemerkung bezog sich namentlich an» das Gebiet östlich der Weichsel, wo Deutsche in ziemlich großer Zahl leben. - er Entwurf d->r Kommission, der in seiner Gänze Polen weniger wett gesteckte Grenten als jene von 1772 ernräum^, spricht ihm einen Zugang -um Baltischen Meer durch einen breiten Korridor zu. der sich beiderseits der Weichsel bis nach Danzig erstreckt. Die Sozialisierung in Deutschland. Berlin, 20. März. Das Kabmett hat beschlossen, das -st e i ch s m i r t s ch a f t s a m t mit der schleunigen Ausarbeitung eines Gesetzentwurfes-zu beauftragen, der d:e Sozialisierung der' Ga s-, Wasseru n b Elektrizitätswerke und der Straßenbahnen herbeifuhrc» fall. Dieser Beschluß tr»sit sich m seinen Absichten Mit dem GesetzeiiNvurf über die Kommunalisierung von WirlschaftSheiricben, den dre Loüalrsterungskomm'ssl0n ausgearbeitet hat. Die von ihr dort angestihrten Wirtschaftszweige', insbesondere drc Erzeugung von Nahrungsmitteln iBrotversorgnngV d e -Verstellung von K l e j n w o h n « n g e n, . die gewerbsmäßige Stellenvermittlung und de K o mm u n a l r s»e r u n.g der Apotheken iniir;:n den •'lomimmcit t und ' kommunal«'»! Verbänden die Möglichkeit geben, auch ihrerseits den Sozialisternngsgedanken fi'r dw Gemeinden iruobar zu machen, um so von der politischen zur wirtschaftlichen j Selbstverwaltung großen Stils zu kommen. i Die Vorgänge in Eckartsau. Aus zahlreiche Anfragen von Pressevertretern, die gestern < ei in ^Staatskanzler Dr. Renner vorsprachen, äußerte sich derselbe über die V o r g an ge in Eckar ts au : Tie Oeffentlichkeit war sich nicht sofort im Klarest - arüber, daß durch den Beschluß der konstituierenden Nationalversammlung, dcr Deutschösterreich als Republik erklärte, eine unhaltbare Situation geschaffen wurde. Wäre eine Erklärung erfolgt, daß der frühere Kaiser für sich und sein Haus auf olle Herrscherrechte verzichte und als Bürger unter'Bürgern unter bürgerlichem Namen leben will, wie es Josef von ö b 3 b u c £ in Budapest getan hat, so wäre für bis Neoublik kein Anlaß zu Weiterungen gegeben gewesen. Aber hier handelt es sich garnicht um die persönliche Schuld, er fühlt sich und er handelt als Haupt des Erzhauses, r-: verwaltet: das Vermögen des Hanfes Habsbura-Lüthrinzen. Sieses Haus ist eine Institution, nicht'eine Person. Mit dieser Institution aber har eS die Staatsregierung zu tun. Das Erzhaus trägt in seiner Gesamtheit geschichtlich einen gewaltigen Dell der Brratttworlung für den ungeheuren Zusammenbruch und für den Untergang eines großen Teiles unseres Vollswoylstanbes, es trägt die Mitverantwortung für die unheilvoll e gegenseitige Verhetzung der Nationen, die uns nach dem Friedensschluß in der Welt den nationalen Grenzkrieg nach mazedonischem Muster -.uriick'äßt. Auf ihre verfassungsrechtliche Unverarrttvortlichkelt kann sich bas Erhalts deshalb nicht berufen, weil es diese Verfassung durch die H 1 t-Wirtschast selbst beiseite' geschoben hat,. §luf eine Verfassung, die zu beeiden der letzte jkaiser aus diesem Hanse a b g e l e h n t h ä t, kamt sich dieser Kai'tt selbst 7t i i!) t berufen. Dazu kommt noch, das» eine Reihe Mi. käederu des Hauses in :'ü""ren ^iomn'.nndoftel.Hn -■äji\K% Schul', au sch g.laden oder in F i u a tt z g e j ch