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Wiener Morgenzeitung · 1919-03-21 · Heft 62 (21.3.1919) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 62 (21.3.1919)
Date
1919-03-21
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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9ir. 62 Wien. Freitag Der BolkswirL. . Dr. SchAMpeters PrograMm. AuS den Aeußerungen des FirtLnz^trstärs Dr. Schumpeter anläßlich des Empfanges der Teuntenschäst im. StaatsamL ist ' herborzuheben, daß er die wirtschaftlichen und staatsfinanziellen Aussichten für nicht ungünstig halt'und der . Hoffnung Ausdruck gab, daß wir sehr bald in geordneten Verhältnissen sein werden; ein Optimismus» den wir vorläufig lest er nicht zu teilen imstande sind.- Er'gab auch - gleich-darauf zu,, daß unseve Lage sehr ernst söi.'Dem'Volke müsse, vor. allem die Wahrheit^ gesagt wertend Schönfärberei sei nicht am Platze. Die Dinge, könnte» .sich- .'Ldoch durch eine planvolle JndustriepoliLik bedeutend . bessern.. Gegenwärtig richte sich der Wille des .dolles, auf eine große Sozialisierungsaktio.n, soötait das StaatsaUlt fikr Finanzen, tvenn" auch vielleicht in bescheidener Ilolle. mitzuLrheiten haben' werde. (Ob die Sozialisierung unsere Jnduftriepolitik le: der heuLigrn Arbeitsweise förle.lich sein wirdbleibt abzuwarten.) ..Was die K r reg s ä »leihe betrifft, so darf sich der Staat nicht etwa brutal seinen Verpflichtungen,, entziehen, es müssen die Interessen der deutschösterreichischen Staatsbürger, aber auch die In e essen der Gläubigen im besrermde^a und'ntutralen Ausland ge- , schützt werden. Hierbei kommest das Tratsche Reich. Holland und die Schweiz in Betracht, „weil wir das ^mde Mpital brauchen wie eiueu Bissen Brot". Die Kriegsanleihe müsse so bald wie möglich trez, ohne Laß irgendeine Existenz! perstich'-et wird. Im Punkte der Valuta wäre dir Wi^erherftellung der alten Parität gegenwärtig eine Katastrophe. Es käme auf tunlichste Konstanz des Geldes an und es ne/de sehr viel Urbeit erfordern, daß t essen Wert nicht weiter sinke. Sodan sprach Dr. Schumpeter cs^eii die Zentralisation und zugunsten der autonomen F irranzeu. Vor allem aber fordert er die schnell und Energisch durchzusühvende Ve r M ö g e n s a b g a b e. Kombiniert mit der Gründung entsprechende: Kreditvrganisalionen werde die Vermö.e rsabgabe die wirtschaftliche . Entwicklung gar nicht berühren und eröffne Lie Aussicht auf eine erleich e'Le Zukunft. Dagegen erwartet Dr. Schumpeter von Erhöhungen ein'elner direkter Steuern nicht viel und warnt der neuen Experinrenten. ZÜÄr BegLeiche der EnLenLe-Ledens- WMeLferrdurrgen. Von informierter Seite wird uns ruitgeleilt: Die LeöenS- MMelversorgnng Deutfchösterreichs wird von der Entente ans finänziellerPasis vorgenommen, die eine wirtschaftliche Abhängig-- Lest von den Ententemächten in sich schließt. Indem dir chestnWchen iUnterhandle.p.Mf dstr. valutarifchen Verhältnisse wohl'Rücksicht nehmenerlegen sie doch Staat und Stadt derartige Bedingungen Ärf-' daß die Tilgung nur W langfristige« Formen vor sich gehen kann. Äalutarisch ist Deutschösterreich, sind übrigens, auch die Nationalstaaten de äsLMligen'Mo.mvchir garmchtin der L ge. mome tauen V r pflichtungen zu