äste n und Mtlitärlieferungen gewöhnl ichster. Art die öffentliche Kritik, wenn nicht gär das Strafgesetz herausgefordert haben. Di«' deutschosterretch'^^e Republik hat trotzdem inder humansten und rücksick tSbollsten Weise dem Ex-Kaiser unbeschränkte persönliche Freiheit, gewährleistet. Mir dienen der Mafrstät des. Volkes, wir empfinden Ehrfurcht vor der Majestät des Unalücks, bäs dieses Volk betroffen bat. wir.hoffen, daß die Masöstät der Arbeit das Bo k aus diesem Zu'ammenbruch herausfuhren wird und wir Bollsbeaustragte ülsüesondsre, welche die öfse»ltlichen Gktschäfts führen, bettgeu uns vor der Majestät des Gesetzes, dem wir mit milder,. schoneuder Hand, aber unter ältest Uinst ä nd eu Ächtung barsch affen werden. Die Majestät einer Person aber kennen wir Nicht. Ob ei»» Gesetz erlassen wird, das den Kaiser der Krone für verlrtstig erklärt, bleibt der Nationalversammlung Vor» behalten. Aber auf jeden Fall wirb die Staätsvegtenmg die Angelegenheit der Natiorlalversaiiimkn»tg dorkegen und diese wird binnen kurzem das letzte Wort haben. Die Ernährung. Der Marktbericht. Die Volkswehr in der Grotzmarkthalle. Gestern vornuttags erickven m der G r o f; m a r k th a l l e, nachdem die zmn Verkauf gebrachten getingen Vorräte lksu n.d, . ~ ... . m »men eingela gerten L e b e n s M i t t 11 o. o r c ü 1.1 vorzmiesnuen. In den KiihlrättMtN werden nomlich solche Mengen von Fleisch ansbewahrt, welche in. den sie.schlvsen Wochen zufammengelegt weiden, .die stach genügender AnsariiiylnNg wieder 'ur Honorierung der Fleischkarte verwendet werden. Auch jene Fl" 'chhauek, denen dre,Bevienung der Spitiiler nrgew esm »st. haben dort kleine Vorräte emoeliesert. Die Volkswehrabte'lnng fand bei dieser Neviston, die über eine Stunde währte und der auch die V o r t ä i e d e r G e ch e i n d e Wien unterzogen wurden, dir in den beiden letz'en Wochen emgelieferten Ntndnenchmengm sowie mehrere Kisten Eier, .Wse, Schweinefett und Honig. Nachdem dre Bolkswehrmänner- Kostproben des Fettes vorgenommcn hatten, um stch von der einwandfreien Beschaffenheit desselben zu Merzeugen, verließen sie mit einer Me der aufgenommenen Bestände die Großmark hülle. Das Etfchemen der Volkswehr rief unter den in der Halle beschäftigten Personen begrestliches AuiiSben hervor. In der Großmch'kthalle gab es für den gestrigen Verkauf nur do K loaramni Klippfische und emrge hundert Kilogramm Weichmlirste. - Das Angebot .ausden übrigen Märkten war ebenso unzulänglich w-.e än den letztest Tagen. Auf den G r i! n w a r e nmarkten waren miede, nur Rübenfvrtm vkrtreten. Grünes GemM kommt ist täglich immer kleiner werdenden Mengen auf die. Märkte/ Dafür g'pt es m den Gemüsehandlungen Kohlfvrosien zu l< 8.-*- da^ Kilogramm und H ä u p t e l s ü l ü t, das St ück vu dem unerhörten Preis von X M't solchen. Preisen können die Marke begreiflicherweise nicht konkurrieren. . . , E-.ne Sensation bildete die gestern vorgenomMene Ausgabe gali-i'cher. Eier neuer Produktion. Das Stück kostete ks l.—. Abgegeb-i, wurden gegen Abtrennlmg deSAbschnittes SS höchstens 3 Siück per EiukaufschelN. Die Einstellung von Milchkühen. Nach einem Berichte des Vizrbürgeiiiltistcrs Hoß wird die Emstelluna von 670 M l l ch k i'l h'rc n durch d'e Gemeinde für die Milchgrwinnnng und Zucht aus den der Aktiengesellschaft für Zuckerindustrie in Göding geyö'endeli.Meierböien Nothenser, Staatz, SwteUhof, Strmebrimn und Haidhof in Nredei österrerch genehmigt. Lebensmittel für Südslawen. Jene südslawischen Haushaltunpsvorstände in W i e n. dre fick bisher für eine Lebensm-tM'.lfe noch Nickt gemeldet haben, werden dringend ausgesordtrt, sich Sonntag den 23. d. M.. vormittags zwischen 8 und 12 Uhr, m't Heimatsnachweis, Melde-eitel und Elnkauischem im N:edhos, VUl., Wickenburggasse 15 zuverlässig einzufinden. WarenabFa^e der „Roho". Zmtralmaw' n. Vlir., Plaristengaste l!>: - Eisig, Zwiebel ^datz Kilogramm 1.—\ Knoblauch, Pamdcis m Eisig ldas Kllogran'M l- >. ftifchc Germ (das Deka 10 h\ Sal'., Sardellen, Toiletiesecke gegen Marken, Paprika, Backpulver von 9 bis 12 Uhr. Magazm, Nibelungengaste 7: To-letteftife geg'n Marken und Diverses von 9 dis lä llhr. II., HI., IX., X.. XU., XVlll. Bezirk: Nayonierte Ware. Für das Speiseöl find Gesäße mit weiter Oessnimo milmbringen. Bon 9 bis 12 Uhr. IV., V., XH1., XVII., XIX. Bezirk: NnvoineNe Ware von 9 bis I2.llhr und von 3 bis 5 Uh'-. — XXI. Bezirk: -Natzonierte Wärt voU 2 bis 4 Uh - - In der Nauvin'- ii"gsabte limg, Vlki., Stro z-gasse 27. und in asien Abgabestellen ÄnmelduUg für Nayonterung für Zucker und Kaffee. bereits vergrl^en wareir, eine Abteilung d e r. B o weh r, gesi'chrt von einem Obk-lerrtnant nameris F % t ..... . i. . r i - .. . t i .. : „ k . L. ü n r. v - 2 .. Bühne und Kunst. Klavierab, -d Kazia Lid an. Die junge Dame, die gestern im kleinen Konzerthaussaale vor zahlreichem und beisalkssrohem Publikum spielte, bedeutet eine angenehme Bekanntschaft. Mit einer guten Beherrschung^ ihres Instruments nach der technischen Seite verbindet sie schätzenswerte Eigenschaften: reife Au'f;ssung. und^ ech'es muZkalisches Emps'nden,' sie verfügt Aber einen prächtigen Anschlag und was sie.anfaßt, bekommt Unter ihren Händen Ausdruck und Farbe. Ihr ProgtamM, das Bach. Beethoven, Brahms und Chopin enthielt, gab Fräulein Li bau Ge.'e enheit, ihr 'chbnes Können von verschiedenen Selten zu zeigen. Prächtig geriet ihr Bachs Chaconne ist Bu'onis Bearbeitung und die herrliche Aä-Dur-Sonate Beethovens brachte sie sowohl in den helleren Teilen wie im Trauermarsch zu guter Geltung. Auch Brahms' herbe Art weiß die Künst'.rin gut zu interpretieren. Bei der Wiedergabe von Chopins Nocturne schien doch wohl die rechte Nocturnenstimmung zu frhlen. Hervor-' ge,oben sei Frän'ein Libaüs in Auffassung uttd Dar- . bletung natürliches S'iel. bei jungen Pianisten heute bekanntlich keine Se.Pstverftändlich eit. F. rkttS den Theatern. , Im B tt r g; ü c rt r«r fl l.nrg h«i^ das Vlift'piek ..Du Fahrk ins Blaue vor» Caillavtt, FWrS tltib Ary zut Äulsüh.UNg. Diese Vvistellung beginnt um ' 5 llhr. Im O v e r n t h e a t e r kommt heute „Werther" mit den Dameri Lehmann,' Iovanovre, Dier sowie den Herren Pittflver, Rrstmann, B<"etto, Breuer, Madi», Gallos, zur Aufführung. Anfang 'Uh Uhr. Iut D ev ts'ib en V 0 k k S t h e a t e r «elangt heute die phantastische Trag komödie -Scbattentanzfb von Leo Herzog m folgender' Besetzung »ur ersten Aufführung: Daker — Herr Werner Kaliko; Mutter — Fl-aU Hcrsey; Tochter — Fräulein