entsprechen. Angesichts eines Goldprei es. der sich um 18.000K oncn proi.i ogramm bew gt, t.'t an eineG ld a lung die für die Lebensmittel unbedingt verlangt wird, absolut nicht zu denken, und unsere Noten finden begreiflicherweise nicht jene UrrerkemtunF, die/nötig-wäre, um als Deckung zU dienen,. Man hat es demnach, mit einer Situation zu tun, Äe juristisch als Sicherstellung bezeichnet wird, im allgemeinen Leben aber eine Verpfändung solcher Objekte bedeutet, die einen anerkannten Wert und auch eine nicht tvegzuleuguende Notwendigkeit' darstellen. In erster Linie ist der Staat verpflichtet/ für seine Bevölkerung zu sorgen/ da er doch nn Krieg derjenige war, der als der große Einkäufer sich girierte und Verpflichtungen übernahm, die er leider nicht erfüllen konnte, Jetzt verlangt man von ihm. mit Recht die Urbernahme der durch die Entente gelieferten Waren und ihre Verteilung an'die Bevölkerung. Pfe Enteilte verlangt betanuuich' ^.u<ers:-/>.nrig i» Hörm der Gerechtsame auf unsere Salinen. Diese, sinl aber durch die Sülintns.cheinö und sonstige Obligations Verhältnisse belastet, und e? . wirb die erste Sorgedes Staates sein müssen, hie Salinen frei non ' Schulden zu machen, um die Entente als ersten. S.ützgläübiger für d!e DaNer des angesprvchenen Kredites zu sichern. Der Kredit',.der angesordtzrt wird, beträgt dreißig Milliosren D o l l a r.. Hiervon hat der Staat zwei Drittel zu überuehnteu, während die Stadt Wien als-die tijichti^e Versorgunggstätte für Nahrungsmittel mit ein'em Drittel verflichtst wird. Äuch sie wird Sicherstellungen gebe». Die Sicherstellungen werden, wie dies immer in eurem solchen Fall bedingt wird, dir angeforbecie Summe weitaus übersteigen und wenn auch, wie wir erfahren, dieses Ber- PflichtungSverhLlL.'.iÄ lciu drü.leirdev ist so ist es doch tiunie hi i eil» solches, daß eine gewisse Kontrolle über Werte der Stabt.geschaffen wirs. Indem jedoch di« Entente sich nun-. Mehr alZ Gläubige: un serösneuen.' StaatSgeoildos.. Deutschöstcrreich und der alten ehemaligen ReichShanPt- und Residenzstadt Wien eunührt, wird sie gleichzeitig Interessen hier gewinnen und schon verlautet, daß voü amerikanischer Seite. Anbots gemacht werden, die auf dir Ausnützung unserer Wasserkräfte abzrrlen. Auch hier sind die Verhandlungen Lerrttö ■ oingclcitet. «Nein wieder spielen Kompetenzen eine wichtige Rolle, die solcher Art sind, daß eine Ueberbrückung vorläufig nicht auSsichtsvoll erscheint. Es wird aber auch von seiten Englands, daS schon im alten Oesterreich wichtige si»a../,iel!e Jnirresstnr wahrzunehme« hatte. Geld ins Land gebracht werden (inan braucht an dieser Stelle nur a:r. die galizischeu Ruphrhagtzdiete erinnern), und so liegt Wiener Morgenzeitung LI. März 1919 Geile 1 es möglicherweise nicht mehr in weiter Ferne, baß das seinerzeit in Oesterreich verpönte englische Kapital, das aus Wien verbannt zu haben Lueger sich rühmte, durch den Ausgang des Krieges den Weg nach Deutschösterreich findet und diesem Staat zu neuem Aufblühen hilft. Rasches Finanzmatznahmen. Prag, 20. März. <Orrg.-Ber. der „Wr. Morgrnztg.