Waldow; Sohn — Herr Sckstldkraut: sein Freund Herr SteinbSckp Hofpräbst Herr Gogh; Min'ster — Herr El'eld; ImpresaM 7g- Herp Mtllmann: Poet— Herr Gluck; Schauspieler — Httt Dauegtzer; Loo — Fräulein Trebitsch; Mim» Fränlcm Wudt; Gräfin Fräulein Rosenqmst; em weißgekleidetes Kind Fräulein Hocbwald; vermummte Gestalt — Herr Pater. Spiel», lerter: Herr Nosenthal. M J Die Wiener Tb ea t e r lmtt Ausnahme der VoMover und Neuen Wiener Bühne) haben de^ Feiertages wetze» die S v.i r l .t a g e d e r k 0 m m 0 n d e u Woche auf Dienstag den 26., Mittwoch den 26., Donnerstag den 27., SamStag de» 22. lind Sonntag de» Yo., festgesetzt. Die Theater bleiben demnach Montag Md Freitag geschlossen. , Deirtschosterreichischo Bühne. — („% aS 8 ächeln Gotte s", SchaU'viel in drei Men von HanS K « 0 b l 0 ch.) Wenn eiste neue BühNr. die ..em ans idealer Basis aufgebant^l, rein künstlerisches Unternehmensein will und rS sich zur Ausgabe macht »ecken rinslußreichrn Kontakt zwischen Publikum und Kunsvbühne hermstellen". rmt einem solchen Stücke beginnt, kan» inan nur fei» Beileid ausdrücken. Es verlohnt sich urch^ über diesen Bolrsstück-Ersatz allerletzter Märke auch nur ein Wort zu verlieren. Vollstäridige TokeNrkosigk'tt. erheiterndes Phatos. trostloser Wärlreichtum. Fräulein v, Emmering und die Herren. Ritter-Kaiser, Gebhardt und Gerhardt benrtthten sich recht sehr um den verlorenen Abend. K , Staatliche Kunstpflege. D im Staatskanzler Dr. R enst e t haben gestern der Bildhauer Prof. Hanak, RegiemngSrät rof., Josef H 0 f s m a n n und Hofrat Roller m Angelegenheit der staatlichen Kunstvstege vorge'prochen. Diettz Künstler warnten davor, die Entscheidung m Kunstsachen einem Knnstrak zu überlasien. Wre nützlich ein solcher als Beirat ist rnanchen Standessragen fei, so bedenklich wäre cs, ihm tn den Frag eu der Ku n'ft s e l b st das letzte Wo« zu geben.. Auch hier müffe, wie in allen Derwaltungsangelegenheiten eure: einzelne Persönlichkeit unter e gener Verantwortung verwalten.. Der Staatskanzler dankte den Herren für den Rat Md erwähnte, daß allerdings noch andere Gesichtspunkte dabei in Betracht gezogen werden Müsiett» weshalb an die Einrichtung des Kunstamtes noch nicht unmittelbar geschrttten werden kann. Drei Theater in einer Hmrd? Der Direktor des Deutschen Volkstheaters und der Kammeriviele Alfred Bernau, bewirbt sich jetzt auch noch um das Raimundtheater.,— Nach den biSher-gen Erfahrungen ist es für den Kunstbetrieb nicht günstig, wenn drei Ttzeaier von einem Manne geleitet werdem Die E-nnchiung von „Kammerspielen", allo. erner intimerem Bühne neben der großen, hat noch Sinn. Kommt aber gar ein dnties Theater hinzu, ist der vom künstlerischen Standpunkt so anfechtbare «Großbetrieb" fertig, Je mehr Jndwidualitälen atn Werke sind, um sv besser gedeiht das Künstleben Wiens. „Die Arche." Eine Neue Arbeltsgemeinfck-M zur Metze jüdischer Kul ur und Kunst mit großzügigem, alle Ericheinungsiormen jüdischen L"bcns evfaifewbcrtt Programm hat sich m Wien gebildet. „Die Ar ch e" will aus den Stürmen politischen ZwiespalteZ und arls der Flut allgemeiner Anfelduna das m sich ausnehmen, was der Bewahrung für di( Zukunft würdig ist, um den Aufbau der neuen jüdischen Welt vollziehe» zu können. Sie ist als