*) Die seit langer Zeit vorbereiteten und jetzt mit viel Gckchm und Erfolg in Szene gesetzten Flnanzmaßnahmen RasckmS gliedern sich hauptsächlich 'n drei Teile. Als Emleitung der ganzen Aktion kann man wobl die schon am 3. Februar erfolgte Verordnung ansehen, laut welcher die Geldinstitute verpflicht sind, dem Fnanzmim-- sterium am 15. und Letzten eines jeden Monates g-mane Ausweise über ihre Kafsenbestände, Spareinlagen, Einlagen für lausende Rechnung. Kassenanweisungen usw. vorrrrfegnr, wodurch es dem tschechischen Fmanznniiister möglich wurde, eine flüchtige Nelmfickt für seine Pläne stu gewinnen Der erste Te'1 der Aktion war d;e LoSsöstmg ' und Selbstaildigmacüung der tschechischen Wahrung non per bisher-gen österreichischen. Dre ins Mastlose gestiegene BanknostnauZg'abe der, Ocsterre-ckischrniganschen Bank, dre das' Wirtschaftsleben und' das Kreditwesen sehr ungünstig beeinfluß'«, war eine der Hauptmiachen d'ckes Strebe«?. Man entschied sich'für'die Abstempelung der im Umlauf defindl.chen Banknoten, we'l das Druckm von neuen eigenen Noten in Tschechien vorläuf'g undurchführbar war und weil Rakchin anstbe nend di« unverm-'-dliche Devalvienrng h nauSzuschleb-m bemüht war. Mit Berordniing von: 25. fWritar wurde die Banknofenstempckl'na und die Bermögenskouskripliou zwecks Auferlegung e uer Ve'mogerisabaabe angeordner .und afe chzeitig eine Verordnung über dre Konsk 'vtion der österreichischen und inigirnschen Kriegsanle hen und über die Kassenanweisungen der Oesterre ch,sch-ungarischen Bank herausgegeben. Als der zweite Te l der Aktion ist die Znriickbehal'ung von 50 Prozent der zue Abstewvrlimg eingerc'chten Banknoten anzusehen, was nickt als eine Konfiskation, sondern ledigl'ch als e ne Zwanpsanleihe des Staates .gelten soll. Die 'ziü-ückbehaltenen 50 Prozent werden auch' von dnn Staate mit 1 Prozent verzinst und die niedrige Verzinsung damit beg'ündet, daß dieses Geld vom Staate für seine AnSmb'lnNg'en' nickt verw-'ndet' werden darf und leh/glich zu dem Zwecke zurückdebal'en wurde, uni dm Umgang des Bankuotenumlaules mtf ein genmdes Maß zu rednzieren. Auch »ollm dieienig«''i.dieausG'!-iMd'derV''rdrdnUn'a Vom 25.FebnmrNr.68 Edelmetalle. Gold oder' Valuten der tschechischen Republik leihen, durch die böhere 3 */a proeentia'e Vernnsung ' und Beireumg von der Permoaensabgabe, ntr D.'Mömifl angeeistrt'wer-den. Dicke beiden Maßnahmen sollen eigM'l'ch eine' emschUe'dcnde .Korrektur und eare allmähl che Besserung der tschechischen W8h''Ung bew'rk-n und das überhaupt e'^ep geiunLen Entwicklung zuführen. Den dritten Teil der Ov-rätiönm'b-ldin d'ie Vorbereitungen mr Vermönensahe>at,e. Bo? läufig .wurde am 4. März die Konsk. ptiou der E rlagen, Mikgl'eds» und Unternehmnigsantecke, am 12. Marz d>e Kon'knpt'vn und Bezeichnuna der Werlpaprerc ongwrdnet. weite'/r Verordnungen ' betrefimd Kon'k"iptivn von stuMnvorräten. Masch'chm. Lustusgeamständen, fremder Valuten. , Gold usw. werden , noch folgm. Inw'ewcit die nnbmikgl chen Güter heranpew"en werden, stel't noch nicht fest. Erst nach genauer Konskription sämtl'cher Ack'n von Vermögen werden . Details imd die ' prozentuelle Höbe der Steuer kestge'etzt werden, wobei ein Unterschied gemacht werden soll zwckcheu dem vdrknegerischen Vermögen und dem während des Krieges e'wordenen; letzteres toll viel scharfer besteuert werden. Die Vermögensabgabe schlechthin und d'e KrieaSgew nnswuer -m beiouderen sollen mckt alle-n eine Bckest'aiing der Wahnntg h-rbe:- iuirren. sondern hauvtsäck l ch dre als E"be ans dem Kriege Übrrnom-nmen bedeutenden Lasten nnd Verbind! ckkerten ulgen. Die dmkouischrnSirachest-'.mmmgeU,.v'el'eicht aber noch nrlir der Glaube nnd das^ Berträuen des Publ'kums >n d>e Rickuakelt von Rarchms Maßnahmen, haben es bew'rkt. daß stck dre Akt'vn bisher klaglos nnd zur Z u i r i e d e n h c l t des tschechischen FiuanzmimsterS abzuwickeln beginnt. Verband der Lschechv-sLowakischeA Texrillrauf- , Mannschaft. Prag, 8^. Mäer. (Tel. der „Wr. Morgnirtg.") Hier wurden zwer sachliche- Jnsti'Nt'vnen. nnd zwar der Verba n d dev t sch e ch o -ll v w a k' ick e n Te r t, l k a u s irr a n tisch a f t und die G r o st e i n k an t s g e n v s s r n s ch a f i bei dickem Verbände gegründet. MsherLgr'S RcknlLat der Ngt?vah"L-!'mp^A^g. Das bisherige Reinl a' drr Notenabstemvcknna, die von der Oesterreichisckamgan'chen Bank und der Staatsdruckerei vorgenommen w rd. beläuft stch aick ungefähr 4Vg Mill-arden K onen. In der lt'-te» Zeit find pro Tag un Dw-ch'chintt über II-''Millionen zur Äbstrmvelnng' etNgckauten.- Dck E üsaus vckgli'ößert stch jetzt insoltze de? Heranngh-ns .des 31. März. Mit w-tch'm Tage bekanntlich dre Äbstcm"ell,'.iasfrist zu Ende gehr. .Nack den vorliegenden Schätzungen d en ück von den abaest'euwelten "Noten ge(>en 3°/<M'll'achen m llntlck's b 'finden.- M -r rechnete uckprüngl'ch tmt einem Betrage von 6 Nkillrardcn ab n 'nwelvden Noten; es wä'-en a!'o noch znka 1^«'Milliarden ausuäUdig. Ob dicke in den nächsten vier Tagen einlaufen werden, bleibt abznwarten. Me VermS "."AS>?rfnssung irr An^arn. - Budapest. 20. Mi' ■ Das Amtsblatt veröneurl'cht eine Verordnung m Aügckegeui)' der zei: mei! lg tu E t nfich r änkünäde s V e r t ügungsr « chtes über dir E fck e k t e vt. Die Verordn>mg we-cht von den jüngst erlassenen BestiMiNüngen insofern ad. als nunmehr Am Unteckchitd gemacht w rd zwischen Sptv-enckaaen und Kouwkürrsn'- und daß. falls der Eigentümer des EmlügebucheS öder des Kissewchemes seine Identität wie auch m glaubwü'd'grr Wecke nüchiveckt, daß er d^u aNruw'"'enden B'tbag in gewissen prä;>ste.trn Zwecken brauche, auck 'e n höherer Betrag als K tone n ansgckolg' werden kaust. Der F nan'm nuster w rd ermächtige. h;nsickstick der Inv-nraristernng der Sckes und 'onst'g>'n -'!-e>'td'pörS mtd >m Zickanrm-lihaua dnn'.t h nnckilich der Modaluälcu der Aushchung der Sperre Verfügungen zu tre''en. - D!s F'ttänzpro^l'Urs tz-x ZiqLr'.d!erssrÄ:tt Msnsrchi7. Hang» 19. März. 'Tel. der :„Wr. Mo''gerizta." De'' Wen-'x Kor-ckboudeni deS „D.a l l y T c l - g r a v y" spricht sich jin* die Ernennung einer e i ge n e n Kommission?ur Rkgeluug der F > n a n i st r v b l e m e der U'ye'eneu österreichlsch-unganschen Monstre' e aus niid sagt: ,Die Finanzaugeleg,uherten aller vier Revubl keu sollten geme tckam biS zu dem Z>'>tvunkt b-handelt werden, bis die Krise vor übergeh: und ihre Grenzest auf der Frirdenskonserenz festgesetzt werden. Die Ocklerreicher. Magyaren und wahrscheinlich auch die Tschechen würden dieS freudig begrüßen (?, obzwür d es ein E nyrechn in d't inner« Verwaltung dicker Staaten zu hu