Zentralstelle gedacht, die nebst der Psiege politischer Aussprache durch Veranstaltung voll literarischen und mMalischen Veranstaltungen, Buchaussiellungen und Auktionen^ Kunst- und Kunsttzemirbeartsstellungen bim geistigen Lebendes Judentums allgemein sichtbare Erschtinungssorm verleihen will. Die Erhebung des jüd schen Theaters aus ein von allem Niedrigen imd Unzulänglichen befreites Niveau soll eine der wichtigsten Aufgaben der neuen Vereinigung sein. Auch eine Reche von literarischen Publikationen der ^Arche istnt Vorbereitung.- Dir Ziele einer jüd'fchen Volkshochschule, wie sie Deuischland und Rußland erreicht haben, werden durch sie wirksame Propaganda erfahren. , Gegen die Asstmilanten. Durch de» Kamvi gegen die Kultllsgemeinde gew.nurn Bedas scharfpointierte Gedichtbücher „Getaufte und Baldgetaufte" und „Israel'ten und andere Antisenr.ten" besondere Akmalllät. Die beiden Bändchen sind in bewährter alter Ausstattung mit - den Titelbildern von Carl Josef soeben m Neuauflage erschienen. Preis je X 1.65. Durch alle Buchhandlungen oder direkt bei R. llöwrt, Wien, l., Rolenturmsiraße 22. Sport. F rßballtvettspiele der Volkswehr. Donnerstag nachmittags trugen die Fußballmannschasten des jVolksweh'.bataillonS 13 zwei Wettiptele aus. In beiden gelang eS hnen — sie hatten tut erste und zwecke Mannschaft der S.-V. Rttdolsshügel zu Gegnern siegreich zu blerbell. Dieser Erfolg darf weiter Nicht überraschen, da dem Vokksweürbatalllon 13 (früher Sporkbatailloll) fast durchwegs bekannte Fußballer angehören. Nachstehend die Beachte: Bo l k s w e h r - B a 0 m 131—R u d 0 l s S h ü a e k k 8 :1 (2:0). Obwohl die Rudolssbügler etwas mehr vom Spiel« hattest, blieben ,dre Volkswrhileiste siegreich, weil das besiere Schuß- Vermögen aus ihrer Sette war. Bei den M'lilarisien stach insbesondere dcr l>nke Flügel Polster (W. A. F.)-Wiesee (Rapid) hei vor, während auf ^Skite Rttdolsshügel Bitlohlawet der beste Mann war. In der ersten Halbzeit waren Wirser und Dürschmidt (W. A. C.) erfolgreich. Nach der Panse erhöhte erst Patek (Shoriklub) den S'and aus 8:0, dis tncpp vor Schluß Rudolfshügrl dank einem Fehler des gegne'.ckchen Tormannes Pech (Floridsdorf' zum EhrrntresseL kam. Das faire Spie! wurde von Herrn SckiMldt gelestet. . V 0 h kswehr B a 0 n 18 kl—R u d 0 l s s h ü g e t Ö st i 0 (3 :0). Sicherer Sieg der besseren Maunschaft, in oer stch snSbesonders Strnad (Sporrklub) auszeichttere. Die Fußliallwettspkel« de« Feiertage«. Am kommenden T enstga finden nacksolgtttde Spiele statt: F. T. C.,- Budapest-^W. A. C. (P-'ater), Rap'd^-SpoctÜub (Hütteldorf), Vienna--Amalemt (Hohe Warte), Simmering — Hakoah (Simmering). . Der F. «. St.-Gallen (Schweiz) spielt zu Osterrl zwei Wettspiele in Wien. . Sportfest der Hakoah. Der Sportklub bereitet für den 7. und 8. Scplembkr im Nahmen seiner IubiläumSveranstalkunae» ein große- Sportfest vor, zu welchem Teilnehmer aus allen lländ Wnd ruht UH Vllt^liuvvH lUviUvui Schwekertfch« Fuhdttkler in Dentfchtand. Ein 'j.Krt.jfpifl DrMschland"Schweiz soll am stb.Mar in KarlA» stakifindtll. Stn «ent» Aütsmodilr«kord. In Amerika fuhr her bekannte Reunsahrer Ralph de Pnlnia eine englische Meile (1602 Meter) m 3ck o2 Sekunden und stellt damit cineu Neuen Rekord ansi