scheint. Nachdem aber allen vollständige Aukbüuge.una und finanzieller Ru>n droht, ist dw sofortige Verwirklichung im Iuierefse d's Weltfriedens gelegest. Dicke Komm-snon wü de wei erem Länder raub E nhalt Mn bis zur Erledigung dieser Fragen ur Paris, ebenso den Gewaltakte u, über die die schwärzesten Gerüchte zirkulieren. Dicke Folgen der Feind'el'gketten zivimien den neuen NeplrbTkcn fühceu zu tut«» immer größere» öe^ninUficn Haß. DeLgisn erhält eine neuerliche Anleihe. Paris» 20. März. lFunkspr. deS Tel.-Kor.-Bur.) Bel» g i e n ist erne neuerliche Anleihe von 3,400.000 Franks gewähr worden. Eine n ue Importnnd ExporLgesellschast in Prag. Prag, 30. März. (Tel. der »Wr. Mvramztg.^ Litt ist eine Gesellschaft „2 t e x". tschrcho-slowaklsch-' Aktiengckellschast riir Import nnd Export in Prag, mit eurem Aktievkaprtal von einer Mrllwn Kronen in Gründung brgrmen. Die Gckellschast. wird fich mit dem Import und Export von Nohstofien. Halb» abrikaten und Fabrikaten befassen mid wird Vertretungen in-, und ausländischer Fri-men ver-mittelu nnd finanzieren, ExportsyndikaLe tu Tschechre«. Prag, 30. März. (Tel. der „Wr. Morgrnztg.*) DaL ckchechi'che Handelsulimsterium bewilligte die Errichumg emeS Syndikats der M e t a k l r st d « fl r r e, welches fich zur Aufgabe gestellt hat, die z:rm Wiederaufbau der zerstörien Gebiete F ankreichs, B'lgtcns, Jmliens, Rumäniens und SüdilamreuL^ benötigten Bedarisarlikel zu exportieren. Die Vertreter des Stmdikats für Fiankre ch find zwecks Anknüpstmg von Geschäftsverbindungen bereits dor h-n abgcreist. — Dre Begründung erneS Exvortsyndlkats für Glas- und Porzellanwaren steht bevor. _ Aktiengesellschaft der österreichischen FezfabriLerr» Der Berwal'.ungsiat hat m ferner hrmrgen Sitzung beschloficn, - der Generalversammlung vorzuichlw en, lür das abgelausene Ge-, schästsjakr eine Dividende von 48.— zur Verteilung zu - bringen. Die Dividende ist um 2 P ozent^ niedriger als für dw' letzte Geichäftsperiode, welche das Halbjahr vom). Juli bis 31. Dezember 1917 umfaßt hat, ausgezahlre Dividende. Ausgleich. %k>m Landesgencht Wien wurde das AusgleichSveckahren über daS Vermögen des Max D o n a t h. Handelsangestellter, XIV., Drckenbachgafie Nr. 5t, «»gefettet. Ausalerchskommifiär Land-'Sgerlchtsrat Dr. Anton Cvworka, Ausgfeimsverwalier Friedrich Grünhut, Kaufmann, l., Franz Josesskar Nr. 7/9. Anmeldefrist: 20. April, AnsgleichStagsatzung:, 28. April, 11 Uhr. Konkurs der Oesterreichifchen Taxieab-GeseKschaft. Im Konkurs der Oestei-reichckchen Taxicab-Gesellichaft m. b. H., X., Kolumbusgafie 7, hat der Masseverwalter Lalentm - Kadlezrk einen Entwurf zur Berte lung einer 46'35 prozenti^en Onote dem Wiener Handelsgericht vorgckegt. Gegen dicken Derteilungseniwurs können bis 13. April Erinnerungen emgebracht werden. Zur Verhandlung über allfäüige Erinnerungen, wurde eine Tagsatzung für den 18. Asiril, vormittags 11 Uhr, bei diesem Gericht, Zirnmer 100, anberaunt. Bo« den GetrerdemLrLten. In D e r l i n ist insofern«:' eine Besserung der Marktlage ,m verzeichnen, als aus Pose st bereits Oüerte vorltegen. Die Tendenz hat, „trotzdem das Warenangebot fich nur aui kleinste Mengen beschränkte, eine leise Abschwächung ersahren, du allerdings :n den Preisen nicht zmn Ausdruck gelangte. Ersasfutterstofie standen, gleichwie m den letzten Tagen, m lebhafter Frage. Die amerikanischen Meldungen enthalten nur wenig bemerkenswerte Details, dre Preise der emzelnvr , Sichten haben nur gcrmge Äenderungen erfahren. Die vorliegenden landwirtschaftlichen Berichte aus den deulschösterrerchischeu Gebieten lauten günstig, der kühlere Witterungsverlaus lregr im Interesse der jungen Saaten, da eine zu üppige äußere Entwicklung gehemm: wird, dagegen ist eine Ge>chäjtSbet8tigung rmr t« atlerengst en Grenzen möglich. AmerikaMche WarennoLierrrngeA. New-Dork, 17. März. Bau ru wolle Nnw-Aork loko. 38.70 , New-Orleans. 38.00 „ New-^)ork ver März. 26.S0 „ New-^)ork ver April. 25.80 Petroleum: Raffinade (in cases' New-Uork .. . „ Standard Wh.te stkew-Dork 4 . . . „ tn Phlladelvhm . Petroleum Ered. Balanc. at O'.l City .... Rerv-Äork, Me dl Marke Spr. Clears) .... 9. „ Werzen. Winterwerzen „ „ Sommerweizen . w Mais. Western loko . . . „ Zucker. Gmnulared w , Centrrsugal „ Kaffee, loko. „ Geereldesr. n. Vbn. ver Bush. (60 * S ch m a! z. West. Steam ...... „ Baumwolle Zufuhren in den Häfen . . 20.25 . » 17.25 11 i?S» . . 4.— - brS 9 V> . . 237 V, . . 337 Vs . . 177 Vs . . 7.50 . . 7.28 16.2k lb§.) nom.- . . 38.10 Wiensv Börse. Die.gestrige Börse stand mrrer dem Drucke der Geschäfts» stille und der Verkehr stockte Zeitweise vollständig. Die Kurse schwächten. sich dmchwegs ab. Maßgebend hierfür waren die Meldungen üb«'r die Abfichten Italiens, ferner die vom StaatZ!- sekretär für Finanzen angekündigte rasche Durchführung der Vermögenssteuer. Sowohl m der Kulifie wie im Schranken war Abgabclust vvrherckchcnd. Die Börse schloß, unt ganz geringen ÄuSnabmm. zu den t r e f st e n T a g e S k u r s e n. Hoher gehalten waren led>g!>ck Prager E«sen-, Simmeringer Maschmenfabrrks-Aktir» und Ravlgazione, welch letztere um K 100.*— avancieren. Renten waren gut bchauptet, bloß Oesterreichifche Goldrente Mrdt billiger abgegeben. Im übrigen verwerfen wir auf die nachstehenden wichtigsten Schlußknrse. Irrdustrie-ZIrrterNehMrmgeA. Allgemeine Baugckellschaft —.— (--.—), Wiener Banges. —(-.—), Wienerberger Ziege! —(-^ —^iefiuger —(-\ Sarajewo Akt.-- Brauerei —.— .(——Aussigs Ehern. 1262.— (4-13.—), Brv'che §pirmiS 973.—- (—10.—), Kardorundmn —1—' .Hol'handelsgejcllichast 758.— (— 17.—\ A. E. G. Union Elcktr. 775.— (— {,—1, Siemens Schuckert 470.— i.— 7.50), 'ilvme 8"3.— t— 12.-), Anstna Email Berg u. Hütten 1745.- (-33.-), Pvldihükts 108Ö.— (—20.-H P - iger Eistn 2580.— (*f 60.—), Rrmanutrany i-'rV Siodawerke 713,50 (— 14.50), Wafiensabrik 1015.— Salgo Taljaaer —t-Trifailer Kohlen 712.— (—16.—), Uug. Allgnu. Kohlen —' (-^ Urckany 835.— (— Westböhm.—(-.—), Brünner Maschinen — (—He-dr —{— -Lokomonv Sitzt —(— Simmeringer 545.— (-t- 20.—\ Elbcmühl —(— —, Ifeykam 618.60 1— 8 5G. Karpathen 2180.— <— 69.—), Gal pa 1490.— {—1<>.—), FezfabrikeN 100t.— (— —.—), Schoeller Zucker 1Ö45.— (— 35.—), Böhm. Zucker — Ocftcit. Eisenbahnverkehr —l-Türk. Tabakregle \ 167.— l— 13.-), Lückenlose 425.— 6.75), Krupp A.-G. 581.- (- 5.—), Rusion 533.50 (— 13.50), F-atwerfe' 900.— (— 9»^). Veitscher SÖhißitcfit 2280— (— 20.—) ,,

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